Michael Hoffmann aus Flörsheim hat mir einen Leserbrief geschrieben, den ich ohne weiteren Kommentar hier einstelle. „Drei interessante, unabhängig voneinander erschienene FR-Artikel sind es wert, in einem gemeinsamen Kontext neu betrachtet und diskutiert zu werden. Der Artikel ‚Das Alter mindert nicht die Schuld‘ befasst sich mit der Opfersicht auf die
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Zum Kommentar Risiken und Nebenwirkungen, in dem sich Hans-Georg Schröter mit der Leitzinserhöhung der EZB befasst, meint FR-Leser Dr. Wilbert Himmighofen aus Bonn: „Der Kommentar macht die Grenzen, ja die Gefahren einer restriktiven Geldpolitik in der aktuellen wirtschaftlichen Situation sehr deutlich.
„Wir versuchen uns vorzustellen“, schreibt Stephan Hebel in seinem Text „Lasst ihn doch sitzen„, „welche Energie zur Abfuhr kommt, wenn man einem Wachs-Diktator 63 Jahre nach dem Tod des Originals die Worte ‚Nie wieder Krieg‘ ins unbewegte Gesicht schleudert, um ihm dieses gleich anschließend vom Hals zu reißen.“ Weiter: „Was
161000 Menschen haben 2007 Deutschland verlassen, so viele wie seit 1954 nicht mehr, jeder fünfte aus dem naturwissenschaftlichen oder technischen Sektor. 84 Prozent der Auswanderer besitzen einen Hochschulabschluss. Blutet Deutschland aus? Fakt ist: In Zeiten, in denen die Wirtschaft dringend gut ausgebildete Fachkräfte sucht, zieht es genau diese Leute ins Ausland. Zwei
Nun also doch: Um 1000 Soldaten soll das Kontingent der Bundeswehr in Afghanistan aufgestockt werden. Das plant die Bundesregierung; der Bundestag muss im Herbst darüber entscheiden – ebenso darüber, das Mandat bis Ende 2009 auszudehnen. Da die Leserbriefe zu diesem Thema eine deutliche Sprache sprechen, mache ich selbst hier nicht
Bundespräsident Horst Köhler hat eine Rede gehalten. Eine „Berliner Rede“. Überraschend war daran so gut wie nichts, das hat man alles schon mal von ihm gehört. Und bestimmte Dinge blendete er auch wieder aus – so etwa die Hartz-IV-Realität, wenn er sagt: „Die Riester-Rente, die Rente mit 67 und die
Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt. Dort hinten, tief im Westen, unter der verstaubten Sonne der EU, sitzt das dickköpfige Völkchen der Iren und traut sich, mit einem Votum von deutlich unter einer Million abgegebener Nein-Stimmen dem 500-Millionen-Koloss Europäische Union die Rote Karte zu zeigen: Wir wollen diese Verfassung
US-Präsident George Walker Bush ist auf Abschiedstour durch Europa. „Endlich!“, schreibt FR-Chefredakteur Uwe Vorkötter in seinem Leitartikel. Zeit, Bilanz zu ziehen. Die kann nur unvollständig ausfallen, aber das reicht vielleicht schon. Was hat Bush der Welt gebracht? Bis 9/11 – gar nix. Aber dann, dann trug er das Licht der
Ist das nun ein Erdbeben in der politischen Landschaft? Die NPD in Sachsen schafft es bei der Kommunalwahl landesweit auf 5,1 Prozent. Das ist zwar deutlich unter ihrem Landtags-Ergebnis von 9,2 Prozent, aber im Vergleich zur Kommunalwahl 2004 hat sie um 1,3 Prozent zugelegt. Für Schrecken – zumindest bei den
Sage niemand, dass Roland Koch nicht alle Winkelzüge der Politik beherrscht! Nur zugeben, was unbedingt zugegeben werden muss, ansonsten die Offensive suchen nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung – das war im Fall „jüdischer Vermächtnisse“ seine Strategie. Man sieht, was aus der „brutalst möglichen“ Aufklärung geworden ist.
