Subventionen für die Autoindustrie

Die Deutschen fremdeln immer noch mit der Elektromobilität. Es gibt viel Kritik, nicht nur an der ökologischen Nachhaltigkeit oder der CO2-Bilanz der Elektroautos, sondern auch daran, dass der Strommix noch immer nicht grün genug ist. Elektroautos fahren darum bei uns zum Teil mit Braunkohlestrom, und das wird sich erst mittelfristig ändern: Bis 2038 soll der Ausstieg aus der Kohleverstromung geschafft sein. Das sind noch weitere 19 Jahre, in denen der Anteil des Kohlestroms am Energiemix allerdings langsam abnehmen wird. Viel zu langsam, sagen Kritiker. Derweil wachsen die Zweifel an der Elektromobilität. Davon erzählen die unten folgenden Leserbriefe.Trotzdem muss die Elektromobilität größere Anteile an der Autoflotte auf deutschen Straßen haben, denn die EU wird ihre Abgasgrenzwerte verschärfen. Der Innovationsdruck steigt.

Darum will die Regierung der Entwicklung auf die Sprünge helfen und den Kauf von E-Autos subventionieren. Für einen Stromer mit einem Listenpreis unter 40 000 Euro soll es künftig 6000 Euro statt bislang 4000 Euro geben. Für teurere Autos erhält der Käufer 5000 Euro. Schätzungsweise zehn Milliarden Euro könnte der Spaß kosten, das Folgende inbegriffen. Da freut sich die Autoindustrie. Der Verband deutscher Automobilhersteller hofft, dass dies einen zusätzlichen Absatz von bis zu 700.000 Fahrzeugen bringt. Damit sind die bekannten Probleme aber noch nicht aus der Welt – etwa die Sache mit der Lade-Infrastruktur. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft geht davon aus, dass 350.000 Ladestationen reichen würden. Bisher gibt es rund 21.000. In den kommenden beiden Jahren sollen 50.000 hinzukommen. 15.000 will die Automobilbranche beisteuern. Doch wo soll der Strom herkommen, wenn wir aus Kohle- und Atomstrom aussteigen und der Ausbau der Windkraft nicht vorankommt? Denn der Energieverbrauch wird steigen (müssen). Und wie soll der Strom dorthin gelangen, wo er gebraucht wird, wenn der Ausbau von Stromtrassen kaum vorangeht?

Die Regierung gibt auf diese Fragen kaum überzeugende Antworten. Sie versucht zu handeln, aber der Eindruck, den sie dabei vermittelt, ist eher chaotisch. FR-Kommentator Frank-Thomas Wenzel meint, die Regierung solle die Autobauer mehr in die Pflicht nehmen. Die Subventionen findet er in Ordnung, aber dafür sollte der Staat Gegenleistungen von den Konzernen einfordern.

Balken 4Das Wohlergehen unserer Schlüsselindustrie

Nachdem VW sich verstärkt mit der Entwicklung einer Schummelsoftware zum Schönen der Abgaswerte beschäftigt und die Entwicklung innovativer Technik vernachlässigt hat, kommt nun der Steuerzahler zur Hilfe. Der Konzern, der für seinen Betrug inzwischen über 30 Mrd. €, vorrangig in den USA gezahlt hat, braucht dringend Unterstützung, zumal die Sammelklage in Deutschland von 60.000 Dieselfahrern noch nicht entschieden ist. Zwar ist der Aktienkurs fast wieder auf dem Stand von Anfang 2015 und inzwischen etwa doppelt so hoch wie direkt nach dem Dieselskandal, aber wir Steuerzahler müssen die Nöte der Autoindustrie und Investoren ernst nehmen.
Leider konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, wie viele Milliarden insgesamt an Subventionen (für Ladestationen, Kaufprämien und Batterieforschung und Batterierecycling) geplant sind. Aber ich bin mir sicher, dass das Geld nicht gut investiert ist. Vor allem hilft diese Subvention bei der Erreichung unseres in Paris vereinbarten Klimaziels. Schließlich muss ein kleines E-Auto nur etwa 3 Jahre fahren, bevor es die batteriebedingte negative CO2-Bilanz ausgeglichen hat. Bei einem Tesla Model S sind es 8 Jahre. Dass wir noch nicht genügend Ökostrom haben, um die Energie für das Laden der Batterien bereitzustellen, vergessen wir einmal, der Strom kommt ja aus der Steckdose. Außerdem, 2038 werden ja alle Kohlekraftwerke abgeschaltet sein, und dann haben wir ganz saubere Energie.
Die staatliche Unterstützung bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich. Die Subvention ermöglicht der Autoindustrie weiterhin das profitable Geschäft mit schweren, übermotorisierten SUV’s. Da die E-Autos mit Null-Emission in die Berechnung des Flotten-CO2-Ausstosses eingehen, wird die Gefahr verringert, dass Milliarden an Strafen für zu hohe CO2-Flottenwerte gezahlt werden müssen. Jedes verkaufte E-Auto, so Dudenhöfer, „erspart“ dem Unternehmen 11.000 € Strafzahlung an die EU. So etwas nennt man eine Win-win-Situation. Die dicken „Brummer“, egal ob mit Strom oder Benzin/Diesel betrieben dürfen ohnehin gewichtsbedingt mehr CO2 ausstoßen und fressen mögliche CO2-Einsparungen wieder auf. Aber Hauptsache unserer Schlüsselindustrie und den Investoren geht es gut.

