Maskenpflicht: Wie nützlich ist dieses unbequeme Stück Stoff?

„Für den Einzelhandel ist es gut, wenn die Maskenpflicht, sobald dies gesundheitspolitisch möglich und vernünftig ist, abgeschafft wird“, sagt Stefan Genth, der Chef des Handelsverbandes Deutschland. Damit hat er sicher Recht: Für den Einzelhandel mag das gut sein. Wenigstens vorläufig. Weg mit den lästigen Masken! Wie soll man so vernünftig shoppen? Da gefällt es, dass mehrere Regierungen von Bundesländern haben erkennen lassen, dass sie überlegen, die Maskenpflicht abzuschaffen. Mecklenburg-Vorpommern etwa. Tatsächlich ist das Infektionsgeschehen derzeit gering, bis auf ein paar Hot Spots. Und mal ehrlich: Eine/-e jede/-r von uns wäre froh, diese Phase im Leben, diese leidige Pandemie, endlich hinter sich zu lassen. Es reicht! Nicht wahr?

MaskenpflichtSehr wahr! Nur fragt das Virus nicht danach, ob es uns reicht. Und es ist ein sehr merkwürdiges Virus. Die meisten Experten vermuten, dass es uns noch eine ganze Weile erhalten bleiben wird. Einige sagen sogar, dass es nicht wieder verschwinden wird, auch wenn US-Präsident Donald Trump das Gegenteil verbreitet. Das bedeutet, dass es so schnell keine Rückkehr zu dem geben wird und geben darf, was vor der Pandemie unsere Normalität war. Die Maskenpflicht ist dabei eher das kleinere Problem. Sie ist eher ein Symbol, an dem sich natürlich viele Menschen reiben. Weit wichtiger sind Verhaltensmaßregeln wie Abstand halten, in die Armbeuge niesen oder husten, gute Hygiene, aufeinander achtgeben. Damit können wir Menschenleben retten. Immer noch, obwohl die Zahl der Neuinfektionen derzeit niedrig ist. Denn die Erfahrung zeigt, dass das Virus jederzeit überraschend auftauchen kann. Und dann hat es sich im Handumdrehen verbreitet. Es hat die Fähigkeit, sich weitergeben zu lassen, bevor man seine Anwesenheit bemerkt. Und auch dies kann man nicht oft genug sagen: Es hat die Fähigkeit, sich mit exponenzieller Geschwindigkeit auszubreiten und dabei die Gesundheitssysteme zu überlasten – auch die von entwickelten Staaten, wie man in Italien zu Beginn der Pandemie sehen konnte. Wir dürfen also nicht unvorsichtig werden.

Aber diese Maske! Ich persönlich halte sie für grundsätzlich unnötig und habe hier im FR-Blog gegen die Einführung einer Maskenpflicht argumentiert. Jetzt plädiere ich dafür, sie beizubehalten. Gerade weil die Masken Symbole sind, erinnern sie die Menschen daran, dass dies keine normalen Zeiten sind. Denn viele Menschen – das muss ich leider immer wieder feststellen, etwa bei Einkäufen in der Stadt – haben beispielsweise die Abstandsregel noch immer nicht verinnerlicht. Sie verhalten sich, als ob nichts wäre. Wenn sie Masken tragen, während sie mir zu nahe kommen, ist zumindest die Gefahr reduziert, dass ich was von ihren Tröpfchen abbekommen könnte.

Darum, lieber Herr Genth vom Handelsverband Deutschland: Überlegen Sie mal, was für den Einzelhandel wirklich gut wäre. Nicht nur kurzfristig, weil es die Stimmung hebt, sondern mittel- und langfristig. Sie werden mir sicher zustimmen: Gut für den Einzelhandel wäre, wenn wir keinen weiteren Lockdown benötigen.

fr-debatteBequemlichkeit sollte kein Kriterium fürs Maskentragen sein

Kaum glaubt man, ein Nachlassen der Bedrohung durch das Virus zu erkennen (die Betonung liegt auf „glaubt“), werden Stimmen laut, die eine Aufhebung der Maskenpflicht fordern. Was ist denn so Schlimmes an diesem kleinen Stück Stoff, das wir aus Rücksicht auf unsere Mitmenschen tragen? Es ist eine sehr kleine Unbequemlichkeit – viel weniger unbequem als ein Korsett oder 15 Zentimeter hohe Stilettos oder pfundweise Metall, das einige am Körper tragen oder, oder, oder…..
Zugegeben, wir tragen die Maske nicht zur Verschönerung unserer Erscheinung, sie ist kein Statussymbol – wir tragen sie aus Rücksicht auf unsere Mitmenschen. Die Maske dient der Gesundheit der Menschen, mit denen wir Umgang haben. Als „Nebenwirkung“ mahnt sie auch, das Vorhandensein des Virus nicht zu vergessen. Unangenehmes vergessen zu wollen, ist nur allzu menschlich.
Was aber ist die Kehrseite der Medaille? Menschen, die Risikogruppen angehören, sei es, dass sie alt sind oder Vorerkrankungen haben, werden ausgegrenzt. Sie können nicht mehr einkaufen gehen, sie vereinsamen, werden depressiv. Und nicht zu vergessen: Die Gefahr eines erneuten Massenausbruchs der Seuche wächst, eines Ausbruchs, den wir nicht in den Griff bekommen. Wir müssen doch nur nach den USA, nach Brasilien, ja sogar nach Schweden schauen
Haben uns die Bilder aus Bergamo so wenig beeindruckt? Müssen wir die Leichen erst vor der Haustüre haben? Rücksichtnahme ist ein sehr wichtiger Bestandteil des menschlichen Umgangs. Sie macht das Zusammenleben von Menschen erst erträglich Und möglich und im vorliegenden Fall benötigt man dafür nur ein kleines Stück Stoff.
Selbstverständlich sollten alle, im Kampf gegen Corona ergriffenen Maßnahmen immer wieder auf ihre Nützlichkeit, ihre Effizienz, ihre Notwendigkeit überprüft werden. Bequemlichkeit sollte dabei aber kein Kriterium sein.

