Die Politik wird die Impfpflicht ausrufen müssen

In der Debatte über eine mögliche Impfpflicht zeigt sich vor allem, wie schlecht es um die naturwissenschaftliche Bildung vieler Menschen in Deutschland bestellt ist. Es gibt keine bessere Methode zur Prävention gegen Krankheiten als Impfungen. Das ist Fakt.

Grundsätzlich gilt für alles im Leben: Auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion. Und auf diese eine weitere Reaktion. Und so weiter. Das ist praktisch ein Naturgesetz. Jeder Eingriff, worein auch immer, hat Konsequenzen. Immer, überall. Im Fall der Sars-CoV-2-Pandemie sind die Dinge glasklar: Das Virus fordert Todesopfer. Das fordert uns alle als Gesellschaft heraus. Aktion, Reaktion. Wir können das Virus nur als Gemeinschaft besiegen. Der Grundgedanke dahinter heißt Solidarität. Diese Solidarität wird jedoch von Menschen unterlaufen, die sich dem Impfen verweigern. Zumeist sind diese Menschen nicht gut oder sogar falsch informiert. Wir brauchen also vor allem eines: mehr Wissen über Viren und wie man ihnen begegnen kann. Mehr Bildung.

Zunächst: Viren sind keine Lebewesen. Sie sind Hüllen, die virale Erbsubstanz transportieren. Diese Kapsoide haben keinen eigenen Stoffwechsel, können sich nicht untereinander fortpflanzen und erfüllen somit die wichtigsten Kriterien für Leben nicht. Aber sie zeigen Reaktionen. So reagieren sie auf die Anwesenheit eines Wirts-Organismus, den sie befallen. Sie injizieren Wirtszellen ihre Erbsubstanz und programmieren diese Zellen damit um. Der Unterschied zwischen Infektion und Impfung ist folgender: Bei der Infektion kriegt Dein Körper es mit dem ganzen Virus zu tun. Bei der Impfung (mit mRNA-Impfstoffen) nur mit einem seiner Gene. Infektion wie Impfung fordern Dein Immunsystem heraus. Es muss eine Antwort entwickeln. Das ist seine Aufgabe.

Manche Menschen glauben, dass Infektionen nützlich sind, da sie das Immunsystem trainieren. Der Gedanke ist nicht grundsätzlich verkehrt, unterschlägt aber, dass manche Krankheitserreger das Potenzial haben, das Immunsystem zu überfordern. Das kann auch dann passieren, wenn man gesund lebt, Sport treibt, vernünftig isst und so weiter. Diese Idee vom Training für das Immunsystem ist im Kern faschistisch, denn sie folgt der Logik: Was mich nicht umbringt, macht mich härter. Oder anders ausgedrückt: In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist. Wir wissen aus Erfahrung, dass dies Unsinn ist. Viel sinnvoller ist es, das Immunsystem mit Impfungen zu trainieren. Dabei kriegt der Körper es nicht mit dem gesamten Virus zu tun, sondern nur mit Teilen davon: In der Ära vor der mRNA-Impfstoffe waren das meist abgetötete Viruspartikel, jetzt nur noch einzelne Virus-Merkmale wie das sogenannte Spike-Protein des Sars-CoV-2 Virus. Die Antikörper unseres Immunsystems erkennen anhand dieser antrainerten Fähigkeit dann das schädliche Virus und bekämpfen es.

In Pakistan gab es erhebliche Widerstände der Bevölkerung gegen eine Impfkampagne zu Polio, also Kinderlähmung. Die muslimische Bevölkerung wurde schlecht informiert. Das hat wohl einerseits mit Kommunikationsdefiziten der WHO zu tun, der Weltgesundheitsorganisation, die sich darum bemüht, Polio auszurotten, aber anscheinend nicht mit religiösen Besonderheiten der Bevölkerung oder gar mit den Beharrungskräften von Fundamentalismus gerechnet hat. Andererseits haben Imame und Prediger ihren Anteil daran, die Menschen dort zur Impfverweigerung aufzurufen, weil sie in der Impfung westliches Teufelszeug vermuten. Wer sich die möglichen Folgen einer Polio-Infektion mal zu Bewusstsein geführt hat, kann sehen, dass die Betroffenen fürs Leben gezeichnet sind. Der Vergleich mit einer Sars-CoV-2-Infektion ist nicht ganz stimmig, weil es um unterschiedlichen Viren geht. Er zeigt aber Grundzüge einer Haltung: Schlechte Bildung führt zu schädlichem Verhalten. Das eint die Impfverweigerer unserer Zeit und unseres Landes mit den bildungsfeindlichen Tendenzen, wie sie in Pakistan zu beobachten waren.

Es führt also wohl kein Weg daran vorbei: Wir brauchen eine Impfpflicht, um auch die letzten Impfstoffel:innen zur Solidarität zu zwingen. Aber geht das überhaupt: Jemanden zur Solidarität zu zwingen? Ist jemand, die/der den Grundgedanken der Solidarität nicht verstanden hat, nicht ohnehin verloren? Und dahinter steht der nächste Gedanke: Kann eine Gesellschaft überdauern, die sich offenbar zumindest in Teilen jenseits vom Solidaritätsgedanken eingerichtet hat?

fr-debatte

Kretschmanns  autoritäres Gehabe

Herr Krüger aus Nehren spricht mir voll aus dem Herzen. Ich bin Mitglied der Grünen, habe aber bei der Bundestagswahl „meine“ Partei nicht gewählt, aus genau diesem Grund. Ich habe mich schon in den letzten Monaten über das autoritäre Gehabe von Winfried Kretschmann bezüglich der Corona-Maßnahmen aufgeregt. Ebenso auch über die beiden Vorsitzenden und meinen Wahlkreiskandidaten Janosch Dahmen, dass sie eine Impfpflicht nicht ausschließen wollen und Kretschmann unterstützen. E-Mails an die beiden Vorsitzenden, den Wahlkreiskandidaten und den Kreisverband, in denen ich meine Kritik formuliert habe, blieben bis heute unbeantwortet. Woher hätte ich das Vertrauen nehmen sollen, diesen Leuten meine Stimme zu geben?

Wolfgang Poth via FR-Blog

Die Politik wird Impfpflicht ausrufen müssen

Werter Herr Krüger, ich antworte auf Ihren Leserbrief, weil ich glaube, dass Sie einige Tatsachen und Sachverhalte im falschen Blickwinkel haben. Sie zitieren aus dem am 29.09.2021 in der FR veröffentlichten Artikel „2G-Regel“ ganz allgemein zu Schikanen gegen Ungeimpfte, sagen aber nicht, dass die grüne Landesregierung in Stuttgart (die sie auch benennen) sagt, die „2G-Regel soll nur in Kraft treten, wenn eine stark steigende Zahl an Corona-Patienten die Krankenhäuser zu überlasten droht“. So viel erstmal zum Thema „wer lesen und richtig zitieren kann ist klar im Vorteil“.
Im Weiteren regen Sie sich über vermeintliche Ungerechtigkeiten auf. Wenn nach 18 Monaten Corona-Krise sich jemand aufregen müsste, dann wir GEIMPFTE, dass Sie und die anderen sich ungerecht behandelten Ungeimpften nicht solidarisch in der Mitte der Gesellschaft stehen – sprich sich impfen lassen; falls Sie und sie jemals in solchen wichtigen Fragen in der Mitte zu finden waren. Lustigerweise schießen sich die echten! Impfverweigerer (nicht diejenigen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen/sollen) ins eigene Knie, weil die „verhassten“ Politiker in absehbarer Zeit nicht anders werden entscheiden können als die Impfpflicht auszurufen. Diese Politiker sind auch für uns Geimpfte verantwortlich (hört!, hört!), um die Krise einzudämmen. Aber wie sagte der berühmte Maler Francis Picabia bereits 1913: Unser Kopf ist rund damit das Denken die Richtung wechseln kann. In diesem Sinne ein herzliches Glückauf!

Ulrich Peter, Duisburg

Seit wann muss man sich Solidarität verdienen?

Schon ein einziger Satz des Herrn Stephan K. offenbart die Abstrusität seines gesamten, von Scheinargumenten und überbordender Empörung strotzenden Meinungsbeitrags: „Seit wann ist es grüne Politik, dass man sich gesellschaftliche Solidarität mit Wohlverhalten verdienen muss (Hervorhebung D.S) und bei Weigerung an den Rand der Gesellschaft gedrückt wird?“ Meine Rückfrage: Seit wann muss man sich „Solidarität verdienen“, anstatt sich selbst seinen Mitmenschen oder der Gemeinschaft gegenüber solidarisch zu verhalten? Oder meint der Verfasser allen Ernstes, dass die Gesellschaft ihm gegenüber zur uneingeschränkten Solidarität verpflichtet sei, obgleich er selbst jegliche Verantwortung für das Gemeinwohl verweigert und sich mit drastischen, kaum noch zu steigernden Worten (schockiert, schaudere darüber, brutalstmöglich, Panikmaßnahmen, unfassbare Ungerechtigkeit, unsoziale Enteignung) als bedauernswertes Opfer einer Politik geriert, die allein den Schutz von Gesundheit und Leben ihrer Bürger zu schützen sucht?

Dieter Schmidt, Frankfurt

Noch nicht im Angebot

Die Pandemie ist kein Wunschkonzert. Jetzt haben die Gastronomen die Wahl, und sind auch unzufrieden. Wenn ein Modell, 2G, 3G oder 4G, für alle vorgeschrieben wäre, würde wahrscheinlich der eine oder die andere das jeweils andere Modell favorisieren.
Dabei ist klar: 2G hat den Nachteil, dass Gäste an 3G-Betriebe verloren werden; aber den Vorteil, dass keine Maske getragen und Abstand eingehalten werden muss. Das sind doch klar aufgezeigte Rahmenbedingungen; keines der Modelle hat nur Nach- oder Vorteile. Jeder Gastronom kann nach seiner Fasson entscheiden.
Herr Karaaslan vom Lilium sollte auch sagen, dass er nicht nur Gäste verlieren würde, sondern auch die Gäste gewinnen würde, die sich in 2G-Betrieben lieber aufhalten, sich sicherer fühlen, die neue Freiheit genießen möchten. Das wäre ehrlich. Klar ist aber auch: Alle Gastronomen hätten sicher viel lieber die Kombination 3G ohne Abstand und Masken; aber dieses Modell haben wir derzeit noch nicht im Angebot.

Hans Dietmar Jäger, Frankfurt

Am Rand der Leistungsfähigkeit

Covid 19 hat nicht nur die Politik vor schwierige Entscheidungen gestellt und unser Gesundheitswesen an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht, sondern uns alle. Meines Erachtens ist die Impfung der beste der Schutz vor der Seuche. Wer für sich diese Möglichkeit ohne Vorliegen medizinischer Gründe ablehnt, sollte den Mut aufbringen, von sich aus erklären, dass er auch auf intensivmedizinische Behandlung verzichtet. Besser noch wäre es, wenn dies gesetzlich festgeschrieben werden würde.

Eckard Wendt, Stelle

62 Kommentare

  1. hans sagt:

    Wie stellt man sich das Durchsetzen einer Impfpflicht vor? Soll die Polizei oder gar das Militär die noch nicht Geimpften zur Spritze treiben. Wer ist eigentlich noch nicht geimpft. Wenn man nicht weiß wie viele geimpft sind kann man das auch nicht wissen. Eine Impfpflicht ohne jede Chance sie durchzusetzen braucht es auch nicht. Zumal viele Länder in der EU gezeigt haben das es auch ohne geht. Im Grunde läuft es auf Impfen oder Durchseuchen raus mit oder ohne Impfpflicht. Ob uns das gefällt ist wieder eine andere Frage.

  2. Stefan Briem sagt:

    @ hans

    Gegenfrage: Wie stellen Sie sich eine Führerscheinpflicht vor?

    Es gab in Deutschland schon Impfpflicht. Bis in die 50er Jahre gegen Diphterie, bis in die 70er Jahre gegen Pocken, seit 2019 gegen Masern. Das Verfassungsgericht hat schon 1959 entschieden, dass die Impfpflicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, und mit Urteil vom 1. März 2020 hat es entschieden, dass ein ausreichender Impfschutz gegen Masern Vorrang vor dem etwaigen Ausschluss der ungeimpften Kinder von Kinderbetreuung habe (Wikipedia zum Stichwort Impfpflicht). So wie es eine Schulpflicht gibt und wie alle Deutschen sich an Gesetze halten müssen, die unser Zusammenleben organisieren, so sollte es in begründeten Fällen (Pandemie) auch eine Impfpflicht geben.

  3. Jürgen Malyssek sagt:

    Diese panische Angst und Abwehrhaltung gegen Verbote, die sich zuletzt in der Corona-Krise entwickelt hat, besonders unter Berufung auf die demokratischen Freiheitsrechte, die ist in vielen Fällen doch überhaupt nicht rational.
    Warum soll es, wie Stefan Briem es schildert, nicht auch eine Impfpflicht bei Corona geben?
    Schließlich geht es im Grundgesetz auch um Rechte und Pflichten und Gefahrenabwehr.
    Da wir als Gesellschaft sowieso unser Leben/Zusammenleben ändern müssen, wenn wir denn eine Zukunft haben wollen, so sollte auch das gemacht werden, was uns retten helfen kann.

  4. hans sagt:

    zu @ Stefan Briem, Jürgen Malyssek
    Was ist wenn niemand hin geht zusätzlich? Wie wollen sie diese Impfpflicht durchsetzen. Beim Führerschein ist der Fall klar. Wer hinter dem Steuer eines Autos sitzt muss einen haben. Beim Impfen könnte man ja eine Markierung für Geimpfte einführen oder so was ähnliches. Wie man Leute zum Impfen bringen will die nicht wollen weiß ich aber immer noch nicht?

