Legen Sie sich einen Notvorrat an!

Haben Sie sich schon einen Notvorrat angelegt? Nein? Sie sollten es tun. Nicht aus Angst vor oder Hysterie wegen Sars-CoV-2, sondern aus Vernunft. Das Problem mit dem „neuartigen Coronavirus“, wie der Erreger all dieser Aufmerksamkeit auch genannt wird, ist nämlich, dass wir viel zu ichbezogen an ihn herangehen. Wir fragen uns: Was kann mir das Virus tun, welchen Schaden kann es mir zufügen? Diese Frage ist schnell zu beantworten und rechtfertigt keinen Notvorrat: Das Virus ist für die meisten Menschen ungefährlich. Viele bemerken nicht einmal, dass sie infiziert sind. Oder wir fragen uns: Wie schädlich ist das Virus für die Wirtschaft?  Auch dies ist eine Sicht aus der Ich-Perspektive, die Partikularinteressen in den Vordergrund stellt, hier die der Wirtschaft.

Doch das ist die falsche Herangehensweise. So verstehen wir das Virus nicht. Wir leben in Zeiten einer beginnenden Pandemie, auch wenn die Politik dieses Wort noch nicht auszusprechen wagt. Sars-CoV-2 hat sich mit enormer Geschwindigkeit um den ganzen Globus verbreitet. Daher müssen wir in Dimensionen denken, die dem gerecht werden. Nicht das Ich muss im Mittelpunkt stehen, auch wenn sich natürlich zunächst jede und jeder selbst die oder der Nächste ist, sondern das Wir. Daher ist die Frage, was das Virus mir oder der Wirtschaft tun kann, die falsche Frage. Sie muss richtig lauten: Was kann es uns tun, in unserer Gesamtheit? Und schon sehen die Dinge ganz anders aus, denn das Virus fordert durchaus Todesopfer, wenn auch nicht unter durchschnittlich gesunden Menschen. Die bemerken Ihre Infektion wie gesagt möglicherweise nicht mal. Sie verbreiten das Virus dennoch weiter. Das ist das Tückische an Sars-CoV-2: Es ist nicht nur sehr ansteckend, sondern kann bereits zu einem Zeitpunkt auf weitere Menschen übertragen werden, zu dem der Überträger noch nicht weiß, dass er es hat. Daher trägt jede und jeder von uns Verantwortung für viele andere Menschen, auch wenn es keine persönliche Bekanntschaft gibt.

HamsterkäufeExperten rechnen damit, dass sich Sars-CoV-2 auf bis zu 70 Prozent der Bevölkerung ausbreiten könnte. Ohne Hysterie oder Angst verbreiten zu wollen: Eine nüchterne Rechnung zeigt die Dimensionen, die das Virus in Deutschland bekommen kann. Bei einer angenommenen Sterblichkeitsrate von 0,5 Prozent würde das etwa 300.000 Todesopfer hierzulande bedeuten. Manche Experten setzen diese Rate höher an – d.h. es gäbe mehr Tote -, manche niedriger. Wie auch immer: Die vom „Coronavirus“ ausgelöste Krankheit Covid-19 ist nicht mit Grippe vergleichbar und schon gar nicht mit einem gewöhnlichen Schnupfen. Die Rechnung zeigt auch, dass die Epidemie unser Gesundheitssystem überlasten kann, denn sie könnte dazu führen, dass in ihrem Verlauf, also nicht gleichzeitig, bis zu drei Millionen Menschen mit problematischen Krankheitsverläufen intensivmedizinisch betreut werden müssen – bei rund 28.000 Krankenhausbetten für intensivmedizinische Betreuung in ganz Deutschland.

Sollten wir also nicht vernünftig sein? Für mehrere 100 Menschen in Deutschland bringt Sars-CoV-2 schon jetzt tiefe Einschnitte in ihr gewohntes Leben mit sich. Täglich werden es mehr. Die Finanzbörsen weltweit haben bereits gebebt; da wird noch mehr passieren. Doch die Politik reagiert „verhältnismäßig“ und „angemessen“. Sie legt also das Maß an – und zwar an die Entwicklung, wie sie zu beobachten ist. Große und wachsende Teile dieser Entwicklung bleiben jedoch verborgen. Niemand kann sicher ausrechnen, wie viele Menschen in Deutschland zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits infiziert sind. Es dürften weit mehr sein als diejenigen, bei denen die Infektion entdeckt wurde.

Statt uns an den Phänomenen abzuarbeiten und stets nur zu reagieren, sollten wir einen klaren Schnitt machen und selbst aktiv werden: Universitäten, Schulen und Kitas schließen, alle Großveranstaltungen wie Konzerte und Messen absagen oder verschieben, Menschenmengen vermeiden – kurz: Homeoffice für alle, für die sich das machen lässt. Bleiben wir zu Hause! Bundesliga-Fußballspiele fänden in leeren Stadien statt, TV-Shows ohne Publikum. Das wäre schmerzhaft, aber nach drei geisterhaften Wochen könnte das Land angstfrei zur Normalität zurückkehren, jedenfalls überwiegend. Reisen blieben weiterhin schwierig. Dennoch: Nach etwa zwei Wochen wären sämtliche Infizierten erkannt und unter Quarantäne gestellt, und es kämen keine neuen hinzu, weil die Menschen das Virus nicht weitergeben konnten. Die Infektionsketten wären unterbrochen, dem Virus wäre die Chance genommen, sich weiter zu verbreiten. Für die meisten der Infizierten wäre eine Woche später alles überstanden, und die problematischen Fälle wären auf den Intensivstationen isoliert und angemessen behandelt und versorgt. Die Gefahr wäre vorbei. Darum muss neu abgewogen werden, welche Maßnahmen „verhältnismäßig“ und „angemessen“ sind.

Daher: Notvorrat für alle, damit häusliche Quarantäne möglich wird! Keine Hamsterkäufe über den wirklichen Bedarf hinaus, sondern Einkäufe wie im normalen Leben, nur eben vorgezogen für jene drei Wochen. Legen Sie sich also vor allem solche Lebensmittel zu, die Sie ohnehin verbrauchen, außerdem aber auch ein paar Konserven, haltbare Milch und vielleicht Vitaminpräparate. Und denken Sie an einen ausreichenden Vorrat an Medikamenten, die Sie regelmäßig brauchen.

Denn Sars-CoV-2 betrifft nicht nur einzelne Menschen, sondern uns alle, das Kollektiv. Also müssen wir anfangen, als Kollektiv zu denken, als Wir. Übergeordnete Interessen sind im Notfall wichtiger als das, was der oder die Einzelne mag oder möchte. Das gilt auch für die Wirtschaft. Sars-CoV-2 ist ein solcher Notfall.

Balken 4Wie sollte ein Notvorrat zusammengesetzt sein? Hier ein Link zum Bundesamt für Bevöllkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der Auskunft gibt.

Corona-AnalyseUpdate: Dieser Artikel wurde als Analyse auch in der Print-FR veröffentlicht, siehe der Sreenshot links. Hier ist er als pdf-Dokument hinterlegt.

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fr-debatteDie Wirtschaft will die Sozialkassen plündern

Jetzt ist es also das Corona-Virus, das der Wirtschaftslobby den Politikern zu soufflieren hilft: „Wir brauchen Steuererleichterungen, Subventionen und Konjunkturprogramme, um eine Wirtschaftsflaute abzufedern.“ Und für die am Virus Erkrankten und Internierten soll Kurzarbeitergeld gezahlt werden auf Kosten der Arbeitslosenversicherung anstelle der gesetzlichen Lohnfortzahlung. Und wenn sie schon einmal dabei sind, Forderungen aufzustellen, so sollen massenweise hochqualifizierte Ausländer eingestellt werden, deren Ausbildung in deren Heimatländern viel billiger zu haben war als bei uns, weil sie die auch versäumt haben. Gleichzeitig künden große Firmen (z.B. Daimler, RWE, Deutsche Bank) an, massenweise und daher genehmigungspflichtig Personal abzubauen, ‚um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein‘.
Ich stelle fest, dass die Industrie erneut und mit neuer Begründung vorhat, die Sozialversicherungen und Staatskassen zu plündern – und das nicht nur mit cum-ex-Geschäften – , die im Wesentlichen durch Sozialbeiträge der abhängig Beschäftigten und durch die Lohn- und Mehrwertsteuer gefüllt wurden. Die Politiker sollten sich daran erinnern, von Menschen und nicht von Unternehmen gewählt worden zu sein und daran die Politik auszurichten und die ‚systemrelevanten‘ Betriebe endlich (wieder) zu verstaatlichen, statt sie immer wieder zu sanieren und zu retten, so dass den Anteilseignern weiterhin Dividende und dem Vorstand dicke Boni und Gehälter gezahlt werden könne.

Monika von Borries-Arndt, Hamburg

fr-debatteCoronavirus kurbelt die Wirtschaft an

Deutschland ist im medialem „Corona-Fieber“, und deshalb ist Deutschland auch (fast) leergekauft! Das Coronavirus kurbelt unsere Wirtschaft sehr kräftig an, von wegen, dass nur noch Angst, Panik und Furcht unser Land beherrschen sollen! Der unbeeinflussbare Mensch ist jetzt voll in seinem Kaufrausch-Element, und er kauft völlig kopflos alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist, sogar die Hamster sollen schon sehr stark vom Abverkauf bedroht sein; Corona macht’s eben möglich! Jens Spahn, der Gesundheitsminister der GroKo und jetzt gleichzeitig der „Corona-Krisen-Manager-Nummer 1“, moderiert seine tägliche „Corona-Virus-Krisen-Show“ nun durchgehend auf allen „Kanälen“! Dabei „gibt“ er den wissenden „Möchte-gern-Kanzler-Onkel“, um damit bei dem doch sehr ängstlich gewordenen Menschen punkten zu können. Seine ständig aktualisierte „Grusel-Liste“ der neu infizierten Corona-Erkrankten, lässt er pausenlos über die Medien verbreiten.
Im Grunde weiß bisher eigentlich kein Mensch so richtig Bescheid über die ganze „Corona-Chose“, aber jeder möchte trotzdem gerne seinen hausgemachten „Corona-Senf“ dazu mischen.
Ürigens soll das „Hamstern“ wieder ganz groß in Mode gekommen sein!

Klaus P. Jaworek, Büchenbach

fr-debatteEin handfester Skandal

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamt vergleicht die Symptome des neuen Corona-Virus mit einem Schnupfen, hält häusliche Quarantäne für unverhältnismäßig und gibt bekannt, dass das Frankfurter Gesundheitsamt bei der Infektionskettenrückverfolgung quasi aufgibt. Für mich ist das ein handfester Skandal. Zum einen spricht er von Symptomen wie bei einem Schnupfen bei einer Krankheit, an der fast ein Prozent der Erkrankten stirbt und hält es nicht für verhältnismäßig, die Ausbreitung durch eine nur(!) 14-tägige Quarantäne einzudämmen. Also handelt die gesamte Welt unverhältnismäßig, aber Herr Gottschalk weiß es besser. Zum anderen sagt er, dass das Gesundheitsamt Frankfurt schon zum jetzigen Zeitpunkt mit sehr wenigen Erkrankten quasi aufgibt, sich nicht in der Lage sieht, Infektionsketten zurück zu verfolgen, weil ein Beteiligter 40 Kontakte hatte. Von staatlicher Seite wird doch stets behauptet, man sei vorbereitet und habe alles im Griff. Das ist jetzt genau die gegenteilige Aussage.

Alexander Hölz, Kassel

fr-debatteDie innere Zufriedenheit beginnt erst ab Packung 286

Wenn man sich den Hintern nicht mehr abwischen kann, weil die Bevölkerung aus Angst vor Corona, das Toilettenpapier leer kauft, ist man am Arsch. Noch schlimmer kommt es aber, wenn man nichts mehr zu Essen hat, obwohl man die Tür der Vorratskammer schon nicht mehr aufbekommt, aber die innere Befriedigung erst bei Packung 286 beginnt, man diese aber nicht erreichen kann, weil es nichts mehr gibt. Linsensuppe in der Dose erfreut sich daran, so beliebt wie noch nie zu sein. Kaum in Quarantäne dafür sorgt, die Luft innerhalb der Familie zu verdichten. An der Grenze zur Türkei werden die Menschen mit Tränengas beschossen, Kinder, Frauen, Männer. Diese Menschen sehnen sich ein Leben in besserer Hoffnung herbei. Wir kaufen die Regale leer, während nicht weit entfernt, Menschen nicht wissen wohin oder ob und wie sie überleben werden. Wir haben Angst die Corona Krise nicht zu überleben, obwohl die meisten von uns eh übergewichtig sind und ein paar weniger Vorräte gut vertragen könnten. Wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass wir alle nichts mehr zu Essen bekommen in unserem reichen Land. Wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass die Lebensmittel knapp werden könnten? Wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass bei einer häuslichen Quarantäne, plötzlich auch das technische Hilfswerk in Quarantäne steckt? Wenn das Toilettenpapier nicht mehr zur Hand ist, und die Seife auch weggebunkert wurde, hat man zum Glück immer noch die 79 Flaschen Desinfektionsspray zur Hand oder zum Hintern, um sich nach dem täglichen Geschäft noch säubern zu können. Einzelkämpfer werden im Supermarkt, Arme ausfahren, wenn man sich die letzten Vorräte sichern muss, auf dem Weg zur Kasse auf dem letzten Päckchen Mehl ausrutscht, die Nudeln sich in die Rippen bohren und das hart erkämpfte letzte Fläschchen Desinfektionsspray aufplatzt und sich mit dem 10. Päckchen Seife vermengt. Da liegt man am Boden und keiner hilft einem. Ein Platz an der Kasse ist frei geworden Statt das ganze Geld zu sammeln, was scheinbar grad jeder übrig hat, für wochenlang überlebende Vorräte, um Menschen, die wirklich in Not sind, zu helfen. Wir könnten alle einen Flüchtling bei uns aufnehmen und ihn teilhaben lassen an unserem gebunkerten Wohlstand, ohne dabei auch nur ein Kilo abzunehmen. Wir könnten teilen und helfen, stattdessen haben wir Angst, sie könnten uns was wegnehmen und wir könnten alle sterben. Und bevor uns jemand was wegnimmt, da sterben wir lieber, mit Vorräten unterm Arsch.

Svenja Reiners, Rinkerode

fr-debatte

79 Kommentare

  1. Jürgen Malyssek sagt:

    Etwas ratlos bin ich schon, ob des eigenen Verhaltens, zwischen vernünftig sein, keine Panik oder der Notwendigkeit, Gruppen/Mitmenschen zu meiden oder …
    Reagiert die Politik „verhältnismäßig“ und „angemessen“ oder werden wichtige Hintergründe, Informationen zurückgehalten (vgl. Analayse Lutz Büge)?
    Wer und welche Seite liegt nun richtig oder falsch? Zeiten einer beginnenden Pandemie? Wer sind die wirklichen Experten?
    Ich kann sehr viel mit der Vorstellung anfangen, dass wir als Kollektiv denken müssen. Nur, wo fängt das an und wo hört es auf, wenn nicht Kraft eines Gesetzes, eines landesweites Verbotes vor die Tür, Einkaufen oder auf den Sportplatz zu gehen? Um nur einige Beispiele zu nennen. Wie lassen sich weitere dezidierte Berichterstattungen und Warnungen über die Ausbreitung des Virus von einer drohenden Angst und Hysterie trennen, wenn doch zu sehen ist, dass am Beispiel der bereits vielfachen Panikeinkäufe Vernunft und kollektives Denken große Worte sind. Universitäten, Schulen und Kitas schließen und Großveranstaltungen verschieben! Bundesliga in leeren Stadien usw. (vgl. Analyse). Ja, denkbar, wenn auch sehr gewöhnungsbedürftig.
    Aber ist es nicht auch nur EINE Probe für weitere folgende Pandemien, die kommen werden, wenn die Globalisierung, der weltweite Handel, die Aktien, der Konsumismus, die Reisen, der Tourismus, die Angst vor Verlusten, die Ichbezogenheiten … nicht aufhören? Unsere bisherige Art zu leben steht mehr als nur auf dem Prüfstand. Es ist die Frage, ob wir uns nicht etwas vormachen, Klimakatastrophen, Flüchtlingsdramen, weltweite Hungersnöte, Pandemien u.a.m. noch verhindern zu können? Auch wenn es die Herzen der Menschen nicht erfreut, ich bleibe zur Zeit etwas ratlos und insgesamt sehr skeptisch.