Christa Kreß, Gelnhausen

fr-debatteGroßversuch mit unvorhersehbarem Ausgang

Wer zum gegenwärtigen Zeitpunkt wegen geringer Infektionszahlen/-raten dafür plädiert, die Vorgaben zum Tragen von Mund-/Nasen-Masken in öffentlichen geschlossenen Räumen zu beenden, der verwechselt nach meiner Überzeugung Ursache und Wirkung: Die geringen Infektionsraten sind nicht zuletzt der Vorgabe zum Tragen von Masken zu verdanken. Ein Verzicht darauf könnte über kurz oder lang zu einem erneuten Anstieg der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 führen.
Es gibt sicher Personen, denen das Tragen einer Mund-/Nasen-Maske nicht zuzumuten ist und lästig dürfte es vielen anderen Menschen ebenfalls sein. Das Virus ist jedoch auch in Mecklenburg-Vorpommern nicht aus der Welt, und ein Verzicht auf die Maskenpflicht kommt einem „Großversuch“ mit unvorhersehbarem Ausgang gleich.

Peter Gentner, Neu-Anspach

fr-debatteSöder tut alles  für seine „Untertanen“

Ja, ich muss es zugeben, auch ich bin ein großer Maskenfan, aber mir sind die Masken an der Wand oder die Masken in der Vitrine lieber, als diese Masken im Gesicht.
Markus Söder und seinem Gefolge ist die „absolute“ Gesundheit seiner „Untertanen“ besonders wichtig, eine wahre Herzensangelegenheit, und dafür tut er alles. Eine richtige Wahl hat hier leider niemand! Bei der „Qualmerei“, als Beispiel, da überlässt er diese Enscheidung, „rauchen ja oder rauchen nein“, ganz demokratisch seinem (Wahl-) Volk“ selbst.

Klaus P. Jaworek, Büchenbach

fr-debatteWie ich lebend aus der Sache rauszukommen gedenke

Durch die umfassende, ausgewogene und verschiedene Meinungen respektierende und wiedergebende Berichterstattung der Frankfurter Rundschau, auch über kontroverse wissenschaftliche Einschätzungen zu Corona, ist mir erst klar geworden, auch durch Ihren heutigen Bericht zur Reisezeit, wie die aktuelle Lage ist: hochriskant. Das Virus lauert draußen bei aktuell noch 5002 infizierten Menschen von 83 Millionen Einwohnern in Deutschland. Um lebend aus der Sache rauszukommen, lüfte ich als Ärztin meine Wohnung nur mit Maske und behalte sie danach mindestens drei Stunden auf, da sich die Aerosole mit dem Virus bis zu drei Stunden, nach Einschätzung des Robert Koch Instituts, in der Luft halten können.

Petra Knauer, Frankfurt

fr-debatte

21 Kommentare

  1. Bei der Corona-Pandemie werden insbesondere zwei Phänomene sichtbar, die man auch aus anderen Zusammenhängen kennt. Zum einen erfordern tiefgreifende Veränderungen, die von Naturkatastrophen, Seuchen oder internationalen Machtkämpfen (Kriegen) ausgelöst wurden, vorübergehend oder auf Dauer neue Rahmenbedingungen für Alltagsleben, Ausbildung und Beruf sowie für das gesellschaftliche Miteinander. Zum anderen setzen Interessensgruppen ihre Begehrlichkeiten mit denen der Allgemeinheit gleich. Und Randgruppen schreien nach Befreiung, wenn sie sich von Recht und Gesetz beeinträchtigt fühlen.

    Falls Abstand, Maske und Hygiene die Ausbreitung des Virus nachweislich eindämmen (und die Vergleiche mit anderen Länder sprechen dafür), müssen sie solange als zusätzliche Grundregeln für das öffentliche Leben akzeptiert werden, bis es wirksame Impfstoffe und Medikamente gibt. Die Kreativität des Einzelnen ist dann aufgerufen, dennoch für eine hohe Lebensqualität sorgen. Neue Formen der Arbeitsorganisation in Produktionsbetrieben zeigen, dass dieses möglich ist und dass sie sogar Potentiale für eine zukunftsträchtige Wirtschaft enthalten.