  5. Stefan Briem sagt:

    „Was ist wenn niemand hingeht?“

    Machen Sie sich doch bitte erstmal kundig, bevor Sie so was raushauen. Mir vorwerfen, ich würde immer schnell was schreiben, aber Sie sind selbst uninformiert und treten trotzdem meinungsstark auf – na toll. Ich habe den Eindruck, dass Sie Bronskis Text nicht gelesen haben, aber das würde ja mit dem übereinstimmen, was Sie selbst mal über sich geschrieben haben: Sie interessieren sich nicht dafür, was andere schreiben. Dagegen anfrotzeln geht natürlich trotzdem. Und das ist Debattenkultur, ja? Kann man überall im Netz beobachten, diese Art von Rechthaberei.

    Zum Thema zurück: Wir brauchen die Impfpflicht. Jedermensch kann das Impfzertifikat bei sich tragen ebenso wie den Personalausweis und es auf Verlangen vorzeigen. Das Impfzertifikat kriegt jeder, der zwei Mal geimpft ist. Auch den Führerschein muss man mit sich führen, wenn man sich hinters Steuer eines Autos setzt. Und den Personalausweis sollte man sowieso immer dabei haben. Was wäre also schwierig an der Durchsetzung der Impfpflicht? Wer das Zertifikat nicht hat, kommt eben nirgendwo rein. Ganz einfach. Ich fürchte, dass wir genau das in diesem Herbst und Winter noch erleben werden.

  6. Jürgen Malyssek sagt:

    @ hans

    Was soll ich dazu sagen?
    Wo ist das Problem mit dem Impfnachweis?

  7. hans sagt:

    zu @ Stefan Briem, Jürgen Malyssek
    Gut gebrüllt Löwe aber wie immer völlig inhaltsleer.
    Wer sich nicht impfen lässt soll also verhungern weil er nirgendwo rein kommt um was kaufen zu können. Hört sich sehr verhältnismäßig an. Da wären ja Straßenkontrollen mit sofortiger Zwangsimpfung noch sozialer.

    Wo ist das Problem mit dem Impfausweis?

    Ich habe kein Problem mit dem Impfausweis nur damit bekommen sie keine einzige zusätzliche Impfung. Es braucht auch Maßnahmen um eine Impfpflicht durchzusetzen. Nehmen wir mal als Beispiel den Führerschein das Herr Briem ja weiter oben anführt. Wer ohne Führerschein Auto fährt wird hart bestraft wenn er erwischt wird und trägt das finanziell nach oben offene Unfallrisiko wegen grober Fahrlässigkeit. Deshalb funktioniert, das sehr selten jemand ohne Fahrerlaubnis fährt. Wie wollen sie das bei einer Coronaimpfung durchsetzen? Herr Briem droht mit Hunger. Ok seine Meinung. Ich sage das kann man so nicht machen denn es ist nicht verhältnismäßig. Impfnachweise kann man kontrollieren und dann? Übrigens wir haben noch nicht mal hin bekommen zu kontrollieren das Infizierte zu Hause bleiben.
    Eine meiner Töchter ist Erzieherin. Da gibt es auch vorgeschriebene Impfungen. Wenn sie die nicht machen lässt verliert sie ihren Job. In so einem Fall ist das rechtlich auch ok. Ob das Verfassungsgericht das bei Corona für alle als zulässig ansieht möchte ich bezweifeln. Genau so wie das übliche dumme Geschwätz von Herr Briem Ungeimpfte nirgends mehr rein zu lassen. Also nochmal die Frage wie soll eine Impfpflicht durchgesetzt werden?

  8. Stefan Briem sagt:

    Brüllen ist nicht meine Art. Das überlasse ist Ihnen. Ich stelle nur fest, dass Sie schlecht informiert sind. Impfpflichten gibt es schon lange und überall, und es ist durchaus Aufgabe und auch im Bereich der Möglichkeiten von Staaten wie der Bundesrepublik, eine Impfpflicht durchzusetzen. Es fehlt allerdings der Wille. Ich vermute mal: aus Angst vor den Angstschreien der Leute, denen dann der fürchterliche Piks „droht“. Das, was Sie ansonstan da an „Argumenten“ auffahren, Verhungern und so weiter, ist für die Tonne.

  9. Mit der jetzigen Argumentation der Impfgegner könnte man auch verlangen auf der linken Fahrbahnseite zu fahren, alles andere ist eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. Mich lässt das sprachlos, haben diese Leute keine anderen Probleme ??

  10. Jürgen Malyssek sagt:

    Es ist alles gesagt, inhaltsleer und ohne Gebrüll.

  11. hans sagt:

    zu @ Stefan Briem, Jürgen Malyssek
    Wenn es eine Impfpflicht für Corona in vielen Ländern und überall gibt dann kann es doch nicht so schwer sein für sie zu sagen wie die Länder das machen. Was anderes frage ich doch gar nicht.
    Ich habe übrigens nicht einmal gesagt das ich gegen Impfpflicht bin sondern nur das man vorher auch festlegen muss wie man sie durchsetzt. Sonst wird sie nichts helfen sondern eher das Gegenteil bewirken. Das diese Frage berechtigt ist zeigen die Antworten überdeutlich.

  12. Christa Heisig sagt:

    Zuerst: Ich bin nicht für die Einführung einer Corona-Impfpflicht. Aber ich frage mich, ob in Zeiten von Covid 19 neue Höflichkeitsformen erforderlich sind. Kann ich z.B. bei privaten Einladungen vorher meine Gäste fragen, ob sie geimpft sind? Als geimpfte ältere Risikopatientin bin ich weiterhin vorsichtig. Deshalb war ich ziemlich irritiert, als ich von einer Bekannten eher nebenbei am Kaffeetisch erfuhr, dass sie gegen diese Impfung ist. Ich respektiere ihre Entscheidung, hätte allerdings dann gerne gefragt, ob sie frisch getestet ist. Zweimal kam ich in eine solche Situation, die mich unsicher, aber auch wütend machte. Gebietet es nicht die Höflichkeit, aus gegenseitiger Rücksicht ehrlich zu einander zu sein? Wo ist die Grenze?

  13. Ilona Horn sagt:

    Meine Bewunderung für Herrn Faber! Präziser kann man es nicht auf den Punkt bringen: Einem Nichtinfizierten etwas zu verwehren, entspricht der Vorstellung, allen Autofahrern das Fahren zu verbieten, weil ja was passieren könnte. Egal, ob H. Klopp nun eine steile Vorlage mit dem „betrunkenen Autofahrer= Ungeimpfter“ geliefert hat( hab den Beitrag nicht gelesen) oder nicht. Weil ja nur sowohl infizierte Ungeimpfte als auch infizierteGeimpfte betrunkene Autofahrer sein können.

  14. Stefan Briem sagt:

    @ hans

    Sie machen Witze, gell? Wieso soll ich Ihnen erklären, wie der Staat eine Impfpflicht durchsetzen könnte? Das können Sie sich selbst erklären, denn Sie sind wie jeder andere Mensch in diesem Land dem Gewaltmonopol des Staates unterworfen. Sie leben in einem Land, das davon profitiert, dass alles organisiert ist. Bestmöglich, hoffentlich. Polizei, Steuer, Schulpflicht, Grundgesetz, BGB, STVG, Führerschein, Hundesteuer, Renten versteuern. Krankenkasse und noch vieles andere mehr, wonach man sich in diesem Land richten muss. Zum Beispiel auch, dass Deutsch Amtssprache ist. Und so weiter. Warum sollte eine Impfpflicht ein Problem sein? Derselbe Staat hat es schon vor fast 70 Jahren geschafft, eine Impfpflicht durchzusetzen (Diphtherie), und noch einmal vor 50 Jahren (Pocken), und aktuell bei Masern, dann sollte ihm das auch bei Covid gelingen. Es gibt keine rechtlichen Hürden. Los, zwingt die Leute!

  15. @Ilona Horn,
    Ihr Nichtinfizierter muss Nichtgeimpfter heißen, dann entspricht er einem Autofahrer ohne Führerschein. So wie der Autofahrer einen Führerschein machen muss, so muss der Nichtgeimpfte sich impfen lassen.

  16. Jürgen Malyssek sagt:

    Eben. Warum sollte es keine Impfpflicht geben? Hingegen ist der gesellschaftliche Schaden, den die Impfgegner und Corona-Leugner anrichten, um ein Mehrfaches schlimmer als eine klare staatliche Order. Es wäre einfach schön, wenn diese Debatte mal ein Ende hätte und wir zur Sache kommen und sehen, mit welchen kommenden Gefahren wir es zu tun bekommen werden: Wir leben auf großem Fuß und machen uns selbst den Garaus.

  17. hans sagt:

    zu @ Stefan Briem
    Bei so grundsätzlichen Themen merkt man mit welch geistigem Kind man es tun hat. Wenn jemand eine Wohnung nicht billig vermieten will verstaatlichen, wenn jemand sich nicht impfen lassen will nicht in Läden des täglichen Bedarfs rein lassen oder doch zumindest sonst irgendwie mit der gesamten Macht des Staates zwingen. Das ist genau die Haltung warum Linke dann als Polizeistaat landen. Leute wie sie würden sofort wieder eine Stasi einführen.

  18. hans sagt:

    zu @ Jürgen Malyssek
    Das Strafgesetzbuch gibt es um festzulegen wie jemand bestraft wird der gegen vorgegebene Gesetze verstößt. Jeder der das macht, weiß wenn er will, vorher was passieren wird wenn er sich nicht an Gesetze und Verordnungen hält. Es ist nach wie vor nicht sinnig eine Impfpflicht eizuführen ohne zu sagen wie der Staat diese durchsetzen will.

  19. Stefan Briem sagt:

    @ hans

    Sie haben ein paar ganz grundlegende Dinge nicht verstanden. Es geht bei der Berliner Initiative nicht darum, Wohnungen billig zu vermieten, sondern es geht generell um die Bezahlbarkeit von vermietetem Wohnraum und um das Leben in einer großen Stadt, in der Wohnungen zu Spekulationsobjekten geworden sind. Jeder Mensch will und muss wohnen. Es geht darum, Wohnraum so zu bepreisen, dass auch einfache Menschen ihn sich leisten können. Das muss nicht billig sein. Preiswert wäre das bessere Wort. Im buchstäblichen Sinn, also den Preis wert. Das ist eigentlich ein relativ einfacher Gedanke, aber wie sich zeigt, passt der nicht in jeden Kopf. In diesem Land wird dauernd enteignet, aber fast immer nur die kleinen Leute. Es gibt viele Beispiele, siehe Garzweiler. Das geschieht aber ganz offenkundig nicht immer zum Gemeinwohl. Anders als Sie mit Ihrer Wortdresche bewege ich mich immerhin auf dem Boden bundesdeutscher Gesetze. Es geht auch bei der Enteignungsinitiative in Berlin nicht darum, den Sozialismus einzuführen, sondern darum, die Marktmacht von Konzernen zu begrenzen, also Wucherungen des Kapitalismus einzudämmen. Darum geht es im Prinzip auch in der Klimapolitik, in der Sie ja hier dauernd das große Wort führen, ohne aber offenbar die Zusammenhänge erkannt zu haben.

  20. Bronski sagt:

    @ hans, Stefan Briem

    Bitte bleiben Sie freundlich gemäß den Regeln dieses Blogs. Und bitte zurück zum Thema – Impfpflicht.

  21. hans sagt:

    Ich denke es ist auch nicht nötig zu dem Beitrag von Stefan Briem über das Enteignen was zu antworten. Im Grunde ergibt sich die Antwort von selbst. Wir sind jetzt im Beitrag 20 aber auf meine Frage wie der Staat eine Impfpflicht durchsetzen kann und auch sollte gibt es immer noch keine Antwort. Die Todesstrafe für Impfverweigerer oder Zwangsimpfungen auf offener Straße scheinen alles Möglichkeiten zu sein die der Eine oder Andere möglicher weise nicht ganz ausschließen will. Ich habe mal nachgesehen was passiert wenn Eltern den Schulbesuch eines Kindes verweigern. Das kann bis zu Gefängnis gehen vorher ist ein eingreifen des Jugendamtes und sind Bußgelder vorgesehen. Es setzt aber voraus das der Staat weiß das es dieses Kind gibt. Da der Staat nicht weiß wer alles nicht geimpft ist kann man so eine Vorgehensweise nicht einfach übernehmen. Außerdem wäre das ganze auf Verhältnismäßigkeit zu prüfen und das Gesundheitsamt wahrscheinlich auf Monate vielleicht sogar Jahre völlig überlastet mit der Umsetzung. Es stellt sich also weiter die Frage wie kann eine Impfpflicht durchgesetzt werden? Außerdem wird wohl jedes Gesetz das diese vorschreibt vor dem Verfassungsgericht landen.

  22. Babsi Moeller sagt:

    Obwohl ich sehr oft mit Dr. Hontschik übereinstimme, muss ich heute doch widersprechen: Die hier zitierte Aussage des Verhaltensökonomen Schreiber aus dem Spiegel-Interview ist doch entscheidend verkürzt und damit wesentlich verfälscht wiedergegeben: Herr Schreiber sprach von einer möglichen Triage-Regelung („wenn die Krankenhäuser voll sind“), bei der er für eine bevorzugte Behandlung geimpfter Personen plädiert. Dies auf die Aussage „erkrankte Ungeimpfte werden nicht mehr behandelt“ zu reduzieren, ist meines Erachtens unzulässig.

