FR-Leserforum vom 16. bis 21. März

Alle Leserbriefe der Woche im Überblick und im Detail. Scrollen und lesen Sie in Ruhe oder suchen Sie Ihren Leserbrief gezielt mit der Tastenkombination STRG und F sowie dem Namen als Suchbegriff. Sie finden hier von oben nach unten:

  • eine Übersicht nach Erscheinungstagen mit den Namen der Autorinnen und Autoren und ihren Themen. Über die rot eingefärbten Links (Seite eins, Seite zwei) können Sie pdf-Dokumente von den Leserforum-Zeitungsseiten aufrufen, wo diese Leserbriefe erschienen sind. Die Links hinter den Namen führen zu den Leserbriefen, die auch hier im FR-Blog veröffentlicht wurden
  • zweitens alle Leserbriefe der Leserforen-Seiten in ihren ungekürzten Fassungen (im Anschluss an die Übersicht)
  • und ganz unten das Kommentarfeld, über das Sie Ihre Beiträge zur Diskussion beisteuern können. Alle Themen, die unten angeschnitten werden, können diskutiert werden. Bitte stellen Sie ein Stichwort an den Anfang Ihres Kommentars, mit dem Sie anzeigen, welches Thema Sie ansprechen.

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Balken 4
Leserforum vom 16. März
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Leserbriefe von Bernhard Trautvetter, Alfred Kastner, Brigitte Heinzmann, Bernd Bremen, Jacqueline Walter (veröffentlicht als Kommentare in der Syrien-Debatte), Reinhard Mathies (hier, siehe unten), Robert Maxeiner (veröffentlicht als Kommentar in der Debatte über Sars-CoV-2) und Thomas Bartsch-Hauschild (hier, siehe unten)

Im FR-Blog werden immer die ungekürzten Originalversionen Ihrer Zuschriften veröffentlicht.

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Leserforum vom 17. März
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Leserbriefe von Peter Fröhlich, Diana Tetzner, Hartmut Willibald Rencker, Hans-Peter-Basler, Wilhelm Hüls, Udo Käutner und Anita & F.W. Osterloh (alle veröffentlicht als Kommentare in der Debatte über die Sars-CoV-2-Pandemie).

Seite zwei

Leserbriefe von Winfried Faupel, Kornelia Dahlhausen (hier, siehe unten), Renate Jäger und Bernd Balser (veröffentlicht als Kommentare in  der Debatte über die Sprache der Rechten).

Im FR-Blog werden immer die ungekürzten Originalversionen Ihrer Zuschriften veröffentlicht.

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Leserforum vom 18. März
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Leserbriefe von Thomas Ewald-Wehner, Stefan Otto, Peter Illion, Klaus-Peter Rug (veröffentlicht als Kommentare in der Corona-Debatte), Gerd-Rüdiger Erdmann, Carsten Dietrich Brink und Rudolf Erdmann (hier, siehe unten).

Seite zwei

Leserbriefe von Claus Metz, Gerhard Kleinlützum (veröffentlicht als Kommentare in der Debatte über die Sprache der Rechten) und  Riggi Schwarz (veröffentlicht als Kommentar in der Debatte zum Sterbehilfe-Urteil)

Seite drei

Leserbriefe zu regionalen Themen von Sonja Biesdorf, Ilona Horn, Ulrich Voepel, Herbert G. Just (veröffentlicht in der Anmoderation der Debatte über das „Sieg-heil!“-Urteil des Hessischen VGH), Klaus Philipp Mertens, Ulrich Dörper (veröffentlicht als Kommentare in der Debatte über den Anschlag von Hanau), Thomas Fix und Martin Hallinger (hier, siehe unten)

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Leserforum vom 19. März
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Leserbriefe von Gisela Wilken, Joachim Bohndorf, Robert Seckelmann, Klaus P. Jaworek, Walter Schinski, Karl-Wolfgang Kaiser, Wilhelm Pabst, Sylvia Heger (alle veröffentlicht als Kommentare in der Debatte über die Corona-Epidemie), Georg Horcher (veröffentlicht als Kommentar in der Debatte über den Syrienkrieg und seine Folgen) und Manfred Kirsch (hier, siehe unten).

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Leserforum vom 20. März
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Leserbriefe von  Gerhard Schuster, Otto Gebhardt, Karl Höhn (veröffentlicht in der Anmoderation der zweiten Debatte über die Klimaziele), Josef Karl (veröffentlicht als Kommentar in der Debatte über die Pandemie) und Werner Junghans (veröffentlicht als Kommentar zum ersten Homeoffice-Tagebuch-Eintrag vom 18.3.).

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Leserforum vom 21. März
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Leserbriefe von Isabel Weidenbach, Hartmut Bärz, Holger Kintscher, Sabrina Wimmer, Flora Wiegand, Nikolaus Jöckel, Gabriele Breder, Joachim Reinhardt und Helga Gomez (veröffentlicht in der Anmoderation der Debatte über Verhaltensänderungen, Verbote und eine mögliche Ausgangssperre).

