Denk ich an Deutschland in der Nacht …

„Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tun“, sagte Horst Seehofer (CSU), bayrischer Ministerpräsident, dem Focus und zog daraus den Schluss, „dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen“.

Ja, das Thema Integration taugt zur parteipolitischen Polarisierung. Die CDU/CSU ist ja nun seit längerem gewissen Fragen hinterher: Was ist konservativ? Und warum? Und wenn Sarrazin, der SPD-Mann, den rechten Rand bedient – was bleibt dann noch für CDU/CSU? Die SPD an sich will das Thema in dieser populistischen Form nicht für sich, also schnappt man es sich, und schon ist man ein Stück konservativer. Auch weil die Opposition natürlich gleich draufhaut. Politische Reflexe nennt man das.

Aber Seehofer hat den richtigen Riecher. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer Studie ermittelt, dass die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland zugenommen hat. So wollen 60 Prozent der Deutschen Muslimen verbieten, ihre Religion auszuüben. Bemerkenswert dabei: Islamfeindliche Einstellungen sind selbst bei der Hälfte der Deutschen verbreitet, die rechtsextremen Aussagen an sich überwiegend kritisch gegenübersteht. Haben wir es hier mit einem modernen Rassismus zu tun, der vornehmlich kulturelle und religiöse Unterschiede wie etwa die Zugehörigkeit zum Islam in den Vordergrund rückt, und nicht eine angebliche genetische Rassenzugehörigkeit? Und das in der Mitte der Gesellschaft? FR-Kommentatorin Ulla Rüssmann stellt dazu fest: „Wenn fast 30 Prozent der Menschen mit der Vorstellung liebäugeln, dass es ‚unwertes Leben‘ gebe, dann ist das Verfassungsprinzip ‚Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich‘ (Artikel 3) kein gesellschaftlicher Konsens mehr. Wenn fast sechs von zehn Bürgern Muslimen die Religionsausübung verbieten wollen, dann hat das Bekenntnis zur Religionsfreiheit (Artikel 4) keinen praktischen Wert mehr. (…) Von Zuwanderern fordern wir zu Recht und sanktionsbewehrt Verfassungstreue ein. Das Gleiche muss für die Mitte der Gesellschaft gelten – und für ihre prominenten Einflüsterer, die Sarrazins und Seehofers.“

Wolfgang Hahn aus Dreieich:

„Mit Empörung reagiert wird immer dann, wenn in der Sache wenig auszurichten ist. Die katholische Kirche war auch empört über die Behauptungen Galileos. Es verwundert daher nicht, dass die türkische Gemeinde (der Teil, der sich überhaupt mit deutscher Politik beschäftigt) über Seehofers Einlassungen empört ist. Was mich als christlichen Bürger empört, ist, dass unser (wessen?) Bundespräsident eine rückständige, intolerante und frauenfeindliche Religionsgruppierung als Teil Deutschlands bezeichnet. Mit übertriebener Anbiederung ist Integration nicht zu machen, und mit muslimischer Werteordnung kann man in einer Industriegesellschaft langfristig sicher nicht bestehen.“

Edith Fährmann aus Niederdorfelden:

„Ich kann die Empörung nicht verstehen. Ich finde Herr Seehofer hat absolut recht. Deshalb fordere ich einen sofortigen Zuzugs- und   Einreisestopp für alle Bayern nach Hessen. Wir wollen uns unsere weltoffene Kultur durch dumpfes Bayerntum nicht  unterwandern lassen. Zuzug nur mit Nachweis eines Sprachkurses, damit wenigstens eine   akustische Verständigung möglich ist. Außerdem muss ein Wissenstest erfolgreich absolviert werden. Was ist ein Bembel, ein Geripptes, e Schawellsche und e Kneibsche? Ich werde einen entsprechenden Antrag an das hessische Innenministerium stellen. Wie blöd muss man eigentlich sein, um Ministerpräsident in Bayern werden zu können?“

Manfred Kirsch aus Neuwied:

„Ich bin angeekelt und regelrecht wütend. Mit seinen Äußerungen zur Zuwanderung  aus anderen Kulturkreisen betätigt sich Seehofer als schlimmer Rechtspopulist und handelt mal wieder zutiefst unchristlich. In der Bibel ist viel über die Behandlung des Fremdlings ausgesagt, was den ausländerfeindlichen und nationalistischen Aufwallungen des Herrn Seehofer diametral entgegensteht. Die Heuchelei des Christsozialen ist kaum zu überbieten. Was in diesem Land in diesem deutschen Herbst 2010 abgeht, ist gespenstisch. Nach den rassistischen Ausfällen Sarrazins konnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis ein prominenter Bundespolitiker auf den demagogischen, minderheitenfeindlichen Zug nach rechts aufspringt. Diese Rolle hat Seehofer mit seinen Stammtischparolen jetzt übernommen.
Wer 18 Jahre zurückdenkt, wird sich erinnern, wie viele Angehörige der politischen Klasse im Zusammenspiel und mit der Unterstützung konservativer Medien zum letztlich leider erfolgreichen Schlag gegen das Menschenrecht auf Asyl ausgeholt hatten. Das Gerede vom Boot, das angeblich voll sei, ging um, und Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen sind Städtenamen, die stellvertretend für die tödlich ausgegangene Hetze der Rechten stehen. Ich frage mich, wie lange es bei der derzeitigen rechtspopulistischen Hetze noch dauern wird, bis solch schreckliche Ereignisse wieder zu beklagen sein werden. Mir fällt dazu nur das Zitat ein: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht“ (Heine). Es ist höchste Zeit, dass das gesamte liberale Deutschland sich deutlich vernehmbar erhebt. Es ist mal wieder fünf vor zwölf.“

Dietrich Puchstein aus Kronberg:

„Eigentlich ist es die einzig richtige Reaktion auf die Zustände in unserer Migrationsgesellschaft, dass Seehofer fordert, Einwanderung aus fremden Kulturkreisen zu beenden, zumal schon die meisten Asylsuchenden daher kommen. Seine Widersacher wie die Grüne Frau Roth sollten uns erklären, wie viele Millionen weiterer Zuwanderer unser Sozialsystem noch verkraften kann. Die gut ausgebildeten Fachkräfte werden bestimmt nicht hierherkommen.“

141 Kommentare

  1. Werner Thiele-Schlesier sagt:

    Bei dieser Diskussion besteht seitens der Kritiker Seehofers die fehlende Kritik an den Arbeitgebern wegen der jahrzehntelangen Weigerung, mehr Jugendliche auszubilden, an den Regierigen wegen ihrer Weigerung, das bestehende Umlagegesetz nicht in Kraft gesetzt zu haben, an den Regierigen aller Bundesländer, jahrzehntelangn die Schulen bildungsmäßig ausgezehrt zu haben. Seehofer ist an dieser Situation mit Sicherheit nicht unschuldig, war er doch jahrelang Minister. Da hilft es auch nicht, dass die Arbeitgeber behaupten, die Jugendlichen seien nicht ausbildungafähig. Das ist eine Lüge!

    Die jahrzehntelange Arbeitslosigkeit trägt jetzt die Früchte, vor denen unsereiner immer gewarnt hat. Zu beheben ist zunächst das Problem Arbeitslosigkeit. Wenn das nicht angefasst wird, steigt die Fremdenfeindlichkeit in diesem Staat ebenso wie in anderen Ländern der EU. Jugendliche, die arbeitslos sind, sind eher in Gefahr kriminell zu werden. Ob nun Deutsche oder Fremde. Die Gewalttätigkeit liegt da nämlich zuallererst an der sozialen Lage, in dem sich der Arbeitslose befindet und nicht an der Ethnie. Inzwischen ist die Furcht arbeitslos und damit bald in HIV zu fallen, größer als die die Angst vor einem „Führer“. Es besteht beim Arbeitnehmer die nicht unbegründte Furcht, vom eigenen Ersparten durch den Staat getrennt zu werden, ehe er HIV erhält. Das ist der Grund wie es zu den Umfrageergebnissen der FES gekommen ist. Weiter zeigt die Kanzlerin nebst Sozialministerin, was sie selber von den Betroffenen halten. Die 5 € Erhöhung des HIV-Geldes beweist es. Die Erwerbslosen sollen gefälligst bestraft werden dafür, dass sie die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen mussten. Diese oben beschriebene Angst ist diesen Regierigen doch immer ebenso willkommen wie den Arbeitgebern, die die Arbeitslosen ja als Reservearmee benötigen, um die Löhne zu drücken.

  2. Thomas rosak sagt:

    @Wolfgang Hahn
    Eine rückständige, intolerante und frauenfeindliche ……. katholische Kirche, Gesellschaft???
    Wer einen, nur einen, Schritt zurück tritt, und die Situation der Frauen in unserer Gesellschaft betrachtet wird feststellen: Ja, wir sind einige Jahre weiter. Wir sind nicht so roh und brutal, aber sehr wohl auf der gleichen Linie. Frauen werden schlechter bezahlt, Frauenquoten sind der Offenbarungseid und die Titelblätter der TV-Zeitschriften zeigen es überdeutlich…….. Frauen werden in unsrer Gesellschaft massiv benachteiligt. Wer das nicht zu erkennen vermag ist wohl eher gegen den Islam als für eine freie und gleiche Gesellschaft.

  3. Katja Wolf sagt:

    Die Studie „Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ der Friedrich-Ebert-Stiftung halte ich für nicht besonders gelungen.
    Zwei Aussagen, die z.B. Kennzeichen einer rechtsextremen Einstellung sein sollen lauten:
    1) Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben.
    2) Was unser Land heute braucht, ist ein hartes und energisches Durchsetzen
    deutscher Interessen gegenüber dem Ausland.

    Ich kann beiden Aussagen durchaus etwas positives abgewinnen.
    Denkt ein Amerikaner, ein Russe, ein Chinese oder welcher Landsmann auch immer anders oder sind die auch alle rechtsextrem?

  4. BvG sagt:

    @katja

    Ein Russe, ein Amerikaner, ein Chinese und „ein Mensch welcher Nationalität auch immer“ denkt anders.
    Sogar Milliarden.

    Sie denken:
    1.Ich brauche kein Nationalgefühl.
    2.Jedes Land braucht einen weichen, verständnisvollen Ausgleich von Interessen.

    Ganz ohne „extrem“,“wir“,“endlich“,“stark“,“hart“,“gegenüber“,“unser“ oder „energisch“, aber mit einer gehörigen Portion „Mut“, einem ganz anderem „Mut“ …

  5. Schnippsel sagt:

    In anderen Staaten wird z.B. die „Verumglimpfung des Türkentums“ unter Strafe gestellt, werden die Mittel zur Stärkung des „russischen Nationalgefühls“ massiv aufgestockt (Meldung kürzlich in der FR), wird bei Schulbeginn die chinesische Fahne gehisst und die Nationalhymne gesungen – all das „kein Nationalgefühl“?

    Und in diesen Ländern strebt man „einen weichen, verständnisvollen Ausgleich von Interessen“ an? Das wäre mir neu.

  6. Markus Dehnerle sagt:

    Es geht hier aber nicht um andere Staaten!

    Ich stimme dem Kommentar von Ulla Rüssmann 100 Prozent zu. Die Deutschen stehen mehrheitlich nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes. Das ist besorgniserregend.

    Und was den „weichen, verständnisvollen Ausgleich“ betrifft da würde ich sagen: Humbug! Die Werte des Grundgesetzes sind knallhart.

  7. Werner Engelmann sagt:

    Die Empörung von Herrn Kisch (und nicht nur seine) ist verständlich. Ich befürchte aber, dass dies eher kontraproduktiv wirkt.
    Zunächst sollte man Studien, die aus wenigen Fragen verallgemeinernd eine Einstellung wie „fremdenfeindlich“, „rassistisch“ oder „extremistisch“ herauslesen wollen und mit diesen Reizwörtern um sich werfen, selbst kritisch gegenüberstehen. Schließlich enthält jede statistische Auswertung ein ganzes Bündel von Interpretationen, die vom jeweils Befragten keineswegs so gemeint sein müssen. Selbst eine höchst vereinfachende rechtsextreme Weltsicht lässt sich nicht, wie Frau Wolff glaubt, auf zwei Aussagen reduzieren. (#3) Dazu gehört noch viel anderes, z.B. Gewaltbereitschaft und die Suche nach Gelegenheiten, „die Sau rauszulassen“.
    Dass „extremistische“ Einstellungen – oder, besser gesagt: latente aggressive Grundhaltungen – vor allem bei Kreisen grassieren, die sich unter erheblicher Selbsttäuschung selbst als „Mitte“ definieren, ist ja nicht so neu. Schließlich rekrutierten die Nazis ihren Mob vor allem aus einem von Existenzangst geprägten Kleinbürgertum der „Mitte“ – zunächst mit ideologischen und dann mit schlagenden „Argumenten“ (im wörtlichen Sinn).
    Eine m.E. überzeugende Erklärung gibt Wolfgang Benz:

    „Auch Wolfang Benz, Antisemistismusforscher an der Technischen Universität Berlin, macht die Politik für den Anstieg rechtsextremer Einstellungen mitverantwortlich: „Der Stammtisch fühlt sich bestärkt, wenn auch der Ministerpräsident einen Zuwanderungsstopp fordert,“ sagt er. Das Anwachsen der Islamfeindlichkeit ist für ihn wenig überraschend: „Wer sich heute als Antisemit öffentlich darstellt wird geächtet. Wer sich hingegen mit ganzen ähnlichen Methoden, Unterstellungen und Vermutungen als ein sogenannter Islamkritiker positioniert, bricht kein Tabu,“ sagte Benz .“
    (FR: Studie: „Extremismus der Mitte nimmt zu“)

    Beängstigend sind demnach weniger einzelne Aussagen – so dumm sie auch sein mögen – als ein in Krisensituationen offenbar rapide abnehmendes Differenzierungsvermögen und die Tendenz, sich mit aggressiven Tabubrechern zu identifizieren, weil man selbst unter anderen (oft selbst errichteten) Tabus leidet.(Die katholische Kirche kann ein Lied davon singen.)
    Man läuft einem Scharlatan wie einem Herrn Sarrazin nach, dem zur Auflagensteigerung des eigenen Buchs jedes Mittel Recht ist, schreibt ihm das Verdienst zu, auf berechtigte Ängste in der Bevölkerung hinzuweisen, was andere längst klarer und differenzierter getan haben.
    Natürlich – auch da ist Herrn Benz Recht zu geben – sind bestimmte (!) Politiker für eine solche Entwicklung nicht nur mitverantwortlich, sondern maßgebend daran beteiligt. Wer, wie Herr Seehofer (aber auch CSU-Generalsekretär Dobrindt zuletzt bei Sandra Maischberger), religiöse, kulturelle, integrative, soziale und arbeitsmarktpolitische Fragen mit „nationalen Gefühlen“ (oder Minderwertigkeitskomplexen?) zu einer Brühe von Vorurteilen verrührt, sie auf bestimmte Minderheiten, vornehmlich Fremde und Unterprivilegierte, lenkt und dies als „politische Lösung“ propagiert, handelt nicht nur populistisch, sondern demagogisch.
    Es gibt schließlich Tabus, die notwendig sind und nicht instrumentalisiert werden dürfen. Und das sind die Tabus, die der Aufrechterhaltung von Menschenrechten und Menschenwürde dienen.

  8. Jutta Rydzewski sagt:

    Herr Ministerpräsident Seehofer, was ich nachfolgend zum Ausdruck bringe, wird man/frau wohl (auch) noch in diesem Lande sagen dürfen. Ich bin sogar der Auffassung, er gibt Sachverhalte, die müssen ganz offen an- und ausgesprochen werden. Dazu gehören, ohne jeden Zweifel, Ihre aktuellen Ãußerungen zur Sozial- und Ausländerpolitik. Offenbar, Herr Seehofer, lassen Sie jetzt auch die letzten Hüllen des Anstands fallen. Was Sie betreiben ist, nach meinem Verständnis, schlicht und ergreifend subtile Hetze. Mit Ihrer Forderung, „eine härtere Gangart in der Sozial- und Ausländerpolitik“, bedienen Sie, was Sie auch wissen, den äußersten rechten Rand. Das ist nicht nur scham- sondern auch verantwortungslos. Ein amtierender Ministerpräsident, der in Zeiten, die ohnehin politisch und emotional bis zum Zerreißen angespannt sind, als abartige und zynische Krönung noch aus sich herausplumpsen lässt, dass man im Umgang mit Hartz-IV-Empfängern, „noch nicht die letzte Tapferkeit entwickelt hat“, dürfte keinen Tag länger in seinem Amt verbleiben. Es gehört, Herr Seehofer, wahrlich keine „Tapferkeit“, sondern ein gehöriger Schuss Menschenverachtung dazu, mal wieder auf Hartz IV-er einzuprügeln und sie, direkt oder auch indirekt, zu Faulenzern, Sozialschmarotzern und Schlimmeren zu erklären. Dieses jämmerliche Spiel, an dem sich auch die so genannten (Haupt)Medien unrühmlich beteiligen, läuft schon seit einigen Jahren in diesem Lande, und es kommt immer wieder, in der einen oder anderen Form, zu Neuauflagen bzw. „Wiedervorlagen“. Herr Seehofer, Sie sollten es eigentlich wissen, dass eine Kette, mag sie auch noch so schön sein, nur so stabil ist, wie das schwächste Glied in ihr. Wenn Sie die einkommensschwachen Bevölkerungsteile (das sind im Übrigen wahrlich nicht, wie immer der Eindruck erweckt wird, die sozial Schwachen), in dieser miesen Form angehen, spalten Sie das Land, und gefährden den demokratischen Konsens. Bevor Sie Millionen Menschen weiterhin diffamieren, diskriminieren und ausgrenzen, sollten Sie sich mit den Fakten beschäftigen. U.a. mit der Tatsache, dass z.B. ca. fünf Millionen Unterbeschäftigten, lediglich knapp eine Million offene Stellen gegenüberstehen. Schaffen Sie Arbeitsplätze, von denen die Menschen leben können, Herr Seehofer, anstatt mit Ihren zynischen Sprüchen den ohnehin nur noch wackeligen sozialen Frieden in diesem Lande aufs Spiel zu setzen.

    Sozusagen in einem Abwasch, erfolgt dann als Nächstes die ebenfalls schon übliche Ausländerhetze, natürlich insbesondere in die türkische und muslimische Richtung. Passt ja auch gut, in diesen sarrazinischen Zeiten, hat aber mit den Fakten wiederum nichts zu tun. Mittlerweile, Herr Seehofer, herrscht z.B. sogar ein negativer Wanderungssaldo. Es gehen in die Türkei mehr zurück als kommen. Überhaupt, Herr Seehofer, mit Ihren unsäglichen Sprüchen tragen Sie mit dazu bei, dass um Deutschland, immer mehr und immer öfters, ein großer Bogen gemacht wird, obwohl dieses Land Zuwanderung so nötig braucht, wie es Politiker Ihres Schlages sicherlich nicht braucht. Schämen Sie sich in Grund und Boden, Herr Seehofer. Sie haben sich um Deutschland nicht verdient gemacht. Im Gegenteil, Sie haben dem Bild des „hässlichen Deutschen“ neue Nahrung zugefügt. Sollten Ihre Beweggründe darin zu suchen sein, die abschmierenden CSU-Werte in der Wählerschaft zu verbessern, so würde das die Sache sicherlich nicht besser machen. Außerdem, Herr Seehofer, ich bin ziemlich sicher, das wäre auch ein Schuss in den Ofen, denn so dumm CSU-vernebelt wie Sie glauben, sind die Bayern mit Sicherheit auch nicht (mehr). Und mit dem Stammtisch alleine, werden Sie nix steigern, außer die ohnehin grassierende Politikverdrossenheit, und bereits schon als verheerend zu bezeichnende Politikerverachtung. Treten Sie ab, Herr Seehofer, und schaden Sie nicht weiter diesem Land. Im Ruhestand hätten Sie dann ausgiebig Zeit, neben Bücher zu schreiben, über Solidarität, Toleranz, Verlässlichkeit usw. usw. nachzudenken, wertvolle menschliche Eigenschaften, die leider immer mehr auszusterben drohen. Ein Hauptproblem in diesem Lande sind weder Hartz-IV-Empfänger, noch „Ausländer“ oder so genannte Migranten, sondern ist der bedauerliche Umstand, dass es keine öffentlichen Personen mehr mit Vorbildcharakter gibt, sondern offenbar nur noch eitle Schwätzer mit einem eingebauten, hohlem Sprechautomatismus, die auch noch glauben wichtig oder gar unersetzbar zu sein. Maßlosigkeit in jeder Hinsicht, Respektlosigkeit und Phrasendrescherei beherrschen die öffentliche Szene, allerdings nicht nur die politische. Insbesondere für die Jugend ein erschreckender, nein, sogar abschreckender Zustand.

    mfg
    Jutta Rydzewski

  9. Regina Neumann sagt:

    Merkwürdigerweise finden die, die den Migranten mangelnde Integration
    vorwerfen, es richtig, dass deutsche Migranten in Russland, Rumänien, Ungarn oder Südamerika ihre deutsche Sprache und Kultur über Jahrhunderte bewahrten und bewahren. Wenn Herta Müllers Eltern sich so integriert hätten, wie wir es z. B. von den Türken erwarten, hätte die Bundesrepublik eine Nobelpreisträgerin weniger.
    Und die Hugenotten, für die jetzt Museen eingerichtet werden, haben mehr als 100 Jahre an ihrer französischen Muttersprache in Schule und Kirche
    festgehalten …
    Man sollte alles etwas niedriger hängen. (Die echten Gesetzesverstöße müssen natürlich konsequent verfolg werden.)

  10. Katja Wolf sagt:

    @ Engelmann #7:
    Ich glaube selbstverständlich gerade NICHT, dass sich eine rechtsextreme Weltsicht auf zwei Aussagen reduzieren lässt.

    Zu Ihrem Zitat von Wolfgang Benz:
    „Wer sich heute als Antisemit öffentlich darstellt wird geächtet. Wer sich hingegen mit ganzen ähnlichen Methoden, Unterstellungen und Vermutungen als ein sogenannter Islamkritiker positioniert, bricht kein Tabu.“
    Was sollt das denn sein, was früher Juden und heute Muslimen unterstellt wird? Mir fällt da kein einziger ähnlicher Vorwurf ein.

  11. Katja Wolf sagt:

    @ BvG #4:
    Können Sie mir auch einen Staat nennen, der eine weiche, verständnisvolle Außenpolitik bertreibt?

  12. BvG sagt:

    @katja

    Nein, das habe ich auch gar nicht mötig, denn ich sage ihnen hiermit klipp und klar, in aller Deutlichkeit und Härte, daß Ihre Vorstellungen, die sie in #3 andeuten, völlig inakzeptabel sind und ich von Ihnen erwarte, daß Sie ab jetzt endlich auf meine Linie einschwenken und diese mit mir konsequent vertreten.
    Das gebietet jedenfalls das Blog-Gefühl, zu dem Sie ja hoffentlich den Mut haben…

    🙂

  13. Alfred Trebeis sagt:

    Schon lange rege ich mich über das bodenlos dumme, wenig differenzierte Gelaber in Print-und Fernseh/Radiomedien betr. Zuwanderung und Integration eingewanderter und hier lebender nicht Wurzeldeutscher auf. Im Fadenkreuz von Sarrazin, Seehofer u.a.m. stehen besonders Menschen türkischer herkunft. Dass der Antiislamismus/antiturkismus , kurzum die Fremdendeindlichkeit mal wieder arg ins Kraut schießt und in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen ist- das passt ja zu den Krauts- macht mich regelrecht wütend. Ich erinnere mich noch gut, dass z.b. die Parole: „ich bin stolz ein Deutscher zu sein“, Anfang der 80er Jahre u.a. im Mainzer Raum auftauchte und zwar aus dem Umfeld des sog. „Nazimüller“. „Meine Berufsschüler“ in Mainz hatten mich zuerst damit konfrontiert.Längst ist dieser Spruch unreflektiert hoffähig geworden. Inzwischen belegen seriöse Umfragen, dass ein großer teil der Deutschen, incl. vieler ZeitgenossInnen aus de Mittel/Oberschicht ein Sarrazingen entdeckt zu haben scheinen.( vielleicht ist der Antiturkismus/antiislamismus auch u.a. an die Stelle des fast verlorengegangenen Antikomunismus getreten?)
    Dass nun von der „herrschenden Klasse“ jüdische Kultur und Tradition in Kombination mit der Chritlichen benutzt wird, um gegen die „Anderen“ in unserem „Vaterland“ identitätsstiftende in Stellung gebracht wird , „schlägt dem Fass den Boden aus“.
    Nicht erst seit Martin luther – dem großen Deutschen – definierte sich Deutsches Selbstverständnid vorwiegend antijüdisch. Ist etwa Auschwitz mitgedacht bei diesem Leitkulturgerede ? Und was verstehen die um den Bestand des „Deutschtums“ sich sorgenden eigentlich unter christlich? Humanes, tolerantes und weltoffenes Fühlen, Denken und Handeln mußte meist gegen den Christlichen Mainstream erstritten und behauptete werden. Gut, da hat sich „Gott sei Dank“ inzwischen auch einiges zum Besseren gekehrt. Trotzdem: „Vorsicht Deutschland“, sonst droht bei dieser bedenklichen „Rolle rückwärts“ mal wieder ein großflächiger Verlust der „humanen Orientierung“. Nun geht es darum, den „Biedermännern und Biederfrauen“ die Steichhölzer zu entwinden, ehe sie erneut „Brand stiften“.

  14. karsten neumann sagt:

    man kann frau rydzewski nur recht geben!

    in einem punkt möchte ich aber erläuternd ergänzen:
    das besondere an hartzIV ist ja, dass es jeden auch die gut situierte mittelschicht treffen kann in die hartzIV-spirale durch arbeitslosigkeit zu geraten.

    wenn man also gegen hartzIV-empfänger hetzt setzt sich das auch subtil im unterbewusstsein derjenigen fest, die noch gar keine sind, aber angst davor haben evt. welche zu werden.

    deswegen bieten sich dann andere minderheiten wie die sog. ausländer, die ja oft gar keine mehr sind, moslems usw. an.
    diese gruppen müssen dann für die angst den kopf hinhalten, dass man ja mal selber hartzIV-empfänger werden könnte und wer hetzt schon gerne gegen sich selber.

    insofern ist es fast als kalkül zu bezeichnen, wenn leute wie westerwelle, sraazin und seehofer erst gegen hartzIV-empfänger hetzen um dann auf die „ausländer“ umzuschwenken.

    @ regina neumann:
    bravo, das finde ich auch einen klasse kommentar!

    @ bronski:
    ich verstehe ja, dass du um eifrige diskussionen bemüht bist, aber so manchem leserbriefschreiber hier mit seinen dermassen unqualifizerten, weil auch historische tatsachen verdrehende, äusserungen ein forum zu geben, finde ich allerhand: stichwort den islam per se hier öffentlich als „frauenfeindliche religionsgruppierung“ bezeichnen zu lasen ist schon mehr als starker tobak!

  15. Bronski sagt:

    @ Karsten

    Ich freu mich über deine Kritik. Sonst kriege ich immer Kritik von Leuten, die meinen, dass ich die Argumente der „Islam-Kritiker“ unter den Tisch zu kehren versuche, indem ich sie nicht veröffentliche – was nicht stimmt, wie der Leserbrief belegt, dessen Veröffentlichung du kritisierst. Mach das ruhig weiter. Und ich versuche weiterhin, das ganze Meinungsspektrum abzubilden.

  16. maat sagt:

    Ich habe mal einen Blick in die Studie geworfen. Die Islamfeindlichkeit wird anhand der Zustimmung der beiden Sätzen festgemacht:

    -Ich kann es gut verstehen, dass manchen
    Leuten Araber unangenehm sind.

    -Für Muslime in Deutschland sollte
    die Religionsausübung erheblich
    eingeschränkt werden.

    Ich finde den ersten Satz missverständlich. Wenn jemand „gut verstehen kann, dass manchen Leuten Araber unangenehm sind“, bedeutet das ja nicht, dass er sich mit dem Sachverhalt an sich identifizieren muss. Es bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass ihm selbst „Araber unangenehm sind“ oder dass er es begrüßt, dass „manchen Leuten Araber unangenehm sind“. Es kann bedeuten, dass er sich lediglich ein konkretes Beispiel vorstellt und das unbestimmte „manche Leute“ präzisiert, z.B.: „Ich kann es gut verstehen, dass den Bewohnern eines jüdischen Altersheims (manche Leute) Araber (z. B. in der Nachbarschaft) unangenehm sind, weil sie Sicherheitsbedenken haben.“
    Der Begriff „unangenehm“ ist sowieso ausgesprochen wolkig.
    Ich (maat) kann z.B. „gut verstehen, dass manchen Leuten“ Vegetarier „unangenehm sind“ (z.B. wenn sie gerne ein Steak essen wollen und neben ihnen jemand einen Vortrag über verwesende Tierleichen im Magen anstimmt – nebenbei: ich bin Vegetarierin)

    Der zweite Satz scheint klarer. Offenbar sind da Leute mit dem Grundgesetz nicht vertraut (Religionsfreiheit). Das kann einen erschrecken. Interessant wäre es hier allerdings auch zu erfahren, an welche Art der Religionsausübung denn die betreffenden Personen gedacht haben. Meinen sie damit Einschränkungen wie ein „Minarettverbot“ oder sind sie gegen muslimischen Religionsunterricht in der Schule oder setzen sie fälschlicher Weise den Islam mit der Scharia gleich und haben dem Satz zugestimmt, weil sie zum Ausdruck bringen wollten, das sie gegen Ehrenmorde sind?

    Ich finde die Ergebnisse zwar bedenklich, weil dadurch natürlich eine Stimmung eingefangen wird, die im Raum schwebt (um diese jedoch einzufangen braucht man nicht so eine Studie- da reicht es fernzusehen), aber nicht so alarmierend wie von den Wissenschaftlern dargestellt. Es gibt viele einfach denkende Leute in diesem Land, die weder Adorno gelesen haben noch ein Vordiplom in Politikwissenschaften haben und vermutlich auch nicht den halben Tag über die Artikel des Grundgesetzes brüten. Wenn diese Leute ihren Ängsten oder persönlichen Erfahrungen Ausdruck verleihen wollen, finden sie in einem solchen Fragekatalog keine Möglichkeit und gehen den Wissenschaftlern sofort ins Netz. Oder anders ausgedrückt: Jeder Lehrer weiß, wie man durch die Fragestellung die Antwort beeinflussen kann.