  23. Susan Kreuter sagt:

    Wir leben in einer zweigeteilten Gesellschaft. Es gibt die häufig beschriebene Teilung in Arme und Reiche. Doch in letzter Zeit gibt es eine weitere Teilung, nämlich, in Geimpfte und Genesene im Unterschied zu Ungeimpften. Letzterer kommt eine große Aufmerksamkeit zu. In den meisten entwickelten Ländern gibt es die Mehrheit der Informierten, Einsichtigen und sozial Verantwortlichen. Bei den Ungeimpften sieht es nach der Überzeugung vieler Bürger umgekehrt aus: Sie sind schlecht informiert, uneinsichtig und kommen ihrer sozialen Verantwortung nicht nach. Da sie nicht unbedingt auf positive Anreize, also auf Belohnung reagieren, sollte man sie nach der Meinung mancher bestrafen. Um andere „Uneinsichtige“ hingegen schert man sich weniger. Da darf geraucht, gerast, gesoffen und gefährliche Sportarten dürfen getrieben werden. Das alles wird akzeptiert. Solches Verhalten wird teilweise sogar gefördert. Doch Ungeimpfte müssen sich nicht selten rechtfertigen, und inzwischen erfahren sie zum Beispiel durch 2-G-Regelungen zunehmend Nachteile. Eine Lobby haben die Impfverweigerer nicht. Ihre persönliche Entscheidung wird kaum respektiert. Die Gründe, warum sie sich nicht impfen lassen, sind von geringem Interesse. Sie sind Störenfriede der Pandemiegesellschaft. Mit ihnen möchte man sich nicht befassen, sondern man möchte sie weghaben. Ist das in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft zu verantworten?

  24. Stefan Bender sagt:

    Erstaunliche Dinge darf man jetzt auch von Leuten hören, die wahrscheinlich nicht AfD wählen. Bemerkenswert der immer häufiger geäußerte Wunsch, Ungeimpfte bei Bedarf nicht mehr medizinisch zu behandeln.
    Am Klinikum, an dem ich arbeite, behandeln wir alle, die medizinischer Unterstützung bedürfen, insbesondere wurden umgeimpfte COVID-Patienten auch schon behandelt, als das Personal noch gar nicht geimpft werden konnte (gerne jetzt nochmal klatschen). Wir behandeln aber auch: Das Kind der Mutter, das vom Wickeltisch gefallen ist (selbst schuld: Aufsichtspflicht verletzt), die junge Frau mit Sinusvenenthrombose (selbst schuld: Minipille genommen), den Patienten mit Bronchialkarzinom (selbst schuld: Geraucht), ja , wir behandeln sogar Leute, die der faschistischen Ansicht sind, es gäbe Menschen in unserer Gesellschaft, denen man medizinische Hilfe nicht anbieten müsse, obwohl sie derer bedürfen. Und das, lieber Herr Wendt, lieber Herr Schreiber, ist für Sie doch allemal eine wunderbare Nachricht.

  25. Uwe Weppler sagt:

    Impfen kann für Impfstoffverweigerer und junge Menschen leichter gemacht werden. Laut einer Umfrage, die auch in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht wurde, sind 66 Prozent derjenigen, die bislang nicht geimpft sind, keine Impfverweigerer:innen, sondern Impfstoff-Verweigerer:innen. Diese geben an, dass sie kein Vertrauen in die aktuellen Impfstoffe haben. Würden ihnen also Novavax (basiert auf Grippeimpfstoffen) und Totimpfstoffe (wie z.B. für Polio) statt den mRNA-Impfstoffen und Vektorimpfstoffen angeboten, würde sich die Impfquote noch mal deutlich erhöhen. Angeblich wollen sich nur ein Viertel der Nichtgeimpften gar nicht impfen lassen. Die Restlichen können es im Wesentlichen krankheitsbedingt nicht. Deshalb sollten bei der Schutzquote auch die Genesenen, die in den ersten sechs Monaten noch nicht geimpft werden können, mitgerechnet werden, aber auch die unter 12-Jährigen herausgerechnet werden. Aufgrund der aktuellen Diskussion zur Impfung von Zwölf- bis 18-Jährigen (Impfquote etwa 20 Prozent) wäre die separate Impfquote der Volljährigen interessant sowie die Zulassung anderer Impfstoffe, die angeblich weniger Nebenwirkungen haben.

  26. Bronski sagt:

    Hans, ich hatte darum gebeten, freundlich zu sein. Was soll dieser Seitenhieb bzgl. Todesstrafe? Völlig unnötig und überzogen. Lassen Sie das bitte!

  27. hans sagt:

    zu @ Bronski
    Das war an niemand adressiert. Wenn es tatsächlich Leute gibt die fordern das Nichtgeimpfte nachrangig auf Intensivstationen behandelt werden ist das nicht viel was anders als die Todesstrafe. Aber ok wenn sie wollen benutze ich das Wort nicht mehr.

  28. @Susan Kreuter,
    sie fragen ist das in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft zu verantworten: Ja, ist es.
    Ihre Beispiele hinken, wie sie es ja immer tun. Zuerst die Raucher. Die werden inzwischen viel schlechter behandelt als ungeimpfte Menschen. das Rasen betrifft vermutlich die Autofahrer, das ist reglementiert bis zum Anschlag, nur die Höchstgeschwindigkeit ist ein Politikum. Die Säufer ? Was meinen sie ? Insgesamt ist zu sagen, soweit das Tun andre Menschen betrifft ist es mit Regeln eingegrenzt. Wenn nicht , wie im Sport, muss jeder selber sehen, aber wer beim Klettern vom Berg fällt, nun ja.
    Der Ungeimpfte nun verlangt von der Gemeinschaft der Geimpften eine ganze Menge, vor allem Einsicht in eine Haltung, die nur schwer, wenn überhaupt zu verstehen ist. Die Krankenhäuser beschweren sich über unendlich viel Arbeit durch Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, aber, wenn angesteckt im Krankenhaus behandelt werden wollen, während kaum ein geimpfter Mensch im Krankenhaus landet. Wenn ich also meinen Infarkt bekomme, weil ich mich über die Ungeimpften ärgern musste hat man für mich keinen Platz, weil die ganzen Ungeimpften dort schon die Plätze besetzen, dies aber nicht sein müsste, wenn sie sich hätten impfen lassen. Sagen sie mal, können sie das wirklich nicht verstehen ??
    Nun gehen sie schön zu ihrem Hausarzt und lassen sich impfen, wovor haben sie Angst? Angst müssten sie haben, wenn sich nicht zum Impfen gehen, fragen sie die Leute in den Krankenhäusern !

  29. Hallo Hans,
    ich verstehe ihr Problem nicht. Wenn es eine Impfpflicht gäbe wäre es dasselbe wie beim Führerschein, man hat einen zu haben bzw. man hat geimpft zu sein. Wenn man auffällt hat man ein Problem. Sie können jahrelang Auto fahren, niemand kontrolliert sie, alles gut, nichts passiert. Wenn etwas passiert sehen sie alt aus, wenn sie keinen Schein haben. Wenn sie also nicht geimpft sind und nicht auffallen, alles gut. Da sie aber wahrscheinlich auffallen, weil sie ja vieles nicht machen können wegen der Ausweispflicht überall , haben sie ein Problem und müssen sich früher oder später impfen lassen. Damit ist das Problem doch vom Tisch, oder ? Es hängt vom Verhalten des Einzelnen ab, wobei ziemlich egal ist, was einer tut, man darf nur nicht auffallen. Eine der ältesten Menschenregeln übrigens.

  30. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Sorry Herr Winter, das kann doch nicht ihr Ernst sein das Nichtgeimpfte im Krankenhaus nicht versorgt werden wenn sie krank sind weil es vielleicht irgendwann Engpässe bei der Bettenbelegung gibt. Ich kann mich auch mit einer Impfpflicht anfreunden und bin seit Mai geimpft, aber das kann doch so nicht laufen das man Menschen mit ihrer Gesundheitsversorgung erpresst. Dafür brauchen wir angemessene klare Regel. Wie auch immer diese aussehen sollen. Zum Glück gibt es in D. Gerichte die so etwas wohl sicher verhindern werden und das ist verdammt gut so.

  31. Sonja Meyer sagt:

    Herr hans, ich will freundlich sein. Das ist ein Grund, der mich für diesen Blog einnimmt. Bronski hat Freundlichkeit eingefordert. Ihre Kommentare, Herr hans, stoßen mich aber ab. Es ist doch völlig klar, dass wir in einem Land leben, wo alles rechtlich geregelt ist. Ihr sonderbares Beharren darauf erklärt zu bekommen, wie man in diesem Land eine Impfpflicht durchsetzen kann, ist wirklich wirklich schwierig. Wie setzt denn dieser Staat die Steuerpflicht durch? Mit seiner Macht als Staat. Ganz einfach.
    Ich war 14, als an meiner Schule die Impfpflicht gegen Pocken ein Thema wurde. Das war nicht so einfach wie die Polio-Schluckimpfung, bei der man ein Stück Zucker bekommen hat, aber es war verordnet und wurde durchgesetzt. Ich bekam einen Ritz in den Oberarmmuskel. Das hat wehgetan, keine Frage. Dadurch sind aber Pocken heute zum Glück kein Thema mehr. Es hat funktioniert. Ihre Kommentare, Herr hans, sind im Vergleich dazu kleinkariert und geschichtsvergessen. Man muss sie auch nicht weiter kommentieren. Vergessen wir es einfach.
    (Ich hoffe, das war jetzt nicht unfreundlich, aber man muss doch auch deutlich werden dürfen, oder?)

  32. hans sagt:

    zu @ Sonja Meyer
    Sie dürfen schon deutlich werden und ich finde es schon positiv das jemand mal sagt wie das mit der Impfpflicht gehen könnte am Beispiel der Polio Impfung in der Schule. Sie wollen also alle Nichtgeimpfte in die Schule bestellen zur Zwangsimpfung. Ok, meinen sie die kommen von selbst? Wer sollte das machen? Wo gibt es eine Liste mit Namen und Adresse der Nichtgeimpften? Bitte als Link einstellen. Wer macht was wenn einer von der Liste nicht kommt? Vielleicht könnten sie auch noch erklären was diese Fragen die problemlos noch erweiterbar wären mit Geschichte zu tun haben Ich bin gerne bereit dazu zu lernen.

  33. Hallo Hans,
    immer schön bei der Wahrheit bleiben. Lesen sie meine Beiträge sorgfältig, nirgendwo steht, dass irgend jemand nicht behandelt werden soll. In meinem Beitrag an Frau Kreuter habe ich dargestellt, wie die Situation in den Krankenhäusern heute ist und wozu das führen kann, von dem was Sie mir unterstellen steht keine Wort, also nehmen Sie das bitte zurück. Irgendwie haben Sie sich hier verrannt, aber so geht es nicht.

  34. hans sagt:

    Viele meinen hier ja der Staat müsste nur die Impfpflicht anordnen und schon würden die Impfverweigerer an die Spritze rennen. Das wollen einige mit extremen Bestrafungen durchsetzen und andere vergleichen das mit Steuerzahlen oder Schulimpfungen. Ich denke über beides kann man nur den Kopf fassungslos schütteln. Wenn es für mich einen Vergleich gibt an dem man sehen kann was passieren wird wenn der Staat einfach eine Impfpflicht ausspricht dann ist es z.B. die Testpflicht für Reiserückkehrer. Das hat richtig schlecht geklappt und es gibt gute Gründe warum eine Impfplicht noch weniger funktionieren wird. An Flughäfen konnte man die Einreisenden noch teilweise abgreifen und Markus Söder hat auch an der Autobahn 2020 versucht diese Testpflicht durchzusetzen mit dem Ergebnis das der bayrische Gesundheitsminister zurückgetreten ist. 2021 hat auch Bayern die Aussichtslosigkeit des Versuchs die Testpflicht durchzusetzen eingesehen und es gar nicht erst probiert. Allerdings konnten sicher die Arbeitgeber Einfluss nehmen weil sie ja wussten das die Arbeitnehmer Urlaub hatten. Den Impfstatus ihrer Mitarbeiter wissen die Arbeitgeber aber nicht und die Flughäfen helfen dabei auch nicht wirklich. Es ist also sehr wahrscheinlich das eine Impfpflicht weniger gut durchzusetzen sein wird als die Testpflicht für Urlaubsrückkehrer es war und ist. Ich denke immer noch das eine Impfpflicht die nicht durchgesetzt werden kann ein Fehler ist. Bin aber für eine Zeit aus der Diskussion raus und lasse alle die meinen das hätte was mit Geschichte zu tun oder ähnlich sinnvolle Kommentare schreiben weiter träumen.

  35. C. Horstmann sagt:

    Als ehemalige Krankenschwester würde ich schon eine Impfpflichti bevorzugen, aber ich habe in meinem Berufsleben lernen müssen das der Mensch das Recht hat sich zu ruinieren. Egal ob Drogen, falsche Lebensweise oder selbst gewählte Verwahrlosung sowie die Ablehnung der Behandlungen, alles ist das Recht des Einzelnen. Aber in einer Pandemie? Wenn man die Impfpflichti nicht einführen will muß man die schützen die sich für die Impfung entschieden haben und einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Unser ganzen Leben ist auch mit Einschränkungen gepflastert. Deshalb ist die 2G Regelung eine gute Alternative. Wer nicht will muß draußen bleiben. Und noch eine zynische Abschlußbemerkung. Wer als Impfgegner erkrankt und überlebt gilt als Genesender. Ansonsten ?????

  36. Jürgen Malyssek sagt:

    @ C. Horstmann

    Da kann ich gut mitkommen.

