FR-Forum vom 21. bis 24. Dezember

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

normalerweise finden Sie hier reihenweise Zuschriften von Leserinnen und Lesern, die Tagesgeschehen und Berichterstattung der FR kommentieren. Für die Zeit bis zum 2. Januar einschließlich muss dieser Service leider eingedampft werden, denn:

Bronski hat Urlaub!

Ich möchte das FR-Blog nicht schließen – wie sonst, wenn ich Urlaub mache. Bedingt durch die Pandemie verbringe ich diesen Urlaub zu Hause. Das Blog bleibt also offen, es kann diskutiert werden. Aber ich werde in dieser Zeit keine Zuschriften hier einstellen, sondern nur die pdfs von den Zeitungsseiten hochladen. Es steht Ihnen natürlich frei, Ihre Zuschriften selbst hier zu veröffentlichen. Alle Threads mit Überschriften wie „FR-Forum vom … bis …“ sind offene Diskussionen, also nicht an bestimmte Themen gebunden. Eine Übersicht über alle anderen Themen des FR-Blogs finden Sie hier in „FR-Blog aktuell„. Und vielleicht möchten Sie sich mit eigenen Werken am Gedichte-Thread nebenan beteiligen?

Ich wünsche Ihnen allen
ein friedliches Weihnachtsfest,
viel Kraft und Optimismus!

 

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Forum vom 21. Dezember
Leserforum 2 20190916Seite eins
Seite zwei
Balken 4Forum vom 22. Dezember
Leserforum 2 20190916Seite eins

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Forum vom 23. Dezember
An diesem Tag ist kein FR-Forum erschienen.
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Forum vom 24. Dezember
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13 Kommentare

  1. Peter Boettel sagt:

    Ich wünsche Bronski, der Redaktion sowie allen Mit-Kommentatoren ebenfalls ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest sowie ein Gutes, vor allem Gesundes Neues Jahr.

  2. Britta Beuel sagt:

    Es ist sehr bedauerlich, dass auch die FR inzwischen zur Gänsefüsschen-Strategie („Querdenker“) übergegangen ist und auf eine differenzierende Analyse weitgehend verzichtet. Der gesellschaftliche Konsens gegenüber dieser diffusen Bewegung ist ja längst öffentlich festgelegt, Abweichungen werden entsprechend negativ konnotiert. So gestaltet sich auch der Umgang der FR mit Leserbriefen, wie ich inzwischen mehrfach erfahren durfte.Das erinnert mich sehr an Zeiten, als man von der Zone zu sprechen hatte, nicht von der DDR (Gänsefüsschen immer mitgedacht) oder als der Begriff Faschismus im Universitätsbetrieb als kommunistischer Sprachgebrauch klassifiziert und sanktioniert wurde. Die Staatsideologie des Antikommunismus hat die öffentliche und private Debatte in der BRD (auch ein verbotener Begriff) bis weit in die achtziger Jahre geprägt, Abweichungen unerwünscht und für manche existenzgefährdend (s. Berufsverbote).
    Die heutige Debattenkultur ist seit März mit dem Virus der Angst-Strategie der Regierung zum Opfer gefallen. Dem entgeht auch der Artikel von Stefan Hebel vom 16.12. nicht, der zwar zu Recht nach der offensichtlich eingeschränkten Möglichkeit von Kritik an der Corona-Politik der Regierung fragt, aber jede Berührung mit der Querdenker-Bewegung scheut wie der Teufel das Weihwasser. Dazu ist zu sagen: Jede Bewegung, auch die der außerparlamentarischen Opposition gegen die Corona-Politik, hat ihren Beginn in realen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, auf die sie reagiert und Ausdrucksformen dafür sucht. Folgende Fragen sind also zu beantworten : wer hat diese Bewegung zu Beginn getragen, wer trägt sie heute und warum? Warum konnte die Rechte sich bei einigen ihrer Aktionen, wenn nicht tatsächlich , so doch in der öffentlichen Wahrnehmung als ihr eigentlicher Kern aufführen? Warum wurde über die leicht verfügbaren kritischen Ansätze zur Regierungspoolitik nicht öffentlich debattiert? Stattdessen werden Corona-Leugner, Aluhüte, Verschwörungstheoretiker über den öffentlichen Marktplatz medialer Berichterstattung gejagt.
    Jede neue Bewegung besteht zu Beginn aus unterschiedlichen, manchmal sich ausschließenden Strömungen (siehe die Entstehungsgeschichte der Grünen in den 70er Jahren), bevor sich ein eigenes Profil herausbildet, das in der Folge eine Programmatik ermöglicht. Wo liegen die Versäumnisse der polischer Parteien, Gewerkschaften und Initiativen, dass aus dieser Bewegung kein akzeptierter Teil der kritischen Öffentlichkeit werden konnte? Warum haben diese sich von Beginn der Pandemie an der parlamentarisch abgesegneten Strategie des Ausnahmezustandes mit all ihren negativen Konsequenzen für einen erheblichen Teil der Bevölkerung und für die demokratischen Grundlagen der BRD unterworfen?
    Auf diese Analyse warte ich noch.

