Die USA haben Venezuela überfallen und mit einer Mischung aus Militär- und Elitetruppeneinsatz sowie einer geheimdienstlichen Kommandoaktion den venezolanischen Diktator Maduro entführt. Als nächstes könnten Kuba, Nicaragua. Kolumbien, Kanada und das dänische Grönland dran sein.
Die Tragweite dieses Angriffs ist kaum zu überschätzen. Total unverhohlen hat US-Präsident das Recht des Stärkeren an die Spitze der Weltordnung gesetzt, denn wenn sich selbst die USA nicht an Regeln halten, müssen es andere Staaten wohl auch nicht. Vor diesem Hintergrund erscheint die trumpsche Bewunderung für den russischen Autokraten Wladimir Putin nichts als konsequent, denn Putin verfolgt schon seit Jahren eine Politik der imperialen Stärke, mit der er sich allerdings nicht immer vollständig durchsetzen konnte – siehe Ukraine-Krieg.
Welche Folgen der Coup in Venezuela haben wird, das muss sich erst noch zeigen. Machthaber Maduro wurde nach US-amerikanischen Aussagen auf der Basis eines Haftbefehls wegen „Drogenterrorismus“ gefangengenommen. Es wird spannend zu erleben, wie ein Staatsoberhaupt, das nach geltender Ordnung Immunität genießt, strafrechtlich belangt werden kann – auf welcher rechtlichen Basis? Nach US-Recht? Maduro ist kein Dummkopf. Er wird die Bühne nutzen, die ihm ein solcher Prozess bieten wird – jedenfalls wenn dieser Prozess nach rechtsstaatlichen Prinzipien geführt wird. Maduro wird die Chance nutzen und das völkerrechtswidrige Vorgehen der USA anprangern. Das heißt: Mit diesem Tag ist die Auseinandersetzung zwischen den USA und Venezuela keineswegs beendet. Sie tritt lediglich in eine neue Phase.
Für Venezuela bedeutet das alles eine ungewisse Zukunft. Trump hat angekündigt, dass die USA das Land übergangsweise regieren wollen, doch seine Kommandoaktion hat das venezolanische System nur angekratzt, nicht zerstört. Falls Trump lediglich ein Zeichen setzen wollte, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob die venezolanische Führung, die überwiegend die alte Führung geblieben ist, sich einschüchtern lässt. An der Tatsache, dass die USA das arme Venezuela wirtschaftlich strangulieren können, z.B. durch eine Seeblockade, wird diese neue alte Führung jedoch kaum vorbeikommen.
Wollte Trump ein Zeichen setzen? Lediglich vor dem Hintergrund der geostrategischen Monroe-Doktrin, die Trump sich angeeignet hat, oder global gesehen? Zielt das Zeichen auf Lateinamerika, das die USA, dieser Doktrin folgend, nun wieder verstärkt als ihren angestammten „Hinterhof“ betrachten wird, so wie Russland die ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken als „nahes Ausland“ und damit als Teil seiner angestammten Machtsphäre betrachtet? Oder zielt Trump auch auf andere Kontrahenten, etwa solche, die zurzeit noch sogar seine Verbündeten sind? Siehe seine Forderung nach Aneignung Grönlands, das dänisches Staatsgebiet ist, also zu einem Nato-Partner der USA gehört. Panama, Kanada – wo hören Trumps Expansionsgelüste auf?
Uns stehen unruhige Zeiten bevor. Auch nach den Midterm-Wahlen im Herbst dieses Jahres wird es nicht besser werden, auch dann nicht, wenn Trump eine Niederlage kassieren sollte (was durchaus im Bereich des Möglichen liegt). Er wird sich einfach nicht dran halten. Das hat er auch mit seiner Venezuela-Aktion gezeigt. Die USA haben Venezuela nicht den Krieg erklärt, das Land aber kriegerisch angegriffen. Derartige Schritte müssen nach der US-Verfassung vom US-Kongress beschlossen werden. Trump ist das egal, er macht es einfach. Irgendeine Ausrede findet sich immer.
Was bedeutet das für Europa und für Deutschland? Es scheint, als hätten die Europäer nun langsam begriffen, dass man Trump nicht sonderlich beeindruckt, wenn man sich bei ihm einzuschleimen versucht. Genau das erwartet er nämlich: Wenn jemand was von ihm will, soll dieser Jemand in angemessen devoter Haltung gekrochen kommen. Doch die Europäer haben jetzt – nach anfänglichem Zögern – ein klares Signal in einfacher Sprache nach Washington geschickt: Über Grönland entscheiden allein Grönland und Dänemark. Mal sehen, wie Trump darauf reagiert.
Die Macht bin ich!
Er überfällt ein souveränes Land. Entführt dessen Präsidenten und seine Frau. Lässt ihn in sein Land bringen, um ihn dort vor Gericht zu stellen. Setzt sein Land als „Übergangsregierung“ ein. Ignoriert die regelbasierte Weltordnung, lacht über das Völkerrecht und seine eigene Jurisdiktion und Legislative, kehrt zurück in die Zeiten des Kolonialismus. Denn das überfallene Land verfügt über die weltgrößten Ölvorkommen, über die sein Land verfügen soll. Stören da ein paar Opfer? Ihn sicher nicht. Denn für ihn gilt: Die Macht bin ich.