    Gegenbeispiele sind die Brot-und-Spiele-Events einer neuen Egoismus-Kultur, die sich vor allem unter jüngeren Menschen in Großstädten breitmacht. Ihre Markenzeichen sind Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft. Vor den Corona-Beschränkungen waren spezifische Verwahranstalten (einschlägige Clubs und Diskotheken) ihre Refugien. Nun drängen sie auf die Straßen und Plätze und reklamieren Rechte für sich, die sie nicht haben und die man ihnen niemals zubilligen darf.
    Ihnen verwandt sind die Sprecher von Wirtschaftsverbänden, welche die Maskenpflicht infrage stellen, weil ein Teil der Konsumenten mit Maske bewusster einkauft. Und auch wählerischer ist bei der Auswahl von Urlaubsregionen, Hotels und Restaurants. Wo aber ein Stück Stoff das Funktionieren von Angebot und Nachfrage beeinträchtigt, ist grundsätzlich dem Angebot zu misstrauen, jedoch nicht der Maske.

  2. Georg Dovermann sagt:

    Die Art und Weise, in welcher die USA den Versuch unternimmt, der internationalen Welt den Zugriff auf das Medikament Remdisivir zu entziehen, stellt eine erhebliche Pervertierung des Groß- und Hyperkapitalismus dar und genau diese Art und Weise hat immer wieder dafür gesorgt, daß es in der gesamten Menschheitsgeschichte eine erhebliche Hexenjagd auf den Kapitalismus sowie auf die Aktionisten der Marktmacht gab. Ebenso gibt es denjenigen ein erhebliches Fahrwasser, welche von vorneherein an der wirklichen Politik der Pandemie gezweifelt haben. Von Anbeginn der Pandemie gab es eine erhebliche Anzahl von Mitbürgern, die den USA die Ursache von Corona zuschrieb und zwar aus dem Grunde weil eine sehr wichtige Präsidentenwahl in Amerika ansteht. Was könnte Donald Trump nun besser zu Gesichte stehen, als daß er sich als Retter der amerikanischen Bürger oder vielleicht der Welt profilieren könnte. Es ist allerdings unverständlich, daß in Europa, wo dieses Medikament zumindest mitentwickelt und mit erheblichen Mitteln mitgefördert wurde, bei der Förderungszusage keine Zweckbindung mit der Erstbelieferung für die europäischen Bürger und vielleicht der Dritten Welt vereinbart wurde. Bei einer Lieferung dieses Medikamentes in diesem Umfang ausschließlich an die USA mit diesem Präsidenten, muß sich die Pharmaindustrie, wie nebenbei bemerkt derzeitig auch in der Frage des Handels mit der Volksrepublik China, den Vorwurf gefallen, daß sie wiederholt für dein reinen Profit regelrecht über Leichen geht. Einen Dämpfer gibt es allerdings in der Hinsicht, daß aus Sicht der Mediziner dieses Medikament keine Impfwirkung also keinerlei Vorbeugung verspricht sondern lediglich eine Verkürzung des Krankheitsverlaufes ermöglicht, von daher ist nicht unbedingt mit einer Eindämmung der Neuinfektionen zu rechnen.

  3. Reiner Hausbalk sagt:

    Es kam wie erwartet: Kaum hat die mallorquinische Regionalregierung aus wirtschaftlichen Gründen die Insel für den Tourismus wieder geöffnet, kommen neben Freunden der Naturschönheiten auch die klassischen Ballermanntouristen, sprich die Saufköpfe. Aber anstatt diese trotz formaler Androhung drastischer Strafen, vor allem für die profitgierigen Wirte, in die Schranken zu weisen, werden die bekannten Sauf-HotSpots der Deutschen und Briten offensichtlich von den Behörden aus Geldgier toleriert. Nicht nur „Geld stinkt nicht“, auch Covid-19 für die Saufköpfe und die dortigen Behörden.
    Für mich steht jedenfalls fest, dass wenn ich im August für eine Woche zum Wandern auf diese schöne Insel fliege, dass ich zwar auf dem Hinflug eine Standard-Gesichtsmaske im Flugzeug tragen werde, aber auf dem Rückflug eine professionelle FFP-2-Maske, um nicht Ballermann-/Ischgl-Opfer zu werden.

  4. Astrid Bremer sagt:

    In Deutschland ist es verboten, Hunden den Schwanz zu kupieren (zu entfernen), weil ein Hund ohne Schwanz anderen Hunden nicht mehr seine Gefühle und seine innere Einstellung mitteilen kann. Sie behandeln ihn dann aggressiv und abweisend. Wir Menschen brauchen für genau diese Kommunikation unser Gesicht. Die Maskenpflicht ist im Grunde eine Gesichtsamputation, die verhindert, dass wir fremde Menschen kennenlernen, bzw. ein gutes Gespräch führen können.
    In den 1960er Jahren hieß es noch: Kein Sex vor der Ehe! In 2020 heißt es sogar: Keine Berührung ohne gemeinsame Wohnung! Wie sollen denn junge (und alte) Menschen einen Partner finden, falls tatsächlich in den nächsten Monaten und Jahren kein wirksamer Coronaimpfstoff gefunden wird — was ja die Meldung „Antikörper werden weniger“ (FR 13.07.2020 S. 5) nahe legt. Die Coronamaßnahmen sind nach wie vor ein Hammer, der soziale Kontakte zerstört.
    Die schlimmste Horrorvorstellung allerdings ist es, alt und krank zu werden. Das Leben im Heim war schon vor Corona nicht ideal. Aber jetzt bedeutet es Abschied von allen geliebten Menschen und Eintritt in eine fremde, abgeschlossene Zwischenwelt, in einen Warteraum auf den Tod. Die aktuelle Besuchsregelung hilft da kaum. Wir können auf Dauer so nicht leben. Wir müssen wieder mit freiem Gesicht geliebte und fremde Menschen treffen und berühren dürfen. Mindestens im Sommer!

