FR-Leserforum vom 14. bis 18. April

Alle Leserbriefe der Woche im Überblick und: Offene Diskussion! Lesen Sie in Ruhe oder suchen Sie Ihren Leserbrief gezielt mit der Tastenkombination STRG und F sowie dem Namen als Suchbegriff. Sie finden hier:

  • eine Übersicht nach Erscheinungstagen mit den Namen der Autorinnen und Autoren
  • Links („Seite eins“, „Seite zwei“) zu den pdf-Dokumenten von den Leserforum-Zeitungsseiten
  • Links hinter den Namen, die zu den Orten im FR-Blog führen, wo diese Leserbriefe veröffentlicht wurden, wenn dies nicht hier geschehen ist.
  • alle Leserbriefe der Leserforen-Seiten in ihren ungekürzten Fassungen (unter der Übersicht)
  • ganz unten das Kommentarfeld, über das Sie mitdiskutieren können.

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Balken 4
Leserforum vom 14. April
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Leserbriefe von Winfried Kallabis, Frank Baldus, Manfred Christmann (veröffentlicht als Kommentare in der Diskussion über Lehren aus der Corona-Krise), Dieter Hooge und Frank Diergardt (beide hier, siehe unten).

Seite zwei

Leserbriefe zu regionalen Themen von Hans-Joachim Dohrendorf, K.F., Hans-Georg Becker (veröffentlicht als Kommentare in der Debatte über das Coronavirus), Hildegard Niebch, Achim Reeh, Nikolaus Jöckel, Thomas Scheben, Sigrid Weber und Helmut Seipp (alle hier, siehe unten).

Im FR-Blog werden immer die ungekürzten Originalversionen Ihrer Zuschriften veröffentlicht.

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Leserforum vom 15. April
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Leserbriefe von Josefine Stevens, Daniel Witte, Jochen Ickert (veröffentlicht als Kommentare in der Debatte über das Coronavirus), Joachim Bohndorf (veröffentlicht als Kommentar in der Diskussion über die Lehren aus der Pandemie), Herbert G. Just (veröffentlicht als Kommentar in der Diskussion über Gefahren für die Demokratie), Karl Wetzel, Christa Kreß, Thomas Ries (alle drei hier, siehe unten) und Hansjörg Lacour (veröffentlicht als Kommentar in der Debatte über Dr. Hontschiks Thesen).

Sonderaktion: Leserbriefe von Hansjörg Lacour, Heinz A.-Hetschold und Wolfgang Steinmetz zu den Interviews mit den Politologen Mehring und Nolte sowie der Juristin Edenharter wurden als Kommentare in der Debatte über Gefahren für die Demokratie veröffentlicht (mit einer kleinen Einleitung von mir). Hier geht’s los.
Leserbrief von Alex Kunkel (veröffentlicht als Kommentar in der Diskussion über die Corona-App).

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Leserforum vom 16. April

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Leserbriefe von Hans-Jürgen Gratz, Thorsten Warnecke, Gerd Blickhan (veröffentlicht in der Anmoderation der Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen), Peter Illion, Andreas Abel, Michael Steigerwald, Manfred Kirsch und Carsten Dietrich Brink (hier, siehe unten).

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Leserforum vom 17. April
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Leserbriefe von Dieter Murmann, Stefan Plock, Marlene Thöne, Winfried Beck, Edgar Schulz (veröffentlicht als Kommentare in der Diskussion über Lehren aus der Corona-Krise) und Elena Ezeani (hier, siehe unten)

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Leserforum vom 18. April
Leserforum 2 20190916Seite eins

Leserbriefe von Elisabeth Neumann-Beuerle, Sylvia Heger, Werner Thoma (veröffentlicht als Kommentare in der Diskussion über Gefahren für die Demokratie), Jürgen Eiselt (veröffentlicht als Kommentar in der Diskussion über Lehren aus der Corona-Krise), Ruth Storn, Thomas Klikauer und Peter Fröhlich (hier, siehe unten).

Achtung: Die Leserbriefe werden normalerweise hier im FR-Blog am Tag ihres Erscheinens im Print-Leserforum veröffentlicht. Erst dann können sie hier gefunden werden. Am Freitag und über die Wochenenden kann es allerdings zu Verzögerungen kommen, so dass die Leserbriefe online erst Montag erscheinen.

Im FR-Blog werden immer die ungekürzten Originalversionen Ihrer Zuschriften veröffentlicht.

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fr-debatteRamponiertes Image

„Deutsche-Bank-Park“: „Ein Deal mit Symbolkraft“, FR-Sport vom 2. April

Das hat das Waldstadion nun wirklich nicht „verdient!“ Nun doch!? Ich hatte an einen „Aprilscherz“ geglaubt! Vergebens. Das Waldstadion nun „Deutsche–Bank–Park“ – ich fasse es nicht. Diese Bank ist mit das Unseriöseste, was die Frankfurter Bankenlandschaft zu bieten hat. Dass ausgerechnet die Eintracht sich dazu hergibt, das ramponierte Image der Deutschen Bank aufzupolieren, ist einfach unterirdisch. Das Geld nicht stinkt, ist nichts anderes als ein dummer Spruch, der in diesem Fall ganz und gar nicht stimmt! Geld schießt keine Tore!

Dieter Hooge, Frankfurt

fr-debatteIhr spielt zu unserer Unterhaltung!

