Die FR im neuen Layout — Blattkritik für den Monat Mai

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute erstrahlt Ihre FR in neuem Glanz. Wir haben Frühjahrsputz gemacht und unser/Ihr Blatt aufgeräumt und grundgereinigt. Ich erzähle lieber nichts darüber, was dieser Renovierung an Aufregungen vorangegangen ist. Man sollte ja meinen, dass man im Lauf der Jahre Übung in diesen Dingen bekommt. Immerhin ist dies die vierte Layout-Reform meines Berufslebens. Drei davon habe ich bei der FR erlebt, eine bei der Badischen Zeitung. Die letzte im Jahr 2007 ging einher mit der Formatumstellung der FR. Es ist also zehn Jahre her, dass wir zuletzt aufgeräumt haben, und das bedeutet: Es wurde höchste Zeit.

So was ist immer ein Kraftakt für alle Beteiligten, zumal im Hinterkopf natürlich die Frage mitspielt: Werden die Leserinnen und Leser die Neuerungen mögen? Neues hat es ja mitunter allein nur deswegen schwer, weil es eben neu ist. Inhaltlich gilt: Die FR bleibt ihrer Linie treu, d.h. sie bleibt kritisch und wird weiterhin Ungerechtigkeiten anprangern und an der Seite von Unterprivilegierten und Minderheiten stehen. Auch schreiben weiterhin die vertrauten Autorinnen und Autoren für die FR. Es geht um etwas anderes: darum, die Zeitung ruhiger zu machen und damit Entschiedenheit und Konzentration zu fördern. Wenn Sie sich (unten folgend) die Titelseiten der ersten FR im neuen Layout und der letzten im alten ansehen, wird Ihnen auffallen, dass wir uns für das gute alte Rundschau-Grün entschieden haben. Weg mit dem Rot! Her mit einer neuen Schrift, die mehr Luft schafft. Vor allem: Reduzierung von zu vielen Schriftformaten auf geringem Raum zugunsten einer unaufgeregteren Verwendung einer einzigen Schrift, was beispielhaft in den (unten folgenden) Abbildungen der Meinungsseiten zu sehen ist. Wenn Sie die beiden Seiten Leserforum (ganz unten) vergleichen, wird Ihnen auf den ersten Blick auffallen, wie viel freundlicher die neue Schrift ist. Und ebenfalls wichtig: ein anderer Umgang mit Bildern. Ihnen wird sicher auffallen, dass wir für Bilder im neuen Layout weniger Platz ausgeben als bis zum jetzigen Zeitpunkt. Die erste Titelseite (siehe unten) scheint dem auf den ersten Blick zu widersprechen, da hier ein Bild viel Platz einnimmt, aber lassen Sie dieses Bild mal auf sich wirken!

Mein Eindruck nach der Fertigstellung des Leserforums für den 29.4. und 2.5. (denn auch ich muss mich ja umgewöhnen und bin jetzt zum ersten Mal dem neuen Layout konkret begegnet, genau wie Sie): Ich habe genauso viel Platz für Leserbriefe wie vorher, obwohl – und das ist das Erstaunliche – die Seite mit der neuen Schrift wesentlich luftiger und freundlicher anmutet. Weniger Platz gibt es für Überschriften, weil die neue Schrift breiter läuft, aber zur Not kann ich nun auch zwei- bzw. (bei Einspaltern) dreizeilige Überschriften machen.

Der Weg hin zu dieser FR-Ausgabe vom 29. April 2017 war aufregend und anstrengend. Umso mehr wünschen wir uns, dass man dem Blatt diese Anstrengung nicht anmerkt. Und natürlich hoffen wir, dass Ihnen die Runderneuerung Ihrer FR gefällt. Darüber wollen wir selbstverständlich reden. Darum beginnen wir mit der Online-Blattkritik für den Monat Mai bereits heute. Sie kann bis zum 24. Mai laufen. Danach wird das FR-Blog gut vier Wochen pausieren, da Ihr Bronski Urlaub macht. (Endlich!)

Schauen Sie sich Ihre FR also gründlich an und sagen uns dann Ihre Meinung hier im FR-Blog. Und nun gebe ich ein paar Beispiele zur Anschauung, etwa die Titelseite – links im neuen Layout:

Titelseiten neu und alt

Oder die erste der beiden Meinungsseiten:

Meinung links neu und alt 2

Oder nehmen wir das Leserforum — links das neue, rechts die Vorgänger-Anmutung:

Leserforum Layouts nebeneinander

Für alle, die zum ersten Mal hier reinschauen und nicht wissen, wie man sich an der Diskussion beteiligt, gibt es eine kleine Einführung: –> HIER.

Nicht versäumen möchte ich, auf die Blog-Regeln hinzuweisen, die Sie beim Kommentieren bitte beachten möchten: –> HIER.

Achtung, Hinweis!

Es ist Wochenende und Feiertag. Meine Kolleginnen und Kollegen (und auch ich) brauchen diese Erholungszeit nach den vergangenen anstrengenden Tagen der Vorbereitung und Einführung. Ich bitte um Nachsicht dafür, dass es zu Verzögerungen bei der Freischaltung Ihrer Kommentare kommen kann, weil ich an diesem Samstag, Sonntag und 1. Mai nicht permanent am Rechner sitzen werde. Eigentlich habe ich nämlich frei, wie jeder Arbeitnehmer. Hinterlassen Sie bitte trotzdem gern Ihre Meinung. Ab dem 2. Mai werden wir auf Ihre Fragen und Anmerkungen reagieren.

128 Kommentare

  1. Renate Graf sagt:

    Das neue Gesicht der FR gefällt mir gut! nach der ersten Lektüre mache ich jedoch eine Einschränkung :
    Die WETTERKARTE!
    Die ist nun völlig blass, unübersichtlich, da blass und die bisherige farbliche Differenzierung war um ein Vielfaches markanter und Augen freundlicher. Bitte umgestalten!Farblich absetzen!!!

  2. Klaus Philipp Mertens sagt:

    Das neue Layout der FR empfinde ich auf den ersten Blick als sehr ansprechend – wenn ich die Printversion lese. Am Bildschirm hingegen (die Diagonale meines Monitors misst 69 cm, ist also nicht ganz klein) kann ich in der Seitenübersicht (Einstellung 76,8 %) allenfalls noch die größeren Überschriften lesen. Der Rest verschwimmt, weil der Schnitt für die digitale Auflösung anscheinend zu mager ist („Halbleicht“?) und die Schriftzeichenbreite von meinem Gefühl her zwischen „Halbschmal“ und „Normal“ zu verlaufen scheint.

    Mein geliebtes „Leserforum“ muss ich zum Lesen der einzelnen Beiträge auf mindestens 125 Prozent vergrößern (was eigentlich für sämtliche Artikel gilt), bislang reichten 100 Prozent, zum ersten Überfliegen sogar die Grundeinstellung (76,8 %). Das bisherige „harte“ Schwarz der Schrift war eindeutig angenehmer.

    Am besten gefällt mir, dass der schmale Raum über dem FR-Schriftzug auf der Titelseite leer bleibt. Das unterstreicht die Seriosität der Zeitung.

    Das luftigere Gesamtlayout überzeugt mich aus einem rein ästhetischen Blickwinkel. Aber die reine Ästhetik kann nicht das Maß aller Dinge sein, wie bereits der Philosoph und Theologe Kierkegaard regelmäßig anmerkte.

  3. Ich lese die FR als E-Paper. Mich haben bereits im alten Layout die Doppelseiten gestört. Sieht man die ganze Seite an, dann ist die Schrift zu klein. Vergrößert man, übersieht man leicht einen Artikel beim Herumscrollen. Ich habe den Eindruck, dass es jetzt noch mehr Doppelseiten sind.
    Es sollte doch möglich sein, im E-Paper nur Einzelseiten darzustellen.

  4. Jürgen Reichel-Odié sagt:

    1. insgesamt gut zu lesen
    2. schöne neue Schrifttype
    3. grün ist schlechter zu lesen als rot, vor allem wenn es zum blass-grünen tendiert
    4. die Graphiken sind luftiger, aber schlechter zu lesen (Wetter, Sport, Wirtschaft …)
    5. die Kleinnachrichten sind schlechter für den schnellen Leser zu erfassen
    6. im Wochenende! wird über Choquequirao berichtet,aber die Fotos zeigen Machu Pichu … (aber das hat wohl weniger mit dem neuen Layout zu tun?)

    Weiter alle Gute und freundliche Grüße!

  5. Zum Artikel: «Es herrscht Krieg um Energie»
    Erstens handelt es hier um eine kaum erträgliche Verharmlosung von Krieg. Im Krieg werden Menschen umgebracht.
    Eine Energieversorgung eines Landes ist ein labiles physikalisches System. Wenn man mitreden will, sollte man zu mindestens ein physikalisches Basiswissen haben. Die Äusserungen von Frau Kemfert deuten darauf hin, dass es ihr daran mangelt.
    Bei starkem Wind haben wir heute das Problem, dass die Stromnetze in Schleswig-Holstein den Strom nicht komplett aufnehmen können. Frau Kemfert bezeichnet das als Mythos und meint, dass die Stromnetze nicht ausgebaut werden sollen.
    Wenn die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet werden, muss Bayern 60% (man korrigiere mich, falsch ich mich falsch erinnere) seines Strombedarfs importieren. Mit den neuen Stromtrassen kann Strom aus dem Norden nach Bayern transportiert werden. Wenn der Wind weht, kommt dieser Strom dann zum grossen Teil aus Windenergie. Wenn aber mal wieder 3 Wochen Flaute ist, wird man Strom aus Kohle oder Erdgas produzieren müssen und in den Süden schicken. Für diesen Strom werden dann natürlich auch die Stromleitungen benutzt. Nur was ist denn die Alternative der Frau Kemfert? Lastmanagement? Das bedeutet, dass es Strom gibt, wenn die Sonne scheint, sonst bleibt es dunkel. Das erinnert dann wirklich an Krieg, nämlich die Nachkriegszeit.
    Statt zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen, versucht Frau Kemfert schon seit geraumer Zeit, ihre Verschwörungstheorien unter die Leute zu bringen.
    Ich verstehe nicht, warum die FR die Verbreitung der Verschwörungstheorien unterstützt.

  6. maiillimi sagt:

    Was das neue (auch auf mich aesthetisch wirkende) Layout betrifft, finde ich es zwar ansprechend…aber da auch ich inzwischen (wegen der unzureichenden Zustellung der Printausgabe notgedrungen) auf die E-Paper-Version umsteigen musste, ist das Lesen am Tablet viel anstrengender und vor allem fuer meinen Mitleser bisweilen verwirrender (= etwa das „Blaettern“). Schade.

    ABER : Ich bin sehr angetan von der inhaltlichen Gewichtung der Wochenendausgabe. „Die Vergessenen“ in FR 7 sind ein grosses I-Tuepfelchen unter den Reportagen (ueber vergessene Konfliktregionen) und herausragend unter den letzten FR 7-Ausgaben. Weiter so!!!

  7. Manfred Kirsch sagt:

    Ich will gegenüber keinem der Blattmacher, die das neue Layout zu verantworten haben, Lobhudelei betreiben. Aber das neue Layout ist wirklich ein dickes Lob wert. Es ist übersichtlicher, lässt mehr Platz zu und drückt das hohe journalistische Niveau der FR schon beim ersten Hinsehen aus. Positiv ist mir aufgefallen, dass der Meinungsteil durch internationale Pressestimmen noch ergänzt wurde. Für nicht so günstig halte ich die Tatsache, dass die Autorennamen unter den einzelnen Artikeln kleiner geschrieben werden als bisher. Das ist insbesondere für Menschen, die in die Jahre gekommen sind und nicht mehr so gut sehen können, von Nachteil. Vielleicht lässt sich hier noch etwas korrigieren.

  8. Marie-Theres Stadtfeld sagt:

    Ich bin begeistert !!!

  9. Ute Finnendahl sagt:

    Ihr neues Layout gefällt mir ausnehmend gut. Herzlichen Glückwunsch!

  10. Peter Boettel sagt:

    Ansprechend ja, aber wie Klaus Philipp Mertens schreibt, ist die FR z.T. anstrenger zum Lesen, da die Schrift kleiner und schwächer geworden ist, insbesondere beim Fernsehprogramm. Ich hoffe, mir deshalb nicht eine neue Brille verschreiben lassen zu müssen.

  11. Andreas Gaebe sagt:

    Lange Spalten-Texte sind nun kompakter in Doppelspalten gesetzt, das ist (für mich)angenehm – Die neuen Buchstaben ähneln den alten, also für mich immer noch etwas „dunkelgrau gedruckt“ statt „schwarz“, aber lesbar . – Damit ich keine Seite „verpasse“ ( weil die Seiten manchmal dicht zusammen „kleben“ ), schaue ich beim Blättern auf die Seitenzahl oben : sie ist WINZIG, sie sollte die Größe der Schrift von Magazin oder Leserforum haben ! Weil ich durch Abwesenheit in Ffm. öfters 2-3 Abo-Ausgaben zum Lesen habe, hätte ich das aktuelle Datum, oben auf jeder Seite, gerne „fetter“ / größer, im Hinblick auf eine Rückschau oder Vorankündigung . – Und auf der Frontseite sind Datum und Preis äußerst winzig – wäre ich im Ausland, müßte mann schon genau hinschauen, welche Ausgabe da zum Verkauf angeboten wird . – Wie anderenorts erwähnt : die Daten beim Wetter sind winzig, Tagesangaben, Temperaturen, etc. müßten „aufgezoomt“ werden, deutlicher, fett und -aus Platzgründen dann eher etwas enger, aber lesbarer . Ansonszen alles gut.

  12. Jürgen Malyssek sagt:

    Zunächst einmal ist das neue Layout und die Schriftwahl gewöhnungsbedürftig. Ich persönlich fand die alte etwas käftigere Antiqua-Schrift besser. Auch der Wechsel der Überschriften zwischen der fetten Antiqua (so etwa Garamond?) und der halbfetten/fetten Futura brachte mehr Abwechslung. Richtig ist, was auch die Redaktion so sieht, es ist alles etwas luftiger geworden. Eine „laute“ Schrift sollte nicht ganz fehlen, wenn’s zum Thema passt.
    Aber gut, ich lasse es erst einmal auf mich wirken. Etwas vorbelastet bin ich allerdings durch meine frühere Arbeit mit Schriften und Schriftsatz. Wichtig ist, dass der Kopf mit der alten „Frankfurter Rundschau“ erhalten blieb, wenn auch etwas schlanker. Ich hätte sonst gemeutert.

  13. Stefan Vollmershausen sagt:

    eine Drohung
    solange die FR nur ihr Lay out ändert und nicht ihren Inhalt, solange werde ich die FR weiterlesen.

  14. Klaus Koch sagt:

    Neues Layout ok. Aber Schrift wirkt für mich als 68-jährigen Brillenträger zu klein und – vor allem – mit zu wenig Kontrast.

  15. Jutta Becker-Wolf sagt:

    Die FR zu lesen wird deutlich anstrengender – die Schrift ist zu blass! Und nicht nur die Schrift: Was ist mit dem verwaschenen Dino-Foto auf der ersten Seite des Lokal-Teils passiert? Soll das so sein??
    Ich vermisse das Rot. Von der Optik her verliert die FR für mich…

  16. Rüdiger Greiner sagt:

    Mit großem Tamtam angekündigt und ein blasses Mäuschen wurde geboren. Der Freizeitteil ist nur mit Lupe lesbar, insgesamt sieht es so aus, als ob Druckerschwärze gespart wurde. Da die Jugendlichen (siehe meine Tochter) mit den guten Augen die Printmedien nicht nutzen, ist der Abonnentenkreis doch wohl mehr auf Ältere konzentriert. Arbeiten Sie am Kunden vorbei?
    Auch die Titel sind etwas zu klein und blass, wenn mal schnell selektiv lesen will.
    Lobenswert bleiben die Inhalte, jeden Artikel von Judith von Sternburg (Überragend)muss ich lesen, auch von Silvia Staudte und den Politikteil insgesamt. Wirtschaft ist nicht so gut wie in der FAZ, und einen Technikteil findet man auch nur dort. Im Sportteil stört mich das „Kreuziget Sie“ und abwechselnd „Himmelhoch jauchzend“ über die Frankfurter Eintracht. Ich sehe aber, dass Kilchenstein/Durstewitz diesen Kundenkreis bedienen muss. Insgesamt: Inhalt gut, Form noch verbesserungsbedürftig, Schrift auch für meine Frau zu klein, sie war entsetzt.

  17. Hans Günter Thorwarth sagt:

    Grundsätzlich sollte das Wichtigste die LESBARKEIT sein. Aber der Schriftgrad ist oft zu klein und die Zwischenüberschriften zu dünn. Auch die viel zu kleinen Portraitbildchen der Kommentatoren verschwinden völlig.
    Dagegen ist das Titelbild größer geworden. Ich möchte aber eine Zeitung zum Lesen und keine „Bildzeitung“.

  18. Hans Günter Thorwarth sagt:

    Die Börsenkurse und das Fernsehprogramm sind so klein, dass sie kaum noch lesbar sind.
    Am besten eine Lupe für jeden Abonnenten mitliefern.

  19. Wunderbar, acht Seiten Politik. Heutzutage wichtiger denn je! Mir gefällt besonders das neue Design gut, schön auch die größeren Fotos. Kompliment, sehr gut gemacht!

  20. Rudi sagt:

    Ich möchte mich meinen Vorschreibern anschließen. Die Texte machen einen blasseren Eindruck als in den Ausgaben der FR zuvor. Vielleicht kann die Redaktion mal die tatsächliche Größe der Buchstaben mitteilen: Fließtext, Überschriften, die serifenlosen Info-Texte, etc. Allgemein gilt, dass die optimale Lesegröße für fortlaufenden Text zwischen 9 und 14 pt liegt, wenn man von einer normalen Laufweite der Buchstaben ausgeht. Kleinere Schriftgrößen gelten als kaum lesbar. Zumindest beim Fernsehprogramm scheint das der Fall zu sein. Aber auch das Impressum oder die Hinweise auf Seite 1 (Kontaktdaten) wirken kleiner als die aufgedruckte Zutatenliste einer Nahrungsmittelverpackung. Hier scheint der Design-Leitsatz ‚form follows function‘ aus ästhetischen Gründen außer Kraft gesetzt worden zu sein.

    Die Folgen dieser Entscheidung werden in der dunkleren Jahreszeit noch deutlicher zum Vorschein kommen, wenn man am Frühstückstisch oder nach Feierabend ausschließlich auf das elektrische Licht zurückgeworfen ist, um die Texte zu lesen.

  21. G.Krause sagt:

    Wie schon von Anderen geschrieben ist die Schrift zu klein und blass.
    Ich hatte gehofft, dass die FR mal wieder richtig gefaltet wird, es nervt mich wenn ich
    morgens immer wieder meine FR in Form bringen
    muss.

  22. A.H. sagt:

    Guten Tag !

    Zum Thema „Neugestaltung“ kann ich mich wohl erst dann äußern, wenn ich ein paar Ausgaben der „neuen FR“ in den Händen gehalten habe.