Im FR-Blog werden immer die ungekürzten Originalversionen Ihrer Zuschriften veröffentlicht.

fr-debatteWeg mit dem „Rasse“-Begriff!

Zu: „Grüne wollen den Begriff ‚Rasse‘ aus dem Grundgesetz streichen“, FR-Politik vom 2. März

Endlich nimmt sich eine Partei dieses Themas an. In Frankreich hat die Nationalversammlung 2018 den Begriff “ Rasse“ aus der Verfassung gestrichen. Zahlreiche Organisationen in Deutschland fordern schon lange, diesen Begriff für Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Aussehens nicht mehr zu verwenden.
Schon seit Jahrhunderten ist dieser Begriff immer wieder verwendet worden, zur Abgrenzung ( gut und schlecht) oder zur biologischen Bestimmung ( ohne politische Bewertungen). Insbesondere aber seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der Bergriff “ Rasse“ bei Menschen immer stärker zum Instrument für Herrschende und Unterdrückte/ Minderwertige entwickelt. Ihren Höhepunkt fand die Anwendung des Begriffs in der Zeit der Nationalsozialisten ( s. Z.B. auch Veröffentlichungen vor der sog. Machtergreifung). Er gipfelte dann im Begriff der sog. “ Herrenrasse“ im Naziregime u.a. als Rechtfertigung für die Vernichtung von Juden, Sinti & Roma etc.
Zu akzeptieren sind Unterscheidungen der verschiedenen Menschen nur, wenn diese Herkunftsbezeichnungen selbst aus sich heraus ( also nicht von außen bestimmt) anwenden, wie z.B. wenn die Schwarzen sich selbst Schwarze nennen . Wer also heute selbst wohlmeinend den Begriff “ Rasse“ verwendet, also zum Beispiel in Antirassismus , der impliziert immer noch, dass es Rassen gibt.
Dieser Sprachgebrauch muss sich ändern, so, wie wir gelernt haben, dass bestimmte Bezeichnungen diskriminierend sind ( Neger,Zigeuner etc ) und wir dafür heute selbstverständlich andere Herkunfts- oder Abstammungsbezeichnungen verwenden.
Ja, die Menschen sind unterschiedlich, es gibt Weiße und Schwarze, Indios,Asiaten, Inuits, etc.etc. Aber es sind keine Rassen ( wie man sie ggf. in der Welt der Tierzucht kennt) sondern eben nur unterschiedliche Menschen . Daher: Weg mit dem Begriff “ Rasse “.

Reinhard Matthies, Pinneberg

fr-debatteOhne Utopie keine Freiheit

Piketty: „Organisation der sozialen Ungleichheit“, FR-Feuilleton vom 11.3.

„Kapital und Ideologie“ ist ein Buch der Offenbarung ökonomischer Verhältnisse der gesamten Menschheitsgeschichte.
Die ökonomischen und sozialen Spuren der Vergangenheit bis heute haben Ihre Wurzeln in Macht und Rechtsordnung von privatem Eigentum und staatlicher Ordnung zum Schutz und Stabilität gesellschaftlicher Verhältnisse. Doch der Materialismus in der westlich geprägten Wirtschaftsordnung ist der Wettbewerb um Macht und Einfluss, der Sieger bekommt alles und der Verlierer steht am Rand der Gesellschaft.
Die Ungleichheit scheint gefangen zu sein, wie in einem Käfig zu ihrem eigenen Schutz. Die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag für die Zukunft ist die Überwindung alten Denkens. Ohne Utopie gibt es keine neue Freiheit.
Thomas Pikettys über 1200 Seiten geben einen tieferen Einblick, um die Welt von heute besser zu verstehen.

Thomas Bartsch-Hauschild, Hamburg

fr-debatteDas Außenlager gehört zur Frankfurter Geschichte

KZ-Außenlager Katzbach: „Eine Gedenkstätte ist längst überfällig“, FR-Regional vom 10. März