Zu: „Extrawurst für die Bundesliga“, FR-Sport vom 4. April

Ich bin seit Jahrzehnten begeisterter Fußballliebhaber und Eintracht-Fan. Ich verfüge über alle notwendigen TV-Bezahl-Abos, für die ich derzeit übrigens immer noch bezahle ohne dass ein Live-Spiel gezeigt würde, bin Dauerkartenbesitzer und besuche Auswärtsspiele der Eintracht, wenn es mir möglich ist. Ich stehe damit nicht alleine, und daher verfügt der Profifußball in „normalen“ Zeiten über extrem hohe Einnahmen, nicht zuletzt, weil das Interesse von uns Fans auch für Sponsoren und Firmen interessant ist, die uns mit ihren Produktwerbungen über den Fußball erreichen können. Wer viel Geld einnimmt kann auch viel Geld ausgeben, und so kommt es zu horrenden Gehältern von Spielern, Trainern und Funktionären, die in keinem Verhältnis zur restlichen Arbeitswelt stehen.
Solange wir Fans also bereit sind für den Fußball zu zahlen, ist das dann auch in Ordnung und zu akzeptieren. Allerdings würde ich erwarten, dass alle Protagonisten, die in unbeschwerten Zeiten monatlich irrsinnige Gehälter einstreichen, sich dieser Sonderstellung bewusst sind, diese Zahlungen, im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern in der Gesellschaft, als absolutes Privileg einordnen können und auch entsprechend dankbar sind.
Vor diesem Hintergrund bin ich aber aktuell entsetzt über die Diskussionen im Profifußball. Hier werden schon nach kürzester Spielpause die „normalen“ Mitarbeiter angeführt, deren Gehälter und Jobs gefährdet seien. Eine Branche die seit Jahren Umsätze in Milliardenhöhe erzielt hat, jammert bereits keine drei Wochen nach dem vorerst letzten Bundesligaspieltag? Der eine oder andere Profi ist bereit zu einem kleinen Gehaltsverzicht?
Hallo? Geht’s noch? Wir reden hier von Menschen, die zur Unterhaltung Fußball spielen und dafür riesige Geldsummen einsammeln. Wenn sie nicht Fußball spielen können, haben sie eben auch keine Einnahmen, wie aktuell jeder Gastronom, jeder Einzelhändler, u. v. a., nur mit dem Unterschied, dass die Privatkonten der Fußballprofis bis zum Bersten gefüllt sind. In einer solchen Situation kann ich dann, als Fußballer eben auch keine Einnahmen haben. Die Spieler sollten in einer solchen Situation, bis zur erneuten Aufnahme des Spielbetriebs, je nach sonstigem Gehalt eine monatliche Zahlung in Höhe von maximal 15 .000 € brutto erhalten. Damit gehören sie immer noch zu den Topverdienern in diesem Land und von einem solchen Gehalt kann man hervorragend leben. Die allermeisten Menschen wären froh, wenn sie über ein solches Gehalt verfügen könnten. Die Vereine könnten diese Zahlungen von ihren Rückstellungen leisten und alle Mitarbeiter des Vereins könnten weiter in Lohn und Brot behalten werden. Wirtschaftsunternehmen haben Vorsorge zu treffen für möglich schwere Zeiten, so auch die Bundesligaclubs. Vertragliche Vereinbarungen sind in einer solchen Situation außer Kraft zu setzen. Wenn die Milliarden wieder sprudeln können diese dann auch wieder ausgeschüttet und verteilt werden.
Die gesamte Menschheit steht aktuell solidarisch zusammen. Da kann es nicht sein, dass ein paar Kicker auch in solchen Zeiten nur sich selbst und ihre Einnahmen im Kopf haben und eventuell gerade einmal auf 10 oder 20 Prozent ihres astronomischen Gehaltes zu verzichten bereit sind. Liebe Freunde, das große Geld sei Euch in normalen Zeiten gegönnt, im Moment seid Ihr aber nur einfache Fußballspieler ohne gesellschaftlichen Nutzen. Da heißt es zurücktreten und auf die Gehälter zu verzichten um diejenigen vortreten zu lassen, die momentan dringend die wirtschaftliche Unterstützung anderer benötigen. Übertreibt es nicht mit Eurer Gier, denn wenn Ihr uns jetzt aufgrund dieser verliert, werdet Ihr Euch in Zukunft dauerhaft an ganz andere Einkommensgrößen gewöhnen müssen.

Frank Diergardt, Frankfurt

fr-debatteEin Fall von  Doppelmoral

Weniger Kontrollen: „Falschparker im Glück“, FR.Regional vom 3. April

Mit dem erhobenen Zeigefinger der moralisch Höherwertigen, der die Lektüre Ihres Blattes oft so unerquicklich macht, berichten Sie über Denunziantentum in der Coronakrise, in der Karikatur bemühen Sie Anklänge an die NS-Blockwarte, deren Denunziationen Menschen das Leben kosten konnten.
Seltsamerweise habe ich von Ihrer Redaktion noch kein Wort der Kritik gegenüber den Denunzianten vernommen, die unter dem Etikett „Abschleppgruppe“ Anzeigen gegen Frankfurter Falschparker erstatten. Mit ersichtlichem Wohlwollen begleitet ihre Redaktion die Aktivitäten dieser Personen, die sich von den Corona-Blockwarten nur in der Wahl des Themas, aber sonst weder in den Methoden noch in der Mentalität unterscheiden.
Ein Fall von Doppelmoral, wenn mich nicht alles täusch, noch dazu ein ziemlich fragwürdiger: Blockwart gegen Falschparker tollBlockwart gegen Verbreiter lebensbedrohlicher Krankheitskeime pfui.

Thomas Scheben, Frankfurt

fr-debatteGedenken an Vater des Euro

Zu. „Flughafen für Helmut Kohl“, FR-Regional vom 4. April

Was hat Helmut Kohl mit dem Rhein-Main-Flughafen zu tun? Nichts. Also kein Kohl-Flughafen. Aber ja, warum sollte nicht einen Platz vor oder in der Nähe der EZB nach ihm benannt werden? Das wäre auf jeden Fall angemessen. Dann könnte sich jede/r, je nach persönlicher Einstellung zum Euro, immer wieder dran freuen oder drüber ärgern, auf jeden Fall aber an den „Vater des Euro“ erinnern.

Sigrid Weber, Frankfurt

 

Verspäteter Aprilscherz

Für die sicher hochverdiente Würdigung eines überzeugten und überzeugenden Europäers zu dessen Geburtstag bin ich Claus-Jürgen Göpfert und der FR sehr dankbar. Bei der daneben plazierten Meldung „Flughafen für Helmut Kohl“ vermute ich, dass sich die Redaktion bewusst oder versehentlich einen verspäteten Aprilscherz erlaubt oder geleistet hat. Die Kosten für die Straßen- oder Platz-Umbenennung könnten doch nur durch jüdische Vermächtnisse finanziert werden. Oder die Junge Union müsste eine Spenden-Aktion auf der Zeil durchführen.

Helmut Seipp, Hofheim

fr-debatteAngemessener Protest muss sein!

Zu Eltz:„Gott sei Dank lebt jetzt der Diskurs wieder auf“, FR-Regional vom 1. April

Chapeau! Herr Stadtdekan. Sie haben mir in Ihrem Interview, abgedruckt am 1. April 2020, aus der Seele gesprochen. Keiner weiß in diesen Corona-Tagen, was richtig ist. Das Morgen war selten so wenig vorhersehbar wie in diesen Tagen. Sie, Herr Stadtdekan, schlagen vor, jeden Tag nach neuen Lösungen zu suchen. Dabei müssen viele Perspektiven und Wissenschaften eingebunden werden. Medizin und Wirtschaft alleine reichen nicht aus. Auch wenn schnell gehandelt werden muss, um die Epidemie einzudämmen und viele Tote zu vermeiden, braucht es in einer Demokratie konstruktiven Streit und Diskussionen über Alternativen. Nichts ist alternativlos, auch jetzt nicht. Wo bleibt das kritische Potenzial unserer Gesellschaft?
Am Sonntag, dem 5. April 2020, hat es sich in Frankfurt und anderen Städten vielfältig gezeigt. Die Initiative „Seebrücke“ hat unter dem Motto “Leave no one behind“ dazu aufgerufen, eine Menschenkette im Abstand von zwei Metern zu bilden. Mit orangenen Rettungswesten und Transparenten wurde z.B. in Frankfurt ein sichtbares Zeichen gesetzt, damit die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln aufgelöst, die Menschen dort evakuiert und in andere europäische Länder gebracht werden.
Gut so. Die heutzutage viel beschworene – ja, und auch gelebte Solidarität – muss auch über Grenzen hinaus denken und handeln. Das Virus ist längst global, unsere Solidarität muss es auch sein. Doch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ist aktuell ausgesetzt – wegen eines Virus. Die Menschenkette – trotz Abstand – war verboten. Gut, dass sich heute zumindest einige nicht stillschweigend mit dem aktuellen Aussetzen des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit abgefunden haben. Angemessener Protest muss möglich sein. Das sind wir uns als vernunftbegabte Menschen schuldig.