    Ich hätte aber eine Frage: Kann es sein, dass im Bereich „Wirtschaft“ einer der beiden Kommentar weggefallen ist?

    Bisher gab es auf der ersten Seite einen Kommentar und dann auf der Seite auf der die Rubrik „Kopf oder Zahl“ sowie die Gastwirtschaft abgedruckt war.

    Ich freue mich sehr, dass es die „Gastwirtschaft“ weiterhin gibt, habe aber in der Samstagsausgabe nur einen Kommentar gefunden. Ist das nur einmalig oder muss ich als Leser auf den zweiten Kommentar zu einem Wirtschaftsthema nun verzichten (was ich sehr schade finden würde, denn ich fand die Kommentare meistens sehr interessant)?

  23. maiillimi sagt:

    kurzum…die aelteren scheinen probleme mit der lesbarkeit des neuen (aesthetischen) kleids zu haben. vermutlich gehen diese makelanmerkungen in die weitere fr-diskussion ein (hoffentlich mit erfolg). das outfit der ( klarer wahrnehmbaren ) printausgabe gefaellt mir viel besser als das der „akzeptablen“ tageszeitungen…aber die e paper-version so zu gestalten, dass auch die alten (die der fr jahrzehntelang die treue halten) ni ht abgehaengt werden, ist wichtig.

    ausserdem: ich faende es nachvollziehbarer, wenn die blattkritik in „inhalt“ und „ausfuehrung“ aufgeteilt wuerde.
    und wem s so wichtig ist, dem/der kann man ja noch den teil „mangelnde korrekturen“ widmen.

    zum 1. mai passt eher ein anderer appell.

  24. Ich weiß noch nicht , was besser ist.
    Schlechter:
    – Inhalt(erste Seite) schlechter lesbar; zu klein
    – Schrift z.Teil sehr klein und schlechter lesbar
    (Augenpulver für ältere Leser, von denen es doch
    sicher viele gibt)
    – Wetterkarte weniger aussagestark, siehe andere
    Kritiker
    Mit freundlichen Grüßen, H.D.Severin
    Langjähriger Abonnent

  25. Jürgen Fuchs sagt:

    Hallo, ich hatte eine Verbesserung erwartet, jetzt bin ich sehr enttäuscht. Die Schrift ist blass und schlechter zu lesen. Ganz deutlich beim Fernsehproramm.Auch die Wetterkarte ist blass und unübersichtlich. Wenn sich da nichts ändert, werde ich wohl nach fast 60 Jahren als treuer Bezieher der Rundschau nach einer besser lesbaren Tageszeitung suchen müssen.
    Mit freundlichen Grüßen J. Fuchs

  26. Ich schaffe es manchmal erst man frühen Abend die FR zu lesen (E-Paper). Beim Fernsehprogramm merke ich dann, dass ich die FR vom nächsten Tag lese. Für die Ausgabe vom Tag fehlt mir dann die Energie. Vielleicht könnte man die neue Ausgabe etwas später freischalten oder stört das jemanden?

  27. Andreas Gaebe sagt:

    Ich möchte meinen Kommentar (weiter oben) ergänzen , auch wenn es anderenorts schon angesprochen wurde : das TV-Programm ist äußerst winzig gedruckt – glatt UNLESBAR ! Außerdem fehlen andere seriöse Programme wie ONE, ZDF-NEO – hier wäre eine Umfrage angesagt : WER braucht denn das Programm hier ? Ich habe ohnehin eine TV-Zeitung, die mir alles „sagt“ – entweder man erweitert das TV-Programm auf 3 Seiten, und größer gedruckt, oder läßt die (Film-)Inhalte weg; besser wäre an dieser Stelle TV-Empfehlungen für die nahe Zukunft, also Vorbesprechungen oder Rückblicke, auch seitens der Leser ; wie war der Tatort, Film, die Politikrunde ? – So , werden nochmals die Schädel brummen ?!

  28. Renate Fuchs sagt:

    Hallo Herr Bronski
    Für ältereMenschen ist die Rundschau jetzt noch schlechter zu lesen. Die Buchstaben sind sehr blass und noch kleiner. Die Redaktion muß sich wohl etwas einfallen lassen, denn es gibt bestimmt noch mehr ältere Leute, die mit dem neuen Layout nicht zu frieden sind. Wenn das nicht verbessert wird, werden wir uns wohl Gedanken machen müssen, nach über 50 Jahren Abonoment.
    Mit freundlichen Grüßen Renate Fuchs

  29. Rudi sagt:

    Die Seite 10
    Welcher thematische Bereich wird dieser Seite zugemessen? In der Wochenendausgabe wurden Pressestimmen abgedruckt, in der Folgeausgabe fehlen diese. Das Layout-Prinzip „Keine Seite ohne Bild“ scheint sehr hohe Priorität zu haben. Das lässt auch Rückschlüsse der Blattmacher auf die vermutete Kapazitätsaufnahme der Leserinnen und Leser zu. Den inhaltlichen Zusammenhang des Fotos auf Seite 10 mit den beiden Beiträgen vermag ich nicht zu erkennen. Die Kolumne beschäftigt sich mit Dosenravioli, der Artikel aus dem Haus DuMont (Kölner Stadtanzeiger) mit der Freien Demokratischen Partei Deutschlands. Das Bild, das Kinderarbeit in einem wirtschaftlich unterentwickelten Land Nordafrikas zeigt, wird in der Bildunterschrift mit den 1.-Mai-Veranstaltungen und den deutschen Gewerkschaften in Verbindung gebracht. Ist dies nicht eher eine Verlegenheitslösung, die deshalb entsteht, weil keine Seite bildfrei sein sollte?

  30. frerk Meyer sagt:

    Ich schließe mich da den Kommentaren an, die die Lesbarkeit kritisieren. Da die Kontraste schwächer sind, ist es mühsamer geworden und der schnelle Überblick ist auch deutlich schwieriger geworden.

  31. Zum Artikel: „Schweizer Weltsicht“
    „Auf Einsicht in Zürich oder Bern sollte niemand hoffen.“
    Die Spionageaktion der Schweizer ist schwer verständlich. Die Schweiz hat mit 100 Staaten (u. a. der EU) einen Vertrag über den automatischen Informationaustausch geschlossen. Eine entsprechende Mitteilung meiner schweizerischen Bank habe ich letztes Jahr erhalten. Man muss künftig keine CD mehr kaufen. Man wartet einfach auf die automatische Mitteilung der Schweizer Banken. Das schweizerische Bankgeheimnis gilt somit nur noch für Einheimische. Man hat in Zürich und Bern (Genf nicht zu vergessen) als schon Einsicht (in das Unvermeidliche) gezeigt.

  32. Jürgen Malyssek sagt:

    Ich finde es schon gut, gerade in einer Tageszeitung, dass jede Seite auch ein Bild, eine Abbildung oder eine Karikatur haben sollte. Eine Zeitung ist kein Buch und das klassische Zeitungslesen besteht auch aus der Unterbrechung des Textlesens und dem Verweilen bei einer Abbildung usw.
    Insgesamt gesehen, kann man sich schon an das neue Layout gewöhnen. Die Kommentare oben zu der Schrift und der Lesbarkeit sind nicht ganz verkehrt. So wirken die verschiedenen Kurznachrichten (Aus aller Welt, Leute, Medien usw.) schon etwas mickrig.
    Die fetten Kopfzeilen ‚Panorama‘, ‚Feuilleton‘, ‚Arbeitsmarkt‘, ‚Politik‘, ‚Wirtschaft‘ finde ich gut! Bisschen Pep darf eine Zeitung schon haben.
    Gerade, weil die Layout-Änderung sie leiser und „luftiger“ gemacht hat.

  33. Günther Kroll sagt:

    Ich weiß noch nicht, was besser ist.
    Im Allgemeinen ist die Schrift zu klein; trotz Lesebrille kaum zu entziffern!!
    z.B. Inhaltsverzeichnis auf der Titelseite unten
    Ebenso das Fernsehprogramm
    – Wetterkarte weniger aussagestark
    Mit freundlichen Grüßen
    Günther Kroll
    (langjähriger Abonnent)

  34. Ich habe das Gefühl, dass ich mir die Bilder gar nicht anschaue. Deshalb habe ich FR nochmal geöffnet und mir jetzt bewusst die Bilder angeschaut.
    Seite 1: Ratlos? Hat der Karneval schon wieder begonnen? Klein unten rechts: H. Kraft sieht aus wie immer, aber ist das Foto neu?
    Seite 2: Wieviel wiegt der junge Mann links? Ich schätze mal 140 Kilo.
    Seite 4: Noch ein Foto von H. Kraft. Hauptteil des Bildes zeigt ein verschwommenes SPD für die, die vergessen hatten, in der welcher Partei sie ist.
    Seite 5: In Hamburg wurde Musik gemacht (auf der Straße).
    Seite 6: A. Merkel in Abu Dhabi, aber wer sind die anderen Leute? Irgendwo habe ich im Internet ein Bild gesehen, auf dem (muslimische) Männer Schlange stehen, um A. Merkel die Hand zu schütteln (zu mindestens macht es der erste in der Schlange). Ich dachte immer, dass die konservativen Muslime Frauen nicht die Hand geben.
    Seite 8: Die Glatzenträger sollten wie der Papst ihr Haupt bedecken, sonst gibt es einen fürchterlichen Sonnenbrand oder sogar einen Hitzschlag.
    Seite 9: Eine weinende Frau. Warum wird mir durch die Bildunterschrift oder den Artikel nicht klar.
    Seite 14: Der Mann hat es gut. Er darf von 9.00 bis 11.00 frühstücken, nicht zu früh und nicht zu kurz.

    Das reicht für heute. Ich werde mich doch wieder nur auf den Text konzentrieren.

  35. jochen möller sagt:

    hallo,
    die neue schrift ist für mich leider schlechter bzw. schwieriger lesbar, sie erscheint mir blasser und dünner, ein problem, das ich erstmals seit fast einem halben hahrhundert fr.lesens bemängeln muß. die wetterdarstellung wurde bereits kritisiert, ich kann mich dem nur anschließen.
    schade.
    gruß
    j. möller

  36. Klaus Philipp Mertens sagt:

    Über meine spontanen ersten Eindrücke hatte ich bereits berichtet. Es hat den Anschein, dass auch andere Leser Probleme mit der neuen Schrift haben. Und dass dies sowohl die Print- als auch die Digitalausgabe betrifft. Da frage ich mich, wie der Meinungsbildungsprozess in einer so wichtigen Sache zwischen den Beteiligten abgelaufen ist. Wurde die Entscheidung lediglich in Verlag und Redaktion getroffen? Hat man vorab die Meinung des wichtigsten Beteiligten, nämlich die des Lesers (und Käufers), in einer relevanten Weise berücksichtigt?

    Eigentlich zählt es zu den Binsenweisheiten in Buch-, Zeitschriften- und Zeitungsverlagen, dass neue Layoutentwicklungen den Entscheidern ausschließlich in einem Ambiente präsentiert werden sollen, das über die denkbar ungünstigsten äußeren Bedingungen verfügt: Räume ohne Tageslicht, flackernde Neonbeleuchtung, karg möbliert. In einer solchen Umgebung muss das Objekt für sich selbst argumentieren. Entwürfe, die solche Folterkammern überstehen, haben in der Regel bei dem Publikum, für das sie gedacht sind, Erfolg.

    Wer hingegen den so genannten Kreativen das Verfahren allein überlässt, sie nicht daran hindert, Layout-Entwürfe auf großen bunten Plakaten in vermeintlich professioneller Wohlfühl-Atmosphäre darzubieten und dabei die eigentliche Zielgruppe auszuschließen, wird in den meisten Fällen scheitern.

  37. Zum Artikel: «Vier Wochen in der Hölle»
    Der Zusammenhang zwischen der Seekrankheit und einer Infektionskrankheit ist vollkommen unklar dargestellt. Nach dem Artikel entsteht aus der Seekrankheit eine Lungeninfektion.
    Eine Recherche im Internet sagt, dass die Bakterien, die die Infektion auslösen, fast immer in der Luft vorhanden sind. Durch die schlechte Belüftung während des Transports und durch die Schwächung der Tiere durch die Seekrankheit erhöht sich die Gefahr, dass die Bakterien die Infektion auslösen können.
    Der Bericht schon nach wenigen Minuten von einer schweren Seekrankheit befallen zu sein, erscheint etwas übertrieben, aber das gehört wohl zur literarischen Freiheit.

  38. Stefan Furkel sagt:

    Hallo, das neue Layout finde ich gut.
    Ärgerlich finde ich aber, das weniger Artikel in der Printausgabe erscheinen. Der Panaorama- und Wirtschafts-Teil ist abgespeckt. Im Sportteil wird nicht mehr von allen Bundesligaspielen berichtet. Insgesamt sind weniger Nachrichten vorhanden für das gleiche Geld. Man fühlt sich nicht mehr umfassend informiert.

  39. Brigitta Kliem sagt:

    Ich bin seit ca. 45 Jahren Abonnentin der FR. Mit der FR starte ich in den Tag, eine längere Abstinenz kann ich mir gar nicht vorstellen. Mir gefallen der Mut und die Konsequenz, mit der die FR kritische Themen aufgreift und dabei deutlich eine moralisch-humanitäre Haltung erkennen lässt. Und nun ein neues Layout! An die neue, moderne Anmutung werde ich mich wieder gewöhnen, das ist mir bisher immer gelungen. Was für mich aber gar nicht geht, ist die Schrift. Sie ist so schlecht lesbar, dass ich selbst bei hellem Lampenlicht große Schwierigkeiten habe und im Grunde auf Tageslicht angewiesen bin. Seit heute starte ich mit einer anderen Zeitung in den Tag, auch wenn ich das FR-Abo bisher nicht aufzukündigen gedenke.

  40. deutscher Michel sagt:

    Der brutale Mord am 30. April, der in Prien am Chiemsee an einer zum Christentum konverierten Afghanin begangen wurde, ist der FR anscheinend keine Meldung wert.

  41. Arno Baumgärtel sagt:

    Abonnent seit 1979 und Leser schon ein paar Jahre länger, da macht man was mit bei FR. Früher war man eine gewisse Bleiwüstigkeit, vor allem auf der „Dokumentations“-Seite, gewohnt. Facelifts, dann das Beinahe-Ende und der Relaunch in Tabloidgröße. Das Format ist okay, besonders im Zug, bringt aber die schwerwiegende Nebenwirkung einer verkleinerten Schrift mit sich. Sonst hätte man nur noch zwei Drittel des Inhalts. Und genau daran ändert sich mit der Wahl einer anderen Typo kaum etwas. Serifüberschriften, okay, aber egal. Das Layout ist ohnehin nahezu gleich geblieben. Der Wetterbericht ohne Farbe, geschenkt.
    Wirklich wichtig wären andere Dinge: Am Bahnhof Gießen kriege ich eine andere Ausgabe als die in meinem Briefkasten. Der Lokal- und Hessen-Teil ist umfangreicher und aktueller, den will ich haben! Die schon legendäre hartnäckige Inaktualität des Sportteils. Die Platzverschwendung im Hessen-Teil durch das unübersichtlich und wenig informative Fernsehprogramm. Raus damit! Ich verstehe ja, dass man wegen der regionalen Leserbindung Traueranzeigen veröffentlicht. Aber gerade bei dem sowieso beschränkten Platzangebot finde ich die manchmal fünf, sechs Seiten nur davon doch ein bisschen viel, oder nicht! Alles besser jetzt? Wenn das Bessere der Feind des Guten ist, war eben das des Guten zu viel.

  42. Brigitte Ernst sagt:

    Mir geht es mit der neuen FR ein bisschen wie einer alten Kundin, nachdem der Supermarkt sein Sortiment umgeräumt hat. Früher wusste ich genau: Hier finde ich den Leitartikel, da den Gastbeitrag, die Glosse, die Pressestimmen etc.
    Jetzt fühle ich mich etwas orientierungslos, aber ich werde mich wohl irgendwann umgestellt haben.
    Was wirklich schlimm ist: Bronski hat an körperlicher – zum Glück nicht an geistiger – Substanz verloren und ist zu einem blassen grünen Halbmännchen mutiert!

  43. maat sagt:

    @Brigitte Ernst
    „Was wirklich schlimm ist: Bronski hat an körperlicher – zum Glück nicht an geistiger – Substanz verloren und ist zu einem blassen grünen Halbmännchen mutiert!“

    Meine Zustimmung! Außerdem trägt er jetzt Krawatte statt Rollkragen. Was das wohl bedeutet?

  44. E.Guggolz sagt:

    Die FR, die Geografie, die Bibel, der Teer und das richtige Deutsch

    Schwierig, schwierig: Aus dem Wikipedia-Fakt „Die Hauptstadt von Mallorca heißt Palma“ ergeben sich zwei mögliche Sätze. Entweder:
    Der prachtvolle Park in Palma …
    oder
    Der prachtvolle Park auf Mallorca.
    FR-deutsch und falsch ist aber am 3. Mai:
    „Der prachtvolle Park auf Palma de Mallorca…“

    Soviel zur Geografie und zu den richtigen Namen und Präpositionen bei Städten und Inseln.

    Zur Bibel nur kurz: Das Bibelzitat auf D6 am 3. Mai ist so nicht richtig. Unter 1. Korinther 15:55 lässt sich das korrekte leicht finden.

    Und noch was (am 29. 4., S. 46), wahrscheinlich eine Falschmeldung; „Ursula K. kann Reifen wechseln.“ Das glaube ich nicht. Vielleicht ein Rad oder Räder; aber Reifen??

    Wo wir gerade bei Autos sind:
    Wunderbar und völlig unpassend am 3. Mai über die volle Breite der Seite fast zehn Zentimeter hoch die Nahaufnahme der Teerdecke einer unbekannten Strasse und eines Teilstückes Bürgersteig.
    So ein informatives Foto wollten doch alle FR-Leser einmal sehen. Und dazu im Hintergrund als Draufgabe fünf Smarts des, so die viel zu fett gedruckte, diskrete Unterzeile, „Carsharinganbieters Car2Go, hinter dem der Daimler-Konzern steckt“.

    Hinter der Flut großer Bilder in jeder FR steckt wohl der alte Autorengrundsatz: Ein Bild ist billiger (und geht schneller) als tausend Wörter.

    Insgesamt hat sich im neuen Layout nicht viel geändert, weiter zu viele dpa-Meldungen, zu wenig eigenständige Information, zu viel Gossip.

  45. Thielen Joachim sagt:

    Seit über 40 Jahre lese ich täglich ausführlich Ihre Zeitung. Trotz neuer Brille schaffe ich jetzt die Lektüre in der Hälfte der Zeit, da ich oft nur diie Überschriften lese – Ihre neue blassere und m.E. auch kleinere Schrift ist zu mühsam zu lesen.Wirklich schade…

  46. Bronski sagt:

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    vielen Dank für Ihr vielfältiges Feedback. Vor allem auch dafür, dass dieses Feedback, auch das kritische, überwiegend freundlich und konstruktiv ausfiel. Wir wissen natürlich, dass wir Ihnen etwas zugemutet haben. Jede Veränderung ist eine Zumutung, immer und überall. Und das ist eben auch so, wenn es die Tageszeitung betrifft, die morgens am Frühstückstisch Ihr Begleiter beim Start in den Tag ist. Solche Veränderungen sind praktisch ein Eingriff in Ihre Privatsphäre. Plötzlich sieht alles anders aus als gewohnt. Warum nur? Muss das sein?

