Wir lebten in Bunkerkabinen ohne Tageslicht von Rolf Rand . Ich bin 1947 in einem Dorf in Sachsen geboren. Wegen Arbeitslosigkeit meiner Mutter sind sie und ich im Frühjahr 1951 aus der DDR geflohen. Im strömenden Regen gingen wir durch einen kleinen Grenzfluß und waren im „Westen“. Mit zwei Koffern
Der österreichische Autor Christian Felber ist Mit-Initiator des Projekts Gemeinwohl-Ökonomie, das er den FR-Leserinnen und -Lesern im FR-Gastbeitrag „Die Pflichten des Kapitals“ kurz vorstellt. Von der Demokratisierung der Wirtschaft ist ja schon lange die Rede, aber die Volksaktie ist gescheitert, das Konzept der Mitbestimmung steht in Zeiten der Tariferosion auch
Normalerweise kommt nichts dabei heraus, wenn ich mich in den Kopf von Angela Merkel hineinzuversetzen versuche. Schon mit ihrer Herkunft komme ich nicht klar. Pfarrerstochter! Ich bin Ingenieurssohn. Einer Politikerin wie unserer Bundeskanzlerin darf man wohl unterstellen, dass auch sie in Kausalketten denkt. Davon darf sie ja gern die Enden
Sahra Wagenknecht ist zu Recht beliebt bei vielen FR-Leserinnen und -Lesern, denn kaum jemand versteht es, die Kritik am neoliberalen System so treffend auf den Punkt zu bringen wie sie. Umso mehr verwundert es, dass Wagenknecht nicht in der Lage zu sein scheint, Kritik an Kanzlerin Merkel in Sachen Flüchtlingspolitik
Gelassenheit. Ein großes Wort in diesen hitzigen, von Angst erfüllten Tagen, an denen wir kaum den Fernseher anzumachen oder ins Netz zu schauen uns trauen. Es könnte eine neue Schreckensmeldung auf uns warten. Nizza, Würzburg, München, Ansbach, Saint-Etienne-du-Rouvray — was kommt als nächstes? Gelassenheit. Das heißt nicht: Gleichgültigkeit. Es heißt
Ich möchte keine Flugreisen mehr machen. Und da es wegen meiner Romane ziemlich unwahrscheinlich ist, dass ich jemals zu einer Lesereise in die USA eingeladen werden, muss ich das wohl auch nicht. Aber wer weiß, was noch kommt. Die Aufenthaltsbereiche am Boarding auf den Flughäfen sind mir ebenso ein Graus
. . „Verbarrikadiert / Verouillé„ 52 Blicke / 52 vues ist ein Projekt von Lutz „Bronski“ Büge
Zehn Menschen tot, 35 verletzt, München im Ausnahmezustand und ein ganzes Land in Schockstarre — am vergangenen Freitagabend war nichts normal in Deutschland, weil ein junger Mann am Olympia-Einkaufszentrum in München erst neun andere Menschen und dann sich selbst erschoss. Ein Amoklauf sei das gewesen, heißt es schließlich — als
Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten — oder wenn man will — ihr Licht voraus. Viele FR-Leserinnen und -Leser scheinen der SPD die Opposition zu wünschen, obwohl die, wie Franz Müntefering einmal gesagt hat, Mist sei. Aber wie steht es mit den Grünen? Gestalten kann man nur in der Regierung.
Frankfurt diskutiert über seine Städtischen Bühnen. Nein, nicht über Inhalte oder Stücke, nicht über künstlerische Provokationen und Attacken wie zu Fassbinder-Zeiten, sondern darüber, ob die Bühnen und die Oper am Willy-Brandt-Platz bleiben oder beispielsweise dorthin verlegt werden sollen, wo jetzt noch das alte Polizeipräsidium steht. Der jetzige Gebäude-Komplex sei marode,
An dieser Stelle war für heute Morgen, Samstag dem 23. Juli 2016, eigentlich ein Artikel geplant, in dem ich versuchen wollte, die Axt- und Messerattacke in einem Regionalzug nahe Würzburg vom 18. Juli einzuordnen. Nach den Ereignissen am Vorabend in München kann dieser Text so nicht erscheinen. Da ich auf
Der Putsch von Teilen des Militärs in der Türkei ist gescheitert. Er war vielleicht die letzte Chance, eine Alleinherrschaft von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan zu verhindern. Vielleicht war er aber auch fingiert, um Erdoğan den Vorwand für die Säuberungswellen zu liefern, mit denen er zurzeit die Türkei umkrempelt. Je länger
Nizza am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli. Viele tausend Menschen haben sich auf der berühmten Küstenstraße Promenade des Anglais versammelt, um das Feuerwerk zu sehen. Dicht an dicht stehen die Menschen, darunter viele junge Familien mit kleinen Kindern. In diese Menge hinein rast ein Lastwagen, ein 25-Tonner, fährt auf dem
. . „Wenn in der Ferne das Meer grüßt / Quand au loin la mer salue„ 52 Blicke / 52 vues ist ein Projekt von Lutz „Bronski“ Büge
Fleisch gab es nur einmal pro Woche von Doris M. Keil . Mein Name ist Doris Maria Keil. Geboren wurde ich am 24. August 1944 als Doris Maria Blaha in Prag (die Blaha aus Praha). Meine Mutter Irene Maria Blaha musste von meinem leiblichen Vater (einem deutschen Wehrmachtsangehörigen) vierzehn Tage
Die Willkommenskultur bröckele, wurde kürzlich gemeldet, basierend auf einer Studie der Uni Bielefeld. Der Wille zur Integration von Flüchtlingen in Deutschland scheine abzunehmen. Die Studie, gefördert von der Mercator-Stiftung, kann man HIER downloaden. Sie beruht auf zwei repräsentativen Umfragen, die erste am Jahreswechsel 2013/14 erhoben, die zweite 2015/16. Das heißt,
. „Der Wellenmacher / Le faiseur de vagues„ 52 Blicke / 52 vues ist ein Projekt von Lutz „Bronski“ Büge
Nach der Brexit-Abstimmung in Großbritannien war klar, dass wir nun eine Diskussion über Referenden an sich bekommen. Der Politologe Ulrich von Alemann sieht Referenden im FR-Interview zwiespältig: Auf kommunaler Ebene hält er sie für sinnvoll, auf nationaler oder internationaler Ebene dagegen für problematisch. Nun werden Referenden ja gern als Mittel
Die USA sind und bleiben ein sonderbares Land. Nach außen führen sie die Menschenrechte ins Feld, um sogar Kriege zu begründen, leisten sich aber nach innen ein System des instituionalisierten Rassismus bei ihren Polizeien, das die Menschenrechte mit Füßen tritt. Dieses System produziert Gewalt, zunächst vor allem gegen Angehörige der
Kürzlich wurde der bisherige Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) verabschiedet, mitten in einer Debatte über Kulturpolitik, die im Jahr 2013 durch ein Thesenpapier des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) angestoßen worden war. Feldmann hatte darin provozierend formuliert: „Deshalb ist Kulturpolitik um so erfolgreicher, je mehr sie sich als Bildungsaufgabe und