Hildegund Niebch, Frankfurt

fr-debatteMit fairem Preis in die Gewinnzone

Coronakrise: „Frankfurts Oberbürgermeister fordert Verstaatlichung der Lufthansa“, FR.de vom 29. März

Die Idee von Herrn Feldmann, die Lufthansa zu verstaatlichen, sollte unbedingt weiter verfolgt werden. Warum nicht auch Fraport? Durch Subventionen und gewährte Vergünstigungen sind das Land und der Bund sowieso schon im Boot bzw. im Flugzeug. Eine Verstaatlichung könnte einige Vorteile ergeben. Endlich hätte der Staat unter anderem die Möglichkeit, die Flugpreise fair zu gestalten. Würde man z.B. den Ticketpreis für einen Flug nach Mallorca (einfacher Flug, 1200 km) an den RMV-Tarif für eine Fahrt von Hanau nach Frankfurt (einfache Fahrt, 20 km, 6,90 Euro) anpassen, so müsste der Flug 414 Euro kosten. Bei diesem Preis könnten die Flugbetreiber ganz ohne staatliche Subventionen in die Gewinnzone fliegen und sogar die längst überfällige Kerosinsteuer zahlen. Die sittenwidrigen Dumping-Fluglinien und damit auch das Terminal 3 braucht sowieso kein vernünftiger Mensch. Ganz nebenbei würden sich sicherlich auch der Fluglärm und die Schadstoffemissionen reduzieren. Jeder, der fliegen will, darf auch gerne fliegen! Aber bitte mit Bedacht und zu fairen Konditionen.
Ich bin gespannt, ob sich der Frankfurter Oberbürgermeister mit seiner Idee gegen den (ehemals grünen) Wirtschaftsminister durchsetzen wird.

Achim Reh, Hanau

 

Abgehobene marxistische Romantik

Was einen gelernten Sozialarbeiter dazu befähigt, sich zu volks- und betriebswirtschaftlichen Fragen zu äußern, darf offenbleiben. Bislang hat sich der Mann durch Beiträge auf diesem Gebiet nicht hervorgetan. Sein beruflicher Fokus lag wohl eher auf der Wohlfahrt der Arbeiterschaft. Auch seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Fraport AG macht ihn nicht automatisch zum Kenner der Luftverkehrswirtschaft. Also darf man dessen diesbezüglichen Einlassungen ruhig in die Rubrik abgehobene, marxistische Romantik einsortieren.     

Nikolaus Jöckel, Offenbach

fr-debatteEin Gewinn für diese Zeit

Habermas: „So viel Wissen über unser Nichtwissen gab es noch nie“, FR-Feuilleton vom 7. April

Was für eine gelungene, vor-österliche FR– die Ausgabe vom 7. April! Aus ganz unterschiedlichen Lagern kommend und mit verschiedenartigen Blickwinkeln gelang Autor Michael Herl, Bischof Heiner Willmer und dem Philiosophen Jürgen Habermas eine Zeit- und Gesellschaftsanalayse, die in ihrer Klarheit und Weitsicht in diesen Wochen ihresgleichen sucht. Danke!
Insgeheim stelle ich mir diese drei Herren bei einem Glas Wein im kritischen Diskurs vor. Was für ein Gewinn für unsere Zeit. „Alles wird wieder gut?“  Wir werden es sehen, die österliche Botschaft, die auf die Fastenzeit mit ihrem Ruf zur Umkehr folgt, ist jedenfalls unverrückbar diese: Die Mächte des Todes in jeder Form und jeden Inhalts werden besiegt durch die Macht der Liebe. Das ist Auferstehung, die ich täglich vollziehen kann, auch im Hier und heute. Dank an die FR, dass sie auch dieser Botschaft Raum gibt.
In diesem Sinne: Allen in der Redaktion ein gesegnetes Osterfest.

Thomas Ries, Weimar

fr-debatteEin Besuch auf Lesbos war wohl zu viel des Guten

50 Kinder aus den Flüchtlingslagern: „Beschämende Geste“, FR-Meinung vom 9.April

Blamabel ist die Tatsache,dass die Bundesrepublik Deutschland lediglich 50 Kinder aus den Flüchtlingslagern in Griechenland holen will. Kinder,die in erbärmlichen Lagern hausen müssen. Noch erbärmlicher ist die Tatsache,dass die deutsche EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in den Lagern an der türkisch-griechischen Grenze lediglich mit einem Hubschrauber die Lage beobachtete. Ein Besuch auf Lesbos war ihr als Geste zuviel.
Diese beschämende Haltung der EU-Kommissionspräsidentin ist an Frechheit nicht zu überbieten.

Karl Wetzel, Calden

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Weil uns Ruhe und Wohlstand wichtiger sind

Berlin will 50 Flüchtlingskinder aufnehmen, das ist nicht „beklatschenswert“, das ist zu wenig! Deutschland ist ein wohlhabendes Land-auch in der Krise. Ich möchte der Regierung zurufen: Holt so viele Menschen wie möglich! Seid ein Vorbild für Europa! Die Menschen in den Camps werden elend sterben, wenn Europa die Camps nicht auflöst und Flüchtlinge aufnimmt.
Sie haben keine „Rückzugsorte“, ihre Heimat ist zerbombt, ihre Häuser zerstört . Sie haben kein Wasser um sich die Hände zu waschen, geschweige denn genug sauberes Wasser um es zu trinken.
Sie werden ohne „Palliativmedizin“ sterben, sie werden qualvoll zugrunde gehen.
und wir werden die Schuld dafür auf uns laden, denn jeder, dem wir hätten helfen können und dem wir nicht geholfen haben wird auf unserem Gewissen lasten.
Wir können uns nicht hinter anderen verstecken, nicht hinter Griechenland, nicht hinter der Türkei, nicht hinter dem übrigen Europa. Wir stehen in der ersten Reihe , kein Geld der Welt kann uns freikaufen und wir werden gefragt werden:„Wo ist Dein Bruder ?“
Wollen wir antworten“Wir haben ihn in Schmutz und Elend verrecken lassen, wir haben ihn verhungern, verdursten, ersticken lassen, weil uns unsere Ruhe und unser Wohlstand wichtiger waren.