  37. Lothar Dahlke sagt:

    Allmählich geht es mir gehörig auf den Geist! Seit Wochen ergießt sich das immer gleiche Geschwurbel der Impfgegner / Impfverweigerer/ Impfstoffverweigerer, oder wie auch immer sie sich selbst bezeichnen mögen, über die Leserbriefseiten der FR. Über die zweigeteilte Gesellschaft, mangelnde Solidarität und die Beraubung ihrer persönlichen Freiheitsrechte wird ausführlich geklagt. Angesichts der Zahl von Zuschriften ähnlichen Inhalts scheint dabei mittlerweile eine Minderheit die Meinungsführerschaft anstreben zu wollen. Dabei gilt festzuhalten: 1. Glücklicherweise ist die Mehrzahl der Menschen mittlerweile geimpft. 2. Nach wissenschaftlicher Überzeugung ist die Maximierung der Impfquote derzeit die einzige Erfolg versprechende Möglichkeit der Pandemie Herr zu werden. 3. Von den Covid-Patienten auf den Intensivstationen unserer Kliniken sind 80 bis 90 Prozent Ungeimpfte. 4. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit der Anderen beginnt. Wer angesichts der weltweiten Situation eine Impfung ohne triftigen Grund verweigert, handelt zutiefst unsozial und unsolidarisch seinen Mitmenschen gegenüber. Denn diese müssen deshalb länger und weiterhin mit den Covid Beschränkungen leben und werden dadurch in IHREN Freiheitsrechten beschränkt, ohne dass sie etwas dagegen tun können. Sich nicht impfen zu lassen ist daher nur eingeschränkt eine individuelle Entscheidung, denn sie betrifft am Ende alle Mitmenschen. Und mit Verlaub, das ständige Vergleichen mit den ja auch akzeptierten individuellen Lebensentscheidungen bei Rauchern, Trinkern, oder Extremsportlern ist völliger Bulls**t. Deren Entscheidungen tangieren im Allgemeinen zwar ihr eigenes Leben – aber eben nicht das ihrer Mitmenschen.

  38. Monika R.Berger sagt:

    Impfverweigerer müssen nun zahlen, und zwar weil diejenigen, die sich haben impfen lassen nicht für Impfverweigerer und Querdenker mitbezahlen wollen. Ich kann das nicht nachvollziehen, Wir zahlen alle mit unseren Beiträgen, den Drogensüchtigen die Ersatzdrogen, den Alkoholikern die Behandlung der Fettleber ect., den Rauchern die Behandlung Ihrer Lungencarcinome oder anderer nikotinbedingter Krankheiten, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. So ist das nun mal in unserem System . Ich selbst bin keine Querdenkerin und habe nichts degegen wenn Leute sich impfen lassen. Es müssen aber Zweifel erlaubt sein, wenn selbst angesehene Virologen sich in dieser Sache nicht einig sind, Die einen raten von den Impfungen ab und warnen vor den gravierenden Folgen, die anderen drängen dazu sich impfen zu lassen. Was kann also ein Mensch wie ich ohne jede Fachkompetenz tun. Ich kann mich an die Regeln halten, was ich auch tue. Ich lasse mich regelmäßig testen, trage eine Maske wo es angezeigt ist und beschränke meine sozialen Kontakte auf ein Minimum. Da ich aber mit Impfungen generell schlechte Erfahrungen gemacht habe, lasse ich mich nicht impfen. Das muss in einer Demokratie möglich sein, Unsere Politiker wollen die Bürger angeblich nicht zur Impfung zwingen, nur wieder mal ein Wortgeklingel, wie so Vieles was aus der Politik kommt, statt dessen beschränken sie unsere Bewegungsfreiheit und erheben stattliche Gebühren auf die Testung, diese zu bezahlen dürfte vielen schwerfallen. Bei meiner o.g. Aufzählung wer alles von unseren Geldern profitiert habe ich ganz die Politiker vergessen. Wie man hört, wird mit jeder Wahl die Zahl der Abgeordneten immer größer, warum wohl. Ich denke, es ist Vorsicht angesagt, es geht hier um nichts weniger als um ein hohes Gut die DEMOKRATE. Nach all dem was sich der Staat diesbezüglich schon geleistet hat (Bankgeheimnis weg usw.) und im Kontext mit COVID muss man sich fragen, wann ist die Ärztliche Schweigepflicht an der Reihe?

  39. C. Horstmann sagt:

    Hallo Frau Berger. Ich möchte Ihnen widersprechen. Natürlich wird jeder in unserem Solidarsystem, trotz selbst herbeigefügter Gesundheitsschäden behandelt. Aber bitte machen Sie einen Unterschied zwischen Infektionserkrankungen und anderen Krankheiten. Viele Erkrankungen schaden einen nur selbst. Das gilt nicht für übertragbare Infektionserkrankungen. Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, ihr gutes Recht , aber strapazieren sie nicht das hohe Gut der Demokratie, das gilt auch für mich. Warum soll ich meine Freiheit einschränken? Übrigens fragen Sie mal Transplantierte oder Chemopatienten, die sich nicht impfen lassen können. Die sind um jeden dankbar in ihrem Umfeld der sich impfen läßt um sie vor Infektionen zu schützen.

  40. Anonymous sagt:

    Als Funktionär der Abteilung eines Sportvereins kann und will ich den Kindern, Jugendlichen, Studenten/Studentinnen nicht vorschreiben, dass sie sich mit den genbasierten Impfstoffen, die bekanntlich zu starken Nebenwirkungen führen können, impfen lassen müssen, um bei unserem Verein ihren Hallensport ausüben zu dürfen. Bisher reichte dafür ein Schnelltest (neben den üblichen Hygienevorschriften). Kostenlos, gottseidank! Wir sind damit seit eineinhalb Jahren gut gefahren, es gab keine einzige Corona-Erkrankung!
    Nun sollen die Schnelltests mindestens 17 Euro kosten. Unsere jungen Sportler stöhnen schon, wenn sie die monatlichen acht Euro Mitgliedsbeitrag bezahlen sollen. Nun wären bei zweimal Training pro Woche monatlich 140 Euro fällig. Das wäre der Tod des Hallensports, zumindest in unserem Verein! Wer denkt sich solche Restriktionen aus? Haben diese Leute an die Gesundheit der Kinder/Jugendlichen gedacht, die sich nun wieder mit ihren Computern beschäftigen müssen, anstatt sich zu bewegen?
    Unsere Aktiven sind mitten in der Saison; sie wollen es durch Impf-Nebenwirkungen nicht riskieren, wichtige Spiele zu verpassen. Suggeriert werden soll eine Impf-Pflicht! Auf Kosten der Kinder, wie gesagt. Ich kann nur an die Politiker appellieren, zurück zur bisherigen kostenlosen Lösung zu kommen – wie es einige auch schon gefordert haben. Zumal es auch den Verein finanziell betrifft, wenn sich aus diesem Grund zahlreiche Mitglieder abmelden.

  41. Klaus Faber sagt:

    Zu
    Herrn Lothar Dahlke
    Die genervte Bewertung des Herrn Dahlke ist nur allzu verständlich
    Es wäre auch mir eine gemütliche Vorstellung, auf der Grundlage der wissenschaftlichen Überzeugung mit der philosophisch grundierten Begrenzung der persönlichen Freiheit über die Richtigkeit sozialen Handelns und die Erfüllung der Anforderungen an solidarisches Verhalten zu werten. Entsprechend empfände ich es mit ihm als ungehörige, die Gemütsruhe störende Zumutung, wenn diese Gewissheiten und Wahrheiten missachtet würden.
    Leider gibt es aber ‘die‘ wissenschaftliche Überzeugung nicht, welche von allen anerkannt für alle gilt. Das sollte als allgemeine wissenschaftliche Erkenntnis anerkannt sein. Selbst eine sehr deutliche, mächtige Mehrheitsmeinung in der Wissenschaft ist nicht die für alle Zeiten geltende Wahrheit, sonst würden wir alle noch immer mit Knüppeln statt mit Argumenten aufeinander losgehen. In Sachen Corona scheint mir jedenfalls keine wirklich eindeutige, von allen anerkannte wissenschaftliche Überzeugung erreicht zu sein, was nicht nur insgesamt sondern auch speziell für einen großen Anteil der bekannten Teilproblematiken, die an dieser Stelle nicht alle aufgezählt werden müssen, gilt.
    Die Bestimmung der Grenze der persönlichen Freiheit ist leider ebenfalls nicht so eindeutig zu begreifen, wie es die häufige öffentliche Erwähnung suggeriert und ist weniger philosophisch grundiert als wohl weithin angenommen wird, beispielsweise nicht, wie mancher annehmen mag, mit Kants ‘Kategorischem Imperativ‘ auch nur annäherungsweise zu vergleichen oder zu begründen. Dazu ist diese Bestimmung schlicht nicht kategorisch (im Sinne von: keinen Widerspruch duldend) genug, sondern eher vereinfachend bildhaft, und was vor allem ihre Schwäche ausmacht: scheinbar eindeutig ohne zureichend klar definiert zu sein. Diese Bestimmung kann wohl als juristischer Leitsatz verstanden werden, dabei aber immer verschiedene Interpretationen über den Verlauf der Grenze erlauben. Was darf ich machen, was muss ich unterlassen, was muss ich dulden, was darf ich nicht verbieten? Die Antworten auf diese Fragen sind nicht in Naturgesetzen versteckt, sondern im Laufe der Menschheitsgeschichte ausgehandelte oder gesetzte Rechte und Pflichten, wobei die Auffassungen sich ändern können und immer wieder neu verhandelt werden muss. Aber welche Begrenzungslinien wegen Corona gelten sollten, ist gesellschaftlich nicht ausdiskutiert.
    Dabei ist die Grenze zwischen den beiden Freiheitssubjekten keine physisch definierte, materiell erkennbare. Im Coronafalle wird sie allerdings theoretisch als Infektionsübertragungsstelle für das Virus materialisiert, die allein wegen den nicht Geimpften bestehe, weil Nichtgeimpfte die Ansteckung durch ihr Nichtgeimpftsein provozieren und die allgemeine Gesundheit gefährden sollen. Damit liegt eine konkrete Bestimmung vor, die trotzdem mit der geforderten Freiheit der Geimpften vor den nicht Geimpften nichts zu haben muss, denn dass es durch die vermiedene Impfung zur Ansteckung gekommen ist, kann nicht bewiesen werden. Stattdessen kann man sich als Geimpfter wie als Ungeimpfter an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit angesteckt haben und wegen der nicht ausreichenden klinischen Immunität der Geimpften sowohl Geimpfte als auch Nichtgeimpfte anstecken. Dies zwingt im Übrigen auch zur Überprüfung aller Maßnahmen und Beschränkungen von der Maskenpflicht bis zu den aktuellen G-Regeln bezüglich deren Eignung, Erforderlichkeit und Angemessenheit.
    Zu den zuletzt immer wieder verkündeten prozentualen Anteilen der Geimpften und nicht Geimpften auf den Intensivstationen fällt auf, dass erst seit dem Patienten mit Impfdurchbrüchen festzustellen waren, der Anteil der Nichtgeimpften berechnet, als besorgniserregend erkannt und als Zeichen unverantwortlichen Verhaltens gekennzeichnet wird. Diese Beobachtung erscheint mir umso erstaunlicher, je weniger Intensivpatienten tatsächlich gezählt werden müssen. Die tatsächliche Intensivbettenbelegung dürfte doch inzwischen merklich zurückgegangen sein, so dass ich mich mehr über die zunehmende Zahl der Intensivpatienten mit Impfdurchbrüchen sorge, als um die prozentual von 100% über 90% auf derzeit wohl 80% der Intensivpatienten ohne Impfung. Ohnehin ist mir die verbreitete Begründung für die grundsätzliche Unbedenklichkeit der Impfdurchbrüche nicht ganz geheuer. Sind in der Gruppe der Geimpften zu viele zu unvorsichtig? Sind unvorsichtige Geimpfte für die Weiterverbreitung des Virus gefährlicher als vorsichtige Nichtgeimpfte? Wie hoch ist der Anteil der täglich getesteten Geimpften und wie hoch ihr Anteil an der täglichen Inzidenz?
    Nun bleibt noch die Behauptung, die Nichtgeimpften verhielten sich zutiefst unsozial und unsolidarisch, da sie durch die Impfverweigerung die Covid-Beschränkungen und Einschränkungen der Freiheitsrechte verursachen. Kann das Unterlassen einer Handlung, deren Nichtgeschehen keinen unwiderlegbar bewiesenen Einfluss auf die tatsächliche Infektionslage hat, ernsthaft als Grund für Einschränkungen behauptet werden? Ist jetzt die Impfquote die Maßzahl für Beschränkungen, nachdem die Überlastung des Gesundheitssystems als Begründung ausgefallen ist?
    Bleibt zu konstatieren, dass auch die Nichtgeimpften unter die im Beitrag formulierte Bulls**t-Definition fallen, da ihre Entscheidung sich nicht impfen zu lassen, ebenfalls das Leben ihrer Mitmenschen nicht tangieren.
    Würde ich ebenso apodiktisch wie im kritisierten Beitrag formulieren, hätte ich auch einfach behaupten können:
    Die Freiheit aller endet, wo der Staat die Grenze setzt! Wo die Analyse durch Impfbefehle ersetzt wird, wird aus Solidarität Gehorsam und das gewünschte soziale Verhalten ist die gemeinsame Unterordnung.
    Aber so einfach, darf man es sich natürlich nicht machen!

  42. Jürgen Malyssek sagt:

    Das Freiheitsverständnis, das sich im Verlauf von Corona herausgebildet hat, jedenfalls bei den Menschen, die dahingehend am lautesten sind, ist aus dem Geiste geboren, der schon lange unser Leben im globalen Kapitalismus und unsere ichbezogene Lebensweise bestimmt. In diesem Zeitalter des Exzesses und des Massenkonsums scheren sich die selbsternannten „Freiheitskämpfer“ einen Dreck um die Zukunft unseres Planeten.
    Diese Haltung der Selbstbezogenheit und der Erhebung über die banalen Regeln eines gelingenden Zusammenlebens hat sich tief in die Subjektprägungen eingeschrieben (s. auch Brand/Wissen: Imperiale Lebensweise, 2017) und so erleben wir am Beispiel der Proteste gegen Corona, gegen das Impfen und gegen alles, was nach Gebot und Verbot riecht, auch diese fast kindlichen Aufbegehren gegen Spielregeln, die unser Zusammenleben schützen sollen und uns zum Wiedergewinn von Gemeinsinn verhelfen könnten.
    Und unter dem Strich kommt dieses kindliche Verhalten und die Bockigkeit gegen die Vernunft den Herrschenden und ihren Interessen zugute: Weitermachen wie bisher, Tun und Lassen, was dem eigenen Verständnis von Freiheit entspricht und weiter Produzieren und Konsumieren wie bisher: Hauptsache Freiheit!