  17. Alfred Trebeis sagt:

    Anmerkung: Muss meine Zuschrift von heute morgen ein wenig korrigieren und erweitern:
    Schon lange rege ich mich über das bodenlos dumme, wenig differenzierte Gelaber in Print-und Fernseh/Radiomedien betr. Zuwanderung und Integration eingewanderter und hier lebender nicht Wurzeldeutscher auf. Im Fadenkreuz von Sarrazin, Seehofer u.a.m. stehen besonders Menschen türkischer Herkunft. Dass der Antiislamismus/Antiturkismus , kurzum die Fremdenfeindlichkeit mal wieder arg ins Kraut schießt und in der “Mitte der Gesellschaft” angekommen ist- das passt ja zu den Krauts- macht mich regelrecht wütend. Ich erinnere mich noch gut, dass z.B. die Parole: “ich bin stolz ein Deutscher zu sein”, Anfang der 80er Jahre u.a. im Mainzer Raum auftauchte und zwar aus dem Umfeld des sog. “Nazimüller”. “Meine Berufsschüler” in Mainz hatten mich zuerst damit konfrontiert.Längst ist dieser Spruch unreflektiert hoffähig geworden. Inzwischen belegen seriöse Umfragen, dass ein großer Teil der Deutschen, incl. vieler ZeitgenossInnen aus de Mittel/Oberschicht ein Sarrazingen entdeckt zu haben scheinen.( vielleicht ist der Antiturkismus/Antiislamismus auch u.a. an die Stelle des fast verlorengegangenen Antikomunismus getreten?). Zurecht beklagt I.Trojanow in der taz vom 13.10. den moralischen wie intelektuellen Niveauverlust dieser deutschen Gegendenker, die „Ressentiments für Waffen der Aufklärung halten und den verächtlichen Ton von Sarrazin für Musik.“
    Dass nun von Teilen der “herrschenden Klasse” jüdische Kultur und Tradition in Kombination mit der christlichen benutzt wird, um sie gegen die “Anderen” in unserem “Vaterland” identitätsstiftend in Stellung zu bringen , “schlägt dem Fass den Boden aus”.
    Sehr treffend wehrt sich der Schriftsteller Rafael.Seligman gegen diese Vereinnahmung. In der Frankfurter Rundschau vom 14.10. schreibt er unter dem Titel: „Späte Zuneigung“: „ Nein, wir Juden lassen uns nicht gegen die Moslems in Stellung bringen. Allerdings meine ich, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, die deutsche Sprache zu erlernen und ihren Kindern keinen Hass gegen Juden zu erlauben. Wir werden miteinander zurechtkommen und uns nicht um Vorurteile scheren.“
    Nicht erst seit Martin Luther – dem großen Deutschen – definierte sich Deutsches Selbstverständnid vorwiegend antijüdisch. Ist etwa Auschwitz mitgedacht bei diesem Leitkulturgerede ? Und was verstehen die um den Bestand des “Deutschtums” sich sorgenden eigentlich unter christlich? Humanes, tolerantes und weltoffenes Fühlen, Denken und Handeln mußte meist gegen den Christlichen Mainstream erstritten und behauptete werden. Gut, da hat sich “Gott sei Dank” inzwischen auch einiges zum Besseren gekehrt. Trotzdem: “Vorsicht Deutschland”, sonst droht bei dieser bedenklichen “Rolle rückwärts” mal wieder ein großflächiger Verlust der “humanen Orientierung”. Nun geht es darum, den “Biedermännern und Biederfrauen” die Steichhölzer zu entwinden, ehe sie erneut “Brand stiften”.

  18. Schnippsel sagt:

    Bevor auch hier wieder unreflektiert das Mantra von der Notwendigkeit einer Zuwanderung heruntergebetet wird, sei an folgende Fakten erinnert.

    Das Deutsche Reich hatte eine Ausdehnung von 468787 qkm und eine Bevölkerung von 62,441 Mio, ergo 133 Einwohner/qkm. Da faselte der GröFaZ von „Volk ohne Raum“!

    Die Bundesrepublik Deutschland hat eine Fläche von 357111 qkm und eine Bevölkerung von 81,757 Mio, ergo eine Bevölkerungsdichte von 229 Einwohnern pro qkm. Und da faseln Leute von „Raum ohne Volk“?

    Wenn ein Volk nicht in der Lage ist,

    a) seine Geburtenrate auf einem Überlebensniveau zu halten
    b) seine Arbeitslosen in Arbeit und Brot zu bringen
    c) seine Bevölkerung umfassend zu bilden und Bildungsreserven zu heben
    d) seine natürlichen Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften
    e) seine aufklärerischen Werte durchzusetzen und weiterzuentwickeln

    ist es da nicht gut, wenn es sich gesundschrumpft?

    Woher nehmen die Befürworter von „Zuwanderung“ den Glauben, dass bei einem Bevölkerungsanteil von bereits fast 20% Migranten [1] (knapp 16 Mio von 82 Mio) eine weitere Zuwanderung politisch und sozial und wirtschaftlich verträglich gestaltet werden kann?

    [1] http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund/Migrationshintergrund.psml

  19. karsten neumann sagt:

    @ bronski

    ich halte es für einen fehler das gnaze meinungsspektrum abbilden zu wollen, wenn der inhalt nachweisslich von falschen tatsachen ausgeht, was bei einer so plumpen verallgemeinerung dass der islam pauschal frauenfeindlich sei gegeben ist.

    ach ja und, wenn wir schon bei dem thema sind finde ich es sehr bemerkenswert, dass ausgerechnet kristina schröder, die sich mit ihren wasserstoff blondierten haarenden männerphantasien unterwirft, in der FR jetzt die sog. „türkische machokultur“ kritisiert. das ist ja dummheit und unbewusstheit über die eigenen handlungsweisen ja wohl kaum zu überbieten.

  20. karsten neumann sagt:

    @ schnippsel

    ich bin weder für noch gegen zuwanderung – ich bin menschlichkeit!
    ich bin für ein herzliches miteinander und da muss man eben vorbildlich sein und nicht auf jemandem, der vielleicht schwiergkeiten hat, herumhacken und zum oekonomisch nutzlosen „vieh“ erklären, dass man von der weide treiben kann.

    wenn ein siemensmanager sich in china aufhalten darf um einen schnellzug zu verkaufe, wenn ein manager sich in der türkei aufhalten darf um mit einen mit bundesdeutschen hermesbürgschaften abgesichterten staudam zu bauen, wenn irgendwelche freaks sich in goa mit deutschem geld die hucke vollkiffen dürfen, dann darf ein libanesischer oder kenanischer bürgerkriegsflüchtling, ein anatolischer bauer usw. hierher kommen und hier leben.
    wir suchen unser grosses glück woanders, also dürfen alle anderen hier ihr kleines glück suchen. so einfach ist das.

  21. Schnippsel sagt:

    @ karsten neumann #19

    Dann begründen Sie doch bitte einmal fundiert und detailliert Ihre Ansicht, dass der Islam „frauenfreundlich“ sei.

    Dass Ihre Meinung, Frau Schröder unterwerfe sich Männerphantasien, vermutlich auch nur eine plumpe Unterstellung sein könnte – diese Idee kommt Ihnen vermutlich nicht.

    Könnten Sie ggf. auch Auskunft darüber geben, was „falsche Tatsachen“ sind? An Klugheit und Bewusstheit über Ihre eigenen Handlungsweisen sind Sie ja wohl kaum zu überbieten.

  22. Schnippsel sagt:

    @ karsten neumann #20

    Die von Ihnen hochgelobte (#14 „man kann frau rydzewski nur recht geben!“) Frau Rydzewski hat in ihrem Beitrag #8 geschrieben „obwohl dieses Land Zuwanderung so nötig braucht“. Wenn Sie ihr Recht geben, machen Sie sich ihre Meinung zu eigen.

    Wäre es zu viel von Ihnen verlangt, wenn Sie sich an die Grundregeln der deutschen Schriftsprache (Verwendung von Groß-/Kleinschreibung) hielten?

  23. Bronski sagt:

    @ Schnippsel

    „Wäre es zu viel von Ihnen verlangt, wenn Sie sich an die Grundregeln der deutschen Schriftsprache (Verwendung von Groß-/Kleinschreibung) hielten?“

    Gemach, bitte!

    Dies ist ein Blog, und hier werden von so gut wie allen Userinnen und User Rechtschreibfehler produziert. Rechtschreibfehler sind quasi blog-immanent. Sie gehören dazu. Darum sollte hier niemand etwas dagegen haben, wenn hier mal einer konsequent kleinschreibt und so u.a. Rechtschreibfehler vermeidet.

    @ Karsten

    „ich halte es für einen fehler das ganze meinungsspektrum abbilden zu wollen, wenn der inhalt nachweisslich von falschen tatsachen ausgeht“

    Den Nachweis möchte auch ich hören.

  24. Schnippsel sagt:

    Leider lässt sich hier im Blog die Tabelle aus der Studie [1] nicht gut darstellen [2]. Über Definition und Interpretation der 6 genannten Faktoren lässt sich zudem trefflich streiten.

    Es zeigt sich aber, dass die Verhältnisse sich nicht so dramatisch verändert haben, wie manche glauben machen wollen – sondern dass sie relativ stabil sind. Dass es einen Bodensatz an rechtem Gedankengut gibt, ist weder neu noch spezifisch deutsch. Ich nehme an, dass „der Politik“ die Zahlen seit Jahren bekannt sind. Ob sie billigend im Kauf genommen wurden und werden, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Dass sich gegenüber den Jahren 2002/2004 diverse Werte verbessert haben, sollte übrigens nicht unerwähnt bleiben.

    Rechtsextreme Einstellung in Deutschland 2010, Dimensionen (in Prozent)
    /2002 /2004 /2006 /2008 /2010
    Befürwortung Diktatur /7,7 /6,4 /4,8 /3,7 /5,1
    Chauvinismus /18,3 /19,0 /19,3 /14,9 /19,3
    Ausländerfeindlichkeit /26,9 /25,5 /26,7 /21,2 /24,7
    Antisemitismus /9,3 /10 /8,4 /9 /8,7
    Sozialdarwinismus /5,2 /6,4 /4,5 /3,1 /3,9
    Verharmlosung Nationalsozialismus /4,1 /4,1 /4,1 /3,2 /3,3

    [1] http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_10/101013_ergebnisse.pdf Seite 2
    [2] Entsprechende HTML-Tags werden nicht angenommen, Formatierungsversuche mit Tabs und/oder Leerzeichen werden in der Vorschau falsch dargestellt

  25. Schnippsel sagt:

    @ Bronski #23

    Ich habe mich nicht an Rechtschreibfehlern gestört, die können und dürfen natürlich immer passieren. Dass die konsequente Kleinschreibung vor solchen nicht schützt, wie Sie andeuten, zeigen die Beiträge des Kleinschreibers: Buchstabendreher „gnaz“ statt „ganz“, Schreibfehler „nachweisslich“ statt „nachweislich“, um nur zwei zu nennen.

    Dass aber jemand („Ich bin für Menschlichkeit!“) durch eine radikale Kleinschreibung anderen das Lesen und Verstehen mutwillig und unnötig erschwert, empfinde ich als Zumutung. Da bin ich, im Land der Dichter und Denker, ganz altmodisch – quasi eine Frage des „Kulturkreises“.

    Genauso wenig, wie ich einer Muslima den Hijab verbieten kann, kann ich einem anderen die konsequente Kleinschreibung verbieten. Aber „ich werde es ja wohl noch sagen dürfen“. 😉

  26. Bronski sagt:

    Dürfen Sie. 😉 Bitte beachten: die Buchstaben u.a.

  27. karsten neumann sagt:

    @ schnipsel und bronski

    also als erstes habe ich persönlich muslime in meinem bekanntenkreis, das sind leider sehr wenige, auch war ich einmal mit einer muslima befeundet. ich habe in meinem bekanntenkreis nie eine frauenfeindlichkeit erlebt, die die in „unserem“ kulturkreis so übertrifft, dass es eine solche aussage rechfertigt.
    diese geschichten der frauenfeindlichkeit, wie sie von den medien geprägt werden passieren sozusagen in der tiefsten oberpfalz genauso mit eben nur anderen äusseren erscheinungsformen.

    nähere sachlichere informationen z.b. zum koran usw. kann man leicht finden. als beispiel sei hier nur dieser blog genannt:
    http://www.geistigenahrung.org/ftopic1710.html

    und zur gross- und kleinschreibung herr schnipsel alles nur ein frage der gewöhnung, sprich der kulturellen prägung.
    s
    i
    e

    d
    ü
    r
    f
    e
    n

    (nur um mal asiatisch von oben nach unten zu schreiben)
    nur hat altmodisch sein nichts mit dem kulturkreis zu tun. altmodische gibt es überall in jedem kulturkreis und sehr oft nerven sie mich, wenn sie das gestatten. denn die allermeisten altmodischen, solche wie sie, verwechseln kultur, das immer etwas lebendiges sich wandelndes ist mit starr und festgefahren.

    gehen sie doch mal in die christlich traditionelle schweiz, liegt mitten in europa, da gibt es kein scharfes „ß“, falls ihnen schon mal aufgefallen ist, dass fussballweltmeisterschaft offiziell grundsätzlich mit „ss“ geschrieben wird, weil die fifa ihren sitz in genf hat. da akzeptier man das oder haben sie an die tagesschau geschrieben, das man fussballweltmeisterschaft in den tagesthemen bitte gefälligst mit „ß“ schreiben soll.
    oder gehen sie nach london, den internationalen europäischen und wahrscheinlich ausschliesslich christlichen, gell?; finanzplatz, da werden schon wesentlich mehr buchstaben klein geschrieben.
    dass sie sich hierüber aufregen, zeigt wes geistes kind sie sind, sorry.

    im übrigen beschwere ich mich auch nicht, dass sie anonym über das deutsche reich schwadronieren.
    mit freundlichem gruss

  28. karsten neumann sagt:

    @ schnipsel

    da ja von den sog. migranten gefordert wird deutsch zu lernen, kann es ja nicht schaden sich auf etwas abstrakterem niveau mit sprache zu befassen.
    als einstige empfehle hier:
    Fritz Mauthner

    Wesen der Sprache
    Beiträge zu einer Kritik der Sprache
    Erster Band
    (1906)

    http://www.textlog.de/wesen-sprache.html

    z.b. ein zitat:
    „Aus dieser Lage der Sprachwissenschaft wird klar, daß ihre einzelnen Sprachen nicht so sicher definierbare Einheiten sind, wie man wohl glauben möchte. In Wirklichkeit ist auch der Begriff der Einzelsprache nur ein Abstraktum für die Fülle von Ähnlichkeiten, von allerdings sehr großen Ähnlichkeiten, welche die Individualsprachen einer Menschengruppe bieten, eines sogenannten Volkes. Natura sane nationes non creat sed individua. (Spinoza, Tract. theol.-pol. XVII.) Das gilt für Recht, Gesetz und Sitte wie für die Sprache. Wir müssen hier gleich festhalten, was sich später übersichtlicher ergeben wird, daß die Individualsprache eines Menschen niemals der irgend eines anderen Menschen vollkommen gleich ist, und daß ein und derselbe Mensch in verschiedenen Lebensaltern nicht die gleiche Sprache redet, auch wenn man von den Besonderheiten seiner Kindersprache absieht. Die Ungleichheit der Individualsprachen ist bei einiger Aufmerksamkeit gar nicht zu übersehen.“

    und nun viel spass beim lesen

  29. Schnippsel sagt:

    @ karsten neumann

    Sie scheinen ein glühender Verfechter des „Modernen Konfusionismus“ zu sein.

    Dass es einen Unterschied zwischen dem Islam als Religion/Weltanschauung/Ideologie/Politischem System und der individuellen Religionsauslegung Ihrer Bekannten gibt (oder zumindest geben könnte), scheint Ihnen gar nicht in den Sinn zu kommen.

    Dass es einen Unterschied zwischen der „Zuwanderung in den Arbeitsmarkt“ und „Zuwanderung in die Sozialsysteme“ gibt, scheint Ihnen ebenfalls zu entgehen.

    Dass ein in China tätiger Siemens-Mitarbeiter nach Abschluss seines Projektes nicht jahrelang vom chinesischen Staat alimentiert wird, sondern flugs in seine deutsche Heimat zurückkehrt, scheint Ihnen nicht bekannt zu sein. Auch der Mitarbeiter an dem „mit deutschen Hermes-Bürgschaften abgesicherten“ Staudammbau wird vermutlich seinen Lebensunterhalt durch seine Berufstätigkeit bestreiten und nicht durch Sozialleistungen des türkischen Staates. Sie vergleichen hier also Äpfel mit – nein, nicht Birnen, sondern – Feldsteinen.

    Goa in Indien kenne ich aus eigener Anschauung nicht, ich möchte mich dort auch nicht unter hunderten traumatisierter israelischer (Ex-)Soldaten tummeln. Wie Sie richtig bemerken, leben die Kiffer dort von deutschem (oder israelischem oder sonstigem) Geld, jedenfalls nicht von Transferleistungen des indischen Staates. In Thailand ist es so, dass die dort verweilenden Ausländer entweder ausreichende Geldmittel nachweisen müssen oder in Nullkommanichts weg vom Fenster sind – entweder auf der Heimreise oder im Knast. (Ein Drogenvergehen oder ein Pädophilievorwurf sind leicht zu konstruieren).

    Dass Sie die Schweiz nur wegen des abgeschafften Buckel-s ins Feld führen, aber nicht wegen des Minarettverbots, ist nicht nur ein- sondern auch blauäugig. Wenn Sie sich schon auf die Schweiz berufen: meines Wissens ist in der Deutsch-Schweiz die Groß-/Kleinschreibung keineswegs abgeschafft und den bedeutungstragenden Unterschied zwischen einfachem und doppeltem s gibt es natürlich auch weiterhin. (In der IT verwendet übrigens statt der reinen Sprachbezeichnung sog. locales wie de-de, de-at, de-ch.)

    London ohne Berücksichtigung der verheerenden britischen Kolonialgeschichte als Beispiel anzuführen, geht ebenfalls völlig an der deutschen Realität vorbei. Sollen wir demnächst auch den Linksverkehr und das britische Pfund übernehmen – schließlich ist das „alles nur ein frage der gewöhnung, sprich der kulturellen prägung“?

    Dass Sie meinen knappen Hinweis auf das Deutsche Reich als schwadronieren [1] bezeichnen, zeigt, dass Sie meine Argumentation leider offenbar überhaupt nicht verstanden haben (oder vielleicht nicht verstehen wollen).

    [1] http://synonyme.woxikon.de/synonyme/schwadronieren.php

  30. Jutta Rydzewski sagt:

    Noch am 11.10. zeigte sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), in der „Bild“-Zeitung (wo auch sonst?) noch „sehr schockiert über die Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten“. Es gehe nicht an, so Frau Böhmer, „Menschen aus einem anderen Kulturkreis unter einen Generalverdacht zu stellen“. Das grenze aus und laufe allen Integrationsbemühungen zuwider.

    Diese Einsicht, ohnehin für die Schwarzen höchst ungewöhnlich, hat bei der CDU/CSU auch nicht lange vorgehalten. Schon am nächsten Tag hat Frau Böhmer ihre einsichtigen Anmerkungen in einem so heuchlerischen Maße relativiert, dass von der ursprünglichen Kritik nichts mehr übrig geblieben ist. Herr Seehofer legt inzwischen auch so richtig deftig nach, weil er sich offenbar der Unterstützung seiner politischen MitstreiterInnen, angefangen bei Frau Merkel, nunmehr sicher sein kann. Nach anfänglichen Zweifeln, scheint sich die Union entschieden zu haben, den erbärmlichen Seehofer-Weg, wobei der sarrazinische Bucherfolg wohl besonders motivierend war, konsequent mitzumarschieren. Das heißt für Seehofer offenkundig: Feuer frei!! Dieser Mann gerät nun zunehmend außer Rand und Band, und lässt sich auch nicht von der sehr scharfen Kritik durch den Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, beeindrucken. Die Hemmschwelle, mit fremdenfeindlichen und zudem sachlich falschen Aussagen auf Stimmenfang zu gehen, sei selbst unter Politikern demokratischer Parteien deutlich gesunken, sagte Generalsekretär Stephan Kramer: „Das ist nicht nur schäbig, sondern geradezu verantwortungslos.“ Ihm bereite das „Unbehagen und Angst“, so Kramer weiter. Die Debatte sei „unverhältnismäßig, scheinheilig und hysterisch“. Seehofer wolle mit seinen populistischen Äußerungen offenbar Wählerstimmen gewinnen.

    Damit hat Herr Kramer das Wesentliche deutlich zum Ausdruck gebracht. Ähnlich habe ich mich unter @8 eingelassen. In den letzten Tagen ist auch deutlich geworden, dass sich der Zentralrat nicht gegen den Islam instrumentalisieren lassen will. Herr Seehofer, wollen Sie und Ihre GesinnungsfreundInnen das nicht endlich kapieren? Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass Ihr populistisches Gedröhne und Geschreie vom Zentralrat als schäbig, verantwortungslos, unverhältnismäßig, scheinheilig, hysterisch und fremdenfeindlich eingestuft wird? Wollen Sie weiter, ohne Rücksicht auf Verluste, ein Klima der Feindschaft und des Hasses in Deutschland befördern? Übrigens, Sie irren, Herr Seehofer, wenn Sie auf dem so genannten Deutschlandtag der Jungen Union, natürlich unter großem Beifall der Miesfelders und Co., herauskrakelen: „Multikulti ist tot“. Nein, Herr Seehofer, MultiKulti ist die einzige Chance, irgendwann ein vernünftiges Zusammenleben zu erreichen. Das geht nur mit MultiKulti und sicher nicht mit deutschfimmeliger Leitkultur. Deshalb, Herr Seehofer, ist Ihre Forderung, „dass die hier lebenden Menschen sich zur deutschen Leitkultur bekennen müssten – und dies bedeute christliche Werte zu achten“, nicht nur völliger Unsinn, sondern auch eine dreiste Anmaßung. Kein Mensch MUSS sich einer deutschen Leitkultur (was immer das auch sein soll) anpassen. Sie reden, schlicht und ergreifend, Unsinn, Herr Seehofer. ALLE Menschen in diesem Lande, ganz egal ob „In- oder Ausländer“, Christ, Jude, Moslem, oder auch „Nichtgläubige“, MÜSSEN sich an das Grundgesetz und die geltende Rechtsordnung halten, sonst MÜSSEN sie nix MÜSSEN. Punkt. Übrigens, auch Sie, Herr Seehofer, sollten das Grundgesetz nicht aus den Augen verlieren. Deutschpflicht auf Schulhöfen zum Beispiel, ist im besten Fall eine Schnapsidee, hat aber mit dem Grundgesetz und der Rechtsordnung absolut nix zu tun. Anstatt weiter die Öffentlichkeit mit Ihren Ausfällen zu belästigen, zumindest ich fühle mich belästigt, nehmen Sie mal ein paar Stunden Nachhilfeunterricht. Thema: Das Grundgesetz. Aber nicht nur flüchtig (über)lesen, Herr Seehofer, sondern auch Geist und Inhalt verstehen. Die ersten 20 Artikel, insbesondere den Artikel 1, möchte ich Ihnen besonders ans Herz legen. Übrigens, zu diesem Grundgesetz-Unterricht können Sie auch gerne UnionsfreundInnen, z.B. Frau Schröder, die so genannte Familienministerin, mitnehmen. Eine kleine Auffrischung kann nie schaden.

    Und ein Letztes. Der Chef der Jungen Union, Philipp Miesfelder, der Ihre Thesen, Herr Seehofer, ausdrücklich begrüßte, hat die intellektuell politische Armseligkeit und Inhaltsleere der Union auf den Punkt gebracht. Seehofer habe mit seinen Aussagen wieder „die Lufthoheit über deutsche Stammtische“ gewonnen, ist dem Philipp herausgerutscht. Wie wahr, wie wahr, dümmliches Stammtischgeschwatze ist das Markenzeichen der Union und dieser Regierung. Dummes, aber auch gefährliches Gesülze, was an die niedrigsten Instinkte appelliert. Dazu, Herr Seehofer, passt auch Ihre Aussage: „Wir wollen nicht zum Sozialamt für die ganze Welt werden“, Nein, sicher nicht, Herr Seehofer, aber Sie und Ihre FreundInnen sind eifrig dabei, unser früheres Image, der „hässliche Deutsche“, mit „neuem Leben“ zu erfüllen. Schämen Sie sich, Herr Seehofer.

    mfg
    Jutta Rydzewski

  31. Schnippsel sagt:

    Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei [1]

    Im Herbst 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkische Republik ein Abkommen zur zeitlich begrenzten Anwerbung von Arbeitskräften ab. Die Initiative zum Abschluss dieses Abkommens ging hierbei von der Türkei aus.

    Durch die Geldüberweisungen der Gastarbeiter in die Türkei sollte das Handelsbilanzdefizit der Türkei im Handel mit Deutschland durch Überschüsse in der Übertragungsbilanz kompensiert werden, um die türkische Leistungsbilanz der Bundesrepublik Deutschland gegenüber auszugleichen.

    Neben der Verbesserung der türkischen Handelsbilanz gegenüber der Bundesrepublik Deutschland erhoffte sich die Türkei, auch durch die Rückkehr, der in Deutschland mit moderneren Produktionstechniken vertraut gewordenen Arbeitskräften im Rahmen des vereinbarten zweijährigen Rotationsprinzipes, eine Effizienzsteigerung der eigenen Industrie (Know-How-Transfer).

    Zunächst reagierte die Bundesregierung zurückhaltend auf das Angebot. Arbeitsminister Theodor Blank lehnte das Angebot zunächst ab, da er die kulturell-religiöse Distanz und mögliche aus dieser resultierende Konflikte als zu groß einschätzte. Des Weiteren bestünde zunächst auch kein Bedarf an türkischen Arbeitskräften da das Potenzial an deutschen Arbeitslosen aus strukturschwachen Regionen noch nicht hinreichend ausgeschöpft sei.

    Aufgrund des außenpolitischen Drucks der USA, welche nach der geostrategisch motivierten Aufnahme der Türkei in die Nato dieses Land ökonomisch stabilisieren wollte, übernahm das bundesdeutsche Außenministerium – im Gegensatz zum ursprünglich zuständigen Arbeitsministerium – die Verhandlungsführung mit der türkischen Republik.

    Bei Abschluss des Abkommens standen die außenpolitischen Ziele der Nato sowie die innenpolitischen und wirtschaftlichen Ziele der Türkei im Vordergrund. Insbesondere erhoffte sich die Türkei einen Rückgang der hohen türkischen Arbeitslosenzahlen, welche durch ein dauerhaft über dem Wirtschaftswachstum liegendendes Bevölkerungswachstum verursacht waren.

    Aufgrund der Vertragsbedingungen, insbesondere des vereinbarten zweijährigen Rotationsprinzips, gab es keine Überlegungen oder gar Planungen hinsichtlich einer dauerhaften Ansiedlung der türkischen Zuwanderer. Denn dies war in den Vertragsbedingungen explizit nicht vorgesehen.

    Das Anwerbeabkommen mit der Türkei enthielt von Anfang an im Gegensatz zu den Anwerbeabkommen mit den westlichen Ländern einige Besonderheiten (die später auch für die Abkommen mit Tunesien und Marokko übernommen wurden):

    * eine Anwerbung war ausschließlich für Unverheiratete vorgesehen,
    * ein Familiennachzug bzw. die Familienzusammenführung wurde im Abkommen explizit ausgeschlossen,
    * eine Gesundheitsprüfung und eine Eignungsuntersuchung für die anzunehmende Arbeit,
    * eine Obergrenze für den Aufenthalt von 2 Jahren wurde festgeschrieben, eine Verlängerung ausgeschlossen,
    * die Arbeitnehmer sollten nur aus den europäischen Gebieten der Türkei stammen.

    [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Anwerbeabkommen_zwischen_der_Bundesrepublik_Deutschland_und_der_T%C3%BCrkei

  32. Sarah Hohenemser sagt:

    Ich platze vor Wut… die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zeigt, dass sie im Bezug auf die Migration keinerlei Ahnung hat.
    Da beschweren sich doch sooo viele, dass sie nicht als rechts gelten wollen, nur weil sie Seehofer zustimmen und auch wenn jene Personen nicht rechts sind (sogar teilweise links!), sind ihre Äußerungen trotzdem rechts charakterisiert! Warum dürfen denn Muslime sich nicht empören, wenn sie in der ständigen Debatte als Islamisten bezeichnet werden. Bevor es jetzt heißt, das stimmt doch gar nicht: DIe Angst vor dem muslimischem Glauben rührt einzig allein vor der Angst von Fundamentalismus und dieser herrscht in jeder Glaubensrichtung. Wenn man dann sagt: Der Islam sei voll von Gewalt und das CHristentum nicht, so hat man seine Hausaufgaben nicht gemacht! DEnn auch das Christentum ist noch heute geprägt von Gewalt: Wir Kermani in seiner Rede schon äußerte, ist das Kreuz mitunter ein barbarisches Zeichen, denn daran wurden Menschen erhängt. Ist das dann keine Form von Gewalt, gerade dieses als Zeichen des Christentum zu präsentieren???
    Jeder hat das Recht zu glauben oder auch nicht zu glauben, solange er das tut ohne anderen Menschen zu schaden. Und auch Alice Schwarzer hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht, denn sonst wüsste sie, dass ihre Medienpräsens und die Kopftuchdebatte unsere Nation nur noch zusätzlich spaltet… denn auch Frauen mit Kopftuch haben ihren freien Willen, natürlich gibt es auch diejenigen, denen es wirklch aufgezwungen wird… aber mit einer solchen Debatte grenzen sich Frauen und Mädchen mit Grund von denjenigen ab, die sie mitleidig angucken.

    Die derzeitige Migrationsdebatte, handelt nicht mehr von Migration, sie handelt von Religion und sie zerfetzt unser Land… wobei ich mich frage was „unser“ überhaupt noch wert ist. Haben wir (was ist schon wir) das Recht eine Religion zu diskriminieren? Es ist zwar nicht gleichzusetzen mit dem Nationalsozialismus, aber kommt doch irgendwo dem Antisemitismus sehr Nahe. Deutschland hat nichts gelernt!!!

    WAs wir glauben zu wissen, wissen wir großteils aus den Massenmedien… welche uns tagtäglich vorweisen was wir präsentiert haben wollen. Niemand spricht mehr üer die derbe Einwanderungsgeschichte und niemand denkt daran, dass die Menschen aus Dörfern hierherkamen. In detschen Dörfern sind die Menschen noch viel gläubiger! Über Fakten der SINUS-Milleu Studie wird nicht geredet, denn diese spricht von Schichtzugehörigkeiten.

    Ich als Sozialarbeiterin habe ich meine Bachelorarbeit über Medienbilder von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergund geschrieben, ich habe also meine Hausaufgabe gemacht und dar mein Maul sehr weit aureißen. Die FR ist einer der wenigstens Zeitungen die neutral und sachlich in der Migrations-Debatte bleibt, dass wurde auch in der wissenschaftlichen Literatur bestätigt.

