FR-Forum vom 2. bis 7. August

Alle Briefe von Leserinnen und Lesern dieser Woche im Überblick nach ihren Erscheinungstagen und: Offene Diskussion! Lesen Sie in Ruhe oder suchen Sie Ihre Zuschrift gezielt mit der Tastenkombination STRG und F sowie dem Namen als Suchbegriff. Sie finden hier:

  • eine Liste der Erscheinungstage einer Woche;
  • pdf-Dokumente von den Forum-Zeitungsseiten (klicken Sie dazu bitte auf das „eins“ bzw. „zwei“ von „Seite eins“);
  • alle Zuschriften des jeweiligen Erscheinungstags, die keiner hier im Blog laufenden Diskussion zugeordnet werden können;
  • Links zu jenen Zuschriften, die einer hier im Blog laufenden Diskussion zugeordnet wurden;
  • ganz unten das Kommentarfeld, über das Sie mitdiskutieren können.

Bitte stellen Sie ein Stichwort an den Anfang Ihres Kommentars, um anzuzeigen, welches Thema Sie ansprechen. Es gelten die Blog-Regeln – mit einer Ausnahme: Für die offenen Diskussionen ist der Teil der Regel Nr. 4 ausgesetzt, der sagt: Bleiben Sie beim Thema. Hier kann bunt diskutiert werden. Es ist keine Registrierung o.Ä. notwendig.

Im FR-Blog werden die ungekürzten Originalversionen Ihrer Zuschriften veröffentlicht.

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Forum vom 2. August
Leserforum 2 20190916Seite eins

Einige dieser Zuschriften folgen gleich hier, siehe unten. Die anderen wurden laufenden Diskussionen im FR-Blog zugeordnet und dort als Kommentare veröffentlicht. Bitte folgen Sie den Links, die im pdf-Dokument angegeben sind.

Eine grundsätzlich sinnvolle Maßnahme wird zum Zankapfel

Impfpflicht: „Keine einfachen Antworten“, FR-Meinung vom 27. Juli

Lieber Michi Herl, seit Wochen arbeiten Sie sich jetzt an den sogenannten „Querdenkern“ ab, was sicher breite Zustimmung finden dürfte, denn die gedanklichen Konstrukte der Querdenker sind meist so abstrus, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung schwerfällt. Leider entwickeln manche Menschen in der Auseinandersetzung mit derart extremen Positionen selbst extreme Meinungen und Vorstellungen und übernehmen unbemerkt (?) autoritäre Vorstellungen, die sie an anderer Stelle kritisieren.
Ihre Kolumne beginnt mit der sinnvollen Aussage „Keine einfachen Antworten“ und endet fatalerweise mit der abstrusen Forderung einer „Impfpflicht für alle“ als extreme Vereinfachung und damit auch der Verweigerung eines differenzierten Diskurses. Ich bin kein Impfgegner und halte die Impfung grundsätzlich für sinnvoll, sowohl als Schutz für das Individuum als auch als Maßnahme der Pandemiebekämpfung. Trotzdem gibt es neben irrationalen Ängsten auch verstehbare Gründe, warum sich Menschen gegen eine Impfung entscheiden. In einer demokratischen Gesellschaft sollte ein so weitgehender Eingriff in den eigenen Körper grundsätzlich eine freiwillige Entscheidung sein. Immerhin gab es eine Anzahl von Todesfällen durch Sinusvenenthrombosen in ursächlichem Zusammenhang mit der Astrazeneca–Impfung. Was bedeuten Impfrisiken für eine Impfpflicht? Darf mich der Staat dazu zwingen, diese Risiken einzugehen? Wie Sie vielleicht sehen, gibt es wirklich keine einfachen Antworten, und autoritäres Denken hat wenig mit „praktischer Vernunft“ zu tun.

Hermann Roth, Frankfurt

fr-debatteOhne Führerschein darf man kein Auto steuern

Aha, so ist das also! Die großen Schlaudenker und Rechthaber teilen uns mit, dass es eine unerträgliche Diskriminierung sei, wenn Ungeimpfte Einschränkungen hinnehmen müssen, die den durch Impfung Geschützten nicht zugemutet werden. Menschen werden ungleich behandelt: Verrat!
Nun, dann ist es gewiss auch eine durch nichts zu rechtfertigende Willkür, wenn Führerscheininhaber Auto fahren dürfen – alle anderen aber nicht. Das ist offenbar: staatliche Willkür! Folgerung: wir leben in einer menschenverachtenden Diktatur.
Was muss man rauchen, um solchen Unfug für reine Wahrheit zu halten?