    Und der weil strampeln sich junge Menschen an der Unvernunft und der kaputtnen und naturzerstörenden Lebensweise der Herrschenden und ihrer Gefolgschaft ab.
    War die 1968er-Revolte schon ein berechtigter Aufstand gegen die Verbrechen und das Schweigen der Alten, so wiederholt sich der Protest gegen eine Generation der der Unvernunft und des Massenkonsums.
    Was hat das jetzt mit dem Widerstand vieler Menschen gegen das Impfen und gegen ihre teils abstrusen Freiheitsvorstellungen zu tun?
    Mir sind jedenfalls diese Verbindungen so in den Sinn gekommen.
    Und: Vieles, was Klaus Faber hier davor sagt, finde ich lesenswert

  43. Rainer Stockmann sagt:

    In der Mediathek noch abrufbar: Maybrit Illner, Sendung vom 14.10.21. Hier wurde das RKI zitiert: die Impfquote sei möglicherweise ca. 5% höher als bislang geschätzt und betrage wohl 80%. Eine Herdenimmunität, das betonte Hr. Lauterbach auch in dieser Sendung, werde aufgrund der hierfür nicht ausreichenden Wirksamkeit der bislang verfügbaren Impfstoffe nicht erreichbar sein und eine Impfpflicht daher nicht durchsetzbar. Nun brauche man noch „5, 6, 7 Prozent mehr“. Was dann allerdings folgen werde, konnte er nicht beantworten. Hr. Stöhr äußerte, in der Datenwüste Deutschland fehle halt ein Impfkataster, das es in anderen Ländern gebe. In der Gruppe der Ungeimpften seien 66% Impfverweigerer, die man nicht erreichen werde – entsprechend 10% aller, und so blieben noch 5% Impfkandidaten übrig, allerdings sei nur 1% impfbereit. Die von Hr. Lauterbach geforderte zusätzliche Impfquote dürfte so kaum erreichbar sein.
    Hinzu käme noch die Gruppe der Genesenen, deren Zahl ebenfalls nicht bekannt sei. In der Tat weiß niemand, ob es sich bei registrierten Infektionen möglicherweise um Re- oder Re-Re-Infektionen handelt, da der Antikörperstatus nicht regelhaft überprüft wird.
    Auch mit der Zahl der sog. „Inzidenz“ befinden wir uns im Blindflug. Nach wie vor fehlt die Relation der positiven Fälle zur Menge der insgesamt durchgeführten Testungen. So verwundert es nicht, dass die Inzidenz in Schulen – hier wird intensiv getestet – hoch ist, während sie aktuell insgesamt sinkt, nachdem die Mehrheit der Bevölkerung, die Geimpften, sich nicht mehr testen lässt und die Tests für die Ungeimpften nun kostenpflichtig sind. In Afghanistan war lt. „Ärzte ohne Grenzen“ 2 Wochen lang kein Testmaterial verfügbar, so dass die Inzidenz 2 Wochen lang Null war, während sich die Pandemie weiter ausbreitete, wie nach Wiederaufnahme der Tests zu sehen war.
    Die Ungeimpften tragen zur Überlastung der Krankenhäuser bei – schlimm genug. Wie allerdings nur sie es sein sollen, die zur weiteren Ausbreitung der Pandemie beitragen, ist mir unklar. Aus dem öffentlichen Leben werden sie mittels „2G“ zunehmend ausgesperrt, daher gilt für sie ausschließlich“3G“, was wiederum bedeutet: Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie tagesaktueller negativer Schnelltest. Dieser erkennt lt. Hr. Lauterbach „die Delta-Variante sehr zuverlässig“. Bedauerlicherweise erwägt man wohl stattdessen PCR-Tests, welche früher für den Wildtyp zuverlässiger waren. Aktuell wäre es ein Fehlgriff, wie die jüngst berichtete Ausbreitung in dem Umkleideraum zeigt: Eine Person war infiziert, sehr kurz darauf viele andere. Ein PCR-Test braucht länger für die Auswertung, ist also erst später verfügbar und dann auch noch länger gültig. Das wird Delta nicht gerecht.
    Die Geimpften brauchen seltener eine Krankenhausbehandlung, das ist gut. Sie dürfen an „2G“ teilnehmen, mithin: Keine Platzbeschränkung, keine Maskenpflicht, keine Abstands- und Hygieneregeln. Viele von ihnen verhalten sich, anders als „Rauscher, FR 16./17.10.21“, riskant. Lt. Hr. Kekulé wissen Geimpfte ggf. oft gar nicht, dass sie infiziert sind. Den bisherigen Zahlen nach könnten 3 bis 5 von 10 Geimpften das Virus weitergeben; das ist, angesichts der viel höheren Infektiosität von Delta im Vergleich mit dem Wildtyp, eine Menge. So gebe es neben der aktuellen Welle der Ungeimpften eine unsichtbare Welle der Geimpften. – Unsichtbar, da sie sich ja nicht testen lassen müssen und die Infektion bei ihnen oft stumm verläuft.
    „Ein Infizierter atmet im Vergleich mit der Alpha-Variante 1000x so viel Viren aus“, auch Geimpfte könnten sich infizieren, und es sei „ein Geimpfter so ansteckend wie ein Ungeimpfter“, sagt Hr. Lauterbach. Jetzt beginnt die kalte Jahreszeit, und die Geimpften genießen unter den oben beschriebenen „2G“-Bedingungen ihre wiedergewonnenen Freiheiten. Möglicherweise besuchen sie nach einem stundenlangen Besuch eines „2G“-Clubs mit dichtem Gedränge und mäßiger Belüftung als nächstes die Weihnachtsfeier ihres Betriebs – es sind viele Szenarien denkbar. Einer Eindämmung der Pandemie dürfte dies ebenso wenig dienlich sein wie z.B. kostenpflichtige Tests für die Ungeimpften und fehlende Lohnfortzahlung bei Quarantäne – das wird eher für weitere unsichtbare Infektionen sorgen.

  44. carmen horstmann sagt:

    Ich musste die Texte der beiden vorherigen Kommentatoren 2x lesen. Ich bin Pragmatikerin. Ich sehe eine neue Infektionserkrankung die sich durch die Globalisierung weltweit verbreitet hat. Und ich vergleiche sie durchaus mit der Influenza vor hundert Jahren. In der Medizinhistorie gab es viele Erkrankungen die viele Menschenleben forderte. Pest, Cholera, Pocken, Polio, usw. Der medizinische Fortschritt bewahrt uns vor vielen Erkrankungen durch Therapien, Impfungen und Hygienemaßnahmen. Was vor vielen Jahren in unserem Land selbstverständlich war; die Impfungen, wird heute in Frage gestellt. Es hat uns aber vor einigen Epedemien und Pandemien bewahrt. Es hat aber auch gezeigt das viele Infektionsschutzmaßnahmen auch von der Politik vernachlässigt wurden. Deshalb dieses Herumgeeiere. Ich möchte aber in keinem Land leben das von Politikern regiert wird die diese Erkrankung leugnet und Impfungen erschwert. Mit welchen Konsequenzen. Wer bösartig ist entledigt sich so einem Teil der Bevölkerung, die Armen, Schwachen und Alten. Eine Kostensenkung der Sozialsysteme wird so erreicht. Auch das Horten von Impfstoff, der in ärmeren Ländern dringest benötigt wird, ist fern von Humanität. Covid-19 hat der Menschheit gezeigt wie fragil unser Leben und der Umgang mit der Natur sein kann, und das ein weiter so nicht mehr möglich ist.

  45. Stefan Briem sagt:

    @ Klaus Faber

    „Leider gibt es aber ‘die‘ wissenschaftliche Überzeugung nicht, welche von allen anerkannt für alle gilt.“

    Stimmt, und es wird sie auch nie geben, denn Wissenschaft ist keine Religion. Aus Ihrem Satz muss ich schließen, dass Sie vom Wesen der Wissenschaft keine Ahnung haben. Wissenschaft ist ein Prozess. Sie liefert Daten, Denkansätze und Theorien und kommt praktisch nie zum Schluss, der „von allen anerkannt für alle gilt“. Beispiel Evolutionstheorie – immerzu Neuigkeiten. Quantenmechanik, Kosmologie, aber eben auch Epidemiologie – überall gibt es Diskussionen. Sogar in Theologie, Ökonomie und Philosophie, die nicht zu den exakten Wissenschaften gezählt werden können.

    Was Sie meinen, ist die politische Überzeugung, nicht die wissenschaftliche. Auch in der Politik gibt es Diskussionen und unterschiedliche Meinungen, denn wir leben nicht in einer Diktatur. Aber die Politik muss Entscheidungen fällen, auch wenn es keine absolute Gewissheit gibt. Dazu hört sie die Einschätzungen der Wissenschaft an. Was sie dann entscheidet, muss in einer Demokratie nicht von allen anerkannt werden, aber sobald so eine Entscheidung Gesetz oder Verordnung ist, gilt sie für alle, so wie Schulpflicht, Gurtpflicht und hunderte andere Pflichten.

    Der Satz, den ich oben von Ihnen zitiert habe, ist leider nicht der einzige in Ihrem Kommentar mit Absolutheitsanspruch. Es ist eine beliebte Diskussionsstrategie, solche Dinge, die gar nicht stimmen, einfach mal zu behaupten. Sogar die Sache mit der Freiheit versuchen Sie zu relativieren. Aber ich kann auch ein bisschen Kant. „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“ Ist schon klar, dass es mit der Grenzziehung, wo Freiheit beginnt und endet, nicht ganz so einfach ist, so wie bei allem, wenn es ums Detail geht. Jenseits jeder Diskussion steht aber das Recht des Anderen auf körperliche Unversehrtheit. Konkret: Wenn ich mich weigere, mich impfen zu lassen, aus welchen Gründen auch immer, werde ich zur Gefahr für die körperliche Unversehrtheit nicht nur des Anderen, sondern auch meiner selbst. Also muss ich zu meinem Glück gezwungen werden.

    Auch hiermit ist es natürlich nicht so einfach, denn als Geimpfter kann ich mich erneut infizieren und auch den Anderen, hoffentlich nicht Ungeimpften anstecken. Trotzdem habe ich mit der Impfung nach allem, was derzeit, jedenfalls weit überwiegend, common sense ist, alles getan, was mir möglich ist. Ich habe meine Freiheit selbst- und gemeinschaftsverantwortlich ausgeübt in dem Wissen, dass es keine absolute Sicherheit gibt und nie geben wird, dass dies aber der einzige Weg ist, die Pandemie hoffentlich in den Griff zu bekommen. Dazu brauchte ich keine Impfpflicht, sondern Information. Es ist schwer zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die schlecht, falsch oder einfach uninformiert sind und trotzdem ihre Schlüsse ziehen, aber das ist wohl nie anders gewesen. Darum brauchen wir die Impfpflicht. Unser Bronski hat ja hier vor längerem schon über den Dunning-Kruger-Effekt geschrieben. Leider weiß ich nicht, wo der Artikel zu finden ist.

    In meiner Familie hat es vor hundert Jahren drei Tote durch die „Spanische Grippe“ gegeben. Diese Pandemie hat laut Wikipedia zwischen 20 und 50 Millionen Opfer weltweit gefordert und damit unzählige Familien verwüstet. Wie schön wäre es gewesen, wenn es damals einen Impfstoff gegeben hätte. Corona hat bisher rund fünf Millionen Opfer weltweit gefordert. Bei 241 Millionen erkannten Fällen (Zahlen nach Worldometer) ergibt das eine Sterblichkeitsrate von zwei Prozent. Man muss wohl eine Dunkelziffer annehmen von nicht erfassten Fällen. Sagen wir, die ist noch mal so hoch wie die der erfassten Fälle. Dann haben wir eine Sterblichkeitsrate von einem Prozent. Immer noch genug. Bei Masern liegt die Letalität bei höchstens 0,1 Prozent. Trotzdem haben wir in Deutschland seit 2020 eine Masern-Impfpflicht. Alle nach 1970 geborenen Personen, die in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, müssen den Impfschutz nachweisen. Gut so! Bestimmte Entscheidungen sollten den Menschen ganz einfach abgenommen werden.

  46. Hallo Herr Faber,
    bei genauer Betrachtung sagen sie mit ihrem pseudophilosophischem Wortgeklingel dasselbe, wie allen anderen Selbstbestimmungs -Freiheitsfanatiker auch. Nun habe ich ein einfaches Gemüt und ein simples Weltbild und was mich stört ist ihr Beharren auf der Richtigkeit der Annahmen der Nichtgeimpften wobei sie doch die den Geimpften die Richtigkeit ihrer Annahmen bestreiten.
    Nach Karl Popper hat der Mensch keine Möglichkeit zu erkennen was Wahrheit ist, es gibt immer nur eine Theorie darüber, die so lange „wahr“ ist, bis das Gegenteil bewiesen ist. In der gegenwärtigen Situation gibt es vorläufig nur Thesen, aber es gibt Zahlen, die derzeit als Grundlage für das Tun dienen. Danach ist es so, dass Ungeimpfte ein viel höheres Risiko eingehen, an Covid 19 zu sterben, als Geimpfte. Auch die Anzahl Nichtgeimpfter zu Geimpften ist relativ viel höher. Das Risiko für Nichtgeimpfte ist also um den Faktor X höher als für Geimpfte. Das werden sie sicher nicht bestreiten wollen, wo sie doch so logisch vorgehen.
    Der Nachteil für Geimpfte besteht darin, dass die vielen Fälle nicht Geimpfter in den Krankenhäusern den Geimpften die normale Nutzung der Krankenhäuser beschränken, der Infarkt oder Schlaganfall nicht behandelt werden kann. Hinzu kommt, dass das Krankenhauspersonal es satt hat durch aus ihrer Sicht uneinsichtige Nichtgeimpfte, die nur wegen ihrer Uneinsichtigkeit im Krankenhaus gelandet sind, über das normale Maß hinaus belastet werden.
    Diese auf der Hand liegende Sachlage haben sie in ihrem wortreichen Beitrag leider nicht ins Kalkül gezogen, möglicherweise ist es aber auch im Wortgeklingel untergegangen.
    Eben fällt mir noch ein, dass die Nichtgeimpften früher oder später zu den Genesenen gehören (oder?) und dann wie die Geimpften behandelt werden. Auf jeden Fall tragen sie ein hohes Risiko während die 2G Leute doch schon fast ein normales Leben führen können. Ich verstehe einfach nicht, wie das alles so verkompliziert wird, aber, wie gesagt mein schlichtes Gemüt.