  2. Ähnlich wie Jürgen Malyssek bin ich etwas ratlos. Diese Ratlosigkeit ist das Ergebnis von permanenter Desorientierung durch offizielle oder offiziöse Stellungnahmen von Politikern und Fachleuten im Rundfunk. Ein Beispiel sind die Verlautbarungen des Robert-Koch-Instituts. Es bedient sich bei seiner Gefahreneinschätzung einer sprachlichen Werteskala, die mit den Bedeutungsinhalten des Deutschen kaum noch etwas zu tun hat. Was bedeutet leichte Gefahr, was mäßige, wenn gleichzeitig Massenveranstaltungen verboten werden? Wer ist gesund, wer ist es nicht, wer ist konkret gefährdet?

    Falls diese Fragen weiterhin unzureichend, weil mit zu großen Interpretationsspielräumen behaftet, beantwortet werden, geraten wir in eine Massenpsychose, die sich u.a. in Hamsterkäufen manifestiert. Wobei die Hamsterer anscheinend nicht nachfragen, ob die gehorteten Lebensmittel virenfrei sind. Nudeln werden zu einem großen Teil aus Italien importiert! Aus Italien, das eine Massenquarantäne verhängt hat! Und ist sichergestellt, dass Konservendosen ausschließlich aus deutschem Feinblech gefertigt sind und nicht aus chinesischem, das den Weltmarkt überschwemmt? Sind es möglicherweise die Nahrungsvorräte, die uns den Tod bringen? Da muss das Herz jedes Verschwörungsfanatiker doch höher schlagen.

    Falls es zutrifft, dass das Coronavirus in einem Bluttest eindeutig nachgewiesen werden kann und falls aus den Krankengeschichten der bislang weltweit 200.000 (?) Betroffenen eindeutig Typisches ersichtlich ist, dann ist es an der Zeit, dem medizinischen Laien Fakten zu nennen, anhand derer er eine vorläufige Einschätzung vornehmen, die Invasion von Arztpraxen und Panik vermeiden kann. So wie das bei der Prophylaxe nahezu aller anderen Erkrankungen üblich ist (Schmerzen in Brustbereich und linkem Arm als mögliche Anzeichen eines Infarkts; Taubheitsgefühl in den Extremitäten als mögliche Vorboten eines Schlaganfall usw.).

    Ich wünsche mir eine Gefahrenbeschreibung, die Unterschiede zu den Symptomen anderer Erkrankungen beinhaltet. Etwa so:

    Eine Erkältung macht sich durch Schnupfen, rauem Hals und Husten bemerkbar und sie heilt nach einer Woche mit oder ohne Medikamente ab.

    Eine Erkältung, die dauerhaft von hohem Fieber (ab 38 Grad aufwärts) begleitet wird, ist die erste Stufe eine Grippe, welcher der ärztlichen Behandlung bedarf.

    Eine Corona-Infektion könnte dann vorliegen, wenn – und dann müssten die eindeutigen Symptome aufgelistet werden. Und ebenso die medizinischen Stellen, die auf Untersuchungen eingestellt sind. Auch hinsichtlich der ständig erwähnten Vorerkrankungen wäre Klarheit erforderlich. Und es sollten sämtliche vorbeugenden Maßnahmen wie Händewaschen, gegebenenfalls Gebrauch von Desinfektionsmitteln, zu vermeidende Kontakte etc. aus dieser Anleitung hervorgehen.

  3. Hallo Herr Malyssek, Hallo Herr Mertens,
    ich glaube, ihnen kann geholfen werden. Nach einigem Suchen habe ich auf u-Tube einen Beitrag des NDR gefunden. Eine Frau Martini interviewt Herrn Drosten, Experte für Viren & Co. an der Charite in Berlin.

    Ich habe nur Folge 9 und 10 gesehen, aber das hat eigentlich genügt. Ich weiß, dass ich mit 82 Jahren und ein paar Fehlern in der Gruppe der stark gefährdeten Menschen bin und jeden Kontakt mit der Aussenwelt unterlassen sollte usw. Falls sie jünger als 50 sind kann es eigentlich egal sein, wann sie Corona bekommen, da nach Meinung des Experten bis ende des Jahres etwa 70% der Bevölkerung das Virus in sich haben werden, aber es kann ihnen egal sein, denn wenn sie keine Fehler wie Diabetes, zu viel Fett oder eine Lungenkrankheit haben, werden sie nur eine bessere Erkältung bekommen und das wars. So wird es also den meisten Menschen gehen. Das Risiko liegt bei den Alten und Kranken, in meinem Fall über 25 % Wahrscheinlichkeit, im Krankheitsfall zu sterben. Herr Drosten nun erklärt diese Sachlage und alles mögliche andere meiner Meinung nach sehr gut. Es müssen also die Jungen den alten helfen, zu überleben, um es einmal humorvoll zu sehen, eine Seuche, von der Rentenversicherung erfunden, denn Herr Drosten sagt, es sind die Rentner , die gefährdet sind. Also auf NDR bis heute gibt es 10 Sendungen zum Thema, 9 und 10 reichen aus, um zu wissen was läuft. Warum es ein solches Durcheinander gibt liegt an unserer föderalen Struktur und daraus folgend den Gesundheitsämtern, die letztlich hier entscheiden, aber Schadensersatzpflichtig sind, und deshalb beim Verbieten sehr zögerlich. Herr Spahn gibt sich ja durchaus Mühe, ich verstehe nicht, wieso der nicht sagt was Sache ist, ist doch kein Geheimnis, aber nein er eiert rum, wie gestern Abend im Brennpunkt auf ARD. Ich hoffe, es hilft ihnen.

  4. Noch ein paar Gedanken zum Thema. Das Bemühen z.Zt. scheint zu sein, möglichst wenig Kranke in die Krankenhäuser zu bekommen, da dort die meisten Betten noch von Grippepatienten belegt sind. Weiterhin das Ganze übers Jahr zu strecken, damit die Kapazitäten in den Krankhäusern reichen. Das Wichtige aber ist für die Alten, die Seuche erst einmal nicht zu bekommen, und das wird schwierig, denn es muss ja mindestens bis zum Herbst durchgehalten werden. Keine Kinder, keine Enkel, wie die Karikatur in der FR heute, man ist fürs nächste eingesperrt. Es findet also das Gegenteil dessen statt, was bisher passiert, nicht die Kranken (die ja kaum krank sind) sondern die Gesunden, aber Anfälligen werden eingesperrt. Ich finde das macht Sinn.
    Insgesamt ist die Situation heilsam fürs Klima, die Flugzeuge stehen rum, Kreuzfahrt muss auch nicht sein, wenn nur die dümmlichen Reaktionen der Bürger nicht wären, von Staats wegen wie auch privat. Die Hamsterei jedenfalls macht keinen Sinn, es sei den man hat niemand, der einem das Essen vor die Tür stellt. Es gibt natürlich immer noch Fragen, z.B. muss ich jetzt alles abkochen, das von draußen kommt? Kein frisches Obst, Salat etc. ? Das muss noch eruiert werden. Konserven sind wohl kein Problem, die sind keimfrei, sonst gibt es extrem giftige Bakterien, die sind noch gefährlicher.(der Name fällt mir gerade nicht ein)
    Isgesamt hätte ich mir diese Reaktion der Bevölkerung wegen der Klimakrise gewünscht, und das in den 90er Jahren,die Sache wäre schon ziemlich ausgestanden. Es muss also erst das eigene Leben gefährdet sein, uns zwar gleich, nicht erst irgendwann, dann kommt Mensch auf die Hufe, dabei ist das was später auf uns zukommt viel schlimmer. Die Situation an der türkisch – griechischen Grenze ist erst ein Vorgeschmack auf das , was kommen wird .Viele Millionen werden unterwegs sein, sein müssen, wenn sie überleben wollen. Ich mag gar nicht dran denken, was da noch auf die Menschheit zukommt.

  5. Bronski sagt:

    Ich versuche, ein paar Antworten zu geben.

    @ Jürgen Malyssek

    „Reagiert die Politik „verhältnismäßig“ und „angemessen“ oder werden wichtige Hintergründe, Informationen zurückgehalten?“

    Wir alle verspüren das Verlangen nach Erklärungen auch da, wo es wahrscheinlich keine gibt außer der naheliegendsten: die Natur und ihre Gesetze. Versuchen Sie mal, die dicht von Menschen besiedelte Erde aus Sicht eines Virus zu betrachten. Sie werden denken: Ein Paradies! So viele Wirte! Und die sind nicht auf mich, Sars-CoV-2, vorbereitet, denn ich habe bisher ein Nischendasein in einer Fledermaus oder einer Schlange oder einem Schuppentier geführt. Aber in dem Moment, in dem mir gestattet wird, die Artenschranke zu überspringen, da nutze ich die Gelegenheit natürlich und breite mich explosionsartig aus. Die Menschen haben dafür die optimalen Bedingungen geschaffen.
    Man braucht keine Verschwörungstheorien, um Sars-CoV-2 zu erklären. Epidemiologen auf der ganzen Welt sagen seit Jahrzehnten eine Pandemie voraus. Jetzt ist sie da (heute hat die WHO den Begriff erstmals im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 benutzt). Aus meiner Sicht ist es vielmehr erstaunlich, dass wir nach so kurzer Zeit (Mitte Dezember ist das Virus aufgetaucht) schon so viel darüber wissen. Jetzt haben Wissenschaftler den Grund dafür gefunden, warum es Sars-CoV-2 so leicht fällt, den menschlichen Organismus zu infizieren. Nach einem Bericht des Spiegel benutzt es ein körpereigenes Enzym der Menschen, um sich in Wirtszellen einzuschleusen.

    „Wer sind die wirklichen Experten?“

    Was meinen Sie mit „wirklichen“? Was die Beurteilung des Virus betrifft, sind natürlich die Virologen die Experten, also zum Beispiel die Professoren Drosten und Kekulé. Für die Frage, was von deren Expertise umgesetzt werden soll und kann, sind die Politiker die Experten. Die müssen abwägen, was in ihren Augen eine verhältnismäßige und angemessene Reaktion ist, und das dann umsetzen – oder auch nicht.

    „Wo fängt das Denken als Kollektiv an und wo hört es auf, wenn nicht Kraft eines Gesetzes, eines landesweiten Verbotes vor die Tür, Einkaufen oder auf den Sportplatz zu gehen?“

    Das ist der Knackpunkt, und der ist wirklich kompliziert, weil er voraussetzt, dass die Menschen über Empathie und die Bereitschaft zur Solidarität verfügen. Und das kann man in unserer Ellenbogengesellschaft nicht voraussetzen. Wir bräuchten tatsächlich Verbote. Die Sache mit der häuslichen Quarantäne mit dem Ziel, den Vormarsch des Virus zu beenden, funktioniert nämlich nur, wenn viele, sehr viele Menschen in diesem Land sich in häusliche Quarantäne begeben. Wenn ein paar das machen, bringt es gar nichts, weil sich das Virus währenddessen draußen fleißig weiter ausbreitet unter jenen Menschen, die nur an sich denken und nicht auch daran, dass sie zur Gefahr für andere werden könnten. Darum fordere ich – wie die oben genannten Professoren – entschiedene Maßnahmen.

    „Aber ist es nicht auch nur EINE Probe für weitere folgende Pandemien, die kommen werden, wenn die Globalisierung, der weltweite Handel, die Aktien, der Konsumismus, die Reisen, der Tourismus, die Angst vor Verlusten, die Ichbezogenheiten … nicht aufhören?“

    Es ist im Moment die aktuelle Probe. An der Existenz von Aktien, Handel und Tourismus wird sie nichts ändern, aber vielleicht schafft sie ein Bewusstsein dafür, dass wir alle aufeinander angewiesen sind. Das impliziert Verantwortung füreinander und ein Denken über wirtschaftliche Zusammenhänge hinaus. Die ganze Menschheit ist betroffen. Sie ist ein Kollektiv, zwangsläufig, weil sie gemeinsam diesen Planeten bevölkert. Das wird in diesen Tagen für alle spürbar, die nur ein bisschen die Nachrichten verfolgen. Darin liegen Chancen. Das Problem ist leider, dass es wohl noch viele Tote geben wird und dass keineswegs gewährleistet ist, dass die Menschheit diese Chancen erkennt.

  6. Besten Dank, Herr Winter, für diese Informationen. Damit kann ich Prioritäten setzen; auch schon im noch frischen Alter von 72. Notvorräte werden nicht nötig sein; allenfalls ein 45 Jahre alter Cognac vom Ökowinzer Guy Pinard aus Foussignac/Charente (Geheimtipp). Und mal ein Spaziergang über den Südfriedhof in Sachsenhausen, um sich ein schönes Plätzchen auszusuchen (mit allem Komfort für die Auferstehung). Ansonsten alles auf sich zukommen lassen und Bronskis Bücher über einen ganz anders gearteten Virenkrieg lesen. Falls man’s überstehen sollte, nicht zu früh freuen. Die nächste Katastrophe aus der kapitalistisch-globalisierten Welt kommt bestimmt. Unsere Sünden bzw. die unserer Eltern, Großeltern etc. holen uns ein – siehe das Drama der Flüchtlinge und die Klimakatastrophe.

  7. Bronski sagt:

    Weitere Fragen:

    @ Klaus Philipp Mertens

    „Diese Ratlosigkeit ist das Ergebnis von permanenter Desorientierung durch offizielle oder offiziöse Stellungnahmen von Politikern und Fachleuten im Rundfunk“.

    Die Politiker suchen selbst nach Orientierung. Die sind in keiner leichten Situation. Professor Drosten sprach im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 von einer „Naturkatastrophe in Zeitlupe“. Damit beschreibt er die Vorgänge aus Sicht des Experten und wissenschaftlich nach meiner Einschätzung zutreffend. Doch er hat es leicht, solche Einschätzungen abzugeben, denn die reale Gefahrenabwägung liegt bei den Politikern. Und die müssen natürlich alles vermeiden, was in Richtung „Panikmache“ gehen könnte. Hamsterkäufe sind vermutlich das geringste Übel, das über uns kommt, wenn die Kommunikation mit der Öffentlichkeit aus dem Ruder läuft.
    Ich hatte zu diesem Thema eine interessante Unterhaltung mit einem Kollegen aus der Redaktion, der meinen Artikel scharf kritisiert hat, weil ich darin zu Hamsterkäufen aufriefe. Ich widerspreche: Ich rufe dazu auf, einen Notvorrat anzulegen, und zwar überlegt, kalkuliert und jetzt. Nicht erst dann, wenn Behörden anfangen, die Anschaffung eines Notvorrats zu empfehlen. Denn dann werden sich sehr viele Menschen auf den Weg machen und due Supermärkte und Discounter leerkaufen, und dann kann es zu Panik kommen. Daher bleibt mein Rat: Legen Sie sich einen Notvorrat an. Dasselbe habe ich auch dem Kollegen geraten, der für eine fünfköpfige Familie mit kleinen Kindern zu sorgen hat.

    „Wer ist gesund, wer ist es nicht, wer ist konkret gefährdet?“

    Aus Sicht von Medizinern ist natürlich niemand völlig gesund. Irgendwas findet sich immer. Kleiner Scherz am rande. Bezogen auf Sars-CoV-2: Wir wissen es nicht. Es gibt kein klares Bild, und es ist auch nicht möglich, eines herzustellen, weil das alles noch so frisch und neu ist. Gesund im gefragten Sinn wäre wohl jemand, der das Virus nicht in sich trägt, aber da die Infektion in vielen Fällen unauffällig verläuft und/oder mit einer Erkältung verwechselt werden kann, lässt sich diese Frage nicht einmal für die Experten des RKI beantworten. Sie versuchen, für Klarheit zu sorgen, und schaffen in Wirklichkeit Verwirrung. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir zu viel wissen wollen. Denn wir leben im Informationszeitalter und sind es mittlerweile gewohnt, alles Wissen zu einer Frage zur Verfügung zu haben, wenn sich diese Frage stellt. Das Problem hier ist allerdings, dass sich diese Frage erstmals stellt, so dass es noch kein Wissen gibt. Was soll man also tun? Geduldig sein?