Diethelm Henkelmann, Mörfelden

fr-debatteHoch oben auf einem Ast

Zur Karikatur „Krone der Schöpfung“, FR-Meinung vom 23. Juli

Ich benutzte und benutze dieses Bild bei Diskussionen, um die folgende fiktive Geschichte zu erzählen, wenn sich die Diskussion in Richtung Klimaschutz vs. Arbeitsplätze bewegt. Ich gehe im Wald spazieren und höre das Geräusch einer Säge. Keiner Motorsäge, wie sonst üblich, sondern einer Handsäge. Ich gehe dem Geräusch nach und sehe bald einen Mann hoch oben auf einem Ast sitzen, den er im Begriff ist, abzusägen. Ich rufe ihm zu, wenn er weitersäge, würde er sich zu Tode stürzen, da auch der weiche Waldboden ihn davor nicht bewaren könne. Das wisse er sehr wohl, lautete die Antwort, aber wenn er aufhöre zu sägen, verliere er seinen Arbeitsplatz.

Klaus Krabiell, Würzburg

fr-debatteNationale Konkurrenz

Zum Leitartikel „Politische Spiele“, FR-Meinung vom 23. Juli

Sehr geehrter Herr Kaspar, in Ihrer Abwägung fehlen mir zwei aus meiner Sicht nicht unerhebliche Aspekte. Wenn „Millionen Menschen mit ihren Athletinnen und Athleten mitleiden und mitjubeln“, ist das für mich das Einüben nationaler Parteilichkeit, die im politischen Feld verheerende Konsequenzen hat. Ihre Athletinnen? Kaum einer oder eine hat mit den Athleten mehr gemeinsam als den nationalen Pass. Nichts sonst.
Von Kanzlerin Merkels kindlicher Freude über nationale Fußballerfolge gibt es für mich eine gerade Linie zur politischen Wahrung nationaler Interessen gegen den Rest der Welt. Letztes markantes Beispiel ist die Haltung zu Impfpatenten, die Stephan Hebel in einem anderen Leitartikel aufs Korn genommen hat.
Beim Wembleytor 1966 war ich allein mit meiner Aussage, ich weiß nicht, ob der Ball drin war oder draußen. Fast alle Deutschen haben den Ball unbedingt draußen gesehen, fast alle Engländer ganz klar drinnen. Was also macht nationale Identifikation mit unserer Wahrnehmung? Kann man nationale Identifikation einfach abschalten, wenn sie nicht mehr „harmlos“ ist?
Zum Zweiten: Ich habe im Leben viel Sport – auch Leistungssport – gemacht. Je mehr Wettbewerb da im Spiel war, umso weniger gab es soziales Verhalten. Das scheint mir auch ganz logisch zu sein. Am Ende bin ich beim Freizeitsport geblieben, weil ich das nicht haben wollte.
Durch die nationale Konkurrenz wird der Wettbewerb auf die Spitze getrieben. Profisport in der Konkurrenz um nationale Meriten als Werbung und Anreiz für Spass an der körperlichen Bewegung und Freude am sportlichen Miteinander ist für mich fragwürdig. Ich habe Zweifel, ob das gut ist.

Joachim Reinhardt, Hüttenberg

 

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Forum vom 3. August
Leserforum 2 20190916Seite eins

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Kanonenboot ist keine Lösung

Zu: „Die EU braucht eine Indo-Pazifik-Strategie“, FR-Meinung vom 30. Juli

Es mag ja sein, dass die EU „eine Indo-Pazifik-Strategie“ braucht und sich auch Deutschland daran beteiligen sollte. Warum dafür die Fregatte „Bayern“ nach Südkorea und China aufbrechen“ muss, ist nicht nachvollziehbar, sondern massiv zu kritisieren.
Militärisches Engagement gegen Piraterie, Waffenschmuggel, für Sicherung der Seewege, als Bekenntnis zu NATO, EU, UNO, gar zur Durchsetzung des Völkerrechts sollte Deutschland nicht nur in Südostasien tunlichst unterlassen. Die Bundeswehr dient laut Grundgesetz der Landesverteidigung (und gerne auch dem Katastrophenschutz und der Pandemieprävention!). Dass höchst umstrittene Out-of-Area-Einsätze der Bundeswehr die Verwirklichung der genannten Ziele ermöglichen, ist ein Trugschluss, wie zahlreiche Beispiele seit 1994 belegen, als das Bundesverfassungsgericht in sehr fragwürdiger Weise Auslandseinsätze der Bundeswehr legalisierte und damit eine damals diskutierte Grundgesetzänderung aushebelte.
Deutschland als die größte Volkswirtschaft der EU sollte doch anderes und mehr zu bieten haben als ein Kanonenboot!