  47. Hallo Frau Horstmann,
    Beifall wenn sie schon nach 2maligem Lesen alles verstanden haben, da habe ich noch meine Probleme. Im übrigen stimme ich ihnen voll zu. Einen Gedanken möchte ich aber noch erwähnen. Die Evolution hat doch wohl die Seuchen „erfunden“, um unmäßiges Wachstum einer Art zu unterbinden. Das ist ja eines der Probleme bei der Zucht von Pflanzen und Tieren, sobald zu viel zusammen kommt gibt es Probleme mit Krankheiten. Das hat aber den durchaus richtigen Sinn, ein Zuviel einer Art zu verhindern, ist also ein evolutionäres Ziel . Das wird durch unsere tolle Medizin ausgehebelt, mit entsprechenden Folgen. Ich hörte vor kurzem, das seit Erfindung der Antibiotika die Zunahme der Weltbevölkerung eine Sprung gemacht hat. Ob das so gut ist, da habe ich meine Zweifel. Wenn die Menschen dadurch klüger geworden wären, das wäre was !
    Übrigens, mit der Pandemie ist die Menschheit doch recht gut bedient, wenn man betrachtet, wie es den Saiga Antilopen ging, die durch Erwärmung und höherer Feuchtigkeit innerhalb weniger Tage in einem Gebiet alle starben, weil ein Bakterium, das im Verdauungstrakt lebte, plötzlich das Gehirn befiel, bedingt durch die Wetterbedingungen.Innerhalb von Tagen, alle !

  48. Hallo Herr Stockmann,
    die Sendung von Frau Illner habe ich nach einiger Zeit abgedreht, es wurden einfach nicht die richtigen Fragen gestellt.
    Es ist doch letztlich egal wieviel Prozent geimpft oder genesen sind, die Hauptsache ist doch, dass der Zustand hergestellt wird, dass Mensch mit der Krankheit leben kann. Das scheint mit Impfung oder überstandener Infektion der Fall zu sein. Also der gleiche Zustand wie bei dem was man als Erkältung bezeichnet. Auch die Geimpften werden früher oder später zu den Genesenen gehören, im günstigen Fall ohne es zu merken. Die eigentlich Betroffenen sind doch die, die aus welchen Gründen auch immer eine Impfung ablehnen und so das volle Risiko tragen. Das scheinen sie aber nicht zu begreifen. In absehbarer Zeit werden dann wohl alle Covid 19 einmal gehabt haben und von da ab ist es nur noch eine normale Erkältung.

  49. Bronski sagt:

    @ Stefan Briem

    Ich verlinke hier meinen Artikel über den Dunning-Kruger-Effekt, nach dem Sie gesucht haben. Er ist vom 4. August 2020.

  50. Klaus Faber sagt:

    Lieber Herr Briehm,
    Danke dafür, dass Sie in ihrem ersten Satz meiner Formulierung zustimmen. Wie Sie allerdings im Folgenden aus dieser Formulierung ableiten, ich wüsste nicht, wie Wissenschaft funktioniert, kann ich mir leider nicht als Erkenntnisgewinn aneignen. Vielleicht haben Sie den Brief auf den meine Formulierung gemünzt ist, nicht gelesen. Sonst hätten Sie eigentlich verstehen müssen, dass der Kern meiner Formulierung genau im Bestreiten einer fixierbaren ‘wissenschaftlichen Überzeugung‘, die ‘von allen anerkannt für alle gilt‘, lag, ich also genau das dem Autor vorhalte, was Sie jetzt auf mich projizieren. Mit Ihrer Definition von Wissenschaft bin ich nämlich durchaus einverstanden. Im Übrigen halte ich generell die Unterscheidung zwischen politischer und wissenschaftlicher Überzeugung für problematisch, wenn die Verknüpfung der beiden Überzeugungsebenen zu Kausalketten führt, die dem von uns beiden gemeinsam abgelehnten verengten Überzeugungshorizont entspringen. So wie die Behauptung, die Erde stehe nicht im Mittelpunkt des Universums, wissenschaftlich wie politisch relevant und je nach Überzeugung gefährlich war, so ist heute das Corona-Land voller Fallstricke für Überzeugte beider Seiten.
    Mit diesen Erläuterungen halte ich Ihren zuerst geäußerten Kritikpunkt für mangels Tatsächlichkeit des vorgeworfenen Tatbestandes für erledigt.
    Da Sie sich aber mit diesem Vorwurf nach meinem Eindruck nur warm gemacht haben, um weiteres nachzulegen, muss ich Sie fragen, welche weiteren Aussagen mit Absolutheitsanspruch Ihnen aufgefallen sind. Grundsätzlich bin ich – wie ich aus Ihren Aussagen zu meiner vermeintlichen Diskussionsstrategie schließe – vermutlich mit Ihnen einer Meinung, dass Behauptungen keine Beweise sind, sondern Behauptungen mit Beweisen grundiert werden müssen ( oder demonstriert dies meinen Absolutheitsanspruch?) Natürlich bin auch ich für den Schutz der körperlichen Unversehrtheit. Ob ich allerdings meine körperliche Unversehrtheit und die anderer tatsächlich schützen kann, in dem ich mit der Impfung einen Eingriff zulasse, der meine körperliche Unversehrtheit beeinträchtigen kann, sollte hier noch nicht als zwischen allen Betroffenen abgehandelt hingestellt werden, solange Wirkung, Unabdingbarkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit der Impfung nicht ausreichend erwiesen bzw. verbessert wurde.
    Hier kann das Freiheitsgleichnis auch modifiziert werden: Die Freiheit der anderen und deren Anspruch auf Schutz der körperlichen Unversehrtheit endet an der Freiheit des Einzelnen und seinem Schutzbedürfnis vor möglicherweise unnötigen, unwirksamen oder sogar schädlichen Eingriffen. Wobei klar sein sollte: die anderen würden dies im eigenen Interesse sicherlich auch nicht von einzelnen fordern wollen.
    Es ist hierzulande noch keine Impfpflicht verordnet und solange dies so ist, kann nicht so getan werden, als sei diese unvermeidlich und im Grunde jetzt bereits als gegeben hinzunehmen und anzuwenden.
    Ganz entschieden widerspreche ich dem Teil Ihrer Formulierung (‘Konkret: Wenn ich mich weigere, mich impfen zu lassen, aus welchen Gründen auch immer, werde ich zur Gefahr für die körperliche Unversehrtheit nicht nur des Anderen, sondern auch meiner selbst. Also muss ich zu meinem Glück gezwungen werden.‘) ‘aus welchen Gründen auch immer‘. Diese Formulierung atmet nicht den Hauch einer abwägenden Geisteshaltung. Dies ist der pure Zwang, der keine Erörterung mehr für nötig hält oder gar zulässt. Hier wird gewusst und bestimmt, was gut für einen und alle ist.
    Und dafür reicht Ihnen, wie Sie ausführen:‘ was überwiegend common sense ist (…) aber der einzige Weg(…), die Pandemie hoffentlich in den Griff zu bekommen‘.
    Und Sie kommen zu dem Schluss: ‘Bestimmte Entscheidungen sollten den Menschen ganz einfach abgenommen werden‘.
    Also: warum reden wir eigentlich solange, sollten wir uns nicht einfach beglücken lassen?
    Bitte haben Sie Verständnis: Die Hoffnung der Überwiegenden ist meines Erachtens kein hinreichendes Motiv, Ihnen zu folgen!

  51. Jochen Dohn sagt:

    Das Ende der kostenlosen Corona-Test ist auch ein Aufruf, sich impfen zu lassen, die geimpft werden können. Aber der Weg dorthin, mit der Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests, die Aufforderung von 2G anstelle von 3G und der beabsichtigten Einstellung der Lohnfortzahlung für ungeimpfte Menschen, die in Quarantäne müssen, ist definitiv der falsche. Finanziellen Druck aufzubauen und Menschen auszugrenzen, passt zwar in unsere Zeit, hat aber mit der viel beschworenen Solidarität während der Corona-Pandemie nichts, aber auch gar nichts zu tun. Eine medizinisch-ethische Entscheidung zur Existenzfrage von ganzen Familien zu machen, wird nur der dahinsiechenden Querdenkerbewegung nutzen und natürlich der nächsten Infektionswelle.

  52. C. Horstmann sagt:

    Bei all diesen Diskussionen hier im Blog und auch in den anderen Medien stellt sich für mich eine Frage. Die Zahlen vom RKI die veröffentlicht werden sind die von den Gesundheitsämter erfassten Zahlen, plus die Impfungen in Betrieben und bei Ärzten. Außerdem die gemeldeten Erkrankungen und Todesfälle, bzw. die Hospitalisierungszahlen. So ergibt sich der Inzidenzwert. Ich finde aber nirgendwo die Gesamtzahl der bisher gemeldeten Erkrankten. Müßte ich jetzt alle zusammenzählen und die Verstorbenen abziehen. Wie weit ist es dann noch bis zur Herdenimmunität? Alle die unter die 2G Regeln fallen, wie hoch ist da der Gesamtanteil in der Bevölkerung? Hinzu kämen noch die nicht gemeldeten Impfungen und die nicht erfassten leichten Krankheitsverläufe. Woher bekommt man diese Zahlen?

  53. Hagen Krämer sagt:

    Ihr „starkes Signal“ ist mir dann doch zu einseitig! Und leider sehe ich ähnlich vereinfachende Kommentare in der letzten Zeit öfter. Gibt es tatsächlich so wenige Gründe, sich nicht impfen zu lassen? Der Presse kann jeder entnehmen, dass es durchaus Risiken bei den bekannten Impfstoffen gibt. Und so neu, wie diese noch sind, kann wohl niemand zweifelsfrei behaupten, dass weitere Neben- oder Nachwirkungen ausgeschlossen sind. Können Sie ausschließen, dass in der Zukunft festgestellt wird, dass es mehr und stärkere Folgen der Impfungen gibt als bisher bekannt? Vielleicht werden wir mal über jeden Ungeimpften froh sein. Deshalb bin ich immer noch der Meinung, dass jeder ohne Druck über die Frage der Impfung entscheiden sollte.

  54. Klaus Pulter sagt:

    @ Anonymous vom 16. Oktober 2021 um 8:45

    Ebenfalls als Funktionär eines Sportvereins muss ich dem anonymen Leserbriefschreiber und Funktionärskollegen doch in einigen Punkten vehement widersprechen.
    Der Text tendiert stark in die Richtung Impfskepsis („(…) genbasierten Impfstoffen, die bekanntlich zu starken Nebenwirkungen führen können, (…)“) und zu falschen Tatsachenbehauptungen.
    Zu den Falschbehauptungen:
    Unser anonymer Funktionär schreibt von Kindern, Jugendlichen und auch Studierenden, die unter der angeblichen finanziellen Last der jetzt ach so teuren Schnelltests stöhnen.
    Komisch, bei uns im Verein gilt folgende Regel (wie übrigens für alle anderen hessischen Sportvereine auch): Sport ist möglich ohne Abstand. Lediglich der Zutritt zu gedeckten Sportanlagen (vulgo ‚Sporthallen‘), ist nur mit dem sog. 3-G Nachweis möglich. (§ 20 Coronavirus-Schutzverordnung)
    Sport im Freien braucht diesen Nachweis nicht. Was als Nachweis gilt, findet sich in der Coronavirus-Schutzverordnung im § 3.
    Für Schülerinnen und Schüler gilt das Testheft, welches diese in den Schulen führen müssen, als Nachweis. Also kein bezahlter Schnelltest notwendig.
    Und das hat ein angeblicher Funktionär eines Sportvereins nicht gewusst? Das dieses Testheft und die Tests für die Schülerinnen und Schüler kostenfrei sind, sei hier nur am Rande erwähnt…
    Gleichzeitig gibt es für Kinder und Jugendliche nach wie vor die Möglichkeit eines kostenfreien Antigenschnelltests als Übergangsregelung, da die Impfempfehlung für diese Altersgruppe noch nicht so lang Bestand hat.
    Und das hat ein angeblicher Funktionär eines Sportvereins nicht gewusst?
    Die Studierenden müssen an fast allen Hochschulen für die Präsensveranstaltungen ebenfalls einen 3-G Nachweis erbringen. Dieser kann selbstverständlich auch im Sport als Nachweis genutzt werden. Die Hochschulen in Hessen kehren vielfach zur Präsens zurück. Und das hat ein angeblicher Funktionär eines Sportvereins nicht gewusst?
    Direkt vor Ort kann notfalls auch ein Selbsttest unter Aufsicht der Trainerin / des Trainers erfolgen. Diese Selbsttests sollen 17 € kosten? Solche zugelassenen Tests gibt es für wenig Geld im Supermarkt oder der Drogerie.
    Und das hat ein angeblicher Funktionär eines Sportvereins nicht gewusst?
    Also gibt es kein Problem mit Kindern und Jugendlichen Hallensport als auch Wettbewerbe zu betreiben. Also kein finanzielles Desaster für junge Leute und erst recht nicht für den Sportverein.
    Diese Informationen stehen Menschen offen. Auf der Homepage des Landes findet sich hierzu immer die neuste Verordnung und viele Auslegungshinweis zur Verordnung und rund um Corona. Alle oben aufgeführten Informationen können in wenigen Minuten zusammengestellt werden. Der Landessportbund Hessen bietet im Vereinsservice auf seiner Homepage viele mit dem Land abgestimmte spezifische Informationen für seine Mitgliedsvereine.
    Und das hat ein angeblicher Funktionär eines Sportvereins nicht gewusst? Das ist das A und O eines Vereinsfunktionärs, hier proaktiv nach Änderungen und neuen Informationen zu suchen.
    Neben den oben schon erwähnten impfskeptischen Einlassungen kommt noch die unbewiesene Behauptung hinzu, dass „(…) durch Impf-Nebenwirkungen (…)“ möglicherweise wichtige Spiele verpasst werden könnten.
    Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche weder mit starken Nebenwirkungen verbunden (Nebenwirkungen treten äußerst selten auf), noch führt eine Impfung dazu, dass wichtige Spiele verpasst werden.
    Im Gegenteil, je mehr vollständig Geimpfte es gibt, desto eher können wir die Maßnahmen zurücknehmen, die jetzt noch gelten. Ein Blick in den Norden zu unserem Nachtbaren Dänemark kann vielleicht den Skeptikern auf die Sprünge helfen.
    Denn eines ist klar: Wer sich nicht impfen lässt, obwohl es möglich ist, der wird sich infizieren. Das ist nur eine Frage der Zeit. Und dann werden Spiele aufgrund von Quarantäne, oder schlimmer aufgrund von Krankheit verpasst. Will ich das?
    Mein Appell als Vereinsvorsitzender an die Erwachsenen und auch die Kinder und Jugendlichen lautet: Lasst euch impfen, wenn es möglich ist!