    „Eine Corona-Infektion könnte dann vorliegen, wenn – und dann müssten die eindeutigen Symptome aufgelistet werden.“

    Das ist das nächste Problem: Es gibt meist keine eindeutigen Symptome. Wer von Sars-CoV-2 infiziert wurde, entwickelt möglicherweise niemals Symptome, kann das Virus aber trotzdem weitergeben. In vielen anderen Fällen entwickeln die Infizierten Symptome einer Erkältung, aber daraus kann man nicht zweifelsfrei auf Sars-CoV-2 schließen, denn es könnte ja auch eine normale Erkältung sein. Das ist dann ein Verdachtsfall. Wenn man nicht auf das Virus getestet wird, kann die klare Diagnose erst gestellt werden, wenn der Krankheitsverlauf schwer und eindeutig wird, also wenn Lungenentzündung und Atemnot hinzukommen. Die Klarheit, nach der es Sie verlangt, ist daher nicht gegeben, auch nicht für die Fachleute und Ärzte.

    Ich denke, wer FR gelesen hat, ist über die Maßnahmen und Methoden, die man zur Vermeidung einer Infektion ergreifen sollte, vollständig auf dem Laufenden. Hier gibt es einen Text über die typischen Symptome, die allerdings leider auch die typischen Symptome anderer Krankheiten sind, hier die Sars-CoV-2-FAQs. Zum Selbstschutz gibt es einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen: häufiges Händewaschen, Vermeidung von Menschenmengen, Niesen und Husten in die Armbeuge – das kennen Sie sicher.

  8. hans sagt:

    zu @ Klaus Philipp Mertens
    allenfalls ein 45 Jahre alter Cognac vom Ökowinzer Guy Pinard aus Foussignac/Charente
    Das scheint mir eine gute Idee zu sein. Heute habe ich in den Nachrichten gehört dass das Virus Alkohol nicht mag und man ihn jetzt kurzfristig als Desinfektionsmittel zugelassen hat.
    Herr Drosten macht das schon gut. Ich habe ihn vor 2 Wochen bei Mabritt Illner gehört. Das war schon heftig was er so alles erzählt hat. Das Jahr 2020 wird wohl in die Geschichte eingehen

  9. hans sagt:

    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87492038/coronavirus-arzt-ueber-ausnahmezustand-in-italien-die-situation-ist-dramatisch-.html
    Ich möchte weder Panik noch Angst verbreiten, aber wenn man diesen Bericht liest kann einem schon anders werden. Das Schlimme ist das diese Situationen auch auf uns zukommen können oder wohl auch werden.

  10. Hallo Bronski,
    Ist ja nett, dass sie die Politik in Schutz nehmen, aber ich glaube schon, dass es da Luft nach oben gibt. Als gestern Abend , im Brennpunkt, Herr Spahn gefragt wurde, wieso denn die Reaktion des Staates so unterschiedlich sei, hinsichtlich der Verbote öffentlicher Veranstaltungen, drehte und wendete er sich um nur ja nicht zu sagen, dass es ein Problem der Länder bzw. der Kommunen sei, statt klar zu sagen was Sache ist. Was soll das ?
    Keine Panik machen ist eine Sache, aber Anweisungen zu geben, die nachher nicht funktionieren, das ist Unsinn. Und davon gibt es einige.
    Über ihren Vorschlag, Vorräte anzulegen habe ich mich auch gewundert. Was heißt Vorräte, wieviel wovon, in normalen Zeiten hieß es auch immer einmal Vorräte anlegen für Notfälle. Das bedeutet aber auch, dass die in regelmäßigen Abständen aufgegessen werden müssen. Leider passiert das in vielen Fällen nicht und dann landet vermutlich das ganze im Müll. Für Ältere ist das ganze relativ einfach, man bleibt zu Hause. Wenn man jemand hat, der einen versorgt. Viele Läden liefern auch. Bedauerlich ist, der fehlende Kontakt mit Kindern und Enkeln, aber anders wird es nicht gehen. Wichtig ist doch, dass möglichst wenig Fälle im Krankenhaus landen, jedenfalls nicht mehr als Platz ist. Es sollte möglichst vermieden werden, dass, wie im TV erwähnt, in Italien die Ärzte vor der Aufgabe stehen, die Atemgeräte zuzuteilen, wer Pech hat, für den ist keines da. Also sollten alle Risikoleute versuchen möglichst nicht angesteckt zu werden. Das scheint mir das Hauptproblem zu sein. Man kann ja seine Spaziergänge machen, oder Gartenarbeit , oder was auch immer, aber eben der Kontakt mit Menschen sollte unterbleiben, bis die Dinge sich normalisiert haben. Die meisten Menschen unter 50/60 Jahren haben ja wohl wenig zu fürchten, wenn man den Experten glaubt. Früher oder später müssen dann ja auch die Älteren wieder ins Freie, das wird dann wohl manchen dahinraffen, dagegen ist dann wohl nichts zu machen, das ist Natur. Aber später sollte dann wieder Platz sein in den Krankenhäusern, so dass dann eine vernünftige Versorgung möglich ist.

    Hallo Herr Mertens,
    der Cognac hört sich lecker an, ich habe auch ein paar gute Tropfen für harte Tage im Schrank.
    Übrigens, wenn es einen schönen Sommer gibt, macht mir das im Haus sitzen nichts aus, da ist es dann so warm, da kann ich sowieso nicht raus. Alles über 35 Grad ist Zuviel für meine alten Knochen.

  11. Bronski sagt:

    @ Jürgen H. Winter

    Wo verteidige ich die Politik? Verwechseln Sie bitte nicht den Versuch, Politik zu verstehen, mit der Rechtfertigung ihres Agierens.

  12. Jürgen Malyssek sagt:

    Hallo Herr Winter,
    auch von meiner Stelle besten Dank für Ihre Aussagen. Sie haben auf jedenfall mental geholfen. Und die Portion Humor (Seuche v.d.Rentenversicherung!) kann auch nichts schaden.
    Da Sie der Älteste im Bunde sind – Chapeau!
    Ich bin übrigens Jahrgang 45 und ich merke, dass meine Ängste nicht mehr so schnell in Richtung Panik geraten. Trotzdem bleibe ich beim Thema sehr ernst und meine Ratlosigkeit ist nichts Vorgeschobenes.
    Das Interview mit Hernn Drosten habe ich nicht gesehen. Es ist wohl so, dass diese Seuche uns erhalten bleibt. Zumindest ist die Charité Berlin doch bekannt für ihre Kompetenzen.

    Was tatsächlich die Ratlosigkeit bzw. das Durcheinander fördert, sind unsere bundesrepublikanischen föderalen Strukturen. Guter Hinweis!
    Jedes Bundesland scheint es anders zu bewerten oder anzugehen. Das irritiert.
    Wie autorisiert sind die Gesundheitsämter wirklich, obgleich sie letztlich entscheiden (sollen)??
    Sie haben Recht, diese Reaktion der Bevölkerung hätte man sich schon längst bei der Klimakrise gewünscht. Aber erst die unmittelbare Gefährdung des eigenen Lebens bringt den Menschen auf Trab.
    Im Übrigen habe ich mir dann doch heute Abend, statt Cognac, einen Edelfrucht-Obstler gegönnt. Wenn es stimmt, dass der Virus keinen Alkohol mag?

    Morgen melde ich mich wieder (die Antworten von Bronski).

  13. hans sagt:

    https://www.pfaelzischer-merkur.de/alkohol-macht-corona-viren-schnell-den-garaus_aid-48905603
    Ich möchte das was ich über Alkohol geschrieben habe auch noch belegen. Ob er auch innerlich wirkt ist vielleicht noch nicht ausreichend untersucht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  14. Anna Hartl sagt:

    Am Beginn der Ausbreitung habe ich noch sehr nervös reagiert. War auch die Erste, die Schutzmaßnahmen im Büro angesprochen hat, da ich den Eindruck hatte, jetzt ist Handeln von Nöten.

    Klare Ansagen und ein gleichgeschaltetes Handeln aller Bundesländer ist eine Notwendigkeit. Vielleicht bringt das Treffen der Kanzlerin diese Woche auch hier eine Veränderung.

    Über eine Desinfektion von innen denke ich auch schon seit Tagen nach. Was auesserlich wirkt, kann von innen auch nützlich sein!? Leider besitze ich keinen Notvorrat an guten Tropfen.

    Mit dem übrigen Notvorrat bin ich auch noch nicht sehr weit gekommen. Zwischendurch hat es ja noch nicht Mal für den täglichen Bedarf gereicht. Keine Nudeln, kein Mehl, kein Wasser und was ich gar nicht verstehe, kein Toilettenpapier.

    Etwas graut mir vor Zuständen wie in Italien. Wenn ich nicht mehr in den Wald kann, nicht mehr radeln kann, gehe ich ein. Also hege ich die Hoffnung, dass es nicht so weit kommt und die Menschen die Hygieneempfehlungen beachten und wenn schon nicht anders, dann aus Selbstschutz, Menschenansammlungen meiden.

  15. hans sagt:

    zu @ Anna Hartl
    Über eine Desinfektion von innen denke ich auch schon seit Tagen nach. Was auesserlich wirkt, kann von innen auch nützlich sein!? Leider besitze ich keinen Notvorrat an guten Tropfen.
    Das sollte sich ja ändern lassen. Bei guten Tropfen sind die Regale ja noch nicht leer. Das Alkohol äußerlich wirkt hat auch das RKI gesagt. Corona fängt im Rachen an. Ob man da desinfizieren kann, keine Ahnung. Wenn es jemand versucht dann bitte ich hier Bericht zu erstatten.

  16. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Bronski

    Danke auch für die Antwortversuche.

    „Die Menschen haben dafür (Pandemie)die optimalen Bedingungen geschaffen.“

    Das glaube ich fest auch. Vielleicht ist es ja auch bequem, insbesondere die Reaktionen der Politik so im Fokus zu haben.
    Doch machen es die sehr unterschiedlichen Maßnahmen (ich nenne mal die leeren und die vollen Fußballstadien oder die Absagen von Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Größenordnungen)schwer „Verhältnismäßigkeit“ und „Angemessenheit“ festzumachen.

    Mit der Frage nach den „wirklichen“ Experten meinte ich die große Auswahl an Expertenstellen: Gesundheitsämter, Vereinigte Krankenkassen, Kliniken, Arztpraxen, Charité, Robert-Koch-Institut usw.
    Man halte sich v.a. an die Auskünfte der Virologen (Drosten u.a.), will ich so verstehen. Aber auch da, meine ich Unterschiedliches zu hören/lesen.

    Aber gut, will mich da auch nicht festbeißen.

    Habe ja beispielsweise am eigenen Leib erfahren müssen, einschließlich der nachträglichen Informationen, wie wenig etwa über die Sepsis (Blutvergiftung) allgemein bekannt ist! Es muss anscheinend erst passieren.

    „Denken als Kollektiv“

    Es beißt sich halt, die Bereitschaft zu Solidarität und unser inzwischen hochgradiges Nutzendenken, die Ellenbogengesellschaft und der Egoismus.
    Was man übrigens vom Fußball in seiner „reinen“ Form lernen kann, ist: Spielregeln einzuhalten! Sonst funktioniert es eben nicht.
    Der Fußball ist keine demokratische Veranstaltung!

    „EINE Probe für weitere folgende Pandemien …“

    Es bleibt weiterhin offen, ob die Menschheit ihre Chancen als Kollektiv als gemeinsame Verantwortung erkennt.
    Hier setzen meine Zweifel ein. Wiewohl es bei den Momenten der Eigenverantwortung, der Haltung und dem Mut des Einzelnen bleibt.
    Ich denke, dass Greta Thunberg (Klimakatastrophe) ein ganz gutes Beispiel für beides ist: Kollektives Bewusstsein und Eigenverantwortung (Mut).

  17. Hallo Frau Hartl,
    Der gute Tropfen als Notvorrat ist wohl eher fürs Gemüt und weniger medizinisch zu sehen, obgleich ich schon seit alter Zeit bei Halsschmerzen mit Hochprozentigem gurgle. Das treibt einem zwar die Tränen in die Augen, ist aber ein zuverlässiges Hausmittel gegen Halsschmerzen. Ob es gegen das Coronavirus hilft wage ich zu bezweifeln. Aber es schadet auch nicht, man soll ja gurgeln, nicht trinken.
    Das andere Problem, das sie ansprechen, sie können jederzeit in den Wald gehen, Fahrradfahren und was immer, sie müssen nur den Menschen aus dem Weg gehen. Menschen sind schlecht, aus vielerlei Gründen, aber im Zusammenhang mit Coronavirus ganz besonders. Also sie können machen, was sie wollen, sie müssen nur den Menschen aus dem Weg gehen . Wobei natürlich darauf zu achten ist, da, wo Menschen waren hinterlassen sie evtl. Viren, also alles abwaschen, aber im Wald sind sie relativ sicher.
    So wie ich das verstehe ist es wichtig, dass alle Risikoleute auf sich aufpassen, damit die Krankenhäuser nicht überlastet werden, das muss man den Alten eben sagen, sie schaden nicht nur sich sondern auch alle anderen. Nur noch auf Entfernung winken ist die Antwort. Alle Jüngeren sind nicht in Gefahr, jedenfalls nach dem jetzigen Stand der Dinge, wobei später im Jahr, wenn die Jüngeren alle infiziert sind, es für die Alten immer schwerer wird, der Sache aus dem Weg zu gehen, sind doch alle anderen dann infiziert. Ob es dann schon eine Impfung gibt ? Man kann nur hoffen, und dann gibt es ja auch noch den guten Tropfen.

  18. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    wenn die Jüngeren alle infiziert sind,
    Ich denke da liegt ein Denkfehler. Irgendwann sind die Jungen infiziert gewesen

  19. Ja, Hans, natürlich, irgendwann ist die Infektion durch und das wars dann, aber da wir ja alle erst einmal keine Immunität erworben haben bei diesem neuen Virus müssen wir schon Glück haben, nicht infiziert zu werden, aber was solls, an irgend etwas muss man halt sterben, ein wenig Fatalismus gehört schon dazu, ewig leben ist ja auch keine Maßnahme…Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Krankheiten mit denen die Missionare in Amerika unterwegs waren für die zu Missionierenden tödlich waren, die hatten eben auch keine Immunität erworben. Dafür kamen dann alle in den Himmel, oder ?Mit anderen Worten, so neu ist das alles nicht. Aber es schüttelt die Menschheit ganz schön durch.

  20. Anna Hartl sagt:

    Hallo Herr Winter,
    danke, habe gelacht.
    Ich dachte an die evtl. Zeit der Quarantäne. Wenn man das Haus nicht mehr verlassen darf, kein Wald, kein Fahrradfahren. Da wäre etwas hochprozentiges ein kleiner Trost und gleichzeitig eine „Kampfansage“ an die Viren.
    Gurgeln ist eine gute Idee, da ist man dann nicht ständig betrunken.

    An die von den „Jüngeren“ im Laufe des Jahres erworbene Immunität habe ich noch gar nicht gedacht. Das ist eine beängstigende Vorstellung. Das heißt auch, dass uns das eine lange Zeit begleiten wird. Da kann ich nur hoffen, dass das Augenmerk genauso lange auf der Hygiene bleibt und nicht die heutige Halbwertzeit an Aufmerksamkeit hat.

  21. hans sagt:

    Heute steht im Sportteil der FR ein Gespräch mit Kurt Mosetter. Das was er da sagt und an Ratschlägen gibt scheint mir sehr plausibel und ist eine mit einiger Wahrscheinlichkeit funktionierende Handlungsanweisung für alle Älteren die überleben wollen. Eine Garantie gibt es dafür wohl nicht aber er hat recht das wir es wohl nicht mit einer Pandemie zu tun haben die mit der Pest vergleichbar ist. In % ist die Zahl der Menschen, auch Ältere, ja nicht so hoch das es nicht möglich ist zu überleben. Die Frage was kann man tun ist also berechtigt und der Ratschlag das Immunsystem zu stärken scheint mir nicht der Schlechteste zu sein.