    Gegenfrage: Machen Sie nie Frühjahrsputz? Kaufen Sie nie neue Möbel, wenn die alten abgewohnt sind? Kaufen Sie nie eine neue Küche, tapezieren und streichen Sie Ihre Zimmer und Räume nie frisch? Ja, solche Layout-Reformen müssen sein. Die letzte liegt bei der FR schon zehn (!) Jahre zurück. Es wurde höchste Zeit. Es gab ja auch Kritik von Ihnen am alten Layout. Zum Beispiel die Sache mit den Bildern, die über den Seitenumbruch liefen. Das haben, wie ich aus vielen Zuschriften weiß, viele von Ihnen geradezu gehasst. Das ist nun vorbei. Und die vielen großen Bilder, die, wie es in Lesermails immer wieder hieß, Platz für Text fraßen. Wenn Sie sich das neue Layout über ein paar Tage hinweg mit wachsender Ruhe ansehen, werden Sie feststellen, dass wir Bilder nun auf eine neue Weise einsetzen. Darüber können wir gern mal im Detail reden. Unterm Strich geben wir im neuen Layout weniger Platz für Bilder aus als bisher.

    In einigen Zuschriften und Kommentaren heißt es, die neue Schrift sei kleiner. Nein, sie ist genauso groß wie die alte. Ein Leser hat das sogar mit seiner Schieblehre, vulgo Rechenschieber, ausgemessen und fand keinen Unterschied in der Größe. Es gibt aber Unterschiede im Schriftschnitt und hinsichtlich der Serifen. Und vor allem – und damit komme ich zum Eigentlichen meiner Antwort – gibt es einen Unterschied zwischen dem Layout-Entwurf , seiner Erprobung in einer Nullnummer, einem sogenannten „Dummy“, und dem, was am 29. April morgens bei Ihnen auf dem Frühstückstisch lag.

    Ich habe die Seiten der Nullnummer selbst gesehen. Wir hatten sie zum Test angefertigt und bekamen ein Ergebnis, das uns überzeugt hat. Ich habe in der Redaktionsversammlung, in der das Layout präsentiert wurde, angemerkt, dass wir besonders auf die Lesbarkeit achten müssen. Ich hatte im Hinterkopf, was bei der vorangegangenen Umstellung im Jahr 2007 geschehen war; damals hat es massive Beschwerden wegen der Lesbarkeit gegeben. Das scheint so was wie ein Gesetz bei Layout-Umstellungen zu sein. Auch im Jahr 2003, als die FR ihr Layout umstellte, gab es solche Beschwerden. Und jetzt wieder.

    Um es kurz zu machen: Was Ihnen wie uns, der Redaktion, am 29. April vorgelegt wurde, hat uns hinsichtlich des Schriftbildes nicht überzeugt. Damit sind wir überwiegend nicht zufrieden. Wir finden das Layout schön, locker, frisch, wir mögen den Einsatz von Grün, die Variabilität der verschiedenen Formen, welche die Seiten immer neu aussehen lassen, und wir verabschieden gern das alte Rot, das nie unseres war, nie ein Rundschau-Rot. Aber mit dem Schriftbild haben wir echte Probleme. Wir wissen selbst zurzeit noch nicht, woran es liegt, dass die Zeitung im Druck so anders aussieht als in der Planung. Aber wir sind dran. Geben Sie uns bitte ein bisschen Zeit.

  47. Alexander sagt:

    Als ich die WE Ausgabe erblickte, glaubte ich zunächst an eine Notausgabe. Kleinere Schriftgröße, mehr Leerstellen, blasse Farben wie im „Sparmodus“ und dann noch weniger Inhalt. In einem hoffnungslos überfüllten Rheingau-Express wurde ich dann am Sonntag zufällig Zeuge, wie sich ein im weitesten Sinne Mitarbeiter der Verlagsgruppe outete und gleich von mehreren Mitreisenden auf dieses vollkommen misslungene Layout angesprochen wurde. Tenor, verbliebene Stammleser gehören der Altersgruppe 50 oder sogar eher 60 plus sehen naturgemäß schlechter und kündigen ihr Abo. Da ich noch jünger bin, betrifft es mich nicht. Aber wenn sich schlecht recherchierte Artikel häufen und die Qualität weiter sinkt, werde ich wohl nach vielen Jahrzehnten bald mal mit der Kündigung nachziehen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

  48. Arno Baumgärtel sagt:

    „Wir wissen selbst zurzeit noch nicht, woran es liegt, dass die Zeitung im Druck so anders aussieht als in der Planung.“ – Beruhigend, dass man nicht alles besser weiß als die anderen. Also ist es so, wie viele sagen: Die Lesbarkeit ist mindestens so zweifelhaft wie vorher. Auch ich, brillenlos, lese die Zeitung oft unter Kunstlicht im Zug. Ist und bleibt eine Herausforderung. Macht die Umstellung sich vor allem auf Tablets bemerkbar? Wo ist der Mehrwert? Was wirklich Not täte bei der FR, habe ich beschrieben, s. 4.5. um 10:59 h. Zu den Überschriften: Wer war denn da der Berater Aus ästhetischen Gründen müssten es serifenlose sein, denn die jetzt verwendete Typo passt überhaupt nicht zum althergebrachten FR-Schriftzug.

  49. Manfred Schmidt sagt:

    Aaaalso, liebe Kommentatorinnen und Kommentatoren, die Schrift des neuen Layouts scheint wirklich schwerer lesbar zu sein, vor allem für die, die die Printausgabe lesen. Als Leser von einem iPad komme ich jedoch sehr gut damit klar. Dem Argument Bronskis schließe ich mich an, in dem er die Veränderungen so verteidigt, dass wohl jeder mal -auch im privaten Bereich- einen Tapetenwechsel vorgenommen hat und sich dann besser fühlt. Ich denke, die Veränderungen sind gelungen.
    @Henning Flessner, seine Bemerkung das Fernsehprogramm betreffend:
    Kann es sein, dass Sie die App FR+ aufrufen? Hier kann das von Ihnen geschilderte Phänomen auftreten, da diese Version über den Tag aktualisiert wird.
    Bei der App FR entfällt die Aktualisierung, Sie haben zu jeder Zeit den gleichen Inhalt einer Ausgabe (Irrtum. vorbehalten). Sie entspricht optisch wohl auch eher der Printausgabe und wird deshalb von mir bevorzugt.
    Vielmehr erschüttert mich, dass manche Artikelschreiber oft nicht das und dass richtig setzen können. Und wenn ich, wie kürzlich geschehen, lesen muss, „Wegen dem Einbruch der Einnahmen…“ -dem Stadtsäckel Darmstadts passiert- schießt mir durch den Kopf „schon mal was vom Genitiv gehört“?
    UND GINGKO GIBT ES NICHT, ES MUSS GINKGO GESCHRIEBEN WERDEN…. Komm‘ ich jetzt in die Schublade in die man die Erbsenzähler steckt?
    Liebe Grüße, Manfred Schmidt

  50. Arno Baumgärtel sagt:

    Sollte ich mir ein Tablet anschaffen? Als Traditionalist eher nicht. Noch einen dazu: die Titelseite. Bei dem kleinen Format nachvollziehbar, dass man einen anderen Look als das konventionelle Tageszeitungsformat anstrebt. Also in Richtung Magazin mit einem großformatigen Bild als Aufmacher. Das hat in der Vergangenheit schon funktioniert und auch wieder nicht (dank meiner löchrigen Erinnerung fällt mir gerade kein Beispiel ein). Es kommt drauf an, was man hat, auf das Bildmotiv. Spricht es für sich selbst? Wenn nein, sollte es allenfalls die halbe Größe haben und sowohl rechts wie unten Platz für weitere Themen lassen.

  51. Rüdiger Greiner sagt:

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: allmählich gewöhne ich mich an das Design. Trotzdem bleibe ich dabei: hält man die Zeitung etwas entfernt, wirkt das Schriftbild schwächlich. Beim Fernsehteil und Veranstaltungen kann ich die Titel gut lesen, aber bei Details heißt es Nase ran. Dass Sie noch daran arbeiten, beruhigt mich ungemein.

  52. Hajo Fuchs sagt:

    Mein Lesetempo der neuen FR hat abgenommen: es scheint, dass die Buchstabenabstände innerhalb eines Wortes zugenommen und die zwischen Wörtern abgenommen haben; dadurch sehe ich eher Buchstaben als Wörter. Außerdem ist das Schriftbild jetzt etwas zu blaß/leicht: in nicht so heller Umgebung ist das Lesen deshalb ebenfalls unangenehmer geworden. Manche Seiten (z.B. mit den „Nachrichten“) wirken irrelevanter, wie Werbematerial. Für das TV-Programm muss ich auch viel schärfer hinschauen: aber wenn schon kleiner, dann bitte doch mehr Information, z.B. noch die Programme der Digitalsender von ARD und ZDF!

  53. maat sagt:

    Nun, ich habe seit heute ein Probeabo (Printausgabe) und kann jetzt auch mitreden. Ich war insgesamt positiv überrascht. Insgesamt wirkt die gesamt Zeitung auf mich wieder viel seriöser als die Variante vor einigen Jahren. Ich habe übrigens überhaupt kein Problem mit der Lesbarkeit. Zu groß geraten finde ich allerdings die grünen Überschriften der einzelnen Ressorts- eine kleinere Variante wäre schöner. Für meinen Geschmack immer noch zu viele Bilder, aber- das muss ich zugestehen- die Bilder sind insgesamt gut ausgewählt und wirken qualitativ hochwertig. Mir würde es gefallen, wenn öfters Karikaturen eingesetzt werden würden statt Fotos, auch auf dem Titelbild!Seltsam finde ich diesen Streifen rechts neben dem Interview (Seite4) Das Interview ist gelungen, aber dieser Streifen mit den Wahlnachrichten überhaupt nicht ansprechend und auch sehr klein gedruckt. Ich finde es schade, dass auf der Leserbriefseite das Bronski-Logo so lieblos und nichtssagend gestaltet wurde. Ich glaube, hier wird unterschätzt, wie wichtig die Seite für die Leserbindung ist. Da sollte ein professioneller Illustrator/Illustratorin ein passendes Logo entwerfen. Das Männchen mit der Krawatte passt doch überhaupt nicht.

  54. Horst Leps sagt:

    Sicher war die alte Schrifttype etwas verspielt, die neue jedoch ist für Leute, die schon etwas älter sind, nur mit Mühe und Anstrengung lesbar, vor allem dann nicht, wenn die Zeitung beim Frühstück aufgeschlagen auf dem Tisch liegt. Geht nicht, geht gar nicht. Ich muss die Zeitung jetzt dicht an die Augen ranziehen. Müsst Ihr Euch was Neues einfallen lassen.

  55. Bronski sagt:

    @ all

    In meiner Kolumne „Bronskis Woche“ in der heutigen FR finden Sie die Ansage, dass sich hier im Blog eine Stellungnahme von Bascha Mika zu den Layoutfragen finden würde. Nun war Bascha Mika gestern leider unentwegt auf Achse und hat daher nicht die nötige Muße gefunden. Und nun ist Wochenende. Wir sprechen uns am Montag wieder.

  56. Liane Ihre sagt:

    Nun brauch ich wohl eine Lupe…vieles ist nun ehr schlecht lesbar für mich und die Wetterkarte war vorher auch besser anzuschauen….hoffe es gibt einen Weg zurück zur alten Schrift?

  57. Horst sagt:

    Auch für mich, FR Leser seit über 40 Jahren, hat sich das lesen der FR mit dem neuen Schriftbild nicht zum positiven entwickelt. Bronski macht mir mit seinen Aussagen vom 04.Mai Hoffnung, dass mir eine neue Brille nur für die FR erspart bleibt.

  58. Otto Beyer sagt:

    Der erste Eindruck war:
    – zu große Bilder
    – zu kleine Schrift

    Bei genauerem Hinsehen in den letzten Tagen zeigte sich dann:

    Manche Bilder erscheinen zu groß. Ein großes Bild z.B. auf der Titelseite und wenig Text dazu wirkt doch leicht unseriös und erinnert stark an eine Illustrierte. Mir ist nicht klar, ob dieser Eindruck beabsichtigt ist.

    Die Schrift erscheint als „Light“-Schrift aber seit heute (06.05.2017) scheint man daran etwas geändert zu haben. Die bessere Lesbarkeit kommt der Ausgabe sehr zu Gute.

    Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass es mir als Hanauer schwer fällt die Hanauer Regionalnachrichten zu finden. Sie scheinen im Regionalteil verstreut zu sein. Das empfinde ich als sehr unglücklich, da ich mich mal zum Abo der FR entschlossen habe, weil hier Hanauer Regionalnachrichten mit einer anspruchsvollen Tageszeitung vereint waren.

  59. Rudi sagt:

    Obwohl ich nie einen Frühjahrsputz mache, sehe ich ein, dass ein Periodikum ab und an mal ein Update braucht. Gut, dass die Redaktion sich entschieden hat, keine seitenübergreifende Fotos mehr zu platzieren. Beruhigend ist, dass die auf den Fließtext zielende Leserkritik auch von den FR-Mitarbeitern so gesehen wird. Nach dem Lob folgt jetzt leider der Tadel: Die Seitenüberschrift der beiden Meinungsseiten heißt richtigerweise „Meinung“. Also erwarte ich Entsprechendes. Das auf der linken Seite (meistens 10) eingefügte tägliche Foto korrespondiert mMn nicht mit „Meinung“. Es ist thematisch nicht einzuordnen, zumindest für mich. Die Bildunterschriften scheinen willkürlich auf irgendein Tagesereignis bezogen: „Licht zieht Fotografen an.“ (…) „Einfallsreich müssen Palästinenser im Gazastreifen sein.“ (…) „Wer schön marschieren will, muss sich dehnen.“ (…) Ich kann nicht nachvollziehen, welche inhaltliche Aufgabe das Bild auf der Meinungsseite hat, zumal der zugefügte Text jeweils auch ein anderer hätte sein können.

    Schade finde ich, dass die Kolumne wegen des Bildes nach oben gerückt ist. Das hängt wohl mit dem Blick auf die Doppelseite zusammen, da auf der rechten Seite die Plaßmann-Karikatur oben angesiedelt ist. Die vorherige Meinungsdoppelseite war mit ihren jeweils vier Spalten klarer gegliedert. Während die rechte Seite trotz Fünfspaltigkeit im Prinzip ihr Layout beibehalten hat, hat die linke Seite deutlich verloren. Vormals stand oben ein dreispaltiger Gastbeitrag, darunter die dreispaltige Kolumne. Die äußere Randspalte war oft mit einer kleinen Presseschau gefüllt. Inhaltlich passte alles zur Seitenüberschrift. Die nunmehr gewählten fünf Spalten haben wohl ein Layout-Problem für die Seite 10 hervorgerufen. Diese Seite hat nicht mehr die frühere Klarheit und inhaltliche Tiefe. Das finde ich bedauerlich.

  60. Anneliese Fleischmann-Stroh sagt:

    Titel einer Fotostrecke (6. Mai): Nordkorea besorgt die Welt. Geht Nordkorea einkaufen?

  61. Hallo, lieber Bronski,

    die FR hat mal wieder gemeint, sich erneuern zu müssen, äußerlich natürlich nur – da kann jeder mitsprechen. Und auch Jubelperser sind schon unterwegs.

    Ich bin Abonnent seit 1967, kenne also gerade auch die richtig guten Zeiten der über viele Jahre unverzichtbaren FR, die Tiefen, das Bangen, den Verlust von sehr guten Journalisten gerade auch aus der Wirtschafts-Redaktion.

    Vor ein paar wenigen Jahren wurde das äußere Format grundlegend geändert (Zeitgeist, ja, hat auch Vorteile!), aber eben auch, wie ich befürchtet habe, das innere Format. Niedergang, gerettet durch die FAZ – immerhin. Und jetzt, wir haben wohl nix Besseres zu tun, geht’s ums Schönere, Gefälligere.

    Markant, bereits begründet kritisiert, die schwerer lesbare Schrift (fast wie heute in der Werbung üblich :-(( , schwach, schlecht, überflüssig). Wem nutzt das? Dem Designer, klar. Und?! Hat doch auch Geld gekostet. Aussehen ist gefälliger geworden, stimmt.

    Aber die inneren Werte? Übel wie seit Jahren, traurig auch, wenn man so lange „dabei“ ist. Immer wieder, Standard-Programm, Rußland-Bashing, ebenso Putin als Inbegriff allen Übels (…), „Krim-Annektion“, „Assad-Regime“, Wagenknecht.

    Sie wissen es selbst, lieber Bronski, das alles schreibt doch schon die Presse, die dem Zeitgeist – für gutes Geld – frönt. Will die FR ihren eigenen Untergang herbei-arbeiten, wie zuvor die SPD, jetzt auch die Grünen?
    Ganz aktuell heute: „Abstieg der Grünen“ vom unsäglichen Markus Decker mit der immer wieder gern wiederholten Verknüpfung von Sahra Wagenknecht mit irgendwelchem rechten Gesocks. Und: „Prinzip Augenhöhe“ vom unglaublichen U. Krökel, der nichts Anderes als Merkels (und damit deutsche) Politik den Regime-Change in Rußland als Maß aller Dinge herbeisehnt.

    Regime-Change in Rußland – Forderung der FR, unglaublich. Wird Ihnen da nicht schlecht? (Und noch zur Krim: hätten die Krim-Bewohner mit Präsident Putins Hilfe nicht das Werk der Großen Katharina wieder richtig eingetütet, läge heute dort die US-amerikanische Flotte. Undenkbar. Da käme der Große Krieg noch näher…)

    In großer Traurigkeit…

    (…) Passage gelöscht, Anm. Bronski

  62. Meike Beier sagt:

    Mit der Lesbarkeit der Schrift habe ich zum Glück keine Probleme, aber ich empfinde das neue Layout auch als unruhiger (unterschiedliche Schriftarten, -größen, -dicken, teilweise Großbuchstaben) und übersichtlicher – wobei sich letzteres geben könnte, wenn ich erst einmal wieder verinnerlicht habe, was ich wo finde.

    Ungünstig finde ich die Kurzmeldungen in den Blöcken, wo dann teilweise einige wenige Zeilen in die nächste Spalte rutschen, so dass diese ohnehin schon sehr kurzen Texte völlig zerfleddert sind. Besonders schlimm ist das Beispiel der Sport-Nachrichten vom 29. April, wo noch eine Anzeige, die breiter als die Spaltenbreite war, eine Kurzmeldung unterbrach und bei einer anderen für eine Einrückung sorgte.

    Ebenfalls unglücklich fand ich am 3. Mai den Wissens-Artikel über den „Neuen Stammbaum der Dinosaurier“ – (wenig sagendes) Riesenfoto, viel Leerraum rund um den Titel und dann *eine* Spalte des Artikels auf der gegenüberliegenden Seite.