Historie? Nein 2026. Er heißt Donald Trump und ist Präsident der USA. Das überfallene Land ist Venezuela. Der entführte Präsident heißt Maduro. Wer nun denkt, die Vertreter der freien Welt – insbesondere Europas – protestieren energisch und lautstark geht fehl. Sie räuspern sich nur. Kanzler Merz etwa nennt die Einordnung der rechtlichen Lage „komplex“. Die EU mahnt Deeskalation an. Mehr nicht. Aber wer wird schon den kritisieren, dem sie devot huldigen und von dessen Gunst sie – in Sachen Wirtschaft, Sicherheit, Digitalisierung, Rohstoffen … – so abhängig sind, wie sie es mit Blick auf Russland nie waren.
Die Männer und Frauen an der Spitze dieser freien Welt sollen mir nichts mehr von gemeinsamer regel- und wertebasierter Ordnung und deren Verteidigung erzählen. Das ist – wenn nicht gelogen – dann auf jeden Fall geheuchelt.
In der FR lese ich von einem „illegalen Coup“ und die klare Aussage „Die USA brechen mit ihrer Intervention in Venezuela Völkerrecht.“ So denke ich auch, Ja – der venezolanische Ex-Präsident ist kein Chorknabe. War ein autoritärer Herrscher. Passte POTUS Trump nicht. Man muss ihm wohl keine Träne nachweinen. Aber rechtfertigt das Völkerrechtsbruch und – ein bisschen tiefer gehängt – den Rechtsbruch, den Entführung doch darstellt?
Sicher heißt dieses Delikt in geopolitischen Zusammenhängen eh anders und ist nicht justiziabel, weil, ja weil die Einordnung der juristische Lage komplex ist. In Moskau wird man sich bestätigt fühlen. In Peking vielleicht tollkühner werden. Es zählt wieder die Macht des Stärkeren, das hat die Welt jetzt gelernt. Die regelbasierte Ordnung ist Makulatur, das auch. In Ländern und Regionen, die POTUS Trump nicht mag oder die er annektieren will, sollte man jetzt mit dem Schlimmsten rechnen und sich wappnen. Irgendeinen Grund wird er finden, um seinen Willen mit der Macht des Stärkeren durchzusetzen.
Bertram Münzer, Gütersloh
Trump hat Xi ein Geschenk gemacht
Der Einschätzung etwa des Princeton-Historikers Herold James gegenüber dem „Handelsblatt“, auch für Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping sei das Signal klar: „grünes Licht für die Eroberung Taiwans“, kann ich nur zustimmen. Durch den Venezuela-Coup mit dem endgültigen Übergang von US-amerikanischer Doppelmoral zu blankem Zynismus könnte Donald Trump tatsächlich das Todesurteil über das noch demokratische Taiwan gefällt haben. In den im Hinblick auf unliebsame Inhalte gnadenlos zensierten chinesischen Social Media wird die US-Aktion unbeanstandet als Vorbild für das Vorgehen Chinas gegen Taiwan gefeiert. Illusionslos könnte man gar einräumen, dass Xi ziemlich blöd wäre, würde er Donald Trumps Geschenk zum neuen Jahr verschmähen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Schließlich ist Trumps Vorgehen für Chinas Machthaber eine Blaupause für eigene Machtansprüche, Interventionspläne.
Siegfried Kowallek, Neuwied
Niemand kann der US-Regierung trauen
Kanzler Merz sagt, die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes in Venezuela sei „komplex“. Dabei ist die Sache ganz einfach. Dieser Umsturzversuch und das Kidnapping von Maduro ist ein klarer Bruch des Völkerrechts. Und Herr Merz bringt es nicht fertig, eine klare Verurteilung auszusprechen, sondern deckt diesen Bruch indirekt. Das ist eines Bundeskanzlers unwürdig. Das Ganze ist ein Signal an die Welt: Dies ist das Ende der regelbasierten Ordnung. Der US-Regierung kann unter keinen Umständen getraut werden. Und all den westlichen Regierungen, die hier passiv zuschauen und nicht „halt!“ rufen, geht jegliche moralische Autorität verloren.
Hans-Peter Piepho, Ostfildern
Recht und Ordnung für Exxon und Co
Hätte Putin reagiert wie Trump, wäre uns viel erspart geblieben! Einfach mal kurz mit Hilfe des KGB in die Ukraine, den dort gewählten Präsidenten kidnappen und in Russland inhaftieren. Also einfach mal kurz für Recht und Ordnung für Exxon und Konsorten sorgen und darauf hoffen, dass alle stillhalten. Das ist die erfolgversprechendere Methode, die Demokratie und das Völkerrecht zu schleifen. Stattdessen führt dieser Vollhorst einen konventionellen Krieg, um seinen Hinterhof sauber zu halten, und gibt dadurch deren Staatsterroristen die Möglichkeit, unsere Gasversorgung in die Luft zu jagen und durch 500 Milliarden Euro “Rüstungssondervermögen“ unseren Sozialstaat zu schleifen. Meine einzige Befürchtung ist, dass gar nicht so viel Speichel zum Lecken vorhanden ist, um Trump zufrieden zu stellen.