  33. hans sagt:

    Ich habe nachdem ich von den Äußerungen von H. Seehofer gehört habe nur eins gedacht, immer wenn CDU/CSU der Meinung sind es könnte eng werden wird das Thema Ausländer in egal welcher Form ausgegraben. Wenn man die Diskussion hier sieht ist das wohl auch eine gute Methode die Reihen wieder zu schließen. Frei nach der Devise wenn die Komunisten zu stark werden übernehmen Hassprediger die Regierung und das muß jeder echte Deutsche verhindern. Ich gebe zu das ich etwas übertreibe aber die Richtung stimmt.

  34. Schnippsel sagt:

    Hans, Sie werden uns sicher verraten können, was ein „echter Deutscher“ ist, oder? Langt es, wenn man Deutsch spricht und die ersten 20 Artikel GG akzeptiert? Ist man dann „Deutscher“ oder doch schon „echter Deutscher“?

  35. Thonas Schuster sagt:

    Jeder, der Sarrazin zustimmt und die Integration der Moslems kritisch sieht wird von den meisten großen Medien als ‚Rechtspopulist‘ abgekanzelt.

    In Talk Shows wird den Zuschauern der gut integrierte Mustertürke vorgeführt, um den es in der Diskussion in keiner Weise geht. Der autochtone Bürger wundert sich, dass das alles nicht der Lebenswirklichkeit entspricht.

    Das Dauerfeuer der Medien gleicht einer Art Umerziehungslager, bei dem gerade die FR kräftig mitmacht.

    Der obligatorische Verwies auf die Nazi-Herrschaft und Judenverfolgung darf natürlich auch nicht fehlen, um die Diskussion abzuwürgen.

    Ich empfehle die ARD-Doku „Hart und herzlich“ über den vergeblichen Kampf einer
    deutsch-türkischen Lehrerin.

    Ebenso aufschlußreich ist die Spiegel-online Dokumentation „Duisburg-Marxloh“.

    Dort rät z.B. einer der wenig verbliebenen deutschen Ärzte einer mulimischen Patientin als Therapie, schwimmen zu gehen.
    Auf die Nachfrage der Reporterin sagt die Frau, dass Sie dass nicht machen könne, Sie trage ja Kopftuch, da seien zuviele Leute im Schwimmbad.
    Die Frau lebt seit 11 Jahren in Deutschland!? Sie hat eine Tochter dabei, welches
    Frauenbild bekommt dieses Mädchen mit?

    Nach Ansehen dieser beiden Dokumentationen kann man nur zum Schluß kommen, dass die Integration muslimischer Einwanderer in großen Teilen gescheitert ist.

    Klar daß die CSU und Seehofer Wählerstimmen wittern und auf den Zug aufspringen, obwohl beide selbst mit verantwortlich für das Scheitern der Integration sind.

    Wenn die Politik und die Medien die Meinung eines großen Teils der Bürger weiterin als ‚rechts‘, ‚rechtspopulistisch‘ oder sonstwie unmöglich einordnern und ignorieren haben wir hier bald auch einen Geert Wilders.

    Bis dahin entlädt sich der Frust der Bürger munter weiter in Internet-Foren und treibt die Leute vermehrt zu extremem Blogs (bitte mal z.B. nach pi news googlen) wo das Thema schön schön weiter brodelt. Ob letzteres der Sache dienlich ist, scheint fraglich.

    Ich denke seit Sarrazin ist der Deckel vom Topf und lässt sich nicht mehr so einfach wieder draufsetzen.

  36. Sarah Hohenemser sagt:

    uiuiui… Tho“n“as… das ist echt mal wieder nicht wit gedacht… ja, es gibt Integrationsprobleme, aber diese sind nicht nur von den Muslimen gemacht, sondern ganz genauso von den Deutschen… (und hier ist wieder der Punkt: wer ist schon deutsch und was ist denn schon deutsch? Denn auch Muslime haben zu einem großen Teil einen deutschen Pass, aber deutsch sind sie in der Debatte nicht). Na klar gibt es Menschen mit Migrationshintergrund die sich abgrenzen, aber würden Sie das nicht auch tun, wenn Sie in einem anderem Land leben und aufgrund Ihrer Herkunft mit Vorurteilen überhäuft würden?

    Einfaches Bsp: D. (türkische Eltern, deutscher Pass) wird augund der Medien dazu aufgeordert ein Kopftuch zu tragen— wie? Aja die Debatten deten darauf hin, dass eine türkische Frau (auch mit deutschem Pass) wohl keine richtige Muslimin ist, wenn sie kein Kopftuch tägt. Warum verkörpern die Medien eine solche Haltung? Um zu behaupten dass Musliminen rückständig sind, also sind sie ja modern und weniger gläubig wenn sie keines trage. D. ist allerdings sehr mit ihrem Glauben verwurzelt (weil das in der türischen Kultur viel enger beieinander liegt) und merkt, dass sie vllt. doch nicht muslimisch genug ist— DENN DIE MEDIEN MACHEN UNSERE GESELLSCHAFT!!! (das war jetzt ein drastisches Beispiel)

    Und zu dem Nazi- Deutschland… darauf will glaub ich keiner hinaus… Die Muslim-Debatte ist mit dem Antisemitsmus teilweise zu vergleichen NICHT MIT DEM NATIONALSOZIALISMUS!!!… und warum? Weil es hier um einen Glauben geht, den viele falsch auslegen, als Bedrohung auslegen indem sie ihn mit Islamismus gleichsezten und das sage ich als absolute Atheistin!

    Die Debatte schockiert mich sehr und macht mir nach meiner Ausarbeitung echt Sorgen, denn jetzt liebe (ironisch) Frau Merkel scheitert die Integration erst Recht… und multikulti ist genauso diskriminierend… denn sollten nicht die Menschen mit Migrationshintergrund unsere Kultur so stark mitgeprägt haben, dass sie einfach als Kultur dazu zu zählen sind und nicht als vielfältig?

    Bevor man den Mund zu weit aufreist… bitte erstmal etwas nachforschen… denn gerade die Menschen, die ihre Wurzeln in anderen Ländern haben, bereichern unsere Gesellschaft, ohne sie wäre ich bestimmt auch schon ausgewandert, weil es so langweilig ist, nur aus einem Kulturkreis etwas zu erfahren! Der Rechtsruck ist beängstigend und erschütternd, nicht dass wir enden, wie andere europäische Länder….. GÄNSEHAUT

  37. Sarah Hohenemser sagt:

    ACHSO ja, genau das Käseblatt SPIEGEL wird in der wissenschaftlichen LIteratur extremst kritisiert (von Psychologen, Soziologen, Wissenschaftlern)… also ein sehr schäbiges Beispiel!

    Auszug aus meiner BA Arbeit:
    -Es ist nicht nur die Klatschpresse, die ein negatives Bild von Migranten vermittelt, vielmehr sind es auch „loyale“ Zeitschriften wie beispielsweise die Zeitschrift „der Spiegel“ und Fernsehsender wie ARD und ZDF, die ein Negativ-Bild von Migration vermitteln (vgl. Hentges, 2006, S. 92 f.).
    [ARD und ZDF sind im Allgemeinen die Lieblingssender der Menschen ohne Migrationshintergrund! Zudem ist das Fernsehen des Deutschen meist verwendeten Medium (vgl. Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, 2007)].
    Zur Thematik der Einwanderungsdebatte veröffentlichte die Zeitschrift „der Spiegel“ mehrere Artikel mit fragwürdigen Inhalten. Hierbei tauchte in zwei verschiedenen Artikeln dasselbe Bild von Kopftuchtragenden Frauen, die einen Kinderwagen schieben, die die Reichstagkuppel in Berlin betrachten, auf. Das Bild trägt den Titel „Ausländer in Berlin: Zur Integration verpflichtet“ die Aussage richtet sich an das Kopftuch, da das Kopftuch als Bild der verweigerten Integration gilt (vgl. Hentges, 2006, S. 94).-

  38. Sarah Hohenemser sagt:

    UND— das muss ich noch los werden Thonas, bevor Sie hier empfehlen sich in TV und KLatschpresse über eine Debatte zu informieren… setzen Sie sich mal sozialwissenschaftlich damit auseinander… denn auch ARD ist in der Debatte fragwürdig und das ist genau das Problem, selbst den öffentlich rechtlichen TV-Sendern ist in ihrer Neutraltät nicht zu trauen. Die veröffentlichen Einzelfälle und stellen dies als Allgemenheit dar… und die Darstellung der Medien beeinflussen wir Deutschen mit unserer Haltung, denn die sind gezwungen das zu präsentieren was wir hören wollen.

  39. Katie Käse sagt:

    Die CDU/CSU schießt doch nur noch quer, kurz nachdem Wulff meint, das der Islam als Teil unserer Gesellschat zu akzeptieren ist wird er von Merkelchen gelobt und bekommt ein Lerckerli… dann schießt Seehofer dagegen, indem er die alle nicht haben will und tut es Sarrazin gleich (obwohl sich doch auch die CDU versucht hat über ihn zu eschuffieren)… naja dann hat die breite Masse dem Seehofer viel mehr Recht gegeben als dem Wulff, also gab die Merkel ihm ein Küsschen und Wulff gleich hinterher… ein eindeutiges Zeichen: Unsere Kanzlerin ist eine Marionette…. hahaha
    Da sind doch sooo viele Frauen mit Kopftuch (hier in Ffm sind wenige), die nichts dürfen und das tut uns deutschen total viel schreckliches an, da die deutschen Schülerinnen nun auch ein Kopftuch haben wollen und in die Moschee gehen wollen. Und muslimische Jungen sind so extrem gewalttätig und das ist garantiert NUR auf deren GLauben zu beziehen. CHristliche Jungen schlagen bestimmt nie zu. Und vor Allem ist das nur der Glaube… der sie dazu veranlasst gewalttätig zu ein, nicht deutsch zu lernen, Frauen zu unterdrücken usw. Das ist garantiert nicht die Schuld der Politik und der Deutschen, alle Muslime ist auch 100pro radikal… #
    Das war alles IRONISCH

    Pfui, unsere Gesellschaft sinkt immer tiefer

  40. Thomas Schuster sagt:

    @Sarah Hohenemser
    > … setzen Sie sich mal sozialwissenschaftlich damit auseinander

    Wie wäre es mit diesem Link:
    http://tinyurl.com/3xpru9m

    Da hat sich ein Fachmann mal mit der Thematik auseinandergesetzt. Eine klare Analyse!

    > denn gerade die Menschen, die ihre Wurzeln in anderen >Ländern haben, bereichern unsere Gesellschaft,
    Nichts gegen die Pizzeria, die Döner-Bude, das China-Restaurant.

    Viele Bürger fällt es aber zuhnehmed schwer, es als Bereicherung anzusehen wenn Migranten in Sozialsysteme einwandern, die Kriminalstatistik überproportional von muslimischen Migranten beherrscht wird und sich Parallelgesellschaften bilden, die sich abschotten statt zu integrieren.

    Selbst wohlwollende Eltern ziehen doch spätestens bei der Einschulung des eigenen Kindes in einen Stadtteil, wo eben nicht 80% Mirgarnten die Schüler stellen.

    > Die derzeitige Migrationsdebatte, handelt nicht
    > mehr von Migration, sie handelt von Religion
    > und sie zerfetzt unser Land

    Sie zäumen das Pferd von hinten auf: Das ewige Stillhalten, nichts sagen dürfen zum Thema, birgt eine Zeitbombe. Besser die etablierten Parteien überlegen sich JETZT, wer zukünftig nach Deutschland einwandern darf und was von den hier lebenden Migranten gefordert wird als dass es irgenwann einen Wilders hier gibt.

    Man kann Sarrazin nicht genug danken, dass er hier einen Tabubruch bewirkt hat. Keiner kann sich mehr um das Thema drücken, wenngleich die Leitmedien immer noch belehrend und bremsend auf die Diskussion einzuwirken versuchen.

    Schlimm auch, dass Zeitungen bei einer Straftat, bei der die Nationalität des Täters bekannt ist, dies nicht vermelden. Es wird verschwiegen und vertuscht, das geht den Leuten auf die Nerven.

    Es ist mir unverständlich, wie aufgeklärte Menschen immer wieder Partei ergreifen für eine Religion wie den Islam, der ein total vealtetes, frauenfeidliches und intolerantes Weltbild propagiert.

    > Der Rechtsruck ist beängstigend und erschütternd,
    > nicht dass wir enden, wie andere
    > europäische Länder.

    Tasachenbeschreibungen und Gefühle eines Großteils der Bevölkerung haben mit Rechtsruck nichts zu tun! Oder soll sich die Regierung ein neues Volk suchen?
    Wie gesagt, wenn die Politik die Integration nicht klar als Bringschuld der Einwanderer herausstellt, dann gibt es hier über kurz oder lang einen Wilders.

  41. Sarah Hohenemser sagt:

    Die gute alte FAZ ist ausschließlich konservativ geprägt und schreibt in keinster Weise neutral… nicht alle Sozialwissenschaftler sind ernst zu nehmen. Wie wäre es mal mit anerkannter Fachliteratur?
    Nun gut man kann jetzt nicht von jedem Bürger verlangen sich fachlich mit der Materie auseinander zu setzen, aber man kann verlangen diferenzierter auf die Dinge zu blicken!

    Der TRend nach rechts ist momentan in jedem Land zu beobachten… sagen Sie nicht, die CDU ist nicht „eher“ rechts, denn dass ist sie schon und das sagt sie auch von sich selbst. Es gibt die Mitte nicht. Es ist wirklich unerklärlich wie die Politik von Religion getrennt werden kann, wenn wir eine christliche Partei an der Spitze haben.

    Ich selbst bin als Frankfurterin, Kind mit deutschen Wurzeln, groß geworden. Mein Freundeskreis besteht aus allen möglichen Nationalitäten und in meinem Studium habe ich deutlich gemerkt, dass auch Sozis oft Vorurteile haben. Aber das waren meist diejenigen, die aus Dörfern stammen.
    Immer die Angst vor dem „Fremden“ was gar nicht mehr fremd ist… und uns in keinster Weise bedroht. Natürlich Extremisten sind wieder was anderes… abe um die geht es hier gar nicht Ist es denn nicht erschütternd einen Seehofer Muslime als Islamisten bezeichnen zu hören?

    Fangen Sie bitte an bei der Einwanderungsgechichte… und verweilen Sie dort einen Augenblick…#

    Die ganze Welt rutscht derzeit nach rechts… auch in der Türkei u.a. Ländern!

    Aber es ist grausam zu beobachten, dass die deutsche Gesellschaft da genauso mitzieht… Kopftuchverbot… na dann bitte aber auch runter mit allen Kreuzen! Moscheen einschrenken, dann bitte auch die Kirchen… die ziehen den Menschen das Geld aus der Tasche.

    Ich kenne keine Muslime, die kein deutsch sprechen, die vom Staat leben oder gewalttätig sind und ich kenne viele. Warum wollen dann alle behaupten dass diese trotzdem die Mehrheit darstellen? Das ist doch genau andersrum, es sind die Medien die dieses Bild vermitteln und die Menschen verlassen sich au die Bilder der Medien.

    Die Kriminalstatistik (habe mit einer Kriminologin gesprochen) ist extrem verälscht, denn die meisten Kriminalälle die dort im ZUsammenhang mit Migranten und Ausländern aufgezeigt werden, haben etw, mit Asyl und Aufenthaltsrecht zu tun. Vorallem mit Kriegsflüchtlingen!!! Die besagte Kriminologin und Professorin bestätigt außerdem, dass sich die Gewaltaten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund keinerlei von denen ohne Migr.hintergrund unterscheiden. Was Pfeiffer dazu sagt ist klar, denn er weiß wie man sich in den Medien verkauft und diese wird unter vielen Kriminologen belächelt, denn er stützt sich nur auf Zahlen.

    Ich bin die ewige Diskussion wirklich leid… Nein, Sarrazin ist nicht zu danken, denn er sorgt dafür, dass sich Muslime nun noch weiter von der Gesellschaft abgrenzen und ich verstehe sie. Denn ich würde auch nicht damit klar kommen, wenn man Atheisten so behandelt…

    egal, wir drehen uns im kreis

  42. Sarah Hohenemser sagt:

    Muss nochmal klugscheißern:::: sry! Aber wofür habe ich mich Monate lang mit dem Thema wissenschaftlich befasst? 🙂 und egal welches Argument dagegen stößt, die Arbeit ist durch mehrere Hände gegangen und als ziemlich gut befunden worden. Das ist das Wort zur Guten Nacht undegal welches Argument nun dagegen schießt: ich bin es leid zu diskutieren und fahre jetzt lieber wieder kleiner:

    Auch die Ängste der Politik wirken sich auf die Inhalte der Medienberichterstattungen aus. Während die konservativ orientierte Fraktion eine Angst vor der gewachsenen kulturellen Identität, vor Sicherheitsmangel und vor Verlust der Emanzipation entwickelt, sehen Andere eine Gefährdung moderner Aufklärung und Liberalität.
    Beide Betrachtungsweisen lassen den Islam als „das Andere“ oder als „fremd“ erscheinen.
    Die Gesellschaft ist durch ihre Erfahrung von der Realität des Terrorismus stark in ihrer Wahrnehmung des Islam geprägt. In den achtziger Jahren vermehrte sich der Kerngedanke, Terrorismus und Religion in Zusammenhang zu bringen. Als Begründung für jene Entwicklung gilt die Deklarierung von Terroristen, ihre Tat sei einzig religiös motiviert. Desweiteren ordnet man Terroristen religiös definierten Organisationen zu und schlussendlich hatte der Begriff „Religion“ in den achtziger Jahren den Status einer autonomen Erklärungskategorie erlangt.

    Vorbehalte und Ängste gegenüber dem Islam können sich zu einer Haltung pauschaler, diskriminierender Ablehnung von Menschen mit muslimischem Familienhintergrund verhärten, die seit einigen Jahren unter dem Begriff der „Islamophobie“ thematisiert wird.

    !!!!
    Zumeist werden muslimische Jugendliche aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion und ihrer Kultur kategorisiert. Als Hintergrund ihres Verhalten, wird zumeist die Religion und die Kultur als Erklärung vorgelegt.
    Muslimische Jugendliche in Deutschland unterscheiden sich in ihrem Interesse an Religion kaum von nichtmuslimischen Jugendlichen. Fragen zu der existentiellen Sinnerfahrung angesichts der Endlichkeit des Lebens und individuelle Glaubensauslegungen, werden von nichtmuslimischen, ebenso wie von muslimischen Jugendlichen ähnlich ausgelebt.
    Das religiöse, konfessionelle und vor allem kirchliche Engagement von Jugendlichen, die der gebildeten Mittelschicht angehören in Deutschland, nimmt zu. Zudem nimmt die Akzeptanz der Kirchen in den unteren Schichten deutlich ab. Während sich der Islam in Deutschland aufgrund seiner Herkunft aus der Arbeitsimmigration eher in der Unterschicht etabliert

  43. Thomas Schuster sagt:

    @Katie Käse

    > Und muslimische Jungen sind so extrem gewalttätig
    > und das ist garantiert NUR auf deren GLauben zu
    > beziehen.

    Es ist statistisch nachweisbar, dass bei muslimischen Jugendlichen die Gewalt überproportional hoch ist.
    Die Annahme einer ursächlichen Verbindung zum Glauben ist daher nicht ganz abwägig.

    > CHristliche Jungen schlagen bestimmt nie zu.

    Hat niemand behauptet. Nur eben viel weniger als muslimische.

    > Und vor Allem ist das nur der Glaube der sie dazu
    > veranlasst gewalttätig zu ein,
    > nicht deutsch zulernen,

    Andere Migrantengruppen mit einer anderern Religion als dem Islam tun sich hier nachweislich leichter.

    > Frauen zu unterdrücken usw.

    Leider weit verbreitet im Islam. Daher auch weitgehend inkompatibel zur hiesigen Lebensart.

    > Das ist garantiert nicht die Schuld der Politik
    > und der Deutschen

    Na endlich! Natürlich sind die bösen Deutschen wieder schuld.
    Das Integration zuerst einmal eine Bringschuld ist, kommt Ihnen nicht in den Sinn!?
    Die unverbesserlichen Gutmenschen sollten mal sie rosarote Brille absetzen.

    Die Politik muß klare Regeln vorgeben, welche Migranten Deutschald braucht und welche nicht.

  44. Sarah Hohenemser sagt:

    Hausaugabe nicht gemacht… Kriminalstatistik nicht richtig studiert — siehe oben.

    Deutschland wird zum Überwachungsstaat— verstanden….

    es gibt Unterdrückung— aber nicht jede Frau wird unterdrückt

    und doch die Politik ist schuld! — Anwerbeabkommen etc.

    Und wo steht im KOran: Schlag zu… Menschen schlagen zu, wenn sie frustriert sind und die Frustration kommt nicht von allein

  45. Sarah Hohenemser sagt:

    das heist nicht, dass sie zuschlagen sollen

  46. Sarah Hohenemser sagt:

    achja die besagte Studie ist wohl von dem Pfeiffer, der in Kriminologenkreisen oft kritisiert wird 😉 auch keine gute Quelle

  47. Thomas Schuster sagt:

    @Sarah Hohenemser

    > Die gute alte FAZ ist ausschließlich konservativ
    > geprägt und schreibt in keinster Weise neutral

    Dafür gibt es ja dann auf der anderen Seite die Frankfurter Rundschau.

    > nicht alle Sozialwissenschaftler sind ernst zu nehmen.

    Und welche das sind legen Sie fest !?

    > Nun gut man kann jetzt nicht von jedem Bürger
    > verlangen sich fachlich mit der Materie auseinander
    > zu setzen,

    Fragen Sie sich bitte doch einmal, warum die Menschen Sarrazin zustimmen.
    Ich denke nicht, weil das alles verkappte Rechtsradikale sind.

    Gehen Sie doch mal im Sommer in den Ostpark, und schauen Sie, wer dort wie den Park vereinnahmt (gilt ebenso für das Rebstock-Gelände und den Heinrich Kraft Park).
    Dieses geballte Auftreten einer Migrantengruppe macht den Leuten Angst.

    > Der TRend nach rechts

    Wieso bedeutet begründete Kritik an muslimischen Migranten einen „Trend nach rechts“ ?

    > Ich kenne keine Muslime, die kein deutsch sprechen,
    > die vom Staat leben oder gewalttätig sind und ich
    > kenne viele.

    Dann scheint Ihr Bekanntenkreis nicht repräsentativ zu sein!
    Statistisch klar nachweisbar ist zum Beispiel, dass überproportional viele Migranten Sozialleistungen beziehen.

    >Warum wollen dann alle behaupten dass diese trotzdem
    > die Mehrheit darstellen?
    >Das ist doch genau andersrum, es sind die Medien
    > die dieses Bild
    >vermitteln und die Menschen verlassen sich au
    >die Bilder der Medien.

    Jetzt verleugnen Sie aber Tatsachen.

    >Ich bin die ewige Diskussion wirklich leid!

    Schade, die Diskussion hat doch gerade erst begonnen und ist wichtig.
    Wenn nicht diskutiert wird treibt das die Leute in die Arme von Rattenfängern.

    > Nein, Sarrazin ist nicht zu danken, denn er sorgt
    > dafür, dass sich Muslime nun noch weiter von der
    > Gesellschaft abgrenzen

    Das haben die Muslime schon ohne Sarrazin gemacht. Sie wollen zum großen Teil nichts mit Deutschland zu
    tun haben.
    Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Googeln sie mal nach der TV-Doku „Duisburg-Marxloh“,
    schauen Sie sich diesen Film an!

  48. MerCedes sagt:

    „Gehen Sie doch mal im Sommer in den Ostpark, und schauen Sie, wer dort wie den Park vereinnahmt (gilt ebenso für das Rebstock-Gelände und den Heinrich Kraft Park). Dieses geballte Auftreten einer Migrantengruppe macht den Leuten Angst“

    Nöö. Die Leute haben da gegrillt, so wie die Deutschen das auch gern machen würden, wenn sie sich denn trauen würden. Aber könnte ja sein, dass grillen im Park unstatthaft, ordnungswidrig oder vielleicht sogar eine Straftat ist, wa? Das geht nämlich im Kopf der Deutschen herum: Es KÖNNTE verboten sein. Also machen wir das mal lieber erst gar nicht. Deutsche ecken nicht gern an, am wenigsten mit ihrer Staatsmacht. In Frankreich demonstrieren gerade Millionen. Da kann der obrigkeitshörige Deutsche nur staunen .

    Es war einer der letzten schönen Julitage 2010. Danach kam wettertechnisch ja nur Scheiße. Aber diesen Abend werde ich nie vergessen. Dieser Abend bei den grillenden Deutschtürken draußen im Rebstockpark hat mein Leben verändert.

  49. hans sagt:

    zu@ Schnippsel
    Ihre Frage was ein echter Deutscher ist läßt sich im Sinne von H. Seehofer leicht beantworten. Ein echter Deutscher ist eine staatstragende Persöhnlichkeit die einen deutschen Pass hat und CDU/CSU wählt.

    Aber dann will ich auch mal meine Meinung zum Thema sagen.
    Wer in Zukunft zuwandert sollte in einem Zuwanderungsgesetz geregelt werden und nicht zu großen Teilen in die Sozialsysteme erfolgen.
    Wer schon zugewandert ist sollte integriert werden, sollte eine Person dieses ablehnen sollte diese Person Deutschland verlassen müssen. Eine Ablehnung ist für mich nicht wenn jemand ein Kopftuch trägt sondern wenn jemand nicht bereit ist die Regeln des Grundgesetzes zu beachten. Das muß aber auch umgesetzt werden. Vor einigen Tagen kam mein Sohn von der Arbeit nach Hause und hat erzählt das ihn einige nach seinen Worten Türken in der S-Bahn dazu überredet haben auf sein Handy zu verzichten. Ich bin nicht der Meinung das diese Personen gleich ausgewiesen werden sollen aber dieser Vorgang ist für mich schon ein Zeichen das Handlungsbedarf besteht. Es handelt aber keiner, die reden nur alle. Deshalb kann ich Aussagen wie die von H. Seehofer nur noch ironisch kommentieren. Unter Handeln würde ich verstehen, in erster Linie, Maßnahmen zu ergreifen um die Schul und Ausbildungsbedingungen zu verbessern. Sonst wird das mit der Integration nie etwas. Da kann man hier solange diskutieren wie man will.

  50. Sarah Hohenemser sagt:

    also könnte ich niemals eine echte Deutsche sein, auch wenn meine Eltern deutsch sind… dabb bin ich aber froh nicht deutsch zu sein. Und schon im Studium habe ich gelernt, dass man sich Statistken nicht auf Basis der Zahlen angucken sollte, auswerten können sie nur Wissenschaftler. Achja, das ist Niddapark ähnlich, vllt weil viele Türken ihr leben viel mehr in die Natur verlagern möchten und aufgrund finanzieller Verhältnisse nicht auf ihre Whg. beschränkt werden möchten. Wenn Deutsche vor solchen Menschen Angst haben, sollten sie sich mal mit den Menschen unterhalten, denn die nehmen sie meist gerne in ihrer Mitte auf nd laden sie zum Grillen ein, was deutsche nicht machen würden, auch nicht bei anderen Deutschen.
    Langsam muss man sich echt schämen deutsch zu sein 😀

  51. Sarah Hohenemser sagt:

    http://www.sinus-institut.de/uploads/tx_mpdownloadcenter/Aktuell_30012009_Deutschtuerken_Hauptdokument.pdf

    „Faktoren wie ethnische Zugehörigkeit, Religion und
    Zuwanderungsgeschichte beeinflussen zwar die Alltagskultur, sind aber nicht
    milieuprägend und auf Dauer nicht identitätsstiftend. Der Einfluss religiöser
    Traditionen wird oft überschätzt. Drei Viertel der Befragten zeigen eine starke
    Aversion gegenüber fundamentalistischen Einstellungen und Gruppierungen
    jeder Couleur. 84 Prozent sind der Meinung, Religion sei reine Privatsache.
    Bei türkischstämmigen Migranten bezeichnet sich nur die Hälfte (51%) als
    Muslime, die ihre Religion aktiv ausüben.
    Sachdienliche Hinweise“

    das ist eine ernst zu nehmende Studie… denn sie arbeiten mit allen Aspekten und nicht mit der scharz/weiß methodik, die von vielen Sozialwissenschaftlern verpönt wird.

    Selbst OECD (Pisa Studie) sieht die Problematik nicht einzig bei den Migranten
    http://www.oecd.org/dataoecd/2/57/36665235.pdf

    Sozialwissenschaftler wie Butterwegge sollte man mal zu der Themaik befragen

  52. Sarah Hohenemser sagt:

    OECD, Sinus Milleus von sociovision und butterwegge

  53. Sarah Hohenemser sagt:

    das ist ziemlich hieb und stichfest— OECD= Pisa Studie… Sinus Milleues= handfeste Studie, selbst in politik anerkannt… aber cdu/csu müssen ja linientreu bleiben…

    butterwegge= sozialwiss. der sich mit rechtsetremismus befasst… wurde auch schon in vielen zeitungen zitiert… u.a. in der fr. In meiner Arbeit hab ich einige Fachliteratur auch von ihm gelesen.

  54. hans sagt:

    zu@ Sarah Hohenemser
    Ich bin mir nicht sicher ob Sie mit Ihrem Beitrag mich ansprechen wollen. Ich fühle mich allerdings im Grunde nicht angesprochen da Ihr Beitrag dem was ich geschrieben habe nicht wiederspricht. Ob Leute egal welcher Nation sich irgendwo zum Grillen treffen ist mir ziemlich gleich. Ich wünsche ihnen viel Spaß. Wenn Leute egal welcher Nation meinem Sohn sein Handy abnehmen kann ich das wirklich nicht vergleichen und gut finden auch wenn sie lustig beim Grillen sind.

  55. Katie Käse sagt:

    ein paar aufkommende Fragen, an die konservative Fraktion in here:

    – warum ist denn nur deutsch, wenn man sich nach dem deutschen Leitbild richtet?
    – wenn dem so wäre, dann müssten ganz viele auswandern und woher kommen dann die Kinder?
    – ist es nicht Fakt, dass nur noch wenige Deutsche Kinder bekommen und wir nach und nach ein Seniorenstaat werden?
    – Sollen wir dass so förden, indem wir Menschen, die unsere Geburtenrate deutlich erhöhen dazu auffordern nicht mehr hier zu leben? (das tun wir doch durch eine solche Debatte)
    – jetzt wird wieder das Argument kommen, dass diese Kinder doch dem Staat auf der Tasche liegen würden… aber ist es nicht viel her so, dass die 3. Generation der Menschen mit Migrationshintergrund, sich hier total verwurzelt fühlen und sich zugleich viel mehr mühe geben als so manch deutscher hartzIV Empfänger. Denn unter den Hartz-IV Empfängern sind die Menschen mit Migrationshintergrund zu einer großen Prozentzahl die fleißigeren (laut Kindermann).

    – was ist denn die deutsche Leitkultur? Ist das nicht schon alleine ein extremer Begriff?