    Und was ist eigentlich mit der ersten Spalte des Iron Maiden-Konzertberichtes vom 2. Mai passiert? Da wirkten die Buchstaben wie aneinandergepurzelt, was dann auch für mich zu einer schlechten Lesbarkeit führte.

  63. Zum Artikel: «Keine Kohle im Fussballstadium»
    Hier wird die Divestment-Bewegung beschrieben. Diese fordert auf, die Aktien von Firmen, die Kohlekraftwerke betreiben, also bzw. RWE zu verkaufen.
    Wenn die Aktien verkauft werden, kauft sie jemand anders (siehe z.B. Vattenfalls Braunkohleanlagen). Wenn sie niemand haben will, kann man sie nicht verkaufen. Vermutlich fällt der Aktienkurs, aber das behindert eine Firma in ihrer Produktion erstmal nicht.
    Habe ich da etwas nicht verstanden?
    Ich verstehe den Mechanismus nicht, der hier wirken soll. Vielleicht könnte das einmal erklärt werden.

  64. Brigitte Ernst sagt:

    Zum Glück haben auch mein Mann (73) und ich (70) keine Probleme mit der Schrift. Eine Lesebrille benutzen wir ohnehin. Ich empfinde die neue Schrift eher als entlastend für die Augen, weil sie klarer ist. Nur im Freizeit-Teil wird es dann doch zu winzig.
    Die Fotos der Autoren, soweit vorhanden, sind mir auch zu klein, um ein erkennbares Gesicht darauf auszumachen. Stattdessen im Panorama das erheblich größere Foto eines Schauspielers namens Wolfgang Bahro, den wahrscheinlich nur Leute kennen, die GZSZ gucken (ich gehöre nicht dazu). Und den Kopp von Roland Kaiser brauche ich auch nicht.

  65. Auch ich verfolgte mit Spannung die Vorankündigung über ein neues Layout meiner geliebten „Rundschau“.

    Auf Neugierde folgte jedoch Ernüchterung. Zwar hatte ich mir vorgenommen, mir ein wenig Eingewöhnungszeit zu gestatten: Schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier; alles Neue ist per se erst einmal „doof“.

    Nun aber – nach einer Woche der Rundschau im neuen Layout – bin ich leider nach wie vor enttäuscht.

    Im Großen und Ganzen kann ich mich den zahlreichen Kritiken anschließen. Insbesondere die Titelseite missfällt mir aber sehr. Der Zeitungsname als Markenlogo schlechthin wird von den unnötigerweise extrem großen Titelbildern in den oberen Rand verdrängt, die Titelseite scheint nur noch vom Bild dominiert.

    Wären altbekannter „Frankfurter Rundschau“-Schriftzug und das vertraute FR-Grün nicht mehr, wäre die „Rundschau“ wohl nicht mehr auf den ersten Blick als solche zu identifizieren.

    Warum sind eigentlich die Reiter über dem Rundschau-Logo verschwunden, welche es so vornehm haben dominieren lassen?

    Über Wetterkarte, Fernsehprogramm & Lesbarkeit der neuen Schriftart mag ich mich nicht weiter äußern; hier wurde in den zahlreichen anderen Zuschriften bereits alles gesagt.

    Ebenso enttäuscht wie von der neuen Titelseite bin ich allerdings von der Meinungs-Doppelseite:

    Wieso hat man diese derart auseinander gerissen?
    „Früher“, da war es so schön einfach: Linke Spalte „Für Sie gelesen“; rechts drüber ein Gastartikel, untendrunter die Kolumne.

    Rechterhand Cartoon, untendrunter Leitartikel, in der Spalte rechts zwei Kommentare. Herrje, war das schön!

    Was versprach man sich hier nur von der Umgestaltung?

    Liebe Rundschau, ich verstehe den Wunsch nach Veränderung. Der gute Wille, er war ganz sicher da: Nur bei der Umsetzung, da bitte noch ein wenig üben, gelle?

    In der Hoffnung auf baldige Nachkorrekturen des neuen Layouts grüßt Sie herzlich aus dem Frankfurter Nordend,

    Ihr treuer Leser

    Matthias Grün

  66. werner.h sagt:

    Die Schrift halte ich für die Hauptsache einer Zeitung. Und gerade diese hat sich nicht verbessert sondern verschlechtert. An die vielen älteren Leser hat wohl niemand gedacht. Die Schrift ist zu blass, die Buchstaben zu dünn. Lesen ist kein Vergnügen mehr, da nach kurzer Zeit schon zu anstrengend. Wo bitte, versteckt sich die Verbesserung der Wetterkarte? Das ist ein totaler Fehlgriff!
    Ich hoffe, mit vielen anderen Lesern, dass sich am Schriftbild etwas verbessern lässt.

  67. Die FR setzt auf einen guten Transport von Information – inhaltlich und äußerlich. Und dann kommt noch der Anspruch zeitgemäß dazu, was manchmal irrtümlich auch mit „modern“ ausgedrückt wird. So auch die große Ankündigung im Vorfeld der „Renovierung“. Aber wie es eben oft so ist, anders ist nicht immer besser. Das Layout selbst gefällt mir gut. Nur die Schrift!!! So zitiere ich gerne Rüdiger Greiner vom 30.4. „Mit großem Tamtam angekündigt und ein blasses Mäuschen wurde geboren.“ Und die Betonung liegt leider auf „blass“. Um Information tatsächlich zu transportieren ist zu allererst die leichte Lesbarkeit wichtig. Und die ist deutlich schlechter geworden. Dünne Schrift auf grauem und naturgemäß eben auch noch welligem Papier erschwert die Lesbarkeit erheblich. Für einen Menschen, der ohnehin schon mit Lesebrille lesen muss, ist für mich die FR Printausgabe – und die ist mir wichtig – nur mit ausreichend heller Beleuchtung lesbar. Sobald die Lichtverhältnisse schlechter sind (z.B. auch unterwegs in Bahn und Straßenbahn) sehr anstrengend. Als Mensch, der sich intensiv mit Typologie, Schrift und Schriftgestaltung insbesondere unter dem Aspekt der Lesbarkeit beschäftigt, habe ich den Eindruck, das eher am luftigen, „modernen“ entwickelt, die Lesbarkeit dabei nicht wirklich mit Durchschnittslesern getestet wurde. Die alte Typologie mit minimal mehr Druckerschwärze war deutlich entspannter zu lesen.
    Manchmal darf man Veränderungen im Sinne einer Verbesserung auch wieder zurücknehmen. Mein Wunsch als alter und langjähriger Leser.

  68. Bronski sagt:

    @ all

    Damit meine Antwort vom 4. Mai nicht untergeht, verlinke ich hier darauf.

  69. maat sagt:

    Die Wochenendausgabe gefällt mir richtig gut. Gestalterisch und inhaltlich sehr gelungen! Super ist das Roboterthema, der Leitartikel von Frau Doerfler hat mich sehr angesprochen, toll auch die Seite über Lifta. Die Bildauswahl trifft ausgesprochen mein Geschmack und erfreulich ist auch FR7!
    Insgesamt wirkt die FR frisch und engagiert, nähert sich ziemlich stark meiner Wunschvorstellung an, die ich nach der Tabloid- Umstellung hatte und die bitter enttäuscht wurde. Erstaunlich diese unglaubliche Verbesserung, vor allem da die Rundschau-Redaktion nur noch so klein ist. Es kommt eben doch vor allem auf gute Ideen an! Ich habe auch den Eindruck, dass die Zeitung lebensfroher und kreativer wirkt im Vergleich zu früher und weniger vorhersehbar, der linksliberale Charakter wird an vielen Stellen deutlich, wurde aber stärker auf das reale Leben bezogen, was mich sehr anspricht.
    Damit habe ich nicht gerechnet und wenn Ihr so weiter macht, gewinnt Ihr mich als Leserin nach 10 Jahren wieder zurück!

    Beste Grüße

    maat

  70. Brigitte Bauer sagt:

    Zuerst das Positive: ja, das neue Layout gefällt, die Schrift ist schön, aber für „Lesebrillenschlangen“, wie ich eine bin, wäre sie mit ein bißchen mehr Druckerschwärze angenehmer, weniger anstrengend zu lesen. Zu klein geraten ist das TV-Programm und die Informationen, wie z.B. „Zur Person“, sowie „Der Inhalt“. Und die Wetterkarte……schade.
    Zum Schluß doch noch ein Lob: die Denkpause ist gut zu lesen – ist es die gleiche Schrift, in der gleichen Größe, nur „fetter“?

  71. Gerhard Sturm sagt:

    An Gestaltung und Artikel habe ich nichts auszusetzen. Ab und zu etwas Neues erhöht die Aufmerksamkeit der Leser und sorgt auch für bessere Laune in der Redaktion. Auch die Wetterkarte macht kein Problem, da ich sowieso nur Frankfurt Heute und Aussichten (wg. Bekleidung) ansehe.
    Zur Schrift habe ich aber eine Frage: Bei der ersten Ausgabe nach der Umstellung hatte ich auch kurzzeitig Probleme, aber im Laufe der Woche sind die Probleme mit der Lesbarkeit irgendwie verschwunden. Ist das der Gewöhnungseffekt oder ist in der Druckerei klamm heimlich etwas mehr Druckerschwärze verbraucht worden? Die Auskunft benötige ich um mein Gehirn auf Stand zu bringen (Tatsache oder Täuschung)!

  72. Roland Wolter sagt:

    Nehmen wir die aktuelle Ausgabe vom Sonnabend. Der erste Eindruck: Was für ein unattraktives Titelblatt. Der FR-Schriftzug ist nach oben „verrutscht“, die wenig originelle Titelschlagzeile vergleichsweise viel zu groß geraten, das Foto darüber kein Glanzstück, die Vorschau unten auf der Seite plötzlich in Normalgröße, die Fußzeile hingegen merkwürdig minimiert. Alles in allem wirkt das Blatt unausgewogen und würde mich, wäre ich ein Gelegenheitsleser, nicht zum Kauf anreizen.
    Mit der neuen Schrift kann ich gut leben, die dicke grüne Grundierung der Überschriften der neuen Serie finde ich allerdings aufdringlich übertrieben.
    Besonders missfällt mir die erste Meinungsseite. Ein albernes (witziges?) Foto hat dort nichts verloren und nimmt Platz weg. Das führt anscheinend dazu, dass der Gastbeitrag bzw. die Analyse, bisher ein Alleinstellungsmerkmal der ansonsten mit der Dumont-Redaktion verbandelten FR, nur noch sporadisch zu finden ist. Auf die kargen Pressestimmen, ohnehin ein alter Hut, könnte verzichtet werden. Hier sollte unbedingt überarbeitet werde.
    Womit ich beim Inhaltlichen wäre: Seit langer Zeit fehlen die Korrespondentenberichte aus Südamerika (siehe aktuell Venezuela) und auch Klaus Ehringfeld als Mittelamerikakorrespondent macht sich rar. Ein ausgereiftes neues Layout mag eine gute Idee sein, aber eine Behebung inhaltlicher Defizite erscheint mir doch wichtiger zu sein.

  73. Jürgen Malyssek sagt:

    Ich habe mich anfangs zum neuen Layout und der Schrift schon geäußert und möcht jetzt mal dem FR-Team etwas in die Breche springen:
    – Die neue Schrift, an die ich mich erst einmal gewöhnen musste und die, wie schon paar Mal betont, etwas „luftiger“ ist als die vorherige, die fängt für mich an zu passen, weil auch die Überschriften entsprechend in Größe und Aufmerksamkeit stimmig geworden sind. Deshalb finde ich gerade die“grüne Grundierung“ (R. Wolter) bei den Überschriften bzw. Zwischenüberschriften der neuen Serie gut. Bisschen Schmackes sollte sein!
    – Die Titelseite ist keineswegs unattraktiv, sie hat mich aber richtig erschrocken, weil sie treffender zum Thema nicht sein konnte.
    Ebenso ist die Titelschlagzeile ein Volltreffer!
    – Endlich sind die Fotos bei den Artikeln nicht mehr seitenüberschreitend, so dass man einen Artikel auch Seite für Seite klar vor Augen hat.
    – Das mit der „Druckerschwärze“, das sagt man nicht mehr. Noch immer ist die Lesbarkeit einer Schrift von der Schriftart und der Schriftgröße abhängig.
    Und die alte Text-Schrift hatte an sich mehr Dicke
    (Garamond?)
    – Ansonsten würde ich inzwischen auch sagen, dass Bronski recht hat damit, dass man nach mehreren Jahren ein Layout auch mal ändern sollte.

  74. Roland Wolter sagt:

    Ich bleibe dabei: Die Titelschlagzeile wirkt auf mich unproportional groß. Wenn dann noch dazu kommt, dass die Seiten zum Thema des Tages – erstmals? – komplett aus Agenturberichten gespeist werden (ebenso die drei Panorama-Seiten), bin ich wieder beim Inhaltlichen. Natürlich ist ein Montag nach Wahlen schwierig für eine Zeitung mit frühem Redaktionsschluss. Sollte man, wie es früher der Fall war, auf Berichte weitgehend verzichten, da Ergebnisse nicht vorliegen? Heutzutage sicherlich schwierig.
    Wieder fehlt der Gastbeitrag bzw. die Analyse. Das Foto auf der Meinungsseite, so aussagekräftig es diesmal sein mag, bleibt überflüssig.
    Bei genauer Betrachtung fallen mir die vielen Weißflächen auf, am Seitenkopf, zwischen Überschrift und Text. Der (für mich überflüssige) Kopf des Leitartiklers wirkt mickrig nach rechts unten verrutscht. Besonders ins Auge fallen die beiden Magazinseiten, die auf mich kahl wirken. Ist es nötig, eine Viertelseite weiß zu lassen – und das in einer Zeitung, die mit ihrem knappen Umfang über nicht viel Platz verfügt? Auf mich wirkt das Layout eben nicht „luftig“.
    Warum sollte ich heutzutage noch die FR lesen? Zwei Gründe finde ich in der heutigen Ausgabe: Sie heißen Stephan Hebel und Joachim Wille. Ich hoffe inständig, dass der originäre Charakter der FR nicht verloren geht.

  75. Alexander sagt:

    „Bronski sagt:

    6. Mai 2017 um 10:25

    @ all

    In meiner Kolumne „Bronskis Woche“ in der heutigen FR finden Sie die Ansage, dass sich hier im Blog eine Stellungnahme von Bascha Mika zu den Layoutfragen finden würde. Nun war Bascha Mika gestern leider unentwegt auf Achse und hat daher nicht die nötige Muße gefunden. Und nun ist Wochenende. Wir sprechen uns am Montag wieder.“

    Hatte Frau Mika inzwischen die „Muße“ sich mit der Leserkritik zu befassen und falls ja, was ist das Ergebnis?

  76. A.H. sagt:

    Guten Tag !

    So nach ein paar Tagen „neuer FR“ mal ein erster Eindruck.

    Insgesamt finde ich die Umstellung schon gelungen. Mir kommen die Seiten „luftiger“ vor – nicht mehr so vollgepackt – und irgendwie „moderner“.

    Positiv finde ich tatsächlich, dass es keine mehrseitigen Fotos mehr gibt, die ich störend fand. Ich finde auch die Kurznachrichten in neuer Aufmachung ansehnlicher.

    Was ich nicht so gut finde ist, dass die „Meinungsseiten“ nun etwas „unruhiger“ wirken. Mich stört das Foto dort nicht so sehr aber die Tatsache, dass dort manchmal „Pressestimmen“ auftauchen, manchmal nicht, manchmal die Rubrik „Für Sie gelesen“ und manchmal nicht- und der Gastbeitrag verschwindet manchmal ganz und manchmal findet man ihn irgendwo auf den Politikseiten.

    Da fand ich die frühere „feste“ Anordnung deutlich leserfreundlicher.

    Nach wie vor „nicht rund“ (auch schon vor der Änderung) finde ich den Feuilletonteil. Mir ist das da zu beliebig und zu wild durcheinander. Mal werden in einer Ausgabe drei Bücher besprochen, dann fünf Theaterstücke oder irgendwas aus den Medien. Da wäre mir persönlich mehr Struktur sehr wichtig.

    Donnerstags werden die neuen Kinofilme besprochen. Warum richtet man nicht an einem anderen Tag eine entsprechende Doppelseite mit der Besprechung neuer Bücher ein, an einem anderen Tag eine Doppelseite mit der Besprechung neuer Sachbücher, einmal in der Woche könnte man einen Beitrag zur Historie (Aufsatz, Rede etc.) bringen etc.

    Dadurch würde der „wilde“ Feuilletonteil etwas mehr Struktur bekommen und trotzdem noch genügend Freiraum für „freies Schaffen“ bleiben.

    Und einen weiteren Vorschlag hätte ich zuM Wirtschaftsteil. Auch hier könnte man doch eine Meinungsseite einrichten. Dort könnte man den früher auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils erscheinenden Kurzkommentar, den größeren Kommentar zum Wirtschaftsgeschehen und den Beitrag aus der Rubrik „Gastwirtschaft“ unterbringen – auch hier erscheint mir die fast schon beliebige Verteilung der „Meinungsartikel“ zum Thema „Wirtschaft“ etwas unruhig und anstrengend.

  77. maat sagt:

    Mit Interesse habe ich heute den Text von Bernhard Honnigfort gelesen- das lag eindeutig am Schreibstil des Autors. Berichte über Wahlkandidaten in anderen Bundesländern lese ich gewöhnlich nicht aus innerer Begeisterung- das ist halt Pflichtprogramm. Umso erfreulicher, dass die Lektüre des Textes doch recht unterhaltsam war. Ich fand den Leitartikel von Stephan Hebel ausgesprochen anregend. Gut gefällt mir auch, dass der Leitartikel mehr Platz bekommt, als dies 2007 der Fall war nach der Umstellung. Das Foto auf Seite 10 finde ich sehr ergreifend, die Karikatur dagegen ziemlich brav, die Kolumne ist mir zu unpolitisch. Ich stehe ja sehr auf Satire, von daher: Etwas mehr Biss würde der Seite schon gut tun.
    Auch der Wirtschaftsteil heute könnte aufregender sein. Den Text „Schwund im Bunker“ habe ich gelesen, an sich interessantes Thema, aber insgesamt etwas trocken geschrieben für meinen Geschmack, v.a. am Schluss. Allerdings gibt es sicher Menschen, die das mögen. Den Wirtschaftsteil am Wochenende fand ich sehr spannend mit dem Interview des WWF-Chefs, toll auch die Gastwirtschaft. Den Text „Wider die herrschende Lehre“ musste ich zweimal lesen um ihn zu verstehen. Das lag am Text-Aufbau. Ich habe mich zwei Spalten lang gefragt: Was hat das jetzt mit Herrn Hickel zu tun? Die Erklärung folgte in der dritten Spalte. Folglich hätte es mir geholfen, wenn die dritte Spalte an den Anfang gesetzt worden wäre.
    Den Text über das Elterngeld finde ich unnötig, Informationen über die Beantragung des Elterngeldes findet man sehr schnell im Internet, ähnlich geht es mir mit Wetterbericht, Fernsehprogramm und dem Rätsel, aber anscheinend wird der Wetterbericht sehr geliebt, wie dieses Blog hier verdeutlicht.
    Gefallen hat mir der Artikel über Bill Viola, allerdings reißt mich das Feuilleton insgesamt noch nicht vom Hocker. Ich kann aber noch nicht sagen, woran das genau liegt.
    Das Magazin hat mir gut gefallen, ebenso die Berichte von Johannes Dietrich. Das Panorama ist nicht so meins, es wäre toll, wenn es sich mehr dem FR7 annähern würde, die Rubrik „Tage wie dieser“ mag ich gern.
    Mein Fazit nach drei Tagen Lektüre: Schöne Grafik, die Wochenendausgabe hat mich richtig begeistert, die heutige Ausgabe zwar nicht vom Hocker gerissen, war aber in Ordnung, erfreulich insgesamt ist der schlichte, nicht reißerische Titel. Insgesamt anregende Lektüre, die mich zum Nachdenken angeregt hat.