Friedhilde Scholl, Frankfurt
Lieblose Grüße aus New Moskau
Volker der Welt, / hört die Signale: / Schert und fügt Euch, / sonst gibt es Prügel! Mit unfreundlichen Grüßen aus New Moskau, Euer Trumputin.
Herbert van Hüllen, Neuss
Wir wählen unsere Regierung selbst
Müssen wir demnächst eine US-Invasion fürchten, weil wir keine AfD-Regierung haben wollen?
Bundeskanzler Friedrich Merz kann sich angesichts des Coups von Donald Trump in Venezuela nicht zu einer eindeutigen Verurteilung hinsichtlich der Völkerrechtsverletzung der USA durchringen. Mit Sicherheit ist die Tatsache, dass Nicolas Maduro nicht mehr im Amt ist, kein Verlust für die Menschen in Venezuela, aber der völkerrechtswidrige Coup kann in einer wertebasierten Ordnung auf keinen Fall akzeptiert werden. Zeigt er doch einmal erneut, dass sich Donald Trump um Regeln, die im Völkerrecht Gültigkeit haben, nicht kümmert. Zu befürchten ist, dass es nicht lange dauern wird, bis etwa Wladimir Putin in Bezug auf die Ukraine ähnliche Schachzüge oder Entführungsszenarien planen könnte. Ähnliches gilt auch für den chinesischen Machthaber Xi
Jinping. Sollte die Handlungsweise Donald Trumps Schule machen, wird in den internationalen Beziehungen das Recht des Stärkeren zur Regel werden. Die Demokraten in den USA und andere oppositionelle Kräfte sollten in der Tat wegen der schwerwiegenden Konsequenzen, die Trumps Aktivitäten hervorrufen, auch gegen Donald Trump ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Die Welt ist durch die Aktion jedenfalls wieder ein Stück unsicherer geworden und die US-Bürgerinnen und -Bürger sollten sich, wenn sie die ursprünglichen Werte der USA noch verinnerlicht haben, spätestens bei den Midterms Anfang November klar auf die Seite der Opposition stellen. Leider weiss man nicht, zu was Trump darüber hinaus noch fähig sein wird.
zu @ Manfred Kirsch
Und sie glauben wirklich man könnte Trump noch des Amtes entheben? Zumal es dafür keine Mehrheit im Parlament geben würde derzeit. Sollte es diese Mehrheit geben wird sie damit aber auch sicher nicht durchkommen. Trump bleibt uns erhalten wie Putin und Xi auch. Was diese Leute mit der Welt veranstalten ist etwas über das ich lieber nicht nachdenke
Putin nimmt sich was er will, Trump nimmt sich was er will, warum zögert Xi noch?
Der minimalinvasive Eingriff von Donald Trump in Venezuela muss im Vergleich zu der von Vladimir Putins blutiger Operation in der Ukraine als humanitäre Handlung eingestuft werden. Zur Sicherung der Rohstoffe pickt man den Staatschef aus dem System und übernimmt die gesamte – einigermaßen intakte – Infrastruktur statt alles nieder zu walzen, um an die Rohstoffe zu kommen. In Grönland dürfte dies noch einfacher werden. Einfach zwei Flugzeugträger vor der Küste platzieren, in Nuuk eine Mc Donalds Filiale eröffnen, an der Ostküste ein paar Raketenabschussstellungen Richtung Russland montieren (womit man die Europäer mundtot macht) und die Flaggen austauschen.
Nun ist es für jeden offensichtlich: Die USA wurden von Terroristen, kriminellen Clans und Wirtschaftskriminellen gekapert. Timothy Snyder analysiert: Sie wollen den schnellen Weg zum Faschismus. Jetzt muss Europa verstärkt und stringent einen eigenen demokratischen Weg gehen und verteidigen. Dies auch gegen rechte, populistische und autokratische Partner und Parteien in der eigenen Gemeinschaft.
Macht sich die Bundesregierung mit ihrem „komplex-Gerede“ schon zu einer heuchelnden Witzfigur, so steigert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, der Aachener CDU MdB Armin Laschet das mit seiner auf X getätigten Äußerung „die Welt wird sicherer“ geradezu zur peinlichen Ungeheuerlichkeit. Man muss Herrn Maduro und seine Regierung nicht sympathisch finden, um eindeutig festzustellen, dass dieser Piratenakt mit über 80 Ermordeten das Völkerrecht mit Füßen tritt! Ob frühere US-Regierungen z.B. im Irak und Libyen oder Putin in der Ukraine: Jeder Bruch der UN-Charta öffnet der Willkür und dem Recht des Stärkeren nur noch weiter Tür & Tor. Wie „sicher“ dadurch die Welt geworden ist, machen schon die weiteren Ansprüche des US-Mafiabosses klar: Kolumbien, Cuba, Mexiko, Grönland. Wo soll das hinführen, wenn nicht in eine Welt voll Terror, Mord & Totschlag? Wer jetzt noch von „Wertegemeinschaft“ schwafelt, hat den Verstand verloren.