Christa Kreß, Gelnhausen

fr-debatte

Überbezahlte Freizeitbelustiger

Gehaltsverzicht bei Eintracht Frankfurt: „20 Prozent weniger“ und zu „Ein Jahr Tauchstation mit all den negativen Folgen“, FR-Sport vom 11. und 2. April

Frei nach dem Motto: Wer am lautesten jammert, dem geht es wohl wirtschaftlich am schlechtesten, der muss sofort staatliche oder sonstige finanzielle Hilfe erhalten?! Obwohl dieser Wirtschaftszweig zuvor Milliarden verdient hat, wurden anscheinend trotzdem keine ausreichenden Rücklagen gebildet! Wen wundert es, bei diesen Ablösesummen und Gehältern, teilweise müssen Vereine darüber hinaus zwei bis drei Trainer bezahlen, die sie wegen mangelnder Erfolgsaussicht kopflos vorzeitig entlassen haben. Deshalb sind dies zurzeit anscheinend die größten Sorgen, ob es den 100-fach und mehr überbezahlten Freizeitbelustigern, deren Beratern, Funktionären usw. finanziell weiterhin gut geht, während das unterbezahlte Pflegepersonal u.a. an der Front in den Krankenhäusern derzeit noch nicht einmal über ausreichend Schutzmasken, -anzüge uva. verfügt, geschweige denn genügend Intensiv- sowie normales Pflegepersonal vorhanden ist! Zur Einordnung: Sogar in der 3. Liga verdienen die Fußballprofis durchschnittlich 120.000 Euro brutto im Jahr, für zwei Trainingseinheiten am Tag und einem oder zwei Spielen in der Woche. Über 90 Prozent der Beschäftigten in Deutschland verdienen viel weniger, und Pfleger*innen und ähnliche Berufsgruppen, auch alle sozialen Berufe mit psychisch wie physisch anstrengender Tätigkeit, verdienen dagegen oftmals nur ein Viertel dieser Summen im Jahr!

Peter Illion, Oberursel

Im hohen Elfenbeinturm der Fußballfunktionäre

Ich bin extrem enttäuscht und ernüchtert über das verhalten des Profifußballs und ebenso, wie das in der FR begleitet wird. Der selbe Verein, der 2002 nur durch eine skandalöse Bürgschaft der Helaba überhaupt eine Lizenz bekam, zockt nun erneut Steuergelder durch Kurzarbeit ab, während die Spieler und Trainer noch „überlegten“. Da fehlen mir die Worte. Wieso tragen die Söldner und/oder ihre Berater nicht die Kurzarbeitgelder ? Um im fast gleichen Moment einen 35 Mio deal mit der Deutschen Bank zu verkünden, dessen Timing Herr Hellmann auch noch lobt, während Millionen von Menschen nicht wissen, wie es mit ihren „nicht-systemrelevanten“ Jobs weitergeht.
Nun ist der aktuell omnipräsente Herr Bobbie stolz auf einen 20-prozentige Gehaltsverzicht. Warum nicht 50 Prozent ? Selbst dann hätten die Herren Kicker noch Monatsgehälter, für die der so oft zitierte Mittelstand jahrelang arbeiten muss.
Ein shitstorm ? Ein gepfefferter Artikel in der FR? Fehlanzeige. Ich bin seit Jahrzehnten Eintracht infiziert, habe sämtliche Abstiege mit durchlitten, aber nun fehlt mir jegliches Verständnis und eine riesengroße Chance wurde vertan. Wir schrieb die „Zeit“ so schön: Der Fußball ist uns fremd wie nie.
Wie hoch ist der Elfenbeinturm der Funktionäre ? Ich hoffe, er stürzt krachend zusammen. Aktuell würde ich nichts vermissen.

Andreas Abel, Frankfurt

Unberechenbarkeit ist in unser Leben eingezogen

Selten hat in einem Interview -und schon gar nicht ein Verantwortlicher des Sports- so klare und so richtige Worte gefunden für das, was wir gerade erleben. Ich bin tief beeindruckt von Kurt Denk und möchte hinter jedes seiner mit Bedacht gewählten Worte gerne ein Ausrufezeichen setzen. Wer eine Diskussion um Geisterspiele im Fußball derzeit für irgendwie relevant hält, lebt im Kopf noch in der Nachkriegs-Wohlstandsgesellschaft von vor fünf Wochen, in der alles möglich schien und keine Herausforderung „unmeisterbar“. Das ist den Verantwortlichen zwar nachzusehen, aber völlig an den veränderten Realitäten vorbei. Wenn vor 8 Wochen eine Debatte angestanden hätte, 30 Mio. nach 10-jähriger Lagerung überalterte Atemschutzmasken durch neue zu ersetzen, wäre ein Schrei durch die Presselandschaft gegangen, vermutlich angeführt vom Bund der Steuerzahler, ob solch offensichtlicher Verschwendung von Steuergeld. Das seien Relikte aus längst vergangenen Zeiten, ihre Ersetzung hätte -gefühlt- nicht nach 2020 gepasst. Nun beklagen wir aber, dass es noch nicht einmal für die wichtigsten Verantwortlichen in Pflegeheimen und beim medizinischen Personal, geschweige denn für die Millionen hochgradig gefährdeten Menschen im Land überhaupt einen Vorrat an tauglichen Atemschutzmasken gibt. Und es dauert gefühlte Ewigkeiten, sie am Markt verfügbar zu machen, wobei es nicht um Klopapier geht und nicht um die Lieblings-Nuss-Nougat-Creme, sondern jeder Tag ohne GFP-Masken potenziert die Zahl der Infizierten und Getöteten unter ihnen. Absolute Unberechenbarkeit im eigenen Leben über einen langen Zeitraum bis zum verfügbaren Impfstoff ist in diese Gesellschaft zurückgekehrt. Es steht der längst besiegt geglaubte massenhafte Tod wieder vor der Tür. Und angesichts dieser völlig veränderten Lage ziehe ich auch ausdrücklich meinen Hut vor dem bisherigen Management unserer Regierung, die es geschafft hat, ohne Panik (Hamsterkaüfe von Klopapier zählen nicht dazu) eine auf Hochleistung getrimmte Wirtschaftsgesellschaft in Rekordzeit schlafen zu legen. Zu spät ? Ja ! Zu wenig Vorsorge ? Definitiv ! Aber Vorsorge hätte zu einer Zeit getroffen werden müssen, in der dieser Gesellschaft jegliches Verständnis dafür abgegangen wäre. Das gilt es, in zukünftigen Planungen ökonomischer wie wissenschaftlicher Art einzukalkulieren.

Michael Steigerwald, Frankfurt

fr-debatteDas schreit zum Himmel

Geflüchtete: „Beschämende Geste“, FR-Meinung vom 9.April

Im Angesicht der coronabedingten Rückführungen deutscher Touristen sowie der gestatteten Einreise von Erntehelfern ist die geplante Einreise von lediglich vorerst fünfzig Flüchtlingskindern in der Tat ein Vorgang, der uns alle mit Scham erfüllen muss. Er zeigt, wie wenig der Geist des Grundgesetzes auch bei den die Verantwortung tragenden Politikern ausgeprägt ist. Bei vielen Verantwortungsträgern ist die Aussage, dass die Würde des Menschen für alle und nicht nur Deutsche gilt, unbedingt in Erinnerung zu rufen. Die Situation in Griechenland schreit zum Himmel und Deutschland soll laut der großen Koalition nur höchstens fünfhundert Flüchtlingskinder aufnehmen. Diejenigen, die eine wirklich von Humanität oder Christentum geprägte Flüchtlingspolitik und die Aufnahme von wesentlich mehr leidenden Menschen ,vor allen Dingen Kranken und Höherbetagten, fordern brauchen unbedingt Unterstützung aus der politischen Klasse. Nein, ein Grund zum Stolz ist das Verhalten der Bundesrepublik und der Staaten Europas derzeit nicht. Die Allgemeine Deklaration der Menschenrechte scheint nicht zu gelten. Vielmehr hat man beim Gerede mancher Entscheidungsträger den Eindruck, dass die unmenschlichen populistischen und kruden Thesen der rechtsradikalen AfD wiederholt werden, was einem in der Tat die Schamröte ins Gesicht treiben muss.