  78. Gerd Schulz sagt:

    Ich finde, es hat sich nichts geändert. Über die neue Schrift wurde viel gegackert, macht für mich aber keinerlei Unterschied. Überflüssiges Promi-Gelaber im Panorama ist leider auch geblieben (Stefan Mross – Rührei, also wer entscheidet denn bitte, dass so ein Text in die FR kommt?). Sport, Rhein-Main, Feuilleton, Panorama sind für mich in der Form irrelevant. Das heutige nichtssagende Titelbild mit Überschrift „Frankreich hat entschieden“ (ohne dann sagen zu können, wie) in meiner D-Ausgabe finde ich blöd und Mogelpackung. Auf dem Titel möchte ich die wichtigsten Meldungen des Tages sehen, das ist heute (ADAC, DFB, Eintracht, Schlaflosigkeit) keineswegs der Fall. Bunte Bilder, die auf dem Titel nach mir schreien, brauche ich nicht, ich erkenne die Zeitung schon, wenn ich sie aus dem Postkasten ziehe. Die Überschriften „Politik“ bis „Panorama“ größer als der Zeitungstitel, merkwürdig. Manche Textzeilen mit viel Luft drin sehen technisch unausgereift aus, das sollte typografisch besser gehen. Die Trennhilfe scheint auch noch nicht alle Wörter dieser Sprache zu kennen (Nanober-eich), liest das nochmal jemand durch, bevor es husch-husch für uns in Druck geht? Dass eine Schriftstellerin sich fachlich unkommentiert übers Impfen äußern kann, finde ich unprofessionell.

  79. Gerd Schulz sagt:

    Was will man mit dem Foto auf Seite 6 am 8. Mai sagen? 08/15 war doch keine Verherrlichung der Wehrmacht? Oder habe ich da etwas missverstanden…?

  80. maiillimi sagt:

    kurzum: herls heutige kolumne war (endlich mal wieder) lesens-und nachdenkenswert. sie erspart ausufernde und sich wiederholende kommentare!
    genau so scheint es zu sein.

  81. Roland Wolter sagt:

    Heute finde die Titelseite stimmiger im Aufbau. Dennoch: Die Unterzeile des kurzen Berichts zur Landtagswahl wirkt unproportional groß. Auch gibt es wieder eine „kahle“ Stelle zwischen Foto und Ankündigungen.
    Die Themenseiten 2 und 3 überzeugen mich optisch nicht: ein riesiges Foto ohne tiefere Aussagekraft, die Schlagzeile des lesensweten Berichts unattraktiv darunter gerutscht, kahle Flächen, besonders auf Seite 3. Die restlichen Politikseiten machen dagegen einen ausgewogenen Eindruck, auch wenn es verwundert, dass innenpolitisch nur die Wahl im Norden Platz findet. Südamerika wird erneut mit einer Agenturmeldung abgespeist. Will die FR tatsächlich dauerhaft auf einen Korrespondenten verzichten?
    Die Meinungsseite 10 bleibt ein Ärgernis: kein Gastbeitrag, dafür das unnütze Foto und die beliebigen Pressestimmen. Allerdings macht die grandiose Kolumne von Michael Herl manche Enttäuschung wett. Ein Kleinod!
    Die Mittelseiten mit der FR-Serie können sich sehen lassen. Letztlich ist die Verschwendung grüner Farbe Geschmackssache.
    Im Panorama dominieren Agenturberichte. Na ja, nicht so ungemein wichtig.

  82. Bascha Mika sagt:

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!

    Wer etwas verändern will, geht immer ein Risiko ein. Denn es besteht die Gefahr, dass Fehler passieren und nicht alles auf Anhieb klappt.

    So ist es auch bei der Layout-Reform, die wir mit der Frankfurter Rundschau gemacht haben. Dafür, dass die Umstellung auf ein neues Erscheinungsbild ein richtiger Kraftakt für die Redaktion und den Verlag war, ist vieles gut oder sogar sehr gut gegangen. Und über die vielen positiven, ja sogar enthusiastischen Rückmeldungen unserer Leserinnen und Leser haben wir uns sehr gefreut. Danke dafür!

    Aber bei einer der Neuerungen haben einige von Ihnen uns schlechte Noten gegeben: bei der Schrift. Ausgerechnet! Denn wer wüßte besser als wir, dass jeder gute Inhalt nur halb so viel zählt, wenn die verwendete Schrift das Lesen mühsam macht. Unser Anspruch war, Ihnen mit der neuen Gestaltung auch eine besser lesbare, klarere Schrift zu präsentieren. Die neue Schrift „Acta“ ist zwar der alten „Farnham“ durchaus ähnlich, aber weniger verspielt, ruhiger und präziser. Sie sollte beim Lesen Freude machen!

    Stattdessen ist sie aber – vor allem in der ersten Ausgabe vom 29. April – grau dahergekommen, nicht in sattem Schwarz. Und weil die „Acta“ feiner geschnitten ist als die vorherige „Farnham“ war sie schechter lesbar. Das hat einige von Ihnen zu recht geärgert. Obwohl Sie uns sofort darauf aufmerksam gemacht haben, konnten wir das Problem auch in den folgenden Ausgaben der Zeitung noch nicht zufriedenstellend lösen. Es passiert sogar, dass im selben Exemplar einige Seiten gut, andere schlecht gedruckt sind. Das bedauern wir sehr – schließlich haben wir Ihnen eine bessere FR versprochen! Und es ist ausgesprochen ärgerlich, dass wir nicht sofort Abhilfe schaffen konnten.

    Als Laiin, die auch ich in drucktechnischen Fragen bin, denkt man sich, dass es nur weniger Korrekturen bedarf – und schon haben wir das gewünschte perfekte Schriftbild. Die Realität ist komplizierter. Die Technik auch. Deshalb arbeiten wir tatsächlich mit Hochdruck seit der ersten Ausgabe der neuen FR daran, dass die Schrift stets so in der Zeitung erscheint, wie sie soll und wie es geplant ist: klar und hervorragend lesbar. Wir wollen Sie ja nicht ärgern, wir wollen, dass Sie mit unserer Rundschau zufrieden sind!

    Ich kann Ihnen leider nicht versprechen, dass wir das Schriftproblem schon morgen gelöst haben werden. Aber wir werden es so schnell wie irgend möglich lösen. Das ist versprochen! Bitte haben Sie deswegen noch ein wenig Geduld mit uns.

    Herzliche Grüße
    Bascha Mika

  83. A.H. sagt:

    Guten Abend !

    An der Schrift wird also gearbeitet und ich bin mir sicher, dass die FR bald auch wieder für die Leser lesbarer wird, die zuletzt etwas Schwierigkeiten damit hatten.

    Was mich aber noch interessieren würde: Warum hat man die Struktur der Meinungsseite aufgebrochen (das hat doch nicht wirklich etwas mit dem neuen Layout zu tun).

    Früher gab es die Rubrik „Für Sie gelesen“, die Karrikatur, den Gastbeitrag, die Kolumne und drei Kommentare.

    Nun hat man offenbar im Zuge der Neugestaltung den Gatsbeitrag „auf Reisen durch die gesamte Zeitung“ geschickt. Heute findet er sich z.B. im Sportteil.

    Gibt es dafür einen besonderen Grund oder liegt es einfach daran, dass man auf der Meinungsseite nun ein zusätzliches Foto plus Pressestimmen eingebaut hat (wobei die Pressestimmen auch nicht immer erscheinen (oder doch?) und der Gastbeitrag manchmal doch auf den Meinungsseiten?

    Ich bin da etwas verwirrt und würde mich über eine kurze Aufklärung sehr freuen.

  84. DH sagt:

    Sehe es ähnlich wie Herbert Steffes, nach einem gewissen Zwischenhoch geht es seit einiger Zeit wieder in eine ähnliche Richtung wie vor dem Beinahe-Crash, auch im Blog.
    Eher schleichend als schnell, aber unübersehbar.

  85. Gerd Schulz sagt:

    Ja, so, war es das schon von der Chefredakteurin Bascha Mika (das ist sie doch, oder?) zur Blattkritik? Bin ich da mal auch verwirrt.
    Heute 9.5. fand ich blöd, dass das große Foto auf dem Titel der D-Ausgabe praktisch keine Entsprechung im Artikel auf S. 2/3 hatte; da wurde kaum etwas zum „Aufruhr“ berichtet, was dieses Foto rechtfertigen würde.
    Sodann fand ich blöd, dass die Frankreich-Wahl, über die am Montag noch nicht wirklich berichtet werden konnte, heute am Dienstag ergebnismäßig schon als Schnee von vorgestern behandelt wurde. Durfte man sich heute nicht ein paaar Prozentzahlen erwarten, vielleicht eine kolorierte Landkarte, einen sorgenvollen Blick in die Seele unserer Nachbarn der Elsässer, irgendwelche Analysen? Steht überhaupt irgendwo in dieser Dienstags-Ausgabe, mit welchem Ergebnis Macron gegenüber Le Pen gewählt wurde? Eine Wahlbeteiligung? Gab es da eine Ausgabe vom 8 1/2. Mai, in der das alles gestanden hat und die bei mir nicht ausgeliefert wurde? Oder verlässt sich die FR darauf, dass man sich noch andere Zeitungen hält als Informationsquellen? Sicher, wir haben alle Internet – und Fernsehen vielleicht auch, aber will sich die FR auf bedeutsam dreinblickende Großfotos und weiße Räume zurückziehen? Das braucht’s dann eigentlich nicht.
    Fuck-den-Check: Verwirrend die Altersangaben im Artikel „Das Team“ auf S. 3: Die drei Abgebildeten sind am Foto jeweils 2 Jahre älter als im folgenden Text. Dreimal der selbe Fehler??? Das bringt mich wieder zur Frage Ihrer Qualitätssicherung: Gibt es in der FR jemanden, der wenigstens überfliegt, was ein anderer geschrieben hat, bevor es einen Teil des evtl. teuren weißen Papiers zwecks Veröffentlichung bedecken darf?

  86. Brigitte Ernst sagt:

    Frage an Axel Feiel, den Autor des Artikels „Präsident Macron“ auf S. 2 der FR vom 9. Mai:
    Ist Hollande nur der Darsteller eines Präsidenten oder tatsächlich Präsident? Wenn letzteres zutrifft, müsste im Artikel von der „Hauptperson“ oder der „Hauptfigur“ die Rede sein, nicht vom „Hauptdarsteller“.

  87. A.H. sagt:

    Guten Morgen !

    Heute findet sich der Gatsbeitrag mal wieder auf den Meinungsseiten – dafür fehlen dann die Rubriken „Pressestimmen“ und „Für Sie gelesen“.

    Soll das nun so bleiben?

    Mir erschließt sich nicht, warum man die doch eigentlich gute Struktur der Meinungsseiten wegen einem neuen Layout aufbrechen musste.

    Natürlich will ein Leser auch „Überraschendes“ in seiner Zeitung finden aber ein Leser möchte auch zuverlässig wissen, was ihn wo in einer Zeitung erwartet.

    Nicht zuletzt die Meinungsseiten (und die darin verbreitete Haltung) machen eine Zeitung doch aus. Nachrichten finde ich in allen Zeitungen- die dazu vorgetragenen Kommentare machen (neben der Nachrichtenauswahl) das Unverwechselbare einer Zeitung aus. Und da möchte ich nicht mal diese mal jene Rubrik finden, vermissen oder suchen müssen.

  88. A.H. sagt:

    Sollte die Chefredaktion hier mitlesen hätte ich zur Umgestaltung bzw. Gestaltung der FR drei Fragen:

    1) Warum werden die Meinungsseiten von Tag zu Tag anders zusammengesetzt (mal mit „Pressestimmen“, mal mit „Für Sie gelesen“ mal mit Gastbeitrag – mal findet sich der Gastbeitrag irgendwo anders im Blatt, mal auch gar nirgendwo)? Was versprechen Sie sich davon ?

    2) Warum schafft man nicht auch für den Wirtschaftsteil eine „Meinungsseite“, die aus dem großen und dem kleinen Kommentar, der derzeit noch auf den ersten Seiten des Wirtschaftsteils zu finden ist, sowie der Rubrik Gastwirtschaft bestehen könnte ? Mir erschließt sich der Nutzen von „auseinandergerissenen“ Kommentarfundstellen nicht.

    3) Warum gibt man dem Feuilleton nicht mehr Struktur? Donnerstags gibt es eine Doppelseite mit den neuesten Kinofilmen. Darauf kann man sich als Leser verlassen und ich freue mich immer auf die (teilweise) sehr interessanten Hinweise auf Filme, die ich mir vielleicht ohne diese Hinweise nicht angeschaut hätte.
    Warum schafft man nicht auch eine entsprechende Rubrik für Belletristik Neuerscheinungen, für Sachbücher, für historische Diskussionen/Beiträge, Ausstellungen etc.?
    Im Moment ist es so, dass in einer Ausgabe mal drei Theaterstücke vorgestellt werden, in der nächsten zwei Bücher und dann wieder eine Ausstellung. Für mich als Leser wirkt das sehr unruhig und teilweise beliebig (es wird ja nun auch einen Grund dafür geben, warum sie die neuen Kinofilme konzentriert am Donnerstag vorstellen). Wenn man solche Rubriken einführen würde, würde mMn auch noch genügend Freiraum für die „Vielgestaltigkeit“ des Feuilletons verbleiben.

    Grundsätzlich geht es mir darum, dass ich in einer Zeitung auch ein bisschen „Orientierung“ gut finden würde. Als Leser muss man sich doch auch in seiner Zeitung ein wenig auskennen dürfen. Zwei Meinungsseiten für die Politik, eine für die Wirtschaft sowie festere Strukturen für das Feuilleton wären da meiner Meinung nach sehr hilfreich – und für „Überraschendes“ würde noch genügend Platz verbleiben.

    P.S.: Ach ja: Und warum führen Sie nicht die Medienseite wieder ein. Ich bin mir sehr sicher, dass man, wenn man Medien als Begriff größer fasst, durchaus genügend Material zusammenbekommen würde, um diese Seite zu füllen und auch dies würde die Struktur der Zeitung einfacher handhabbar machen.

    Ich weiß ja nicht, wie andere Nutzer das sehen aber ich würde eine solche „Klarstellung“ begrüßen.

  89. Rudi sagt:

    Frau Mika, die Co-Chefredakteurin, freut sich in ihrem Blogtext „über die vielen positiven, ja sogar enthusiastischen Rückmeldungen.“ Das ist schön für die Blattmacherinnen und -macher. Sie fährt fort: „Aber bei einer der Neuerungen haben einige von Ihnen uns schlechte Noten gegeben: bei der Schrift.“ Diese Reduzierung auf die Schrift wundert mich. Ich kenne natürlich nicht die unveröffentlichten Zuschriften zur FR-Erneuerung, sondern nur die Leserbriefe und die Blogbeiträge zu diesem Thema. Es gibt kritische Anmerkungen, die über das Schriftbild hinausgehen und die Korrespondenz von neuem Layout und den Inhalt betreffen. Etwa wenn A.H. danach fragt, weshalb im „Zuge der Neugestaltung den Gastbeitrag ‚auf Reisen durch die gesamte Zeitung‘ geschickt“ werde. Oder wenn Matthias Grün schreibt: „Ebenso enttäuscht wie von der neuen Titelseite bin ich allerdings von der Meinungs-Doppelseite: Wieso hat man diese derart auseinander gerissen?“

    Der Leserbildung wäre es dienlich, wenn man sich von FR-Seite dazu äußerte. Vielleicht gibt es gewichtige Gründe, die den noch nicht „enthusiastischen“ Rezipienten einsichtig gemacht werden könnten. Was bisher von der Redaktion im Vorabbereich den Leserinnen und Lesern präsentiert wurde, nämlich ein Sich-auf-die-Schultern-Klopfen, setzt sich in der Reaktion auf kritische Anmerkungen der Kundschaft fort, wird eingedampft auf den Fließtext, der aus bisher noch nicht lokalisierten technischen Gründen keinen optimalen Grauwert aufweist. Man kann Frau Mikas Beitrag auf den Punkt bringen: Das neue Layout steht, und so bleibt es auch.

  90. A.H. sagt:

    Nach Lektüre der heutigen Ausgabe der FR weiß ich nun wenigstens, für wen das Herz von Markus Decker schlägt. Wirklich „links“ schlägt es ja bekanntermaßen nicht. Aber der fast schon elegische Beitrag über Katrin Göring-Eckhardt lässt schon tiefer blicken.

    Ich weiß nicht wirklich, ob in einem redaktionellen Beitrag über eine aus vielen Gründen ja auch nicht unumstrittene Politikerin diese als „Eine Frau, die niemals aus der Rolle fällt“ schon in der Überschrift und dann noch mit dem Untertitel „Dabei ist sie…immer gleich, …gleich sachlich, gleich freundlich zugewandt“ eindeutig wenig sachlich gelobt und derart eindeutig Partei für sie ergriffen werden muss – das muss die Redaktion entscheiden. Aber der bekannte Satz von Hajo Friedrichs, dass sich guter Journalismus nicht mit einer Sache gemein machen soll, selbst wenn man sie für gut hält, wird mit dem vorliegenden Beitrag von Herrn Decker (meiner subjektiven Meinung nach auch keinesfalls zum ersten Mal) nicht beherzigt, was natürlich auch auf die FR im Ganzen zurückfällt.

    In jedem Fall gibt es andere Politikerinnen, denen Markus Decker auch in seinen nicht als „Meinung“ gekennzeichneten Artikeln deutlich weniger offen oder wenigstens neutral gegenübersteht.

    Das sei ihm als Mensch durchaus gegönnt – jeder hat ja seine Lieblinge und seine politischen Präferenzen, warum also nicht auch ein Journalist?

    Aber seine Arbeit sollte darunter nicht so leiden, denn da ist durchaus mehr Objektivität und weniger Parteinahme für oder gegen eine bestimmte Position bzw. Person gefragt.

  91. Bronski sagt:

    @ all

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    ich möchte Ihnen für Ihre vielen Wortmeldungen danken. Sie haben uns wissen lassen, was Sie vom neuen Layout halten, in dem die FR seit dem 29. April erscheint. Für uns sind diese Hinweise sehr wertvoll, und wir brauchen sie, um die Dinge zu verbessern. Wir hätten sie allerdings gern ein bisschen konkreter.