Ist Großmachtpolitik durch die US-Entführung Maduros noch brutaler geworden? Oder handelt es sich lediglich um das Abstreifen bisher gängiger Heuchelei?
Ist diese verrohte Moral- und Rechtlosigkeit der US-Politik Zeichen ihres Niedergangs als Weltmacht – oder Ausdruck der Stärke, keinerlei Rücksicht mehr nehmen zu müssen?
Ist diese US – Politik nun Anlass für Russland und China, ihrerseits nachzuziehen – oder markiert sie einen Wendepunkt hin zu einer multilateralen Welt, in der gewisse Rücksichtnahmen wieder einkehren?
Entspringt die Bewertung des Vorgangs durch den Kanzler als „komplex“ nur der Furcht vor US-Sanktionen – oder ist es schon stillschweigende Kumpanei?
Eines ist sicher. Wie sonst auch im Korsett der Konkurrenz zwischen Mächten um Einflusszonen geht es nicht um das Wohl der Menschen, sondern um deren Schaden.
@hans
Ich habe lange nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass, von der jetzigen Situation ausgehend, ein Impeachment gegen Donald Trump die einzige Lösung wäre, um dem Despoten seine Grenzen aufzuzeigen und die Welt vor einer noch grösseren Katastrophe zu bewahren. Ich räume ein, dass eine Amtsenthebung sehr schwierig werden könnte, aber alles andere wäre Resignation ohne Perspektive. Auch ich habe Zweifel, was die Realisierbarkeit eines derartigen Vorgehens anbetrifft. Aber Demokratinnen und Demokraten in aller Welt sollten sich diesen Traum erhalten, denn er ist ein Funken Hoffnung.
Ich habe einen kleinen Nachtrag zu meinem gestrigen Leserbrief:
Da hat Maduro ja richtig Glück gehabt, dass er nicht gleich samt Ehefrau erschossen wurde. Die US-Regierungen haben ja beste Erfahrungen beim gezielten Morden von missliebigen Menschen!
Völker der Welt: wehrt Euch.
Ich will hier niemanden verteidigen und das Vorgehen der USA gegen Venezuela schon einmal überhaupt nicht. Aber Maduro war ein Verbündeter Putins und nach Assad hat nun Putin den nächsten Verbündeten mit Venezuela verloren. Auch der Iran ist am wanken im Moment sind große Proteste im Land. Eine Sache wäre die Niederschlagung der Proteste gegen das iranische Regime durch die exekutive Gewalt oder verliert womöglich Putin den nächsten Verbündeten ? Schließlich beliefert der Iran Russland in seinem Überfall auf die Ukraine mit Shaheed Drohnen und weiterem Kriegsmaterial. Über diese Entwicklungen wird sich der Kreml nicht freuen, pflegt man doch Partnerschaften mit den übelsten Diktaturen der Welt. Ich meine bei aller Empörung über das Vorgehen der USA in Venezuela da es dort eine Diktatur war oder ist. Wieso sollte sonst der diesjährige Friedensnobelpreis an die Oppositionsführerin Machado gegangen sein ?
Da überfällt der US-Präsident ein Land, entführt den Präsidenten, und dem deutschen Bundeskanzler Merz, der, wenn es um Menschen am Rande des Gesellschaft geht, um harte Worte nicht verlegen ist, schweigt und taucht weg. Nach einer halben Woche stellt er fest, dass die Einordnung „komplex“ sei. Wann merkt er – und andere – endlich, dass es nicht darum geht, Trump durch nette Worte und Golf-Spielereien bei Laune zu halten? Trump versteht nur klare Ansagen! Für das „wirtschaftsstärkste“ Land Europas und deren Regierung ist die Haltung von Merz zu diesem klaren Völkerrechtsbruch erbärmlich und beschämend. Eine solche Haltung bestärkt Trump, mit seiner Eroberungsdrohungen gegen Kanada, Grönland Kolumbien, Kuba fortzufahren. Von Deutschland und Europa ist eine klare Haltung erforderlich.
Sehr geehrter Herr Wadephul, denken Sie doch mal, nach den letzten Eskapden der Trump-Administration, über einen Boykott von amerikanischen Unternehmen, Dienstleistungen und Personen nach. Das ist sicherlich nicht zu komplex!
Die Operation Absolute Resolve stellt ein nahezu lehrbuchhaftes Beispiel für militärische Leistungsfähigkeit und operative Exzellenz der Vereinigten Staaten dar. Von der Planung bis zur Durchführung wurde ein Maß an Entschlossenheit und strategischer Dominanz demonstriert, das keinen Raum für Zweifel lässt.
Als Europäer wünsche ich mir, dass die europäischen Staaten aus dieser Demonstration endlich klare Lehren ziehen. Zu lange ist Russland mit Zögern, Zurückhaltung und rhetorischer Vorsicht begegnet worden, statt mit entschlossener Klarheit. Es ist an der Zeit, dass Europa glaubwürdig Paroli bietet.
Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew beleidigt seit Jahren öffentlich NATO-Staaten in zunehmend derbem und offen verächtlichem Ton. Diese Rhetorik ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Musters: anhaltende Cyberangriffe, Raketenangriffe, die sich inzwischen über beinahe vier Jahre erstrecken, sowie wiederholte militärische Aktionen in unmittelbarer Nähe der NATO-Grenzen. Dabei handelt es sich nicht um isolierte Vorfälle, sondern um eine systematische Störung von Frieden und Stabilität auf dem europäischen Kontinent. Das Russland Wladimir Putins hat dies unmissverständlich deutlich gemacht.
Abschreckung wirkt nur dann, wenn sie glaubwürdig ist. Absolute Resolve hat gezeigt, wie Glaubwürdigkeit aussieht. Europa sollte dies zur Kenntnis nehmen.
Wenn Klaus Ehringfeld in seinem Artikel von „Festnahme“ oder „Gefangennahme“ spricht, übernimmt er bedauerlicherweise einen euphemistischen und verharmlosenden Sprachgebrauch. Eine Gefangennahme bezeichnet – laut Duden – das Entwaffnen und Festsetzen von Soldaten und Soldatinnen im Krieg. Eine Festnahme wiederum ist das Festhalten von Personen auf Grundlage zivil- oder strafprozesslicher Bestimmungen.
Richtig wäre es, von Entführung zu sprechen: ein krimineller Akt, bei dem eine Person unter kriminellem Zwang an einen unfreiwilligen Aufenthaltsort verschleppt bzw. festgehalten wird.
Insbesondere in „meiner“ FR erwarte ich eine journalistische Sprache, die die Geschehnisse, Verhältnisse und Dinge klar benennt. Dazu gehört auch die Erwähnung der zahlreichen zivilen Opfer dieses Überfalls.
Christian Fahrenbach überprüfte vier Optionen, die Trump in Bezug auf Grönland habe. Neben diesen von ihm „gefährlich“ genannten gibt es noch eine fünfte. Sie ist so selbstverständlich, dass ich sie Null-Option nenne. Wenn die Bedrohungslage in der Arktis rund um Grönland zutreffend ist, und wenn Dänemark zu schwach ist, ihr allein wirksam zu begegnen, ist das ein Beistandsfall für die Nato, den Nordatlantik-Pakt. In Abstimmung mit den Verbündeten und sicher auch mit ihrer Beteiligung würden die USA ihr aufgegebenen Stützpunkte wieder einrichten und mit ihren Operationen die eigene nationale Sicherheit und die Grönlands, also Dänemarks, sowie der anderen Nordatlantikstaaten gewährleisten. Dass die Trump-Truppe stattdessen vertragswidrig Grönland in ihren Besitz bringen will, ist völkerrechtlich ein Fall für die Vereinten Nationen, vertragsrechtlich ein Fall für den NATO-Rat. Der sollte schnellstens einberufen werden und Trump selbstbewusst entgegentreten, statt ihn wie bisher unterwürfig anzuschleimen. „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“, ist eine übertragbare Gewerkschaftsdevise.
Im Iran herrscht derzeit große Unruhe. Das Land ist ein enger Verbündeter Russlands, das die Ukraine mit einem brutalen Angriffskrieg überzieht und zugleich den Westen offen bedroht. Iranische Drohnen und weiteres Kriegsmaterial unterstützen diesen Krieg. In dieser Logik gilt: Was Russland schwächt, nützt der Ukraine. Ein Sturz des iranischen Regimes wäre deshalb geopolitisch schlecht für Russland – und gut für die Ukraine.
Doch diese Rechnung ist gefährlich einfach. und hier kommen die USA ins Spiel. Innenpolitisch rückwärtsgewandt, außenpolitisch zunehmend neo-imperial, wäre ein Eingreifen unter Donald Trump hochproblematisch.
Trump spekuliert offen nicht nur auf den Friedensnobelpreis, sondern auch auf eine dritte Amtszeit. Ein erfolgreicher Regimewechsel im Iran wäre für ihn ein politischer Triumph und würde seine MAGA-Bewegung massiv stärken. Ein solcher Erfolg ist ihm nicht zu gönnen – zu groß wäre die Gefahr, dass autoritäre Machtpolitik dadurch legitimiert wird.
So bleibt ein bitteres Dilemma: Ein Regimewechsel im Iran wäre strategisch gut für die Ukraine und schlecht für Russland. Doch unter einem Präsidenten Trump wäre er zugleich ein gefährlicher Katalysator für autoritäre Politik im Westen. Zwischen diesen Polen zeigt sich, wie sehr die verschiedenen Interessen heute demokratische Prinzipien zu verdrängen drohen.
Was geschieht nach den eindeutig völkerrechtswidrigen Überfällen Trumps in Venezuela? Verurteilen die westlichen Länder diese nicht klar und unmissverständlich, wird die Gefahr steigen, dass dieses Gangstertum der Einverleibung von Schwächeren weltweit Schule macht. Sieht so zukünftig unsere „regelbasierte Weltordnung“ aus? Der Stärkere pfeift auf das Völkerrecht und droht anderen rohstoffreichen Ländern mit Überfällen? Nicht nur für uns sondern für fast alle 8 Milliarden Menschen unserer Welt sicher keine positive Zukunftsperspektive.