    -Vor Allem stellt sich vieler Orts die Frage „wer ist wir“ Navid Kermani sei Dank!

    gruß, Kä#se

  56. Sarah Hohenemser sagt:

    Hallo Hans,
    nö…. das geht immer noch an Tho“n“as 🙂 und alle die, die nix kapieren.

    der Tho“n“as hat doch vom Grillen geredet, nicht Sie 😉

  57. Sarah Hohenemser sagt:

    also vielmehr hat er vom ostpark geredet und mercedes hats aufs grillen bezogen

  58. Jutta Rydzewski sagt:

    @54 Katie Käse

    „… aber ist es nicht viel her so, dass die 3. Generation der Menschen mit Migrationshintergrund, sich hier total verwurzelt fühlen und sich zugleich viel mehr mühe geben als so manch deutscher hartzIV Empfänger. Denn unter den Hartz-IV Empfängern sind die Menschen mit Migrationshintergrund zu einer großen Prozentzahl die fleißigeren (laut Kindermann).“

    Pardon, aber was soll denn dieser Käse? Merken Sie nicht, dass Sie damit genau den Leuten zu Diensten sind, gegen die Sie sich doch eigentlich wenden, wenn ich Sie richtig verstanden habe.

    Seit Jahren soll der Republik ein anderes System übergestülpt werden. Daran beteiligt ist nicht nur die versammelte neoliberale Politik von CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne, sondern auch weitgehend die so genannten Lei(d)medien, einschließlich der Öffentlich-Rechtlichen, die „eingebundene“ Wissenschaft, die „begleitende“ INSM, die Bertelsmänner, sonstige Interessenverbände, PR-Agenturen und Lobbyisten. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise halten die üblichen Schwätzer an ihren (grandios gescheiterten) Heilslehren fest, und ihre „Jünger“ klappern und plappern den ganzen Unsinn auch weiter nach; schließlich werden sie dafür gut bezahlt. Dabei ist neben der Privatisierung und Deregulierung möglichst aller Lebensbereiche, einschließlich der Daseinsvorsorge, vorrangige Zielsetzung, die unmittelbar Betroffenen, also die Sozialhilfe- Grundsicherungsbezieher, auch Hartz IV-er genannt, Niedriglöhner, Tagelöhner, Befristeten, Verliehenen, Mini- Midi- Mehrfach- und ein Eurojobber gegeneinander aufzuwiegeln, nach dem Motto: Hier die guten, „anständigen“, und dort die bösen, faulenzenden, sozialschmarotzenden Armen. Das hinreichend bekannte erbärmliche Spielchen: Gut gegen Böse, sozusagen spezialisiert in: Gute Arme gegen böse Arme. Und Sie erweitern nun auch noch dieses erbärmliche Spielchen, in dem Sie qualitative Unterschiede zwischen „guten migrantischen“ Hartz IV-ern, die nicht nur „fleißiger“ als deutsche Hartz IV-er sind, sondern sich auch mehr „Mühe“ geben,

    Wenn Sie jetzt immer noch nichts merken, empfehle ich Ihnen mal als Suchbegriff „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ einzugeben. Der Soziologe, Prof. Wilhelm Heitmeyer, von der Uni Bielefeld, hat nicht nur diesen Begriff geprägt, sondern dazu auch ein umfängliches Forschungsprogramm entwickelt.

    Um ganz offen zu sein, so richtig wirklich habe ich auch nicht verstanden, an wen Sie sich denn jetzt hier konkret wenden, obwohl Sie zu Beginn Ihrer Verlautbarung von Fragen an die „konservative Fraktion“ schreiben. Wer oder was soll das sein, und was wollen Sie überhaupt für eine „Botschaft“ übermitteln?

    mfg
    Jutta Rydzewski

  59. Christian Bastannier sagt:

    http://www.fr-online.de/politik/angela-merkel—multikulti-ist-absolut-gescheitert–/-/1472596/4747070/-/index.html

    Diese Debatte wird immer unredlicher. Es geht doch ausschließlich darum, rechts-konservative, ängstliche Gruppierungen ohne Selbstbewusstsein Wählergruppen zu umschmeicheln. Und es ist einfach perfide in einem Land wie Deutschland von christlich-jüdischen Wurzeln zu sprechen, das hatte ja Herr Kramer auch schon angesprochen. Die wiederaufgewärmte Forderung des Herrn Lindner, dass auf Schulhöfen nur Deutsch gesprochen werden darf, lässt einen Zweifeln ob dieser Herr Lindner je eine Schule besucht hat. Wie bitte soll das Gebot durchgesetzt werden? Sollen Lehrer ständig über den Schulhof Kontrollgänge absolvieren? Sollen IM-Schüler rekrutiert werden die mit Hilfe versteckter Aufnahmegeräte Beweismaterial beschaffen? Und was passiert dann mit den Schülern die verbotener Weise auf dem Pausenhof Englisch, Französisch, Italienisch oder was für eine Sprache auch immer gesprochen haben? Ausweisung? Schulverbot? Oder nur eine Eintragung ins Klassenbuch? Politiker werden immer peinlicher. Schwachsinnige Vorschläge und das Motto „Eine schlechte Presse ist besser als keine Presse“ ist eine schlechte Grundlage für die Lösung der Intergrationsprobleme.

  60. Gerardo Señoráns Barcala sagt:

    Integration gelingt nur wenn alle Seiten mitmachen! Jedoch muss sich die Minderheit Anpassen und nicht umgekehrt! In jeder Demokratie geht es nach den Mehrheiten und nicht nach den Minderheiten! – Nur die Türkische Minderheit, die zu meist auch noch in Deutschland geboren worden ist, hat dieses noch nicht erkannt! Es ist die einzige Ausländische Gruppe die Deutschland nicht akzeptiert oder toleriert! – Dies ist eine Respektlose und Egoistische Einstellung. Auch ist diese Einstellung unfreundlich und wird Deutschland nicht gerecht! – Auch die nativen Bundesbürger haben ihre Probleme, wenn auch andere. – Die Türkischen Migranten sollten endlich aufhören ständig nach Mitleid zu ringen! Wer wirklich will, integriert sich! – Diese Gruppe weiss genau, dass ihnen in der Türkei das gleiche widerfahren wird, jedoch ohne Beachtet zu werden! – Integration ist überregional und immer das gleiche. Man achtet die Sitten und Bräuche seiner Gemeinde, seiner Nachbarn, seines Arbeitgebers, seiner Freunde oder selbst seiner Feinde. Nur wer sich integriert kann gewinnen. Man muss gemeinsam nur am gleichen Seil ziehen wollen. man muss auf den Gemeinsamen Nenner setzen wollen.

  61. Otto Bronnert sagt:

    Es ist doch ein seltsames Pärchen, dass sich hier als Brandstifter betätigt. Bislang hatte ich den Eindruck, nur die Westerwelletruppe hätte ein Alleinstellungsmerkmal, nämlich die Klientel zu bedienen, die reichlich Bimbes rüberreicht. Die römische Dekadenz deutete ja auch darauf hin dass man etwas fürs Wählerimage tun muss. Die Zielrichtung ist dabei klar, man drischt auf die ein, die in der Bevölkerung einen schlechten Stand haben. Nun ist es an der Zeit, das Alleinstellungsmerkmal für die Union zu benennen: die Oberhoheit über die deutschen Stammtische. Und wie gewinnt man die? Na man drischt auf die „Underdogs“ ein. Der werte Herr Koch hat es doch auch mit einer Kampagne gegen Ausländer geschafft, sich den Posten des Ministerpräsidenten zu erschleichen. Herr Rüttgers war ja auch nicht zimperlich, eine Formulierung wie „Kinder statt Inder“ zu kreieren. Jetzt also die Stammtischparole „Multikulti ist gescheitert“. Was denn noch aus dem braunen Sumpf, den ich eigentlich sehr weit rechts vermutet hätte, ach ja man versucht ja alles rechts abzugrasen, die Leitkultur. Das hätten die Nazis von früher und die Neonazis nicht besser sagen können. Mir wird bei einer solchen „politisch-populistischen“ Debatte ganz anders. Mir läuft da ein Schauer über den Rücken. Nicht wieder so ein politisches Progrom! Man muss ja schon auch überlegen, ob man nicht rechtzeitig emigriert, wenn man sie nicht abwählen kann.

  62. Uli Weiß sagt:

    Frau Merkel und Herr Seehofer haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Wer behauptet dass es keine Integration gäbe, ist doch einfach selbst nicht bereit sich zu integrieren und kennt nur Deutsche bzw. die paar Quotenausländer wie Roberto Blanco. Das Boot Deutschland ist nicht voll, nur die Teller quellen über. Und davon könnten wir gerne etwas mehr abgeben oder in Kindertagesstätten und Schulen investieren. Wer sich als nicht Deutschsprechnde/r nicht den Zwängen der patriachalen Verhältnisse in der eigenen Sprachgemeinschaft unterwerfen will, lernt freiwillig die jeweilige Landessprache. Und wir in Frankfurt leben gut mit unsren Nachbarn, die an einem anderen Tag Sonntag haben als wir. Diese bereits geschehene Integration kann auch von der Rethorik von Frau Merkel und Herrn Seehofer nicht mehr rückgängig gemacht werden. Vielleicht sollten wir Bayern und die No-Go Areas einfach zu „Deutschen-Reservaten“ machen damit unsere Kinder auch noch die Möglichkeit haben absolute Dummheit am lebenden Objekt zu studieren.

  63. Sarah Hohenemser sagt:

    ja das stimmt, die Diskussion sinkt wirklich immer tiefer und ist wirklich zwecklos— Die absurde Forderung, dass auf den Schulhoen deutsch gesprochen werden soll, hat mich eher zum Lächeln gebracht… hätte nicht gedacht, dass diese Aussagen so einen ernsthaften CHarakter entwickeln würde. Wie bitte soll das in der Praxis aussehen… kommt dann der Lehrer, zu zwei türkische Mädchen, die sich auf ihrer Muttersprache unterhalten und sagt: „hier wird deutsch gesprochen, sonst müsst ihr nachsitzen!“ 😀 ? Das ist ja wie in einem Gefängnis und überhaupt keine Lösung.

    Ich denke Katie meint vielmehr die Anschuldigungen die Thomas an Migranten hat… und wollte nur verdeutlichen, dass Migranten nicht gerne von Sozialleistungen leben, und hat sich wahrscheinlich zu überspitzt ausgedrückt… die deutschen HartzIV- Bezieher wollen genauso wenig von Leistungen leben.

  64. Schnippsel sagt:

    @ Sarah Hohenemser

    Der akademischen Dünkel, den Sie hier verbreiten, ist zwar nicht neu, aber deswegen nicht weniger unerträglich. Statt dankbar zu sein, dass Ihnen die deutsche Gesellschaft die Chance gegeben hat, zu studieren (wie den Migranten natürlich auch), hacken Sie auf den Nixcheckern rum.

    Was von den studierten „Eliten“ zu halten ist, sieht man ja an den vielen Experten, die sich zu Allem und Jedem äußern und die so oft danebenliegen. Offenbar geht die Gleichung Studienabschluss = Sachverstand nicht (zwangsläufig) auf. Warum sollte ich also Ihrem monatelangen Quellenstudium im Elfenbeinturm folgen? Um dann zu ebenso realitätsfernen „Erkenntnissen“ zu kommen und andere Menschen „wissenschaftlich“ diffamieren zu können so wie Sie?

    Darf ich Sie darauf hinweisen, dass jeder in diesem Land das Recht hat, seine Meinung frei und ungehindert zu äußern? Selbst dann, wenn er von einer Sache keine Ahnung hat oder Blödsinn redet. Das mag Ihnen nicht passen, aber es gibt kein Vorrecht Studierter, dass ihre Meinung stärker gewichtet und berücksichtigt wird als die Meinung Bildungsferner. Dies gehört zum Kern unserer Demokratie – bei Wahlen und Abstimmungen hat jede Stimme dasselbe Gewicht. Das mögen Sie als narzistische Kränkung Ihres Studiertenstatus erleben, aber mit dieser verfassungsmäßigen Kränkung müssen Sie nun einmal leben.

    Denk- und Diskussionsansätze dadurch von vornherein zu diffamieren, dass Sie sie in die Nähe krankhafter Persönlichkeitsstörungen rücken, halte ich eines studierten Menschen wie Sie geradezu für unwürdig. Wenn es stimmt, dass ein signifikanter Teil der deutschen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund „Angst“ hat, sollte man prüfen, ob die Angst berechtigt ist, also einen rationalen Kern beinhaltet. Ich bin der Meinung, dies trifft zu, Sie hingegen stellen die These auf, dies sei allein durch den Einfluss der Medien erklärbar.

    Entscheidend ist, wie eine Gesellschaft mit den Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen ihrer Mitglieder umgeht: ob sie sie offen diskutiert oder diffamiert und unterdrückt.

    Den Gipfel finde ich, dass Sie die rhetorische Frage stellen „Und wo steht im KOran: Schlag zu..“. Da rate ich Ihnen einfach, sich mit dem Koran einmal wissenschaftlich zu beschäftigen. Bereits einfaches Lesen – auch der in diesem Blog bereits gelaufenen Threads – und Nachdenken könnte auch Ihnen möglicherweise die Augen öffnen. Dann würden Sie vielleicht verstehen, dass der Islam nicht nur als „das Andere oder als fremd“ erscheint, sondern es tatsächlich ist.

    Die Erkenntnis, dass Islam und Christentum in ihrer dichotomischen Weltsicht (hie die Gläubigen, da die Ungläubigen), ihrem Alleinvertretungsanspruch (hie das Erste Gebot, da die Schahada) und der Bekämpfung der Ungläubigen zwei Seiten derselben Medaille sind, wird Ihnen dann vermutlich wie Schuppen von den Augen fallen. Voraussetzung wäre allerdings, dass Sie sich von Ihren sozialromantischen persönlichen Erlebnissen beim Grillen an der Nidda verabschieden – oder zumindest anderen ihre gegenteiligen Erfahrungen zugestehen.

    Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede. Wenn Sie mir auch nur ein einziges Land islamischer Prägung nennen könnten,

    * in dem die Gleichberechtigung von Mann und Frau auch nur ansatzweise vorhanden ist,
    * das seine nationalen und religiösen Minderheiten so verhätschelt wie in Deutschland,
    * das das Recht auf freie Meinungsäußerung garantiert,
    * das einen vergleichbaren Schutz vor polizeilicher Gewalt wie in Deutschland bietet,
    * das seiner Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) einen ähnlich hohen Sozialstandard bietet,
    * das soviel in die Bildung und Ausbildung seiner Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) investiert,
    * das für seine Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) ähnliche Umweltstandards schafft,
    * das seiner Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) soviel Entfaltungsmöglichkeiten lässt

    dann, ja dann will ich Ihnen gerne konzedieren, dass der Islam nichts Anderes und Fremdes ist.

    P.S. Wenn Sie eine Suchmaschine Ihrer freien Wahl bemühen wollen: „Hamed Abdel-Samad“ könnte Ihnen weiterhelfen.

  65. Sarah Hohenemser sagt:

    jetzt wirds echt arm… habe ich behauptet dass der islam nur positiv zu bewerten ist und zudem habe ich auchin keinster weise behauptet, dass es keine Frauenunterdrückun und keine Gewalt in dieser Religion gibt… welche es auch zu genüge in anderen Religionen gibt. Vielmehr neheme ich darauf Bezug, dass die Migrationsdebatte nur noch eine Religionsdebatte und dass es durch aus Muslime gibt, die ihren Glauben (genauso wie CHristen) weniger stark ausleben.

    Warum freie Meinungsäußerung immer, wenn man den Menschen ihre Religion auch nicht lässt? Und ich lasse jedem seine Meinung, insofern er mir meine lässt und nicht behauptet, dass ich ihn als Nazi abstempel… das tue ich nämlich nicht. Aber man sieht ja mal wieder in wie weit rechte Meinungen in der dt. gesellschaft vertreten sind. denn nicht die muslime machen mir angst, sondern diese nichtssagenden debatten darüber.

    Und der Bezug darauf, dass ich dankbar sein sollte, dass ich studieren konnte… naja, ich habe meine Recherchen nicht nur literarisch gemacht.

    Und sorry wenn mich jemand wie Thomas mit Artikeln aus der FAZ oder fragwürdigen Studien bombadiert, dann fachsimpel ich, da genau solche Medien fachlich nichts wert sind.

  66. hans sagt:

    Integration ist sicher ein Thema in dem Handlungsbedarf besteht. Wenn sich dazu aber eine führende Person der schwarz/ gelben Regierung zu einer Zeit äußert in der die Umfragewerte schlecht sind und eine wichtige Wahl bevor steht sollte man diesen Äußerungen nicht allzuviel Beachtung schenken. Diese Regierungsfarben haben auch in der Zeit als sie von Kohl und Gentscher geführt worden sind nie vorgehabt solche Probleme zu lösen sondern mit diesen Problemen Wahlkampf zu machen bei Bedarf. Deshalb dürfen sie gar nicht gelöst werden. Ich warte jetzt nur noch darauf das man einen Grund findet mehrere hunderttausend Zuwanderer in die Sozialsysteme zu bekommen und dafür den Sozis die SChuld zuzuschieben. Das hat man nämlich in den 90er Jahren von den Wahlergebnissen her sehr erfolgreich so gemacht. Aus dieser Ecke kommen auch die derzeitigen Äußerungen.

  67. Werner Thiele-Schlesier sagt:

    @ Thomas Schuster # 43
    weder ethnie noch glauben sind für gewalt verantwortlich sondern armut und ausgrenzung. ausgrenzung kann durchaus stark eingeengt werden, indem die ungleiche verteilung von reichtum, der von den vielen erarbeitet wurde, in andere bahnen gelenkt wird. steuern heissen steuern, weil die regierigen die verteilung des reichtums, der erarbeitet wurde lenken muss. tut sie das so wie die regierigen unter schmidt, kohl, schröder und merkel wird die ausgrenzung armer menschen zu noch mehr gewalt führen. wer das nicht sehen will, sollte sich zu tischler begeben.

    ps wg brett

  68. Schnippsel sagt:

    Stimmt das aktuelle Gedöns über unsere christlich-jüdischen Wurzeln?

    Unter Kaiser Konstantin (4.Jhdt.) und seinen Söhnen wurde der Übertritt zum Judentum mit schweren Strafen belegt und Mischehen zwischen Juden und Christen mit dem Tode bestraft. Unter Kaiser Theodosius II. (5. Jhdt.) wurden Juden von allen öffentlichen Ämtern und Würden ausgeschlossen. Das IV.Laterankonzil (1215) [1] legte eine besondere Tracht für Juden (und Muslime) fest: ein gelber Fleck im Obergewand und eine gehörnte Kappe. Juden werden vom Handwerk und Gewerbe ausgeschlossen und erhalten das Monopol für den Geldverleih – was man ihnen dann später vorwirft. Für die verheerende Pestepidemie von 1347-1349 mit Millionen Toten wurden die Juden verantwortlich gemacht. Die wohlüberlegten Hetztiraden Luthers gegen die Juden sollten jedem deutschen Christen eigentlich bekannt sein.

    In „bester“ christlicher Tradition steht, dass die evangelischen Landesbischöfe und Landeskirchenpräsidenten von Sachsen, Hessen-Nassau, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, Thüringen und Lübeck am 17.12.1941 sich mit folgender Erklärung eindeutig hinter das nationalsozialistische Programm der Judenverfolgung stellten:

    „Die nationalsozialistische deutsche Führung hat mit zahlreichen Dokumenten unwiderleglich bewiesen, daß dieser Krieg in seinen weltweiten Ausmaßen von den Juden angezettelt ist. Als Gleider der deutschen Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen Evangelischen Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes, der unter anderem die Reichspolizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat. Schon Dr. Martin Luther erhob nach bitteren Erfahrungen die Forderung, schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen. Von der Kreuzigung Christi bis zum heutigen Tag haben die Juden das Christentum bekämpft oder zur Erreichung ihrer eigennützigen Ziele missbraucht oder verfälscht. Durch die christliche Taufe wird an der rassischen Eigenart des Juden, seiner Volkszugehörigkeit und seinem biologischen Sein nichts geändert. Eine deutsche evangelische Kirche hat das religiöse Leben deutscher Volksgenossen zu pflegen und zu fördern. Rassejüdische Christen haben in ihr keinen Raum und kein Recht. Die unterzeichneten deutschen Evangellischen Kirchen und Kirchenleiter haben deshalb jegliche Geeinschaft mit Judenchristen aufgehoben. Sie sind entschlossen, keinerlei Einflüsse jüdischen Geistes auf das deutsche religiöse und kirchliche Leben zu dulden.“ [2]

    Wenn man diese Linie des Judenhasses von den Anfängen des Christentums bis in die heutige Zeit zieht, kann man eigentlich nicht anders, als von einer systemimmanenten, also der christlichen Lehre als Wesensbestandteil innewohnenden, Ungeheuerlichkeit zu sprechen.

    Angesichts der historischen Erfahrungen, die in der Shoa gipfelten, verstehe ich aber, dass sich der Zentralrat der Juden in Deutschland nicht lautstark und vehement gegen die politische Vereinnahmung – im Sinne der neuerdings beschworenen christlich-jüdischen Wurzeln – wehrt. Die Gefahr, dass sich das Aggressionspotenzial vom Islam wieder auf das Judentum verlagert, ist vermutlich real.

    Und genau deswegen, weil der Kampf gegen die christlichen Amtskirchen noch lange nicht gewonnen ist, möchte ich nicht, dass sich eine weitere totalitäre Ideologie wie der Islam in unseren Institutionen festsetzt. Sitze in den Rundfunkräten, Benutzung des Staatsapparates zur Einziehung von Kirchensteuern, immer weiter gehende Forderungen zur Religionsausübung, bekenntnisorientierter Religionsunterricht (also staatlich finanzierte Religionspropaganda), Abschaffung des allgemeinen Arbeitsrechts in religiösen Tendenzbetrieben – nein danke!

    [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Viertes_Laterankonzil
    [2] Zitiert nach
    Uwe Lehnert, Warum ich kein Christ sein will, Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung, Kapitel VI. Endgültiger Abschied von Christentum und Kirche, Berlin 2009, 3. Auflage, S.245

    Siehe auch:
    Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn – eine kritische Kirchengeschichte von den Anfängen bis Pius XII., Stuttgart 1968, 3.Auflage, S. 461f.
    Gerhard Czermak, Christen gegen Juden, Hamburg 1997, S.338 f.
    Joachim Kahl, Das Elend des Christentums, Reinbek b. Hamburg 1993, S. 51

    Gerd Lüdemann, Das Unheilige in der Heilgen Schrift – die dunkle Seite der Bibel, Springe 2004, 3.Auflage
    Uta Ranke-Heinemann, Nein und Amen – Mein Abschied vom traditionellen Christentum, München 2002
    Walter Laqueur, Gesichter des Antisemitismus – Von den Anfängen bis heute, Verlag Propyläen 2008
    Franz Buggle, Denn sie wissen nicht,was sie glauben – Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann, Aschaffenburg 2004
    Jan Assmann, Monotheismus und die Sprache der Gewalt, Wien 2007

  69. karsten neumann sagt:

    @ schnippsel

    ich zitiere:
    „Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede. Wenn Sie mir auch nur ein einziges Land islamischer Prägung nennen könnten,

    * in dem die Gleichberechtigung von Mann und Frau auch nur ansatzweise vorhanden ist,
    * das seine nationalen und religiösen Minderheiten so verhätschelt wie in Deutschland,
    * das das Recht auf freie Meinungsäußerung garantiert,
    * das einen vergleichbaren Schutz vor polizeilicher Gewalt wie in Deutschland bietet,
    * das seiner Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) einen ähnlich hohen Sozialstandard bietet,
    * das soviel in die Bildung und Ausbildung seiner Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) investiert,
    * das für seine Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) ähnliche Umweltstandards schafft,
    * das seiner Bevölkerung (Staatsbürgern und Ausländern) soviel Entfaltungsmöglichkeiten lässt

    dann, ja dann will ich Ihnen gerne konzedieren, dass der Islam nichts Anderes und Fremdes ist.“

    tja schnippsel, das problem ist, dass erstens auch nicht islamische länder, also z.b. überwiegend christlich geprägte länder das auch nicht tun (z.b. das mit den sozialstandards) und zweitens, dass nur weil es andere nicht machen, das kein grund sein sollte, dass wir diese dinge abschaffen!

    im gegenteil wir sollten daran arbeiten, dass alle, wirklich alle z.b. auch die USA solche sozialstandards einführen. die sind nämlich bezahlbar. falls sie anderer meinung sind fahren sie doch an die cote d´azur nach monaco und schauen sich dort im hafen um z.b., da lernen sie übrigens auch was ausgrenzung heisst, den wahrscheinlich kommen sie nicht mal in den hafen, weil sie von freundlichem sicherheitspersonal abgehalten werden.

    im übrigen habe ich jetzt keine weitere lust mich mit ihren hass schwarz-weiss zeichnenden erfüllten kommentaren weiter auseinander zu setzen. es ist alles gesagt in diesem blog
    .
    wenn sie unbedingt weiterhin das gefühl haben, dass sie das böse in ihnen abspalten und nach aussen projezieren müssen, empfehle ich morgen früh einen blick in den spiegel.

    schoener gruss

  70. Thomas Schuster sagt:

    @ Werner Thiele-Schlesier # 66

    > weder ethnie noch glauben sind für gewalt
    > verantwortlich

    Beschimpfungen wie „Christ“ und „Schweinefleischesser“ stellen ja wohl zweifelsfrei einen Bezug zum Glauben her.

    Zudem kann auch die Unterdrückung der Frauen im Islam als Gewalt angesehen werden. Und die leitet sich ganz klar aus dem Islam ab.

    > sondern armut

    Die Disskussion dreht sich doch gerade um Einwanderer in Sozialsysteme.
    Diese kommen ja offenbar hierher, weil es hier Geld zu holen gibt und nicht, weil keins da wäre.

    Außerdem sind die Sozialausgaben (für Deutsche und Migranten) schon jetzt extrem hoch.
    Soll der Staat den noch (wenigen) verbleibenden, arbeitenden Bürgen noch mehr Steuern abpressen?

    > ausgrenzung kann durchaus stark eingeengt werden,
    > indem die ungleiche verteilung von reichtum,
    > der von den vielen erarbeitet wurde, in
    > andere bahnen gelenkt wird.

    Aber bitte nicht an Einwanderer in die Sozialsysteme.
    Das versteht nämlich ein großer Teil der Bevölkerung überhaupt nicht.

    Und Ausgrenzen tun sich die Migranten schon selber in Parallelwelten wie Duisburg-Marxloh mit vollständiger türkischer Infrastruktur und Moschee.

    Weiterhin ‚vermischen‘ sich üblicherweise Migranten und Einheimische in jeder Generation immer mehr.

    Nicht so bei den Muslimem, da wird dann eine komplett umbedafte Frau aus Anatolien, die kein Deutsch spricht und nichts von Deutschland weiß mit dem hier lebenden Mann verheiratet.
    Und das soll und muss man dann als säkularer Deutscher noch verstehen/akzeptieren/tolerieren und als Bereicherung ansehen weil man sonst zu den bösen Rechten gehört.

  71. Schnippsel sagt:

    @ karsten neumann #68

    kn: „dass erstens auch nicht islamische länder, also z.b. überwiegend christlich geprägte länder das auch nicht tun (z.b. das mit den sozialstandards)“. Warum weichen Sie ständig aus? In diesem Thread geht es um Deutschland, nicht um irgendwelche anderen Länder.

    Es steht ja nicht in meiner Macht, in den USA irgendetwas einzuführen. Das sollen die Amis gefälligst selber machen – jedes Volk hat das Recht, seine Angelegenheiten nach dem Willen der Mehrheit seiner Bürger zu regeln. Deswegen lehne ich die Einflussnahme von Ausländern auf die deutsche Politik auch ab.

    Was die Yachten in Monaco mit den vorwiegend türkisch-arabischen (moslemischen) Integrationsverweigerern in Deutschland zu tun haben, erschließt sich mir leider ebenso wenig:

    „15 Jahre kassierten die Libanesen Faouzi (60) und Badia D. (53) für ihre Großfamilie bei Tübingen Sozialhilfe (4500 Euro/Monat). Trotz zahlloser Vergehen (Einbruch, Körperverletzung) gelang den Behörden erst 2009 die Abschiebung des Clans.“

    „Jahrelang versuchten die deutschen Behörden, Unterwelt-König Mahmut U. (38) aus Berlin das Handwerk zu legen. Der „Pate von Berlin“ betrieb Drogenhandel, protzte mit Autos und Champagner. Nebenbei kassierte er für seine Familie (zehn Kinder!) insgesamt über 100 000 Euro Sozialhilfe.“

    kn: „zweitens, dass nur weil es andere nicht machen, das kein grund sein sollte, dass wir diese dinge abschaffen!“ Warum verfälschen Sie meine Aussage dahingehend, ich oder jemand anderes wollte die o.g. Errungenschaften abschaffen? Richtig ist vielmehr: weil z.B. im Iran eine Frau (Sakineh Aschtiani, ein Beispiel für viele) gesteinigt werden soll, müssen wir a) dagegen protestieren und vor allen Dingen b) derartigen Praktiken in Deutschland von Anfang an mit aller Härte entgegentreten (z.B. Zwangsheiraten oder „Ehren“morden).

    Wenn Sie bereits den ausserordentlich gepflegten Diskussionsstil in diesem Blog als zu hart empfinden und jetzt schon kneifen, kann ich Ihnen nur mit der Fisherman’s Friend-Reklame antworten: „Sind sie zu stark, sind Sie zu schwach!“ Hoffentlich geraten Sie nicht eines Tages an eine Gruppe junger Gewalttäter in Bonames [1], denn da wird Ihnen Ihre sozialromantische Ader wohl nicht viel nützen.

    Im Übrigen wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre vulgärpsychologischen Übungen nicht gerade an mir ausprobieren würden. Danke schön!

    [1] http://www.fr-online.de/rhein-main/beruechtigter-treffpunkt/-/1472796/3348304/-/index.html

  72. Sarah Hohenemser sagt:

    Medien berichten grundsätzlich eher von negativen Ereignissen, was die Problematik nicht gerade erleichtert. Denn so zeichnen die Medien ein dramatisiertes Bild der Gesellschaft und die Negativakzentuierung der Nachrichten verfestigt wohlmöglich bereits bestehende Vorurteile und Ausländerfeindlichkeit.
    Viele Konsumenten setzen sich nur wenig oder überhaupt nicht mit bestimmten Ereignissen auseinander, somit können sie sich ihre Meinung nur anhand der Medien bilden. Selbst die Hintergrundinformationen beziehen sie meistens nur aus den Medien.
    Zudem setzen sich die meisten Konsumenten lediglich mit den Wirklichkeitsentwürfen auseinander, die ihnen für ihre Lebensentwürfe als relevant erscheinen.