Der Wunsch nach einer Gedenkstätte für das KZ-Außenlager Katzbach im Gallus ist mehr als nur berechtigt, und es ist eher unverständlich, dass bis heute eine solche Gedenkstätte noch nicht errichtet wurde. Das KZ Katzbach gehört zur Geschichte der Stadt Frankfurt, genauso wie die ehemalige Großmarkthalle, die in jener Zeit für den TRansport von Juden genutzt wurde, wo auch eine Gedenkstätte untergebracht wurde (auch wenn eine bessere Ausschilderung zum Auffinden der Gedenkstätte wünschenswert ist).
Worin die Schwierigkeit besteht, eine entsprechende Räumlichkeit in den ehemaligen Adlerwerken zu finden, ist nicht ganz verständlich. Liegt es am Eigentümer der Fläche (Berliner Ärzteversorgung) oder dem Hauptmieter (DB), dass diese nicht willens sind, entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, was bedeuten würde, dass es an der Finanzierung liegt? Oder liegt es tatsächlich daran, dass die politischen Entscheider sich nicht einig sind, ob eine Gedenkstätte oder andere Erinnerungsformen an die dunkelste deutsche Geschichte der richtige Weg für die Erinnerungskultur sind. Sollte dies wirklich der Fall sein, so ist es nicht verständlich, hier eine Frage wie „Entweder das eine oder das andere“ zu stellen. Beide Formen der Erinnerungskultur müssen gefördert werden und nebeneinander existieren. Dass Bündnis 90/Die Grünen zusammen mit der CDU mit solchen Entweder–Oder-Argumenten die Errichtung einer Gedenkstätte im Gallus abgelehnt haben, ist beschämend.

Winfried Faupel, Frankfurt

Direkte Betroffenheit an einem Ort der Gewalt

Kann es denn wahr sein, dass die Grünen nach den Morden in Hanau, den NSU-Vertuschungen tatsächlich gegen eine KZ-Gedenkstätte in Frankfurt stimmen?
Kann es wahr sein, dass sie dies mit der Begründung ablehnen, dass eine Gedenkstätte nicht zeitgemäß sei und statt dessen auf noch nicht einmal geplante „künstlerische Aktionen“ setzen?
Gegen diese ist nichts einzuwenden, aber sie ersetzen keinesfalls die direkte Betroffenheit, die sich an einem Ort nationalsozialistischer Gewalt bei den Besuchern einstellt. Als ehemalige Lehrerin weiß ich besser, dass nicht nur Schülerinnen und Schüler an solchen Gedenkstätten nachhaltig angeregt werden, sich mit Unrecht und Rassismus auseinanderzusetzen.

Kornelia Dahlhausen, Frankfurt

fr-debatteDer 8. Mai wäre geeignet für ein Schuldbekenntnis der Kirche

Dietrich Bonhoeffer: „„Ein Mann jenseits aller nationalistischen Denkmuster“, FR-Magazin vom 9. März

Arnd Henze sieht die „Anfälligkeit für das Autoritäre … bei der protestantischen Kirche in einem – missverstandenen – paulinischen Staatsverständnis begründet“. Mir erscheint Paulus nicht so sehr missverstanden. Auch wenn man mit vielen Auslegern Römer 13 („Jede Obrigkeit ist von Gott eingesetzt“) als späteren Einschub von fremder Hand ansieht, so bleibt doch sichtbar, dass Paulus als privilegierter römischer Bürger (Apg 22,23-29) die Kritik Jesu am Machtmissbrauch der Herrscher seiner Zeit (Mk 10,42-44) nicht mehr teilen kann. Die zentrale Botschaft Jesu vom Reich Gottes und seinen gesellschaftlichen Konsequenzen fehlt bei Paulus ganz, das Heil ist verjenseitigt als Auferstehung nach dem Tod (1. Kor 15, 12-19) und der entlaufene Sklave Onesimus soll zu seinem Sklavenhalter Philemon zurück. Schon Paulus passt die christliche Botschaft den autoritären Verhältnissen im römischen Reich an.
Luther hätte sich durchaus wie etwa die Mennoniten an Jesu Kritik am Machtmissbrauch der Herrschenden orientieren können, hat aber, um seine Haut zu retten, früh begonnen, seine Reformation dem Feudalismus anzupassen. Das vierte Gebot, das die Versorgung alternder Eltern fordert, macht er schon 1520 zu einem Gehorsamsgebot gegen Eltern, Lehrer und Herren. Im Bauernkrieg schlägt er sich auf die Seite der Feudalherren und 1530 wird im Augsburger Bekenntnis die Kriegsdienstverweigerung verdammt. So konnte auch die „Bekennende Kirche“ am Erntedankfest 1939 für den schnellen Sieg in Polen Gott und dem Führer danken und beten: „Wir loben dich droben, du Lenker der Schlachten, und flehen: mögst stehen uns fernerhin bei“. Das „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ vom Oktober 1945 schweigt dazu. Eine echte Aufarbeitung fand 1947 nur in einer kleinen Gruppe um Martin Niemöller statt. Ein gesamtlutherisches Bekenntnis der Schuld steht bis heute aus. Der 8. Mai 2020 wäre ein geeigneter Anlass dazu.

Friedrich Gehring, Backnang

fr-debatteWer ist die Gemeinschaft?