  5. Bertram Münzer sagt:

    Warum immer wieder diese Diskussion? Das Virus ist da. Wir haben keine heilenden Medikamente und keine schützende Impfung. Ein kleines Stück Stoff und ein wenig Abstand mehr sind die Mittel der Wahl. Und wohl auch die einzigen. Die Maske stört, sicher, aber sie ist in diesen Zeiten ein sichtbares Zeichen der Rücksichtnahme, des Respektes und der Prophylaxe. Diese Maßnahmen in Frage zu stellen, verharmlost die Situation und stellt Freiheitsrechte des „Anderen“ zur Disposition. Ich glaube auch, dass die gesamte Kommunikation – dieses Aufteilen in Risikogruppen, die, wie ein Wettbewerb unter Landesfürsten wirkende, Exit-Debatte und schließlich auch der Disput um den Wert des Lebens „angezettelt“ von Herrn Schäuble – ein Meinungsklima schaffen sollte, in dem das Virus und seine Risiken weniger relevant sind. Stattdessen sollte die Debatte um die schnelle Rückkehr zum – einige Beispiele – Shopping, zur Event-Kultur, zum Strandurlaub (mit leider auch dokumentierten Exzessen) zum Davor die öffentliche Meinung bestimmen. Diese Eile ist ein Fehler, dient vorrangig dem Kommerz und erst dann der „Freiheit“ und der Gesundheit. Es gibt keine Neue Normalität. Eine Pandemie ist nie normal. Sie ist immer eine Ausnahmesituation. Und wer von neuer Normalität spricht, nutzt das Wort, um Illusionen zu fördern. In den USA und Südamerika wütet das Virus – durch keine Maske gehindert – und tötet zigTausende. Die Balearen haben Konsequenzen gezogen und die Sauf-und Partymeile geschlossen. Woanders gilt jetzt und wieder die Maskenpflicht. Der Maske sei (neben anderen Maßnahmen) Dank, dass die Pandemie hier in Grenzen gehalten wurde. Und dabei soll es auch bleiben. Genauso wie bei der Pflicht, in bestimmten Situationen diesen Schutz zu tragen.

  6. hans sagt:

    Wenn man die Maske abschaffen will braucht es einen Ersatz. Dieser Ersatz könnte die App sein. Sie müsste allerdings auch von sicher mehr als 50 Millionen genutzt werden. Da es so viele Menschen aber offensichtlich nicht gibt die der App eine solche Chance geben wollen kann die Maske auch nicht so schlimm sein.

  7. Susanne Köhler sagt:

    Heute fuhr ich in der U-Bahn Richtung Ginnheim und habe mich sehr über eiine Gruppe von 3 jungen Männern geärgert, die keine Masken trugen. Nach ein paar Haltestellen kamen noch 4 oder 5 weitere Jugendliche dazu, die ebenfalls keine Masken trugen, ja sie sogar beim Begrüßen ihrer Kumpels herunternahmen und wegpackten. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt und war kurz davor, sie anzusprechen, habe mich das allerdings dann doch nicht getraut. Denn schon zweimal habe ich in der letzten Zeit Berichte darüber gelesen, daß es in solchen Situationen zu gewalttätigen Übergriffe gekommen war gegen diejenigen, die auf die Maskenpflicht hingewiesen hatten. Jetzt frage ich mich, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten soll: spreche ich die Gruppe an, riskiere ich Aggressionen gegen mich. Sage ich nichts, fühle ich mich ohnmächtig und bin u.U. gesundheitlich gefährdet. Bisher habe ich erlebt, daß sich fast alle Fahrgäste an die Mundschutzrpflicht gehalten habe, bis auf wenige Ausnahmen. Jetzt muß ich befürchten, daß dieser Konsens bröckelt. Langsam sollte sich der VGF etwas einfallen lassen, wie sie mit dieser Situation umgeht. Wer kümmert sich darum? Ich jedenfalls verspüre keine Lust, das mit meiner durchaus vorhandenen Zivilcourage persönlich auszufechten. Und ich frage mich, ob eigentlich ein Bußgeld vorgesehen ist, falls sich jemand wiederholt nicht an die Maskenpflicht hält… Es würde mir gefallen, wenn ich ab und zu mehr Sicherheitspersonal in den Öffentlichen Verkehrsmitteln sehen würde, die für die Einhaltung der Regeln sorgen. Wenn der VGF sich darum nicht wirksam kümmert, werde ich es vorziehen, die Öffentlichen Verkehrsmittel zu meiden, wo es geht.