    Trotz all dem ist es wichtig zu beachten, dass die Bevölkerung durchaus bereit dazu ist, das Bild des Islams differenzierter zu betrachten. In der öffentlichen Debatte unterscheidet man sprachlich zwischen Muslim, Islamist und Terrorist, die Unterschiede werden allerdings nicht beleuchtet. Auch die Tatsache, dass zum Beispiel der Großteil der Muslime nicht islamistisch ist und viele Muslime nichts von Zwangsheiraten halten, wird in den Medien zwar nicht bestritten, allerdings wird es in den Medien häufig ausgeblendet.

    Auch wenn religiöse Einstellung und religiöse Praxis bei Muslimen insgesamt deutlich stärker ausgeprägt sind als in der Gesamtbevölkerung (da bei vielen Muslimen die Kultur so extrem nah am Glauben hängt), gibt es neben praktizierenden Muslimen auch religiös Indifferente mit muslimischem Familienhintergrund oder auch solche Menschen, deren religiöse Praxis nach persönlicher Lebenslage, dem Wechsel religiöser Feiertage, der Intensität familiärer Mitwirkungserwartungen und nicht zuletzt dem Lebensalter mehr oder weniger großen Schwankungen ausgesetzt ist.

  73. Schnippsel sagt:

    @ Sarah Hohenemser #71

    „Viele Konsumenten setzen sich nur wenig oder überhaupt nicht mit bestimmten Ereignissen auseinander, somit können sie sich ihre Meinung nur anhand der Medien bilden. Selbst die Hintergrundinformationen beziehen sie meistens nur aus den Medien.“

    Den ersten Satz verstehe ich nicht. Mit welchen bestimmten Ereignissen sollten die Menschen sich denn Ihrer Meinung nach auseinandersetzen? Auch die Eingrenzung der Meinungsbildung auf „nur anhand der Medien“ halte ich – zumal über die Begründung per „somit“ – für falsch.

    Viele, wenn nicht sogar alle, Menschen bilden sich ihre Meinung aus mindestens vier Quellen:
    * ihrer Vorprägung (z.B. durch Erziehung, Bildung) und Analogiebildung,
    * ihrer eigenen sinnlichen Alltagserfahrung,
    * den Gesprächen mit anderen oder sogar Besuch von Informations- und Diskussionsveranstaltungen (intersubjektive Meinungsbildung),
    * verschiedensten Medien (Zeitungen und Magazine, Bücher, Fernsehen, Internet, Plakate)

    Den zweiten Satz verstehe ich ebenso wenig. Meinen Sie, jeder solle neben seinem alltäglichen Broterwerb und diversen Verpflichtungen auch noch ein Abendstudium absolvieren (und wenn ja: welches?), um Hintergrundinformationen wissenschaftlich erschließen zu können? Ich habe das Ihnen gegenüber bereits als „akademischen Dünkel“ bezeichnet – und bleibe dabei.

    „Zudem setzen sich die meisten Konsumenten lediglich mit den Wirklichkeitsentwürfen auseinander, die ihnen für ihre Lebensentwürfe als relevant erscheinen.“

    Darin kann ich kein Problem sehen („lediglich“). Ich setze mich z.B. nicht mit Herrn Kachelmann auseinander (der Kachelmann-Thread „Grundsätze rechtsstaatlicher Prozessordnung“ hier im FR-Blog bekam keinen einzigen Kommentar), sondern selbstverständlich (nur) mit den Themen, a) von denen ich glaube, dass sie für mein aktuelles und künftiges Leben von Belang sind und b) zu denen ich mir mit vertretbarem Aufwand eine Meinung erarbeiten kann.

    „Trotz all dem ist es wichtig zu beachten, dass die Bevölkerung durchaus bereit dazu ist, das Bild des Islams differenzierter zu betrachten. “

    Ich darf nochmal darauf hinweisen, dass zwei Dinge auseinanderzuhalten sind: einerseits der Islam als Religion/Weltanschauung/Ideologie/Politisches System und der individuellen Religionsauslegung und Religionspraxis der hier lebenden Moslems.

    Nicht wegzudiskutieren ist jedoch, dass in fast allen Ländern die Integrationsprobleme mit den Zuwanderern aus dem türkisch-arabischen Kulturkreis bestehen. Selbst im vielgepriesenen Einwanderungsland Kanada ist das nicht anders. [1] Soll das wirklich nur an der „Ausländerfeindlichkeit“ der aufnehmenden Gesellschaft liegen?

    Interessant im angeführten Artikel sind auch die Diagramme von Transatlantic Trends:

    1. Frage: Woran scheitert die Integration? Am Desinteresse der Einwanderer oder an der ablehnenden Haltung der Gesellschaft?

    a) In Italien meinen: Desinteresse 31%, Ablehnung 47%
    b) In Deutschland meinen: Desinteresse 60%, Ablehung 27%

    2. Frage: Sehen Sie Einwanderung eher als Problem oder als Chance?

    Eher als Problem (mit steigenden Werten von 2008 auf 2009) meinen:
    Kanada 25%, Deutschland 44%, USA 54%, Großbritannien 66%

    [1] http://www.welt.de/politik/ausland/article9710147/Muslime-bereiten-selbst-Musterland-Kanada-Probleme.html
    [2] http://www.gmfus.org/trends/immigration/pressinfo.html
    [3] Powerpoint-Folien (2007-er Format)
    http://www.gmfus.org/trends/immigration/doc/TTI_2009_Powerpoint.pptx

  74. Jutta Rydzewski sagt:

    Die CDU/CSU lässt einfach nicht in ihrem Bemühen nach, immer wieder unter Beweis zu stellen, dass sie die wahre Integrationsverweigerungspartei in diesem Lande ist. Nachdem die banale Feststellung von Herrn Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, in seiner schwarzen Partei schwere Erschütterungen ausgelöst hat, setzt die Vorsitzende, Angela Merkel, im Nebenberuf auch noch Beliebigkeitskanzlerin, dem vielstimmigen schwarzen Chor, sozusagen die christliche Krone auf. Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Postdam, verkündete die Kanzlerin vor ihrem Jungvolk, wobei mir das CDU-Jungvolk manchmal vermiefter und vermuffter als das „CDU-Altvolk“ vorkommt: „Wer das christliche Menschenbild nicht akzeptiert, ist in Deutschland fehl am Platze.“ Nach den Verlautbarungen ihres „Kollegen“ Seehofer, der auf selbigen „Jungvolktag“ MultiKulti für tot, und die deutsche Leit(hammel)kultur für das Maß aller schwarzen Dinge erklärt hatte (unter meiner Zuschrift 30 mehr dazu), ist die Frau Kanzlerin damit sogar noch einen Schritt weiter gegangen, als der populistische Schwatzkollege aus Bayern. Was genau soll das denn sein, dieses merkelinische christliche Menschenbild? Wo kann ich das nachlesen? Im alten, im neuen Testament, oder wo, oder wie, oder was?

    Frau Merkel, was machen Sie denn, in Gottes Namen bzw. um Himmels Willen, z.B. mit den Menschen, die KEINER Religion angehören, die an KEINEN Gott glauben, die Religionen gar kategorisch ablehnen? Sind die, und dabei handelt es sich im viele Millionen in Ihrem Regierungsdeutschland, alle fehl am Platze? Frau Merkel, Frau Merkel, was ist bloß in Sie gefahren? Ich habe natürlich Verständnis für Ihre Nervösität, schließlich geht es bei Ihren schwarzen Schwestern und Brüdern drunter und drüber, eine hohle Phrase wird durch das nächste billige Schlagwort abgelöst, jeder gegen jeden, und so gar nicht mehr Gott für uns alle, aber mit dieser Aussage werden Sie sich sicherlich, übrigens, mit Fug und Recht, neue Probleme einhandeln. Vielleicht, liebe Frau Merkel, können WIR den Schaden etwas begrenzen. Dazu erlaube ich mir nachfolgenden Vorschlag zu machen:

    Wer das Menschenbild gem. Grundgesetz, an der Spitze die ersten 20 Artikel, dabei den Artikel 1, sozusagen als menschenbildlichen Leuchtturm, nicht akzeptiert, ist in Deutschland fehl am Platze. Das gilt für ALLE Menschen die in diesem Lande leben, natürlich auch für die „Inländer“ selbst.

    Könnten WIR uns darauf einigen, Frau Merkel?

    mfg
    Jutta Rydzewski

  75. maat sagt:

    Ich finde, dass der Stellenwert der Religion in der augenblicklichen politischen Diskussion zuviel Gewicht erhält. Wir haben keine (christliche) Staatsreligion in diesem Land!

  76. maat sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass im Augenblick Dinge herbeigeredet werden, die ich so nicht wahrnehme. Das fängt an bei den einen, die Migrantenmilieus nur noch mit Problemen gleichsetzen und hört auf bei den anderen, welche meinen die Deutschen seien mittlerweile dem Grundgesetz abhold. Ich halte das schlicht für Unsinn. Auch sollte man nicht dauernd die Gefahren einer potentiellen Partei rechts der CDU beschwören. Geister, die man ruft…
    Ich sehe auch nicht, dass das Land gespalten ist oder sich Ängsten hingibt. Bleibt mal auf dem Teppich, Leute!

    Ich habe in einer schwäbischen Industriestadt meine Jugend verbracht, in der jeder 2. (!) Bürger einen Migrationshintergrund (überwiegend türkisch) hat und ich finde, dass in dieser Stadt im Großen und Ganzen die Integration gut klappt. Da Baden-Württemberg wenig Probleme mit Arbeitslosigkeit hat, werden die Migranten über die Wirtschaft integriert. Ein integrierender Faktor ist außerdem die schwäbischen Mentalität. Dünkelhaftigkeit ist hier verpönt. Wer sich anstrengt und mit anpackt, wird sofort akzeptiert egal welche Hautfarbe oder Religion er hat- meistens ist es tatsächlich so einfach.
    Davon abgesehen, gibt es Anzeichen, die mich besorgen. So nehme ich in Gesprächen mit Frauen wahr, dass der Druck, Kopftuch zu tragen, sehr stark wächst. Der Stärkung der Frauenrechte muss die Aufmerksamkeit gelten ebenso der (vor)-schulischen Bildung. Ich halte nicht viel vom Jammern, aber davon, dass man Probleme beherzt anpackt- dafür ist eine realistische Sicht notwendig. Weder wohlmeinende Beschönigung noch Verallgemeinerungen und Übertreibungen bringen uns da weiter.
    Berlin stellt in meinen Augen ein Ausnahmefall dar, der besonders schwierig ist. Die Probleme, die es dort in gravierendem Maße mit Migrantenkindern an Schulen gibt, müssen mit Kreativität und Konsequenz angegangen werden. Gute Konzepte und Ideen sind im Grunde alle da – man muss sie einfach nur umsetzen. Vorzeigeprojekte wie Rütli lassen ja auch hoffen.
    Ich finde allerdings auch, dass die SPD einen Riesenfehler begangen hat, als sie Sarrazin nicht auf der Sachebene begegnet ist. Er hat zum Teil Dinge gesagt und geschrieben, die keiner wissenschaftlichen Debatte standhalten wie diese Gen-Geschichte, andere Aspekte im Buch sind sachlich richtig, andere diskutierbar wie seine konkreten Vorschläge zur Verbesserung der Lage.
    Dass die Debatte so hochgekocht wurde, haben auch die Gegner Sarrazins mit zu verantworten, indem sie vor allem auf der Ebene persönlicher Betroffenheit reagiert haben und mit Ausschluss(-drohungen).
    Hätte die SPD (und einige Medien) hier den Weg sachlicher Auseinandersetzung gewählt, hätten sie den am rechten Rand stehenden Personen den Wind aus den Segeln genommen, die nun Sarrazin als Tabu-Brecher feiern. Ich rate zur Gelassenheit. Die Menschen sind keine Dummköpfe und durchaus in der Lage zu differenzieren. Ich habe Vertrauen in unsere Demokratie. Sie hält die Pluralität von Meinungen aus. Sie hält auch Meinungen aus, die dumm sind oder reißerisch, solange die Politik durch ihr Handeln zeigt, dass es auch besser geht.

  77. Eva Massingue sagt:

    Zweierlei Maß

    An der ganzen aufgeheizten Integrationsdebatte stört mich vieles, besonders aber, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
    Alte Türken in Deutschland müssen sich vorwerfen lassen, dass sie ungenügend Deutsch gelernt haben – im Laufe ihres langen Arbeitslebens. Von alten Deutschen, die irgendwo im sonnigen Süden Europas leben, verlangt man diese Integrationsleistung mitnichten. Die deutschen Rentner auf Mallorca zum Beispiel sprechen in den seltensten Fällen ausreichend Spanisch, von Mallorquinisch gar nicht zu reden. Soll man daraus schließen, dass sich der, der mit Geld kommt, Ignoranz erlauben darf, der arm kommt aber nicht?
    Oder, anderes Beispiel: Das kulturell bunte London wirbt mit seiner flickenteppichartigen Zusammensetzung unterschiedlicher Stadtteile, im Reiseführer ist Brick Lane etwa eine Sehenswürdigkeit, ein Stadtteil hierzulande mit einer deutlich sichtbaren Mehrheit einer anderen Ethnie eher ein Problemfall und eine Parallelgesellschaft. Nicht dass London mit seinen Zuwanderern keine Probleme hätte, es geht mir um die Wahrnehmung.
    Oder: Deutschland braucht gut ausgebildete Zuwanderer, so sie aber kommen, erkennt man ihre Ausbildungen nicht an, von ihren Zusatzqualitäten wie langjährigen Berufserfahrungen und Mehrsprachigkeit gar nicht erst zu reden. Ein erfahrener Gynäkologe darf hier dann als Krankenpfleger anfangen, eine Ingenieurin als Putzfrau. Das allerdings nur, wenn sie aus einem sogenannten Drittland kommen. Zweierlei Maß?
    Oder: Jahrhundertelange Selbstvergewisserung und Selbstbezogenheit, das Verweigern von Integration, wird positiv gesehen, wenn es sich z.B. um Deutschstämmige in Osteuropa handelt (oder in Namibia), oder Juden in der Diaspora – gut, dass sie ihre Kultur bewahren konnten! Letztendlich haben wir deswegen auch eine Literatur-Nobelpreisträgerin, die unhinterfragt sofort als deutsch vereinnahmt wurde. Von in Deutschland Eingewanderten verlangt man dagegen die weitestgehende Assimilation, als ob deren Kultur nicht bewahrungswürdig sei. Mal ist Anpassung also unbedingt notwendig, mal Mangel an Standfestigkeit. Zweierlei Maß?
    Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass jede Kultur, die sich gegen Außeneinflüsse abschottet stagniert. Und Stagnation ist Rückschritt. Wenn wir das einerseits doch alle wissen, warum verkriechen wir uns dann so sehr in unser Eigenes, dass wir den Zeitpunkt, an dem „das Fremde“ be- und verarbeitet werden muss, verpassen, um dann vor dem Berg ungelöster Probleme in Geschrei auszubrechen? Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland, wird es bleiben und das muss anerkannt und von der Politik begleitet werden. Positives Beispiel gefällig? Die Hugenotten wurden von der preußischen Bevölkerung keineswegs geliebt, die sollen verschwinden hieß es auch damals, aber da hat der preußische Staat regelnd eingegriffen und die Eingliederung der Glaubensflüchtlinge aktiv gefördert – unter Bewahrung ihrer Eigenheiten wie nicht nur eigener Schulen, sondern auch des absonderlichen Gebrauchs von Zahnbürsten, Rotwein oder hellem Brot zum Beispiel. Geschadet haben uns diese Zuwanderer, die damals als ach so anders gesehen wurden, doch nicht, oder?

  78. maderholz sagt:

    Wieder einmal habe ich mich hinreißen lassen, und (fast) alle Beiträge gelesen oder mindestens überflogen.

    Viel Selbstdarstellung, viel sehr überzogene Darstellungen der Lage.

    Der letzte Beitrag, # 76 von maat
    stimmt mich wieder versöhnlich und zuversichtlich… ;-).

    Meiner Meinung nach ging doch die Debatte anfangs nie um „den Islam,“ sondern nur um die 10 bis 15%, auch vom Innenminister genannten, integrationsunwilligen oder schwer integrierbaren, sich in Gettos zuammenschließenden, überwiegend aus muslimischen Ländern stammenden Immigranten.

    Dass hier mehr getan werden muss,kann doch niemand bezweifeln.

    Die Fehler lagen und liegen zum großen Teil an unseren jeweils Regierenden.

  79. CosmicPirat sagt:

    Migration und ihre komplexen wirtschaftlichen,sozialen und politischen Zusammenhänge

    Nationale Integrationsdebatten sind sowohl zynisches Ablenkungsmanöver innerhalb kurzfristiger und kurzsichtiger Politik als auch notwendiger Bestandteil eines global bedeutsamen Diskurses,der sich mit dem globalen,unaufhaltsamen Prozes des gemeinsamen Wachsens, Werdens und Verknüpftseins der Länder,Staaten, dynamisch entwickelt und der nicht bloß von wenigen Vertretern der politischen und wirtschaftlichen Eliten , und unter Ausschluß der Zivilbevölkerung und Öffentlichkeit,geführt, gestaltet und kontrolliert werden darf.

    Dein und Mein Konsum-Playstationwar-Frontex-Festung Europa-Tod/Lagergefängnis/Illegaler/Asylsuchender…

    Dr.Jeckyll+Mr.Hyde Ambivalenz; konstruierte Außendarstellung und tatsächliches Gesicht:
    Nicht nur in ihrer 1. Rede vor dem Europarat 2008 präsentiert sich Kanzlerin Merkel gern öffentlich als eindeutige,entschlossene Kämpferin für Menschenrechte. Europa werde daran gemessen, ob es Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in seinem Handeln umsetze.
    Jede Gelegenheit, China wegen Menschrechtsverstößen anzuprangern, wird genutzt. Russland wird ermahnt und der Iran usw.
    Deutschland und die Wahrung der sogenannten „Christlich-abendländischen“ Werte: Menschenrechte, Menschenwürde…

    Konträr dazu: Die unabhängige, kaum bis gar nicht demokratisch kontrollierte, mit hohem Budget und Kompetenzen ausgestattete EU Agentur Frontex und die europäische Flüchtlingspolitik in der Praxis : Massensterben im Mittelmeerraum, Festung Europa,von der EU finanzierte Konzentrationslagerartige Flüchtlingscamps in Lybien,Menschenhandel, Vergewaltigung v. Flüchtlingsfrauen und Kindern, bewusste Mißachtung geltenden Asylrechts, der Genfer Konvention .

    Fabrizio Gatti,italienischer Journalist, hat zum Thema der Migration aus Afrika ein informatives,beeindruckendes und erschütterndes Buch, Bilal, geschrieben:

    http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,f7fh07c8f7zsh2qu~cm.asp

    Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI ist Deutschland 2010 einer der 10 größten Global Player im Waffen-Export Geschäft. Tatsächlich verkaufen nur die USA und Russland mehr Waffen ins Ausland, natürlich in Spannungsgebiete überall auf der Welt.
    Die deutsche Rüstungsindustrie, ihre Player von Siemens , Thyssen-Krupp bis zu EADS verdienen mit dem Verkauf von Waffen in Krisengebiete,unterstützt + gefördert von unserer Regierung, Milliarden von Euro.Der Staat verdient mit.
    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/export/deutschland.html

    Die Rolle des Abbaus des ungewöhnlichen und seltenen Metalls Tantal im Kongo zur industriellen Nutzung unverzichtbar v.a für Unterhaltungselektronik,Computer, Telekommunikation (Handy,IPhones etc),Autos,Flugzeuge,Mikroelektronik allgemein- die massive,folgenreiche Finanzierung durch ausländische Firmen (H.C. Stark , Bayer, Nokia,Microsoft, Siemens, die üblichen Verdächtigen), Verantwortung und Mitschuld der Industriestaaten an der Auswanderungsnotwendigkeit für die Flüchtlinge.( Blutdiamanten,BlutÖl,BlutGold etc)

    Frontex: die Abschottung und Militarisierung an den europäischen Außengrenzen:
    http://www.imi-online.de/download/frontex2009-web.pdf
    http://www.proasyl.de/de/themen/eu-politik/detail/news/frontex_bootsfluechtlinge_und_die_menschenrechte/back/1308/

    http://www.oeku-buero.de/info-blatt-75/articles/jenseits-von-staat-und-nation.html

    http://www.andrej-hunko.de/start/aktuell/130-menschenrechtsorganisationen-kritisieren-die-grenzschutzagentur-frontex

    Links zum Thema Kongo: http://www.welthungerhilfe.de/rohstoffe-finanzieren-kriege.html
    http://www.tagesschau.de/ausland/coltan102.html, http://www.scinexx.de/dossier-443-1.html,
    http://www.cbgnetwork.org/857.html.

    Europa, was wollen wir sein?

    Liberte,Egalite,Fraternite

  80. Thomas Schuster sagt:

    #78 maderholz am 18. Oktober 2010 um 19:47:

    > viel sehr überzogene Darstellungen der Lage

    Solche Fälle wie dieser auf welt.de gemeldete sind aber leider kein Einzelfall:
    http://tinyurl.com/3x7y752

    Auffällig bei dieser Meldung:
    Es wird wieder verschwiegen, welche Nationalität die Täter haben, obwohl das der Polizei bekannt ist und obwohl das eine wichtige Info für die Ergreifung der Täter sein kann.

    Der Eindruck drängt sich auf, dass dem Bürger hier wieder einmal eine heile Welt der Migration vorgespielt werden soll, die real so nicht existiert.

    Das Meinungskartell der Medien-Gutmenschen funktioniert offenbar noch.
    Dank Internet lässt sich das verschwiegenen Detail aber doch finden und zeigt, wie lächerlich diese ‚Erziehungsversuche‘ der Medien sind.

    Sie erreichen genau das Gegenteil: Durch das Verschweigen der Täter-Nationalität kommt dieser eine noch größere Rolle zu als wäre sie in der Meldung gleich genannt worden.

  81. Tijen Harun sagt:

    Hallo,

    jetzt muss ich auch mal was sagen… denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass ihr hier alle über Menschen diskutiert, deren Meinung ihr überhaupt nicht erfragt. Ich bin Türkin, in Deutschland aufgewachsen und auch Muslimin. Kaum ein Türke wächst ohne seinen Glauben auf, da das so fest in unserer Kultur verankert ist. Die gesamte Berichterstattung handelt nur noch vom Islam, es geht schon gar nicht mehr um Einwanderung ja o. nein… es geht um einen Glauben! Ich lebe meinen Glauben nicht wirklich aus… modern halt oder wie manch ein Wissenschaftler sagt: Pop-Islam. Das heißt, ich ess vllt. kein Schwein und ich feier Bayram, aber nie hat jemand mich versucht zu unterdrücken… bis auf Außenstehende Nichtmuslime, die nun meinen uns Türken in den Dreck ziehe zu müssen. Woran macht ihr denn im praktischen Sinne (Alltagserfahrungen) unseren „Extremismus“ fest? WEil ein paar aus der Reihe tanzen, die gewalttätig werden? Die Kriminalstatistik ist deutlich verfälscht… so werden hier u.a. aufendhaltsrechtliche Probleme mit unter die Option „Gewalt und Kriminalität“ genommen. Aus kriminologischer Sicht ist Pfeiffer eine Pfeife! Denn er erklärt nicht, dass in Gewaltfällen die Deutschen prozentual genauso stark vertreten sind wie Muslime.

  82. Thomas Schuster sagt:

    80# Tijen Harun am 18. Oktober 2010 um 23:53:
    Hallo Frau Harun,

    > dass ihr hier alle über Menschen diskutiert,
    > deren Meinung ihr überhaupt nicht erfragt.

    Das ist ja ein Problem der Sache: Parallelwelten und das nicht Verstehen der deutschen Sprache.
    Da wird das Erfragen schonmal zur ersten Hürde.

    Siehe dazu auch die Spiegel online Dokumentation „Duisburg-Marxloh“:

    http://www.spiegel.de/flash/flash-24255.html

    Da fragen Reporter auf einem Wochenmarkt wie denn die Geschäfte so laufen.
    Die muslimischen Verkäuferinnen verstehen die Frage mangels Deutschkenntnissen nicht.

    > Ich bin Türkin, in Deutschland aufgewachsen und
    > auch Muslimin.
    > nie hat jemand mich versucht zu unterdrücken

    Da sind Sie in einer glücklichen Lage.
    Sehen Sie sich damit bei der Mehrheit der hier lebenden turkischstämmigen Mitbürger oder eher in der Minderheit?
    Wieviele Ihrer türkischen Freundinnen sind auch so liberal aufgewachsen wie Sie?

    > Die gesamte Berichterstattung handelt nur noch vom
    > Islam, es geht schon gar nicht mehr um Einwanderung
    > ja o. nein es geht um einen Glauben!

    Weil der Glaube ein wichtiger Aspekt ist, der großen Einfluß auf die Muslime hat.
    Außerdem wird der Glaube immer dann sichtbar, wenn z.B. wieder eine Moschee gebaut werden soll.

    > bis auf Außenstehende Nichtmuslime, die nun meinen uns
    > Türken in den Dreck ziehe zu müssen.

    Bitte titulieren Sie fundierte Kritik nicht als „in den Dreck ziehen“.

    Es geht hier auch nicht um Menschen wie Sie: Sie können sich gewählt artikulieren und haben sicher eine erfolgreiche Schulkarriere hinter sich.

    > Woran macht ihr denn im praktischen Sinne
    > (Alltagserfahrungen) unseren Extremismus fest?

    Unterdrückung der Frauen und Mädchen, keine Erlaubnis für Schul-Freizeiten für Mädchen, keine Erlaubnis für die Teilnahme am Schwimmunterricht, Abkapselung in islamisch geprägte Parallelwelten/Stadtteile wie z.B. Duisburg-Marxloh. Zwangsverheiratung, Ehrenmorde.
    Keine ‚Vermischung‘ zwischen muslimen und autochtonen Deutschen bei der Heirat (auch nicht in der 3. Generation).
    Fakten, die klar zu sehen sind und jeden Tag in der Zeitung stehen und das Gegenteil von gelungener Integration in die westliche, freiheitlich-liberale Welt sind.

    > Weil ein paar aus der Reihe tanzen,die
    > gewalttätig werden?

    Viele Bürger erfahren das im Alltagsleben aber eher umgekehrt:
    Ein paar tanzen nicht aus der Reihe und sind gut integriert.
    Viele andere aber tanzen aus der Reihe, sind nicht integriert oder wollen sich nicht integrieren, haben keinen Schulabschluß, leben von Transferleistungen.

    > Die Kriminalstatistik ist deutlich verfälscht

    Das ist eine Behauptung von Ihnen, die von den Bürgern erlebte Realität und die objektive Statistik sieht anderst aus.

    Kriminelle Akte wie der von mir in einem vorigen Beitrag angesprochene http://tinyurl.com/3x7y752 gehen leider zu >75% auf das Konto junger muslimischer Männer.
    Und das erleben die Leute in der U-Bahn und sonstwo in ihrem Alltag.

  83. maderholz sagt:

    # 82, Thomas,

    jetzt habe ich mir die 6 Kurzfilme aus Marxloh angesehen.
    Da ich da wohl nie hinkomme, fand ich alles sehr nett gemacht.

    Dabei kam mir ein Gedanke, wie das dort in zehn oder zwanzig Jahren sein könnte : Ein eigener Stadtteil, von Türken bewohnt, die sich dort wohl und heimisch fühlen. Ab und zu kommt ein Reisebus mit Touristen aus aller Welt und der Reiseleiter führt die Gruppe durch die Straßen…

    Ähnlich so, wie es in den USA mit Chinatown-Besuchen erleben konnte. Dann eben „Türken City“.

  84. Jutta Rydzewski sagt:

    @79 Thomas Schuster

    „Es wird wieder verschwiegen, welche Nationalität die Täter haben, obwohl das der Polizei bekannt ist und obwohl das eine wichtige Info für die Ergreifung der Täter sein kann.“

    Donnerwetter, ich bin ja tief beeindruckt von dem, was Sie alles zu wissen glauben. Wenn es schon die Polizei nicht tut, dann verraten Sie doch hier mal, welcher Nationalität die Täter sind. Oder sind Sie so etwas wie ein Geheimnisträger?

    „Der Eindruck drängt sich auf, dass dem Bürger hier wieder einmal eine heile Welt der Migration vorgespielt werden soll, die real so nicht existiert.“

    Zunächst einmal muss ich Ihnen sagen, dass es eine heile Welt ohnehin nicht gibt, und auch nie geben wird, völlig unabhängig davon, worauf Sie das beziehen möchten, wollen. Außerdem drängt sich mir, die ich auch eine Bürgerin bin (sogar eine „richtige/echte“ Deutsche), dieser Eindruck nicht auf, eher ganz im Gegenteil. Was zur Zeit Integrationsdebatte genannt wird, ist weitgehend hysterischer Unsinn, und widerspricht sich in einer Weise, dass es schon intellektuell weh tut. Allerdings gibt es auch Positives zu berichten. Wie aus einem „schwarzen Wolf“ urplötzlich sozusagen ein verantwortungsbewusster Wulff wird, demonstriert, ganz aktuell, der neue Bundespräsident in der Türkei. Demnach halte er (Wulff) die Behauptung für falsch, einzelne Gruppen könnten sich nicht integrieren. Wulff widersprach auch der These von der mangelnden Integrationsfähigkeit von Türken. Im Übrigen hat sich der BP, gleich nach seiner Ankunft in der Türkei, von den Schwatzereien des CSU-Vorsitzenden Seehofer distanziert. Na, bitte, es geht doch, auch für einen Schwarzen. Was doch mit einem neuen Amt für wundersame Veränderungen verbunden sein können. Einfach toll. Ich gehe mal davon aus, dass auch Sie über die klaren Worte des BP sehr erfreut sind, oder?

    „Das Meinungskartell der Medien-Gutmenschen funktioniert offenbar noch.“

    Das tut dem Meinungskartell der Medien-Schlechtmenschen aber keinen Abbruch. Z.B. hier: http://www.bild.de/BILD/politik/2010/10/14/multi-kulti-das-wollen-muslime/vor-gericht-einklagen.html

    „Dank Internet lässt sich das verschwiegenen Detail aber doch finden und zeigt, wie lächerlich diese ‘Erziehungsversuche’ der Medien sind.“

    Dann geben Sie mir doch mal einen „heißen“ Tipp, wo und wie ich an das „verschwiegene(n) Detail“ herankomme. Damit könnte ich mich, sozusagen im Nebeneffekt, auch den Erziehungsversuchen der Medien entziehen. Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich bereits jetzt.