Zu: „Das Auto als Statussymbol hat ausgedient“ FR-Wirtschaft vom 14.März

ich nehme das Interview mit Axel Friedrich zum Anlass, um auf etwas hinzuweisen, was mir schon seit längerer Zeit Sorgen bereitet. Herr Friedrich bemerkt, „die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo er die Freiheit der Gemeinschaft verletzt“. Vermutlich bezieht er sich dabei auf eine Aussage Kants in der Metaphysik der Sitte, wobei Kant aber von „dem anderen“ spricht und nicht von „den anderen“, also eher nicht eine Gemeinschaft meint. Davon unabhängig stellt sich aber die Frage, wer die Gemeinschaft ist und wer deren Freiheit definiert. Was mich beunruhigt ist, dass man darüber fast alles begründen kann, und damit bekommt die ökologische Argumentation (leider) einen autoritären Zug. Mir wäre sehr viel wohler, wenn bei den entsprechenden gesellschaftlichen Diskussionen mehr das Recht des Einzelnen berücksichtigt würde.

Gerd-Rüdiger Erdmann, Pattensen

fr-debatteIm Duktus der AfD

Zu: „Seebad statt Schlammschlacht“, FR- Magazin vom 11. März

Mag ja sein, dass sich Kurt Georg Kiesinger in Kressbronn als Softie und „Silberzunge“ gab, ich erlebte ihn, als ich als studentische Hilfskraft beim ZDF arbeitete, im Wahlkampf in Schleswig-Holstein 1971. Er unterstützte damals die Wahl von Gerhard Stoltenberg (CDU) zum Ministerpräsidenten gegen Jochen Steffen (SPD). Von Duktus und Inhalt passten seine Reden nach heutigen Maßstäben perfekt zur AfD! Je näher der Redeort an der Zonengrenze gelegen war, desto heftiger fielen die Reden aus. Auch Franz (Josef) Strauß war damals unterwegs, auch dessen Reden gerieten deftig, galt es doch, einen „linken“ SPD-Mann zu bekämpfen. Jochen Steffen wurde damals auch bekannt mit seiner Kolummne im NDR als Kieler Hafenarbeiter Kuddel Schnööf (…un sine Fru Natalje).

Carsten Dietrich Brink, Gauting

fr-debatteBeispiel China

Zu: „Nicht an Unrecht gewöhnen“, FR-Meinung vom 11. März

Rudolf Erdmann, Groß-Zimmern

fr-debatteFalsche Einschätzung

Zu: „Kaum Anzeigetafeln an Bushaltestellen“, FR-Regional vom 6. März

Der Autor dieser Zeilen kann ein Lied davon singen: Es fehlt überall an Anzeigetafeln an Bushaltestellen! Und diese hätten ja nicht nur den Zweck, die Uhr- und Abfahrtzeit anzuzeigen, sondern können auch als Plattform für jegliche Art von Informationen- von Verspätungen bis zu konkreten Gefahren- genutzt werden. Dass die Bockenheimer Warte hier z.B. als nicht so wichtig angesehen wird, liegt offenbar an der falschen Einschätzung der Frequentierung: Zwei Buslinien fahren von dort ab (50er und 36er Bus), gerne genutzt von vielen Studenten, die den 36er zu Stoßzeiten bevölkern und alle brav in Richtung IG Farbenhaus unterwegs sind, außerdem liegt eine wichtige Einkaufsstraße, ein Kino, ein Gymnasium etc. auf diesem Weg. Auch der 50er kann ein paar „Brummer“ aufbieten: Rebstockbad, Messe, In-der-Citybus- Zentrale, eine Grundschule, ein Gymnasium, der TÜV etc. Wenn das nicht für gute Frequentierung ausreicht was dann? Es bliebe noch zu überlegen, ob nicht jede Haltestelle eine Notanzeige wenigstens mit Uhr und Abfahrtszeit bekommen könnte, ohne gleich den ganzen Digitalschnickschnack, damit man wenigstens weiß, dass ein Bus kommt oder eine Verspätung vorliegt. Ist das wirklich so aufwendig und teuer?

Thomas Fix, Frankfurt

fr-debatteSchwaches Argument

Zu: „Hilfe beim Berufseinstieg“, FR-Regional vom 17. Februar

Es ist sehr armselig, dass das Land Hessen keine Mittel für die Berufseinstiegsbegleitung für Hauptschüler bereitstellt, nachdem der Bund nun als Finanzierungsquelle ausfällt. Mir war nicht bekannt, dass es diese Förderung überhaupt gibt. Hier wird genau an der richtigen Stelle angesetzt und dafür gesorgt, dass junge Menschen beim Schritt in die Berufswelt qualifiziert begleitet werden. Wie kann man so etwas streichen? Wieso steigt der Bund überhaupt aus? Was soll das schwache Argument des Kultusministeriums, dass die personelle Kontinuität nicht gegeben ist, weil das Projekt jährlich ausgeschrieben wird? Dann muss man die Laufzeiten halt verlängern, oder geht das etwa wieder nicht, weil „wir das schon immer so gemacht haben“?
Was ist mit dem Gejammer, dass wir keinen Nachwuchs in bestimmten Berufen haben, dass Jugendliche „keinen Plan“ für die Zeit nach der Schulausbildung haben, dass sich niemand um sie kümmert etc.? Hier besteht Bedarf an Unterstützung. Da wird doch wohl beim Bund oder beim Land etwas Geld übrig sein.