Am vergangenen Donnerstag hat unser aller Köhler die Katze aus dem Sack gelassen: Er kandidiert wieder. Er will eine zweite Amtsperiode als Bundespräsident. Komisch, wenn ich mir unser Staatsoberhaupt vorzustellen versuche, habe ich immer Mathias Richling vor Augen – und muss lachen. Wie Richling wohl Gesine Schwan imitieren würde? Die steht nämlich offenbar bereit, gegen Köhler anzutreten, wenn
Am ersten April feierten wir „Das Ende der Lohnzurückhaltung“ (Leitartikel von Robert von Heusinger), als der neue Tarifabschluss im öffentlichen Dienst durchschnittlich 5,1 Prozent Lohnerhöhung versprach. Was war darum gekämpft worden. Was hatten Kommunen gedroht, sie müssten Gebühren erhöhen oder möglicherweise auf Investitionen verzichten, weil die Beschäftigten von nun an
Zwei Leser waren nicht eins mit dem FR-Leitartikel „Mutlose Manager“ von Christine Skowronowski. (Ich persönlich pflichte ihr bei, aber ich glaube nicht, dass China so unverwundbar ist, wie es tut.) Skowronowski schreibt, dass die deutsche Wirtschaft in einer Zwickmühle stecke, weil sie einerseits nicht über die Menschenrechts- und Chinapolitik des
Der Kollege Mathias Thieme, dem das Thema Abschiebung schon seit Jahren ein Anliegen ist, hat neulich über diesen Bonner Arzt geschrieben, der unerlaubterweise für sich Werbung macht als Fit-to Fly-Experte für Abschiebehäftlinge. „Mehr und schneller zum Abschluss gebrachte Fälle“, verspricht er den Behörden. Natürlich haben wir nur empörte Reaktionen auf
Die hessische SPD guckt nun doch nach links. Auf dem Landesparteitag in Hanau erhielt Andrea Ypsilanti viel Beifall für ihren Kurs, sozialdemokratische Programmpunkte auch mit Links-Unterstützung durchzusetzen. Einig ist sich die hessische SPD trotzdem noch lange nicht; einige Abgeordnete haben weiter starke Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken, andere
Lobbyismus, das ist nichts Neues, ist nicht nur in Deutschland gang und gäbe. Es ist ja einerseits auch nachvollziehbar, dass die Industrie der Politik ihre Interessen zu vermitteln versucht, um mich mal ganz neutral auszudrücken. Ob das auch immer im Sinne des Allgemeinwohls ist, darf man dagegen bezweifeln. Lobbyismus –
Die Nato tagte in Bukarest. Ergebnis: Kroatien und Albanien werden eingeladen, ab 2009 Mitglieder zu sein, Georgien und die Ukraine dürfen noch nicht mit von der Partie sein, haben aber eine Zusage auf Mitgliedschaft bekommen, maßgeblich auf Druck von George W. Bush. Darüber wird im Dezember entschieden. Weiter: mDie USA
Bund und Länder dürfen die Vergabe öffentlicher Aufträge nicht daran knüpfen, dass die Auftragnehmer ihren Angestellten ordentliche Löhne zahlen. So hat der Europäische Gerichtshof nun überraschend geurteilt. Konkreter Fall: der Bau einer Justizvollzugsanstalt in Göttingen. Das ausführende Unternehmen hatte sich zur Zahlung der Tariflöhne verpflichtet, ein polnischer Subunternehmer jedoch beschäftigte
Der Transrapid ist beerdigt. Fürs erste wenigstens. Rund 1,4 Milliarden Euro sind bisher in das Projekt geflossen. Wieder eines dieser Steuergräber. Dazu Rainer Hoffmann aus Oberursel: „Der Transrapid wird in München nicht gebaut – das ist gut.
Biosprit steht in der Kritik. Viele, insbesondere ältere Motoren scheinen den Öko-Kraftstoff nicht verkraften zu können – jedenfalls nicht in der E10-Variante – d.h. 10 Prozent Ethanol als Beimischung zum Sprit. Bis zu 2,5 Mio. Autos werden damit offenbar nicht fertig; der ADAC spricht sogar von 3,12 Millionen. Ethanol ist