    Die Kritik entzündete sich hauptsächlich an der neuen Schrift, der Acta. Daneben gab es auch Kritik an der Gestaltung, auf die ich gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen möchte. Bleiben wir mal bei der Schrift. Wenn ich eine FR-Ausgabe von heute neben eine zwei Wochen alte Ausgabe lege, dann geht es mir persönlich so, dass ich die neue Schrift freundlicher finde. Ich habe keine Probleme mit der Lesbarkeit. Wir haben das Problem in der Redaktion diskutiert und wollen es nun eingrenzen, denn tränende Augen sind das Letzte, was wir Ihnen zumuten wollen. Daher möchten wir Sie alle dazu einladen, Ihre Kritik etwas konkreter zu fassen.

    Auf welchen Seiten empfinden Sie die Schrift als schwerer lesbar? Benennen Sie, wenn möglich, konkrete Artikel oder Teile davon. Sagen Sie uns bitte dazu, wo Sie wohnen, damit wir nachvollziehen können, welche Teile der Auflage betroffen sind. Wenn Sie die Info über Ihren Wohnort nicht hier im Blog platzieren wollen, schreiben Sie mir eine Mail. Die Adresse steht täglich im Leserforum der FR. Vielleicht schicken Sie mir sogar Fotos von den schlecht lesbaren Seiten; das wäre besonders hilfreich.

    Hintergrund meiner Frage ist, dass Druckerzeugnisse nicht zwangsläufig immer gleich gut sind. Es mag Schwankungen in der Druckqualität geben, auch innerhalb ein und derselben Auflage. Das kann viele Gründe haben. Mir kommt es jetzt an erster Stelle darauf an, das Problem der schlechteren Lesbarkeit möglichst konkret zu fassen, um es dann hoffentlich zu erledigen.

    Im Namen der Redaktion danke ich Ihnen für Ihre Hilfe.

  92. Jürgen Malyssek sagt:

    Auch ich habe mich zu Anfang damit gemeldet, die alte Schrift favorisiert zu haben. Aber nun habe ich mich an die „Acta“ gewöhnt und ich finde sie jetzt in Ordnung. Die Lesbarkeit ist auch gegeben. Es gibt allerdings Unterschiede der Druckqualität von der einen oder anderen Seite.
    Beispiel Ausgabe heute: Titelseite und Panorama kräftig genug, Bei S. 2 und 39 Panorama, da schimmert es von den Rückseiten durch, wegen der Abildungen dort. Das liegt aber am Papier. S. 12 Wirtschaft gut, S. 13 Wirtschaft etwas blasser – S. 30 Feuilleton mit Foto sehr gut, S. 31 etwas schwächer, S. 32-34 schwächer.
    Ich lasse es mal dabei.
    Ansonsten ist zu sagen, dass die neue Schrift nicht von Übel ist (wichtig ist, dass es eine Antiqua geblieben ist, eine sog. „Brotschrift“ für längere Texte).
    Ohne Lesebrille konnte ich schon bei der „Farnham“ nicht auskommen, wie überhaupt ich schwer ohne Lesebrille auskomme. Das ist nun mal so im … Alter.
    Also, es gibt diese „Schwankungen in der Druckqualität – auch innerhalb ein und derselben Ausgabe“ (Bronski). Das ist richtig.
    Also ist es ein drucktechnisches Problem und bestimmt spielt die Papierqualität (die ist bestimmt nicht der Renner).
    Die Strukturkritik am Feuilleton (A.H.) verstehe ich nicht. Sehe da keine großen Probleme.
    Und zur Kritik an Markus Decker (A.H.): Es ist ja nicht so, dass die FR ihre inhaltliche Qualität daraus zieht, dass nur strammlinke Meinungen aufs Papier kommen. Ich bin politisch nicht immer mit M. Decker so konform, aber er stellt doch auch gute und richtige Fragen und dass er die „Linken“ nicht heiß und innig liebt, das merkt man schon. Aber das muss er auch nicht, wenn er sich mit dem Zeitgeist auseinandersetzt. Und das macht er. Soviel Reibungsfläche muss sein. Die brauche auch ich.

    Also summa summarum: Die Layout-Veränderung ist schon richtig nach langer Zeit des altgewohnten Aussehens der FR. Das mit der Schrift ist m.E. eine Frage der Druckqualität. Da darf man dran bleiben.

  93. maat sagt:

    Unter gestalterischen Gesichtspunkten hat mir die heutige Ausgabe ziemlich gut gefallen. Schön der Titel mit der Karikatur. Die erste Doppelseite wirkt auf mich ebenfalls sehr ansprechend, Schrift-und Bildauswahl sind gelungen.
    Inhaltlich hätte ich eine Anmerkung zum Artikel über Hannelore Kraft. Positiv ist auf der einen Seite, dass sich die Autoren um Anschaulichkeit bemühen, indem sie auch die menschliche Seite der Politikerin beleuchten. Die Auseinandersetzung mit der politischen Bilanz kommt jedoch zu kurz. Ich finde z.B. den Satz ,dass die Kinderarmut in NRW angestiegen sei, zu wenig konkret und auch viel zu nett, wenn man bedenkt welche soziale Katastrophe sich in Dortmund Nordstadt abspielt! Wie ich in der ZEIT las, leben die Menschen dort unter furchtbaren Bedingungen, zum Beispiel in Wohnungen, in denen Ratten hausen! Zu allem Elend müssen sie dafür auch noch teure Mieten abdrücken. Im Viertel floriert der Drogenhandel, die Kinder sind Gefahren und Dreck ausgesetzt. Wie ist so etwas möglich in Deutschland- in einem reichen Land? Was hat Frau Kraft eigentlich all die Jahre getan, wenn in Dortmund Nordstadt solche furchtbaren Zustände herrschen? Die Nordstadt war schon immer arm, auch schon in meiner Kindheit, aber dass die Verhältnisse dort so aus dem Ruder laufen, macht mich fassungslos! Ich finde nicht, dass man angesichts solcher Zustände davon sprechen kann, die Bilanz würde „nüchtern“ ausfallen. Wenn es eine Regierung nicht auf die Reihe bekommt, für menschenwürdige Lebensbedingungen in einem kleinen Stadtteil zu sorgen, dann ist Bilanz nichts anderes als eine Katastrophe!

    Die Meinungsseite fand ich gut sowohl formal als auch inhaltlich, gestern mochte ich auch sehr die Kolumne von Herl. Das Porträt von Katrin-Göring-Eckhardt fand ich übrigens ziemlich gelungen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Markus Decker ein Anhänger der Grünen-Politikerin ist. Er schrieb: „Sie raucht nicht, trinkt nicht, joggt und betet.“ Das wirkt auf mich eher spöttisch als „elegisch“.
    maat

  94. A.H. sagt:

    Natürlich gibt es hinsichtlich eines Artikels (oder verschiedener Artikel eines Journalisten) hier (wie überall im Leben) verschiedene Meinungen. Ich finde die allermeisten Artikel von Herrn Decker und Herrn Scholl leider meistens eher ärgerlich – andere eben nicht – und das ist auch völlig in Ordnung.

    Was die „Struktur“ im Feuilleton angeht. Mir gefällt die donnerstägliche Doppelseite mit den Kinotips sehr gut, wo die neuen Filme vorgestellt werden. Die kommt halt jeden Donnerstag und darauf freue ich mich dann auch immer.

    Ich würde es auch gut finden, wenn es an einem Tag konzentriert z.B. Buchtipps geben würde. Dann weiß man, was man an dem Tag im Feuilleton erwarten kann. So wie es heute ist, kann es sein, dass mal an einem Tag drei Bücher besprochen werden und dann wieder an drei Tagen hintereinander wieder gar keins.

    Mit „Struktur“ meine ich also Berechenbarkeit- ohne dass das gesamte Feuilleton damit berechenbar wäre, denn auch an einem Donnerstag besteht das Feuilleton ja nicht nur aus den Filmvorstellungen.

    Und neben Buchtipps würde ich auch einen festen Ort für sagen wir „Ausstellungstipps“ oder ein „historisches Thema“ etc. gut finde.

    Zudem gehört für mich in diesen Zeiten, in denen Medien und deren Nutzung immer wichtiger werden, auch eine Medienseite in eine überregionale Zeitung mit Anspruch. Heute finden sich zwar an den meisten Tagen entsprechende Berichte aber eben auch nicht fest jeden Tag unter der Überschrift „Medien“.

    Für mich würde es insgesamt mehr Sinn und mehr Nutzwert geben, wenn die „Struktur“ (Berechenbarkeit) im Feuilleton größer/fester wäre.

    Das sind aber nur meine Gedanken, die man nicht teilen muss…

  95. Roland Wolter sagt:

    Ich gebe Gerd Schulz recht bezüglich der fehlenden Prozentzahlen und Analysen zur Präsidentenwahl in Frankreich. Da war die FR schon mal gründlicher. Mehr Hintergrund statt Riesenfoto wäre wünschenswert.
    Heute machte die Zeitung einen ansprechenden Eindruck, da stimme ich maat zu. Eine Karikatur reizt mehr als ein belangloses Foto zur weiteren Beschäftigung. Früher schmückte Felix Mussil die Titelseite, Thomas Plaßmann zeigt allerdings einen viel kräftigeren Biss. Gern kann es auch ab und zu wieder ein pointierter Kommentar sein, der schon mal die Richtung weist.
    Die Gestaltung des Politikteils finde ich heute gelungen und lesenswert. Der Verweis auf FR.DE am Kopf der Seite 3 schränkt den Eindruck der Leere der weißen Fläche etwas ein. Könnte man da nicht dauerhaft nachbessern? Das Layout mit nicht zu großen Fotos ist ansprechend.
    Das Elend der Meinungsseite, diesmal wieder mit Gastbeitrag, wurde schon mehrfach angesprochen. Der analytische, Stellung beziehende Text sollte täglich erhalten bleiben, zumal daraus von Zeit zu Zeit Diskussionen erwuchsen, wenn andere Autoren Bezug zu einem Beitrag nahmen. Die Ankündigung, es werde „nichts verkürzt oder verknappt“ (FR vom 29.04.) möchte ich beim Wort nehmen können. Ich bitte darum, auf das Foto zu verzichten und damit Platz für Text zu schaffen! Gerade das heutige Bild verweist zudem auf meinen hartnäckig vorgetragenen Hinweis, dass eine Südamerika-Berichterstattung praktisch so gut wie nicht stattfindet. Hat das außer mir noch niemand bemerkt?
    Kurz möchte ich mich noch zu der ersten Ausgabe der „neuen“ FR äußern, die ich auf Wunsch heute erst nachgeliefert bekam, da ich am Erscheinungstag im Urlaub war. Das große Foto zum FR7-Thema erscheint mir in diesem Fall passend, da es auf einen brisanten Schwerpunkt verweist, der dem Wochenendmagazin gut zu Gesicht steht. Die Schriftgrößen sind ausgewogen, während in der folgenden Dienstag-Ausgabe die Unterzeile aufgeblasen wirkt.
    Ich hoffe, dass Frau Mika und Herr Festerling sich bald zu den Einwänden bezüglich Inhalt und Gestaltung äußern. Es geht durchaus nicht allein um Schriftgröße und -stärke.
    Und ich frage abschließend ganz konkret: Wird es in absehbarer Zukunft wieder einen Südamerika-Korrespondenten geben?

  96. Bronski sagt:

    @ Roland Wolter, A.H.

    Sie haben das Thema „Gastbeitrag“ angesprochen, der bisher regelmäßig auf den Meinungsseiten stand und dort jetzt nicht mehr zuverlässig aufzufinden ist. In der Tat verfolgen wir mit den Gastbeiträgen eine andere Strategie: Sie sollen jetzt bevorzugt in den Ressorts zu finden sein, denen sie thematisch zuzuordnen sind. Und wenn wir mal keinen Gastbeitrag haben, dann gibt es eben keinen. Die feste Platzierung auf der Meinungsseite in der früheren Form hatte nämlich einen gravierenden Nachteil: Weil da ein Platz zu füllen war, haben wir auch Gastbeiträge gebracht, die nicht unbedingt zwingend waren. Wir wollen aber nur noch Gastbeiträge bringen, die wir wirklich interessant finden, weil sie Positionen im Original darlegen oder provozierende Debattenbeiträge sind. Also haben wir mehr Flexibilität in die Meinungsseiten gebracht. Keine starre Struktur mehr, jedenfalls nicht für die linke der beiden Meinungsseiten, sondern stattdessen die Möglichkeit, täglich nach Lage der Dinge Themen und Positionen zu gewichten.

    Übrigens: Diese beiden Seiten heißen in erster Linie deswegen „Meinung“, weil sie Meinung, Haltung und Position der FR abbilden wollen, nicht zwingend externe Meinung. Neben (in der Regel) drei Kommentaren, einer Karikatur und einer Kolumne sowie dem (nun ebenfalls flexibler im Wechsel mit den Pressestimmen erscheinenden) „Für Sie gelesen“ ist der Schwerpunkt „Meinung“ praktisch realisiert. Ein externer Gastbeitrag gehört nicht zwingend dazu. Aber es hatte natürlich Vorteile zu wissen, wo er zu finden ist, wenn man ihn gesucht hat. Für die FR-Linie spielte und spielt er allerdings keine große Rolle.

    Stichwort Bilder: Unterm Strich, d.h. wenn Sie die ganze Zeitung nehmen, setzen wir Bilder zurückhaltender ein als vor dem 29. April. Es gibt weiterhin das große Bild, das allerdings dann auch einen besonderen Schauwert haben soll. Daneben sind die Bilder aber in der Regel kleiner als früher, und es gibt auch Seiten ganz ohne Bilder. Insgesamt gibt es weniger Bilder, so dass ich ein bisschen Probleme mit Kritik habe, die behauptet, es seien mehr geworden.

    Stichwort Südamerika-Korrespondent: Es ist richtig. Wolfgang Kunath, unser langjähriger Korrespondent in Rio, ist nun im Ruhestand, und wir haben noch keinen Ersatz gefunden. Das ist nämlich nicht so einfach. Erstens sind Korrespondenten schwer zu finden, zweitens muss Wolfgang Kunaths NachfolgerIn auch zur FR passen, drittens müssen wir ihn/sie uns leisten können. Um letzteres zu gewährleisten, bedienen Korrespondenten meistens einen Pool von Zeitungen, die ihre Beiträge abdrucken, und diese Zeitungen teilen sich die Kosten. Anders formuliert: Wir sind auf der Suche. Bis wir fündig geworden sein werden, füllen wir die schmerzhafte Lücke mit Agentur-Berichterstattung.

    Es gab noch weitere Fragen, aber ich lasse es fürs erste hierbei bewenden. Gute Nacht!

  97. Gerd Schulz sagt:

    @Bronski-
    Mir ist die Schrift alt oder neu egal, da spricht mich nichts innerlich an. Auch von hellen oder dunklen Seiten weiß ich nichts.
    Ich finde unangenehm, dass die Zeilen oft zu viel Leerraum enthalten. Z.B. heute 10.5. auf S. 1 rechts „Derweil wurde gegen den Kölner AfD-Ratsherren und Bundeswehroffizier Hendrik“ – da ist doch zu viel Abstand zwschen den Wörtern, nach meinem Empfinden, da stimmt technisch irgendwas mit der Silbentrennung oder mit dem Wortzwischenraum nicht. Ich nehme an, da gibt es einen Mindestwert, der für meinen Geschmack etwas runtergedreht werden könnte.
    (Sorry, aber Sie wollten ja etwas zur Schrift lesen. Sie können die Wortabstände ja mal mit Ihrer Schieblehre, vulgo Rechenschieber (hihi) nachmessen.)

  98. Roland Wolter sagt:

    @Bronski
    Ihre Antwort zum Gastbeitrag überzeugt mich nicht. Solche Texte waren auch früher schon in den Ressorts zu finden, wenn es zum Thema passte. Auf der Meinungsseite gab es, wie von mir erwähnt, gelegentlich die vertiefende Analyse von FR-Autoren oder Veteranen wie Karl Grobe. Es war etwas Besonderes, das nicht zwingend die Position der FR widerspiegeln musste und somit Diskussionen auslöste. Ich finde es schade, dass diese verdienstvolle Rubrik der Beliebigkeit preisgegeben wird zugunsten einer oberflächlichen Presseschau und eines wenig nutzbringenden Fotos. Das wurde ja von mehreren Lesern in diesem Blog moniert und sollte überdacht werden.
    Bei den Bildern geht es nicht um mehr oder weniger, sondern um die Größe auf Kosten des Textes. Natürlich wird nach einem „Relaunch“ kritischer hingeschaut als zuvor.
    Zum Thema Korrespondenten sollte nicht unterschlagen werden, dass die DuMont Redaktionsgemeinschaft dabei eine entscheidende Rolle spielt. Und in der Tat ist die Südamerika-Berichterstattung der Berliner Zeitung derzeit gleich Null. Ich hoffe, dass sich bald etwas ändert.
    Übrigens war ich immer erfreut, wenn „Urgesteine“ wie Gerd Höhler und Peter Nonnenmacher von Zeit zu Zeit mal wieder in der FR auftauchten. Ich weiß, nothing lasts forever …

  99. Jürgen Malyssek sagt:

    An Gerd Schulz: Ich habe mir mal die Zeilen auf Seite 1 rechts angeschaut, um zu verstehen, was Sie mit zuviel Leerraum meinen. Erklärung: Das ist bei mehr-spaltigem Blocksatz(!)leider nicht ganz zu vermeiden, wenn man nicht mit zuviel Wort-Trennungen in den Zeilen arbeiten möchte, was die Lesbarkeit auch nicht erhöht. Ein längeres Wort in der Zeile (Bundeswehroffizier) kann das mit sich bringen. Das kann man dann nicht so gut ausgleichen, v.a. wenn’s schnell gehen muss.
    Was die Fotos angeht (Roland Wolter), möchte ich schon gerne, dass diese zum Auflockern der Seiten eingesetzt werden. Auch gerne so, wie im Magazin, wo Kathrin Göring-Eckhardt zwar groß drauf ist, aber das finde ich gerade gut. So auch im Feuilleto S. 30 und 31. Das passt, das ist gut, auch fürs Auge. Furchtbar war es nur vorher, als eine Abbildung über zwei Seiten ging. Damit ist z.B. auch der Sportteil besser geworden. Es ist die richtige Spannung zwischen Text und Bild (Typografie), das macht’s. Also, bitte weiter so.

  100. Bronski sagt:

    @ Roland Wolter

    Ihre Kritik an der Platzierung des Gastbeitrages freut mich im Grunde, denn wenn es keine größeren Probleme gibt …

    Der Gastbeitrag ist immerhin Ausdruck von Liberalität, weil wir darin auch Stimmen zu Wort kommen lassen, denen wir keineswegs zustimmen. Aber wo er nun im Blatt zu finden ist, ist für die Linie der FR nicht ausschlaggebend. Daher gehört er auch nicht zwingend auf die „Meinung“. Wenn er von heutigen oder ehemaligen FR-Autoren kommt wie von dem zitierten Karl Grobe, ist das sicher etwas anderes, und deswegen wollen wir dieses Konzept ja auch flexibel handhaben, aber dasselbe gilt beispielsweise mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, wenn er von Hans-Werner Sinn, Volker Kauder oder Markus Söder stammt.