Martin Hallinger, Kelkheim

fr-debatteEin erster Schritt

Verfassungsschutz: „AfD-Flügel ganz rechts außen“, FR-Politik vom 13. März

In der Tat ist es ein längst überfälliges Signal, wenn der Verfassungsschutz zumindest den völkisch-nationalen Flügel mit nachrichtendienstlichen Mitteln überwacht. Doch die Forderungen aus den Reihen anderer Bundestagsparteien wie der SPD nach möglichst flächendeckender und weitergehender Überwachung durch den Inlandsgeheimdienst werden vollkommen zu recht erhoben. Das Signal des Verfassungsschutzes richtet sich vor allem an diejenigen, die vielleicht immer noch glauben, bei der AfD handele es sich um eine Gruppierung wie andere. Doch eigentlich müsste inzwischen jeder und jedem klar geworden sein, dass der rechte Terror seinen parlamentarischen Arm in der AfD hat und der martialischen Sprache insbesondere des „Flügels“ Taten wie in Halle oder Hanau folgen. Mitten aus der AfD heraus kommen Stichworte, die den Antisemitismus und den Rassismus in diesem Land stark begünstigen. Die AfD ist nicht in der Lage, sich von ihrer „Mitte“, wie Alexander Gauland es formuliert hatte, nämlich dem „Flügel“, glaubwürdig zu distanzieren; denn die gesamte AfD denkt im Prinzip so wie Björn Höcke und Andreas Kalbitz. Genau deshalb wäre es dringend geboten, die AfD insgesamt zu überwachen, und meines Erachtens muss der AfD sogar mit einem Verbotsantrag begegnet werden. Dies deshalb, weil die AfD den politischen Einfluss hat, um dieser Demokratie real gefährlich zu sein. Wer heute AfD wählt, der muss wissen, dass er eine Partei wählt, die mit dieser freiheitlichen Grundordnung rein gar nichts im Sinn hat und deren Programmatik Faschismus pur ist. Deshalb kann die beschlossene Überwachung durch den Verfassungsschutz nur ein erster Schritt in der Abwehr von braunen Demokratiefeinden in dieser Republik sein. Doch der erste Schritt in die richtige Richtung ist bitter notwendig.

Manfred Kirsch, Neuwied

fr-debatteKonservative Angsthasen

Flüchtlinge: „Schlechte und gute Ideen“, FR-Meinung vom 11. März

Die Nichtbeantwortung der Frage, ob Sachsen Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern aufnimmt, ist typisch für die konservativen Angsthasen. Der Verweis auf die „eigentliche Frage“ nach der Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien ist entwerder Ausdruck der Rat- und Hilflosigkeit oder – was schlimmer wäre – der Verlust demokratischer Orientierung, die auf der Achtung der Menschenrechte und der Menschenwürde gründet. Warum die Aufnahme von Flüchtlingskindern die Bemühung um die Beendigung des Bürgerkriegs erschweren oder verhindern soll, erschließt sich mir nicht. Es ist endlich an der Zeit diesen unsäglichen Politsprech zu entlarven.

Georg Horcher, Seligenstadt

fr-debatteWas für eine Erkenntnis!

Zu: „Einwegprodukte unsexy machen“, FR-Wirtschaft vom 12. März

Es ist schon erstaunlich, was unsere Politiker alles so entdecken! Seit einigen Monaten wird die Clan-Kriminalität festgestellt und verstärkt bekämpft. Das haben Bürger sich schon vor 30 Jahren gewünscht! Dann kommt der Dieselskandal und die notwendigen Eingriffe! Und jetzt hat man festgestellt, dass frei entsorgte Zigarettenkippen sanktioniert werden, weil die ja giftig sind!
Hoppla, das ist ja wieder eine entscheidende Erkenntnis. Erstaunlich ist, dass man weiß, wie schädlich das Rauchen ist! Aber da traut man sich noch nicht ran! Ist doch die Tabaksteuer unverzichtbar!

Albert Henkel, Wehrheim

fr-debatte

9 Kommentare

  1. Karl Höhn sagt:

    FR-Leserbrief zum Thema „Coronavirus“ und „Ans Klima denken“, FR 16.03.2020

    Der Coronavirus ist eine tödliche Gefahr, vor allem für alte und kranke Menschen. Er wirkt kurzfristig. Die politischen Entscheider in aller Welt sind gezwungen immer konsequenter und radikaler zu reagieren. Selbst ein Trump, der die Realität nach Gutdünken entstellt, weil er die Macht dazu hat, sieht sich gezwungen die Gefahr durch den Virus anzuerkennen, um seine Wiederwahl nicht zu gefährden.