Dieter Murmann, Dietzenbach

Mit vielen negativen Vorzeichen

Die Anschuldigungen gegen die Beteiligten in diesem Artikel wegen der Versäumnisse zur Einführung der Elektromobilität seit 2008 berücksichtigen nicht das Positive dieses angeprangerten Versäumnisses. Denn die Elektromobilität, wie sie aus Umweltschonung propagiert wird, ist mit vielen negativen Vorzeichen besetzt. Die Schwachstellen sind die Batterieerstellung, deren Gewicht und die Bereitstellung, nicht nur der Ladestationen, sondern auch deren Energiebeschickung. Diese Faktoren verschlechtern die Energiebilanz derartig, dass Skepsis und Ablehnung angesagt ist. Die Rohstoffgewinnung zur Batterieerstellung von Lithium (Wasserverbrauch), Kobalt (Kinderarbeit), Nickel, Graphit und Platin ist mit einem so großen Co2-Fußabdruck belastet, das eine Konkurrenz zu den Verbrennungsmotoren nicht besteht. Hinzu kommt die unerfüllbare Hoffnung, dass die Stromerzeugung zur Aufladung der Batterien Co2-frei erfolgt. Mangelnde Reichweiten, die die Benutzung erschwinglicher Fahrzeugmodelle auf den Kurzstreckenverkehr beschränkt, hat so große Kaufverhinderungen, dass sich lediglich die sektiererischen Schein-Umwelt-Aposteln diese E-Modelle leisten. Hierzu wird der Garagenbesitzer mit Steckdose, der einer begüterten Bevölkerungsschicht angehört, gegenüber dem notgedrungenen Laternen-Parker sehr übervorteilt. Die ablehnende Skepsis dieser Motorisierung begründet sich nicht nur mit dem teilweise brutalen Kolonialkapitalismus der Rohstoffgewinnung, sondern auch mit der ungenügenden Co2-Bilanz der Stromerstellung, der sozial unausgewogenen Beschaffungspreise und Stellplatzsituation und der nicht konkurrenzfähigen Reichweite. Das der Dieselskandal die Hersteller nun zu neuen Geschäftsmodellen in diese scheinsaubere Welt hier bei uns antreibt, zu Ungunsten des Raubbaues der Natur zur Rohstoffgewinnung im fernen Entwicklungsland ist politisch unter globaler Betrachtung menschenverachtend. Ein Tempolimit zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes, wie es uns die Schweiz vormacht, eine Transportumschichtung von der Straße auf die Schiene, sind die „Heiligen Kühe“ der Verkehrsverantwortlichen die neuen rabiaten Geschäftsmodellen der Fahrzeughersteller und der fernen Natur und Umweltverschandelung den Vorzug geben.