Armin Lauven, Bonn

Diese Mission ist überflüssig

Seit längerem warte ich auf eine Pressemitteilung, die sich mit der Zielsetzung dieser „Bayern“-Expedition auseiandersetzt. Ich danke für den obigen Versuch. aber trotz wiederholter Bemühung: Ich kann Ihre Argumentation nur teilweise und die Gründe gar nicht nachvollziehen!
Die „Bayern“ soll für die Nato (Mittelmeer), die EU (Horn von Afrika), UN (Nordkorea Embargo), das Recaap in Asien und schließlich im Chinesischen Meer das Völkerrecht unterstützen (durchsetzen). Geht die Aufgabe noch etwas dicker und illusionärer? Warum schreiben Sie nicht gleich: Symbolpolitik?
Sie wissen auch, dass die Ansprüche Chinas in unfreundlichem Konflikt mit den Nachbarländern liegen. Man will die beanspruchten Gebiete nicht „durchkreuzen“, am besten noch Shanghai besuchen und doch für die Freiheit internationaler Gewässer demonstrierenl Welch ein Widerspruch.
Die Älteren können sich aus der Schule noch an den „Panther-Sprung nach Agadir“ erinnern. Die „Bayern“-Mission ist zum Glück dagegen harmlos-durchsichtig. also überflüssig.
Das Völkerrecht und der Multilateralismus braucht stärkere Unterstützung; mit Deutschlands Engagement, mit der EU, aber einer ehrlichen, konsistenten Politik.

Detlef Geisendörfer, Schlangenbad

fr-debatteDanke, Andi!

Scheuer: „Kurs aufs Klimaziel“, FR-Wirtschaft vom 20. Juli

Ich kann’s nicht fassen: Andi Scheuer (CSU) hat die Bahn entdeckt! Und er sagt lauter richtige Sachen, die man zwar schon oft gehört hat, aber gerade von ihm noch nicht.
Kurz vor der Wahl entdeckt er, was man alles tun könnte/müsste, um die Bahn zeit– und klimagemäß auszustatten und auszubauen. Toll, nun muss er nichts mehr machen, die Zeit reicht ja nicht, aber er empfiehlt sich gleich als neuer alter Verkehrsminister.
Wieso hatte er bisher keine Zeit (oder Lust) dazu? Nun, er und sein Vorgänger Alexander Dobrindt waren vollauf damit beschäftigt, das Lieblingsprojekt der CSU, die „Ausländermaut“, gegen alle Widerstände durchzusetzen, um schließlich grandios damit zu scheitern – Kosten für die Steuerzahler: rund 300 Millionen Euro.
Dann musste er noch die Privatisierung möglichst vieler Autobahnen auf den Weg bringen, auch das laut Bundesrechnungshof ein teures Hobby, und, ja, er musste noch die Elektroroller in die Städte bringen. Da konnte er sich nicht noch um die marode Bahn kümmern. Danke, Andi

Hans-Hermann Büchsel, Heidelberg

fr-debatteNicht zu retten

Kaufhäuser: „Zurück ins Herz der Stadt“, FR-Wirtschaft vom 27. Juli

Ohne wesentliche Einschränkungen der Internet–Sofa–Bestellungen, die vom fast steuerfrei gestellten Online-Handel – zum Beispiel Amazon, Zalando etc. – wahrgenommen werden können, wobei die Besitzer durch ihre Infrastruktur diese Steuervorteile in milliardenschwere Raketen, in CO2-Luftverpester, stecken, sind weder unsere Innenstädte noch die Ankerkaufstationen wie Karstadt und Galeria dauerhaft zu retten.
Da nützen auch die von angekündigten Verschönerungsmaßnahmen nichts. Die dafür aufgewendeten Mittel verpuffen ebenso wie die hilflosen Bemühungen der für die Wirtschaftlichkeit unserer von Laufkundschaft abhängigen Innenstädte. Die europäische Gesetzgebung zur Eindämmung dieser einseitigen Steuergesetzgebung wird angesichts der geringen prozentualen Belastung zur weiteren Konkurrenzlosigkeit der Online-Anbieter führen.
Ich kann nicht verstehen, dass die europäische Politik hier nicht zu einer steuerlichen Gleichbehandlung findet und es damit zulässt, dass unsere Städte und die traditionellen Kaufhäuser ihre Handlungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit verlieren.

Wulf Schmiedeknecht, Bochum

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Forum vom 4. August
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Forum vom 5. August

Heute ist krankheitsbedingt leider kein Forum erschienen.

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Forum vom 6. August

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Forum vom 7. August

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