  22. Martin Böttiger sagt:

    Bernd Hontschiks Kommentare sind immer wieder erfrischend zu lesen. Insbesondere sein Hinweis auf die Satellitenbilder, die in der Region um Wuhan seit Februar einen klaren Himmel statt einer dunkelbraunen Verfärbung der Atmosphäre zeigten. Erstaunlich nur, dass er gedanklich nicht einen Schritt weiter geht und eine naheliegende Frage oder Hypothese ausspricht: Könnte es nicht sein, dass eine extrem hohe Schadstoffbelastung, NOx und Feinstaub, einen entscheidenden Faktor in der Ausbreitung und dem wie es aussieht unterschiedlich schweren Verlauf der Infektionen mit Coronavirus darstellt? Jedenfalls wäre das eine sorgfältig zu überprüfende Hypothese. Wegen der schwierigen Datenlage ist das allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe (die man besser nicht den legendären 100 deutschen luftschadstoffverharmlosenden Pulmologen anvertrauen sollte).

  23. Merve Hölter sagt:

    Angesichts der zunehmenden Corona-panik frage ich Trost suchend mit Kästner: „Wo bleibt das Positive?“ Da gibt es schon einiges. Norwegen hat jetzt das Nato-Großmanöver vorzeitig gestoppt (Virus besiegt Kriegsspiel. B-Waffe also unbeherrschbar). Italien und Großbritannien wollen endlich ihr marodes Gesundheitswesen auf die Beine bringen (Virus ist der Weckruf). Fußball wird vor leeren Stadien gespielt (Virus läßt aufgeheizte und aufgehetzte Massen verschwinden und vielleicht das Milliardengeschäft der FIFA einbrechen).
    Und es mag sich freuen, wer mag: Jens Spahn hat die Profilierungschance seines Lebens (man denke an Helmut Schmidt und die Sturmflut 1962 und an Gerhard Schröder, Oderbruch 2002).
    Besinnung auf das Wesentliche heißt die Lehre aus Corona. Und wenn es noch biblische Ausmaße annehmen sollte, dann erst recht. Virus, Virus, gib mir meine Gemütsruhe wieder.

  24. Gregor Böckermann sagt:

    Seit Beginn der Mahnwachen der „Ordensleute für den Frieden“ vor der Deutschen Bank in Frankfurt am Main habe ich immer behauptet: „Noch zu meinen Lebzeiten werde ich das Ende des Kapitalismus erleben“. Mit zunehmendem Alter und nach einigen Erkrankungen wurde ich immer kleinlauter. Zwar kündigten wir bei der Hauptversammlung 2019 das Ende der Deutschen Bank an, aber das Ende des Kapitalismus mussten wir offen lassen. Nun schreibt Dr. Hontschik: „Das Corona-Virus zwingt die Welt zu einer kollektiven Vollbremsung, zu Nullwachstum, fast zum Stillstand, sozusagen zu einer viralen Deglobalisierung.“ Ist das der lang ersehnte Durchbruch?

  25. Melanie Oswald sagt:

    Ich danke Ihnen, Herr Lutz Büge, für ihre durchdachte und sozial gedachte Analyse „Die Epidemie fordert uns als Kollektiv heraus“. Meine Gedanken waren heute Morgen beim Aufwachen den Ihren an einigen Stellen gleich, und in dem Wunsch, etwas bewegen zu können, habe ich mich an das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt gewandt. Als Lehrerin an einer Frankfurter Schule habe ich meinen dringenden Wunsch kundgetan, Schulen für einige Wochen zu schließen, um auch somit einer rapiden und schnellen Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 entgegenwirken zu können. Ich weiß aus Erfahrung, wie schnell sich Viren in Schulen ausbreiten können. Sie, Herr Büge, gehen weiter und schlagen vor, alles und viel mehr herunterzufahren, um vor allem ältere und anfälligere Bevölkerungsgruppen zu schützen, die bei einer rapiden Ausbreitung nicht mehr intensivmedizinisch betreut werden können. Dies müsste schnell passieren, um noch zum Erfolg führen zu können. Ich danke ihnen für Ihre Worte, in denen meine Sorge um die Ansteckungsgefahr und die Folgen für ältere wie vorbelastete Menschen gehört und Lösungen formuliert werden, die da wären, für etwa zwei Wochen Institutionen wie Universitäten, Schulen usw. zu schließen, um die rapide Verbreitung zu stoppen. Die Bagatellisierung einer möglichen und schnellen Ausbreitung des Coronavirus macht mich traurig, wütend und hilflos! Hier werden die Folgen für unser Gesundheitssystem und die dann Betroffenen nicht bedacht. Denn diejenigen, die die Situation in den Krankenhäusern, ob als Patient oder Personal, dann aushalten müssen, tragen die Konsequenzen davon, wenn es nicht schnellstens zu präventiven Maßnahmen kommt. Außerdem die Personen, die geliebte Angehörige oder Freunde verlieren. Hier liegt die Verantwortung der Entscheidungsträger. Ich würde mir so sehr wünschen, dass sie diese Verantwortung ernst nehmen und agieren. Jetzt!

  26. Dieter Murmann sagt:

    Jahrelang analysieren Wissenschaftler die menschengemachte Klimaveränderung, warnen vor einer Katastrophe, und zeigen Maßnahmen für die unbedingt erforderliche CO2-Reduktion auf. Lösungsansätze gibt es genug, aber die Politik negiert sie und setzt auf ein „weiter so“. Die Wirtschaft muss wachsen, da sonst, nach Meinung der Politiker, das Chaos ausbricht. Viele glauben daran, dass uns noch eine ganz geniale technische Lösung einfällt, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Und das ganze natürlich, ohne dass wir Veränderungen in unserer Lebensweise in Kauf nehmen müssen.
    Nun haben wir zwar keine technische Lösung gefunden, aber einen biologischen Helfer, der uns bei der überfälligen Reduzierung der Treibhausgase unterstützt. Dieser Helfer hat auch maßgeblichen Einfluss auf unser Konsumverhalten. Die ganze Diskussion um übermäßigen Ressourcenverbrauch und Konsum, Flugreisen, Luftverschmutzung usw. verändert sich. Nicht mehr das neueste Smartphone steht auf der Einkaufsliste ganz vorne. Nein, wir stürzen uns auf Toilettenpapier und nicht verderbliche Lebensmittel wie z.B. Nudeln und Dosenfutter um die „Katastrophe“ zu überstehen. Sie haben es erkannt. Unser Helfer bei der Vermeidung der Klimakatastrophe ist das Coronavirus. Dieser kleine biologische Helfer rückt unsere Einstellung zur Umwelt wieder in den richtigen Rahmen. Wir erkennen plötzlich, dass wir ein ganz kleines Rädchen in dem ganzen Gefüge, dass wir Natur nennen, sind. Bis vor kurzem haben wir noch geglaubt, dass wir auf unsere Umwelt, von der wir ein Teil sind, keine Rücksicht nehmen müssen und uns alles erlauben können. Plötzlich sehen wir, wie anfällig unser System ist und wie schnell es aus dem Ruder laufen kann. Das kleine Virus hat wahrscheinlich in kurzer Zeit mehr CO2-Ausstoß verhindert, als alle politischen Maßnahmen der letzten Jahre zusammen. Eigentlich muss man dem Erreger dafür danken, dass er uns unsere Grenzen aufgezeigt hat. Ich hoffe nur, dass die Auswirkungen dieser Erkenntnis eine Weile anhalten und in Aktionen münden, die uns helfen, unsere Erde lebenswert zu erhalten. Das Virus wird uns nicht ausrotten, aber wenn wir weiter so unbedarft unsere Umwelt zerstören, wird die Menschheit wohl in eine echte Existenzkrise geraten.

  27. Jeffrey Myers sagt:

    In Zeiten des neuen Coronavirus assoziiert man das Wort „Quarantäne“ gleich mit einer ansteckenden Krankheit. Um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern, werden Menschen mit Verdacht auf ein ansteckendes Virus in Isolation versetzt, eben unter Quarantäne gestellt.
    Weil aber der Ursprung des Wortes in Zeiten der Seuchen im Mittelalter auf die biblische Zahl „40“ verweist (quarantina di giorni) und das Sich-Zurückziehen in der Bibel berücksichtigt (vgl. 3. Buch Mose), bietet „Quarantäne“ als Begriff auch Anregungen für die Passionszeit. Denn die bewusste Entscheidung, sich für 40 Tage – zumindest innerlich – zurückzuziehen, liegt im Zentrum der Fastenzeit. Interessanterweise deutet der Begriff cuarantena im spanischsprechenden Kontext auf die Wichtigkeit einer gewissen Zeit „alleine“ für Mütter mit ihren Neugeborenen direkt nach der Geburt hin, was der Gesundheit und der Beziehung dienen soll.
    Gerade Zeiten des Alleinseins, sagte einmal Dietrich Bonhoeffer, dessen Todestag sich am bevorstehenden Gründonnerstag zum 75. Mal jährt, seien ungeheuer wichtig: „Wer Gemeinschaft will ohne Alleinsein, der stürzt in die Leere der Worte und Gefühle… Christen, die nicht allein mit sich fertig werden können, […] hoffen in der Gemeinschaft anderer Menschen Hilfe zu erfahren. Meist werden sie enttäuscht und machen dann der Gemeinschaft zum Vorwurf, was ihre eigenste Schuld ist… Suchst du Gott allein, so wirst du Freude empfangen.“ – aus Gemeinsames Leben
    Ferner regt das Wort Quarantäne – gerade in der Passionszeit – an, sich solidarisch zu zeigen mit Menschen, die aus verschiedenen Gründen isoliert sind bzw. sich in Quarantäne befinden. Gefordert sind wir, unser Mitgefühl und unsere Betroffenheit zu zeigen, sei es durch eine Karte oder einen mit der Hand geschriebenen Brief über Amnesty International, sei es durch Gebet oder ein Geschenk. Sich während der 40 Tage der Passionszeit gedanklich und/oder physisch zurückzuziehen, schärft die Wahrnehmung für das Schicksal von Menschen, die sich ungewollt in Isolation befinden – wie die zahllosen Menschen, die zurzeit durch das Coronavirus infiziert sind oder unter Verdacht stehen, erkrankt zu sein. Und die Passionszeit als Quarantäne schärft den Blick für denjenigen, der ab Palmsonntag zunehmend alleine nach Jerusalem geht, bis er schließlich alleine am Kreuz stirbt. Damit am Ende keine Quarantäne das letzte Wort behält.

  28. Jochen Ickert sagt:

    Es erscheint sinnvoll, trotz des für viele von uns unklar erscheinenden Gefahr einen kühlen Kopf zu bewahren und uns den gesunden Menschenverstand zu erhalten.
    Nach übereinstimmenden Berichten in verschiedenen seriösen Medien wie überregionale Tageszeitungen und Webseiten der Gesundheitsämter ist für die meisten von uns das Risiko einer schweren Erkrankung eher gering. Von schweren Erkrankungen sind eher „vorbelastete“ Menschen hohen Alters oder mit erhöhter Anfälligkeit betroffen. Dieses gilt auch für die „normale Grippe“ wie für den nächsten Hitzesommer. Alle Quellen berichten übereinstimmend, dass regelmäßiges sorgfältiges Händewaschen eine hoch-effiziente Schutzmaßnahme ist.
    Deshalb ist die in Teilen der Bevölkerung aufkommende Panik ausgesprochen schädlich! Atemmasken bieten für Normalbürger wenig bis gar keinen Schutz – vor allem, wenn diese dann wegen des vermeintlichen Schutzes durch die Maske das Händewaschen vernachlässigen. Schlimmer noch: Wegen der massiven Hamsterkäufe auch von Atem-Masken fehlen diese für Ärzt/innen und anderes medizinisches Personal, für deren spezifische Situation Atemmasken tatsächlich einen Schutz bieten können.
    Auch das massive Hamstern von normalen Hygiene-Artikeln für den Alltag ist kontra-produktiv. Wenn Seife, Einweg-Taschentücher, Müllbeutel etc. nur schwer oder gar nicht verfügbar sind, beeinträchtigt dieses die allgemeine Hygiene. Dann wird mangels Taschentuch in die Hand geschneuzt, die Hände mangels Seife nicht gewaschen, und so weiter. Der vorsorgliche Kauf eines Packs mehr ist nicht das Problem, aber das massive Horten ganzer Vorräte.
    Auch von Seiten der Gesundheitsbehörden wäre hier eine entsprechende Aufklärung hilfreich, ebenso das Eingehen auf die tatsächliche Situation. Was hilft der Rat, mit meiner Ärztin im Krankheitsfall telefonisch einen Termin zu vereinbaren, wenn diese schon im Normalfall schwer über das Telefon erreichbar ist. Also wäre gegebenenfalls am sinnvollsten, persönlich oder über einen Vertrauten bei den Sprechstundenhilfen vorzusprechen und so einen Termin zu vereinbaren. Das geht in einer Großstadt mit überschaubarer Entfernung zur Ärztin und sehr gutem Nahverkehr. Was aber sollen Landbewohner machen?

  29. Wulf Schmiedeknecht sagt:

    In den vielen Berichten zur möglichen Übertragung der Coronavirus Lungenkrakheit, fehlt bisher der Hinweis auf unsere Benutzung des ÖPNV und der Teilnahme am Flug und Bahnverkehr. Auf engem Raum zusammengedrängt werden die Passagiere Schnupfern, Hustern und virenverseuchten Klimaanlagen ausgesetzt. Die Benutzung dieser „Bazillenmutterschiffe“ ist im Falle Coronavirus m.e. wesentlich Ansteckungsgefährlicher als die teilnahme an Veranstaltungen, bei denen man den Abstand zu seinem Mitmenschen noch regeln kann und nicht einer u.u. virenverseuchten Klimaanlage ausgesetzt ist. Auch als das Coronavirus noch nicht eine Bedrohung bedeutetet, war besonders in der Zeit vom November bis März die Grippe gerade in den Massenverkehrsmitteln eine Vorhersehbare Ansteckungsgefahr. So sollte man im Augenblickdie Nichtbenutzung der Massenverkehrsmittel bei der Gefahr einer Coronavirus Ansteckungsgefahr vor allem den Altersbetroffenen als Schutzmassnahme empfehlen.

  30. Patrizia Frada sagt:

    Nach dem Besuch in zwei Frankfurter Krankenhäusern bin ich entsetzt über die fehlenden Maßnahmen zuerst gegen Coronavirus, aber sonst gegen allgemeine Krankheitserreger.
    Weder im Bürgerhospital noch im Maingau werden die elementarsten Maßnahmen gegen Ansteckung ergriffen, in den Warteräumen sitzen hoverdächtige Patienten, die herum deftig husten und keinen Mundschutz tragen.Sie halten sich nicht am Aushang an der Einganstür (Im Falle von Husten/Grippe etc etc draussen warten und Personal anrufen) aber sie werden anscheinend auch nicht dafür aufgefordert.Im Maingau hat sogar ein Arzt ständig gehustet und keinen Arm vor dem Mund gehalten.
    Was nutzen die Appellen von Herrn Spahn und Frau Merkel, wenn nicht mal Medizinpersonal vernunftig agiert?
    Ein Lob an die Städtische Bühnen, die verantwortungsvoll agieren.
    Weniger lobenswert die Untätigkeit vom Traffiq, Betrieb der die Wagen nicht desinfiziert, obwohl nachgewiesen ist, dass an Metallteilen die Viren 12 Stunden überleben. Und es wird nicht verraten, wie oft die Wagen „gereinigt“ werden. Wer mit der U5 täglich fährt, muss einen tollen Gestank aushalten.
    Es handelt sich meinerseits nicht um Hysterie, die Pandemie ist da.
    Wann werden die Behörden die Situation in allen Einrichtungen ernst nehmen?