Wulf Schmiedeknecht, Oberursel

Diese Beschlüsse sind ein Irrweg

Wo bleibt die objektive Berichterstattung der FR zu den vorgesehenen Investitionen der Bundesregierung in die Elektromobilität? Warum wird nicht in ähnlichem Umfang in die Brennstoffzelle mit ihren erheblichen Vorteilen (Lagerhaltung, Erzeugung mit überschüssigem Strom, kurze Tankzeiten) investiert? Laut Professor Harald Lesch müssen bei einer Million Elekrofahrzeugen, die abends gleichzeitig an das Stromnetz angeschlossen werden, 350 Gigawatt Strom zur Verfügung gestellt werden. Die aktuelle Bereitstellung besteht aus 68,5 Gigawatt. Welche Lobby hat solchen Einfluss auf die Bundesregierung, dass eine solch einseitige Bevorzugung möglich ist? Für mich sind die Beschlüsse ein Irrweg. Das ist noch ein harmloser Ausdruck.

Dieter Merz, Annerod

13 Kommentare

  1. hans sagt:

    Das Problem des Einleitungstextes sowie aller Leserbriefe ist das alle wissen gegen was sie sind aber nicht für was sie sind. Wenn Herr Annerod vorschlägt das man die Energie für Brennstoffzellen aus überschüssigem Strom bereitstellen soll sagt das nur das er sich nie mit den Details beschäftigt hat. Elektrolyse Anlagen arbeiten zwar nie billig aber wenn dann brauchen sie besser >6000 Vollaststunden pro Jahr. Mit jedem 2. Tag eine Stunde überschüssigem Strom wird das nichts. Das hat was mit Mathematik zu tun. Das Wasserstoff kein Lagerproblem mehr ist habe ich auch noch nirgends gelesen.
    Die Batterie vergleiche ich mit PV vor 10-15 Jahren
    Die Entwicklung steht noch ganz am Anfang. Vor 10 Jahren hat man von PV Anlagen auch gesagt das ihre Herstellung mehr Energie braucht als sie erzeugen.
    Wenn man PKW Subventionen kritisieren will dann sollte man sich die einmaligen Abschreibungsmöglichkeiten für Firmenwagen in D. ansehen.

  2. hans sagt:

    Ich habe mal auf die Schnelle ein Link zur Wasserstoffspeicherung raus gesucht. Kein Problem sieht wohl anders aus.

    http://g16.hamburg.de/wp-content/uploads/sites/95/2015/02/referat_5.pdf

    Achtung, pdf-Dokument. Dauert beim Dowenload. Anm. Bronski

  3. hans sagt:

    Ich bin sicher noch nicht oft hier dadurch aufgefallen das ich die Politik der Regierung verteidige, aber die Förderung von Batterie getriebenen Autos ist richtig.

    https://www.elektroauto-news.net/2019/wasserstoff-oder-batterie-vw-begruendet-fokus-auf-akku/

  4. Hallo Hans, ihre Begeisterung für Batterieautos in allen Ehren, aber viel Sinn macht es nicht. Die Batterien sind ein großes Problem, die Ladestellen auch, der grüne Strom ist nicht nur nicht da sondern wird aktiv verhindert, also, was solls. Lt. Herrn Altmaiers Gesetzesvorschlag ist selbst der Ausstieg 2038 auf die Freiwilligkeit der Kohleindustrie angewiesen, sein Vorschlag in dieser Hinsicht ist sehr vage. Ich erinnere auch an einen Artikel in der FR vor einigen Monaten, ich glaube es war ein Interview mit Herrn Schmidt(?) da sprach der Herr von 2040. Es macht einfach keinen Sinn, so kann man die Welt nicht retten, aber man will es offensichtlich auch gar nioht.

  5. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Lesen sie doch einfach den letzten Link den ich eingestellt habe mit allen Verknüpfungen die man auswählen kann. Da stehen Zahlen die haben mich in ihrem Ausmaß auch überrascht. Eine Batterie hat einen Gesamtwirkungsgrad 70% und ein Brennstoffzellenauto von 15%. Sie können mir das gerne widerlegen. Nur wenn das so ist hat das mit Begeisterung nicht viel zu tun. Man muss fast 5 mal so viel Strom erzeugen um 100km zu fahren. Sorry das ist Unsinn. Die Brennstoffzelle wird nur dann eingesetzt wenn es nicht anders geht. Mir war auch nicht komplett klar wie aufwendig Wasserstofftankstellen sind. Na ja das man Wasserstoff entweder auf 280 Grad minus runterkühlen muss oder das es einem Druck von mehreren 100 Bar braucht um tanken zu können war mir schon bekannt. Das deshalb jedes tanken auch 20-25 Minuten dauert war mir neu und habe ich auch erst in dem Link gelesen. Aber ok unnötiges Wissen belastet nur wenn man eine vorgefasste Meinung hat.