    „Sie erreichen genau das Gegenteil: Durch das Verschweigen der Täter-Nationalität kommt dieser eine noch größere Rolle zu als wäre sie in der Meldung gleich genannt worden.“

    Nun machen Sie es doch nicht so spannend,und brechen das „Verschweigenskartell“, auch deshalb, um Schlimmeres zu verhüten, sozusagen.;-)) Übrigens, was würden Sie sagen, wenn die Täter richtige und echte Deutsche sind, oder ist das ausgeschlossen, weil ein richtiger und echter Deutscher so etwas nicht tut?

    mfg
    Jutta Rydzewski

  85. Jutta Rydzewski sagt:

    @82 Thomas Schuster

    Bevor Sie hier weiter nur an die Geschichten im Spiegel, der mittlerweile sowieso zu einer BILD-Zweigstelle „verkommen“ ist, glauben, empfehle ich Ihnen, sofern es nicht zu weit für Sie ist, sich mal von Duisburg-Marxloh einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Ich bin übrigens Duisburgerin, und gar nicht so weit von Marxloh weg, in jedem Fall näher dran als der Spiegel.;-) Wenn es mich auch mittlerweile nach Bochum „verschlagen“ hat, weiß ich also wovon ich rede. Bevor Sie jetzt wieder mit den ach so schlimmen Parallelwelten kommen, in der Tat, in Marxloh ist eine solche entstanden. Allerdings hat das Gründe, zumal eine Parallelwelt nicht vom Himmel geflogen kommt. Stellen Sie sich z.B. mal kurz vor, dass Sie auf Dauer in einem anderen Land leben möchten, aber von der aufnehmenden Gesellschaft weitgehend abgelehnt werden. Na, was würden Sie tun? Richtig, dort hingehen, wo es möglichst viele andere Deutsche gibt. Um eine Lebenssituation beurteilen zu können, sollte man/frau sich nicht auf den Spiegel, sondern auf das eigene Urteil bzw. eigene Erfahrungen verlassen. Kurzum, natürlich sind Parallelgesellschaften nicht der Idealzustand, aber des „Teufels“ sind sie sicher auch nicht. In Marxloh funktioniert das auch gar nicht so schlecht, trotz Spiegel. Übrigens, die Moschee in Marxloh ist, im wahrsten Sinne des Wortes, „traumhaft“. Sollten Sie sich mal anschauen, neben der übrigen Parallelwelt, in der es aber auch sehr viel Interessantes zu sehen und zu erleben gibt … trotz Spiegel und BILD.

    mfg
    Jutta Rydzewski

  86. Tijen Harun sagt:

    Herr Schuster,
    es ist sehr traurig wie Sie mich als Einzelfall bezeichnen… von diesen Einzelfällen gibt es gar nicht mal so wenige wie Sie denken… zudem habe ich viele Freundinnen die auch türkische Wurzeln haben (unter Anderem). Komischer weise wurden die alle nicht unterdrückt… naja gut, die Schulabschlüsse sind vllt. nicht so toll gewesen, das liegt allerdings daran:

    -Die Eltern kamen zum Arbeiten, nicht zum Leben, wurden ausgegrenzt (anwerbeabkommen)… also lernten sie leider nicht die deutsche Sprache, was man seinen Kindern zu Liebe natürlich tun sollte, aber damals einfach nicht brauchte. Natürlich auch ein Versäumnis der Eltern (1. Generation)

    -die Kinder wuchsen in ehemaligen Arbeiterwhg. auf ( die sich immer auf einzelne Stadtteile beschränken) Jene Stadtteile entwickelten sich, durch die schlechte Infrastruktur zu den heutigen Brennpunkten. In einem solchen bin ich auch groß geworden… man hat keine Möglichkeit Kontakte zu Deutschen aufrecht zu erhalten, da man dort sehr selten raus geht, wg. der schlechten Spielmöglichkeiten oder Angebote. Außerdem sind diese Stadtteile mit viel mehr Ausländerhass geprägt, dass man sich erst recht von den Deutschen vor Ort abwendet. Ich hatte das Glück, dass wir in meiner Jugend in einen besser Situierten Stadtteil ziehen konnten und ich somit Freunde aus allen möglichen Nationalitäten finden konnte.

    – wie also soll man in einem solchen Stadtteil eine vernünftige Schulbildung erlangen? Wenn einem die Eltern, mit ihrem gebrochenen Deutsch nicht behilflich sein konnten?
    – Heute ist das anders, da die jüngere Generation die jetzt Kinder bekommt, ein viel besseres Deutsch spricht, als ihre Eltern und sie somit im Schulalltag gut begleiten kann
    Resultat: Versäumnis in der Stadtplanung!
    Würde günstiger Wohnraum in der nähe von der Mittelschicht angesiedelt werden, könnte schon eine große Integrationsmaßnahme in Gang gebracht werden.

    Hier in Ffm ist das in manch einem Stadtteil auch wirklich der Fall!

    – zudem ergab die Pisa Studie, dass Kinder (auch mit muslimischem Migrationshintergrund) in keinster weise weniger intelligent sind, als deutsche und, dass ein Schulsystem projektorientierter gestaltet werden müsse und weniger auf Sprache reduziert werden müsste… dann hätten endlich alle die gleiche CHance… OECD muss es wissen, denn die ganze Welt orientiert sich an ihren Ergebnissen, nur ihr Lösungsvorschläge will keiner so recht annehem.

    – denn so wäre das schwierig mit dem internat. Elite-Getue!

  87. Tijen Harun sagt:

    und: bei Einschulungstests wurde festgestellt, dass selbst 30% der Kinder ohne Migrationshintergrund enorme defizite in der deutschen Sprache vorweisen… also muss das auch noch andere Hintergründe haben!
    aber nur Kinder mit Migrationshintergrund werden häufig zurückgestuft

  88. Schnippsel sagt:

    @ Jutta Rydzewski #85

    „Stellen Sie sich z.B. mal kurz vor, dass Sie auf Dauer in einem anderen Land leben möchten, aber von der aufnehmenden Gesellschaft weitgehend abgelehnt werden. Na, was würden Sie tun? Richtig, dort hingehen, wo es möglichst viele andere Deutsche gibt.“

    Wenn sich Ihre Erfahrung auf den Wechsel von Duisburg nach Bochum beschränkt, sollten Sie sich vielleicht doch nicht zum Sachverhalt eines Auslandsaufenthaltes äußern. Ich selbst habe rund 15 Jahre und damit ca. ein Viertel meines Lebens im Ausland verbracht. Das Letzte, was ich jemals getan hätte, wäre dahin zu gehen, wo es möglichst viele andere Deutsche gibt! Die meisten dieser Leute hätte ich in Deutschland nicht einmal mit dem Hintern angeguckt! Warum also sollte ich mich ihnen im Ausland annähern?

    Jedem, der auch nur einen kurzfristigen Sprachurlaub in einem anderen Land bucht, wird dringendst geraten, sich von Landsleuten fernzuhalten. Aus gutem Grund. Das gilt erst recht dann, wenn man sich dauerhaft in einem anderen Land niederlassen will.

    Die Residenten in Spanien – ein Haufen von alkoholabhängigen, promiskuitiven, „hispanophoben“ Dummschwätzern und Klein- bis Großkriminellen. Diejenigen Deutschen, die es wert wären, dass man sich trifft, kann man oft gar nicht erkennen: perfekte Sprach- und Landeskenntnisse, Einkauf auf den lokalen Märkten und in den einheimischen Geschäften, angepasste Kleidung und Lebensweise, Lektüre der jeweiligen inländischen Presse im Straßencafé. Wer in südlichen Ländern so bekloppt ist, mittags um 12:00 Uhr seine Besichtigungstour zu machen, hat von Hause aus eine weiche Birne. Wer meint, im ausländischen Alltag mit Lederhose und Gamsbarthut herumlaufen zu müssen, muss sich über Stirnrunzeln und/oder Schimpfwörter nicht wundern. Wer auf den Trekkingrouten im Himalaya nach deutschem Bier oder Cola schreit, gehört sofort ausgewiesen.

    Ich war oft überrascht, wie viele Deutsche es gibt, die in Südfrankreich Provenzalisch oder Okzitanisch sprechen und damit geradezu vorbildlich mithelfen, das kulturelle Erbe der Region zu pflegen. Ich war im Ausland oft überrascht, wie viele Deutsche nicht an ihrem Namen erkennbar waren: sie hatten jeweils den Namen des Ehepartners oder der Ehepartnerin angenommen oder sich bei der Einbürgerung für eine landestypische Namensanpassung entschieden. Die Kinder hießen nicht mehr Karl, sondern Charles.

    Wenn sich mallorquinische Politiker über integrationsresistente Deutsche beschweren, die ohne ihre deutschen Geschäfte und Zeitungen und Ärzte und Lebensgewohnheiten usw. nicht auskommen zu können glauben, dann sag‘ ich: Nebbich! Mich betrifft es überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: ich stimme diesen Politikern aus vollem Hals zu. Schmeisst die hochnäsigen Teutonen raus! Verkauft kein Land an Ausländer! Bietet keine Schweinshaxen in den Strandlokalen an! Anders gesagt: akzeptiert in überschaubarem Rahmen eine deutsche Kolonie in Malle, aber lasst nicht zu, dass euer Malle zu einer deutschen Kolonie gemacht wird.

    Warum sich Muslime, die sich selbst wie Ferdos Forudastan als „ungläubige Muslima“ (was immer das sein mag) bezeichnen oder wie Tijen Harun einen „Pop-Islam“ (was immer das sein mag) praktizieren, über Kritik an integrationsverweigernden Moslems aufregen, wird mir daher ewig unverständlich bleiben.

    Im Übrigen bestätigen Sie durch das obige Zitat, dass die Ghettobildung offenbar von den Migranten ausgeht und weniger über die Ausgrenzung durch die deutsche Bevölkerung. Die eigene Ab- und Ausgrenzung funktioniert zudem auf einem weiteren Weg.

    Auf die äußerst geringe Zahl deutsch-türkischer Ehen – im Gegensatz zu sonstigen gemischten Ehen – ist ja schon öfter hingewiesen worden. Wie anpassungswillig und -fähig in diesen binationalen (oder besser: bikulturellen) Ehen die deutschen Ehepartner sind, sieht man an der Zahl der Konvertiten. In den weitaus meisten Fällen konvertiert der deutsche Partner zum Islam, nur in ganz seltenen Fällen ist es anders herum. Heiraten finden entweder im schon in Deutschland lebenden türkischen Umfeld – gerne auch in der eigenen Familie zwischen Cousins und Cousinen ersten Grades – oder mit „Importbräuten“ statt. (Zu den Folgen einer solchen inzestuösen Heiratspraxis werde ich mich in einem späteren Beitrag äußern).

    „Um eine Lebenssituation beurteilen zu können, sollte man/frau sich nicht auf den Spiegel, sondern auf das eigene Urteil bzw. eigene Erfahrungen verlassen.“

    Sie scheinen mir auch zu denen zu gehören, die sich ihre Argumente je nach Bedarf zurechtzimmern. Geht man von den hierzulande verfügbaren Informationsquellen (oben unter #73 hatte ich verschiedenste Medien genannt – Zeitungen und Magazine, Bücher, Fernsehen, Internet, Plakate [1]) aus, heisst es: alles Lüge, alles Sensationshascherei, alles verkommen, alles second hand! Folgt man hingegen Ihrem Rat, nämlich sich auf seine eigenen Erfahrungen und Urteile zu verlassen, kommt das Geschrei: alles subjektiv, sowas darf man nicht verallgemeinern, unwissenschaftlich, alles aufgebauscht.

    Kurz: die sozialromantischen Xenophilen finden immer was zum Nörgeln, wenn irgendetwas nicht in ihr verklärendes Weltbild passt. Das gleicht dem Zitieren aus Bibel oder Koran: irgendein Merksprüchlein lässt sich nach Belieben immer finden.

    [1] Nur zur Erinnerung, damit Sie jetzt nicht soviel nach oben scrollen müssen:

    Viele, wenn nicht sogar alle, Menschen bilden sich ihre Meinung aus mindestens vier Quellen:
    * ihrer Vorprägung (z.B. durch Erziehung, Bildung) und Analogiebildung,
    * ihrer eigenen sinnlichen Alltagserfahrung,
    * den Gesprächen mit anderen oder sogar Besuch von Informations- und Diskussionsveranstaltungen (intersubjektive Meinungsbildung),
    * verschiedensten Medien (Zeitungen und Magazine, Bücher, Fernsehen, Internet, Plakate)

  89. Tijen Harun sagt:

    Ich glaube Sie tragen Sehr viel Hass in sich… sehr geehrter Schnipsel… ich sehe schon wie ihre Birne rot wird vor Wut 😀 weil sie kein passendes ARgument finden. Sie sprechen hier von Meinungsfreiheit, entschuldigung, aber dann lassen Sie den menschlichen Menschen auch die ihre. Fast jeder Muslim meiner Generation lebt hier einen PopIslam… wir sind Muslime, aber zugleich sind wir modern. Genau wie das die CHristen auch können. Ja es gibt auch ungläubige Musliminnen, der Herr, genau wie es ungläubige Christen gibt. Und jetzt, das ist doch nur ein Zeichen dafür, dass auch im Islam der GLaube unterschiedlich an Gewicht hat.

    Wie lange Sie sich an ihrem Leben im Ausland auhalten konnten… hahaahaa, hier in Deutschland gruppieren sich die Menschen nach ihrem Wohnumfeld, weil diese sehr separiert sind. Und die Deintegration gechieht von beiden Seiten, genauso wenden sich die Deutchen ab. Oder wollen Sie mir sagen, mit so einer Einstellung, sind Sie ein Mensch der auf einen Muslim freundschaftlich zugeht… und wenn doch, dann meine THese dazu, sie haben schlechte Erfahrungen gemacht ;-).. die kann ich auch mehrfach verzeichnen, trotzdem schere ich nicht alle Deutschen über einen Kamm.

  90. maat sagt:

    @Tijen Harun
    Also „Hass“ stelle ich mir anders vor… 🙂

    @allgemein
    Heute las ich in der FAZ die Kritik des bemerkenswerten Buchs „Integration von Zuwanderern“ (herausgegeben von Luft/Schimany). Die Kritik allein ist lesenswert und rückt vielleicht das ein oder andere gerade. Interessant vielleicht für die Mitblogger, welche die FAZ nicht weit unterhalb ihres Niveaus einstufen…
    Leider ist die Kritik bisher nicht online.

  91. Schnippsel sagt:

    @ Regina Neumann #9, @ Eva Massingue #77

    „Merkwürdigerweise finden die, die den Migranten mangelnde Integration vorwerfen, es richtig, dass deutsche Migranten in Russland, Rumänien, Ungarn oder Südamerika ihre deutsche Sprache und Kultur über Jahrhunderte bewahrten und bewahren. … Und die Hugenotten, für die jetzt Museen eingerichtet werden, haben mehr als 100 Jahre an ihrer französischen Muttersprache in Schule und Kirche festgehalten.“

    Bitte nicht alles durcheinanderschmeissen!

    1. „Dank“ der blutigen Christianisierung gehören die von Ihnen genannten Länder nicht zu einem anderen, fremden Kulturkreis. (Auch wenn das Christentum ursprünglich ebenfalls aus dem heutigen Palästina kommt).

    2. Hinter der Idee der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte für die BRD standen politische und ökonomische Überlegungen ihrer Herkunftsländer [1]. Hinter der „Anwerbung“ der Hugenotten oder der Wolgadeutschen standen politische und ökonomische Interessen der Aufnahmeländer.

    „Die Siedler, die überwiegend aus Bayern, Baden, Isenburg in Hessen, der Pfalz und dem Rheinland kamen, folgten in den Jahren 1763 bis 1767 der Einladung ihrer Landsmännin, der Zarin Katharina II., in ihr neues Siedlungsgebiet, wo sie etwa einhundert Dörfer gründeten. Sie wurden angeworben, um die Steppengebiete an der Wolga zu kultivieren und die Attacken der Reitervölker aus den Nachbargebieten einzudämmen.“ (Wikipedia)

    3. Die deutschen Siedler waren immer auch politisches Instrument und Zankapfel. Z.B. wurden den Wolgadeutschen nach einer anfänglichen Phase der Selbstbestimmung (unter Katharina II.) unter Zar Alexander II. wesentliche Rechte entzogen:

    „Die zum Wehrdienst eingezogenen Wolgadeutschen wurden von den russischen Soldaten und Offizieren als ’noch minderwertiger als die niedrigsten Kulaken‘ angesehen und entsprechend drangsaliert. Auch Deutsch als Verwaltungssprache und die freie Religionsausübung wurden abgeschafft.“

    Unter Stalin ging’s den Wolgadeutschen dann richtig an den Kragen. Die wolgadeutsche Republik wurde 1941 aufgelöst, nachdem die etwa 400.000 verbliebenen Wolgadeutschen der kollektiven Kollaboration mit Hitlerdeutschland beschuldigt, nach Sibirien und Zentralasien deportiert und in Arbeitslager gezwungen worden waren.

    3. Geradezu absurd im Zusammenhang der Zuwanderungsdebatte ist Ihr Hinweis auf die Hugenotten. Die bereits seit 1530 schwelenden Konflikte gipfelten 1572 in der sog. Bartholomäusnacht („Pariser Bluthochzeit“), in der neben wichtigen Hugenottenführern auch Tausende von Glaubensbrüdern abgeschlachtet wurden. Die Religionskämpfe gingen nach diesen Ereignissen weiter, bis den Hugenotten 1598 im Edikt von Nantes vom französischen König Heinrich IV. Rechtssicherheit garantiert wurde. Diese wurde aber schon im 17.Jhdt. wieder eingeschränkt, bis schließlich 1685 von Ludwig XIV. im Edikt von Fontainebleau die Religionsfreiheit endgültig aufgehoben wurde.

    „Trotz schwerster Strafandrohungen und Verbot der Auswanderung flohen ungefähr 200.000 Hugenotten in Nachbarländer und alle Welt (insbesondere England, die Niederlande, Preußen, Hessen, Südafrika, etc.). Durch die Emigration der wirtschaftlich besonders tüchtigen Hugenotten erlitt Frankreich großen wirtschaftlichen Schaden, und umgekehrt profitierten die Einwandererländer sehr von den Fähigkeiten der Emigranten.“ (Wikipedia)

    Die erste Fluchtwelle umfasste hauptsächlich Vermögende und Gebildete, die als Beamte oder Offiziere in den Aufnahmeländern rasch integriert waren. (Das erinnert stark an die iranischen Zuwanderer.) Die zweite Welle umfasste vor allem handwerklich und kaufmännisch Qualifizierte. Die Hugenotten sorgten in den Aufnahmeländern für eine Blüte der Wirtschaft – besonders der Landwirtschaft.

    Ich wüsste nicht, dass die nach Deutschland zugewanderten Türken in ihrer Heimat 150 Jahre lang niedergemetzelt und unterdrückt worden wären (es sei denn, man meint die Armenier und den an ihnen von Türken begangenen Genozid oder einen Teil der Kurden). Ich wüsste auch nicht, dass es die „wirtschaftlich besonders tüchtigen und gebildeten Türken“ gewesen sind, die nach Deutschland gekommen sind.

    Meines Wissens behaupteten die nach Deutschland ausgewanderten Hugenotten auch nicht über Generationen, sie seien Franzosen (von einer doppelten Staatsbürgeschaft ganz abgesehen). Richtig ist, dass die meisten – als Flüchtlinge – noch bis zum Ende des Spanischen Erbfolgekrieges 1714 (also rund 30 Jahre) hofften, nach Frankreich zurückkehren zu können. Dass es jedem Türken in der BRD von Anfang an freistand und freisteht, das ach so ungastliche Deutschland wieder zu verlassen, ist ein weiterer erheblicher Unterschied.

    „Zwischen 1696 und 1705 wurden Ehen noch zu 80 % innerhalb der französischen Bevölkerungsgruppe geschlossen. Dies änderte sich schon in der zweiten, mehr noch in der dritten Generation. Auch hier verhielten sich die Bürgerlichen unter den Hugenotten eher konservativ, während Mischehen zwischen Arbeitern und Arbeiterinnen der Manufakturen bald zur Normalität wurden. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte sich das Verhältnis nahezu umgekehrt: zu 70 % heirateten Angehörige der französischen Kolonie deutsche Partner.“ (Wikipedia)

    Auf die Selbstausgrenzung der muslimischen Migranten, die sich durch minimale gemischtkulturelle Heiraten ausdrückt, habe ich in Beitrag #88 hingewiesen.

    „In ihren Sitten und Gebräuchen passten sie sich allmählich ihrer neuen Umgebung an, hielten aber relativ lange an ihrer Heimatsprache fest – neben der Religion das wichtigste Element ihrer Gruppenidentität. Für die Führungsschicht blieb Französisch ein Statussymbol. Handwerker, Kaufleute, Tagelöhner und Dienstpersonal aber mussten Deutsch lernen, um im Berufsalltag mithalten zu können; nach einer Übergangszeit ging dann in diesen Sozialschichten die Sprache der Vorfahren verloren. Am längsten hielt sich das Französische in Gottesdienst und Kirche.“ (Wikipedia)

    Bei den Migranten in Deutschland ist es eher umgekehrt: die Gebildeteren lernen relativ schnell Deutsch, die weniger Gebildeten verharren seit Generationen in ihrer Ursprungssprache und einem radebrechenden Deutsch („Kanak-Deutsch“).

    4. Die deutsche Auswanderung nach Südamerika ist ein weiteres ganz spezifisches Kapitel.

    „Vor dem Ersten Weltkrieg dominierte die von den jeweiligen südamerikanischen Regierungen geförderte Kolonisierung/ Einwanderung.

    Nach den Befreiungskämpfen der südamerikanischen Staaten 1820 – 1825 folgte die Konsolidierung der Staatsterritorien durch Urbarmachung des Brachlands vor allem in den Grenzregionen. Dies sollte mit europäischen Einwanderern erreicht werden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden aufgrund der zunehmenden Ächtung des Sklavenhandels vermehrt Arbeitskräfte in der Landwirtschaft benötigt. Es war zuweilen preiswerter, eine ganze Familie nach Brasilien zu befördern als einen erwachsenen Sklaven zu erwerben. Mit sogenannten „Kontrakten“ sind viele Einwanderer nach Südamerika gelockt worden und mussten nach ihrer Ankunft Frondienste leisten um die durch die Überfahrt angefallenen Kosten abzuleisten. Diese Verhältnisse dauerten z. T. noch bis nach 1900 an.“ (Wikipedia)

    Dass „Gastarbeiter“ in Deutschland Frondienste leisten mussten, um die Kosten ihrer Anwerbung und Anreise abzuarbeiten, wäre mir neu.

    Die ca. 100.000 deutschsprachigen Juden, die zwischen 1932 bis zum Auswanderungsverbot 1941 nach Lateinamerika emigrierten, taten dies aus Gründen der politischen und religiösen Verfolgung. Für die „Gastarbeiter“ in Deutschland trifft dies nicht zu.

    Die Nazi-Verbrecher, die sich kurz nach dem II. Weltkrieg nach Lateinamerika absetzen, taugen für einen Vergleich mit den „Gastarbeitern“ ebenfalls nicht. Die unrühmliche Geschichte der „Colonia Dignidad“ möchte ich hier in Deutschland in türkisierter Form nicht wiederholt sehen.

    5. Auch das Beispiel der Donauschwaben zieht nicht. Dabei ging es zunächst um eine Ansiedlung innerhalb Österreich-Ungarns, die auch in diesem Fall sowohl zur Kolonisierung als auch zur Grenzsicherung (gegen Angriffe des Osmanischen Reiches) dienen sollte. Die Donauschwaben kamen in eine nahezu menschenleere, von Wäldern durchzogene Sumpflandschaft, deren Rekultivierung innerhalb von zwei bis drei Generationen gelang – ein enormer Kraftakt.

    Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich fiel das Temescher Banat 1867 an das Königreich Ungarn. Die danach einsetzende aggressive Magyarisierungspolitik der ungarischen Regierung war von massiven Bestrebungen zur sprachlichen und kulturellen Assimilation aller nationalen Minderheiten geprägt.

    Es ist aber nicht so, dass die „Gastarbeiter“ innerhalb ihres Landes in einen menschenleeren Landstrich übergesiedelt wären, dieser Teil dann von Deutschland quasi annektiert worden und anschließend den „Gastarbeitern“ eine Art Zwangsgermanisierung aufgezwungen worden wäre.

    6. Ansonsten scheint mir die vermeintliche Ausgrenzung der moslemischen Migranten durch die Mehrheitsgesellschaft auf einer künstlich aufgeblasenen Erregung zu beruhen. Wer jemals als protestantischer oder gar konfessionsloser Berliner versucht hat, sich ausserhalb Münchens in Bayern niederzulassen und dort heimisch zu werden… Da wird man bis in die 5.Generation spüren, dass man eben ein Zugereister ist (in Frankfurt: „Eingeplackter“). Die in den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründeten Landkommunen wissen ein (bitteres) Lied davon zu singen.

    [1] Zum Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei habe ich mich bereits oben unter #31 geäußert.

  92. Tijen Harun sagt:

    Nein, der Notstand kam damals aus Deutschland, denn nach dem Krieg muste Deutschland wieder aufgebaut werden!
    Damals brauchten die Deutschen uns Türken… und danach wollten sie uns wegwerfen. Dass die Menschen die hier ankamen und über 5-6 Jahre geholfen haben, das Land nach dem Krieg wieder aufzubauen dankt ihnen heut kaum noch jemand!

    1955-1973
    Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte

    1973-1979
    Anwerbestopp und Konsolidierung der Ausländerbeschäftigung

    1979-1980
    Konkurrierende Integrationskonzepte

    1981-1990
    Wende in der Ausländerpolitik

    1991-1998
    Dementi und praktische Akzeptanz der Einwanderungssituation

    1998-2004
    Deutschland, Einwanderungsland? Staatsangehörigkeit und Zuwanderungsdebatte

  93. Tijen Harun sagt:

    Ein Gang durch die Geschichte und die Städte Deutschlands zeigt, dass Deutschland schon immer ein Einwanderungsland war.

    In Deutschland wird dennoch über kein anderes Thema mit so viel Ideologie, Emotionalität und irrationalen Argumenten debattiert und gestritten wie über das Politikfeld Zuwanderung und Ausländerfragen. Laut den aktuellsten Angaben des Statistischen Bundesamts sind heute 8,8 Prozent der deutschen Bevölkerung „Ausländer“. Von einer Gesamtbevölkerung von ca. 82 Mio. ausgehend bedeutet das: Konkret: 7,3 Mio. Menschen sind nicht im Besitz eines deutschen Passes. In diese insbesondere in Deutschland ausgeprägte Kategorisierung von „Ausländern“ fallen freilich sowohl diejenigen, die sich hier zu Lande nur kurz aufhalten, als auch der Mosambikaner, der seit 18 Jahren mit seiner deutschen Familie in Halle lebt, die IT-Spezialistin aus Indien oder der türkische Gemüsehändler in Berlin-Kreuzberg, der seit über 30 Jahren in Deutschland lebt und dessen Kinder und Enkelkinder längst deutsche Staatsbürger sind. Solche Statistiken haben also kaum einen Aussagewert über die Einwanderungssituation in Deutschland. Erst recht nicht über den „Migrationssaldo“.

    Abgesehen von einer Ausnahme Anfang der neunziger Jahre ist die Netto-Einwanderung nach Deutschland ziemlich niedrig. Die Abwanderung von Ausländern seit Mitte der neunziger Jahre ist teils sogar höher als die offizielle Zuwanderung, in der gesamten EU beläuft sich die jährlich erfasste Zuwanderung auf ca. 1,3 Millionen Menschen. Daher kann von „Flüchtlingsfluten“ oder „unkontrollierter Masseneinwanderung“ nach Deutschland und Europa keine Rede sein. Bisher bewegten sich die meisten MigrantInnen innerhalb des europäischen Kontinents. Oder sie verließen ihn.

  94. Thomas Schuster sagt:

    @84 Jutta Rydzewski

    >Donnerwetter, ich bin ja tief beeindruckt von dem,
    >was Sie alles zu wissen glauben.
    >Wenn es schon die Polizei nicht tut, dann verraten Sie
    >doch hier mal, welcher Nationalität die Täter sind.

    Laut Polizeibericht Türken. Die Welt und andere Medien haben diese Info also bewußt weggelassen!
    Das nenne ich ‚Erziehung‘.

    >> Der Eindruck drängt sich auf, dass dem Bürger
    >> hier wieder einmal eine heile Welt der Migration
    >> vorgespielt werden soll, die real so nicht existiert.

    > Zunächst einmal muss ich Ihnen sagen, dass es eine
    > heile Welt ohnehin nicht gibt, und auch nie geben wird

    Schon klar. Aber gerade bei dem Thema Migration gab es ja bis Sarrazin eine Art Schweigegelübde.
    Es gibt Migranten, bei denen die Integration besser funktioniert als bei anderen.
    Und es gibt Länder, bei denen die Integration wesentlich besser funktioniert als hier. Meist lassen diese Länder die Migranten rein, die gebraucht werden (Punktesystem).
    Davon könnte Deutschland lernen.

    Zumal der türkische Arzt weniger geneigt sein sollte, irgenwelche S-Bahn Fahrgäste zu belästigen als der türkische Migrant ohne Ausbildung.

    > Was zur Zeit Integrationsdebatte genannt wird,
    > ist weitgehend hysterischer Unsinn

    Eine Mehrheit der Bürger sieht das aber anderst als Sie.
    Das Thema ist virulent bei den Leuten.
    Haben die jetzt alle unrecht? Kann man die ruhig stellen mit Adjektiven wie ‚hysterisch‘.
    Bislang gab es keine Diskussion über das Thema, da mag es sein dass manche eine normale Auseinandersetzung mit dem Thema als hysterisch empfinden.
    Denke der Deckel ist vom Topf und die Multi-Kulti Gutmenschen werden ihn auch nicht wieder drauf bekommen.

    Die Wahrnehmung der Mehrheit der Bürger und der Medien sowie der Politik ist beim Thema Integration komplett verschieden.
    Und wenn Sie sich Wilders in den Niederlanden (und ähnliche Parteien in Dänemark und Schweden)
    ansehen scheinen ja nicht nur die Deutschen Probleme mit muslimischen Einwanderern zu haben.

    >Allerdings gibt es auch Positives zu berichten.
    >Wie aus einem schwarzen Wolf urplötzlich sozusagen ein
    >verantwortungsbewusster Wulff wird, demonstriert, ganz
    >aktuell, der neue Bundespräsident in der Türkei.

    Absolut grauenhaft!
    Der farblose Anbiederer wird doch von niemandem mehr ernst genommen. Schauen Sie mal ins online-Gästebuch vom Bundespräsidialamt oder in den Kommmentaren
    zu Aussagen von Wullf zum Thema Islam. Da sehen Sie, was die Leute von Ihm halten.
    Es ist gerade zu unfassbar wie der BP die Mehrheitsmeinung der Bürger ignoriert und Minderheitsmeinungen wie die Ihre vertritt.
    Erreichen tut er dabei das Gegentei von dem, was er möchte. Er bringt die Bürger noch mehr gegen sich und unseren Staat auf und hält das Thema am ‚Brodeln‘.
    Und den Respekt vor seinem Amt hat er dadurch bei vielen seiner Bürger komplett verloren.