Manfred Kirsch, Neuwied

fr-debatteViel zu tun für Scheuer

Zu: „O-Lkw rechnen sich“, FR-Wirtschaft vom 2. April

Einmal angenommen, die sieben Milliarden Euro für die Errichtung eines Oberleitungsnetzes für O-Lkw entlang den Autobahnen würden in die Infrastrukturverbesserung der Deutschen Bahn AG investiert, dann müsste man kein Geld für eine Parallelwelt aufwenden! Die Trassen für viel höhere Tonnagen sind dort bereits vorhanden! Es fehlt an kundenfreundlicher Infrastruktur. Die ganze Geschichte mit den O-Lkws sehe ich als Versuch der Lkw-Industrie, sich ein neues Marktsegment vom Staat finanzieren zu lassen! Um es genau zu sagen: es sind dies die Konzerne Daimler AG (Mercedes-Benz) und Volkswagen AG (MAN und Scania). Bei der Daimler AG sehe ich die Sache besonders kritisch, da sie über die Maut-Firma Toll Collect bereits mit dem Staat verquickt ist. Diese Großkonzerne sollten sich vielleicht Gedanken machen, wie man Elektrotransporte in den Städten optimal realisiert. Die Deutsche Post AG fand keine Unterstützung, wählte den Weg zur Eigenherstellung und musste jetzt leider aufgeben! Da gäbe es noch viel zu tun, vor allem für den in allen Fällen spendablen Verkehrsminister Scheuer.

Carsten Dietrich Brink, Gauting

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Verrat war Ehrensache

Zu: „Der Blockwart-Boom“, FR-Panorama vom 6. April

In dem Artikel von Harald Stutte wird mehrfach an das Anschwärzen von Nachbarn, Freunden und Vertrauten bei der Stasi erinnert, als ob es sich um eine typisch „ostdeutsche“ Verhaltensweise handeln würde. Nein, der Blockwart war schon im „gesamtdeutschen“ Nationalsozialsozialismus eine Art niederer Würdenträger! Und der Verrat an die Gestapo Ehrensache eines echten „Volksdeutschen“!

Elena Ezeani, Bremen

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Ist Rüstungsproduktion systemrelevant?

Zu: „Deutsche Waffen vor allem an Ägypten geliefert“, FR-Politik vom 11. April

Aus aktuellem Anlass (Ostermontag ist der Tag der Friedensbewegung!) und in Bezug auf den Bericht in der FR vom 11.4.20 (Deutsche Waffen vor allem an Ägypten geliefert – Rüstungsexporte auf Rekordniveau) frage ich: Gehört die Waffenindustrie eigentlich zu den systemrelevanten Unternehmen, die auch während der Corona-Krise weiter produzieren dürfen? Darüber habe ich leider in der Zeitung noch gar nichts erfahren.
Meine Position dazu: Alle Menschen, die in Berufen arbeiten und Dinge produzieren, die wir wirklich brauchen (die Krise hat es erwiesen: Wasser, Strom, Essen, medizinische Versorgung, Pflege, Bildung, Kultur, öffentlich getragenen Verkehr) müssen gut bezahlt werden und so viele sein, dass sie zu menschenwürdigen Bedingungen arbeiten können und nicht zum vom Gesundheits(!)ministerium geplanten 12-Stunden-Tag! Gibt es eigentlich auch von Medizinern festgestellte Höchstgrenzen für Arbeitsbelastung oder ist das unendlich dehnbar?
Was wir nicht brauchen: Börsianer, Unternehmensberater, Rüstungshersteller, SUV-Hersteller. Und das ganze Völkchen, das versucht, uns einzureden, Privat sei besser als Staat, insbesondere in den Bereichen der Daseinsvorsorge. Die sind im Moment ganz leise geworden und setzen sogar auf die Verstaatlichung der Lufthansa. Aber sicher nur, bis die Verluste aufgefangen sind. Danach wird es munter weitergehen mit Reprivatisierung und Steigerung der Renditen.

Ruth Storn, Bad Vilbel

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Jetzt ist die WHO dran

Trump: „Fatales Zögern“, FR-Politik vom 14. April

Bevor Donald Trump TV-Clown und dann Populist wurde, war er so etwas wie ein Manager. Als Manager hat er immer die zwei Grundregeln des Managements beachtet. Sie sagen „glänze immer mit der Arbeit anderer und schiebe die Schuld auf andere, wenn etwas schief läuft“. In den ersten sechs Wochen der Corona Krise hat Donald Trump fast alles falsch gemacht, was man [Mann!] falsch machen kann.
Für das Versagen die Corona Krise richtig zu managen, hat er anderen die Schuld in die Schuhe geschoben. Zuerst war es die Chinesen, dann kamen die Demokraten dran. Gemäß Trump haben die Demokraten die Corona Krise hervorgerufen, um ihm politisch zu Schanden. Jetzt ist die Weltgesundheitsorganisation WHO an der Krise schuld. Wie ich in meinem Buch „Managerialism“ (2013) geschrieben habe, ist das Schlimme an den zwei Grundregeln des Management, daß sie funktionieren und genau deshalb beschuldigt nun Donald Trump die WHO.

Thomas Klikauer, Sydney (AUS)

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Durch die Schuld der Chinesen

Donald Trump erstaunt uns alle immer wieder damit, dass er seinen unsäglich dummen und falschen Meldungen und Medienauftritten immer noch einen drauf setzen kann. Falls ihm aber auf die Schnelle doch mal nichts mehr einfallen sollte, hier mein Vorschlag für den nächsten Tweet:
„Bürger der Welt – schaut auf mich! Ich habe durch meinen genialen Drei-Stufenplan meinen Gouverneuren den Weg gezeigt, das Corona-Virus endgültig zu besiegen und Amerika wieder gesund und stark zu machen. Ich selbst werde jetzt eine Zeit lang keine Twitter-Botschaften mehr verbreiten können, da ich mit der Unterzeichnung von 20 Millionen Dollarschecks für die Amerikanern beschäftigt bin, die durch die Schuld der Chinesen arbeitslos geworden sind!“

Peter Fröhlich, Bad Homburg

fr-debatte

10 Kommentare

  1. Rosin Michael sagt:

    „Corona-Wahnsinn“

    Was soll das Alles??