  31. Dr. Volkmar Günzler-Pukall sagt:

    Was kann jeder selbst tun, um sich zu schützen? Ich habe aus der medizinischen Literatur Informationen zusammengetragen, die die folgenden Empfehlungen begründen:
    Rauchern, insbesondere fortgeschrittenen Alters wird empfohlen, das Rauchen einzustellen, zumindest bis die Corona-Epidemie abgeklungen ist.
    Patienten mit häufigen Infektionen im Kindesalter einschließlich Otitis Media haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko zu erkranken und sollten besondere Vorsicht walten lassen.
    Für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C sollte gesorgt werden.
    Es scheint im jetzigen Chaos sehr schwer, sich Gehör zu verschaffen. Ich habe diese Empfehlungen vor einigen Tagen auf der Website des Deutschen Ärzteblattes gepostet, leider bisher ohne Resonanz.
    Vor allen Dingen der Zusammenhang von Vitamin C und Virus-Abwehr scheint den Wenigsten bewusst zu sein, dabei ist das Lehrbuchwissen. Man glaubt, Vitamin C sei „irgendwie“ bei Erkältungen nützlich, aber das stimmt nicht. Es handelt sich um einen klar definierten molekularen Mechanismus. Auch die Diskussion um Covid-19 und Rauchen scheint mir hierzulande nicht auf dem neuesten Stand.

  32. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Dr. Volkmar Günzler-Pukall

    ich denke, dass Empfehlungen und Warnungen inzwischen auf fruchtbarerem Boden fallen als noch vor kurzer Zeit.
    Es ist etwa bis zum Allerheiligsten, dem Fußballsport, vorgedrungen.
    Wie es etwa bei Rauchern ankommt, weiß ich nicht. Aber es ist immer ein dickes Brett zum Bohren gewesen.

  33. hans sagt:

    zu @ Jürgen Malyssek
    Sie haben ohne Zweifel recht. Wenn man heute morgen um 11 Uhr Zitronen kaufen wollte was das völlig aussichtslos. Alles ausverkauft

  34. hans sagt:

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-donald-trump-will-deutsche-impfstoff-firma-in-die-usa-locken-a-9d82d0a2-2d0d-4163-ad22-29be2aedbaf2
    Ich habe das heute morgen für eine lächerliche Falschmeldung gehalten. Bei Trump ist das aber wohl gefährlich.

  35. Peter Boettel sagt:

    Leider ist es keine Falschmeldung. Damit offenbart sich der Charakter Trumps, wenn er von der Firma Exclusivrechte für die USA kaufen will.

    Hier sollte die Bundesregierung ein Verbot an die Firma erlassen. Ein Exclusivrecht für irgendein Land oder einen Kontinent wäre vorsätzliche Körperverletzung mit Todesfolge.

    Allein deshalb gehört dieser Irre im weißen Haus nicht länger an der Macht, sondern in den Knast!

  36. Bronski sagt:

    Kurze Info zwischenrein: Die Forschung der Firma CureVac, um die es geht, wird mit öffentlichen Geldern gefördert und steht noch ziemlich am Anfang. Es gibt noch keine Patente. Trump kann gern versuchen, Wissenschaftler abzuwerben. Das tun die USA ohnehin ständig. Seine Aktion ist dennoch klar populistisch und wahlkampfbedingt. Einer der Gründer dieser Firma ist übrigens der bekannte Philanthrop Dietmar Hopp (SAP-Gründer), über den gerade an anderer Stelle hier im Blog wegen der Schmähungen durch Fußballfans diskutiert wird. Ein Impfstoff exklusiv für die USA, wie Trump ihn will, dürfte Hopps Maximen grundlegend zuwider laufen. Die Geschäftsführung von CureVac hat das nach einem Bericht des „Mannheimer Morgen“ bereits ausgeschlossen. Die Firma will einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln. Wir dürfen also gelassen sein. Damit dürfte sich mehr Geld verdienen lassen als mit einem exklusiven Impfstoff nur für die USA.

  37. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Peter Boettel

    Wir müssen uns klar darüber sein, dass Trump nicht irre ist, aber hochgefährlich!

    Wenn in den USA das Gesundheitssystem micht mehr ausreichend funktioniert, wovon man bald ausgehen kann, dann ist Trump vielleicht am Ende. Vielleicht.

  38. Robert Maxeiner sagt:

    Wir haben es hier mit drei erfreulichen Fakten zu tun, die Hoffnung für die Zukunft geben: Im Rahmen der Corona-Pandemie zeigen sich in der Bundesregierung Fähigkeiten und Bereitschaft zur Vernetzung, Solidarität (in diesem Fall für Unternehmen), und es ist genug Geld in den Kassen, nämlich Milliarden, die zur Unterstützung ausgegeben werden können. Zukünftig können wir uns also freuen, dass Vergleichbares geschieht, damit Flüchtlinge nicht mehr länger im Mittelmeer ertrinken oder an der deutsch-türkischen Grenze unter elenden Zuständen verharren müssen, dass, statt windige Ablasshändel zu finanzieren, etwas wirklich Fundamentales gegen die Klimakatastrophe getan wird, dass pflegebedürftige Menschen endlich menschenwürdig versorgt und Altenpflegerinnen und Altenpfleger besser bezahlt werden, Erzieherinnen und Erzieher auch, dass Menschen in diesem Land präventiv und nachhaltig vor rechten Terror geschützt werden, dass Arbeitslose nicht mehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden, dass soziale Einrichtungen nicht mehr unter dem heuchlerischen Vorwand von Inklusion kaputt gespart werden, dass Kinder Kinder sein dürfen und nicht als Leistungsempfänger und zukünftige Leistungsträger behandelt werden. Oder unterliege ich da einem Denkfehler, und es sind die Einen, die gefördert werden, und die Anderen, von denen gefordert wird?

  39. Hallo Herr Maxeiner,
    Sagen sie mal, bis jetzt erschienen mir ihre Kommentare durchaus realistisch, was ist passiert, Zuviel Sonne ? Obgleich vieles von dem, was jetzt passiert gut bis sehr gut ist fürs Klima, ich fürchte der Rest der Welt wird weiter leiden, vermutlich sogar noch mehr als vorher, gilt es doch uns selbst zu schützen, da sind wir von Herrn T in USA gar nicht so weit entfernt. Das sind Naturgesetze, da kann keiner gegen an.
    Übrigens, die indigene Bevölkerung Afrikas scheint von Covid 19 nicht sehr betroffen zu sein (FR vor einigen Tagen) nur die Weißen sind betroffen. Die Afrikaner haben was Krankheiten angeht einen großen Vorteil, deshalb hat der weiße Mann ihnen auch den Kontinent nicht weggenommen. Meist hielt der weiße Mann es nur ein paar Jahre aus, dann war er entweder tot oder wieder weg. Im Gegensatz zu Amerika, Australien usw. da war die Urbevölkerung dem europäischen Schnupfen nicht gewachsen, gegen den gibt es meines Wissen bis jetzt keine Impfung. Wir haben uns eben daran gewöhnt, Menschen die das erste Mal mit dem Schnupfen in Kontakt kommen haben nur eine kleine Überlebenschance, Lungenentzündung und das wars dann. Der Tod vieler Eskimos und Indianer.In vielen Fällen brachten die Missionare das“ Heil“, wenn auch sicher nicht absichtlich. Huxley, Aldous, nennt übrigens den Herrn im Himmel den “ Cosmic Joker“, in diesem speziellen Fall durchaus berechtigt. Zu den gegenwärtigen Zeitläuften gibt es eben die verschiedensten Aspekte, da wird die Menschheit einmal richtig durchgerüttelt, Zeit darüber nachzudenken, ob bis jetzt alles richtig gelaufen ist. So manches könnte man und sollte man ändern, aber ich fürchte, ihre Vorschläge werden nicht berücksichtigt.

  40. Peter Fröhlich sagt:

    Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise sind zweifellos ernst. Aber vielleicht öffnet Sars-CoV-2 einigen unserer Verantwortlichen aus der Politik auch die Augen. Wenn für sie persönlich plötzlich kein Krankenbett oder vielleicht keine Pflegerin zur Verfügung steht, weil die Verwandlung unseres Gesundheitssystems in ein profitorientieres, auf die Interessen einiger Weniger ausgerichtetes Geschäftsmodell das so bewirkt hat.
    Vielleicht denken sie einmal darüber nach, ob ein so reiches Land wie Deutschland sich doch lieber ein staatliches System leisten sollte, das nicht am Profit ausgerichtet ist (auch wenn es möglicherweise einiges mehr kosten könnte). Wäre es denn wirklich nicht zumutbar, wenn die sehr Vermögenden, die ausreichend gut Gestellten unserer Gesellschaft, einige hundert Euro im Jahr mehr zahlen müssten? Wäre es das nicht wert, um dafür ein System zu erhalten, das nicht unter überlasteten Ärzten und fehlendem Personal leidet? Einen Urlaub, ein paar Klamotten, ein paar Events weniger wäre doch ein geringer Preis!
    Leider glaube ich, dass solche Gedanken wahrscheinlich sehr schnell verschwinden werden, sobald die Corona-Krise (hoffentlich) vorbei sein wird.

  41. Diana Tetzner sagt:

    Ich (49 J.) arbeite als PK auf einer Kinder-Infektionsstation und bin besorgt, da ich derzeit noch in der Versorgung von Influenza A+B eingebunden bin. Bezüglich der Bedenken vieler Pflegekräfte: Ja – auch ich habe Angst, aber nicht vor einer Ansteckung sondern vor dem was uns erwartet und dass dies über meine Leistungsfähigkeit hinaus gehen könnte! Und bzgl. der allgemeinen Frustration: ja – wir blicken zurück auf 30 Jahre verfehlter Gesundheitspolitik mit pauschal vergüteten Pflegeleistungen (= Abbau von guter Pflege unter der G-DRG), Krankenhaussterben, Privatisierungen und einem Personalabbau, fern jeglicher Vernunft. Jetzt wird dem Personaldefizit zum ersten mal „zart“ entgegen gewirkt und schon haben wir die Belastungsprobe Covid-19. Jetzt wird sich vermutlich in den nächsten 3-4 Wochen zeigen warum Gesundheitsversorgung hauptsächlich in öffentlicher Hand, fern jeglichen Profitstreben, bleiben sollte!
    BITTE HELFEN SIE ALLE MIT
    Ich appelliere an ALLE: BITTE helfen Sie mit, helfen SIE UNS, dem Personal im Gesundheitswesen, unsere Risiko-Patienten/ Senioren zu schützen, helfen SIE allein stehenden Menschen in Ihrer Nachbarschaft, helfen SIE sich SELBST, damit dies eine überschaubare Kriese bleibt!
    Bitte kooperieren Sie in ihrem eigenem Interesse, damit es nicht zu einer unkontrollierbaren Zuspitzung der Infektionsraten kommt! Vielleicht wirkt sich auch der kommende Frühling (Wärme/ Sonnenlicht), ähnlich wie bei den Influenza-Viren, hemmend auf die Verbreitung aus? Vielleicht kommen wir in Europa, mit unserem insgesamt guten Gesundheitsstatus, mit einem blauen Auge davon? Ich wünsche mir das sehr! Aber bis es überstanden ist, sind die Vorgaben des RKI meine neue Bibel und helfen mir mich selbst zu schützen!
    Bis dahin halten SIE SICH BITTE an die offiziellen Empfehlungen, meiden Sie große Menschenansammlungen, separieren Sie sich, wenn Sie bei sich Infektzeichen bemerken, trainieren Sie sich eine „gute“ Händehygiene (Seife reicht!) an, halten Sie sich zwingend an die Besuchsverbote der Krankenhäuser und Seniorenheime, sie schützen damit Schwächere. IHRE DISZIPLIN, IHR VERHALTEN kann in der Summe helfen, die Entwicklung der Infektionsraten zu verlangsamen!! Helfen Sie aktiv mit, unsere NOTFALLAMBULANZEN nicht mit Wehwechen zu verstopfen. Melden Sie sich im Zweifel erst mal telefonisch bei Ihrem Hausarzt, wenn Sie ernsthaft befürchten am Virus selbst erkrankt zu sein. Sie geben damit dem Personal in der Gesundheitsversorgung mehr Luft und Zeit sich gut um alle Schwerkranke zu kümmern. Denken Sie bitte auch an die anderen Berufsgruppen, die das öffentliche Leben aufrecht erhalten müssen und sich nicht im Home-Office flüchten können. Seien Sie rücksichtsvoll, verzichten Sie auf Umarmungen, Händeschütteln, Bussis, denken Sie an die Gesundheit aller und husten und niesen Sie in die Ellbeuge. Und ich DANKE ALLEN (es sind nicht wenige!) die das Ganze schon zum Wohle aller umsetzen.

  42. Hartmut Willibald Rencker sagt:

    Die Natur schlägt zurück. Corona ist der Preis der klimaschädlichen Flug-Mobilität, der Globalisierung und der seuchenanfälligen Massenpopulation. Der Virus hat schon mehr an Klimaschonung bewirkt als alle politischen Verrenkungen. Längst greift die Flugscham um sich. Und so mancher wird sich fragen, ob man vielleicht doch in Frieden leben und sterben kann, ohne die Chinesische Mauer, Neuseeland, die Karibik oder die Elendsviertel von Südafrika gesehen zu haben.
    Der Virus ist den sehr variablen Grippeviren ähnlich. Eine dauerhafte Immunität genesener Erkrankter beschränkt sich auf den überwundenen Typ, nicht aber auf dessen Abkömmlinge. So wie es keine dauerhafte Grippe-Immunität gibt und bei dem gewöhnlichen Schnupfen schon gar nicht, dürfte Corona zum lästigen Dauergast werden. Sollte es zu der erwarteten Durchseuchung von 70% bei 1% Letalität kommen, wären das alleine in Deutschland über 500.000 Todesfälle bei gesundheitlich angeschlagenen und alten Menschen. In Fachkreisen wird längst eine Entspannung für die Sozialkasssen erwartet.
    Dennoch gibt es zumindest wirtschaftlich einen positiven Aspekt. Es wird über die Globalisierung nachgedacht werden müssen. Das deutsche BIP besteht zu ca. 65% aus Dienstleistungen. Davon kann keiner leben. Die ehemalige Wertschöpfung ist billig ausgelagert. Elektronik, Fototechnik, Pharmazie-Grundstoffe, alles weg, sogar Baustahl wird mit großem Transportaufwand aus China, Indien und der Türkei importiert. Übrig ist die flächenverschlingende Betonorgie sowie die fragil gewordene Monokultur Auto. Und ob Stadtpanzer Wertschöpfung oder Wertvernichtung darstellen, muss hier nicht diskutiert werden.

  43. Hans-Peter Basler sagt:

    Für die Bewältigung der Coronakrise sind freie Krankenhauskapazitäten von entscheidender Bedeutung. Um Raum für die Behandlung von immer mehr Coronapatienten zu schaffen, wird erwogen, planbare Operationen zu verschieben. Darüber hinaus sollte man darüber nachdenken, wie sich die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr verringern lässt. Im vergangenen Jahr sind rund 384 000 Personen verletzt worden, das waren mehr als 1000 Personen im Tagesdurchschnitt, die medizinisch betreut werden mussten, ein Teil von ihnen intensiv. Dem Motto der Bundeskanzlerin folgend, dass alles getan werden soll, was möglich ist, schlage ich vor, zur Reduzierung des Verletzungsrisikos im Straßenverkehr für die Dauer der Coronakrise eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung mit der Staffelung 30/80/100 für Stadt/Land/Autobahn einzuführen.