    Seit seiner Aussage der Islam gehöre zu Deutschland ist das nicht mein Präsident. Vieleicht der der türkischen Migranten ?!
    Das Volk hätte ohnehin Gauck gewählt, und zwar im 1. Wahlgang 🙂

    > Ich gehe mal davon aus, dass auch Sie über die
    > klaren Worte des BP sehr erfreut sind, oder?

    Das kann ja wohl nur ironisch gemeint sein.
    Siehe übrigens Titelbild des aktuellen Focus.
    Wulff als Moslem verkleidet, das trifft die Sache recht genau.

    >> Das Meinungskartell der Medien-Gutmenschen
    >> funktioniert offenbar noch.

    > Das tut dem Meinungskartell der Medien-
    > Schlechtmenschen aber keinen Abbruch. Z.B. hier:
    >http://www.bild.de/BILD/politik/2010/10/14/multi-kulti-das-wollen-muslime/vor-gericht-einklagen.html

    Wieso, alles ziemlich unverschämte Forderungen der Migranten. Auch die Bild kann mal recht haben.

    > Dann geben Sie mir doch mal einen heißen Tipp,
    > wo und wie ich an das verschwiegene Detail herankomme.

    Im Kommentarbereich unterhalb der Meldung, Täter sollen türkischer Herkunft gewesen sein (Zitat aus dem Polizeibericht!)

    > In der Tat, in Marxloh ist eine solche
    > (Parallelwelt) entstanden.

    Na wenigsten mal ein Fakt, der nicht in Abrede gestellt wird.

    > Allerdings hat das Gründe, zumal eine Parallelwelt
    > nicht vom Himmel geflogen kommt.
    > Stellen Sie sich z.B. mal kurz vor, dass Sie auf Dauer
    > in einem anderen Land leben möchten, aber von der
    > aufnehmenden Gesellschaft weitgehend abgelehnt werden.

    Schon wieder das Rumgejammere. Die Deutschen sind mal wieder Schuld.
    Migration ist eine Bringschuld! Ich passe mich an, arbeite hart, lerne die deutsche Sprache. Dann klapp das mit der Integration automatisch.
    Funktioniert ja auch bei Chinesen, Italienern, Spaniern weitgehend ohne Probleme.
    Nur nicht so richtig bei einer Gruppe, dem muslimisch-türkischen Migranten.

    > Na, was würden Sie tun? Richtig, dort hingehen,
    > wo es möglichst viele andere Deutsche gibt

    Auf den viel naheliegenderen Schluß, dann wieder zurück in die Türkei zu gehen, kommen Sie nicht?
    Da scheint das Geld vom Amt dann doch die größere Überzeugungskraft zu haben.

    > bzw. eigene Erfahrungen verlassen.

    Diese Erfahrungen haben viele Bürger und die sind zum größeren Teil negativ.

    > Natürlich sind Parallelgesellschaften nicht der
    > Idealzustand, aber des Teufels sind sie sicher
    > auch nicht.

    Natürlich sind sie des Teufels, entweder Integration oder man bleibt daheim.
    ‚No go areas‘ wie Marxloh wo selbt die Polizei bei illegalen Autorennen auf öffentlichen Straßen zusieht sollte es nirgendwo in Deutschand geben.
    Und Einwanderung in die Sozialsysteme sehen nur wenige als Bereicherung.

  95. Thomas Schuster sagt:

    @86 Tijen Harun

    > Herr Schuster, es ist sehr traurig wie Sie mich
    > als Einzelfall bezeichnen
    Einfache Frage: Sehen Sie sich zur Merhheit der turkischstämmigen Mitbürger zugehörig
    oder hat die Mehrheit einen anderen Bildungs- und Sozialisationshintergrund?

    > Schulabschlüsse sind vllt. nicht so toll gewesen,
    > das liegt allerdings daran:
    > -Die Eltern kamen zum Arbeiten, nicht zum Leben,
    > wurden ausgegrenzt
    Wieder haben andere die Schuld. Wieso nur klappt das bei Chinesen, Italienern, etc. alles viel besser?

    > Heute ist das anders, da die jüngere Generation die
    > jetzt Kinder bekommt, ein viel besseres Deutsch
    > spricht
    Komisch dass auch Migranten der 3. Generation immer noch überproportional vertreten sind bei
    Hauptschülern und Schulabbrechern.

    > zudem ergab die Pisa Studie, dass Kinder (auch mit
    > muslimischem Migrationshintergrund) in keinster
    > weise weniger intelligent sind, als deutsche und,

    Das sagt ja niemand. Wenn aber der Bildungswille der Eltern fehlt oder das Vorbild der Eltern eine Hartz 4 Karriere erwarten lässt, ist das erstmal nicht die Schuld der Deutschen oder des deutsche Staates.

    > – denn so wäre das schwierig mit dem internat. Elite-Getue!
    Ich empfinde Elite nich als Schimpfwort!
    Und der Volksentscheid in Hamburg zeigt, wie wichtig für viele Eltern das klassische Schulsystem ist, insbesonderer der Erhalt der Gymnasiums.

  96. Schnippsel sagt:

    @ Tijen Harun #92

    Nehmen Sie doch bitte zur Kenntnis, was ich bereits im Beitrag #31 zum Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei geschrieben habe. Dass Sie das Märchen, die Initiative zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte sei von Deutschland ausgegangen, hier wieder zum Besten geben, ist zwar als Märchen ganz nett, stimmt aber mit den Tatsachen nicht überein!

    Vorlage für das Abkommen mit der Türkei war das Abkommen mit Italien vom 20. Dezember 1955. Im Herbst 1953 warb die italienische Regierung erstmals in der BRD für die Aufnahme italienischer Gastarbeiter. Auf diesem Weg sollte das Handelsbilanzdefizit Italiens gegenüber der BRD durch Überschüsse in der Übertragungsbilanz kompensiert werden, um die Leistungsbilanz Italiens der BRD gegenüber auszugleichen.

    Zunächst reagierte die Bundesregierung zurückhaltend auf das Angebot. Auf dem Weg zum ersten Anwerbeabkommen von 1955 gelang es dem Außenministerium, seinen Primat bei den Verhandlungen – zusätzlich zum Außenhandel – auch auf die Ausländerbeschäftigung auszudehnen und diesen Vorrang gegenüber dem Bundesarbeitsministerium zu behaupten..[1]

    Zunächst sollten die italienischen Saisonarbeiter für die Landwirtschaft und für das Hotel- und Gaststättengewerbe angeworben werden. Die Arbeitsverträge waren auf sechs oder zwölf Monate befristet.

    Auch die Anwerbeabkommen mit Spanien (1960) und Griechenland (1960) wurden ebenfalls auf Initiative der Entsendeländer zum Ausgleich von deren Leitungsbilanzdefizit gegenüber der BRD geschlossen.

    Das Anwerbeabkommen mit der Türkei vom 31. Oktober 1961 war also erst das vierte Abkommen. In diesem wurde, wie ebenfalls schon dargestellt, die gegenüber Spanien und Griechenland gewährte unbefristete Aufenthaltsdauer auf zwei Jahre beschränkt und weitere Einschränkungen festgeschrieben.

    Dass die türkischen „Gastarbeiter“, die Anfang 1962 nach Deutschland kamen, das kriegszerstörte Deutschland wieder aufgebaut haben, haben Sie sich entgegen den Tatsachen einfach so zurechtgebogen. Eine solche Geschichtsverfälschung darf nicht unwidersprochen stehen bleiben.

    Seit den späten 1950er Jahren – also bevor der erste Türke angeworben wurde – herrschte in Deutschland Vollbeschäftigung, die Arbeitslosenquote lag unter zwei Prozent. Nach heutigem Verständnis war mit einer Quote von circa 4 bis 5 Prozent sogar schon 1955/1956 Vollbeschäftigung erreicht.

    Die deutsche Fahrzeugindustrie konnte ihre Produktion zwischen 1950 und 1960 verfünffachen. Industrie und Dienstleister konnten innerhalb weniger Jahre zwei Millionen Arbeitslose absorbieren, die 8 Millionen Heimatvertriebenen und 2,7 Millionen „Zonenflüchtlinge“ fanden ebenfalls Arbeit. Deutschland hatte es geschafft, die zu mehr als 2/3 zerstörte Wirtschaft wieder aufzubauen, Wohnraum zu schaffen, Millionen von Heimatvertriebenen zu integrieren.

    Mit technischen und ingenieurmäßigen Spitzenleistungen arbeitete sich Deutschland auf die vordersten Plätze der Weltwirtschaft. Das Wirtschaftswunder und der Wiederaufbau Deutschlands war 1959 vollendet und Deutschland die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den USA – noch bevor auch nur ein einziger Gastarbeiter den Boden Deutschlands betreten hatte. (Neben der eigenen Leistung der Deutschen hatte die finanzielle Unterstützung durch die USA dabei geholfen, das sog. Wirtschaftswunder zu bewirken.)

    Der Respekt vor dieser Leistung der Deutschen gebietet es, festzustellen, dass an diesen Leistungen des Wiederaufbaus Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg und auch bei der Erschaffung des sog. „Wirtschaftswunders“ kein einziger Gastarbeiter oder Ausländer beteiligt war. Kein Italiener, kein Spanier, kein Grieche, kein Türke und kein sonstiger Ausländer hat zum Wiederaufbau oder zur Schaffung des sog. „Wirtschaftswunders“ Deutschlands beigetragen!

    Derartige Behauptungen, wie Sie sie nachbeten, dienen drei Zwecken. So soll

    * eine Verantwortung der Deutschen für die freiwillig nach Deutschland gekommenen Migranten begründet werden (Schuldgefühle wecken),
    * ein Anspruch auf Leistungen des deutschen Staates und der deutschen Sozialsysteme hergeleitet werden (Ansprüche stellen),
    * die verpflichtende Forderung zur aktiven Mitwirkung von Migranten beim Gelingen der Integration abgewehrt werden (Forderungen abwehren).

    [1] Martin Kröger: Initiative der Entsendeländer. In: FAZ.net vom 23. Juni 2008.
    (Rezension des Buchs „Diplomatische Tauschgeschäfte“ von Heike Knortz.)

    Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. „Gastarbeiter“ in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953–1973. Böhlau Verlag, Köln 2008.

  97. Markus Dehnerle sagt:

    „(Neben der eigenen Leistung der Deutschen hatte die finanzielle Unterstützung durch die USA dabei geholfen, das sog. Wirtschaftswunder zu bewirken.)
    Der Respekt vor dieser Leistung der Deutschen gebietet es, festzustellen, dass an diesen Leistungen des Wiederaufbaus Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg und auch bei der Erschaffung des sog. “Wirtschaftswunders” kein einziger Gastarbeiter oder Ausländer beteiligt war. Kein Italiener, kein Spanier, kein Grieche, kein Türke und kein sonstiger Ausländer hat zum Wiederaufbau oder zur Schaffung des sog. “Wirtschaftswunders” Deutschlands beigetragen!“

    Falsch! Was Sie in Klammern setzen, Schnmippsel, ist der eigentliche Grund für das deutsche Wirtschaftswunder. Und wer kann es den Amerikanern verdenken nach diesem fürchterlichen Krieg, dass sie endlich Ruhe in Europa wollten? Also Marshallplan. Bedeutet die Chance für ökonomischen Aufstieg und damit Wohlstand und damit Zufriedenheit.

    Und damit Zufriedenheit? Pustekuchen. Die Amerikaner haben nicht erkannt dass die Deutschen immer was zum Meckern brauchen. Aktuell auf der Bühne wird gegeben das Stück: Deutschland und der Islam.

    Ein Armutszeugnis, was hier abgeht! Aus eigener Kraft, Schnipsel hätte Deutschland es NIEMALS zu dem gebracht, was heute ist. Der Grund für das deutsche Wirtschaftswunder ist genau das was Sie in Klammern als Hintergrundnotiz verstecken wollen.

    Also ein bisschen kleiner bitte, die Lautstärke!

  98. Schnippsel sagt:

    @ Markus Dehnerle #97

    Nach der „klassischen“ Volkswirtschaftslehre gibt es drei Produktionsfaktoren: Arbeit, Kapital, Boden.

    Sie können ja mal versuchen, ein paar 1000 US-Dollar auf den Boden zu legen und darauf zu warten, dass daraus eine Werkzeugmaschine entsteht.

    Diese unsägliche Ansicht, das Kapital sei das Wichtigste, hat ja in jüngster Zeit seine Wirkung deutlich gezeigt. Geld arbeitet nicht.

    Sie können aber sehr wohl aus den Produktionsfaktoren Arbeit und Boden Werte schaffen.

  99. Jutta Rydzewski sagt:

    @88 Schnippsel

    „Sie scheinen mir auch zu denen zu gehören, die sich ihre Argumente je nach Bedarf zurechtzimmern.“

    Obwohl Herr Schiller vor langer Zeit einmal angemerkt hatte, dass die Axt im Haus den Zimmermann erspart, habe ich mir nix zurecht gezimmert, wie Sie das beliebten auszudrücken, sondern einem Teilnehmer geantwortet, der sich hinsichtlich von Duisburg-Marxloh, auf eine Dokumentation der BILD-Nebenstelle, dem Spiegel, bezogen hatte. DAZU habe ich unter @85 Stellung genommen, weil ich in Duisburg geboren bin, und sehr lange dort gewohnt und gelebt habe. Offenbar scheinen Sie diesen Umstand in Ihrem Übereifer, mich auf Ihre weiteren Verlautbarungen, einschließlich aller möglichen oder auch unmöglichen Quellen Ihrer Wahl aufmerksam machen zu sollen, weitgehend aus dem Auge verloren zu haben. Wenn Ihnen meine jahrelangen, persönlichen Erfahrungen nicht gefallen, so ist das zwar bedauerlich, aber sicher auch zu verschmerzen. Sie können meine erwähnte Zuschrift aber gerne noch einmal lesen, allerdings aufmerksamer, und sich anschließend erneut melden, wenn Sie dann mögen.

    „Wenn sich Ihre Erfahrung auf den Wechsel von Duisburg nach Bochum beschränkt, sollten Sie sich vielleicht doch nicht zum Sachverhalt eines Auslandsaufenthaltes äußern.“

    Wenn Sie meiner Empfehlung aufmerksam(er) zu lesen nachkommen, dürfte es ziemlich ausgeschlossen sein, dass sich so etwas, wie das obige Zitat, zukünftig noch einmal bei Ihren Ausführungen verirren könnte. In meiner Zuschrift ging es nicht um Ihre Auslandserfahrungen, auch nicht um Bochum, sondern um meine jahrelangen Erfahrungen im Hinblick auf Duisburg-Marxloh.

    „Kurz: die sozialromantischen Xenophilen finden immer was zum Nörgeln, wenn irgendetwas nicht in ihr verklärendes Weltbild passt.“

    Kurz: Zunächst einmal muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich Xenophilen nicht kenne. Könnte es sein, dass Sie Xenophoben meinten? Doch wie auch immer, was haben Sie gegen Romantiker? Ich halte es da mit Mark Twain, und gehe noch einen romantischen Schritt weiter: Trenne dich nicht von deinen Träumen und Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. Aber vielleicht hat das auch etwas damit zu tun, ob Sie ein weiblicher oder männlicher Schnippsel sind.;-)

    Was nun Ihr persönliches Weltbild anbelangt, in Verbindung mit den Detailbeschreibungen, einschließlich Ihrer Ratschläge an mallorquinische Politiker, wie mit deutschen integrationsresistenten, alkoholabhängigen, promiskuitiven, „hispanophoben“ Dummschwätzern, Klein- bis Großkriminellen, hochnäsigen Teutonen usw. usw. umgegangen werden sollte, so mag das zwar ganz unterhaltsam sein, aber für allgemeingültig werden Sie Ihr Weltbild wohl ernsthaft selbst nicht erklären wollen. Im Übrigen ist das alles auch gar nicht so kompliziert, es wird nur seit Jahrzehnten kompliziert gemacht, insbesondere von den schwarzen Integrationsverweigerern aus der CDU/CSU. Integration heißt auch nicht zwingend, MITeinander leben zu müssen, es geht auch NEBENeinander. Allerdings muss gewährleistet sein, dass sich z.B. niemand über den „Anderen“ erhöht, sich für nix Besseres hält, auf jegliche Form von Leit(hammel)kultur verzichtet, offen und neugierig auf das Fremde ist, auch wenn das für Sie wieder etwas mit Sozialromantik, Kuschelkurs oder Ähnlichem zu tun hat. Den Deutschen ist insbesondere mehr Selbstbewusstsein und erheblich weniger (Fremden)Angst zu wünschen. Im Übrigen unterscheiden sich die Menschen gar nicht so sehr, wie immer der Eindruck erweckt werden soll. Ob Moslem, Christ, Jude, alt, jung, dick, dünn, Eskimo, Frankfurter oder wie oder was auch immer, die Menschen wollen ein auskömmliches Leben führen, mit möglichst wenig Ärger und Stress. Oder wollen Sie etwas anderes? Na, bitte, geht doch.;-) Ach, ja, ehe ich es vergesse. Wenn das mit der Integration klappen soll, müssen alle kleinen und großen Sarrazine, Politiker, als auch sonstige „Experten“ schlicht und ergreifend … die Klappe halten. Die Menschen untereinander kommen ohne diese öffentlichen Sprechautomaten und Buchschreiber, ohne BILD und Spiegel, sicherlich erheblich besser klar, auch wenn es auf ALLEN Seiten, also nicht nur bei den „Anderen“ sondern auch bei „Uns“, immer ein paar ganz Verrückte gibt.

    mfg
    Jutta Rydzewski

  100. Markus Dehnerle sagt:

    So, und ich mach hier den 100sten Kommentar und klatsche Jutta Rydzewski Applaus!

  101. Markus Dehnerle sagt:

    @ Schnipsel # 98

    Ohne den Marshallplan, ohne die weitsichtige Politik der Amerikaner wäre in Deutschland kein Geld dagewesen, auch nur irgendwas zu investieren. Arbeitskraft braucht Kapital, Kapital braucht Arbeitskraft. Ganz einfache Wechselbeziehung. Wenn kein Kapital, dann hilft auch alle Arbeitskraft nichts.

  102. Schnippsel sagt:

    Die Trümmerfrauen haben auch ohne Kapital die Ärmel hochgekrempelt und aufgeräumt.

    Nachdem zunächst in allen Besatzungszonen bis 1948 die Umwandlung Deutschlands in ein Agrarland gemäß Morgenthau-Plan betrieben wurde, war es gerade auch dieser Aufbauwille, der den Amerikanern eine Investition per Marshall-Plan ratsam erscheinen ließ.

    Dass die Hingabe von Kapital nur aus reiner Menschenfreundlichkeit (und aus Selbstschutz vor einem barbarischen Deutschland) erfolgte, werden Sie aber nicht behaupten wollen. Da ging es natürlich auch um richtig satten Profit, einen Puffer gegen den Kommunismus und, und, und.

    Dass Arbeitskraft ohne Kapital Werte schaffen kann, hatte ich Ihnen ja bereits gesagt. Man sieht es überall auf der Welt. Mit ein wenig Kapital geht’s vielleicht schneller und einfacher, mit viel Kapital vielleicht noch schneller und noch einfacher – oder auch ganz flott in die Sackgasse.

    Jeder Afrikaner kann mit einem Pflanzstock und Pflanzensamen des Vorjahres Werte produzieren. Wenn man ihm einen letzlich unbezahlbaren Traktor und Hybridsamen andreht, schafft er auch Werte, aber nicht für sich. Sondern hängt sich, wie Hunderte indischer Bauern, wegen der Aussichtslosigkeit seiner Lage auf.

    Das ist nun aber ein Nebengleis, das mit der Frage der Zuwanderung nicht mehr viel zu tun hat.

  103. Lutz Büge sagt:

    „Dass Arbeitskraft ohne Kapital Werte schaffen kann, hatte ich Ihnen ja bereits gesagt. Man sieht es überall auf der Welt.“

    Nur ganz nebenbei: Dann schauen Sie mal in den Blogtalk über Ungleichgewichte im Welthandel

    Sorry, bin nur über Ihren Kommentar gestolpert, weil er sich in der Liste der aktuellste Kommentare gerade aufdrängte

  104. Schnippsel sagt:

    Dass „Arbeitskraft ohne Kapital“ gegen „Kapital ohne Arbeitskraft“ („leistungsloses Einkommen“) oder „Kapital und Arbeitskraft“ so gut wie keine Chance hat, sei zugestanden.

    Eine ähnliche Herabwürdigung findet sich übrigens in der Bewertung von Hausarbeit oder Kindererziehung. Sie können den Kindern nochsoviel Geld in den Hintern blasen: davon werden sie keinen Deut besser erzogen. Im Gegenteil.

    Seit Mark Münzels Ausstellung „Schrumpfkopfindianer – die Jibaro“ 1977 (?) im Frankfurter Völkerkundemuseum stehe ich der westlichen Entwicklungshilfe (in morgenländischer und asiatischer Entwicklungshilfe kenne ich mich noch weniger aus) äußerst skeptisch, ja geradezu ablehnend, gegenüber.

    Bei mehrwöchigen Besuchen verschiedener Entwicklungshilfeprojekte (u.a. Tansania und Papua Neuguinea) wurde ich in dieser Haltung absolut bestätigt. Da habe ich gesehen, wie produktiv Menschen ohne Kapital sein können und wieviel Produktivität dieser Menschen durch Kapitaleinsatz kaputtgemacht wurde. Die Zerstörung funktionierender Sozialstrukturen inbegriffen.

    Zur Frage der Produktionsfaktoren
    [1] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/produktionsfaktoren.html#erklaerung

  105. Jutta Rydzewski sagt:

    @94 Thomas Schuster

    „Laut Polizeibericht Türken. Die Welt und andere Medien haben diese Info also bewußt weggelassen!“

    Wenn es im Polizeibericht steht, dann ist doch gut. Offenbar kommt es Ihnen ausschließlich darauf an, die mangelnde Rechtstreue DER Türken besonders anzuprangern, so wie es z.B. auch die regierungsamtliche BILD macht. Dazu empfehle ich Ihnen:

    http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/10/turkischstammiger-deutscher-oder-ein-in.html

    Der Autor bringt den Sachverhalt erheblich markanter auf den Punkt, als ich es hier machen kann. Sollten Sie lesen, ist höchst interessant.

    „Aber gerade bei dem Thema Migration gab es ja bis Sarrazin eine Art Schweigegelübde.“

    Ein Mann, dessen Thesen, schon lange vor dem Erscheinen seines aktuellen Hetzgeschmieres, gutachterlich als eindeutig rassistisch befunden worden sind, ist für mich nicht nur kein Maßstab, sondern bietet auch keine Gesprächsgrundlage. Kultur- und Sozialrassisten haben nie Recht, auch kein bisschen.

    „Es gibt Migranten, bei denen die Integration besser funktioniert als bei anderen.
    Und es gibt Länder, bei denen die Integration wesentlich besser funktioniert als hier.“

    Es gibt immer sonne und sonne, nicht nur bei den „Anderen“ sondern auch bei „Uns“.

    „Meist lassen diese Länder die Migranten rein, die gebraucht werden (Punktesystem).
    Davon könnte Deutschland lernen.“

    Sie haben offenkundig immer noch nicht die Realitäten zur Kenntnis genommen. Aus Deutschland hauen mehr ab als kommen, auch Türken. Um Deutschland wird zunehmend ein großer Bogen gemacht. Sie sollten sich mal mit der Frage beschäftigen, warum das so ist. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen das aber auch gerne erklären. Für den Anfang würde es reichen, wenn Sie meine diesbezüglichen Zuschriften aufmerksam(er) lesen.

    „Zumal der türkische Arzt weniger geneigt sein sollte, irgenwelche S-Bahn Fahrgäste zu belästigen als der türkische Migrant ohne Ausbildung.“

    Der türkische Arzt hustet Ihnen was, der geht erst gar nicht nach Deutschland, und den türkischen Migranten ohne Ausbildung sollten Sie hier nicht unter General- bzw. Pauschalverdacht stellen.

    „Bislang gab es keine Diskussion über das Thema, da mag es sein dass manche eine normale Auseinandersetzung mit dem Thema als hysterisch empfinden.“

    Unsinn. Die Diskussionen gibt es seit Jahrzehnten, sie wird aber grundsätzlich, insbesondere von den Integrationsverweigerern aus der CDU/CSU, völlig falsch geführt. Mit deutscher Leit(hammel)kultur und sonstiger Deutschfimmeligkeit ist keine Integration möglich.

    „Denke der Deckel ist vom Topf und die Multi-Kulti Gutmenschen werden ihn auch nicht wieder drauf bekommen.“

    Die Leit(hammel)kultur-Schlechtmenschen jaulen auch zur Zeit deshalb besonders laut auf, weil sich sogar bei den schwarzen Schwestern und Brüdern, an der Spitze der schwarze BP Wulff, etwas mehr Realismus einzustellen scheint.

    „Und wenn Sie sich Wilders in den Niederlanden (und ähnliche Parteien in Dänemark und Schweden)
    ansehen scheinen ja nicht nur die Deutschen Probleme mit muslimischen Einwanderern zu haben.“

    FALSCH. Die wahren Probleme sind nicht die Muslime, sondern die Wilders und Co..

    „Absolut grauenhaft!
    Der farblose Anbiederer wird doch von niemandem mehr ernst genommen. Schauen Sie mal ins online-Gästebuch vom Bundespräsidialamt oder in den Kommmentaren
    zu Aussagen von Wullf zum Thema Islam. Da sehen Sie, was die Leute von Ihm halten.“

    Nun bin ich sicher kein Wulff-Fan, seine „Läuterung“ ist auch wohl nicht einer Veränderung seiner schwarzen Überzeugungen, sondern sicherlich seinem neuen Amt geschuldet; aber besser so, als dieser ganze vorvorvorgestrige Leit(hammel)kulturunsinn. Und was nun die Eintragungen in irgendwelchen Gästebüchern anbelangen, so unterstreicht alleine die Anonymität schon den wahren Heldenmut.;-))

    „Seit seiner Aussage der Islam gehöre zu Deutschland ist das nicht mein Präsident.“

    Das dürfte den Herrn Wulff aber sehr traurig machen.;-)

    „Das Volk hätte ohnehin Gauck gewählt, und zwar im 1. Wahlgang“

    Oh, je, dann doch lieber Wulff als diesen vor Pathos triefenden Freiheitspharisäer, der u.a. verbrecherische Kriege akzeptiert, und die sozialen Verunformungen aus der Schröder-Fischer-Zeit für große Errungenschaften hält.

    „Siehe übrigens Titelbild des aktuellen Focus.
    Wulff als Moslem verkleidet, das trifft die Sache recht genau.“

    Wie Sie sehen geht der schwarze Wulff mit der Zeit.;-))

    „Wieso, alles ziemlich unverschämte Forderungen der Migranten. Auch die Bild kann mal recht haben.“

    In diesem Zusammenhang verweise ich auf meinen Lesetipp weiter oben.

    „Im Kommentarbereich unterhalb der Meldung, Täter sollen türkischer Herkunft gewesen sein (Zitat aus dem Polizeibericht!)“

    Aha, sollen sein.;-)

    „Schon wieder das Rumgejammere. Die Deutschen sind mal wieder Schuld.“

    DIE Deutschen sind genauso wenig schuld wie DIE Anderen, zumal es sowohl unter den Deutschen als auch bei den „Anderen“ sehr vernünftige Menschen gibt. Schuld ist eine verheerende Politik in den letzten Jahrzehnten, insbesondere durch die Integrationsverweigerungsunion.

    „Migration ist eine Bringschuld!“

    Quatsch. Integration ist eine Aufgabe für ALLE Beteiligten, insbesondere für die aufnehmende Gesellschaft.

    „Ich passe mich an, arbeite hart, lerne die deutsche Sprache.“

    Und stehe morgens früh auf, haben Sie noch vergessen.;-) Kein Mensch MUSS sich anpassen, sondern JEDER, auch die richtigen, echten Deutschen, MÜSSEN sich an das Grundgesetz und die bestehende Rechtsordnung halten, sonst MÜSSEN sie gar nix MÜSSEN. Es gibt im Übrigen eine Menge Türken, die besser deutsch sprechen, und härter arbeiten als „richtige“ Deutsche.

    So, das soll dann auch reichen, zumal ich mich nicht ständig wiederholen möchte. Zu Duisburg-Marxloh hatte ich Ihnen ja auch bereits das Notwendige gesagt. Auf alle Ihre Pauschalverunglimpfungen gegenüber „Ausländern“, insbesondere Türken, möchte ich wegen des lieben Friedens nicht näher eingehen. Sie sollten sich zunächst einmal angewöhnen zu differenzieren. Übrigens, wann wollen Sie denn die prächtige Moschee in Duisburg-Marxloh besuchen? Machen Sie sich doch einen Vermerk für den 03. Oktober 2011. Das ist der Tag der Offenen Moschee. Sie werden sicherlich von der Pracht begeistert sein.

    mfg
    Jutta Rydzewski

  106. KROete sagt:

    Was ist eigentlich multikuturell und was kulturell und gibt es eine originäre „deutsche“ Kultur?
    Meine Großmütter haben bis in die Mitte der 90er Jahre Kopftücher getragen. Jetzt passiert das nicht mehr so häufig, bei uns am Ort. Komme ich nach Mittelhessen, sehe ich dort auf jeder alten Frau das dazugehörige Kopftuch. Gehören die Mittelhessen nicht mehr zu meinem Kulturkreis, was ich selbst manchmal befürchte, oder wandelt sich die sog. deutsche Kultur?
    Wir Bio-Deutschen sollten eigentlich alle Deutsch sprechen, trotzdem, wenn ich aus dem „Ausland“ zurück in meinen Sprachraum, den Hessischen, komme, fühle ich mich erst dann wieder wirklich zu Hause. Obwohl ich gar nicht viel Hessisch spreche.
    Vielleicht sollten wir allen Menschen das Recht zugestehen sich dort wo sie möchten, in der Art, wie es für SIE richtig ist, aufzuhalten. Es gibt einige Artikel in unserem Grundgesetz die in diese Richtung ausgelegt werden könnten.

  107. Aylin Erener sagt:

    Merhaba, Selam, guten Abend,

    Während die Politik einigermaßen vernünftig argumentiert, von Seehofer etc. mal abgesehen, bewegt sich unsere Gesellschaft immer weiter zurück. Immer bäher rücken wir zu Deutschlands Vergangenheit zurück, in die Vergangenheit, in der Häuser von Muslimen gebrannt haben… und noch weiter, in die Zeit, in der Schilder an Gaststätten hingen „Keine Türken und Italiener“.

