Hier kommt mal wieder ein Beispiel dafür, warum ich meine Meinungsarbeit mit Leserbriefen so liebe. Am 19. August veröffentlichte ich die Zuschrift von Armin Amrhein, die Arthur Kolbe dazu bewegte, mir eine Erwiderung zu schicken. Die veröffentlichte ich am 22. August. Und nun kam eine weitere Erwiderung von Achim Wolf.
Kategorie: Schlagseite
Ein Fahrdienstleiter ist im Bahnverkehr ungefähr das, was im Flugverkehr der Fluglotse ist. Ein verantwortungsvoller Posten also, und ein anspruchsvoller. Fahrdienstleiter stellen Weichen und Signale, sie allein geben die Fahrerlaubnis für die Züge. Als einfacher Zugreisender merkt man von ihrer Arbeit wenig, wenn alles flutscht – aber wenn nicht, dann
Aufmerksame Blogleser/-innen werden sich beim Lesen von Holger Schmales Leitartikel (Online-Version: „Habt keine Angst vorm roten Mann!„) erinnern, dass ich auf diesen Seiten schon des öfteren einen Vorschlag gemacht habe, wie die deutsche Politik aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden könnte. Jetzt ist bald Bundestagswahl, und Holger Schmale greift meinen Vorschlag
Ernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) ist eine Schnellmerkerin, und zwar hat sie schnell erkannt, dass das Thema „Veggie Day“ Aufreger-Potenzial hat: „Wir halten generell wenig von Bevormundungen“, sagte ihr Sprecher. „Am Ende brauchen wir eine ausgewogene Ernährung. Da gehört Fleisch dazu.“ Die Frage ist aber: Muss es täglich Fleisch sein? Denn
Ist das nicht sonderbar? Die DDR ersteht wieder auf. Seit einer Woche gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder zwischen ein und zwei Jahren. Da darf dann endlich auch die ebenso farb- wie glücklose Familienministerin Kristina Schröder (CDU) eine Erfolgsmeldung raushauen: „Deutschland hat bei dem Thema Kinderbetreuung lange
Sie ist schon ein bisschen irrsinnig, unsere Politik. Besonders in Wahlkampfzeiten. Da werden überall schöne neue Blitzer installiert – und dann beschließt ein Verkehrsminister, dass die Autofahrer/-innen vor den Blitzern gewarnt werden müssten, damit sie nicht unvorhergesehen geblitzt werden. Ist ja auch doof, wegen Geschwindigkeitsüberschreitung belangt zu werden, nicht wahr?
Plagiatdebatte die dreihundertsiebenundvierzigste, Auftritt: Bundestagspräsident Norbert Lammert. Eigentlich die einzige Lichtgestalt in der CDU, da mitunter kritisch und schön kratzbürstig. Während die Uni Bochum die Plagiatsvorwürfe gegen ihn prüft, nehmen mehrere Wissenschaftler ihn in Schutz. Andererseits fällt ein Plagiatsexperte ein vernichtendes Urteil. Wir erleben ein Déjà-vu – zu Guttenberg, Koch-Mehrin,
Prism, Tempora und jetzt XKeyscore – die NSA nutzt die Möglichkeiten, die das Internet ihr bietet, wirklich sehr effizient und gründlich. Der „Guardian“ wartet mit neuen Veröffentlichungen aus dem Snowden-Material auf, und Spiegel Online hat einen umfangreichen Artikel dazu, den ich allen Interessierten ans Herz lege. XKeyscore sei ein „System
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat Fehler zugegeben: Er habe sich unklar zu seiner Einbindung in das Euro-Hawk-Projekt geäußert. De Maizière hatte am 5. Juni im Verteidigungsausschuss gesagt, er habe auf einer Rüstungsklausur am 1. März 2012 erstmals von Problemen beim Euro Hawk erfahren und sei dann am 13. Mai
Die Finanzmärkte sind aufgebläht. 270 Billionen Dollar sind die Aktien, Anleihen und Bankvermögen der Welt wert – das Vierfache der jährlichen Weltwirtschaftsleistung. Und es werden ständig mehr. So berichtet FR-Autor Stefan Kaufmann in seinem Artikel „Worte statt Taten“, in dem er auch darstellt, wie anarchisch es an den Finanzmärkten zugeht:
Unsere Kanzlerin ist bekanntlich besonders gut darin, sich gerade im Unkonkreten konkret wohlzufühlen. Man könnte auch sagen: Wenn’s konkret werden müsste, wird sie unkonkret, aber alternativlos. Windelweich, unsere Kanzlerin, aber knallhart. Auch in der Snowden-Sache hat sie es erst mit Ausflügen ins Unkonkrete versucht: Von den Vorwürfen, die NSA greife
Auf außenpolitischem Terrain ist die EU ja eine Meisterin in Symbolpolitik. Klar, denn die verschiedenen Interessen der EU-Staaten so auf einen Nenner zu bringen, dass man das Ergebnis als Außenpolitik verkaufen könnte, ist schier unmöglich. Aber was war das, was die EU da plötzlich fabriziert hat – einen Erlass, wonach
An FR-Kolumnist Michael Herl scheiden sich die Geister. Die einen können herzlich über seine Texte lachen, den anderen bleibt das Lachen im Halse stecken. Das war so bei seinen Texten über den Regionalflughafen Kassel-Calden, und jetzt ist es wieder so. „Heiliger Mumpitz“ hieß seine Kolumne vom 9. Juli, die ich
Anfangs dachten wir, „Prism“ wäre der GAU für die transatlantischen Beziehungen. Da wussten wir noch nicht viel. Jetzt wissen wir immerhin ein bisschen mehr, und wenn wir dem ehemaligen US-Geheimdienstler und jetzigem Whistleblower Edward Snowden glauben dürfen, dann hat er noch mehr in petto auf den vier Notebooks, die mit
Der Bundesrechnungshof hat der Bundesagentur für Arbeit (BA) einem Bericht des „Spiegel“ zufolge „Fehlsteuerungen“ bei der Vermittlung von Arbeitslosen und „Manipulationen“ bei der Statistik vorgeworfen. Letzteres, werden Sie jetzt denken, ist nicht neu; die Arbeitslosenstatistik galt schon lange als geschönt, unter anderem weil Arbeitslose, die in „Maßnahmen“ gesteckt werden, aus
Russland wäre so gern eine Weltmacht. Besser gesagt: Putin hätte so gern, dass Russland eine Weltmacht wäre. Wo immer sich ein Zipfelchen Gelegenheit ergibt, russische Ansprüche zu behaupten, nimmt er diese wahr, so zum Beispiel im Syrien-Konflikt oder – weniger laut, aber nicht weniger wichtig – beim Gezerre um die
Ich bin geneigt zu resignieren. Angela Merkel wird vermutlich Bundeskanzlerin bleiben. Sie bietet einfach keine Angriffsflächen für ihre Wahlkampfgegner – die ohnehin mehr mit sich selbst beschäftigt sind als mit Attacken auf den politischen Gegner. Will man sie greifen, verhält sie sich genauso wie ein Luftballon: Sie entwischt dem Zugriff
Psssst, wir müssen ab sofort ganz vorsichtig sein! Der große Bruder jenseits des Atlantiks liest nämlich mit. Und nicht nur das – er hört auch mit. Und er sieht alles! Jedenfalls alles, was wir via Skype machen. Was wir auf Facebook machen. Was wir überhaupt machen. Und die Internet-Giganten machen
Seit sieben Jahren ist Gustl Mollath schon in der Psychiatrie untergebracht – und zwar völlig zu Recht, denn einer, der Banken der Geldwäsche bezichtigt, der muss natürlich ein psychisches Problem haben. Der Fall Gustl Mollath ist so was wie der Fall Wilhelm Schlötterer hoch zwei. Wir erinnern uns: Schlötterer, der
Und noch so’n repräsentatives Ding: Berlin kriegt sein Stadtschloss wieder. Das, was im zweiten Weltkrieg zerbombt worden war. Das, an dessen Stelle dann der „Palast der Republik“, vulgo: Erichs Lampenladen gestanden hat, das asbestverseuchte Ding. Die ticken doch nicht mehr richtig da in Berlin! Sehe ich mir Stuttgart 21 an,