  3. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Britta Beuel

    Das meinen sie doch hoffentlich nicht ernst? Dass die „Querdenker“ als Corona-Protestler wirklich wichtiger Bestandteil einer in Ihren Augen vernachlässigten kritischen Debatte ist?

    Wo sind „Corona-Leugner, Aluhüte, Verschwörungstheoretiker über den öffentlichen Marktplatz medialer Berichterstattung gejagt“ worden? Wer hat hier wen „gejagt“?

    Warum sollen die „Querdenker“ ohne Anführungsstriche geschrieben werden?

    Wie können Sie behaupten, das die heutige Debattenkultur mit dem Virus der Angst-Strategie der Regierung zum Opfer gefallen sei?

    Wo bitteschön sind in der Debatte in der öffentlichen Presse die Möglichkeiten der Kritik an Corona-Politik eingeschränkt oder behindert worden?
    Sie wollen doch angesichts der Schwere der Pandemie nicht ernsthaft behaupten, dass sich (vergleichbar mit der Geschichte der Grünen) die „Querdenker“ (Das Wort spricht Hohn auf die Bedeutung des wirklichen Querdenkens!), aus „dieser Bewegung ein akzeptierter Teil der kritischen Öffentlichkeit erwachsen kann“?

    Frau Beuel, Sie lassen mich hier ratlos zurück.

  4. Stefan Briem sagt:

    Danke, lieber Herr Malyssek!

    Sie kommen mir zuvor, stellen aber meine Fragen. Ich empfinde die Haltung von Frau Beuel als weltfremd. Es geht um den Schutz von Menschenleben. Kein Grundrecht ist so elementar eingeschränkt, wie sie es unterstellt. Ihr Kommentar selbst beweist das, denn sie sagt damit ja klar öffentlich ihre Meinung. Dass „Querdenker“ beim Demonstrieren Regeln einhalten sollen, ist eine Auflage aus Gründen des Lebensschutzes, also zum Schutz von Grundrechten anderer Menschen. Demonstrieren war unter diesen Auflagen erlaubt. Wer so simple Maßnahmen wie Abstand und MNS trotzdem verweigert, hat den Schuss nicht gehört. Oder es liegt ein Bildungsdefizit vor. Muss so jemand wie Frau Beuel erst selbst betroffen sein oder jemand in ihrem Bekanntenkreis, ehe sie begreift, wie gefährlich das Virus sein kann?

  5. hans sagt:

    zu @ Stefan Briem
    Mit ihrem letzten Satz treffen sie genau den Punkt. Ein guter Bekannter von mir, Hobby Coronaleugner Querdenker nenne ich diese Leute nicht, liegt im Moment in Hanau im Krankenhaus und bekommt Sauerstoff. Ich wünsche ihm alles Gute und freue mich schon auf unser nächstes Treffen. Es ist ja wahrscheinlich das solche Leute sich leichter infizieren weil sie ja jede Vorsicht schleifen lassen.

  6. Britta Beuel sagt:

    Es ist schon wieder passiert. Ich habe über den Beginn und die Entwicklung einer Oppositionsbewegung geschrieben, die Regierungshandeln zum Thema hatte, nicht vorrangig das Virus selbst.Konkret betrifft dies das Infektionsschutzgesetz und die geleakte Kommunikationsstrategie der Bundesregierung vom März 2020.Ergebnis war, dass wir seitdem im Ausnahmezustand leben mit erheblichen Folgen für die demokratische Kultur der BRD. In den folgenden Monaten entwickelte sich dann die diffuse Querdenken-Bewegung, die nun medial im Mittelpunkt steht und zu der es langsam auch soziologische Studien gibt. Die Kommentare zu meinen Überlegungen beziehen sich aber auf die von mir anscheinend verkannte Gefährlichkeit des Virus. Woher wissen Sie, dass ich die Regeln nicht einhalte, dass ich nicht schon infiziert war, dass ich keine Erkrankten kenne? Genau das meine ich mit der dem Angst-Virus zum Opfer gefallenen Debattenkultur. Aus einer grundsätzlichen Kritik von Regierungshandeln (lesen Sie gerne bei Heribert Prantl nach, der ist vielleicht unverdächtig)wird eine Frage der persönlichen, hier schuldhaften Haltung. Quod erat demonstrandum (apropos
    „Bildungsdefizit“). Übrigens: Ratlosigkeit ist ein guter Anfang.