  8. Astrid Bremer sagt:

    In Deutschland ist es verboten, Hunden den Schwanz zu kupieren (zu entfernen), weil ein Hund ohne Schwanz anderen Hunden nicht mehr seine Gefühle und seine innere Einstellung mitteilen kann. Sie behandeln ihn dann aggressiv und abweisend. Wir Menschen brauchen für genau diese Kommunikation unser Gesicht. Die Maskenpflicht ist im Grunde eine Gesichtsamputation, die verhindert, dass wir fremde Menschen kennenlernen, bzw. ein gutes Gespräch führen können.
    In den 1960er Jahren hieß es noch: Kein Sex vor der Ehe! In 2020 heißt es sogar: Keine Berührung ohne gemeinsame Wohnung! Wie sollen denn junge (und alte) Menschen einen Partner finden, falls tatsächlich in den nächsten Monaten und Jahren kein wirksamer Coronaimpfstoff gefunden wird — was ja die Meldung „Antikörper werden weniger“ (FR 13.07.2020 S. 5) nahe legt. Die Coronamaßnahmen sind nach wie vor ein Hammer, der soziale Kontakte zerstört.
    Die schlimmste Horrorvorstellung allerdings ist es, alt und krank zu werden. Das Leben im Heim war schon vor Corona nicht ideal. Aber jetzt bedeutet es Abschied von allen geliebten Menschen und Eintritt in eine fremde, abgeschlossene Zwischenwelt, in einen Warteraum auf den Tod. Die aktuelle Besuchsregelung hilft da kaum. Wir können auf Dauer so nicht leben. Wir müssen wieder mit freiem Gesicht geliebte und fremde Menschen treffen und berühren dürfen. Mindestens im Sommer!

  9. Axel Raue sagt:

    Weithin bekannt sind bebilderte Anleitungen, mit denen die richtige Benutzung einer Toilettenbürste erklärt wird. In einem Linienbus kam mir der Gedanke, dass man entsprechende Bilder auch für Masken und Visiere verbreiten sollte. Im Bus fielen mir drei Fahrgäste auf, die originelle Beispiele für Bilder der Kategorie „fast richtig“ darboten. Einer trug seine Maske meistens richtig. Aber wenn er zu seinem Sitznachbarn sprach, trug er sie nur fast richtig, nämlich so, dass sie seinen Mund nicht mehr bedeckte. Sein Sitznachbar trug ein Visier statt einer Maske. Allerdings nur fast richtig, nämlich hochgeklappt. Ein weiterer Fahrgast erinnerte sich wohl, dass man eine Maske so tragen soll, wie ein Mann eine Unterhose trägt. Was ihm aber anscheinend nicht klar war: Wenn die Unterhose noch unten rutscht, soll die Maske trotzdem weiterhin die Nase bedecken. Bilder nach dem Vorbild der Toilettenbürsten-Anleitungen erscheinen mir geeignet, solche schlecht informierten Fahrgäste aufzuklären. Schließlich gibt es ja auch inzwischen nur noch wenige Menschen in Deutschland, die Toilettenbürsten lediglich fast richtig benutzen.

  10. Gerhard Keller sagt:

    Am 19.7. bin ich abends mit der U-Bahn Richtung Ginnheim gefahren. In meinem Abteil saß eine Gruppe älterer männlicher Jugendlicher (5 Personen), keiner trug eine Mund-Nasen-Maske. Ich habe kurzzeitig überlegt,die Jugendlichen auf die Maskenpflicht hinzuweisen oder den Fahrer-Ruf zu betätigen, habe es aber dann unterlassen,weil dies die Jugendlichen sicher bemerkt hätten und sich außer meiner Freundin keine weiteren Fahrgäste im Abteil befunden haben. Ich konnte die mögliche Reaktion der Jugendlichen nicht einschätzen und wollte auch kein Risiko eingehen. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt. Ich nehme wahr, dass die Maskenpflicht im Bereich des ÖPNV immer stärker unterlaufen wird und muss mir überlegen, ob ich unter diesen Bedingungen weiterhin den ÖPNV nutzen kann. Ich halte diese Situation für absolut nicht zufriedenstellend.

  11. U. Noll sagt:

    Es ist ein geringer Aufwand, eine Maske zu tragen, daher besitze ich wenig Verständnis für die Stimmen, die sich gegen das Tragen aussprechen. Schaut nach New York, schaut in die eigene Heimatstadt und denkt nach, was Euch unsere Lage in D und die Gesundheit wert ist.

  12. Jürgen Malyssek sagt:

    Einiges von dem, was jetzt in der akuten Corona-Zeit an Schutz und Hygiene notwendig geworden ist, sollte durchaus in das Alltagshandeln übernommen werden, in sog. Danach-Zeit, sofern wir so davon sprechen können. Etwa im öffentlichen Verkehrsbetrieb, in geschlossenen Räumen oder in Geschäften.
    Wie in Zukunft etwa eine Schutzmaske zu nutzen sei, wird man neu sehen müssen. Es ist jedenfalls keine Zumutung sich daran zu gewöhnen, das man sich und andere in Zukunft besser schützen sollte. Deshalb ist ein Maskengebot durchaus etwas Bleibendes. Vielleicht kommt man ja irgenwann mal so weit, diese chronische Aufregung um Freiheitseinschränkungen abzulegen und sich um wesentliche Sorgen und Probleme zu kümmern, statt nützliche Spielregeln für den achtsamen gesellschaftlichen Umgang miteinander in den Wind zu schlagen.
    Vielleicht kommt man dann auch dazu, statt eines Streites um eine Maskenpflicht, über ein MaskenGEBOT zur Einsicht in die Notwendigkeit.