  55. Ralf Krug sagt:

    Eigentlich scheint die Sache klar: Impfen ist hochwirksam und die beste Lösung. Wären da nur nicht die Entwicklungen, die sich zuerst in Israel (früher Impfbeginn) und jetzt auch in Deutschland zeigen: der Anteil Geimpfter an den schweren Verläufen ist stark gestiegen.
    Laut aktuellem RKI-Wochenbericht vom 14.10.21, Seite 23, liegt der „Anteil wahrscheinlicher Impfdurchbrüche an hospitalisierten COVID-19-Fällen“ in der Altergruppe ab 60 aktuell bei 40 Prozent. Die Folgerung daraus ist, dass die Wirksamkeit der Impfung schnell nachlässt und – siehe Israel – eine regelmäßige Auffrischung erforderlich ist. Eine weitere Folgerung ist, dass „2G“ ohne Schutzmaßnahmen keine gute Idee ist; vielmehr sind regelmäßige Tests für alle sinnvoll. Eine zusätzliche Erkenntnis ist, dass Impfen nicht reicht; es sollte für ein starkes Immunsystem u.a. durch Mikronährstoffe gesorgt werden.

  56. Ulrich Altmann sagt:

    Liebe Impfgegner und Freiheits-„Beraubte“, die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird, oder es zu Lasten anderer geht.
    Es geht doch nicht darum, jemanden der Freiheitsrechte zu berauben, oder ihn irgendwie einzuschränken. Sondern es geht um die Freiheit – sprich Gesundheit – der anderen bzw. der Allgemeinheit. Wer nicht geimpft ist – der Vergleich mit dem Autofahren ist ok, aber die Definition ist falsch. Es geht nicht darum, betrunken oder nüchtern Auto zu fahren, sondern ob man einen Fahrt-Berechtigungsausweis sprich Fahrschein, oder einen Führerschein hat. Nicht geimpft Veranstaltungen zu besuchen, ist wie fahren ohne Führerschein.
    Circa 80 bis 90 Prozent der Corona-Erkrankten sind Nichtgeimpfte. Braucht es noch mehr Beweise bzw. Argumente? Minimale Nebenwirkungen sind doch kein Gegenargument zu schwerer Corona Erkrankung und dem Risiko, möglicherweise diese Krankheit weiterzuverbreiten.
    Es muss keine Impfpflicht sein, aber wer sich nicht impfen lassen will, muss eben entsprechende Tests vorweisen, und diese selbstverständlich selbst bezahlen!
    Das Rauchverbot war damals auch hoch umstritten, aber dann doch eine ganz segensreiche Entscheidung. Raucher zahlen ihre Zigaretten doch auch selber, oder? Also – alles spricht ganz klar für 2G.

  57. Klaus Faber sagt:

    Liebe 2G-, 2G+-,3G-, 3G+- und Impfzwang-Befürworter,
    das mit den Führerscheingleichnissen ist komplizierter als so mancher denkt.
    Angenommen, gesund sind: nichtinfizierte Ungeimpfte, Genesene und Geimpfte. Nicht gesund sind: infizierte Ungeimpfte, infizierte Geimpfte sowie reinfizierte Genesene. Nichtinfizierte sind also unter Ungeimpften, Geimpften und Genesenen zu finden, Infizierte unter Genesenen, Geimpften und Ungeimpften.
    Wer nun um Leben zu retten, alle Ungeimpften zwingend impfen will, muss damit bekanntermaßen bei den infizierten Ungeimpften zunächst bis zur Genesung und dann noch bis zum Nachlassen der mit der Infektion erworbenen Immunität warten, was für sich genommen, offensichtlich eine banale Erkenntnis ist, konsequenterweise aber, wenn es an der Zeit ist, die zwangsweise Zweit-, Dritt- oder Viertimpfung etc. für alle bedeutet. Dass mit der Booster-Impfung das Ende der Impfungen erreichbar sei, ist erstmal wieder nur ein Versprechen. Wie so oft bisher.
    Infizierte Geimpfte und reinfizierte Genesene dürften in diesem Szenario ihren Führerschein zunächst einmal unkontrolliert behalten, während die nicht infizierten Ungeimpften ihren Führerschein zurückgeben müssen. Einer von drei Teilgruppen der Gesunden wird also der Führerschein entzogen, weil sie nicht geimpft ist und zwei Teilgruppen der nicht Gesunden dürfen den Führerschein behalten, weil sie vor ihrer Reinfektion Geimpfte oder Genesene waren.
    Bei 2G lassen wir also infizierte Geimpfte und Genesene mit den gesunden Geimpften und Genesenen fröhlich ohne Maske interagieren. Bei 2G+ kommen dann wenige frisch Getestete dazu, wenn sie es sich trauen, da sie in dieser Konstellation die wahrscheinlich zu dieser Zeit, was von Experten schon bald – wenig überraschend – genau anders herum behauptet wurde, am wenigsten gefährlichen Personen sind, dafür aber die möglicherweise am meisten Gefährdeten; bei 3G, 3G+ – und was mit oder ohne Maske, mit PCR- oder Schnelltest noch kommen mag – gilt dies ebenso.
    Es ist dabei nicht wesentlich, wie hoch oder niedrig die tatsächlichen Infektionszahlen ausfallen, die hierbei entstehen. Wesentlich ist, dass durch diese Regeln nicht die versprochene Sicherheit vor Infektionen gewährleistet werden kann. Denn das Problem ist, dass es durch die momentanen Impfstoffe keine Unterbrechung der Infektionskette gibt. So kann keine Herdenimmunität erreicht werden.
    Dringend zu beachten ist zudem, dass es sich bei den Vektor- und mRNA-Impfstoffen um neue, in fragwürdig verkürzter Zulassungszeit eingeführte, mit – bei der mRNA-Entwicklung für den Menschen zuvor noch nie erfolgreich eingesetzter – Gentechnologie entwickelte Impfstoffe handelt. Die Vektor-Impfstoffe sind in der Humanmedizin ebenfalls eine so junge Kategorie, dass für beide Kategorien trotz der Empfehlungen von WHO, EMA, Stiko, Ethikrat etc. pp. weitere Fragen im wissenschaftlichen, politischen und ethisch-moralischen Diskurs aufzuarbeiten bleiben. Trotz der mit Begeisterung versprochenen Verheißungen der neuen Gentechnologien, speziell die neuen mRNA-Entwicklungsversprechen und die mit der Genschere (CRISPR/Cas-Methode), eröffneten Perspektiven, müssen weiterhin Skepsis und Zweifel ob der anbrechenden Brave New World erlaubt sein.
    Das bedeutet, es ist nicht angemessen, zweifelbehaftete Impfstoffe bedenkenlos einsetzen zu wollen und von allen zu verlangen, sich damit impfen zu lassen. Dass es hierbei auch um enorme Kapitalinteressen und politische Einflussspähren geht, trägt nicht zur Reduzierung der Bedenken bei, auch wenn sich eventuell inzwischen eine neue politische Mehrheit bildet, die sich den neuen Möglichkeiten mit großer Hoffnung zuneigt. Die enormen Staatsausgaben in den letzten zwanzig Monaten und der dabei allein für die Rechtfertigung und Bewerbung der Impfkampagne stetig steigende Aufwand, lassen Zweifel an einer altruistisch motivierten Allgemeinwohlorientierung eher wachsen, als dass sie das Vertrauen in die handelnden Akteure zu stärken vermögen.
    Wer in diesem Kontext heute eine Impfpflicht installieren will, muss sich die politische Zustimmung in einer breiten, offenen Debatte erwerben und es nötigenfalls zur gerichtlichen Klärung kommen lassen. Dies gilt für 2G etc. zwangsläufig auch, weil der Druck aus den genannten Gründen, nicht erwünschte Substanzen aufnehmen zu müssen, für den Einzelnen eine Nötigung darstellt, die auch der angeblich hier waltende Solidargedanke und der Vorwurf unsozialen Verhaltens nicht rechtfertigen kann.
    Hierzu sei bemerkt, dass in solidarischem Handeln die Freiwilligkeit im Erkennen gleicher Anschauungen und Ziele zum sozialen Ziel führen soll. Solidarität kann nicht verlangt werden. Wird dies doch getan und mit sozialer Ächtung für Verweigerer verbunden, handelt es sich dabei weder um solidarisches Verstehen noch um soziale Kompetenz, sondern um das erpresserische Einfordern von Unterwerfungsgesten. Daran ändert auch die vermeintlich gute Absicht, im Interesse aller zu agieren, nichts. An die Stelle der Forderung muss die argumentative Überzeugungskraft treten, um Solidarität und soziale Ziele zu erreichen.
    Dabei verleiht die gerne angeführte Differenz in der Risikobewertung, sich als Geimpfter oder Ungeimpfter zu infizieren, einen schweren Verlauf zu erleiden, schlimmstenfalls zu versterben, nicht die gewünschte Argumentationskraft, da diese Differenz von vielen Faktoren abhängt und steten Schwankungen unterworfen ist. Sich unablässig wandelnde Ergebnisse in den Risikobewertungen können keine Grundlage für bestimmende, schon gar nicht für endgültige Entscheidungen sein.