  7. Peter Boettel sagt:

    Ich glaube, es erübrigt sich, weiter auf die abenteuerlichen Geschichten von Frau Beuel zu den Nicht- oder Falschdenkern einzugehen.

    In diesem Blog wurden in verschiedenen Kommentaren ausführlich, kompetent und überzeugend Ausführungen zu dem Thema gemacht.

    Es scheint sinnlos zu sein, näher mit Ignoranten wie Frau Beuel zu diskutieren, da diese so verbohrt in ihrer Auffassung sind, so dass es sich allenfalls um einen untauglichen Versuch am untauglichen Objekt handeln würde.

    Das Schlimme daran ist, dass von solchen Leuten die Probleme der Pandemie mitverursacht und vor allem vergrößert werden.

  8. Jürgen Malyssek sagt:

    Lieber Herr Briem,
    danke. Man kann natürlich auch sagen: Diese „Querdenker“ WOLLEN den Schuss nicht hören. Mit einem Bildungsdefizit hängen diese Abstrusitäten nicht unbedingt zusammen. Dafür gibt es zuviele Beispiele von Leuten, die – sagen wir mal so – gebildet sind.
    Es muss mit einer tiefgründigen Abneigung gegen Politik, Politiker zusammenhängen, die sich entsprechend Bahn bricht, wenn man sich von staatlichen Geboten wie jetzt ausgeliefert sieht.
    Es gibt wahrscheinlich so eine Dummheit und Ignoranz, die frei von Bildung existiert.

    Was ich in Ausschnitten bei öffentlichen Auftritten wahrnehme, ist eine chronische Besserwisserei, gepaart mit einem Weglachen und einem Übereifer an Erheischung öffentlicher Aufmerksamkeit. Das heißt, jeder soll hören, was man da alles Kluges vom Stapel lässt.
    Weiteres wären Fälle für die psychiatrische Begutachtung.

    Das Demonstrationsrecht ist fraglos eine wichtige Sache. Nur kann es passieren, dass es zu einem Automatismus und zu einer Verflachung jeglichen Protestinhaltes verkommt. Um des Protestes Willen. Hauptsache dagegen sein.

    „Wir sind das Volk“, das hatte ja historisch betrachtet wirklich einen hohen Wert (1989). Alle Nachmacherei führt zum Wertverlust.

  9. Lothar Dahlke sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in Ihrem Artikel „Rundfunkbeitrag bleibt“ in der Ausgabe vom 23.12.20, Seite 6, irrt Ihre Autorin Ursula Knapp, wenn sie davon schreibt, dass der eingeklagte Erhöhungsbetrag dann die erste Steigerung seit 9 Jahren wäre. Richtig ist vielmehr, dass der Rundfunkbeitrag zuletzt im Jahr 2009 erhöht wurde. Die seinerzeit gültigen 17,98€ wurden zum 1.4.2015 sogar auf 17,50 GESENKT. Der Beitrag ist somit seit 11 Jahren nicht erhöht worden.
    Allein um die jährliche Preissteigerungsrate in diesem Zeitraum auszugleichen wäre eine Erhöhung von knapp 3,80 € anzusetzen…

  10. hans sagt:

    Sachsen ist jetzt seit 17-18 Tage im Lockdown. Eine Besserung der Zahlen ist bisher nicht eingetreten. Es steht zu befürchten das wir in D. vielleicht doch grundsätzlich etwas falsch machen

  11. Britta Beuel sagt:

    An die Kommentatoren zu meinem Beitrag: Es hat nicht sollen sein. Schade, dass Sie so schnell die Ebene des Argumentierens verlassen und die der persönlichen Diskreditierung betreten. Ich wünsche ein friedliches Weihnachten.

  12. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Britta Beuel,

    Sie sind nicht persönlich diskrediert worden, sondern inhaltlich kritisiert worden.
    Ich habe letztlich nicht wirklich verstanden, worauf Sie hinaus wollten?

    Wünsche Ihnen auch friedliche Feiertage.

  13. Manfred Stibaner sagt:

    @ Frau Beuel

    Das ist interessant – wer Ihnen nicht zustimmt verläßt die Ebene des Argumentierens?

    Corona-Leugner werden über den öffentlichen Marktplatz medialer Berichterstattung gejagt?

    Ach so. die darf man nicht kritisieren, weil sie unsre Debatte bereichern? Was hat eine abweichende Meinung mit einer Jagd zu tun?

    So richtig stimmig sind diese Betrachtungen nicht.