    Angesichts des Glücks, das wir insgesamt in Deutschland mit der Pandemie hatten (jedenfalls bisher), sollten wir vielleicht bestimmte Tugenden entdecken, die dieser rastlosen Gesellschaft guttun würden: Demut, Dankbarkeit, Rücksichtnahme …
    Es bleibt dann immer noch genug an gesellschaftlichem Stoff, um Kritik, Protest, Widerstand zu üben bzw. zu veranstalten.

    Denn die Pandemie hat Mißstände und soziale Schieflagen ans Tageslicht gebracht, die noch viel Arbeit bedeuten werden.

  13. Peter Boettel sagt:

    Ich stimme den vorgenannten Kommentaren von Gerhard Keller und U. Noll zu:

    Es mutet schon seltsam an, dass es einerseits eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche wie Läden oder öffentliche Verkehrsmittel gibt, andererseits aber gegen Leute, die sich, aus Ablehnung gegen Vorschriften, Besserwisserei oder gar bewusstes Anstecken anderer, dagegen wehren, Masken anzulegen, in keinster Weise vorgegangen wird.

    Damit berufen sich dann wieder andere auf deren Verhalten, vor allem aber führen solche Vorschriften ins Leere, wenn manche im Zug sitzen und ungestraft ohne Maske weiterfahren dürfen, während die Verkehrsteilnehmer, die sich an die Vorschriften halten, hinterher die Leidtragenden sind, weil sie möglicherweise angesteckt wurden.

    Wenn Vorschriften erlassen werden, sollte auch deren Einhaltung verfolgt werden.

  14. Rolf Weber sagt:

    @ U.Noll http://frblog.de/maskenpflicht/#comment-58843
    „… schaut in die eigene Heimatstadt …“

    Na, dann tun wir dies doch mal. Vorab: Frankfurt hat rund 750.000 Einwohner. Dazu kommen noch täglich ca. 370.000 Pendler.

    Seit dem 03.03.2020 bis heute wurden nach RKI-Angaben nach https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/ für Frankfurt folgende Zahlen veröffentlicht:

    1) 1897 als infiziert Gemeldete
    2) 87 aktive Fälle
    3) 68 Todesfälle (seit Wochen unverändert)
    4) 52 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen

    In viereinhalb Monaten (!) waren – ausgehend von der reinen Einwohnerzahl also

    1) 0,25% ingesamt als infiziert gemeldet
    2) 0,01% aktiv als infiziert gemeldet
    3) 0,009% Todesfälle
    4) 0,006% Neuinfektionen innerhalb einer Woche

    Als infiziert (d.h. positiv auf COVID-19 getestet) gelten zusammengefasst:

    – ohne Symptome
    – leicht erkrankt
    – schwer erkrankt
    – hospitalisiert
    – unter Intensivbehandlung

    Aus „anekdotischer Evidenz“ (also eigener Beobachtung) kann ich sagen, dass von den Kassiererinnen meines hiesigen ALDI-Marktes, die ja jeden Tag Kontakt mit unzähligen Menschen hatten und haben, keine einzige seit Anfang März wegen Krankheit ausgefallen ist. Inzwischen tragen sie auch keine Mund-Nasen-Bedeckungen mehr (oder nur nach eigenem Gutdünken).

    Mein Hinweis lautet daher ganz einfach: Wesentlich ansteckender als COVID-19 ist die permanente mediale Panikmache – halten Sie sich fern davon!

  15. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Rolf Weber

    Wo bitte ist eine Panikmache?

    Seien wir doch froh, dass es so glimpflich aussieht. Dazu trägt ganz bestimmt das Maskentragen bei.
    Der ALDI-Markt hat sowieso seine eigenen Gesetze.

  16. hans sagt:

    zu @ Rolf Weber
    Die Zahlen die sie dankenswerterweise so ausführlich dargelegt haben sind das Ergebnis der Maßnahmen der letzten Monate. Es gibt keinen einzigen Grund anzunehmen das Ergebnis würde genau so aussehen wenn diese Maßnahmen nicht getroffen worden wären. Im Gegenteil, es gibt ja Länder die diese Maßnahmen so nicht getroffen haben die man als Vergleich heran ziehen kann. Manche nehmen da gerne Schweden. Dieses Land ist dazu aber nicht geeignet. Es ist viel dünner besiedelt als D. Trotzdem haben sie dort mehr als 5 mal so hohe Todeszahlen pro 100000 Einwohnern als D. Ich halte da als Vergleich Belgien oder GB für aussagekräftiger. Diese Länder haben es auf 6-8 mal so hohe Zahlen gebracht. Wie schnell man in eine 2. Welle rein rutschen kann sehen wir derzeit in Luxemburg und Spanien. Panik an ich da bestenfalls in den Ländern erkennen die versucht haben einen anderen Weg zu gehen. Bei denen die das nicht wahr haben wollen vermute ich eher Unwissenheit oder Dummheit.