    Gerne wird Ungeimpften, die sich nach ihrer im Zweifel als gutüberlegt hinzunehmenden, negativen Impfentscheidung vom öffentlichen Leben ausgeschlossen sehen, dann vorgeschlagen, sich doch einfach um die ‘kostenlose‘ Impfung zu bemühen. Die Gründe werden einfach nicht wahrgenommen bzw. als doch aller Wahrscheinlichkeit nach unsinnig, falsch und durch die Impfung auszutreiben gesehen. Ob dies Ignoranz, Unverständnis oder schlicht Boshaftigkeit ausdrückt, mag im Einzelfall unterschiedlich sein, absurd ist es in jedem Falle.
    Wären die oben genannten Feststellungen nicht relevant, wäre vermutlich überhaupt keine G-Regel mehr im Gespräch, und der Impfung aller stände nichts mehr im Wege. Da aber die Impfstoffe keine sterile Immunität erzeugen, ihre Wirksamkeit zudem abhängig von Alter und Vorerkrankungen stark schwankt und ihre kurz- und langfristige Sicherheit aufgrund ihrer Inhaltsstoffe wie ihrer Produktions- und Wirkungsweise nicht unbezweifelbar garantiert werden kann, ist anzunehmen, dass es keine eindeutige epidemiologische und rechtlich unangreifbare Begründung für eine Impfpflicht zur Erlangung der Herdenimmunität geben kann.
    Deshalb wird der Zwang durch die diversen G-Regeln, insbesondere durch die 2G-Regel, ersatzweise als Platzhalter eingeführt.
    Dabei werden allerdings die oben genannten Probleme, die die Unmöglichkeit des Impfzwanges bedingen, ebenfalls wirksam. Die Impfstoffe sind immer noch die gleichen gentechnisch bereiteten. Die Geimpften und Genesenen sind immer noch nicht steril immun, können die Viren weitergeben und sind auch nur bis zu einem gewissen, individuell unterschiedlichen Grad und für einen unterschiedlichen Zeitraum geschützt. Zu beachten sind hierbei auch die Menschen, bei denen die Impfstoffe aus bekannten Gründen gar nicht oder nur reduziert wirken. Dies führt dazu, dass all diese G-Regeln nicht das hergeben, was mit ihnen versprochen wird. Die Lösung wäre möglicherweise, dass alle zugelassenen Personen getestet werden müssen und alle an vielen Orten Masken tragen müssten.
    Damit könnten die Regeln in der Theorie eventuell die gesundheitspolitische Aufgabe lösen, aber sie wären sinnlos, weil für den versprochen Befreiungseffekt nicht tauglich und man könnte sie, unter Beachtung der ebenfalls nach Alter und Vorbelastung stark schwankenden Risikolage, sich mehr oder weniger sparen, oder besser: den relevanten orts- zeit- und gruppenspezifischen Risikoabwägungen anpassen. Anstatt weiterhin die mit dem Virus drohenden Gefahren unmäßig zu übertreiben, sollte nun besonnenes Abwägen möglich sein. Weniger wäre mehr! Würde aber mehr Differenzierungsfähigkeit und mehr Empathie erfordern als es sie in striktem Anordnen geben kann. Aus der Logik der oben genannten Punkte ergibt sich, dass von den G-Regeln nicht viel mehr übrig bleibt, als erforderlichen Falls Tests und Masken vorschreiben zu können. Alle G-Regeln, die Gesunde ausschließen, sind zu streichen. Weder Gesunde, noch Genesene oder (gesunde) Geimpfte sind in ihrer Freiheit zu reglementieren. Wer nur noch Geimpfte und Genesene einlassen möchte, soll es tun, wenn er das wirtschaftlich und zwischenmenschlich für sinnvoll erachtet und juristische Probleme nicht scheut.
    Dass es dazu gehört, nötige Tests nicht länger als Individuelle Probleme anzusehen und die Lohnfortzahlung für die Zeit der Quarantäne zu gewährleisten, sollte in diesem Geiste auch selbstverständlich sein. Auch dass der Schutz vor der Infektion für alle bestmöglich gestaltet sein muss, ist selbstverständlich, wie auch, dass Infizierte die bestmögliche, unvoreingenommene Behandlung erhalten müssen und andere Behandlungsbedürftige nicht gegen Corona-Infizierte ausgespielt werden dürfen.
    Wer meint, das wäre alles viel zu früh und unverantwortlich, sollte sich daran erinnern, dass selbst Im Bundestag zu keiner Zeit eine alle Parteien erfassende Corona-Haltung bestand. So konnte in allen Bundestagsabstimmungen zur Verlängerung der ‘Epidemische Lage‘ jeweils nur durch die Mehrheit der Regierungsfraktionen deren Weitergelten gelingen. Zunehmend sahen neben den Oppositionsfraktionen immer mehr Abgeordnete der Regierungsfraktionen die ‘Epidemische Lage‘ als nicht mehr gegeben und nicht weiter zu verlängern an. So reduzierte sich die weitgehend geschlossene Einheit der Regierungsfraktionen und die letzte Verlängerung im August 2021 wurde auch gegen Stimmen von Angehörigen der Regierungsfraktionen im Wesentlichen eher angst- und vorsichtstreibend, als epidemisch relevant verlängert, bei 325 zu 253 Stimmen und 5 Enthaltungen.
    Aktuell ist zu konstatieren, dass das Land Hessen mit der Eröffnung der 2G-Option für die Gastronomie, Handel etc. die Verantwortung für die Nutzung dieser Option scheinbar aus den Händen gibt. Auch hier gilt, dass die Unmöglichkeit der Einführung der Impfpflicht durch die verschärfte Ausgrenzungsmöglichkeit der Ungeimpften kompensiert werden soll. Tatsächlich gestattet das Land Hessen damit, die Diskriminierung Ungeimpfter durch Dritte, da die übertriebene Risikoeinschätzung der realen Infektionsgefahr und die anderen oben genannten Gründe dagegen sprechen, die Ungeimpften einer Sonderbehandlung auszusetzen.
    Diese gewünschte Sonderbehandlung hinter der Freiheit der Handel- und Gewerbetreibenden zu verstecken, ihre Kunden oder ihr Publikum selbst zu bestimmen, offenbart die Geringschätzung der Landesregierung gegenüber einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung. Dass dies nicht als Diskriminierung erkannt wird oder sogar bewusst so instrumentalisiert wird, diskreditiert die Regierung selbst. Würden andere Bevölkerungsgruppen in gleicher Art vom öffentlichen Leben -, es handelt sich schließlich nicht nur um Privatveranstaltungen in Privatclubs oder dergl. – ausgeschlossen, wäre bei der öffentlichen Kritik und der juristischen oder politischen Einflussnahme gegen Diskriminierung kein Hindernis in Form der Gewerbefreiheit wirksam, da das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) speziell auch bei Diskriminierungen unter Privatpersonen gilt. Im Falle der 2G-Regel wird der Diskriminierungstatbestand durch die weltanschaulich bedingte Haltung des Ungeimpften und die diese diskriminierende Ausgrenzung bewirkt. Das sollte Politikern bekannt sein, die dem Schutz der Persönlichkeitsrechte verpflichtet sind.
    Besonders enttäuschend finde ich dabei die Rolle der Grünen, die in der Gesundheitspolitik von einem farblosen Technokraten vertreten werden, von dem mir während seiner Amtszeit keine eigenständige Position in irgendeiner Frage zu Ohren kam, und bei dessen Auftritten man sich verwundert Augen und Ohren reiben kann und sich dabei fragt, ob er nicht doch der CDU angehört. Jedenfalls begleiten die Grünen die paniksteuernde Reaktion der Landesregierung mit übertriebenem Reagieren auf die übertriebene Gefahrenlage und halten dieser nichts entgegen. So zeigt die Corona-Politik der Grünen – nach dem sie schon als Umweltpartei zunehmend ihrer Wurzeln verlustig geht – dass man sich weitere Illusionen über ihre politische und gesellschaftliche Funktion aus den Kopf schlagen kann, denn in einem Rutsch verlieren sie ihre Rolle als Gentechnik- und Kapitalismuskritiker und verzichten auf die Positionierung als Bürgerrechtspartei.
    Die Forderung, alle Ungeimpften zu impfen, birgt nicht den erhofften Game-Changer – und 2G sowieso nicht.

    Ach ja, bevor ich vergesse, warum ich das alles aufgeschrieben habe:
    Einem Nichtinfizierten (Gesunden, Geimpften oder nicht Geimpften, Genesenen) etwas zu verwehren, entspricht der Vorstellung, allen Autofahrern das Fahren zu verbieten, weil ja was passieren könnte.

  58. Rainer Stockmann sagt:

    Mit Blick auf die erwartbar steigenden Inzidenzen sollten zwei Dinge mehr Beachtung finden: Erstens, dass sich Geimpfte für die Teilnahme am öffentlichen Leben überhaupt nicht mehr testen lassen müssen und zweitens, dass die Tests nun etwas kosten und Ungeimpfte sich dann eben privat treffen, ohne jegliche Kontrolle. Die sogenannten „Inzidenzen“ sind somit überhaupt nicht mehr mit denen des vergangenen Herbstes vergleichbar, sie dürften weit höher liegen.

    Das ist nur eine Folge der Bepreisung der Tests. Sattsam bekannt ist mittlerweile, dass Geimpfte über einen gewissen Zeitraum im Falle einer Infektion genauso ansteckend sind wie Ungeimpfte. Ebenso, dass das Infektionsrisiko mit der Menge der Viren in einem Raum steigt, daher besteht draußen auch nur ein minimales Risiko. Und für „2G“ wird damit geworben, dass Masken, Abstand und Tests (und somit Geldausgaben) nun nicht mehr nötig sind.

    So befinden sich nun Geimpfte dicht gedrängt in Clubs, ohne jegliche Schutzmaßnahmen, ungetestet. Sollten auch nur wenige Infektiöse darunter sein – und man spricht von Quoten von ca. 30 – 50% – dürfte es rasch zu einem Schneeballeffekt kommen. Und da es sämtlich Personen sind, die mit den aktuell verfügbaren Impfstoffen geimpft sind, werden sich dabei wohl die Virusvarianten durchsetzen, die die aktuellen Impfungen am besten unterlaufen.

    Gleichzeitig weiß man, dass durch die Impfung der Schutz vor einer Infektion „weniger lang anhält als gedacht“. In der Tat gehören Sportler wohl nicht zu den Hochrisikogruppen, die als erste geimpft wurden, ihre Impfung liegt also nicht lang zurück, und dennoch liest man immer wieder über Mannschaften, deren Kader wegen corona-Infektionen geschwächt sind oder die, wie kürzlich eine Eishockeymannschaft, gleich komplett ausfallen.

    Unter den Geimpften gibt es jetzt also: die Gruppe der durch nachlassenden Impfschutz noch mehr Gefährdeten, und: die Gruppe der sorglosen und zu einem nicht unerheblichen Teil Geimpften ohne hohes eigenes Risiko, das ist besonders in der Pflege bedenklich.

    Als ob das noch nicht genug wäre, fehlt jetzt auch noch die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte, die sich in Quarantäne begeben müssen. Werden sie sich im Zweifelsfall testen und, falls positiv, den ggf. existenzgefährdenden Verlust eines halben Monatseinkommens in Kauf nehmen? Sie werden wohl eher auf eine rechtzeitige ärztliche Intervention verzichten und sich dann womöglich – mit Lohnfortzahlung – in einem Intensivbett wiederfinden.

    Und die Geimpften, die angeblich keine Tests nötig haben? Beispiel „2G“-Restaurant: Werden sie, falls sie sich im Verdachtsfall unbemerkt von der Statistik testen und feststellen, dass ein Großteil der Beschäftigten positiv ist, in Quarantäne gehen und ihr durch vorangegangene lockdowns arg mitgenommenes Geschäft schließen?

    Während anderenorts bereits wieder über lockdowns diskutiert wird, AHA-Regeln auch für Geimpfte gefordert werden etc., posaunt Herr Spahn das „Ende der epidemischen Notlage nationaler Tragweite“ heraus, um dem Ganzen gewissermaßen das Sahnehäubchen aufzusetzen. Bewusst missverständlich formuliert, will er im Nachhinein damit nur juristische Implikationen gemeint haben, aber die Botschaft, die allgemein ankam, war: „Ihr habt eure Freiheiten wieder, die Pandemie ist endlich vorbei! Macht euch keine Sorgen“. Tut mir leid, Herr Spahn, ich mache mir Sorgen.

    Eine hohe Viruslast wird vom Schnelltest zuverlässig erkannt, sagt Hr. Lauterbach. Während die als „Treiber der Pandemie“ verunglimpften Ungeimpften kaum noch am öffentlichen Leben teilnehmen und wenn, dann getestet und somit negativ, verbreiten zunehmend Geimpfte ungetestet und somit unerkannt das Virus weiter.

    So erweisen sich die Spahn’schen Maßnahmen: Kostenpflichtige Tests, keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Fall einer Quarantäne und die „2G-Regeln“ – keinerlei Testpflicht, kein Abstand, keine Beschränkung der Besucherzahl, keine Masken – als die wahren „Treiber der Pandemie“. Deren Ausmaß kann nicht zuletzt aufgrund der Maßnahmen des Herrn Spahn kaum festgestellt werden, könnte aber alles Vorangegangene bald weit in den Schatten stellen.

  59. hans sagt:

    zu @ Rainer Stockmann
    Die Zahl der Geimpften steigt leider nicht wie man hoffen könnte. Das wird aber die nächsten 2-3 Monate von einem starken Anstieg von Genesenen ausgeglichen.

  60. Hallo Herr Stockmann,
    leider haben sie in den vergangenen Wochen nichts dazu gelernt. Fragen sie doch einmal die Ärzte in den Krankenhäusern, schauen sie nach Portugal, da sind fast 100% geimpft, da gibt es prktich kein Covid 19 mehr.Es sind Beiträge ihrer Art, die für viele Menschen zu dem Ergebnis führen, sich nicht impfen zu lassen. Die Toten heute sind fast alle ungeimpfte, denn selbst wenn Geimpfte angesteckt werden, so haben sie fast immer einen leichten Verlauf.. Was macht sie eigentlich so sicher, dass ihr Nichtimpfmeinung richtig ist, wo doch alle Fakten dagegen sprechen ?

  61. Rainer Stockmann sagt:

    Hallo Herr Winter,

    offensichtlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt, das tut mir leid. Ich bin ein absoluter Befürworter der Impfung, aus genau dem Grund, den Sie nennen und den auch ich schon in früheren Beiträgen mehrfach genannt habe: Es sind die Ungeimpften, die krank werden, die Impfung schützt.

    Es ging und geht mir um den Effekt der Maßnahmen, die wir treffen, um die Pandemie einzudämmen. Seit Monaten ist deutlich, dass die Ungeimpften mit „Ärmel hoch“ und „impfen, impfen, impfen“ kaum erreichbar sind, und so werden wir weiterhin neben der einsichtigen Gruppe der Geimpften weiter die Gruppe der uneinsichtigen Ungeimpften haben. Das ist die Überschrift, unter der mein voriger Kommentar zu verstehen sein sollte.

    Neben Herrn Kekulé bemängelt eine Vielzahl von Epidemiologen, dass wir in der Datenwüste Deutschland aufgrund der ergriffenen Maßnahmen (s. oben) noch weiter „unter dem Radar fliegen“ als bisher schon, die erfassten Infektionszahlen sind so hoch wie nie und dürften in Wirklichkeit noch viel höher sein.

    Was eben u.a. daran liegt, dass auch Geimpfte die Infektion weitergeben können, die Impfung führt nicht zur sterilen Immunität und somit nicht zur Herdenimmunität. Auch ich gucke, wie man in der Konsequenz in anderen Ländern handelt, und nenne mal Israel, von Israel kann man nicht nur über das Boostern etwas lernen: Dort gilt eine tägliche Testpflicht für sämtliches medizinisches Personal, egal, ob geimpft oder ungeimpft. Normalerweise kosten die Tests auch dort etwas, werden aber in diesem Fall von der Krankenkasse übernommen. Das wäre doch mal was. Oder zumindest mal ein Anfang mit sinnvollen Maßnahmen.

  62. Hallo Herr Stockmann,
    es tut mir leid, da habe ich sie in die falsche Ecke verfrachtet. Glauben sie, dass man der Menschheit nachdem die Impfung vorhanden war, weitere Auflagen hätte machen sollen ? Es stimmt schon, dass der Ansteckung Tür und Tor geöffnet wurde, die Nichtgeimpften müssen es ausbaden. Fakt ist aber doch auch, dass früher oder später alle einmal infiziert waren, dann würde es wie eine Erkältung behandelt, die man ja auch in gewissen Abständen bekommt. Auch ein Corona Virus, soweit ich weiß. Wenn nicht müsste wie auch bei Influenza jedes Jahr neu geimpft werden, wobei das Problem immer weiter geschleppt würde. Eine Aufgabe für die Experten, die sich auch häufig nicht einigen können.
    Vor kurzem sah ich einen Beitrag aus Portugal, fast 100% Geimpfte, eine Inzidenz bei 8, glaube ich, also fast nichts. Es geht also, wenn man will, es gibt hier bei uns eben zu viele Impfgegner, ich frage mich nur wieso, denn es ist doch ein unverhältnismäßiges hohes Risiko.