    Was, wenn der Virus für alle Menschen lebensbedrohlich wäre, vor allem für die junge Generation, weil er langfristig wirken würde, wie eine Art Krebs und sich immer weiter verbreiten und verstärken würde. Je jünger die Kinder, desto sicherer und schlimmer würde sie die Krankheit treffen, vielleicht erst in Jahrzehnten. Am meisten betroffen wären die noch ungeborenen, die kommenden Generationen, weltweit Milliarden von Menschen.

    Die Ansteckungsgefahr aber läge nicht im sozialen Kontakt. Wir könnten nach Lust und Laune weiter feiern, zum Fußball und ins Theater gehen, arbeiten, in die Schule und in den Kindergarten gehen, uns die Hand und Küsschen geben und uns umarmen. Dieser Virus würde von den Emissionen genährt, der Lust an der Raserei auf den Autobahnen, den immer größeren, schwereren, stärkeren Spaß-SUV’s, der zunehmenden Fliegerei, letztlich von unserer rücksichtslosen Art zu Wirtschaften und zu leben, mit der die global reichsten 10% 50% der todbringenden Emissionen produzieren und weit mehr als die durchschnittlichen 3 Erden verbrauchen. Logisch, dass wir darauf verzichten müssten, Energie sparen, Photovoltaik auf alle möglichen Dächer, Windkraft ausbauen, Kohlekraftwerke schließen. Verloren gegangene Arbeitsplätze in der Photovoltaik- und Windenergieindustrie zurückholen, die verbliebenen in der Kohleindustrie abbauen.

    Der Kampf gegen den Virus erfordert Entscheidungen. Die kommen nicht von anonymen „Marktkräften“. Entscheidungen, was für eine Gesellschaft wir wollen, welche Lebens- und Wirtschaftsweise uns auf Dauer gut tut. Sofortmaßnahmen und mittel- und langfristige Maßnahmen könnten dieser globalen Seuche Einhalt gebieten und die Zerstörung der Zukunft unserer Kinder und der folgenden Generationen noch abwenden oder zumindest eindämmen. Stellen wir uns vor, allen Verantwortlichen wäre dies vollkommen bewusst, weil wir seit Jahrzehnten darüber weltweit ungeheures Wissen angesammelt hätten. Ist es vorstellbar, dass diese Verantwortlichen trotzdem nicht einmal fähig wären, die billigsten und einfachsten Sofortmaßnahmen zu beschließen, wie ein allgemeines Tempolimit von 100 km/h. Verglichen mit der Coronakrise wäre das so, als würde auf die billigsten Maßnahmen verzichtet, z.B. auf Atemschutzmasken für Ärzte und Pflegekräfte. Unvorstellbar, verantwortungslos, selbstmörderisch, verrückt, aber unsere tägliche Realität in der Klimakrise. Jede Tonne CO2, die wir heute überflüssiger Weise emittieren, wird das Leiden der kommenden Generationen unweigerlich vergrößern und wir beharren auf der Freiheit, genau dies weiter tun zu dürfen.

    Vieles, was wir heute zu Corona hören, trifft auf die Klimakrise genauso zu: wir brauchen Mut zu Entscheidungen, Gesundheit vor Wirtschaft, den Menschen helfen, Arbeitplatzängste nehmen, Solidarität mit den Hauptleidtragenden der Krise zeigen, Joachim Wille’s schönes Merkel-Zitat „Die Maßstäbe unseres politischen Handelns ergeben sich aus dem, was uns Wissenschaftler sagen“ und Karin Mioska: „Lernen, was es heißt, das Heute so zu leben, wie wir es morgen noch verantworten können.“ Die Coronakrise bietet die Chance – so verstehe ich Joachim Willes Green-Deal-Vorschlag – dass Wiederhochfahren der Wirtschaft und des Alltags nach der Krise zu nutzen, um diese Lektion zu beherzigen und endlich den für unsere Kinder mörderischen Klima-Crashkurs zu verlassen und der Klimakatastrophe genauso entschlossen den Kampf anzusagen, wie dies erforderlich und im Kampf gegen den Coronavirus möglich ist.

    Der Klimavirus wirkt aber im Gegensatz zum Coronavirus langfristig, jahrhundertelang. In der Klimakrise fehlt das kurzfristige Eigeninteresse der Politiker*innen, da muss gemeinwohlorientiert gegen große Widerstände und gegen mächtige Kapitalinteressen aufgeklärt und gehandelt werden. Die Klimabewegung muss diesen Mangel an Motivation ausgleichen, auch wenn der globale Klimastreik am 24.04. verschoben wird. Zeit, alle gesellschaftlichen Gruppen für einen klimapolitischen Neustart nach dem Ende der Coronakrise am Vorbild der hier erlebten Entschlossenheit zu mobilisieren.