    Inszeniert sich die Menschheit weltweit als soziales Wesen?
    Denken alle Staatslenker und Denker dieses Planeten plötzlich an ihre Mitmenschen und machen sich Gedanken über den Sinn von Leben und Tod des menschlichen Individuums? Werden die Putins, Trumps, Netanjahus, Xi Jinpings, und wie die Egomanen dieser Welt noch heißen von einem Tag auf den anderen zu Helden?
    Wie kann es sein dass in dem Bundesland wo deutschlandweit die meisten Rassisten und Antisemiten leben (siehe „Leipziger Autoritarismus-Studie“ der Universität Leipzig aus dem Jahr 2018) das profilneurotische antidemokratische Gebaren des dortigen Ministerpräsidenten Söder bundesweit am meisten goutiert wird. Bayern mit der höchsten Denunziantenquote als Vorbild für Rest Deutschland….?

    Werden Pogrome gegen anders Denkende und Handelnde aus besserwisserischer Virulogensicht gesellschaftsfähig?

    Schön flankiert von der deutschen Schmutzpresse (mit den 4 Buchstaben) werden dafür jeden Tag Schuldige durchs jetzt vielbevölkerte Wohnzimmer getrieben.

    Oder wird am Ende, wie so viele hoffen, alles besser? Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wird kommen, ….Nicht… na dann wenigstens eine
    Reichensteuer, schließlich verschuldet sich der Staat ja gerade….. und wer soll das dann alles finanzieren….,Wie auch nicht…na dann…Bitte nicht alle Last (wie nach der Bankenrettung) auf den kleinen Steuerzahler abwälzen…Doch Sorry….geht nicht anders…na dann wähl ich nächstes Mal die AFDP…..Ahja..alles beim alten.

    Darf es sein, dass in der FR nebeneinander für Deutschland eklatant unterschiedliche Zahlen der Todesfälle in Verbindung mit dem Corona-Virus stehen ( FR NR.89, Seite 4 und 5 zu Thema des Tages, RKI: 3254 und John-Hopkins-Universität: 15750 Tote)?

    Wer Unsicherheit und Angst erzeugt bzw. fördert oder in Kauf nimmt, handelt in meinen Augen unverantwortlich.

    Dass es anders geht sieht man in Schweden….Schweden??„…ja schon mal gehört die haben doch auch viele Tote zu beklagen….oder?“

    Scheinbar kann oder darf man nicht positiv aus Schweden berichten, denn dann müsste man ja seine eigene restriktive Haltung hinterfragen. Denn in Schweden wird als Basis dieses einzigartigen Schrittes auf das Verantwortungsbewusstsein der Mitbürger verwiesen und das funktioniert tatsächlich.

    Länder wie Russland, China, Nordkorea, die Türkei, etc. (in Teilen auch Bayern…(bisschen Ironie) wollen keine verantwortungsbewussten Mitbürger, wie sieht es mit dem Rest der Welt aus?

  2. @Viel zu tun für Scheuer / Beitrag von Carsten Dietrich Brink

    Die Teststrecke für O-LKW zwischen dem Frankfurter Kreuz und Weiterstadt auf der A 5 rechnet sich offenbar nur für jene, die das Konzept entwickelt und erbaut haben. Obwohl ich dort häufiger und zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs bin, habe ich noch nie einen LKW entdeckt, der mit Strom betrieben wird. Lediglich das Fernsehen des Hessischen Rundfunks (der von Roland Koch zum Schwarzfunk umgebaut worden war) sendete zur Eröffnung einen Werbefilm und täuschte damit eine nicht vorhandene Realität vor.

    Etwa 5 KM westlich verläuft die Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt – Mannheim der Deutschen Bahn. Dort hätte man die vorhandene Infrastruktur für den schnellen Warentransport ausbauen können. Die vom Bund bereitgestellten sieben Milliarden Euro wären dort gut investiert gewesen.

    Die Corona-Krise bringt es zurzeit an den Tag: Die deutsche Volkswirtschaft benötigt die Schrottprodukte der Industrie (vor allem LKW mit und ohne Stromabnehmer, SUV, Diesel ohne ausreichende Abgasreinigung, Sportwagen) nicht. Die von solchen Fahrzeugen hervorgerufenen direkten und indirekten Negativfolgen beschädigen jede an objektiven Bedürfnissen ausgerichtete Wirtschaft. Vielmehr hat das Zusammenfügen von Zubehör, das rund um die Welt zu Niedriglöhnen produziert wird, den Import von Covid-19 begünstigt. Denn die Arbeitsbedingungen in China und Indien (um nur die wichtigsten Länder zu nennen) sind gesundheitsgefährdend. Noch ist nicht klar, ob Covid-19 auf den leichtsinnigen Umgang mit Nutztieren zurückzuführen ist oder auf einen Betriebsunfall in einer Bioanlage in Wuhan. Doch einen Rückschluss darf man bereits jetzt ziehen: Der manipulierte, zum Konsumenten degradierte und seinem Wesen entfremdete Mensch darf künftig nicht mehr das Ziel wirtschaftlichen Handelns sein.

  3. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Rosin Michael

    Bitte es nicht mit der Förderung von Unsicherheit und Angst jetzt übertreiben!
    Das mag für die BiLD zutreffen, aber nicht für die ernstzunehmende Presse, die wir schließlich haben.
    Was soll das heißen? „Pogrome gegen Andersdenkende aus besserwisserischer Virulogensicht“ …

    Vorbild Schweden? Abwarten!
    Auch in Deutschland wird auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger wert gelegt. Geht gar nicht anders.

    Ich finde übrigens, dass wir zur Zeit vieles wieder oder neu lernen können: Maß halten, Geduld, Ausdauer, Vorsicht, Unsicherheit aushalten, Nachdenken, Langsamkeit, neue Erfahrungen zulassen, Respekt vor menschlichen Leistungen, Blick über den eigenen Gartenzaun u.v.a.m.

  4. @Viren sind abwaschbar, Klimawandel nicht / Zuschrift von Marlene Thöne

    Die gute Absicht, die in dem Leserbrief ausgedrückt wird, glaube ich erkennen zu können. Die verwendeten Begriffe hingegen erscheinen mir als extrem gefährlich. Denn sowohl Corona Covid-19 als auch das gegenwärtige Stadium der Klimakatastrophe sind Krisen im ursprünglichen Sinn des Wortes. Nämlich vorläufige Höhepunkte einer gefährlichen Entwicklung, die bereits vor langer bis längerer Zeit eingesetzt hat. Beide sind Produkte eines andauernden, prinzipiell nicht endenden Prozesses und sie werden keine vorübergehenden Erscheinungen sein. Ihnen wohnen, wie in der Natur üblich, sowohl Kräfte der Erneuerung als auch der Zerstörung inne. Letztere vor allem, weil der Mensch eingegriffen hat. Darum sind Viren eben nicht abwaschbar. Denn ihre Existenzbedingungen sind aus Fehlentwicklungen der menschlichen Zivilisation hervorgegangen. Ebenso wie die Klimakatastrophe, die sich nicht auf null zurücksetzen lässt. Es kann streng genommen keinen Neubeginn geben. Vielmehr müssen Entwicklungen beherrschbar gemacht und in neue Bahnen gelenkt werden.