Sollen Raubrittertum und das steinzeitliche Faustrecht zur künftigen Richtschnur werden, mit der wir unsere Kinder und Enkel wieder freiwillig zum Wehrdienst animieren?
Jetzt mach ich’s mal ganz einfach, nur für Dich, goldiger Ölprinz Donald. Alle Firmen aus Deinem Ausland, die in Deinem Land investiert und Arbeitsplätze und Managergehälter und Know How geschaffen haben, Pläne, Patente, Maschinen, die in Deinem „Land oft the free“ investiert worden sind und von Deinen Arbeitern für Dich und Deine Kumpels in Gold verwandelt und von Deinen „Dealmakern“ abgezockt werden: warum schmeißt Du die eigentlich nicht einfach raus und nimmst Dir was Du brauchst, wie Du es nun mit Venezuela gemacht hast und demnächst mit Grönland vorhast ? Und „Rausschmeißen“ bezieht sich ja nicht auf die Hardware sondern nur auf die Rechte in irgendwelchen blöden Verträgen, Du weißt schon: „Meine Freiheit ist nicht deine Freiheit, dein Eigentum ist Diebstahl, Meines ist es nicht … „ oder so.
Also komm schon: hol Dir, was Dir gehört, wenn’s sein muss um „High Noon“ mit dem „Peacemaker“ in Deiner ganz Rechten Lederfaust. Dafür kriegst Du auch den Nobelpreis.
Du weißt doch, Sweet Goldie Face, König Midas hat alles zu Gold gemacht was er mit seiner Hand berührte. Aus Dreck Gold machen, so soll es sein, so wird es sein. Und umgekehrt, also in reverse, wie im Song der Hollies von 1967, dürfte Dir auch nicht schwer fallen. Wie man an Deinem KI-Video erkennen kann, in dem Du Gold-bekrönt über den Menschen Scheißeladungen aus Deinem Jet entleerst – …
Doch Obacht: ein ganz in Gold getunkter Körper stirbt als Goldfinger, wie im Bond-Film. Dieses Schicksal solltest Du Melania ersparen.
Und Du? Die Vorsehung hat mit Dir nicht mehr viele Jahre in petto. Der GröFaZ – so nannte man den Führer lange vor Dir als GröDaZ (Größter Dealmaker aller Zeiten) – hat nur 56 Jahre geschafft. Solltest Du bei ihm abkupfern wollen – bedenke: Kupferdämpfe sind kein Gold.
Doch zum Anfang: schmeiß sie raus, die faulen Abstauber, die Dir nicht den Hintern küssen können obwohl sie wollen, schnapp Dir die Kallstadter Weingüter, die Dir ja auch irgendwie gehören und mach Trumps „Goldene-Weindrops“ daraus gegen den Kopfschmerz den Du mit Amitabletten aus Irland, das ja eigentlich auch Dir gehört, bombardieren kannst. Die vielen Iren in Boston und sonst wo in Deinem Land wollen doch auch mal wieder zurück in die Heimat und den Kennedyparc und -Memorial in Galway in Trumpsquare umbenennen… Und, Donald, verzeih wenn ich das so kompliziert sage, schütze das Eigentum der Expropriateure wie Dich, die die Expropriateure exproprieren wollen … das sind doch alles Kommunisten. Frag mal die Oligarchen.
Wie ist es möglich, dass ein lügender Straftäter als US Präsident die funktionierend amerikanische Demokratie im Geschwindschritt in einen ihm hörigen Polizeistaat umwandelt – getrieben von der Gier sich, seinem Clan und der Oligarchenmeschpoke weiteren Gewinn zu verschaffen( zum exempel venezolanisches Öl, grönländische Bodenschätze ) . Entschiedener Widerstand des demokratischnen (laut Trump linksradikal-kommunistischen )Teils der amerikanischen Gesellschaft: Fehlanzeige. In seiner narzisstischen Nabelschau verblödet er sich nicht, sich selbst als Genie zu bezeichnen, das Kennedy Center mit seinem Namen zu verunzieren, der Marine Schiffe der „ Trump „ Klasse in Aussicht zu stellen, etc. Statt nun diesem Gauner glaubhaft und geschlossen entgegenzutreten, kommentiert die Europäische Gemeinschaft jede neue Unverschämtheit dieses Weltzerstörers mit unterwürfigem, gemurmeltem relativierendem Gesäusel. Einfach ekelhaft.
Während die USA mit Starlink-Satelliten von Elon Musk zumindest technische Mittel zur Umgehung der Zensur im Iran besitzen, fehlt Europa vergleichbare Infrastruktur und Einfluss.
Europa bleibt damit weitgehend Zuschauer. Es kann appellieren, mahnen, Sanktionen verhängen – aber es gestaltet nicht. Die entscheidenden Hebel liegen derzeit in Washington, nicht in Brüssel. Das ist ein strategisches Defizit, das sich nicht nur im Iran zeigt, sondern generell in Krisen mit autoritären Staaten. Wenn Europa ernsthaft eine eigenständige geopolitische Rolle spielen will, reicht moralische Empörung nicht aus. Ohne technologische, kommunikative und sicherheitspolitische Instrumente bleibt der Kontinent zum Zuschauen verdammt – auch dann, wenn wie im Iran viel auf dem Spiel steht.
