Die Globalisierung kommt an ihre Grenzen. Das mag zwar nicht für die Finanzströme gelten; für die Warenströme aber ist dies bereits Fakt. Die Unterbrechung unzähliger Lieferketten und das Scheitern des „Just-in-Time“-Prinzips, nach dem die Weltwirtschaft bisher agiert hat, sind Beleg genug. Es gibt darüber hinaus aber noch viele weitere Indikatoren.
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In Frankfurt bahnt sich gerade ein in diesem Land sehr seltenes Ereignis an: Ein Oberbürgermeister soll abgewählt werden. Peter Feldmann (SPD) hat praktisch die gesamte Stadtverordnetenversammlung gegen sich, auch seine eigene Partei. Das darf er sich zu guten Teilen selbst anlasten. Er hat sich ein paar Pannen zu viel erlaubt,
Was waren das noch für Zeiten, als Landtagswahlen die großen Aufreger waren, auch fürs FR-Blog. Jetzt aber gewinnt die SPD in Niedersachsen, es wird wohl Rot-Grün in Hannover geben, aber interessiert das irgendwen? Denn gleichzeitig haben wir Krieg in der Ukraine, Energiekrise, Doppel-Wumms und – ja, wirklich, nicht zu vergessen:
Die Welt ist aus den Fugen. Das ist gewiss nicht übertrieben, denn was seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs galt, das gilt nicht mehr. Seit 1945 war Europa praktisch kriegsfrei, abgesehen von den sowjetischen Panzern, die durch Ost-Berlin, Budapest und Prag rollten, und vom Kosovo-Einsatz der Nato. Seit Februar 2022
Europa hat Angst vor Flüchtlingen. Und vor noch mehr Flüchtlingen! Und noch mehr! Ist es also nur eine Art von Selbstschutz, dass in der EU nun über eine Verschlechterung des Asylrechts nachgedacht wird? Damit soll geflüchteten Menschen, so jedenfalls der Verdacht, der Anreiz genommen werden, sich aus den notleidenden Regionen
Stell Dir vor, es ist Klimawandel, und niemand will davon wissen. Niemand? Tatsächlich bewegt dieses Thema viele Menschen, und zwar täglich. Doch was soll man tun? Bis große Organisationsformen wie Staaten und Gesellschaften so richtig in Bewegung kommen, um etwas in die Hand zu nehmen, muss offenbar eine ganze Menge
Derzeit kann man den Eindruck haben, dass es der Ukraine gelingen könnte, sich gegen den russischen Aggressor zu behaupten. Und mehr noch: die Invasoren vielleicht sogar vollständig aus dem Land zu vertreiben und den Krieg zu gewinnen. Doch gemach! Die russischen Truppen haben in letzter Zeit herbe Niederlagen einstecken müssen,
Die Partei „Die Linke“ möchte so gern endlich an die vorderste parlamentarische Front kommen, doch sie bleibt im Hintertreffen. Zum größten Teil aus einem relativ einfachen Grund: Die „Linke“ hat zwar viele brisante Themen, mit denen sie sich profilieren könnte, doch zu wahrer Meisterschaft hat sie es vor allem darin
Russland liefert immer weniger Gas. Die Preise steigen, auch die für Energie. Viele Menschen in Deutschland haben Angst davor, dass ihre Wohnungen im kommenden Winter zu kalt bleiben, weil sie diese Preise nicht mehr bezahlen können. Oder auch, weil nicht genug Gas da sein könnte. Wladimir Putin, der russische Autokrat,
Derzeit haben Pazifist:innen es hierzulande nicht leicht, denn wie wehrt man sich gegen einen Aggressor wie das Russland Putins, wenn nicht dadurch, dass zurückgeschossen wird? Im Fall der angegriffenen Ukraine: dadurch, dass man sie in die Lage versetzt, angemessen zurückschießen zu können. Also Waffenlieferungen. Darüber besteht trotz kritischer Stimmen weitgehend