    Bei dem was sie über die Energiepolitik der Regierung schreiben stimme ich ihnen zu. Man wird ohne die EE auszubauen nicht aus der Kohle und auch nicht aus der Atomenergie aussteigen. Wenn man das in Wirklichkeit nicht will gibt die Energiepolitik auf einmal Sinn.

  6. hans sagt:

    Ich will mir ja nicht selbst vorwerfen das ich eine vorgefasste Meinung habe. Deshalb habe ich gerade bei Google mal die Frage eingegeben Warum setzen sich Brennstoffzellen als PKW Antrieb durch? Da es mir nicht gelungen ist so zu Antworten zu kommen die es wert sind hier eingestellt zu werden habe ich es auch noch mit Umformulierungen probiert aber kein besseres Ergebnis erhalten. Ich frage mich inzwischen warum es diese Diskussion auch in der Öffentlichkeit überhaupt gibt. Wenn man näher hinsieht ist der Fall eindeutig. PKW werden in Zukunft mit Batterien fahren. Die Brennstoffzelle hat an anderen Stellen ihre Zukunft.

  7. Ralf Krug sagt:

    Vor fünf Jahren hätte ich viele Aussagen von Elektroautogegner Schmiedeknecht unterschrieben. Vor zwei Jahren hatte ich einige Zeit einen Stromer: toll zu fahren, aber zu teuer und Reichweite zu gering. Vor kurzem habe ich ein Elektroauto bestellt, nachdem bei diesem Modell die Reichweite verdoppelt und der Preis gesenkt wurde(!). Trotz des Mehraufwandes der Batterieherstellung ist die Umweltbilanz in Ordnung (Quelle: Umweltbundesamt). Die Kaufpreis liegt effektiv deutlich unter 20 000 Euro, die „Kraftstoff“-Kosten bei etwa vier Euro je 100 Kilometer. Und ich nutze zumindest teilweise meinen eigenen Solarstrom.

  8. hans sagt:

    zu @ Ralf Krug
    Und in 5 Jahren stellt sich die Frage überhaupt nicht mehr. Das Reichweitenproblem kann man schon als gelöst ansehen und das Thema Preis wird sich mit den immer billiger werdenden Batterien und den höheren Stückzahlen lösen. Zumal ein Stromer auch noch aus 90% weniger Einzelteilen besteht als ein Verbrenner.

  9. Bertram Münzer sagt:

    Die Ausreden werden weniger.
    Gänzlich neu entwickelte E-Autos kommen endlich bald auch aus Deutschland. Sie sollen leistungsfähig und halbwegs erschwinglich sein. Dazu gibt es einige Tausender mehr vom Staat. Die Ausreden werden weniger. Es bleibt: Man muss sie sich leisten können. Die Fahrzeugpreise sind immer noch eine deutliche Hürde und einfach alt und noch gut gegen neu und auch gut zu tauschen, ist eh Unfug. Damit schont man weder das Portemonnaie noch die Umwelt. Aber wenn ein Neukauf ansteht, warum nicht. Kommt hinzu: es ist ein anderes Autofahren. Schon allein wegen der Fahrcharakteristik eines E-Autos. Die ist einfach – habe es ausprobiert – grandios. Lautloses Gleiten … Höchste Geschwindigkeiten wie heute werden passé sein. Auch kein Schaden. Man wird sich sicher intensiver vorbereiten müssen, zumindest auf eine längere Fahrt. Wo sind E-„Zapf“-Säulen? Wie bezahle ich? Hier und im Ausland. Man muss Ruhepausen einplanen. E-Tanken dauert eben etwas länger. Aber schadet das alles wirklich? Meine Antwort: Nein. Und eines ist ja klar – so weiterfahren wie bisher werden wir nicht. Und ja – wieder einmal subventioniert der Steuerzahler die Industrie. Es ist ja nicht das erste Mal und es ist wieder ärgerlich. Besonders wenn Milliarden an die Autoindustrie fließen. Da war doch was! Aber ehe die AutoNation sich weiter blamiert, sollte die Regierung den Weg weisen und – vielleicht – dafür deutlich mehr Entgegenkommen in Sachen „Schummelsoftware“ einfordern.