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/corona-zahlen-1.4844448

  17. Reinhard Matthies sagt:

    Dumm, dümmer , Ballermann!
    So oder ähnlich könnte man das Verhalten derer bezeichnen, die sich um die auch auf Mallorca geltenden Regeln nicht einen Deut scheren. Mein erster Gedanke war es auch, zu sagen: Macht den Laden zu ! Doch das wird m.E. all denen, auch Gastwirten, nicht gerechnet. Wegen des schlimmen Fehlverhaltens einiger weniger sollen viele bestraft werden, Touristen, Unternehmer, Einheimischen. Besser wäre es, die Polizeipräsenz zu erhöhen, konsequent zu bestrafen- bis hin zur sofortigen Ausreise – und ggf. gezielt Lokale für eine bestimmte Zeit zu schließen.
    Vielleicht gibt es noch eine zweite Chance… und wenn diese nicht genutzt wird, dann ist wirklich der Laden zu. Möglicherweise üben auch die ansässigen Unternehmen genug Druck auf diejenigen aus, denen nur der schnelle Profit wichtig ist, aber die sich um Nachhaltigkeit nicht kümmern. Auch Prominente Künstler könnten hier wirken und ihre Prominenz Photovoltaik einbringen.
    Mallorca ist eine wunderbare Insel und sollte darunter nicht übermäßig “ leiden“. Daher appelliere ich nicht nur an die Dummen ( die bekanntermaßen nie aussterben) , sondern an alle Mallorca- Reisenden: Haltet die Regeln ein, denn wir wollen hier in Deutschland deswegen keine steigenden Fallzahlen haben.

  18. hans sagt:

    zu @ Reinhard Matthies
    Das Problem gibt es doch nicht nur am Ballermann? Gestern konnte man bei Frontal 21 sehen was in Österreich abgeht und was am Opernplatz war geht letztlich auch in die Richtung. Was passieren wird wenn es wirklich eine zweite Welle gibt kann man derzeit in Israel sehen. Die Frage ist doch sind die Dummen in der Mehrheit.

    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-731841.html

  19. Meike Beier sagt:

    Ich weiß nicht, ob Frau Bremer so schlecht informiert ist oder aufgrund einer Agenda bewusst verfälschend argumentiert. Jedenfalls darf sie sich selbstverständlich mit geliebten und auch fremden Menschen treffen, ohne Abstand und ohne Maske: In der Öffentlichkeit mit neun weiteren oder sogar noch mehr Personen, sofern sie aus nur zwei Haushalten stammen. Im privaten Raum ist es jedem selbst überlassen und auch große Familienfeiern sind möglich. Sie kann sogar zu einer Party auf einem öffentlichen Platz gehen – zwar eigentlich nicht erlaubt, aber doch stillschweigend toleriert, sofern nicht gerade Flaschen auf Polizisten geworfen werden. Und da die entsprechende Klientel eben einfach gewalttätig wird, wenn sie die „Einschränkungen nicht mehr ertragen“ kann, wird es sicher auch bald wieder Cluböffnungen und Fußballspiele vor Publikum geben, egal, was das für das Infektionsgeschehen bedeutet und wo zehntausende Tests pro Woche esentlich sinnvoller eingesetzt wären.
    Auch die „kommunikationsverkrüppelnde“ Maske muss keineswegs dauernd und überall getragen werden, sondern nur in bestimmten Situationen: Geschäfte und ähnliche geschlossene öffentliche Räume, Verkehrsmittel, Wege ohne ausreichenden Abstand bei Freizeitaktivitäten. Es bleiben also genug Möglichkeiten, mit freiem Gesicht mit Menschen zu kommunizieren.
    Wer „trotz Corona“ frei leben will, wird bereits durch die aktuell noch bestehenden und immer weniger werdenden Einschränkungen keineswegs massiv daran gehindert. Und weitere Lockerungen bzw. die Duldung von Übertretungen werden im Zweifel einfach ertrotzt. Es gilt das fragwürdige Recht des Stärkeren und Rücksichtsloseren.
    Das Nachsehen haben dabei diejenigen, die sich schützen wollen/müssen, denn für sie ist jeder Schritt in die Öffentlichkeit, jede Freizeitaktivität ein zunehmendes Wagnis, wenn immer weniger Regelungen verbindlich gelten. Sobald man sich unter Menschen begibt, muss man damit rechnen, dass sich niemand um Abstand schert, und kann schon froh sein, wenn auf eine Bitte um entsprechende Um- und Rücksicht nur mit Unverständnis und nicht mit Patzigkeit reagiert wird. Gar nicht zu reden von der unmöglichen Situation, auf der Arbeit der gefühlt letzte Mensch zu sein, der noch so weit wie möglich Abstand und Kontaktreduzierung zu betreiben versucht.
    Diese Menschen hat aber niemand im Blick, denn sie randalieren nicht in Innenstädten herum und fordern auch nicht über lautstarke Lobbys Milliardenentschädigungen ein. Sie ringen still und leise mit sich und den Umständen, um Fassung und Durchhaltevermögen.
    Zu einer möglichen Agenda von Frau Bremer passt übrigens auch der Pessimismus hinsichtlich einer Impfung mit Verweis auf den Rückgang von Antikörpern. Die Fachleute sind sich in diesem Fall allerdings einmal einig: Der Rückgang dieser (leicht) nachweisbaren Antikörper ist keineswegs ungewöhnlich und hat wenig bis nichts damit zu tun, ob sich der Körper bei erneutem Kontakt mit dem Virus zur Wehr setzen kann. Der entscheidende Faktor dafür steckt nämlich im „Gedächtnis“ des Immunsystems.
    Geben wir doch – mit vernünftigem, aber zumindest nach aktuellem Stand in Deutschland keineswegs unzumutbare Einschränkungen erforderndem Verhalten – den zahlreichen Forschungsgruppen die Monate, die sie benötigen, um festzustellen, ob und welcher Impfstoff funktioniert. Wenn der schlimmste Fall eintreten sollte und keiner davon wirkt, können wir uns immer noch überlegen, wie ein Leben mit Sars-CoV-2, aber ohne Impfstoff gestaltet werden kann und wen oder was wir dafür opfern müssen. Bis dahin sollten wir unnötige Opfer aber soweit wie möglich zu vermeiden versuchen.