    Sämtliche Vorgänge bleiben im Fluss. Und es ist ein Fluss, den man kein zweites Mal an derselben Stelle betreten kann, weil seine Wasser bereits woanders sind und er sich zwischenzeitlich verändert hat (wie der Philosoph Heraklit, der Theoretiker von Werden und Wandel, vor ca. 2.500 Jahren richtig konstatierte). Deswegen ist es ein Trugschluss, das Bild von einer „Welt nach Corona“ zu entwerfen, das bei vorläufigem Aushalten und allmählichem Nachdenken ansetzt. Da der Fluss fließt, muss er bereits heute so umgeleitet werden, dass wir morgen nicht in seinen Fluten umkommen. Wir können es uns nicht leisten, eine (Denk-) Pause einzulegen.

    Um das gefühlte, aber nicht vorhandene Interregnum zu überwinden, benötigen wir neue bzw. neu zu deutende Paradigmen. Es hilft nicht, unseren Lebensraum als „Mutter Erde“ zu bezeichnen, weil dadurch evolutionäre Prozesse und gesellschaftliche Revolutionen als typische Randerscheinungen einer traulichen Familie verniedlicht werden. Denn tatsächlich wurden wir in die Erde (die Welt) hineingeboren und müssen unser Leben einsetzen, um die Verhältnisse lebenswert zu gestalten. Die sich immer deutlicher abzeichnenden fatalen Folgen unseres Umgangs mit dem Leben und seinen natürlichen Grundlagen verpflichten uns zu einem neuen Verständnis von Eigentum, Güterproduktion, Güterverteilung und Solidarität.

    Und falls wir nicht jetzt, nicht hier und heute, beginnen, wann dann?

  5. Jürgen Malyssek sagt:

    … und es gibt auch keine Rückkehr zur „Normalität“, jedenfalls nicht im bislang verstandenen Sinne. Der Corona-Virus ist ein Ereignis, ein Zeichen für das Kommende, das Lebensstile, Luxus, Ökonomie, Politik und Globalisierung auf eine harte Probe stellen wird.
    Wir werden auch sehen, dass die sozialen Unterschiede bleiben werden. Das Spiel der Gewinner und Verlierer wird neue Spielformen haben. Ich vermute mal, dass das Digitale und die Künstliche Intelligenz einen (trügerischen) Optimismus hervorbringen wird, der über Erhaltenswertes (Beispiel: Kulturtechniken) hinwegrauschen wird.
    Mal sehen, welchen Raum die aufgeklärte Skepsis noch einnehmen wird?

  6. Hallo Herr Mertens,
    Dieser nicht endende Prozess, von dem sie sprechen heißt Leben, und dieses Leben setzt sich über physikalische Dinge hinweg, es verändert das Universum. Ich muss mich entschuldigen, ich lese gerade Schellnhubers „Selbstverbrennung“ da wird man fundamental. Sie sagen “ Darum sind Viren eben nicht abwaschbar. Denn ihre Existenzbedingungen sind aus Fehlentwicklungen der menschlichen Zivilisation hervorgegangen.“ Nun begann das Leben auf der Erde in einer Sauerstofffreien Atmosphäre, in Form von Mikroben. Diese anaeroben Dinger gibt es heute noch, da, wo kein Sauerstoff ist. Einige fingen dann an Sauerstoff zu produzieren und daraus wurde später das , was wir Leben nennen. Es ist also eine Frage des Blickwinkels, wie man diese Entwicklung beurteilt, schließlich ist der Mensch ein Teil der Natur und dann kann man eigentlich nicht von Fehlentwicklungen sprechen. Die Viren jedenfalls gibt es schon seit ewigen Zeiten und es ist unser ganz persönliches Pech, dass sie uns als Spielwiese betrachten, ich halte das für ein rein zufälliges Geschehen. In vielen Tieren leben Viren, auch hier bei uns, aber Fehlentwicklungen der menschlichen Zivilisation kann ich da nicht erkennen. Man bedenke, in unserem Inneren leben ganze Heerscharen von Bakterien, vielleicht auch Viren, wer weiß, ich bin da kein Experte.
    Die Klimakatastrophe ist eine andere Geschichte, aber ich muss erst mal los, komme später darauf zurück.

  7. Dr. Jürgen Lyncker sagt:

    Mobilfunkausbau stockt FR vom 14.04.2020: Gefahr für Leib und Leben der Menschen

    Die Bundesregierung versucht mit massivem Druck seitens der Minister Andreas Scheuer und Svenja Schulze, „Verständnis“ bei den Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen und „5G-Skeptiker“ zu überzeugen!
    Diese Haltung setzt unausgesprochen voraus, dass „die Politik“ es besser weiß als die Bürgerschaft und auch als viele Wissenschaftler. Sie ist genau genommen nicht die Haltung, die andere Menschen an der Meinungsfindung beteiligt. Ja, diese Haltung widerspricht auch dem Geist der Aufklärung, innerhalb derer Wahrheiten nicht von oben diktiert werden, sondern sich erst aus der kritischen Abwägung aller in Betracht kommenden Überlegungen ergeben.
    Vor allem Umweltministerin Schulze ruft große Enttäuschung hervor. Sie hat ganz offenbar kein Interesse an wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gefährlichkeit dieser Mobilfunktechnologie, deren Schädlichkeit für Gesundheit und Umweltbelastung nachhaltig belegt ist. Dabei wäre es gerade ihre Aufgabe, unsere Umwelt vor Beeinträchtigungen und Gefahren zu schützen.
    Innerhalb des Berichtes wird davon ausgegangen, dass die Kritik an 5G dank Überzeugungsarbeit von Regierungsmitgliedern schrumpfe. Dem ist ganz und gar nicht so: Es gibt zahlreiche Bürgerinitiativen, die für strahlungsarme Technologien kämpfen, so etwa für strahlungsfreie Glasfaserleitungen in jedes Haus. Es wird Zeit, dass die „Skeptiker“ – nein, die Gegner dieser gefährlichen und überflüssigen Technologie – sich zusammentun, um ihrerseits die Bevölkerung zum Widerstand zu bewegen!
    Es lohnt sich sehr, in die Literatur einzusteigen, um sich ein Bild der Mobilfunktechnik zu machen. Bürgerinitiativen in allen größeren Städten Hessens wie in Deutschland und in Europa sind gern dabei behilflich. Hessens Digitalministerin Sinemus sei aufgefordert, sich mit dem Thema 5G intensiv auseinanderzusetzen – und zwar nicht nur durch Informationen derjenigen, die mit 5G Geld verdienen. Sie wird feststellen, dass die für den Mobilfunk von einer privaten Organisation festgelegten, aber gleichwohl gegenwärtig rechtlich verbindlichen Grenzwerte von falschen Voraussetzungen ausgehen und dringend neu definiert werden müssen! Warum soll die Wissenschaft hier nicht ebenso zu Rate gezogen werden wie im Fall Corona?
    Dr. Jürgen Lyncker