  44. Wilhelm Hüls sagt:

    Die Unsicherheit bei der Coronakrise ist groß. Politische Gegenmaßnahmen werden von Land zu Land sehr unterschiedlich gehandhabt und ändern sich fast täglich. Von der Wissenschaft werden eindeutige Hinweise über Entwicklung sowie Bekämpfung der Coronakrise erwartet und eingefordert. Aber auf diesem Gebiet ist nur das Unsichere/Noch-nicht-Bekannte sicher. Trotzdem ist das Verlangen nach „von oben“ angeordneten Maßnahmen groß. Und so wird auch seitens der Politik gesagt, dass „alles Nötige“ getan würde.
    Ganz anders sieht es bei der Klimakrise aus. Hier sind die Fakten bekannt. Weit über 90 Prozent der Wissenschaftler sind sich über die Ursachen und Folgen der Klimakrise einig. Die Politiker wissen längst, welche Gegenmaßnahmen durchgeführt werden müssten. Auch die Umweltverbände fordern diese ein. Viele – vor allem junge Menschen – verlangen politische Entscheidungen. Doch weiterhin werden wider besseren Wissens klimaschädliche Energien subventioniert, der Ausbau regenerativer Energien behindert. Der Zubau an Windkraftanlagen ist minimal, den Solardeckel – also das Ende der Förderung der Solarenergie – gibt es immer (13.3.2020) noch.
    Und wie ist es beim Verhalten der Menschen? Hamsterkäufe, das Horten von Hygieneartikeln, das Tragen von Schutzmasken und Desinfizieren der Hände sind alltäglich. Desinfizierung, Maskenschutz und die Vermeidung von Sozialkontakten sind aber eigentlich bisher die einzig gesicherten Gegenmaßnahmen gegen das Coronavirus.
    Ganz anders beim Klimaschutz: Nötige Verhaltensänderungen sind sattsam bekannt, werden aber kaum durchgeführt. Wie ist das also bei der „Krone der Schöpfung“/dem Menschen mit der Vernunft? Wann wird dort reagiert, wo man genau weiß, dass es wirksam ist? Oder ist die Angst (wie beim Coronavirus) bei der Klimakrise nicht groß genug?

  45. Udo Käutner sagt:

    Ob und inwieweit die bisher verhängten Maßnahmen gegen das Coronavirus zielführend sein werden oder aber in die Rubrik „Aktionismus“ einzuordnen sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass die derzeit viel beschworenen Wunderwaffen im Kampf gegen das Virus, nämlich Homeoffice und häusliche Quarantäne, ab Mitte Dezember vermutlich zu einem Babyboom führen werden. Das wäre dann doch – zumal in der Weihnachtszeit beginnend – eine schöne Bescherung.

  46. Anita u. F.W. Osterloh sagt:

    Näher betrachtet hat der Coronavirus auch einige positive Seiten Im Gegensatz zum Wirtschaftsminister, der sich bei der Bekämpfung der Erderwärmunn nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, scheint „Mr. Crown“ ganze arbeit zu leisten. Einige Millionenstädte in China sind verwaist, was sich für die Gesundheit der Bürger sehr positiv auswirkt, dadurch dass sich die Luft wesentlich verbessert hat. Sogar aus dem All kann man es erkennen. Es ist anzunehmen, dass durch die verbeserten klimatischen Bedingungen, die durchschnittliche Lebenserwartung der chinesischen Bürger, trotz oder wegen Corona, sich verlängern wird.
    Wenn es sich nicht um Menschen handeln würde, wäre die Anzahl der Coronasvirusopfer eine fast zu vernachlässingende Größe, wenn man bedenkt wieviele chinesische Kinder täglich geboren werden. Positiv sei auch zu vermerken, dass den Chinesen, per Anordnung von ganz oben, verboten wurde wilde Tiere zu verspeisen, was für einige Spezies, wie z. B. Schuppentiere (Pangolin) eine kleine Überlebenschance bedeutet.
    Weltweit werden viele millionen Menschen, auf staatliche Anordnung, in deren Wohnungen ausharren müssen, um die Beschleunigung der Pandemie etwas entgegen zu setzen. Dies bedeutet, dass der Straßenverkehr erheblich reduziert wird. Die Tatsache, dass Luftverkehr und Kreuzfahtbetrieb fast zum Erliegen gekommen ist, bedeutet für das Weltklima eine wahre Erholungskur. Es bleibt nur zu hoffen, dass die vielen Pasta- und Konservengerichte nicht zu sehr auf dem Magen der „Hamster“ schlagen und dadurch die Reserven an Toilettenpapier aufgebraucht werden. Es wäre fast tragisch.

  47. Seit etwa einer Woche registriere ich eine zunehmende Risikobewertung durch das Robert-Koch-Institut (RKI). Heute, am 17. März, wird die Gefahr der Corona-Infizierung in Deutschland als „hoch“ eingestuft. Das Virus scheint aber auch die gesellschaftliche Dummheit zu beflügeln. In den Warteschlangen der Supermarktkassen treffe ich derzeit gehäuft auf Anhänger von Verschwörungsideologien. Insbesondere auf leichtgläubige Sympathisanten von Facebook, Whatsapp und Instagram. Und wie bei Einfältigen üblich, wird unreflektiert das Unwissen aus den Niederungen gesellschaftlicher Vorurteile kolportiert – selbstverständlich im Brustton der Überzeugung. Die nunmehr endgültig angeordnete Schließung von Schulen, Kindertagesstätten und öffentlichen Bibliotheken (so auch in Frankfurt am Main und Offenbach) bis nach dem Ende der Osterferien, die zunächst vierwöchige Spielzeitunterbrechung beim Frankfurter Theater, das Aussetzen von Sportgroßveranstaltungen sowie die dringenden Empfehlungen, zu Hause zu bleiben (außer zu Einkäufen des täglichen Bedarfs) und den Kontakt zwischen Kindern (die selbst selten erkranken, aber das Virus verbreiten können) und ihren Großeltern (einer Risikogruppe) einstweilen pausieren zu lassen, stoßen immer noch auf Unverständnis und Empörung.

    Die junge Frau in der Schlange, die alle vor und hinter ihr Wartenden rücksichtslos anhustet, liest ihrer Begleiterin eine Whatsapp-Mitteilung auf ihrem Smartphone vor und kommentiert diese unüberhörbar:
    An einer Grippe würden viel mehr Menschen erkranken und sterben. Davon würde nicht so viel Aufhebens gemacht. Was der/die Whatsapp-Informant/in anscheinend nicht erwähnt hat:

    Laut Robert-Koch-Institut erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutschland zwischen 2 und 14 Millionen Menschen an Influenza, in manchen Jahren sogar mehr. Da nicht jeder Infizierte tatsächlich erkrankt, wird die Gesamtzahl der Infektionen während einer Grippewelle auf 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung geschätzt. Das wären in Deutschland 4 bis 16 Millionen Menschen.

    Dasselbe Institut rechnet wegen der schnellen Verbreitung des Coronavirus und den bislang fehlenden medizinischen Gegenmitteln (Impfung, Medikamente) mittelfristig mit bis zu 70 Prozent Infizierten. Das entspräche ca. 50 bis 58 Millionen Menschen. Legt man die Erfahrungen aus China für eine Risikoabschätzung zugrunde, würden fünf Prozent aller Betroffenen so schwer erkranken, dass sie auf Intensivstationen behandelt werden müssten. Konkret würde das 2,9 Millionen Intensivpflegeplätze während der kommenden 12 bis 24 Monate in den Kliniken bedeuten. Die Kliniken in der Bundesrepublik verfügen derzeit über 28.000 Betten für Intensivpflege, 4.000 davon ohne Beatmungsgeräte.

    Auch an anderer Stelle hinkt ein Vergleich zwischen Corona und Influenza. Laut RKI wird die Zahl der mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle als die Differenz berechnet, die sich ergibt, wenn von der Zahl aller Todesfälle, die während der Influenzawelle auftreten, die Todesfallzahl abgezogen wird, die (errechnet aus Daten der Vergangenheit) aufgetreten wäre, wenn es in dieser Zeit keine Influenzawelle gegeben hätte. Von Oktober 2019 bis Mitte März 2020 wurden insgesamt ca. 120.000 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle gemeldet, davon endeten ca. 200 tödlich (0,17 Prozent). 87 Prozent der gestorbenen Patienten gehörten der Altersgruppe 60 plus an.

    Weltweit wurden bis zum 17. März (11:00 Uhr) dieses Jahres weltweit 182.424 Corona-Infizierungen nachgewiesen; 79.433 sind davon wieder genesen,7.155 Tote (3,92 Prozent) sind zu beklagen. In Deutschland lassen sich aktuell 7.200 Infizierte nachweisen; siebzehn Menschen (0,24 Prozent) sind an der Virusinfektion gestorben. In Italien und Spanien ist das Verhältnis zwischen Infizierten und Verstorbenen deutlich negativer..

    Vor diesem Hintergrund sind die Einschränkungen, welche die Bevölkerung im täglichen Leben für zunächst einige Wochen hinnehmen muss, plausibel und erscheinen nach Meinung der Fachleute als unumgänglich.

    Neben dem aus medizinischen Gründen Gebotenen gibt es im privaten Sektor zusätzliche Unannehmlichkeiten und Probleme. Beispielsweise: Wie lassen sich die Kinder anleiten, die von zu Hause aus lernen sollen? Wer kümmert sich um jene, die wegen geschlossener Kitas auf besondere Betreuung angewiesen sind? Hier sind ganz schnell neue und überzeugende Konzepte gefragt. Aber es wäre ein schwerwiegender Fehler, die Betreuung von Kindern und Schülern mit der Gesundheitsvorsorge zu verrechnen.

    Interessant sind vor diesen Hintergründen die Einschätzungen der Risikoforschung. Diese begreift die nächsten Wochen als Chance zur Entschleunigung. Menschen könnten sich wieder auf sich selber besinnen. Denn etwas mehr Ruhe, etwas mehr Muße, etwas mehr Zurückhaltung täte uns allen gut.
    Was die Forscher nicht sagen: Die Menschen in den gefährdeten Ländern könnten über das richtige Maß reflektieren, an dem sie ihr Leben ausrichten bzw. von Dritten widerstandslos ausrichten lassen. Denn die Just-in-Time-Produktion in der kapitalistisch-globalisierten Welt führt auch zu Just-in-Time-Infizierungen. So wie diese Maßlosigkeit längst zur globalen Schädigung des Klimas geführt hat.

  48. hans sagt:

    Wenn man die Nachrichten hört könnte man denken Deutschland besteht fast nur aus Bayern.

  49. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Klaus Philipp Mertens

    Bin persönlich nicht so auf Unverständnis und Empörung aufgrund der notwendigen Maßnahmen gestoßen, aber ich bin auch nur noch sporadisch auf der Straße oder beim Einkaufen.
    Was mir allerdings letzten Samstag in der Innenstadt Wiesbadens aufgefallen ist, dass einige Menschen-Gruppen vor diesen vielfachen Weinausschänken dicht auf dicht zusammenstanden und den Eindruck machten, den Gefahren des Virus zu trotzen, indem sie diese und die Gedanken daran einfach nur weglachten – in auffälliger Weise und das auf mehreren Plätzen: „Wir lassen uns doch unsere gute Laune nicht verderben!“ Sicher, der Wein – aber diese demonstrative Nachlässigkeit und Selbstüberschätzung, mir ist dieses Bild der aufgesetzten Fröhlichkeit hängen geblieben.
    Der Konsument und Genießer im Wohlfühlrhythmus.
    Es hatte, Herr Mertens, was von Ihrem geschilderten Bild, mit der Frau in der Einkaufsschlange, mit ihrem Smartphone und dem Herunterspielen der aktuellen Risiken.
    Es wird sich dann oder dann zeigen, inwieweit die Menschen aus der Corona-Krise etwas gelernt haben, ob sie das richtige Maß der Lebensführung erahnen werden.
    Vergleiche zwischen Corona und Influenza bringen nichts. Denn die Gefahren sind jetzt so, wie sie sind: Groß genug!
    Persönlich habe das Ausmaß von Corona und die Konsequenzen daraus auch erst einschätzen gelernt. Zu Anfang war eine gewisse Ratlosigkeit. Jetzt ist vieles klarer, durch die laufenden öffentlichen Informationen und die politischen Konsequenzen.
    Mal sehen wie die Konsumenten, die Genießer und die Maßlosen nach (?) dieser Krise wieder dastehen?

  50. Anna Hartl sagt:

    Hat jemand verlässlich gelesen, ob vorsorgliche Quarantäne nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet, nach 14 Tagen ohne Symptome, gleichbedeutend ist mit virenfrei? Bzw. wird diese Art der Quarantäne auch dem Gesundheitsamt mitgeteilt?

  51. Robert Maxeiner sagt:

    Hallo Herr Winter,
    Den obigen Text habe ich am Montag, 09. März als Leserbrief geschrieben, als unmittelbare Reaktion auf die Ankündigung, es werde Geld zur Bewältigung der Krise zur Verfügung gestellt.Er paßt überhaupt nicht an diese Stelle, zumal ich die laufende Diskussion im Blog gar nicht mitverfolgt habe. Ausserdem haben Sie offenbar die Ironie nicht verstanden. Zu viel Sonne habe ich bestimmt nicht abbekommen. Da ich etwas kahl bin da oben, gehe ich ohnehin nie ohne Kopfebedeckung

  52. Hallo Herr Mertens,
    ich komme draußen wenig rum, kann also die Stimmung nicht so nachvollziehen. Es gibt aber in der allgemeinen Wahrnehmung eine Diskrepanz hinsichtlich der Zahlen. Es heißt seitens der Experten, man habe mit einer Durchseuchung von 60 – 70 % zu rechnen. In China gab es zwar hunderttausende Infizierte, aber 60 – 70 % würde bedeuten, weit über eine Milliarde Menschen in China müssten befallen werden. China behauptet aber nun, man sei Mit Covid 19 durch. Irgend jemand muss hier unrecht haben, oder das Rechengebäude ist falsch.
    Der Unterschied zur Influenza besteht doch einfach darin, dass hier eine gewisse Immunisierung der Bevölkerung vorliegt, wie auch beim Schnupfen. Es hat ja auch den Anschein, dass Covid 19 nicht so heftig wirkt wie etwa einige der Influenza Typen. Das gleiche sieht man ja auch beim Schnupfen, die meisten Menschen haben da eine Immunisierung, man bekommt die Krankheit, aber hat genug Immunisierung um zu überleben. Das war in Ländern, die den Schnupfen nicht kannten völlig anders.
    Also noch einmal die Diskrepanz von 60 – 70 % Infizierte hier im Vergleich zu China macht keinen Sinn, irgendwo ist da ein Fehler. Bitte um Aufklärung !

  53. Hallo Herr Maxeiner,
    ja doch, die Ironie hatte ich verstanden und meinte eigentlich, sie weitergeführt zu haben, es tut mir leid, wenn das nicht deutlich rüberkam. Ihre Ausführungen konnten doch nur Ironie sein. Also Bitte um Entschuldigung für schlampige Ausdrucksweise.

  54. Thomas Ewald-Wehner sagt:

    Binnen kürzester Zeit ist der Börsen-Leitindex DAX um erheblich über 30 Prozent (von knapp 14 000 Punkten unter 10 000 Punkte) eingebrochen. Ist es übertrieben von einer veritablen kapitalistischen Krise zu sprechen, die im Grund schon lange überfällig ist und erwartet wurde? Es brauchte jetzt „nur“ die Corona-Virus-Pandemie als Auslöser, die das offenbar werden ließ. Was jetzt folgt: Kapitalzerstörung in großem Stil – und in unseren Breitengraden sozusagen abfedernd für die Vielen Kurzarbeit und folgend dann Arbeitslosigkeit in Ausmaßen, die wir nicht kannten? Was tun?