  20. Jutta Reuter sagt:

    Danke an Frau Beier für Ihren Kommentar vom 25.7. Ich bin total Ihrer Meinung.

  21. Stefan v. Wachter sagt:

    Wie können wir die Masken und die Corona-Angst wieder loswerden?
    Lassen Sie uns mal nach den Hoffnungs-Momenten in den täglich auf uns einströmenden Corona-Nachrichten suchen!

    1. Zu den Neuinfektionszahlen:
    Gott sei Dank handelt es sich hier nur zu einem kleinen Teil um Menschen, die wirklich erkrankt sind. Eine symptomlos oder milde verlaufende Corona-Infektion ist keine mit Leiden verbundene Krankheit sondern ein gesunder Prozess im Körper, bei dem das Immunsystem den Eindringling besiegt – besser als es jedes Virostatikum könnte. Jede milde verlaufende Infektion bringt uns dem Ziel der Herdenimmunität und damit dem Masken-freien öffentlichen Leben näher! Die Corona-Stationen in den Kliniken sind bei weitem nicht ausgelastet – also ist die Kurve momentan flach genug. Vergessen wir gleichzeitig auch nicht, dass die Corona-Tests eine Fehlerquote von mindestens 1% aufweisen – wenn mehr getestet wird, werden wir auch mehr auch mehr falsch-positive Ergebnisse bekommen.

    2. Zur Forschung am Corona-Impfstoff:
    Wenn es keinen Corona-Impfstoff geben sollte, der mehr Nutzen als Schaden bringt (wer hat eigentlich das zweifelhafte Privileg, Versuchsperson für so einen neuartigen RNA-Impfstoff zu sein?), lasst uns beizeiten Maßnahmen und Wege suchen, die den menschlichen Körper in seiner Lebens- und Abwehrkraft stärken! Bedauerlicherweise sind in den RKI-Hinweisen zu Covid-19 für Ärzte vom 22.7.2020 keinerlei Präventionsmaßnahmen oder -Vorschläge enthalten. Stärken wir unser Immunsystem doch durch eine gesunde Lebensweise mit Bewegung, guter Ernährung, genügend Schlaf etc. und durch Vermeiden von Belastungen durch Luftverschmutzung, Rauchen, Stress, Angst u.a.! Auch auf die Vitaminversorgung sollten wir achten. Das sind vergleichsweise billige Maßnahmen, die Menschenleben und Gesundheit bewahren.

    3. Zu den schweren Krankheitsverläufen
    Wenn es keine Pharmazeutika gibt, die bei einem ernsten Covid-19-Verlauf heilend wirken, dann lasst uns doch mal ohne Scheuklappen neue-alte, kostengünstige und effektive Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin u.a. ausprobieren! Dazu gibt es in anderen Ländern (USA, Indien, China, GB) wie auch hierzulande zuhauf überzeugende Erfahrungen. Eine knappe, nüchterne Einschätzung der Hufelandgesellschaft zum Thema ist hier zu finden:
    https://www.hufelandgesellschaft.de/fileadmin/Dokumente/Positionspapier_der_Hufelandgesellschaft_zu_COVID-19.pdf

    4. Zur Corona-Opposition:
    Seien wir froh, dass die Todes- und Krankheitsrate viel niedriger ist als bei anderen Epidemien wie Cholera oder Malaria! Ansonsten käme kein Mensch auf die Idee, gegen Eindämmungsmaßnahmen zu protestieren. In einer Demokratie bedeutet Minderheitenschutz, auch Minderheitenmeinungen zu beachten und in die Gesellschaft d.h. auch in die öffentlich geschätzte Meinungsvielfalt zu integrieren. Bemühen wir uns im Sinne des Toleranzparadoxons um eine gute Diskussion zwischen diesen verschiedenen Meinungen!

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