  8. Hallo Herr Mertens,
    Die Klimakatastrophe. Es ist das erste Mal, dass der Mensch in der Lage ist, durch sein bloßes Tun das Klima auf der Erde so zu verändern, dass seine weitere Existenz gefährdet wird. Er hatte schon vorher die theoretische Möglichkeit sich per A.Bomben auszurotten, hat aber bis jetzt davon keinen Gebrauch gemacht. Was nicht ist kann noch werden. Auch auf dem Gebiet der Biodiversion bietet sich heute die Möglichkeit, die Zustände auf dem Planeten durch Menschentun zu gefährden.
    Prinzipiell ist zu sagen, dass wenn man einen Baum pflanzt, dies das Klima auf der Erde verändert. Das gleiche gilt für den Fall, wenn man einen Baum fällt. Also ist menschliches Tun auf der Erde in jedem Fall Klima relevant. Nur ist dies erst seit wenigen Jahren (100 J.) so relevant, dass es das Leben auf der Erde gefährdet. Da wir dies wissen, sollt es möglich sein, dies zu verhindern. Sollte !
    Die Frage ist, ob es tatsächlich gelingen wird. Man vergisst, dass die Prägungen des Menschen ihn heute bis hierher gebracht haben, ob diese Prägungen geeignet sind mit der Klimakatastrophe fertig zu werden, darf bezweifelt werden. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass Mensch sich mit einer starken Erwärmung auseinandersetzen muss. Hier kommt es jetzt darauf an, ob die Fähigkeit, rational zu handeln stark genug ist, die ursprüngliche Prägung des survival of the fittest zu unterdrücken.
    Die gegenwärtige Pandemie scheint mir im Vergleich zu den Umwälzungen auf mehreren Gebieten von untergeordneter Auswirkung. Merkwürdig ist das unterschiedliche Verhalten der Menschen angesichts der unterschiedlichen Gefährdungen. Immanente Krise und latente Krisen. Da ist es mit der Ratio nicht weit her.
    Natürlich haben sie Recht mit ihrer Definition des Begriffes Krise als Kulminationspunkt einer Entwicklung, aber im täglichen Gebrauch scheint mir doch ein gewisser Wandel zu stecken, da ist Krise etwas schlimmes, was ja meist auch stimmt, aber nicht notwendigerweise.

  9. Hallo Herr Winter. Auch ich gehe davon aus, dass Viren ein Teil der Evolution sind und sowohl bewahrende (schützende) als auch zerstörerische Elemente in sich tragen. Jedenfalls lese ich das aus den Werken von Ernst Haeckel und Charles Darwin heraus, bei allen Vorbehalten, die ich gegenüber diesen Wissenschaftlern hege. Würde der Mensch nicht so massiv in natürliche Entwicklungen eingreifen, wäre möglicherweise eine Art dauerhafter Symbiose zwischen Viren und Menschen möglich. Die bewusste Zerstörung der Lebensräume von Tieren, Insekten und Pflanzen laufen jedoch auf einen Krieg der unterschiedlichen Lebewesen hinaus – und der Mensch könnte den Kürzeren ziehen. Auch die Veränderungen im Weltklima nehme ich ähnlich wahr.

    Die sich manifestierenden Krisen sind keine überwindbaren Endpunkte, die man gegebenenfalls abwischen kann. Vielmehr zeigen sie den Stand beeinflussbarer und nicht beeinflussbarer Prozesse an. Würde man die vom Menschen verursachten Abläufe im Rahmen des noch Möglichen revidieren, entstünde Kreativität in einem bislang kaum vorhandenen Umfang. Kreativität, um das Leben und die Welt des Menschen einschließlich Fauna und Flora positiv zu gestalten. Allerdings müsste diese schöpferische Kraft im selben Maß auch auf die gesellschaftlichen Verhältnisse wirken. Denn sie schaffen die Bedingungen für unser Tun und Lassen. Hinter jeder dieser Konditionen verbergen sich Interessen, die überwiegend wirtschaftlich geprägt und auf Herrschaftsausübung angelegt sind.

    Ich lese derzeit (mal wieder) eine Romanserie, die aktuelle reale gesellschaftliche und politische Ereignisse fortschreibt und diese Mutmaßungen in der Mitte des dritten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts platziert. Nämlich den VIRENKRIEG-Zyklus eines gewissen Lutz Büge, der in diesem Blog gut bekannt ist. Im dritten Band („Incubus“) wird die Entdeckung eines giftigen Pilzes im amazonischen Urwald beschrieben, der zu einer Massenvernichtungswaffe weiterentwickelt wird. Entwickelt von Wissenschaftlern, die sich mehr oder weniger skrupellos in die Dienste des militärisch-industriellen Komplexes der USA begeben haben. Durch solch verantwortungsloses Handeln wird eine uralte Menschheitserfahrung, die auch in der Hebräischen Bibel eine wesentliche Rolle spielt, negiert und in ihr Gegenteil verkehrt: „Das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch. So wähle das Leben, auf dass du lebst“ (5. Mose, Kapitel 30, Vers 19).

  10. Hallo Herr Mertens,
    vielen Dank für ihre Rückmeldung. Auf diesem Gebiet der Evolution mit ihren Auswirkungen auf buchstäblich alles, wird das was wir Realität nennen sehr schwammig, unüberschaubar und in vielen Bereichen mangels Wissen eine Buch mit sieben Siegeln. Wir als Menschen tun unentwegt Dinge, die uns anschließend um die Ohren fliegen, je weiter unsere technische Entwicklung, desto größer die Probleme. Das Hauptproblem scheint mir das völlig ungesteuerte Erfinden von allem möglichen zu sein, das dann auf die Menschheit losgelassen wird und seine Folgen hat. Nehmen sie allein die Finanzprodukte. Oder die Pharmazie. Oder die Agrarindustrie. Oder oder … Da gibt es Dinge, die brauchbar erscheinen, aber solche Nebeneffekte haben, dass einem ganz grauslich wird. Allein die schiere Menge dieser Dinge muss zwangsläufig ins Verderben irgendeiner Art führen. Es müsste doch einzusehen sein, dass der Mensch so nicht weiter wirtschaften kann, oder die Evolution nimmt eben ihren Lauf. Wir sind doch sooo klug, warum merken wir das nicht ? Auch sie werden zugeben müssen, dass Darwins Gesetz hier voll greift, wir sind eben nicht die fittesten obwohl wir es zumindest bis zu einem gewissen Grade könnten. Wir versuchen es gar nicht erst, obgleich Leute wie Prof Schellnhuber uns die Klimaentwicklung durchaus verständlich näher gebracht hat. Man bedenke, die jetzige CO2 Konzentration wird noch bis ins dritte Jahrtausend wirken, wieviel Erwärmung dann dabei herauskommt, da streiten sich die Geister.
    Ihre Vorstellung von Zusammenarbeit bzw. Symbiose mit Viren oder anderen Mikroben gibt es einerseits schon, aber unbewusst, kann aber andererseits wohl kaum funktionieren, wie wollen sie mit Mikroben verhandeln ? Wenn möglich arbeitet Mensch ja schon mit Pilzen und Bakterien bei der Herstellung vieler Produkte, nur fragen tut er die Mikroben nicht, wie auch. Die werden versklavt, um beispielsweise Medikamente herzustellen, oder Käse, oder was auch immer. Wenn wir also als Menschen uns nicht sehr vorsehen in Zukunft werden wir uns selbst umbringen, auf eine oder andere Weise, das scheint mir unausweichlich. Warum erkennen wir das nicht ?