    Dasselbe kann man übrigens auch über das Bild auf der „Meinung“ sagen. Es ist quasi ein Gastbeitrag en foto, denn es wird damit ja zum Beispiel auf politische Ausstellungen hingewiesen. Diese Form ist noch ganz neu für uns. Damit müssen wir nun erst mal das eine oder andere ausprobieren, um mit der Zeit eine stimmige Bildsprache zu finden. Ich möchte Sie bitten, uns diese Zeit zu lassen.

  101. Brigitte Ernst sagt:

    A.H. und maat

    Auch ich entdeckte in Markus Deckers Artikel über Katrin Göring-Eckardt durchaus (etwas versteckte) Kritik. Oder ist es etwa ein Lob, wenn jemand „immer gleich“ und sogar „langweilig“ genannt wird?

  102. A.H. sagt:

    Hallo Frau Ernst !

    Wie schon gesagt, es kann ja durchaus schon einmal sein, dass zwei Leser einen Artikel durchaus unterschiedlich lesen (oder bewerten).

    Deshalb kann ich ja hier auch nur immer MEINE Meinung wiedergeben, die, wie die meisten Meinungen das nun eimal so an sich haben, nicht immer objektiv sind.

    Es mag aus meiner Sicht sein, dass man an der ein oder anderen Stelle des Artikels (verdeckte) Kritik an Frau Göring-Eckardt herauslesen kann.
    Für mich (!) klingt der Artikel und die Zuschreibungen für diese Politikerin aber insgesamt sehr, sehr positiv (ich weiß nicht, wie Sie den Grundtenor des Artikels empfinden).

    Diese Ausgewogenheit, wenn nicht sogar freundschaftliche Bewertung (die aber eben im Auge des Betrachters liegt) würde ich mir von Herrn Decker auch bei der Beurteilung anderer Politiker/Denkrichtungen wünschen.

    Das soll es dann aber auch gewesen sein zu dem Artikel. Ich räume ein, dass ich Herrn Decker und seinen Artikeln sehr kritisch (negativ) gegenüberstehe, weil ich (subjektiv!) bei ihm die für einen objektiven Journalismus, den ich mir von meiner Tageszeitung schon erwarte, nötige Distanz zu den „Subjekten“ seiner Berichte viel zu oft vermisse.

    „Objektiver Journalismus“ und eine nachvollziehbare Meinung schließen sich dabei mMn nicht aus, was der Wirtschaftsteil der FR (fast) jeden Tag erfreulicherweise zeigt.

    Ich wünsche einen schönen Tag.

  103. A.H. sagt:

    Hallo Herr „Bronski“ !

    Vielen Dank für die Erläuterungen zum Thema „Gastbeitrag“.

    Mir persönlich, ich habe das ja schon mehrfach hier geschrieben, ist eine verlässliche Struktur in meiner Tageszeitung schon nicht ganz unwichtig und deshalb fand ich es angenehmer, den Gastbeitrag immer an derselben Stelle zu finden aber ich werde jetzt auch nicht men Abonnement kündigen, weil dieser nun an wechselnden Stellen im Blatt zu finden ist.

    Dabei war es mMn aber auch schon vorher klar, dass ein als solcher bezeichneter „GASTbeitrag“ nicht notwendig die Meinung der FR wiedergibt sondern eben die MEINUNG eines Gastes (insofern wäre der Gastbeitrag inhaltlich auch weiterhin auf der Meinungsseite nicht vollkommen falsch platziert, weil er ja „Meinung“ wiedergibt – aber wie schon gesagt, wenn es denn anders ist, dann ist es eben so).

    Ich für meinen Teil fand sicher auch nicht alle bisher abgedruckten Meinungen in dieser Rubrik nachvollziehbar – aber auch diese Reibungspunkte machen eine gute Zeitung mMn aus.

    Ich hoffe daher, dass der Gastbeitrag, wo auch immer in der Zeitung zu verorten, daher auch zukünftig möglichst oft erscheint und nicht nur noch gelegentlicher Gast in der FR sein wird (und die Bezeichnung dadurch eine ganz neue Bedeutung bekommt).

    Aber unterm Strich liege ich doch richtig, wenn ich schreibe, dass durch das neue Layout der bisher immer vorhandene Gastbeitrag von Zeit zu Zeit entfallen kann und auch die bisher ebenfalls immer vorhandene Rubrik „Für Sie gelesen“ (die ja auch nicht die Meinung der FR wiedergegeben hat:-) ab und zu einmal entfallen kann?

    Hinzu gekommen wären danach dann die Rubrik „Pressestimmen“, die aber auch nicht regelmäßig erscheint und das nunmehr auf der Meinungsseite zu findende Foto?

  104. A.H. sagt:

    Guten Morgen !

    Es wurde hier ja auch schon mehrfach angesprochen, dass das TV-Programm in der FR mit einer zu kleinen Schrift versehen ist.

    Ich persönlich kann das so nicht nachvollziehen (ich habe eine gute Brille:-)). Generell gefällt mir das TV Programm der FR aber sehr gut. Es gibt durchaus interessante ausführliche Hinweise zum täglichen Programm und diese ergänzen mindestens die entsprechenden Hinweise der üblichen TV-Programmzeitschrift.

    Dennoch hätte ich zwei Vorschläge, die möglicherweise auch das Problem mit der Schriftgröße für die Betroffenen lösen könnte.

    1.) Meiner Meinung nach (die aber wie immer subjektiv ist) muss eine Zeitung wie die FR nicht zwingend das Tagesprogramm von Sendern wie Super RTL, Eurosport 1, RTL 2 oder auch Sport 1 (für die Sportfans gibt es ja auch im Sportteil zusätzlich noch die täglichen TV-Tipps).
    Anstelle dieser Sender könnte man mMn durchaus die Programme von „One“ und „ZDF Neo“ abdrucken. Dadurch würde man mindestens schon einmal etwas Platz schaffen (2 Programme neu rein und 4 Programme raus).

    2.) Weiteren Platz (für eine möglicherweise größere Schrift) könnte man schaffen, wenn man die in den Programmen die eigentlich nichtssagenden eher grundsätzlichen „Kurzhinweise“ zu einzelnen Sendungen wegfallen lassen könnte. Ich meine z.B. die heutigen Hinweise zu den Sendungen „Maybrit Illner“ oder „Markus Lanz“. Es würde doch reichen bei Illner „politische Talkshow“ und für Lanz „Talkshow“. Die Gäste oder das Thema, die hier ja noch weiter interessieren könnten, können ja wohl aus redaktionellen Gründen nicht mehr rechtzeitig in den Druck gehen und deshalb wird viel Platz für eigentlich nicht so wichtige allgemeine Infos zu diesen Sendungen verschwendet (mMn).
    Wenn man das unterlassen würde, könnte man vielleicht die Schrift im TV Programm etwas vergrößern.

  105. Alfons Müller sagt:

    Guten Tag, da ich ein Anhänger der Unterscheidung von Kommentar, Meinung und Nachricht bin, ärgerte mich gestern der Artikel ‚Hartz kann’s nicht lassen‘ von Tobias Peter (Seite 13 – Wirtschaft).
    Da komme ich gerne ihrer Aufforderung nach, darauf hinzuweisen, wenn’s keine Nachricht, sondern eine Meinung bist.
    Bei diesem Artikel: Von der Überschrift bis zum letzten Satz ist es eine Meinungsabgabe, gespickt mit etwas Nachricht.
    Denn meine Meinung bilde ich mir selbst aufgrund von Nachrichten.
    Liebe FR’ler bitte macht das doch in der Überschrift deutlich.
    Mit besten Grüßen, Alfons Müller

  106. B. Barbara sagt:

    Die FR mit der neuen Pseudo-FAZ-Schrift ist meines Erachtens wesentlich schlechter lesbar und wirkt dadurch unübersichtlicher. Als Frühtückslektüre ist sie dadurch nur noch bedingt „brauchbar.“ Ob das auch andere treue Abo-Leser*innen so freut? Mannomann, Leute, ich habe sowohl ein Normal-Abo als auch ein e-paper-Abo, bin aber ziemlich genervt, jetzt an den PC mit vergrößerter Schrift lesen zu müssen.

  107. maat sagt:

    Die Ausgabe heute hat mich begeistert, tolles Titelblatt (Hurra eine Illustration!) auch die Mehrdeutigkeit der Überschrift trifft meinen Geschmack. Ich bin ein Fan der Roboter – Serie. Ich habe viele Artikel im Politik-Teil mit großem Interesse gelesen. Auffallend gut finde ich generell die Rubrik Gastwirtschaft. Das einzige, was deutlich verbessert werden könnte, ist meiner Ansicht nach das Panorama- das erscheint mir zu bieder, es fehlt der Humor. Vielleicht handelt es sich auch um eine Form von Humor, die ich nicht verstehe. Daher wollte ich freundlich nachfragen: die Seite mit dem Männersteak – soll das eine Satire sein oder ist das ernst gemeint?

  108. Roland Wolter sagt:

    Hier noch mal eine Erwiderung auf Bronski:
    Sicher kommen wir hinsichtlich der Meinungsseite nicht auf einen Nenner, und ich maße mir auch nicht an, durch meine bescheidene Kritik eine Veränderung zu erreichen. Das Agenturfoto als Meinungsäußerung zu deklarieren, halte ich aber für widersinnig. Es handelt sich um eine mehr oder weniger gelungene Illustration anstelle eines Textes. Die derzeitigen Gastbeiträge im Politikteil bilden eine Art Serie zu Europa, verdienstvoll und nötig, ersetzen aber nicht die ehemalige, nun sporadisch bestückte Rubrik. Aus meiner Sicht wird der Grundsatz, „nichts verkürzt oder verknappt“ zu haben, an dieser Stelle verletzt. Dass in zehn anderen Beiträgen dieses Blogs ebenfalls Unzufriedenheit geäußert wird, sei noch kurz erwähnt. Aber es artet in Wiederholung aus, und ich will es dabei belassen. Zumal Bronski sich ja freut, dass es „keine größeren Probleme gibt“. Nun ja, einige andere und auch ich haben diverse kritische Punkte genannt, aber sei´s drum.
    Der FR bleibe ich auf jeden Fall verbunden und werde sie stets kritisch und mit Sympathie begleiten.

  109. Jürgen Malyssek sagt:

    Nochmal: Das neue Layout ist in Ordnung, vor allem das Verhältnis von Text und Bild ist besser geworden. Die Schrift ist lesbar. Siehe oben (10. und 11.05). Es ist hauptsächlich ein drucktechnisches Problem (auch die Schwankungen in der Stärke).
    Lasst die Leute jetzt mal arbeiten, am Wesentlichen!

  110. Andreas Parma sagt:

    @ Bronski

    Inhaltlich sind hier im Blog alle nicht wirklich weit auseinander. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen zu den Veränderungen in der FR, die dem einen mehr und dem anderen weniger gefallen. Das ist normal. Was mich gehörig stört ist der Stil mit dem Sie (und Bascha Mika) auf die Kritik reagieren.

    Die FR hat das neue Layout auf eigene Veranlassung eingeführt und Sie waren es schließlich auch, der zur Kritik aufgerufen hat. Warum wird dann (bis auch die Diskussion über die Schrift) so vehement abgebügelt? Nicht genug, dass Frau Mika von „enthusiastischen Rückmeldungen“ gesprochen hat, die ich zumindest hier im Blog nicht habe finden können, habe ich von Ihnen bisher nur abwiegelnde Ausflüchte gelesen. Der Gipfel war dabei ihr arroganter Ausspruch „wenn es denn keine größeren Problem gibt…“. Ich persönlich habe mich dabei persönlich angegriffen und beleidigt gefühlt – obwohl ich bisher im Blog nicht aktiv war, sondern, die Kritik der meisten Blogger teilend, nur mitgelesen habe.

    Inzwischen wissen wir, dass es neben reinen Änderungen des Layouts auch bewusste inhaltliche Veränderungen gibt indem z.B. Artikel und Beiträge anders gewichtet werden. Sie hatten vor der Umstellung eine ganze Woche Zeit, diese Änderungen zu beschreiben und uns Leser darauf vorzubereiten. Stattdessen haben Sie mit ziemlich nichtsagenden, teilweise sogar mitleidheischenden Beiträgen (z.B. über den immensen Kraftakt der Redaktionsmitarbeiter) eine hohe Erwartungshaltung erzeugt ohne wirklich etwas zu erklären. Es scheint ja tatsächlich gute Gründe zu geben, z.B. mit dem Gastbeitrag anders umzugehen oder ein Bild auf der Meinungsseite eizuführen. Sie hätten sich all Ihre Rechtfertigungen im Blog sparen können, wenn Sie mit diesen inhaltlichen Veränderungen (die sie in der oben genannten Vorbereitungsphase sogar mehrfach klar ausgeschlossen hatten) offener umgegangen wären. Jetzt aber mehr oder weniger offen zu sagen, dass Sie sich schon etwas dabei gedacht haben, dass dies alles Sinn macht und richtig ist und wir uns doch lieber um wichtigeres kümmern sollen ist schon ziemlich starker Tobak. Einem „Leserversteher“ ist das nicht würdig.

    Zum Abschluss noch kurz meine Meinung zum neuem Layout (dafür gibt es den Blog ja überhaupt)

    – Ich finde das Layout insgesamt sehr gelungen und stimmig, da es durch die „Luftigkeit“ und Leichtigkeit genau meinen Stilempfinden entspricht
    – Die mehrfach beklagten „weißen Stellen“ sind ein Stilelement, das mir das Eintauchen in die Seiten erleichtert und mir daher sehr willkommen ist.
    – Die Titelseite ist um Dimensionen besser geworden, indem z.B. der FR-Schriftzug nach oben gerutscht ist und nicht mehr durch die bisher darüberstehenden Inhalte erdrückt wird. Die Seite wirkt dadurch wesentlich stimmiger. Bitte bleiben Sie auch möglichst dabei, Werbung auf der Titelseite zu vermeiden.
    – Die Umstellung von Rot auf Grün ist ebenfalls sehr gut, das Rot war mir immer viel zu plakativ.
    – Die Kurzmeldungen wirken zwar optisch besser, die Mehrspaltigkeit erschwert allerdings die Übersicht und Lesbarkeit.
    – Das Panorama überblättere ich inzwischen. Es ist mir einfach zu beliebig geworden. Hier fand ich die erste Zeit nach Umstellung auf das Tabloid wesentlich besser, weil interessanter und pointierter – auch wenn Sie innerhalb der FR nicht mehr so gern an diese Zeit erinnert werden möchten. Die aktuellen Änderungen (z.B. die letzte Seite mit einem großen Bild und einem Artikel) haben daran nichts geändert.
    – Mein Hauptkritikpunkt ist die Meinungsseite. Auch wenn die Aussagen hinter den neuen Bildern bisher interessant waren und ich mich an sie gewöhnen könnte, verstehe ich sie schlicht nicht als Meinungsäußerung, sondern eher als Beitrag z.B. im Panorama. Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich Ihre Erklärungsversuche zum Gastkommentar. Ich bin nicht unbedingt ein Fan dieser Gastbeiträge, aber sie sind nun mal eindeutig Meinung, was ihren Platz auf dieser Doppelseite begründet. Nehme ich ihr Argument ernst, dass die Seite vor allem „Haltung und Position der FR abbilden“ soll, dann haben dort die Pressestimmen und die Rubrik „Für Sie gelesen“ ebenfalls nichts zu suchen, da diese ganz bestimmt nicht die Haltung der FR abbilden. Der Gastbeitrag hat im Gegensatz dazu immerhin den Charakter auch einmal die eigene Position in Frage zu stellen und eine Diskussion anstoßen (über Pressestimmen wird man kaum diskutieren).

    Alles in allem ist die FR im neuen Layout nicht schlechter sondern besser geworden. Hätten Sie die Zeit vor der Umstellung genutzt, die Ideen der Änderungen zu erklären und uns auf die Reise mitzunehmen, wäre Ihnen einige Kritik erspart geblieben, sie müssten keine Rechtfertigungen schreiben und wir als Kritiker (deren Kritik Sie eingefordert haben) müssten uns nicht abkanzeln lassen.

  111. Brigitte Ernst sagt:

    Das Foto auf der heutigen Titelseite finde ich super.

    Ein Satz im Artikel „Eklat um Klimapolitik“ (S. 5) erscheint mir allerdings höchst merkwürdig:
    „Dort sorgte der Abgeordnete Rainer Podeswa für einen regelrechten Sturm der Entrüstung – verrührte er doch Themen und Schlagworte zu einer geballten Provokation, zu der sich niemand jemals würde versteigen können.“
    Aber Podeswa hat sich doch dazu verstiegen!

  112. Roland Wolter sagt:

    @Andreas Parma

    Mit Interesse las ich soeben Ihren Beitrag und beziehe mich direkt darauf, da der merkwürdige Ausspruch, die fehlenden „größeren Probleme“ betreffend, an mich gerichtet war. Ich trage so etwas mit Fassung und äußerte mich leicht ironisch in meinem gestrigen Beitrag dazu. Zudem ist mir „Bronskis“ Stil seit langer Zeit bekannt. Bereits nach der wirklich verheerenden Formatänderung anno 2007 merkte ich im damaligen Blog den Hang zur „Arroganz“ des Autors an. „Abwiegelnde Ausflüchte“ scheinen eine gewisse Tradition zu haben. Dazu rechne ich auch die Bemerkung, dass Korrespondenten „nicht auf den Bäumen“ wachsen, wenn es um die mangelhafte Südamerika-Berichterstattung in einer recht teuren überregionalen Zeitung geht. Über den heutigen Themen-Schwerpunkt von Klaus Ehringfeld bin ich umso erfreuter.
    Ihr Hauptkritikpunkt deckt sich mit den von mir und A.H. mehrfach vorgebrachten Bedenken. Die Änderungen führen einfach dazu, dass ich die Seite 10 weniger beachte. In dem Zusammenhang kann noch erwähnt werden, dass die (heute fehlende) Rubrik „Für Sie gelesen“ in der Regel aus der Berliner Zeitung übernommen wird. Die Pressestimmen betrachte ich als Füllmaterial, was noch stärker auf das Foto zutrifft („Putin geht aufs Eis“, wie aufklärerisch!).
    Damn it, nun habe ich mich schon wieder zu der Meinungsseite geäußert! Dazu war eigentlich alles gesagt, zumal es bekanntlich noch „andere Probleme“ gibt.
    Insgesamt gefiel mir die heutige FR übrigens sehr gut. Und sie hat vier Seiten mehr, wer hätte das gedacht!
    Hier noch ein Hinweis an die Chefetage bezüglich der blassen Farbe: Man vergleiche den Abdruck der Plaßmann-Karikatur in der FR und der Berliner Zeitung. In letzterer fallen die deulich kräftigeren Farben auf.