  2. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Moin Herr Winter,

    sehe zufällig, daß ich hier rein gebeamt wurde 😉 Hatte auch schon überlegt, meinen Leserbrief einzufügen…

    „…wenn es ums überleben geht schützt er sich, dass ist sein Grundprogramm, dass das Klima ihn auch umbringt merkt er erst später, wenn es zu spät ist,“… „Das ist Mensch, hilft nichts.“

    Menschen haben einen Verstand und können vernünftig handeln. Also zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Mitmenschen. Manche wenige Menschen sind dazu nicht in der Lage, zum Beispiel an einer Psychose Erkrankte (Wahnvorstellungen) oder solche mit destruktver Persönlichkeitsstörung.

    Wenn viele Menschen asozial und irrational handeln, werden sie manipuliert. Sie bekommen dann falsche (unwahre) Informationen oder (häufiger) unvollständige Informationen.

    Für mich ist Tabak das Paradebeispiel. Die Tabakindustrie wirbt und darf werben für ein Produkt, von dem sie (die Industrie) weiß, daß es die Hälfte ihrer Konsumenten umbringt und vorher bei allen Rauchern und Zwangsberauchten die Lebensqualität beeinträchtigt (und auch manchen Zwangsberauchten tötet).

    Warum fangen so viele Menschen mit dem Rauchen an und behalten es bei? Weil sie psychotisch sind? Warum fangen jetzt weniger mit dem Rauchen an als in früheren Zeiten? Warum rauchen in anderen Ländern noch weniger als bei und und in manchen Ländern mehr? Weil sie manipuliert werden. Und zwar je nach Politik unterschiedlich ausgeprägt.

    Weil sie manipuliert werden. Die Tabakindustrie verdient besser bekommt sehr viel Geld für den Verkauf ihrer Produkte, und einen (wahrscheinlich) optimalen Anteil dieses Geldes investiert sie, um Menschen zu bewegen, mit dem Rauchen anzufangen und nicht wieder damit aufzuhören. Nur ganz kurz zur Erklärung: Werbung, Zigarettenautomaten, suchtverstärkende Zusatzstoffe, Einfluß auf Nichtraucherschutzgesetze…

    Wer es schafft, Menschen so zu manipulieren, daß sie bereit sind, mit 50%iger Wahrscheinlichkeit 10 Jahre ihres Lebens zu opfern (und vorher schlecht zu leben, Raucherbein, COPD), der kann auch Jagd auf Hexen und Muslime und Ausländer organisieren. Der kann Menschen für Kriege begeistern, für Erschießungskommandos. Und für SUVs statt öffentlichem Nah- und Fernverkehr. Für „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ anstelle von gesunder und klimaschonender Ernährung.

    Da ist der Hase im Pfeffer begraben: Wir Menschen brauchen vollständige nützliche Informationen, um gut politisch entscheiden zu können. Das wird uns verwehrt durch: Marktfundamentalismus („Neoliberalismus“). Weil Marktfundamentalismus dafür sorgt, daß die Reichen und Mächtigen durch ihr Geld noch reicher und mächtiger werden. Egal, ob die anderen Menschen sich dafür zu Tode qualmen, zu Tode gebombt werden, im Mittelmeer ertrinken oder später in Marienhafe (ich schreibe diese Zeilen 10 km von der ostfriesischen Nordseeküste entfernt).

    Wir brauchen one man (woman) one vote und nicht one Dollar one vote. Die Reichen dürfen nicht zu reich und damit zu mächtig sein. Sie dürfen nicht die Macht haben, uns zu manipulieren.

    Übrigens, ich zitiere aus DER ARZNEIMITTELBRIEF (AMB 2020, 54, 09, man kommt ohne Login auf die Informationen, Herr Büge)…“Massentierhaltung und der Handel sowie der Verzehr exotischer Wildtiere können immer wieder dazu führen, dass zoonotische Viren auf den Menschen übertragen werden. Weit schlimmere Szenarien als die jetzige Pandemie sind denkbar, wenn in dieser Hinsicht kein Umdenken stattfindet.“

    Dass dieses komische Virus sich global ausbreitet, ist kein biologischer Zufall, sondern hat mit unserer unvernünftigen Lebensweise zu tun. 🙁

  3. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Danke für die Korrektur, lieber Herr Büge :-)!

  4. Moin Herr Lübbers,
    Ihr Glaube an die Rationalität des Menschen in allen Ehren, aber ich glaube nicht daran. Ich glaube eher, dass unsere Vorgeschichte und die dabei gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse uns beherrschen, obgleich vieles davon in unsere Welt nicht hineinpasst. Sicher gibt es ein gerüttelt Maß Manipulation von Reichen und Mächtigen. Aber auch diese unterliegen der Evolution und müssen eher mehr als die kleinen Leute um ihr Dasein kämpfen, denn sie wollen ja reich und mächtig bleiben und das scheint mir doch sehr aufreibend zu sein. Vor allem jetzt, beachten sie das Geschehen an der Börse ! Schuld ist die Evolution, survival of the fittest, der Wahlspruch, der uns hierher gebracht hat. Übrigens, Seuchen sind doch nur ein Mittel der Evolution herauszufinden, wer denn der jeweils fittere ist. Wenn es die früher nicht gegeben hätte, wir hätten die 15 Milliarden lange überschritten. Vielleicht hätten Kriege dann geholfen, die Massen zu reduzieren, auch so ein Mittel der Evolution. Da ist noch viel Raum für Spekulation.