Von vielen Analysen des „Trumpismus“ oder der MAGA-Bewegung hat mich jetzt am meisten Richard Sennett überzeugt mit seiner These: In den USA unterwegs ist nicht Faschismus, sondern ein neuartiger Autoritarismus: viel Zerstörung von oben, aber kaum institutioneller Auf- oder Umbau. Nicht totale Kontrolle, sondern unverschämte Gleichgültigkeit gegenüber den Massen. Mit anderen Worten: herrschen und raffen im Hier und jetzt, nach uns die Sintflut. Wer uns gewählt hat, schert uns nicht.
Und wer oder was ist Europa? Der Stier will die entführte Dame wohl am liebsten entsorgen, aber weder Russland noch China zum Fraß vorwerfen. Ja was denn? Dazu gibt John Bolton der Dame guten Rat: Durchhalten!
Folgt man dem Vorgehen der alt-neuen Supermächte, so sollten wir Europäer uns unsere ehemaligen afrikanischen Kolonien „zurückholen“. Was dagegen spricht, ist nur, dass Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis zueinander stehen (was schon Bismarck wusste), und dass wir Europäer uns im Gegensatz zu Amerikanern, Russen und Chinesen seit dem Zweiten Weltkrieg moralisch und ethisch weiterentwickelt haben.
Die Politik der US-Administration unter Donald Trump wirkt nicht nur rückwärtsgewandt, sondern wie ein Schritt zurück ins Mittelalter. Wissenschaft, medizinischer Fortschritt und rationale Erkenntnisse werden ideologisch bekämpft, Masken oder Impfungen diffamiert und Fakten durch Glaubenssätze ersetzt. Dass ausgerechnet Robert F. Kennedy Jr., Neffe und Sohn ermordeter demokratischer Ikonen, heute als Gesundheitsminister wissenschaftsfeindliche Positionen vertritt, ist eine historische Ironie.
Besonders alarmierend ist die wachsende Bildungsfeindlichkeit. In den Vereinigten Staaten werden zunehmend Bücher aus Schulbibliotheken und Lehrplänen entfernt – selbst klassische Werke der Philosophie geraten unter ideologischen Verdacht.
Auch der pauschale Hass auf alles, was als „Sozialismus“ etikettiert wird, erinnert eher an Glaubenskriege als an politische Debatten. Wer heute per Dekret regiert, Aufklärung diskreditiert und Wissenschaft bekämpft, führt nicht in die Zukunft, sondern in die Dunkelheit des Mittelalters – und nähert sich damit autoritären Regimen an, wie man sie heute etwa im Iran beobachten kann.
Hallo Bronski, was jetzt kommt müsste ihnen als Science fiction Autor gefallen. Um zu verstehen wie Trump und Musk funktionieren muss man die Bücher vor Robert A.Heinlein lesen. Hier wird die Philosophie deutlich, die die beiden. und ihr Umfeld ticken lassen. Es geht dabei um Zukunftswelten und die Art und Weise, wie Menschen zusammen leben sollten und ihre politischen Strukturen. Ich kam darauf durch das Wort „grok“, das Musk in seinem „X“ genannten Medien Unternehmen benutzt im Sinne von“ Verstehen“. Dieses Wort benutzte ein Marsianer in einem Buch von Heinlein. Das Verhalten von Trump und Musk nach der Amtsübernahme entspricht genau der Denke diese Science Fiction Autors. Es gibt verschiedene andere Wörter und Redensarten. wie TANSTAAFL (es gibt nichts für umsonst) die das Tun dieser beiden Herren beschreibt. Um also das Tun Trumps und Musks zu verstehen muss man die Bücher Heinleins zu rate ziehen. Es erklärt jedenfalls die Zerschlagung aller Behörden und Institute und die anscheinend irren Aussagen Trumps. Es ist noch trauriger, es sind noch nicht einmal seine eigenen Ideen. Es gibt reichlich Stoff auf Wikipaedia und Google. Ein Science Fiction Autor liefert die Denkmuster für die Mächtigen und. Reichen dieser Welt, ist das irre ? Herr Heinlein (19o7 -1988) jedenfalls hatte ziemlich genaue Vorstellungen einer Welt die ohne Religion and Demokratie auskam und nur Verachtung für die Welt der Schwachen. Für ihn gab es nur Stärke. Ich sehe da Herrn Musk. vor mir als er Reklame für Frau Weidel machte mit seinem eingesprungenen Hitlergruß. Das ist Heinlein pur.Zusammengefasst: Es ist noch schlimmer als gedacht, nicht nur Trump, auch Elon Musk mit seinen Weltraum Spielchen sollte man genau im Auge haben, wenn das überhaupt möglich ist, hat er doch die Raumfahrtpläne der USA fest in der Hand. Ein Privatmann leitet das Raumfahrtprogramm der USA, eigentlich unglaublich. So irre sich das hier alles anhört, mir scheint es durchaus plausibel, wenn man die Aktionen Trumps und Musks betrachtet.
