Zitat des Tages: 8.11.10

Eines von Bronskis Urlaubszielen: Pointe de Pen-Hir, West-Bretagne

3 Kommentare

  1. Jörg Nazarow sagt:

    Mal meine Kampfansage an den rotzfrechen Nachwuchs. ;-)))Raap und Co
    Hört genau zu, Ihr zungengepiercten Technohopper mit dem Arschgeweih über dem Steißbein:
    Ihr wart nicht dabei! Wir alten haben sie live erlebt: die Geburt des
    Synthesizers und den wahren Soundtrack der 70er, der von Bands wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben wurde.
    Wir haben noch mit Midischleifen und Oszillographen gekämpft! Wir haben Euren „Tekkno“erfunden, bei uns nannte sich das aber noch Wave und war tatsächlich Musik. Wir konnten durchtanzen, ohne uns bunte Pillen einwerfen zu müssen,um es zu ertragen.
    Unsere einzige Droge hieß Blue Curacão auf Sekt,
    noch früher genügte eine ordentliche Menge Apfelkorn.
    Wir mußten noch keine Angst haben, dass uns Tina Turner mit
    Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne purzelt. Wir haben Madonna noch mit festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt, Ihr Nasen!
    Joschka Fischer trug Jeans und Turnschuhe. Echte Punker hatten Uhu in den Haaren und kein“L’Oreal“.
    Bei uns haben sich keine Neonazis mit Türken geschlagen, sondern Punks mit Mods, Mods mit Poppern, Popper mit Rockern und alle gemeinsam gegen mit der
    Polizei. Da war auch Joschka dabei.
    Bei uns gab es noch Mofas, Mokicks und 80er, bei denen durchgängig die Betriebserlaubnis
    erloschen war, denn das Wort „frisieren“ hatte damals noch seine eigentliche Bedeutung, was ihr kahlgeschorenen Pfeifen nie verstehen werdet.
    Und wer einen Führerschein hatte, fuhr als
    erstes Käfer oder einen alten BMW, bei dem Dellen von Individualismus zeugten, ihr Smart-Popel.
    Wir erinnern uns noch an Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin und wieder ein Gesicht liebevoll mit Kulli von einem Staatsbediensteten durchgestrichen wurde.
    Die Bundeswehr machte noch Spaß. Wir kannten ja die Richtung, aus der der Feind kommt.
    Sex war sicher und Motorsport tödlich. Heute ist es genau anders herum.
    Ein Tattoo hatte nur jemand, der wirklich ein halbes Jahr in Indien oder Thailand oder im Knast war. Bei uns rannte nicht jede Tippse schnell noch ins „Letzte Tatoo-Studio vor der
    Autobahn“, um sich im Alcopops-Brand chinesische Zeichen auf den Nacken pieksen zu lassen, die wahrscheinlich nichts anderes bedeuten als „Wer das liest ist doof“.
    Die Rapper kamen noch aus dem echten New Yorker Ghetto und nicht aus der Schweiz. Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den Fussgängerzonen noch hin und wieder richtig auf die Fresseund Peter Maffay wurde beim Stones-Konzert ordentlich von der Bühne gepfiffen. Wir hatten noch die Qual der Wahl
    zwischen Pop, Rock, Metal und Italo-Disco und mußten nicht den wöchentlich ändernden Cross-over-Trends nachjapsen.
    Wir hatten noch Plattenspieler
    (auf 33″ und 45″) und richtig geile Plattencover, auf denen man die Namen der MUSIKER (und nicht der Programmierer) ohne Lupe erkennen konnte und die tatsächlich Kunst waren – keine
    tempotaschentuchgroßen, einfarbigen Booklets auf denen gerade noch „nice price“ lesbar ist.
    Genau die gleichen Texte, die heute „Rosenstolz“, „Juli“ und „Silbermond“ singen, hörte man jeden Samstag in der ZDF-Hitparade von Bernd Clüver,
    Christian Anders und Cindy & Bert.
    Für uns war eine LP etwas Heiliges, das gepflegt und geliebt werden mußte – und keine CDPlastik-Wegwerfware, die so robust ist,
    daß man sie durchaus auch als Bierglasuntersetzer verwenden kann.
    Bei uns erkannte jeder sein Eigentum noch an den individuellen Kratzern.
    Wir haben kein Big-Brother geschaut, sondern „Formel Eins“, wo es eine ganze fette Stunde wirklich gute Musikvideos zu sehen gab,
    wir hatten kein MTV mit degenerierten Klingelton-Werbespots und eingebildeten DJ-Flaschen nötig.Wir haben uns „Magnum“ und „Simon &Simon“reingezogen, haben uns die Sakkoärmel hinauf geschoben
    und ließen uns die Haareseitlich ins Gesicht fallen – ohne diese beknackten
    umgedrehten Baseballmützen oder Wollhauben.
    In unseren Hosen konnte man noch sehen, ob eine(r) einen Hintern hatte. Heute
    hängt der Arsch ja bei jedem von Euch in der Kniekehle der ach so tollen adidas-Jogginghose die WIR damals nur im Sportunterricht angezogen haben) Man konnte erkennen ob jemand“männlich“ oder „weiblich“ war.
    Heute verschlabbert alles unter kunstvoll vergammelter Bekleidung.
    Wir waren stolz auf unsere weißen Socken und trugen Slipper mit einem
    Pfennigstück in der Schuh-Zunge und keine Plateau-Sohlen-Schuhe, die früher ausschließlich bei Klump-Füßen ärztlich verschrieben wurden.
    Und weil ihr gerade im Leistungskurs für Informatik sitzt: die AC/DC Einritzungen auf den Tischen sind von UNS – und es geschieht Euch nur recht,
    wenn ihr glaubt, daß die Dinger aus dem Physikklasse kommen, wo irgendein findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung für
    „Gleichstrom/Wechselstrom“ in die Bank gemeisselt hat!
    Ach ja, hiermit entschuldige ich mich, auch im Namen meiner Altersgenossen,
    für Modern Talking.
    Das haben wir wirklich nicht gewollt…
    In diesem Sinne „ich bin nicht Lena“Ich mag sie ,aber es ist einen andere neue Welt,die ich nicht immer verstehen muß.“Entschuldigung“ oder sagt man heute „Sorry“?

    Jörg Nazarow

  2. Och nöö sagt:

    Da wird ein Text von Jochen Margraf (laut schneller Recherche, aus dem Jahr 2000/2001) hunderte Male im Internet kopiert, durch kleine Wortumstellungen und/oder Änderungen „personalisiert“, hier eingefügt und dann mit eigenem Namen unterschrieben. Nicht mal die Mühe, die Zeilenumbrüche ordentlich anzupassen oder den Text als Zitat zu kennzeichnen, macht sich der Herr J.N. – erbärmlich.

    Was der Text mit Bronskis Urlaubsfoto zu tun haben soll, ist vermutlich nur durch synaptische Fehlschaltungen in J.N.s Hirn, durch Zufuhr irgendwelcher psychotroper Substanzen oder durch einen unbezähmbaren Selbstdarstellungszwang erklärbar.

  3. Och doch sagt:

    Gut abgeschrieben? Na und? Ist trotzdem ganz lustig.

    Mit dem schönen Urlaubsfoto hat das wohl nichts zu tun, das sehr stimmungsvoll gelungen ist. November am Meer! Das sehe ich mir noch mal im Juli bei 35°C an