  10. Ralf Krug sagt:

    Hallo Herr Merz,
    wenn 1 Mio Autos mit der üblichen 11 kW Wallbox laden gäbe das 11 GW und nicht 69 GW. Und es werden ohnehin nicht alle mit 11 kW und auch nicht gleichzeitig laden.
    Wasserstoff ist keine gute Lösung, denn zur Herstellung des Wasserstoff wird doppelt so viel Strom benötigt wie bei der Batterietechnik.

  11. Diese begeisternden Kommentare zu den Stromautos machen einfach keinen Sinn. Solange dafür kein grüner Strom da ist nützen sie nur der Energieindustrie. Wieso werden sie durch den Steuerzahler bezuschusst ? Damit es der Kohle besser geht? Warum bezuschusst man nicht die´Wind und Sonnenindustrie? So wie die Dinge liegen, können wir doch gleich RWE und Eon, Exxon und Shell usw die Regierung übernehmen lassen, Bayer/Monsanto gleich dazu.Es scheint niemand zu merken, was hier läuft, aber begeisterte Berichte über Stromautos möchte ich erst lesen, wenn grüner Strom da ist, die Batterietechnik halbwegs gelöst ist, wie die Mio Stromautos betankt werden sollen usw. Vorher ist das ganze nutzlos, zumindest was die Umwelt angeht. Aber an der und dem Schicksal unserer Kinder und Enkel scheint niemand ein Interesse zu haben. Was rege ich mich eigentlich auf, ich bin alt, aber von mir zu verlangen, dass ich dem ganzen Blödsinn, der heute auf diesem Gebiet verzapft wird, glauben soll, das ist zu viel.Man entschuldige die Polemik.

  12. hans sagt:

    zu @ Ralf Krug
    Bei der Sendung Anne Will gestern in der ARD sagte Claudia Kämpfert das ein Wasserstoffauto 8 x soviel Strom braucht wie ein Batteriefahrzeug.
    zu @ Jürgen H.Winter
    Das sind nach meiner Meinung 2 Baustellen. Natürlich müssen die EE ausgebaut werden um die Strommengen bereitzustellen die in der Zukunft gebraucht werden. Trotzdem muss man jetzt schon sich Gedanken machen wie dieser Strom eingesetzt werden soll. Gestern bei Anne Will hat man wieder deutlich gesehen was die Alternativen sind. H. Lindner erzählte beim Thema PKW wieder von Technologie Offenheit. Als Claudia Kämpfert dazu sagte das der Fall bei PKW klar ist und der Aku die Lösung für PKW ist kam H. Lindner gleich mit dem Argument das diese Autos mehrere 1000 Arbeitsplätze kosten werden weil sie viel einfacher sind. Das hat wieder gezeigt was er wirklich will. Technologie offen nichts machen. Das ist das Ergebnis wenn diese Themen nicht diskutiert werden. Mit Begeisterung hat das wenig zu tun sondern mit logisch denken.

  13. Dieter Murmann sagt:

    Die Diskussion um die Antriebsart geht m.E. am eigentlichen Thema vorbei. Neben der erforderlichen Reduzierung des Kfz-basierten Individualverkehrs müssen wir uns Gedanken darüber machen, welche Grenzwerte unsere Fahrzeuge einzuhalten haben. Ich spreche nicht nur über CO2, sondern z.B. auch über Gewicht, Motorleistung, Höchstgeschwindigkeit, Spritverbrauch. Warum lassen wir es zu, dass übermotorisierte, viel zu schwere Fahrzeuge die Zulassung erhalten? Es wurde schon vor mehr als 20 Jahren von Greenpeace nachgewiesen, dass ein Dreiliterauto keine Utopie ist https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/erstes-3-liter-auto-faehrt-ins-museum.
    Wenn es uns nur um die Fortbewegung ginge, Transporter lasse ich mal außen vor, würden solche Fahrzeuge völlig ausreichen. Bei einem so geringen Spritverbrauch wären auch Diesel- und Benzin-Fahrzeuge noch weiterhin eine Alternative.

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