@ Jürgen H. Winter
Die Kritik an Heinlein ist ebenso gerechtfertigt wie alt. In der Science Fiction ist schon früh darauf reagiert worden, und diese Antworten waren wegweisend. Nehmen Sie die populären Star-Trek-Serien. Die Besatzung der „Enterprise“ war bereits in den 1960er Jahren verhältnismäßig woke. In der 80ern hat sich das noch gesteigert, und die Themen, die in der 80er-Serie „The Next Generation“ verhandelt wurden, waren stark am Rechtekanon der UN-Charta der Menschenrechte orientiert (natürlich weiterentwickelt im Hinblick auf andere Spezies), also „westliche Werte“ in bester Manier. Heinleins Einfluss wird in dieser Hinsicht m.E. überschätzt. Tatsächlich pflegte er einen Libertarismus, den man als faschistoid einordnen kann, aber dabei wird oft die Tatsache nicht berücksichtigt, dass die US-Gesellschaft tendenziell Aufsteiger und Macher idealisiert und Reichtum als persönliches Verdienst einordnet, das mehr ist als das Ergebnis von Arbeit. Darum auch die Missachtung in den USA für einen starken Staat und soziale Gerechtigkeit in dem Sinn, dass Reichtum durch staatliches Eingreifen gerechter verteilt wird. In den USA ist stattdessen Philanthropie weit verbreitet. Das ist uns eher fremd, aber es ist nicht per se faschistoid. Dazu hat Arte vor ein paar Wochen einen sehenswerten Doku-Dreiteiler namens „Kapitalismis made in USA – Reichtum als Kult„. Sehr sehenswert. Kann man sich immer noch in der Mediathek ansehen (s. Link).
Heinlein ist übrigens auch längst angemessen parodiert worden. Der Film „Starship Troopers“ von Regisseur Paul Verhoeven, der auf Heinlein beruht, hatte wahrscheinlich ein größeres Publikum als Heinleins Romane. Er ist vielfach als Verherrlichung faschistoider Denkweise missverstanden worden, doch er nimmt sie im Gegenteil aufs Korn.
Ich würde Elon Musk übrigens nicht als Leiter des US-Raumfahrtprogramms bezeichnen. Dieser Status gebührt dem NASA-Direktor Jared Isaacman. Die NASA ist immer noch aus eigener Kraft in der Lage, die meisten Aufgaben des Raumfahrtprogramms zu stemmen. Sie hat z.B. das SLS (Space Launch System), eine Schwerlastrakete, die auch bemenschte Flüge hinkriegt. Musk wird im US-Raumfahrtprogramm derzeit vor allem für den Verkehr zur ISS gebraucht. Nachdem die Russen als Dienstleister weggefallen sind, ist Musk mit seinem Unternehmen SpaceX in diese Lücke vorgestoßen. Sicher verspricht er sich von guten Beziehungen zur US-Regierung und zu Trump mehr als nur ein Bein in der Tür zum Raumfahrtprogramm, aber es gibt noch andere Wettbewerber.
Hallo Bronski,
Vielen Dank für ihre Stellungnahme zum Thema Heinlein. Als früherer Leser von SF Literatur kam mir das Verhalten von Trump und vor allem Musk irgendwie bekannt vor. Leider habe ich die meisten Bücher Heinleins nicht mehr, sie sind den Säuberungen im Bücherschrank(Platz) zum Opfer gefallen. Nur „The Moon is a harsh Mistress“ 1966 fand sich noch in einer versteckten Ecke und ich suche jetzt nach der vollen Redewendung von Tanstaafl“.So weit meine Erinnerung reicht hat H. ja auch eine ganz bestimmte Form des menschlichen Zusammenlebens beschrieben, das eher an das Stammesleben in der Steinzeit erinnert, als noch von Kind und Kegel gesprochen wurde und es die Monogamie noch gar nicht gab. Trump/Musk scheinen dem ja auch nachzueifern, wenn man die Reden Trumps bedenkt. Im übrigen hoffe ich, dass ihre Meinung zur Position Musks zur Raumfahrt als nicht so bedeutend eingeschätzt wird sich als zutreffend erweist denn wenn man aus meiner Froschperspektive sieht, wie -zig Satelliten in Ketten am Himmel erscheinen ohne dass man eine Erklärung bekommt, was das Ganze soll so find ich das doch sehr bedenklich. Was er da treibt unterliegt ja anscheinend keiner Kontrolle. Ansonsten sind in Trumps Rede zum Thema Windkraft in dem er die Chinesen erwähnt, die die Turbinen nur bauen um sie zu verkaufen an die Dummköpfe die sie auch aufstellen – was soll man da noch sagen. Die völlige Ablehnung der Klimaerwärmung mit allen Folgen – sein Mar-a-lago wird ja wohl ein Opfer des Weltmeeres werden- das Ignorieren wissenschaftlicher Fakten wenn sie ihm nicht gefallen – man kann es doch nur als krankhaft bezeichnen. Und das in einem solchen Amt. Mir läuft es dabei kalt den Rücken hinunter. Also nochmal, vielen Dank für ihre Antwort.