  55. Stefan Otto sagt:

    Herrlich. Plaßmanns Welten „Coronale Zeiten“ in der Ausgabe vom 14.3. Damit wurde eigentlich die weitverbreitete Hysterie verdeutlicht. Wenn Corona dazu führen wird, dass eine Erkältung nicht mehr als „Das ist doch keine Krankheit!“ abgetan und künftig auf Hygiene und Händewaschen mehr geachtet wird, dann hat Corona positiv etwas erreicht. Wie oft erlebe ich, dass besonders Männer nach einem kurzzeitigen Besuch der Toilette jene ohne die Hände zu waschen verlassen. Pfui! Auch das ansonsten weitverbreitete rücksichtslose Herumniesen hat sich derzeit deutlich reduziert. Wahrscheinlich vor Angst als Corona verdächtigter geoutet zu werden.
    Doch es gibt auch ein deutliches Hinterfragungspotential: Nach WHO sollen etwa 168000 Menschen weltweit sich mit dem Virus infiziert haben; von einer Dunkelziffer wird ausgegangen. Selbst wenn die benannte Anzahl verdoppelt wird, dann sind das weltweit 336.000 Infizierte. Zuletzt wurden 7,5 Milliarden Menschen weltweit festgestellt. Bei nüchterner, wertneutraler Betrachtung sprechen da Zahlen für sich (oder sie stimmen nicht!).
    Und da sind noch die Fachleute. Fachleute haben die Eigenschaft an sich, in ihrem Wirkungskreis das vorhandene Wissen zum Erfolg ihres Faches vorteilhaft anzuwenden. Ohne diese Fachleute fachlich abzuwerten oder gar zu diskriminieren, sind sie in ihrem Fach in jedem Fall Koryphäen, die zu achten sind. Das darf und kann allerdings nicht dazu führen, dass der meistens durch Koryphäen vorhandene „Tunnelblick“ (man könnte auch sagen, es fehlt der Blick über den Tellerrand hinaus) ausschließlich das Handeln der Entscheidungsträger nachhaltig beeinflusst.
    Mit meinem Alter habe ich inzwischen so manche Extremen erlebt und durchgelebt. Allerdings empfinde ich bei Corona die weltweiten und hiesigen Maßnahmen, die sich in bisher unvorstellbarem Ausmaß auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wohl langfristig auswirken, gerade in Bezug auf die zuvor erwähnten Daten (Zahlen) als nicht verhältnismäßig. Besonders kritisch betrachte ich die medialen Behandlung dieses Themas. Allerdings muss ich auch aufgrund von Medienberichten feststellen, dass Deutschland keinesfalls auf eine Katastrophe vorbereitet ist – und das wird durch Corona aufgedeckt. Man stelle sich vor, es würde ein Atom Gau passieren – unvorstellbar. Ich bin überzeugt, dass hier erheblicher Nachholbedarf und weniger mediale Show bei dem Bundesgesundheitsminister als auch bei den Landesministern für Gesundheit besteht.

  56. Peter Ilion sagt:

    Sind Merkel, Spahn & Co endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht, nachdem sie erst noch so „wichtige“ Personalfragen (Kanzlerkandidatur) klären, Fasching feiern und sinnentleerte Aschermittwochbüttenreden halten mussten!
    Bundesgesundheitsminister Spahn hat die ganze Angelegenheit noch bis vor kurzem bagatellisiert und Frau Merkel war in der Versenkung verschwunden, obwohl es schon seit Dezember/Januar entsprechende Informationen gab; insbesondere durch den mittlerweile verstorbenen Mediziner aus Wuhan, der als Erster auf das Coronavirus COVID-19 und seine fatalen Folgen aufmerksam gemacht hat. Fehlende Koordination, Zuständigkeits- und Kompetenzgerangel prägen das öffentliche Bild der politisch Verantwortlichen. Nun zeigt sich auch noch, wie schlecht unser Gesundheitssystem aufgrund einer jahrelangen „Geiz ist Geil-Mentalität“ aufgestellt ist, da Deutschland mittlerweile einen Großteil der Medikamente und medizinischen Utensilien in China, Indien und anderswo produzieren lässt, die jetzt fehlen. Apotheken haben Engpässe bei einer wachsenden Anzahl an Medikamenten, weshalb schon vor einiger Zeit auch eine Unterschriftenaktion an das Bundesgesundheitsministerium initiiert wurde! Sogar die professionellen FFP2- und FFP3-Masken und Papierschutzanzüge, Röhrchen für Corona-Tests uva. für das medizinische Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und anderswo fehlen, da man auch an dieser Stelle zuvor eine unsägliche Sparbrötchenmentalität an den Tag gelegt hat. Dies fällt den politisch Verantwortlichen jetzt massiv auf die Füße! Insbesondere das medizinische Personal muss vor allem vor Ansteckung geschützt werden, da wir alle in dieser Krise bei Erkrankung auf dieses angewiesen sind. Darüber hinaus ist die Personalsituation in den Krankenhäusern aufgrund eines seit Jahren anhaltenden Personalabbaus angespannt und das medizinische Personal ist schon jetzt oft am absoluten Limit; dies wird sich durch steigende Corona-Fallzahlen verschärfen!
    Aus diesen Gründen hat Frau Merkel in keinster Weise ihre anfänglichen Fehler ausgebügelt, so wie es Tim Szent in seinem Kommentar den Leser und Leserinnen suggerieren will.

  57. Klaus-Peter Rug sagt:

    Bei diesem sexistischen Rüpel und Lügenmaul Trump glaubt man, stets von neuem, eine Steigerung sei nicht mehr möglich. Weit gefehlt. Es ist müssig, all die Unappetitlichkeiten aufzuzählen, die mit seiner Person verbunden sind. Sollte es allerdings zutreffen, was seitens unserer Regierung zumindest inzident bestätigt wurde, dass er nämlich versucht hat, mit viel Geld deutsche Wissenschaftler dazu zu bewegen, einen Corona-Impfstoff ausschliesslich für die USA zu entwickeln, so ist er, man sehe mir die Wortwahl nach, für mich eine Drecksau. Ein solche Mass an rücksichtslosem Egoismus und moralischer Verkommenheit ist einfach unerträglich. Hier sind auch Zurückhaltung und diplomatische Verklausulierungen völlig fehl am Platze ! Richtig wäre vielmehr eine starke und klare Antwort aus Brüssel – schliesslich trifft sein Verhalten auch sämtliche Staaten der Europäischen Union ! Man kann den US-Amerikanern nur wünschen, dass sie es schaffen im November einen neuen Präsidenten ins Amt zu wählen.

  58. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Ich kann ihnen sagen was der Chef vom RKI am Wochenende zum Thema China gesagt hat. Sinngemäß folgendes, China hat mit massiven Einschränkungen die auch wenn nötig mit Gewalt durchgesetzt wurden die Fallzahlen wahrscheinlich erfolgreich gebremst. Ob das überhaupt stimmt ist nicht klar. Wenn man diese Einschränkungen wieder lockert werden auch die Fallzahlen wieder steigen. Die Aussagen dass das Virus besiegt ist kann man als Propaganda bezeichnen und hat keinen wissenschaftlichen Hintergrund.
    Meine Meinung ist dazu das China wohl trotzdem einen Erfolg erzielt hat, weil es ja darum geht Zeit zu gewinnen bis Medikamente zur Verfügung stehen

  59. Peter Boettel sagt:

    Am Samstag, 14.03. kam noch am Nachmittag eine Meldung des Gesundheitsministeriums,nämlich folgende Warnung vor Falschmeldungen:

    Meldungen, dass die Regierung bald weitere massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen werde, seien falsch.

    Keine zwei Tage später traten Merkel und die Ministerpräsidenten vor die Kameras und verkündeten, welche Läden nur noch geöffnet würden, dass Restaurants nur bis 18.00 h geöffnet haben dürfen, dass man das Haus nur noch zu dringenden Einkäufen und Arztbesuchen verlassen solle etc.

    War die Warnung des Gesundheitsministeriums etwa eine Falschmeldung?

    Am 27. Januar trat Spahn vor die Presse und prophete u.a., Deutschland sei für den Fall eines Auftretens des Corona-Virus gut gewappnet…Der Krankheitsverlauf sei milder als bei einer Grippe. Masern seien deutlich ansteckender als Corona.

    Und die Bundesregierung simulierte bereits im Jahre 2012 den heutigen Ernstfall, ohne jedoch die nötigen Konsequenzen zu ziehen etwa durch Verbesserung des Gesundheitssystems (z.B. Vermeidung von Engpässen bei Arzneimitteln, Schutzausrüstungen, Desinfektionsmitteln etc.). Nein, man hat sich auf den berühmten Markt verlassen, der es schon richten werde und weiter privatisiert, Krankenhäuser geschlossen, ausgelagert etc.

    Wie war das noch letzten Sommer, als die Bertelsmann-Stiftung die Schließung von Krankenhäusern forderte? Jetzt werden neue gebaut oder leere Hotels, Kurkliniken u.ä. zur Unterbringung benötigt.

    Ich bezweifle allerdings, dass die Politik nach einer hoffentlich baldigen Beendigung dieser Situation aus den Problemen lernen wird, sondern weiter wie bisher rumeiern wird. Und Spahn wird trotz seines völligen Versagens zum Held erkoren.

    Und nach Beendigung der Krise wird die Bundesregierung die entgangenen Steuereinnahmen sowie die Hilfsleistungen wieder hereinholen müssen. Aber von wem?

    Vermutlich werden dann wieder die Sozialleistungen gekürzt, die Mehrwertsteuer erhöht und die armen Konzerne, die den Staat um die Steuern betrogen haben, weiter entlastet.

  60. Jürgen Malyssek sagt:

    Es gab und gibt viel zu kritisieren an der Politik und den handelnden Verantwortungsträgern. Nun bin ich aber erst einmal der Meinung, dass man diesbezüglich die Füße etwas still halten sollte und auch registrieren, dass die Bevölkerung recht gut informiert wird und auch die Maßnahmen der Regierung so zu akzeptieren und auch angemessen sind. Es sind ja wohl eher Teile der Bevölkerung, die meinen, sie müssten noch Spaß und was weiß ich haben. Auch mit Solidarität und Verantwortung nichts am Hut haben.
    Aber lassen wir das. Und lassen wir uns lieber nicht irre machen von sog. Fakemeldungen in asozialen Netzwerken.
    Im Übrigen, was heißt „nach Beendigung der Krise“ (Peter Boettel)? Die Krise bleibt uns so oder so erhalten. Vielleicht mit anderen Gefahren und Dramen …

  61. Peter Boettel sagt:

    @ Jürgen Malyssek:

    „Beendigung der Krise“? Ja, ich stimme Ihnen zu, dass uns die Krise auf irgendeine mögliche Art erhalten bleiben wird; dies habe ich auch versucht, zum Ausdruck zu bringen.

    So auch zum beispiel, wenn ich an die Flüchtlingssituation denke. Vorallem aber, wenn ich unter tagesschau.de folgende Mitteilung lese:

    „Am Dienstag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Videokonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einer Aufstockung der EU-Mittel für die Versorgung von syrischen Flüchtlingen in der Türkei bereiterklärt. Bei dem Gespräch, an dem auch der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Boris Johnson teilnahmen, habe man sich klar zu dem Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei bekannt, sagte Merkel.“

    Was wird Erdogan wohl mit dem Geld machen? Waffen kaufen, weiter nach Syrien einmarschieren und noch mehr Probleme herbeiführen. Die haben sich ihm doch mittlerweile völlig in Abhängigkeit gebracht.

  62. Bronski sagt:

    @ Peter Boettel

    Für die Debatte über den Syrienkrieg und seine Folgen ist immer noch der Thread „Das Syrien-Dilemma des Westens“ zugänglich, auch wenn er nicht mehr auf der Startseite erscheint. Die URL in Reinform: http://www.frblog.de/syrien-4. Der Thread kann auch über die Funktion „Archiv“ in der Navileiste gefunden werden. Dort können Sie sich die Blog-Artikel auflisten lassen, bis Sie dorthin kommen, wo Sie hinwollen. Links oben können Sie auch nach Kategorien und nach Zeit filtern. Der Thread ist noch für drei Wochen geöffnet.
    Hier aber möchte ich darum bitten, beim Thema Sars-CoV-2 zu bleiben. Danke!
    Gruß, Bronski

  63. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Peter Boettel

    Mit der Nicht-Beendigung der Krise meinte ich schon im engeren Sinne, eben auch die Fortsetzungen der (weltweiten) Epidemien.

  64. Sylvia Heger sagt:

    Vergleicht man einmal die Infektionsgebiete der Bundesländer Deutschlands, aber auch die in den Erstausbruchsländern mit der Religionsverteilung, lässt sich ein interessantes Verhältnis finden: In Ländern mit relativ hohem Anteil an Katholiken explodiert die Virusverbreitung, so beispielsweise in Italien mit über 80 Prozent gegenüber Sachsen-Anhalt mit drei Prozent. Aber auch weltweit in den katholischen Gebieten Wuhan, Südkorea oder Isfahan. Sicherlich muss auch die Bevölkerungsdichte mitbetrachtet werden. (Hier: Italien mit 200 Einwohnern pro km2 im Vergleich zu Sachsen-Anhalt mit 108.
    Warum ist nun gerade ein katholisches Land wie Italien mit dem Virus so gestraft? Ein Blick in die Diskussionen über die Formen, wie der Katholizismus praktiziert wird, offenbart Erstaunliches: So wird die heilige Kommunion in jedem katholischen Gottesdienst nach wie vor in Form der sogenannten Mundkommunion praktiziert, d.h. der Priester legt – nicht: lässt fallen – die Hostie in den geöffneten Mund jedes Einzelnen. Welche bessere Eintrittspforte könnte sich ein Virus wünschen?
    Verfolgt man jetzt den Weg eines gläubigen Christen weiter, so wandert das einmal über die Mundschleimhaut eingedrungene Virus durch die Familien in die Öffentlichkeit hin an jeden Arbeitsplatz – der bei zwei Dritteln der Beschäftigten der Dienstleistungssektor ist, natürlich gern grenzüberschreitend in den benachbarten Skigebieten.
    Was die Mortalität betrifft, so trifft es dann die Alten und die Schwache, Italien steht aber auch mit 23 Prozent der über 64-Jährigen weltweit an dritter Stelle.
    Fazit: Wir wissen inzwischen: Nur ein vorbildliches Hygieneverhalten kann helfen eine Virusinfektion einzudämmen. Die katholische Kirche muss hier nicht nur in Italien mitwirken durch Einsicht in ein Hygiene-Fehlverhalten und konsequentes Überarbeiten ihrer Umgangsformen. Weltweit müssen Christen ihr Hygieneverhalten im Gottesdienst reflektieren, auch orthodoxe, die bei jedem Kircheneintritt die Ikonenfigur küssen. Globales Hygiene-Fehlverhalten darf nicht zu Pandemien führen.
    Die jetzt gestrichenen Gottesdienste und „Mundkommunionen“ kommen viel zu spät. Vielleicht hilft dann wirklich nur noch beten…

  65. Gisela Wilken sagt:

    Die Hamsterkäufe können verhindert werden, indem man die Abgaben von Lebensmittel, Toilettenpapier, etc. rationiert, d. h. pro Einkaufswagen oder Person vorgibt, wie viel maximal gekauft werden darf.

  66. Joachim Bohndorf sagt:

    Ich bin völlig perplex! Die erklärten Antiverbotsparteien CDU und CSU überschlagen sich nun täglich mit neuen Verboten. Allein Scheuer bleibt standhaft: keine Verbote auf deutschen Autobahnen. Nein, die hohle Propagandaparole von der Antiverbotspartei gehört von nun an für immer auf den Misthaufen.Zu einer nachhaltigen Bekämpfung von Missständen gehören stets auch unabdingar Verbote. Siehe Rauchverbot. Auch in dieser Hinsicht sollte die Corona-Misere eine heilsame Lehre für die Antiverbotspropheten sein.

  67. Robert Seckelmann sagt:

    Samstag, 14.3., sagte die Landwirtschaftsministerin Klöckner im TV, es gäbe keinen Grund für Hamsterkäufe, am Montag, 17.3., würde alles nachgeliefert. Bei „Hart aber fair“ sagte der Wirtschaftsminister und auch „Gesundbeter“ Altmaier am 17.3., Lebensmittel zu rationieren habe sich als untauglich erwiesen, es könne ja weiter gekauft werden, was zum täglichen Bedarf gehöre.
    Wir versuchen seit Freitag, 13.3., zwei bis drei Kilo Mehl zu kaufen. In den Supermärkten unserer Stadt und auch im Reformhaus, vergeblich. In einem Markt wurde gesagt, vielleicht käme es am Mittwoch und könne dann am Donnerstag verkauft werden. Beide Ministernden lagen also voll daneben, wirken dadurch sachunkundig und unglaubwürdig und rechtfertigen so rückwirkend die Hamsterkäufe.
    Es scheint, als sei unsere Wirtschaft in keinem besseren Zustand als unsere Bundeswehr. Ein Virologe nannte als Gründe die Globaliserung der Wirtschaft nach den Prinzipen „Geiz ist geil“ und „Just in Time“.