  5. Martin Gülzow sagt:

    Die Welle der Corona-Epidemie überschwemmt uns mächtig und führt ja im Moment zu erheblichen Einschränkungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens.
    Sicherlich ist es wichtig, Zeit zu gewinnen und vor allem Risiko-Patienten zu schützen und schwere Krankheitsfälle oder Todesfälle zu verhindern. Nur ich frage mich: wie lange werden wir brauchen, um eine ausreichende „Durchseuchung“ und Immunisierung der Bevölkerung zu erreichen und wir lange können wir die derzeitigen Quarantäne-Maßnahmen aufrecht erhalten ? In Hessen sind jetzt größenordnungsmäßig 1000 Menschen infiziert, von denen eine Hand voll schwer erkrankt sind. Dem stehen über 4 Millionen Einwohner gegenüber, die noch nicht infiziert sind, die sich aber zum großen Teil mit dem Virus anstecken werden, wenn die Kontakt-Einschränkungen wieder gelockert werden. Oder anders gesagt: wenn wir in Hessen jede Woche einige Tausend Infizierte und einige Dutzend schwer Erkrankte behandeln (was das Gesundheitssystem auch leisten kann) dann dauert es geschätzt 10 bis 100 Jahre (!) bis alle immunisiert sind ! Und in der Zwischenzeit sterben eine nicht unerhebliche Anzahl von Patienten an Umweltgiften wie z.B. Diesel-Stickoxiden, Feinstaub, Nikotin u.a.?
    Mir ist nicht klar, wo das alles enden wird und wie wir in absehbarer Zeit wieder zur Normalität zurückkehren werden.

  6. hans sagt:

    Gestern haben wir über die Medien erfahren das Herr Merz auch Corona positiv ist. Das Virus macht also auch nicht vor den Reichen und Mächtigen auf diesem Planeten halt. Das gilt für den Klimawandel auch. Ich denke das ist wohl unstreitig. Warum handeln diese Leute nicht?

  7. Jürgen Malyssek sagt:

    Zu: Wer ist die Gemeinschaft?

    Das Wohl der Gemeinschaft und das Recht des Einzelnen schließen sich doch nicht aus. Es ist doch gerade dieses Ausbalancieren, das Wohl und das Recht des Einzelnen und das Gemeinwohl. Dazu ist Kant auch nützlich: Entfaltung des Menschen und eben das Funktionieren einer Gesellschaft. Dazu kommt der Verstand und die Vernunft und die Urteilskraft.
    Bei allem, was wir bisher durch die Corono-Krise erfahren konnten, können wir lernen, dass die Freiheit des Einzelnen auch seine Grenzen hat. Bis hin zur Wichtigkeit von allgemeinen Verboten.

  8. hans sagt:

    Ich stelle mir inzwischen die Frage ob unser System noch dazu führt das fähige Leute in die politische Führung kommen. Gestern schalte ich im Fernsehen in die ARD, da lief, ich glaube bei Fakt, ein Bericht über die Antibiotikaversorgung der Bevölkerung und das spätestens im Herbst mit Engpässen zu rechnen ist. Die Rohstoffe die man dazu benötigt werden fast zu 100% in China hergestellt. Damit spart man 55 Millionen Euro im Jahr. Dieser lächerlich kleine Betrag ist eigentlich ein Grund den Gesundheitsminister wegen völliger Unfähigkeit zu entlassen. Die Versorgung des Volkes mit solch wichtigen Medikamenten aufs Spiel zu setzen ist nicht nachvollziehbar und würde in einem Betrieb mit mehr als 50 Beschäftigten mit Sicherheit nicht passieren. Wahrscheinlich hätten die Leute die die Produkte in D. herstellen würden mehr Steuer und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt als so eingespart wird. Da sind Leute am Ruder die noch nicht einmal die Grundzüge von Kostenrechnung verstehen und diese Leute wollen die CDU und damit das Land führen. Ich denke da liegt das Problem das kann man auch an der aus Kostengründen nicht mehr nachvollziehbaren Energiepolitik sehen. Die alten Herren von der Union scheinen überfordert.

  9. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    @ Jürgen H. Winter:

    „Sicher gibt es ein gerüttelt Maß Manipulation von Reichen und Mächtigen.“

    Und diesen Einfluß der (vor allem Super-)Reichen müssen wir bekämpfen! Demokratie statt Plutokratie! Die von Ihnen erwähnte Evolution können wir nicht beeinflussen…

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