  113. Bronski sagt:

    @ Andreas Parma, Roland Wolter

    Ich freue mich über Ihre Beiträge und Ihre kritischen Anmerkungen, und ich möchte dafür um Entschuldigung bitten, dass der Eindruck entstehen konnte, ich würde Ihre Einwände „vehement abbügeln“. Ich habe versucht, mit meinem Kommentar vom 10. Mai um 23:31 Uhr Herrn Wolters Wunsch nach einer Stellungnahme zu erfüllen und die Handhabung des Gastbeitrags zu erklären. Mit dem Folgekommentar vom 11. Mai um 2:57 Uhr habe ich dann allerdings eine Bewertung Ihrer Kritik vorgenommen, die mir möglicherweise nicht zusteht. Ich habe auch darum gebeten, der Redaktion etwas Zeit zu geben, da sich manche Abläufe mit dem neuen Layout erst noch einspielen müssen. Wir werden dann sehen, was z.B. mit dem Bild auf der Seite 10 geschieht oder ob der Gastbeitrag doch wieder seinen festen Platz bekommt. Vielleicht stimmt die Redaktion ja Ihrer Auffassung zu, dass die Seite 10 so nicht funktioniert, nachdem sie das jetzige Konzept ein Weilchen im Redaktionsalltag erprobt hat? Die Zeitung muss sich auch für uns richtig anfühlen, genauso wie für Sie. Ihre Kritik ist also angekommen und registriert worden.

    Die Formulierung, dass Korrespondenten nicht auf den Bäumen wachsen, habe ich ersetzt durch: Korrespondenten sind schwer zu finden. Meines Erachtens bedeutet dies dasselbe. An der Sachlage ändert sich dadurch leider nichts. Wir sind auf der Suche. Das ist alles, was ich zu diesem Thema weiß.

    @ Andreas Parma

    Als enthusiastische Rückmeldung könnte man beispielsweise diese werten.

    @ all

    Was mir weiterhin Sorgen bereitet, sind die Rückmeldungen zur schlechteren Lesbarkeit. Ich habe vorhin meine Kolumne zu diesem Thema geschrieben, die in der morgigen FR erscheint, und möchte Sie alle an dieser Stelle dazu aufrufen, Ihre Wahrnehmung möglichst konkret zu fassen. Wenn Sie irgendwo in der FR Probleme mit der Lesbarkeit haben, möchte ich Sie bitten, mir dies mit Seitenzahl und Ihrem Wohnort durchzugeben. Gern hier im FR-Blog oder per Mail. Meine Adresse steht täglich im Leserforum unterhalb der Grafik. Sagen Sie uns möglichst genau, an welchen Stellen der FR Sie Probleme haben. Es kann nämlich durchaus sein, dass direkt gegenüberliegende Zeitungsseiten unterschiedlich gut zu lesen sind. Das habe auch ich schon beobachtet. Das Problem betraf eine Seite im Regionalteil: Die rechte war für mich gut lesbar, die linke wirkte wesentlich blasser. Es kann außerdem sein, dass verschiedene Teile unserer Auflage unterschiedlich ausfallen, so dass in Ratzeburg Probleme mit dem Lesen entstehen, während in Weimar (ebenfalls D-Ausgabe) alles so ist, wie es sein soll. Und dann kann es auch sein, dass nur einzelne Artikel oder auch nur Teile von Artikeln betroffen sind. Je genauer Sie uns sagen, wo Sie Probleme wahrnehmen, desto schneller können wir versuchen, diese Probleme abzustellen. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Hilfe!

  114. Bronski sagt:

    @ all

    Ich habe für die Suche nach den Gründen für die Probleme mit der Lesbarkeit einen eigenen neuen Thread aufgemacht. Daher möchte ich Sie bitten, alle Rückmeldungen, die sich mit schlechter Lesbarkeit befassen, hier kundzutun: –> HIER.

    Für alle anderen Anliegen und Rückmeldungen ist der richtige Platz weiterhin hier in diesem Thread.

  115. Zum Artikel: «Stecker gezogen»
    Zitat: «Elektroautos werden überteuert angeboten, damit die Kundschaft bloß nicht in größerer Zahl auf den Geschmack kommt.»
    Heute erklärt uns die FR, warum wir keine E-Autos kaufen. Sie sind zu teuer. Bisher waren wir der Meinung, dass das an der Technik liegt. Jetzt hat die FR herausgefunden, dass die Autoindustrie die E-Autos nicht will. Deshalb sind sie auf die perfide Idee gekommen, den Preis so hoch zu setzen, dass wir uns keine E-Autos kaufen. Die Bundesregierung steckt auch irgendwie mit drin. In Wirklichkeit sind E-Autos gar nicht viel teurer. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn alle (Auto- und Batteriehersteller) mitmachen. Wir haben es hier also mit einer weltweiten Verschwörung gigantischen Ausmasses zu tun. Wie erklärt sich dann das Verhalten der Firma Tesla. Die bieten die E-Autos auch nicht gerade billig an und behaupten sogar noch, dass sie Verluste machen. Die FR wird sicher bald aufdecken, dass Tesla eine Tarnfirma von General Motors, Toyota und Volkswagen ist und dass die Bilanzen alle gefälscht sind. In Wirklichkeit macht Tesla bei diesen Preisen sicherlich Milliardengewinne. Wer so eine weltweite Verschwörung hinbekommt, der kann auch ein paar Milliarden in Panama verschwinden lassen. Ich bin gespannt auf die nächsten Details. Morgen in der FR?

  116. Zum Artikel: «Eine Roadmap fürs Klima»
    «Graichen hat sich in der Vergangenheit mehrfach für einen zügigen Kohle-Ausstieg stark gemacht.»
    Dies könnte den Eindruck erwecken, dass Herr Graichen der Meinung sei, dass es ohne konventionelle Kraftwerke geht. Wenn man seine Studien jedoch liest, stellt man fest, dass er gleichzeitig für einen massiven Ausbau der Gaskraftwerke eintritt, ohne jedoch zu konkretisieren, wo die Kraftwerke gebaut werden sollen.

  117. A.H. sagt:

    Guten Morgen !

    Nachdem das „neue Layout“ nun auch schon ein paar Tage alt ist, lässt sich feststellen, dass die FR nicht nur, wie man zunächst aufgrund der Einlassungen vermuten konnte, die Schriftart und in Teilen die Schriftfarbe geändert hat sondern eben auch die „Gestaltung“.

    In dieser Woche gab es, bis auf den Montag, auf der Titelseite durchweg ein großes Foto und jeweils ein paar Kurzhinweise auf Artikel im Zeitungsinneren.

    Die hier ja schon mehrfach geäußerten Fragezeichen zum Thema „Wo steht denn der Gastbeitrag?“ sind letztendlich (wie Herr Bronski ja geschrieben hat „gewollt“ geblieben). Montag auf Seite 6 UND zusätzlich auf der Meinungsseite (zwei Gastbeiträge), Dienstag gab es dafür gar keinen (ich hab jedenfalls keinen gefunden), Mittwoch stand er wieder auf den Meinungsseiten (die Begründung von Herrn Bronski, dass man die Meinungsseiten für die „Meinung“ der FR freihalten möchte, kann ich in dem Zusammenhang nicht so ganz nachvollziehen, am Mittwoch wurde die Meinung einer SPD Bundestagsabgeordneten wiedergegeben), am Donnerstag findet sich dann wieder gar kein Gastbeitrag und heute steht der Gastbeitrag (bei mir allerdings ohne entsprechende Überschrift wieder auf der Meinungsseite. Ich finde das „Durcheinander“ weiterhin etwas verwirrend, zumal der Gastbeitrag ja auch zweimal in fünf Tagen ausgefallen ist und deshalb ja schon davon gesprochen werden kann, dass er (im Gegensatz zur FR im „alten Layout“)nicht mehr regelmäßig erscheint, was ich persönlich jedenfalls sehr schade finde. Anstelle des regelmäßigen Gastbeitrags erscheint nun regelmäßig ein Foto, das ich persönlich gar nicht so schlecht finde plus (was ich dann schon eher wenig logisch finde) nun gleich zwei Presseschauen – einmal unter dem Namen „Für Sie gelesen“ (wie bisher) und dann noch unter dem Rubrum „Pressestimmen“ (warum gleich zweimal auf der Meinungsseite auf fremde Artikel zurückgegriffen werden muss, erschließt sich mir nicht wirklich??!!).

    Unabhängig vom Layout der FR habe ich mir in dieser Woche einmal die Mühe gemacht, die unterschiedlichen Seitenzahlen der verschiedenenen Ressorts zu zählen (dabei habe ich den wegen des größeren Sportteils anders strukturierten Montag mal außen vor gelassen).

    Dienstag gab es 4 Seiten „Thema des Tages“, nur 5 Seiten Politik (einschließlich „Meinung“), 2 Seiten Serie, 1 Seite Leserbriefe, 5 Seiten Wirtschaft (die Seite mit den Börsenkursen gehört für mich nicht zum redaktionellen Teil), 2 Seiten Magazin, 5,5 Seiten Sport, 2 Seiten Wissen, 6,5 Seiten Feuilleton und 3 Seiten Panorama.

    Die 2 Seiten Magazin und 3 Seiten Panorama erscheinen jeden Tag (Magazin aber nicht am Freitag) und werden von mir an den Folgetagen nicht mehr extra erwähnt.

    Mittwoch: 2 Seiten Thema (wie an fast allen Tagen üblich), 8,5 Seiten Politik, 1 Seite Wissen, gut 5,5 Seiten Wirtschaft, knapp 6 Seiten Sport, 2 Seiten Leserforum und gut 6 Seiten Feuilleton.

    Donnerstag: 2 Seiten Thema, 8 Seiten Politik, 1 Seite Wissen, 4 Seiten Wirtschaft, knapp 6 Seiten Sport, 2 Seiten Leserforum und 5,5 Seiten Feuilleton.

    Und heute (Freitag): 2 Seiten Thema, 7,5 Seiten Politik, 1 Seite Leserforum, 4,5 Seiten Wirtschaft, 2 Seiten Serie (dafür ist dann das Magazin entfallen), knapp 6 Seiten Sport, 2 Seiten Wissen, gut 6 Seiten Feuilleton.

    Alles in allem gab es also von Dienstag bis Freitag:

    10 Seiten Thema, 28,5 Seiten Politik, 4 Seiten Serie, 6 Seiten Leserforum, 19 Seiten Wirtschaft, knapp 23 Seiten Sport, 12 Seiten Panorama, 6 Seiten Magazin und 24 Seiten Feuilleton.

    Warum ich das Ganze mache? Einmal weil ich zur Struktur der FR noch ein paar Fragen/Bemerkungen/Anregungen hätte (dazu aber in einem anderen Beitrag) und dann weil ich persönlich finde, dass der „Platzanteil“ der Rubriken „Sport“ und „Feuilleton“ grade im Vergleich auch zum Bereich „Wirtschaft“ etwas arg überdimensioniert ist (mMn).

    Mich würde interessieren, wie das andere Leser hier sehen?

    Ich persönlich nutze die verschiedenen Bereiche unterschiedlich stark. Dabei stehen für mich „Politik“ und „Wirtschaft“ im Zentrum des Interesses – und hier lese ich die Artikel auch fast alle, wohingegen ich die Bereiche Sport (etwas intensiver) und Feuilleton (deutlich weniger intensiv) eher nur überfliege.

    Wie ist das bei den anderen Nutzern? Ketzerisch gefragt: Warum lesen Sie die FR? Wegen der Berichte im Sportteil über „die Eintracht“, wegen des üppigen Feuilletons oder wegen der Meinung zu Politik und Wirtschaft?

  118. A.H. sagt:

    Kleiner Nachtrag:

    Mir fehlen in dieser Woche die früher häufiger abgedruckten und in meinen Augen meistens sehr lesenswerten Interviews im Bereich Politik zu bestimmten aktuellen Themen. Meine Frage: Ist das nun Zufall oder möchte die FR dieses Format weniger häufig einsetzen.

  119. A.H. sagt:

    Kleiner Nachtrag Teil II:

    Nur zum Vergleich der unterschiedlichen Gewichtung verschiedener Zeitungen:

    Die Süddeutsche Zeitung hat üblicherweise die folgende Verteilung:

    Titelseite mit Berichten (nicht nur Foto wie bei der FR) (meistens aus dem Bereich Politik)
    1 Seite „Thema des Tages“ (meistens Politik)
    1 Seite Reportage
    1 Seite Meinung Politik
    4 Seiten reine Politik
    2 Seiten Panorama
    3 Seiten Feuilleton
    1 Seite Literatur
    1 Seite Wissen
    4 Seiten Wirtschaft (nur redaktioneller Teil, keine Kurse)
    3,5 Seiten Sport
    2 Seiten München/Bayern
    1 Medienseite

    Alles in allem also deutlich mehr Politik und Wirtschaft, deutlich weniger Sport und Feuilleton.

  120. A.H. sagt:

    Okay, heute gibt es gleich mehrere (interessante) Interviews in der Zeitung. Insofern hat sich meine Nachfrage zu diesem Format erfreulicherweise schon erledigt:-)

  121. Jürgen Malyssek sagt:

    An A.H.: Zunächst mal eine kurze Antwort.
    Mir ist der Sportteil und das Feuilleton überhaupt nicht zu üppig. Der Mensch lebt nicht nicht vom Brot allein …
    Und irgendwann sollte man (sprichwörtlich) mal die Kirche im Dorf lassen.

  122. A.H. sagt:

    @Herr Malyssek:

    Ich habe ja extra die Frage gestellt, wie andere Leser die FR nutzen. Insofern finde ich es schön, dass Sie sich gemeldet haben.

    Den letzten Satz verstehe ich aber nicht wirklich. Lässt man nun die Kirche im Dorf nur weil man den Sportteil nicht zu üppig findet und alle die diese Teile in der vorgefundenen Länge nicht so prickelnd finden haben Unrecht oder was möchten Sie damit sagen????

  123. Brigitte Ernst sagt:

    Die Politikseiten lese ich fast vollständig (Ausnahmen mache ich manchmal bei Berichten über Länder, die allzu weit außerhalb meines Horizonts liegen), den Wirtschaftsteil habe ich noch vor zehn Jahren ganz überschlagen, heute zwinge ich mich dazu, etwa zwei Drittel zu lesen. Das Leserforum finde ich sehr wichtig und interessant, ebenso die Meinungsseiten.
    Mit der Serie über Roboter kann ich wenig anfangen, die Sportseiten überblättere ich so gut wie immer. Die Wissensseiten sprechen mich meistens an, beim Feuilleton richtet sich mein Interesse nach den jeweiligen Inhalten (eher Kunst, Architektur und Literatur, weniger Film und Musik).
    Auf die Kurznachrichten über sogenannte Promis, die ich zum großen Teil gar nicht kenne, könnte ich gut und gerne verzichten, manche der längeren Artikel der Rubrik „Panorama“ finde ich aber durchaus interessant.
    Auf das Fernsehprogramm weiche ich nur aus, wenn ich wieder mal vergessen habe, meine Fernsehzeitung zu kaufen.

    Den Lokalteil lese ich nach Interesse. Oft ärgere ich mich hier, z.B. über die einseitige Pro-Radfahrer Berichterstattung oder die Unfähigkeit der Stadt, mit ihren Außenseitern angemessen umzugehen (Stichwort Kaisersack). Aber ein bisschen Aufregung tut ja auch gut.

  124. Brigitte Ernst sagt:

    Und nicht zu vergessen die Rätselseite. Vom Sudoku, das ich lange begeistert bearbeitete, bin ich etwas abgekommen, dafür liebe ich das Silbenrätsel, die Quiz-Fragen und die Figuren, deren logisch Abfolge man herausfinden soll.

  125. Jürgen Malyssek sagt:

    An A.H.: Wollte mit der „Kirche im Dorf“ nur ausdrücken“, dass die Leserkritik auch nicht an jedem Detail hängenbleiben sollte. Ob jemand unrecht hat, weil ihm dies oder das nicht so gefällt an der neuen FR, das kann ich nicht behaupten. Aber ich habe den Eindruck, dass die FR-Redaktion jetzt Kritiker-„Futter“ genug hat, um zu gucken, was noch zu verbessern sei. Die Vorlieben der LeserInnen für die verschiedenen Ressorts bleiben unendlich vielfältig.
    So in etwa will ich mich verstanden wissen.

  126. Brigitte Ernst sagt:

    Eine Nachricht im Frankfurter Teil S. F4 gibt mir Rätsel auf. Überschrift: „Radfahrerin fährt Fußgängerin um“. Auszug aus dem Text: „Wie die Polizei mitteilt, hatte eine 67 Jahre alte Frau kurz nach 17 Uhr plötzlich und unvermutet den Radweg am Mainufer betreten ohne zu bemerken, dass sich dort eine 22 Jahre alte Radfahrerin näherte…“
    Am Mainufer gibt es meines Wissens keine Radwege, da gibt es nur kombinierte Rad- und Fußwege. Reine Radwege gibt es an der Straße namens Schaumainkai oberhalb des Flussufers. Die genaue Darstellung ist hier wichtig, weil der Schauplatz des Unfalls für die Schuldfrage entscheidend ist.

  127. Brigitte Ernst sagt:

    Zusatz: Es handelt sich um die gestrige Ausgabe der FR (19. Mai).

  128. Brigitte Ernst sagt:

    Noch ein paar Worte zur FR vom 19. Mai:
    „Mit 13 Thesen in die Bildungsoffensive“ lautet die Überschrift auf Seite 29, der Untertitel: „SPD-Kanzlerkandidat Schulz skizziert in Neukölln seine Ziele“.
    Wovon der Artikel handelt, ist dann:
    Mehr als eine von drei Spalten zu den im OECD-Vergleich niedigen deutschen Bildungsausgaben und der (nicht beantworteten) Frage eines Lehrers nach einem von Schulz für Bildung angestrebten Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts;
    Schulz‘ Reminiszenzen über seine eigene Schulkarriere und seine Tätigkeit als Buchhändler;

    Im letzten Drittel der zweiten Spalte heißt es dann: „Was aber hat der Mann, der Deutschland regieren will, seinen Zuhörern inhaltlich mitgebracht?“ Die Antwort auf diese Frage war es eigentlich, die mich nach der Ankündigung im Titel zum Lesen dieses Artikels veranlasst hat.
    Es geht weiter: „Schulz präsentiert 13 Thesen, wobei es sich im Wesentlichen um Punkte aus dem Entwurf für den Leitantrag zum SPD-Parteitag Ende Juni handelt. Ein wichtiger Kernpunkt dabei ist die Forderung nach gebührenfreier Bildung – von der Kita bis zur Universität. Schulz kündigt zudem an, es sollten eine Million Ganztagsschulplätze geschaffen werden.“
    Und wo sind die restlichen 11 Thesen? Fehlanzeige.
    Danach geht es nur noch um die Finanzierungsschwierigkeiten seines Programms, für die er noch keine Lösung hat, sowie sein Ziel, den Bund stärker in die Bildungspolitik einzubinden.
    Das, was in der Überschrift angekündigt war, nämlich die Liste der 13 Thesen, suche ich in dem Artikel leider vergebens.