  68. Klaus P. Jaworek sagt:

    Der globale Mensch, der reist ständig ganz global um den Globus. Dabei schnappt er alle möglichen Krankheitserreger, aus allen Herren- und Damenländern auf, erkrankt dadurch selbst, oder er verbreitet nur die (bisher unglobalen) Erreger weltweit. Jetzt haben wir den „Coronavirus-Salat“, aber gegen unsere globale Reiselust ist einfach kein globales „Reise-Kraut“ gewachsen!
    Was ist nur mit unserer (Corona-) Welt passiert? Politiker und alle Möchtegern-Virus-Experten, die reden sich ihre Münder fusselig, bremsen uns Bürger ganz zielsicher, aber völlig ungebremst aus, sagen alles ab oder sperren einfach alles zu. Corona kugelt sich ganz herzhaft vor Lachen ins Fäustchen, und verbreitet sich immer schneller und schneller, rund um den Globus aus. Wir werden bald nur noch zu Hause vor dem Flimmerkasten untätig herumsitzen, um dabei unsere tägliche „Corona-Dosis“ verpasst zu bekommen. Indes sperrt Donald Trump ganz USA zu, und in Deutschland soll weiterhin endlos Kohle (ob für alle?), im „Tagebau“, ins Licht der Öffentlichkeit gefördert zu werden!

  69. Walter Schinski sagt:

    Unsere Welt erlebt die größte Herausforderung seit Jahrzehnten. Nur mit Gemeinsinn und Solidarität kann diese Krise bewältigt werden. Sechs Buchstaben sind weltweit in Kopf und Technik-Labors dominierend. Zwischenmenschlich und psychologisch ist das einzelne Lebewesen in einer vor noch ganz kurzer Zeit unvorstellbar gedachten Situation. Wer in sich geht und im Rückwärts-Gedächtnis von menschlichen Herausforderungen Erinnerungen findet, weiß, dass Vorbilder enorm wichtig für Hoffnung und Willensbildung sind. Nachdenkenswert für unsere Hoffnung zu überleben: Der als „Super-Mario“ in die Geschichte eingegangene chilenische Bergmann Mario Sepulveda beim Grubenunglück 2010 seinen 32 Kumpel in 700 Meter Tiefe immerfort erklärt, daß Rettung kommen wird und nach 69 Tagen wurden alle vor einer Milliarde TV-Zuschauern wirklich gerettet. Ich habe das ähnliche Bergunglück von Lengede b. Salzgitter vor 50 Jahren reportiert und habe in 85 Lebensjahren mit meinem rheinisch angeborenen Optimismus einige Großkatastrophen erlebt als immer natürlich gespaltene Geisteskraft glückhaft für Überlebenswille aktiviert wurden.
    Heute versuchen und versprechen auch weniger kundige Berichterstatter oft ebenso unkundige Pharma- und Klinikreferenten zu Aussagen zu animieren. Oft eine nachweisbare Fälscherei – Vorsicht im Netz ist heute auch von Justizministerin Lambrecht verkündet – zu unvergleichlichen Ursachen und Verläufen dieser COR/19-Pandemie, die aber schicksalhaft bei solidarischem Verhalten aller Erdenbürger wohl nach vielen Toten und Verlusten vielfältigster Art ebenso überstanden wird wie Pest und Weltkriege, die Heuschreckenplage in Afrika oder Überschwemmungen in Asien.
    Wenn der Kölner Kabarettist Jürgen Becker mit seinem Zitat, dass jede Katastrophe eine Willenserfahrung folgen läßt, Recht behält, tröstet dies auch zeitweise. Schlimm aber, wenn kriminell Bedarfsmaterial für Pfleger und Ärzte in Kliniken gestohlen wird und neben der Denkfaulheit die Gier, (Lukas 12. Kap.) der ‚Amazonisierung‘ billigster Weise Individualität und Maß verloren gehen.
    Diese Erde wird – wie schon Oma vorhersagte – auch die schlimmsten Eingriffe der Menschen überstehen – mit Hoffnung, Glauben Zuversicht.

  70. Karl-Wolfgang Kaiser sagt:

    Die Anordnungen der Bundes- und Landesregierungen, die sozialen Kontakte einzuschränke und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, sind nachvollziehbar.
    Sieht man sich mal in der Stadt um, was dort in den Restaurants und Geschäften los ist, fragt man sich unwillkürlich, wie lange es die Ladenbetreiber finanziell durchhalten können. Die stehenden Kosten bleiben, egal, wie sehr der Umsatz zusammen bricht. Diese Geschäftsleute und Restaurantspächter können nichts dafür, dass die Corona-Epidemie ausgebrochen ist, sie haben aber schon jetzt mit Existensnot zu kämpfen. Es ist ein Gebot der Fährnes und Gleichbehandlung, den Vermietern auch einen Verzicht aufzuerlegen, indem sie für die Dauer der Anweisungen keine Miete kassieren dürfen. Als die Bankenkriese die Wirtschaft erschüttert hat, standen Milliardenbeträge zur Stützung der Banken bereit, damit die falsche Geschäftspolitik nicht zum Zusammenbruch der Banken führte. Warum sollen die Baulöwen und Finanzhaie weiter Geld scheffeln für Nichts, die Gebäude haben sich seit Jahren amortisiert und die Kredite sind schon längst abbezahlt, es wird nur noch kassiert.
    Hier sollen die Bundes- und Landesregierungen schnellstens eingreifen und die Existens der Mieter sichern, sonst gibt es einen wirklichen Riesenkollaps.

  71. Wilhelm Pabst sagt:

    Leben für viele Menschen geht wohl doch weiter, auch wenn es derzeit und noch etwas länger wie in Zeitlupe erfolgen muss.

  72. Peter Boettel sagt:

    Und gestern abend die berühmte Ansprache der Kanzlerin:

    Was sie in einer guten Viertelstunde von sich gab, hätte sie auch in knapp fünf Minuten sagen können. Sie hat sich nämlich ständig im Kreis gedreht, ständige Wiederholungen, Versprechungen und Bedankungen. Und viele glauben jetzt, sie habe Wundersames von sich gegeben und das Land gerettet.

    Als der Virus schon längst präsent war, hat man über Wochen nichts von ihr gehört und gesehen; wie meistens war sie bei internationalen Konferenzen, die man, wie sich jetzt erwiesen hat, auch über Video hätte abhalten können. (Abgesehen von der Tatsache, dass diese Konferenzen ohnehin erfolglos waren.) Warum hat sie da nichts getan, um die Entwicklung frühzeitig abzuwenden?

    Wir hätten das beste Gesundheitssystem der Welt, meint sie. Dann ist aber das Gesundheitssystem in der Welt miserabel. Wieviele Krankenhäuser und Arztpraxen wurden während der letzten Jahre geschlossen, die nun fehlen? Was ist mit der mangelhaften Bezahlung der Pflegekräfte, bei denen sie sich jetzt bedankt? Hier war, unabhängig von Corona, ein Handeln der Politik für eine bessere Bezahlung und damit auch einer höheren Attraktivität dieses Berufes längst überfällig. Stattdessen ging Spahn im Ausland hausieren, um billige Arbeitskräfte anzuwerben, die dann dort wieder fehlen.

    Nicht erwähnt hat sie die vielen Privatisierungen, denen es eher um die Profite als um die Gesundheit der Patienten geht, und Schließungen von Kliniken aus Geldgründen, die mit zu den Engpässen bei den Krankenhäusern geführt haben. Hier wäre eine sich christlich nennende Partei zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung schon länger gefordert.

    Nicht erwähnt blieben die Auslagerungen durch Pharmakonzerne in Billiglohnländer, die nun ebenfalls zu massiven Engpässen in der Versorgung geführt haben.

    Dann bedankt sie sich bei den Kassiererinnen, die ebenfalls schlecht bezahlt werden und nun in Supermärkten, Bäckereien und sonstwo herhalten müssen. Werden Tariferhöhungen für diese Kräfte gefordert, heißt es auch von der Politik, insbesondere Altmaier, dem Büttel der Konzerne, der Wettbewerb sei gefährdet oder die Wirtschaft gehe zugrunde.

    Wenn die politische Führung sich jetzt als erfolgreiche Krisenmanagerin feiern lassen will, sollte sie sich statt weiterer Kriegsaktionen im Ausland, die ohnehin nur die Probleme verschärfen, für eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung kümmern und vor allem auch für die Zukunft gewährleisten, dass Paniksituationen wie die derzeitige mit leeren Regalen vermieden werden, und dass wirklich ein funktionierendes Gesundheitssysetm geschaffen wird, das jederzeit für Krisensituationen gewappnet ist.

    Leider habe ich Zweifel, dass die Politik aus dieser Krise lernt. Sie wird weitermachen, um den Kapitalismus, weniger aber die Menschen, zu retten.

  73. Bernd Pichelmann sagt:

    In ihrem Leserbrief lastet Sylvia Heger aus Dortmund den Gebieten mit hohem Katholikenanteil einen entscheidenden Anteil der Verbreitung des sars-cov-2-Virus‘ an. Soweit so schlecht. Es folgen scharfsinnige Beispiele von Hochburgen des Katholizismus‘ wie Südkorea (11%), Wuhan (0,5%), und Isfahan(!) mit sage und schreibe 0,01%. Da bin ich schon fast unter den Tisch gerutscht. Warum aber die Katholiken? Sie schreibt, wie sie sagt für sie selbst erstaunlich, dass bei den Katholiken die Mundkommunion der Grund allen Übels ist und folgert messerscharf, dass „Corona“ deswegen in Sachsen-Anhalt schlechte Karten hat.
    Oh hätte sie doch geschwiegen, denn seit ca. 50 Jahren ist Mundkommunion in Deutschland nur noch eine Randerscheinung, v.a. einiger weniger polnischen Katholiken.

    Warum wird ein solcher auf den ersten Blick unsinniger Leserbrief veröffentlicht? Was, wenn jetzt noch der evangelische Abendmahlskelch unter Beschuss gerät?

  74. Bronski sagt:

    @ Bernd Pichelmann

    Ich habe diesen Leserbrief veröffentlicht, weil er eben nicht unsinnig ist, denn damit kann man eine Diskussion über die Gefahren anstoßen, die hinsichtlich einer Infektion mit Sars-CoV-2 durch religiöse Rituale entstehen. Was die Zahlen angeht: Isfahan ist bis heute das Zentrum der christlichen Armenier im Iran, von denen es offiziell noch 150.000 im Land geben soll. Isfahan ist einer der hot spots von Covid-19-Fällen im Iran. Wuhan mag zwar nur einen Bevölkerungsanteil von 0,5 Prozent an Christen haben, aber das sind trotzdem immer noch 54.000 Menschen. Und wie das mit dem Infektionsrisiko in solchen Gruppen abläuft, die sich möglicherweise tendenziell von ihrer Umgebung abschotten, hat man gerade in Südkorea am Beispiel einer christlichen Sekte gesehen, der Shincheonji-Kirche Jesu, die für die anfangs rasant ansteigende Zahl an Neuinfektionen in Seoul mitverantwortlich gemacht wird. Die Sekte soll sich Tests auf Sars-CoV-2 und der Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden verweigert haben. Ähnliche Tendenzen gibt es auch bei uns in Deutschland, wenn beispielsweise die einflussreiche Evangelikale Hedwig von Beverfoerde („Demo für alle“) es für ausgeschlossen hält, dass „der würdig empfangene Leib des Herrn ein tödliches Virus überträgt“.
    Selbstverständlich ist auch der evangelische Abendmahlskelch eine potenzielle Infektionsquelle, wenn nacheinander mehrere Menschen daraus trinken. Das muss man vermeiden.
    Der Leserin formuliert pointiert, aber die Diskussion, die sie damit anstößt und die zumindest hier im FR-Blog noch nicht geführt wurde, ist völlig legitim. Ich nehme an, dass solche Überlegungen dazu geführt haben, dass in Deutschland keine Gottesdienste mehr stattfinden.

  75. Josef Karl sagt:

    Die Corona-Krise schränkt das öffentliche Leben weiter ein: Es gilt eine weltweite Reisewarnung. Im Kampf gegen das Coronavirus hat die deutsche Regierung entschieden, wieder Grenzkontrollen einzuführen. Genervte Autofahrer, Kilometerlange Staus: So sieht es an vielen Grenzübergängen aus. Das Deutsche Rote Kreuz hat Kontrollpunkte aufgebaut, um bei Einreisenden die Temperatur zu messen.
    Insgesamt seien noch 100 000 deutsche Urlaubsreisende unterwegs, Botschaften rufen zur vorzeitigen Heimkehr auf. So landen auch jetzt noch auf Deutschlands Flughäfen zahlreiche Maschinen aus Ländern, in denen die Infektionsrate besonders hoch ist. Bisher mussten Reisende aus Gebieten mit Corona-Risiko an den deutschen Flughäfen lediglich Karten mit Kontaktdaten ausfüllen.
    Was ist mit den 100 000 Urlaubern, sind diese alle Virus frei? Unser Flughäfen sind ein offenes Tor für den Corona-Virus.

  76. Bernd Pichelmann sagt:

    Werter Herr Büge (Bronski),
    ihre Replik unterstützt offensichtlich den Inhalt meines Leserbriefs. Aus Erfahrung (!) habe ich geschrieben, dass in Deutschland die Mundkommunion seit 50 Jahren keine Rolle mehr spielt. Die die armenisch-apostolische Kirche im Iran ist keine katholische Kirche um die sich der kritisierte Artikel dreht, die Shincheonji-Kirche Jesu in Südkorea ist eine Sekte, das gleiche gilt für Bevervoerdes (AfD) Evangelikale. Shincheonji und Bevervoerde haben mit Katholizismus genausowenig zu tun, wie Reichsbürger und AfD mit der CDU. Frau Hegers Ausführungen mögen zwar pointiert sein, die Behauptung, dass (nicht existierende) Rituale der Katholiken in Deutschland Auslöser für Coronafälle sind, sind reif für die Tonne.

  77. Bronski sagt:

    @ Bernd Pichelmann

    Frau Heger geht von den Erfahrungen in Italien aus, sucht nach Erklärungen dafür, warum das Virus sich dort so stark verbreiten konnte, und macht dafür religiöse Rituale verantwortlich, in Ihrer Argumentation das Abendmahl nach dem katholischen Ritus, wie es dort in der Messe zelebriert wird. Das ist eine Einschätzung, die m.E. überhaupt nicht reif für die Tonne, sondern wert ist, diskutiert zu werden. Wenn Sie den Fokus etwas erweitern – Sie selbst haben ja den evangelischen Abendmahlkelch ins Spiel gebracht -, zeigt sich, dass das durchaus diskutabel ist. Frau Heger schreibt ja genau das, was Sie sagen – ich formuliere sinngemäß -: Könnte es sein, dass einer der Gründe, warum wir in Deutschland (bisher) besser dran sind als die Italiener, darin liegt, dass wir andere religiöse Rituale haben und weil die Darreichung der Hostie in Deutschland anders zelebriert wird? In Italien sind offensichtlich überdurchschnittlich viele ältere Menschen betroffen. Die leben dort vielfach noch im Verbund der Familie und gehen möglicherweise auch häufig in die Kirche.
    Darüber hinaus gilt aus meiner Sicht: Man darf auch mal was raushauen, was vielleicht nicht ganz zu Ende gedacht ist, und kann damit trotzdem eine Diskussion anstoßen.

  78. Bernd Pichelmann sagt:

    OK: Italien, katholisch, Mundkommunion vorwiegend älterer Menschen, daher exorbitant viele Erkrankte. Ich habe verstanden.
    FR/Leserbriefe decken auf, was das Gros der Medien nicht mitbekommen hat oder verschweigt.
    Sachen gibt’s.

  79. Bronski sagt:

    @ Bernd Pichelmann

    Ich stehe mit meiner Arbeit dafür, dass Leserinnen und Leser solche Theorien äußern, Denkanstöße geben dürfen und dass sie damit auch Gehör finden. Dass es sich tatsächlich so verhält, wie es in solchen Thesen hingeworfen wird, hat hingegen niemand behauptet.

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