Über das Verhalten von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder kann man wohl eines mit Sicherheit behaupten: Darüber gehen die Meinungen so gut wie wie gar nicht auseinander. Derselbe Mann, der Deutschland im Schwange von Tony Blairs „New Labour“ eine sozialpolitische Rosskur von historischen Dimensionen verabreicht hat (Stichwort Hartz IV), verdient sich derzeit
Putin hat es getan. Mit der Anerkennung der beiden „Volksrepubliken“ im Donbas, die zum Territorium der Ukraine gehören, und der Entsendung von „Friedenstruppen“ dorthin hat der russische Staatspräsident gezeigt, was ihm internationale Verträge, das Völkerrecht und sogar die Charta der Vereinten Nationen bedeuten: nämlich nichts. Wenn sie seinen, Putins, Plänen
Der neue Bundespräsident ist der alte: Frank-Walter Steinmeier wurde im ersten Wahlgang der Bundesversammlung mit Zwei-Drittel-Mehrheit wiedergewählt. SPD, CDU, Grüne und FDP hatten den Kandidaten unterstützt. Die Alternativen von der Linken, den Freien Wählern und der AfD waren chancenlos. Man könnte auch sagen: Die Bundesversammlung hat sich erneut fürs Mittelmaß
Der Bundeswehreinsatz in Mali steht auf der Kippe. Ursprünglich wurde sie dorthin geschickt, um das labile Land zu stabilisieren und die Islamisten einzudämmen. Dann putschte sich in Mali das Militär an die Macht, die es so schnell nicht abzugeben gedenkt. Seitdem trainieren die Ausbilder:innen dort Soldaten einer Putschistenarmee. Das ist
Man möchte nicht in der Haut von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stecken. Kaum neun Wochen ist er mit seiner Regierung im Amt und wird doch schon von anderen Regierungschefs, aber auch von den deutschen Medien angefasst, als wäre er Kanzler seit Jahren. Früher galt die unausgesprochene Regel: Hundert Tage Schonfrist
Es gibt immer mal wieder Debatten, die eigentlich völlig überflüssig wirken. Haben wir denn keine anderen Probleme?, ist man geneigt zu rufen. Ein zuverlässiger Indikator dafür, ob eine solche Debatte wirklich überflüssig ist oder nicht, sind die Reaktionen, die sie losschlägt. Herrscht Friedhofsruhe, dann – tschüss, Debatte! Aber wenn es
In Deutschland fehlen 150 000 Lehrkräfte. Das kommt nicht unerwartet, aber trotzdem hat die Politik nicht gegengesteuert. Für Quereinsteiger ist ein Start im Bildungssystem, insbesondere als Lehrkraft an Schulen, vielfach einfacher als für Lehramtsstudent:innen nach abgeschlossenem Studium. Deutschland bildet unter Bedarf aus. Dasselbe Phänomen findet sich in der Medizin, in
Heute mal was Grundsätzliches. Es gibt wegen der Ukraine mal wieder eine Debatte um die Osterweiterung der Nato. Um dies gleich vorweg zu nehmen: Es wurde niemals vertraglich vereinbart, dass die Nato keine ehemaligen Sowjet-Satellitenstaaten oder damalige Sowjet-„Republiken“, die heute souveräne Staaten sind, aufnehmen dürfe. Vielfach, auch in Zuschriften von
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat gelogen. Das ist eine der Schlussfolgerungen aus einer Studie Münchner Rechtsanwaltskanzlei Westphal Spilker Wastl zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Benedikt, bürgerlich Joseph Ratzinger, war Erzbischof von München und Freising, als in einer Sitzung über einen pädophilen Priester entschieden werden sollte. Er behauptete zunächst,
In Deutschland soll mal wieder eine Impfpflicht kommen. Schon die Ankündigung für großes Geschrei: Eingriff in die körperliche Unversehrtheit! Freiheiten werden angeblich verletzt. Und dann die fürchterlichen Nebenwirkungen des Impfstoffs! Landunter! Weltende! Was für ein Theater!