    @Schnipschnipppsele oder so ähnlich
    „Dass Sie das Märchen, die Initiative zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte sei von Deutschland ausgegangen, hier wieder zum Besten geben, ist zwar als Märchen ganz nett, stimmt aber mit den Tatsachen nicht überein!“

    Dass Sie das Märchen, die Initiative zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte sei von Deutschland ausgegangen, hier wieder zum Besten geben, ist zwar als Märchen ganz nett, stimmt aber mit den Tatsachen nicht überein!
    Schon vor dem Ersten Weltkrieg arbeiteten das Deutsche und das Osmanische Reich militärisch und wirtschaftlich zusammen. 1912 lebten in Berlin etwa 1350 Türken. Mit der viel beschworenen deutsch-türkischen „Waffenbrüderschaft“ im Ersten Weltkrieg intensivierten sich die Beziehungen. Bereits 1916 wurde in Berlin eine Deutsch-Türkische Vereinigung gegründet, die mit der türkischen Regierung ein Lehrlingsabkommen schloss. Während der NS-Herrschaft fanden viele oppositionelle Deutsche, darunter auch Wissenschaftler und Künstler, Zuflucht in der Türkei.

    In den ersten Nachkriegsjahren gab es zwischen Deutschland und der Türkei wenig Austausch. In den Jahren des „Wirtschaftswunders“ machte sich jedoch in der Bundesrepublik trotz der großen Zahl von Vertriebenen und Zuzüglern aus der DDR besonders nach dem Mauerbau 1961 ein steigender Bedarf an Arbeitskräften bemerkbar. Daher schloss die Bundesregierung von 1955 bis 1968 mit mehreren Staaten Anwerbeabkommen, darunter 1961 mit der Türkei.
    Bis Mitte der 1960er Jahre war es allgemeiner Konsens, dass die ausländischen Arbeitskräfte – die „Gastarbeiter“, wie sie bald im öffentlichen Sprachgebrauch hießen – nur vorübergehend in Westdeutschland leben und arbeiten sollten. Im Anwerbeabkommen mit der Türkei war die Aufenthaltsdauer auf maximal zwei Jahre festgeschrieben. Da lediglich der Bedarf der Wirtschaft nach Arbeitskräften erfüllt werden sollte, gab es keine Überlegungen oder gar Planungen hinsichtlich einer dauerhaften Ansiedlung der Zuwanderer. Von einigen Spezialisten wie etwa hochqualifizierten türkischen Fachärzten abgesehen, übernahmen die Arbeitsmigranten meist Stellen, für die sich keine Deutschen bewarben. Folglich fand ihr Einsatz in der Gesellschaft allgemeine Zustimmung. Eine mögliche Integration der Arbeiter und eine Auseinandersetzung mit ihrem Herkunftsland, ihren Traditionen und ihrer Religion schien nicht notwendig zu sein, da Arbeitskräfte nur kurzfristig benötigt wurden und im wirtschaftlichen Krisenfall wieder in ihre Heimat zurückkehren sollten.
    Bereits in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wurde das Rotationsprinzip – nicht zuletzt auf Betreiben der Wirtschaft, die die Anlernkosten scheute – gelockert. Noch während der Rezession 1966/67 waren zahlreiche ausländische Arbeitskräfte, die ihre Stelle verloren hatten, in ihr Herkunftsland zurückgekehrt. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung kamen sie in die Bundesrepublik zurück. Im Oktober 1973 erließ die Bundesregierung wegen der Ölkrise und dem daraufhin befürchteten wirtschaftlichen Rückgang einen Anwerbestopp. Im selben Jahr hatte die Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern mit rund 2,6 Millionen ihren Höhepunkt erreicht. In den Rezessionsphasen 1974/75 und 1981 bis 1984 kehrten ausländische Arbeitslose jedoch weit seltener in ihre Heimat zurück, weil sie befürchteten, keine abermalige Rückkehrerlaubnis in die Bundesrepublik zu erhalten.

    deutschland hat von uns einwanderern profitiert… wir durften länger bleiben unsere arbeitserlaubnis wurde verlängert. warum? weil wir die drecksarbeit auf gut deutsch geleistet haben!!!

    Es gibt 2 Sichten auf die Dinge, lassen wir es dabei… sie wiederkäuern hier immer wieder das gleiche genauso Herr Schuster (natürlich auch die Gegenseite!) aber ich hab keinen Lust wieder den gleichen Schmarn zu lesen.

  108. Aylin Erener sagt:

    > Schnipsel #102 : Jeder Afrikaner kann mit einem Pflanzstock und Pflanzensamen des Vorjahres Werte produzieren.
    —damit wollen Sie also sagen, dass ein Afrikaner generell nicht intelligent ist?

    > Kroete # 106Vielleicht sollten wir allen Menschen das Recht zugestehen sich dort wo sie möchten, in der Art, wie es für SIE richtig ist, aufzuhalten. Es gibt einige Artikel in unserem Grundgesetz die in diese Richtung ausgelegt werden könnten.
    —-DANKE Kroete, genau mein REden

    > Thomas Schuster #95: Und der Volksentscheid in Hamburg zeigt, wie wichtig für viele Eltern das klassische Schulsystem ist, insbesonderer der Erhalt der Gymnasiums.

    ja die Eltern wissen aber auch nicht viel von Pädagogik im fachlichem Sinne!
    Die Hauptschule sehe ich als Schul-Sozialarbeiterin als überholt an… sorry, warum werden hier Fachkräfte als „nichtswisser“ bezeichnet, wir müssen uns tagtäglich mit dieser thematik beschäftigen… zudem stamme ich auch aus einfachsten verhältnissen und sehe mich in meiner einstellung und sozialisation nicht als minderheit der muslimischen bevölkerung in deutschland!

    OECD (pisa) sagt folgendes, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind lernmotiviert und haben eine positive
    Einstellung zur Schule. Eine solche starke Lernbereitschaft kann von den Schulen genutztb werden, um den Erfolg dieser Schülerinnen und Schüler im Bildungssystem zu fördern.
    Trotz dieser starken Lernbereitschaft erzielen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund häufig deutlich niedrigere Ergebnisse als ihre einheimischen Altersgenossen. Jedoch ist das Leistungsniveau in den einzelnen Ländern unterschiedlich.
    Der OECD Studie zufolge ist ein projektorientiertes Lernen, an einer allgemeinen Gesamtschule, welche allen Schülern die gleichen Chancen gebietet, ein einziger Ausweg. Modelle wie Kanada und Australien machen es vor.

    DIE OECD SCHLIEßT SOGAR MUSLIME MIT EIN!

    „Die OECD-Studie *Bildung auf einem Blick 2004*– eine Ohrfeige für das deutsche Bildungssystem“ (Özcan Mutlu-Grüne)

    Und jetzt bitte nicht schon wieder der gleiche Mist hinten dran

  109. Ulrike Stein sagt:

    tut mir leid, dass ich mir anmaße nur in kleinbuchstaben zu schreiben, werter schnitzel oooo schnipsel 🙂
    es empört mich sehr, dass hier kein mensch mit klarem verstand seine meinung äußern darf, genauso wie du werter schnitzel haben diese auch ein recht auf ihre meinung.
    traurig nur, dass du das nicht ganz verstehen magst.
    das fachkräfte hier ihr wissen verbreiten, ist nur gut… denn leute wie du und ich, kennen sich nicht ganz genau in dieser materie aus um lange texte zu schreiben. denn wir können nur über medienberichte urteilen und eigene erfahrungen damit multiplizieren. das ergebnis erscheint immer als ein anderes, denn es werden unterschiedlichste formeln angewendet. sehr erheiternt erscheinen mir deine kommentare im zusammenhang mit verweis auf medien, die nicht viel zu sagen haben. google doch mal migration-böll… da sind sehr vielsagende und nützliche kommentare und die sind nicht nur positiv akzentuiert, aber auf anerkennendem niveau. ich bin sehr froh über das bunte deutschland und das buntere frankfurt. die ganzen türken, marokkaner, perser, italiener, russen, afrikaner (die sind gar nicht so strohdumm und können mehr als auf einem feld arbeiten), ägyter, afghaner, iraker, libanesen usw. bereichern nicht nur mein leben… ohne sie wäre unser land sehr trist und grau und sehr sehr alt… ich bin auch eine von den alten und würde senil werden ohne junge menschen. und kaum ein deutscher junger mensch macht mir im bus platz, das tun viele türkische junge mitbürger… naja da fühl ich mich mit meinen 70 jahren doch gleich mehr als seniorin haha, aber trotzdem finde ich das super höflich. die migranten sind unsere zukunft!

  110. maat sagt:

    @Aylin Erener
    Die Misere des Schulsystems ist nicht zuletzt deswegen entstanden, weil alle paar Jahre jemand wieder ganz genau zu wissen glaubt, wie das Schulsystem endlich der Perfektion nahe kommt. Es gibt keine einzige wissenschaftlich haltbare Studie, die besagt, dass die Gesamtschule dem dreigliedrigen System überlegen ist (umgekehrt auch nicht). Auch die PISA-Studie gibt keine Empfehlung zum Schulsystem ab. Das Schulsystem wird, was die Qualität von Unterricht anbelangt, überschätzt.
    Nun zum „projektorientierten Unterricht“: Das projektorientierte Lernen hat ohne Zweifel große Vorteile hinsichtlich der Förderung der Selbständigkeit. Darüber hinaus können Projekte –gut gemacht- motivierend wirken. Theater-Projekte oder musikalische Projekte können tatsächlich eine integrierende Wirkung entfalten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Beteiligten.
    Jedoch darf man eines nicht vergessen: Gerade leistungsschwache Kinder haben in offenen Unterrichtsformen zu denen der Projektunterricht gehört, wesentlich mehr Probleme als in stärker gelenkten, da sie mit der Komplexität der Aufgaben häufig überfordert sind. Projektarbeit fördert in besonderem Maße die starken Schüler, die sich gut selbst organisieren können. Darüber hinaus ist in der Projektarbeit das Sprachvermögen wichtig, da sich in Projektgruppen verständigt werden muss, Ergebnisse festgehalten und Schlussfolgerungen gezogen werden müssen und schließlich die Projekte vorgestellt werden sollen. Der Projektunterricht ist wichtig, aber er ist kein Allheilmittel.

  111. Sirene sagt:

    Entschuldigung. Ich weiß, ich werde wieder als Korinthenkackerin bezeichnet werden, und das stimmt ja auch. Und trotzdem, wenn ich sowas lese von selbsternannten Wächtern des Deutschtums wie in Kommentar 95 von Herrn Schuster … Ich kann dann einfach nicht anders. Versteht das bitte jemand?

    „Sehen Sie sich zur Merhheit der turkischstämmigen Mitbürger zugehörig…“
    Merhheit?

    „Wieso nur klappt das bei Chinesen, Italienern, etc. alles …“
    Komma nach Italienern?

    „Komisch dass auch Migranten …“
    Kein Komma nach komisch?

    „… nicht die Schuld der Deutschen oder des deutsche Staates.“
    deutsche?

    „Ich empfinde Elite nich als Schimpfwort!“
    Klar nich!

    „Und der Volksentscheid in Hamburg zeigt, wie wichtig für viele Eltern das klassische Schulsystem ist, insbesonderer der Erhalt der Gymnasiums.“
    Ich musste so lachen. Entschuldigung! Da plädiert einer für den Erhalt der Gymnasiums. Ja, ich gehe morgen Kaktusse pflanzen, und ein Freund von mir hat zwei Aquariums!

    *lol* *lol* *lol*

    *schenkelklopf*

    Entschuldigung, aber ich kann nicht anders.

    GYMNASIUMS!

    Klingt irgendwie nach Schnitzelbumms, oder?

  112. Schnippsel sagt:

    Tja, Sirene: wieviele Schreib- und Kommasetzungsfehler hat die werte Ulrike Stein im Beitrag #109?

    Wenn ich lese, was Sie hier als selbsternannte Oberlehrerin so absondern: *andenkopffass*, *indenteppichbeiss*, *heul* *heul* *heul*, *fremdschäm*

    „Ich kann dann einfach nicht anders. Versteht das bitte jemand?“ Nee, werklisch net!

  113. Schnippsel sagt:

    @ Aylin Erener #107

    Wenn Sie die historischen Fakten nicht zur Kenntnis nehmen wollen, ist das Ihre Sache, macht Ihre Einlassungen damit aber natürlich unglaubwürdig.

    Bereits seit Ende des 19.Jahrhunderts hatten die Deutschen die in allen Bereichen rückständige Türkei unterstützt. Dazu gehörte u.a. der Aufbau des Schienennetzes und Eisenbahnverkehrs in der Türkei. 1872 wurde der deutsche Ingenieur Wilhelm Pressel vom Kalif-Sultan Abdülhamid II. damit beauftragt, ein Eisenbahnnetz für das Osmanische Reich zu planen. Entwicklungshilfe leistete Deutschland auch auf dem Gebiet von Bildung und Wissenschaft. 1933 wurden die türkischen Universitäten reformiert und die ersten Verträge mit deutschen Wissenschaftlern abgeschlossen. Mit ihrer Anstellung verpflichteten diese sich übrigens, Türkisch zu lernen und Lehrbücher auf Türkisch zu publizieren. Eine ganze Reihe bedeutender Institute der Universität von Istanbul wurden von Deutschen, die vor den Nationalsozialisten in die Türkei geflohen waren, gegründet.

    Die Türkei war auch nach dem 2. Weltkrieg (Kriegserklärung der Türkei gegen Deutschland am 23.02.1945 !) ein nicht industrialisiertes Entwicklungsland geblieben. Es gab nur wenige private Unternehmen, welche sich zudem in der Hand von christlichen Minderheiten befanden (Griechen, Juden, Armenier), die das einzige nennenswerte wirtschaftliche Potential der Türkei bildeten.

    Die Repressionen gegen diese Minderheiten schwächte die Wirtschaftskraft der Türkei zusätzlich. „In der Nacht vom 6. auf den 7. September 1955 fand in Istanbul, aber auch anderen Orten der Türkei ein Pogrom vor allem gegen die griechische Minderheit statt. Im Zuge der Verbrechen wurden aber auch Armenier und Juden zu Opfern. Mord, Vergewaltigung und schwerste Misshandlungen gingen mit Zerstörungen einher. Die fanatisierte muslimische Bevölkerung setzte allein in Istanbul rund 72 orthodoxe Kirchen und mehr als 30 christliche Schulen in Brand. Weiterhin schändete sie christliche Friedhöfe, Gebeine der Geistlichkeit, verwüstete rund 3.500 Wohnhäuser, 110 Hotels, 27 Apotheken und 21 Fabriken und geschätzte 3.500 bis 4.000 Geschäfte. Das Pogrom löschte das griechisch-christliche Leben in der Türkei fast vollständig aus, da in der Folge rund 100.000 Griechen ihre alte Heimat verließen. Von 110.000 Griechen im Jahre 1923 ist ihre Zahl in der Türkei heute auf 2.500 gesunken.“

    „Das Handwerk, die Kreditwirtschaft und der Außenhandel litten an dem Verlust des Know-hows der Armenier und Griechen. Mit dem Weggang der Mehrzahl dieser Minderheiten gingen nicht nur Kapital verloren, sondern auch weiche Faktoren wie kaufmännische Erfahrung und internationale Handelsbeziehungen.“

    So ist es wenig verwunderlich, dass in den 1950er Jahren die türkische Wirtschaft nicht auf die Beine kam. Weder die Programme zur Stärkung der Landwirtschaft noch die Fünf-Jahres-Pläne zum Aufbau der Industrie zeigten spürbare Erfolge. Nach offizieller Statistik arbeiteten 1953 gerade mal 26.000 Personen in privaten und 86.000 Arbeiter in staatlichen Industrie-Unternehmungen. Zum Vergleich: 1953 hatte der Chemiebetrieb Höchst alleine schon wieder mehr als 100.000 deutsche Mitarbeiter – mehr als alle Industrieangestellten in der Türkei zusammen.

    „Weil die staatliche Bürokratie gleichzeitig die Exporte hemmte, fehlten in der Folge notwendige Devisen, um die für die weitere Industrialisierung notwendigen Investitionsgüter und Vorprodukte zu importieren. Der Großteil der staatlichen Wirtschaftsunternehmen war ineffizient organisiert. Die Staatsbetriebe wurden von der Politik für politische und soziale Ziele instrumentalisiert. Zum einen mussten sie zu politisch motivierten Festpreisen ihre Waren verkaufen, zum anderen wurden sie als Auffangbecken für Arbeitslose missbraucht und stellten daher Personal über ihren Bedarf ein. Um die hochgesteckten Ziele der Fünfjahrespläne zu erfüllen, musste der Staat mehr investieren, als er einnahm. Das Haushaltsdefizit stieg und mit ihm die Schulden, bis die Inflation zweistellige Werte erreichte (erst 2004 wurden wieder einstellige Inflationszahlen erreicht).“

    Als Armutsland erhielt die Türkei schon sehr früh Entwicklungshilfe und Nahrungsmittelhilfen, u.a. von Deutschland. Letztere wurden von der türkischen Regierung gegenüber den Empfängern fast immer als „Staatshilfen der türkischen Staates“ deklariert, bewahrten viele Menschen aber immerhin vor dem Verhungern. Entwicklungshilfe wurde noch bis ca. 2006 an die Türkei geleistet.

    Die steigende Abhängigkeit durch die Auslandsverschuldung führte in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren zu drei tiefen Finanz- und Wirtschaftskrisen. Diese zogen entsprechende soziale und politische Krisen nach sich und endeten in Militärputschen.

    Daher initiierte die Türkei das Anwerbeabkommen mit der BRD. Details habe ich bereits in meinem Beitrag #31 dargelegt. Die prekäre Lage in der Türkei tat ein Übriges, dass sich viele Menschen als „Gastarbeiter“ in Deutschland vor Hunger, Not und staatlicher Willkür in der Türkei retten wollten.

    „In den Rezessionsphasen 1974/75 und 1981 bis 1984 kehrten ausländische Arbeitslose jedoch weit seltener in ihre Heimat zurück, weil sie befürchteten, keine abermalige Rückkehrerlaubnis in die Bundesrepublik zu erhalten.

    deutschland hat von uns einwanderern profitiert – wir durften länger bleiben unsere arbeitserlaubnis wurde verlängert. warum? weil wir die drecksarbeit auf gut deutsch geleistet haben!!!“

    Es waren also, wie Sie feststellen, die „Gastarbeiter“, die unbedingt wieder nach Deutschland zurück wollten bzw. trotz der Rückkehrverpflichtungen des „Rotationsprinzips“ nicht in ihre Ursprungsländer zurückkehren wollten. Sie sind freiwillig. d.h. aus eigenem Entschluss, gekommen und freiwillig geblieben und ggf. freiwillig zurückgekehrt. Ihre Schlussfolgerung, die „Gastarbeiter“ seien quasi mit Gewalt festgehalten worden, um die Drecksarbeit zu machen, ist haarsträubender Unsinn.

    Am 12.09.1980 wird der Generalstabschef Evren nach einem Militärputsch neuer Staatspräsident, Admiral Ülüsü wird am neuer Ministerpräsident. Das Parlament wird aufgelöst, das bisher eingeschränkt geltende Kriegsrecht wird über die gesamte Türkei verhängt. Unter Ministerpräsident Demirel hatte sich die wirtschaftliche Lage der Türkei dramatisch verschlechtert, die Arbeitslosenquote betrug 20 Prozent.

    Dass unter derartig desaströsen Bedingungen ihres Heimatlandes türkische „Gastarbeiter“ doch lieber in der friedlichen, stabilen, sozial- und rechtstaatlichen BRD in Arbeit und Brot oder als Empfänger von Sozialleistungen bleiben wollten, ist menschlich natürlich verständlich. Dass Sie aber den Spieß umdrehen und von der deutschen Bevölkerung Dankbarkeit erwarten statt selbst auch nur ein Mindestmaß an Dankbarkeit zu äußern, ist – gelinde gesagt – eine Unverschämtheit.

    Wenn Ihnen derartige Fakten nicht geläufig sind, liegt möglicherweise an der Gesinnungszensur der Türkei. Artikel 301 des Türkischen Strafgesetzbuches, der auf den alten Artikel 159 des Strafgesetzbuches zurückgeht, stellt ja „Die Beleidigung der türkischen Nation, des Staates der türkischen Republik und der Institutionen und Organe des Staates (türkisch Türk Milletini, Türkiye Cumhuriyeti Devletini, Devletin kurum ve organlarını aşağılama)“ unter Strafe.

    Gerade für diejenigen in der BRD lebenden Türken, die entweder nur die türkische Staatsangehörigkeit besitzen oder die neben einem deutschen auch weiterhin einen türkischen Pass besitzen, stellt dies einen Loyalitätskonflikt dar.

    Zitate nach Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/
    Stichworte:
    / Geschichte_der_Türkei / Wirtschaft_der_Türkei / Pogrom_von_Istanbul
    / Christen_in_der_Türkei / Schienenverkehr_in_der_Türkei
    / Artikel_301_(Türkisches_Strafgesetzbuch)

    @ Aylin Erener #108

    Wenn Sie etwas nicht verstehen, dürfen Sie hier gerne nachfragen. Völlig aus der Luft gegriffene Unterstellungen in die Welt zu setzen ist aber unredlich.

    „Schnipsel #102 : Jeder Afrikaner kann mit einem Pflanzstock und Pflanzensamen des Vorjahres Werte produzieren.
    -damit wollen Sie also sagen, dass ein Afrikaner generell nicht intelligent ist?“

    Nein, mein Argument ging genau in die andere Richtung: dass es Menschen auch ohne amerikanisches Kapital (das war M.Dehnerles „Argument“) und aberwitzigen Maschineneinsatz möglich ist, aus den beiden Produktionsfaktoren Arbeit und Boden Werte zu schaffen. Davor habe ich große Hochachtung.

  114. Sirene sagt:

    *andenkopffass*, *indenteppichbeiss*, *heul* *heul* *heul*, *fremdschäm*

    “Ich kann dann einfach nicht anders. Versteht das bitte jemand?” Nee, werklisch net!

    Ich möchte hinzufügen:

    *augenaufreiß*, *amgesäßkratze*, *indemumujucke“

    Neijeijei, selten war den Kulturwächtern so leicht die Hose runterzuziehen

  115. tutu sagt:

    ojemine

  116. uiui sagt:

    wikipedia, dass ich nicht lache, da kann jeder depp seine kommentare reinhauen… und alles so auslegen wie er lustig ist… sehr gebildet Schnitzel (ist echt passsender als schnipsel)

  117. Thomas Schuster sagt:

    #105 Jutta Rydzewski

    >> Laut Polizeibericht Türken.
    >> Die Welt und andere Medien haben
    >> diese Info also bewußt weggelassen!

    > Wenn es im Polizeibericht steht,
    > dann ist doch gut.

    Wenn die Medien diese Info aber aktiv rausfiltern, ist das Zensur, die Schere im Kopf, Erziehung, Gutmenschentum, …

    > Ein Mann (Sarrazin), dessen Thesen,
    > schon lange vor dem Erscheinen seines
    > aktuellen Hetzgeschmieres,
    > gutachterlich als eindeutig
    > rassistisch befunden worden sind

    Aber eine große Zahl der Leute sieht das anderst und stimm Ihm zu! Das ist Fakt!

    > Der türkische Arzt hustet Ihnen was,
    > der geht erst gar nicht nach
    > Deutschland,

    Mag sein, das liegt aber wohl 1) am Klima und 2) am deutschen Steuersystem,
    dass Leistungsträgern unverhälnismäßig mit Steuern und Abgaben belastet (die Sozialwohltaten an anderer Stelle wollen ja finanziert sein)

    > und den türkischen Migranten ohne
    > Ausbildung sollten Sie hier nicht unter
    > General- bzw. Pauschalverdacht stellen.

    Nu ja, die Kriminalitätsstatistik
    und die Erfahrungen der Leute spricht
    da eine eindeutige Sprache.

    > Die
    > Leit(hammel)kultur-Schlechtmenschen
    > jaulen auch zur Zeit deshalb besonders
    > laut auf, weil sich sogar bei den
    > schwarzen Schwestern und Brüdern, an
    > der Spitze der schwarze BP Wulff,
    > etwas mehr Realismus einzustellen
    > scheint.

    Die Integrationskritiker wehren sich gegen das Gutmenschen und Medienkartell.
    Lesen Sie mal Broder. Und Necla Kelic.
    Die benennen die Probleme klar und ohne rosarote Brille.

    Eine überwiegende Mehrheit der Bürger ist ja z.B. auch gegen den Beitritt
    der Türkei zur EU.
    Das schert aber keine „Sau“ in der Politik, das wird lustig weiterverhandelt.

    Die SPD und die Grünen sind doch für das Plebiszit.
    Wie wäre es denn mal mit einer Volksabstimmung zum EU Türkeibeitritt?
    Das traut sich keiner dieser Ignoranten.

    > FALSCH. Die wahren Probleme sind
    > nicht die Muslime, sondern die
    > Wilders und Co.
    Was was zuerst da, Wilders oder die muslimischen Einwanderer?
    Und jetzt wollen ihn radikale Islamisten sogar töten.

    > Und was nun die Eintragungen in
    > irgendwelchen Gästebüchern
    > anbelangen, so unterstreicht alleine
    > die Anonymität
    > schon den wahren Heldenmut.;-))

    Die Foren, Gästebücher und Online-Umfragen zur aktuellen Diskussion sind
    aber dank Web 2.0 eine der wenigen Möglichkeiten die die Leute haben,
    ihre Meinung zu diesem Thema zu äußern.
    Sie wird ja weiterhin von der Politik und den Medien ignoriert.
    Und wenn man das alles wegwischt mit Leithammelkultur, rechtspopulistisch etc.
    dann besetigt man nicht die Ängste in der Bevölkerung.
    Man radikalisiert somit das Thema.
    Sie kennen sicher die Seite pi news, schauen Sie sich mal die täglichen Besucherzahlen auf diesem Blog an.
    Das Thema brennt den Leuten unter den Nägeln.

    >> Im Kommentarbereich unterhalb der
    >> Meldung, Täter sollen türkischer
    >> Herkunft gewesen sein (Zitat aus dem
    >> Polizeibericht!)”
    >Aha, sollen sein.;-)

    Dieses dagen sträuben das es Probleme gibt …
    a) entweder Aussehen und/oder b) die verbalen Äußerungen lassen einen recht sicher dieses Urteil fällen.
    Bestimmt wurde beim Überfall nicht hessisch gebabbelt. Grotesk: Selbst bei einer Straftat lohn es sich gut deutsch zu sprechen, man kann dann nicht so leicht einer Gruppe zugerechten werden 🙂

    >> Migration ist eine Bringschuld!

    > Quatsch. Integration ist eine
    > Aufgabe für ALLE Beteiligten,
    > insbesondere für die aufnehmende
    > Gesellschaft.

    Die Realität widerlegt Sie.
    In den Ländern die klare Forderungen an Einwanderer stellen und nur die Leute aufnimmt, die im Land gebraucht werden klappt es aber viel besser mit der Integration.

    > Und stehe morgens früh auf, haben
    > Sie noch vergessen.;-)

    Genau da hapert es ja bei vielen schon.

    > Kein Mensch MUSS sich anpassen,
    > sondern JEDER, auch die richtigen,
    > echten Deutschen, MÜSSEN sich
    > an das Grundgesetz und die
    > bestehende Rechtsordnung halten,
    > sonst MÜSSEN sie gar nix MÜSSEN.

    Haben Sie noch die antiautoritäre Erziehung genossen?
    Natürlich muss man sich in einer Gesellschaft anpassen. Man geht ja auch nicht im Badeanzug ins Büro. Oder hört nachts um 3 Uhr laute Musik.

    Und wenn Sport-oder Schwimmunterricht ist, dann gehen ALLE Schüler dahin, das sollte klar sein.
    Leider halten sich oft muslimische Schülerrinnen nicht daran, weil ihre Eltern das nicht wollen.
    Oft können Sich Kinder in der Schule nicht konzentrieren, weil gerade Ramadan ist. Da stellt sich schon die Frage, wie kompatibel der Isalm zu unserer Gesellschaftsordnung ist.

    > So, das soll dann auch reichen,
    > zumal ich mich nicht ständig
    > wiederholen möchte.
    Ja Sie haben recht. Man muß einfach konstatieren, dass es bei diesem Thema zwei Fronten gibt. Ich hoffe nur, dass sich das Thema nicht irgenwann einmal explosiv entwickelt.

    > Übrigens, wann wollen Sie denn die
    > prächtige Moschee in
    > Duisburg-Marxloh besuchen?

    Das werde ich wohl nicht tun, ist für mich als Hesse etwas weit weg.

    > Machen Sie sich doch einen Vermerk
    > für den 03. Oktober 2011.
    > Das ist der Tag der Offenen Moschee.

    Wieder so eine Provokation der Moslems: Das Datum des Tages der deutschen Einheit als Termin zu verwenden für den Tag der Offenen Moschee.

    Gruß
    Thomas Schuster

  118. Schnippsel sagt:

    @ Sirene „Heul doch!“
    @ tutu „tatütata“
    @ uiui „PfuiPfui“

    Und wo bleiben Ihre Argumente? Oder bleibt’s beim Internet-Lall-Babysprech? Wozu soll es eigentlich gut sein, jemand anderem „die Hose herunterzuziehen“?

    Dass Wikipedia nur der Ausgangspunkt ist und natürlich den dort in Hülle und Fülle angegebenen weiterführenden Quellen ebenso nachzugehen ist, versteht sich doch von selbst. Das ist Ihnen vermutlich aber zu anstrengend.

    Welche Quellen würden Sie denn empfehlen, PfuiPfui? Können Sie überhaupt welche angeben?

    Dass „nicht jeder Depp dort seine Quellen reinhauen kann“, ist eine bequeme Behauptung – sie stimmt aber nicht. Kein anderes Medium unterliegt einer derart starken Kontrolle und dem Korrektiv durch andere. Die FR hat einen solchen Mechanismus über Leserbriefe, Kommentare und eben dieses Blog nachgebaut. Seien Sie sicher: Bronski greift im Zweifelsfall ein – entweder offen im Blog, verdeckt in direktem Kontakt mit den SchreiberInnen oder unerkannt durch Löschen von Beiträgen.

    Wenn U.Stein in Beitrag #109 schreibt, „es empört mich sehr, dass hier kein mensch mit klarem verstand seine meinung äußern darf, liegt Sie halt völlig neben der Wirklichkeit.

  119. Schnippsel sagt:

    Korrektur:

    Dass “nicht jeder Depp dort seine Quellen reinhauen kann”, ist eine bequeme Behauptung – sie stimmt aber nicht.

    soll heissen:

    Dass da “jeder Depp seine Quellen reinhauen” kann, ist eine bequeme Behauptung – sie stimmt aber nicht.

  120. Bronski sagt:

    Eine kurze Bemerkung zwischendurch: Falls jemandem aufgefallen ist, dass hier Kommentare herausgenommen wurden – das liegt daran, dass der betreffende User keine gültige Mailadresse angegeben hat. Das ist aber eine der ganz wenigen Teilnahmbedingungen hier.

    Gruß, Bronski

  121. Max Wedell sagt:

    @uiui,

    ihre Kritik, daß es falsch ist, sich nach der Meinung der Mehrheit zu richten, Zitat „Wie kann man denn immer nur alles mit der “Mehrheit” begründen?“ usw usf. haben sie im falschen Thread untergebracht. Das gehört in die Threads „Stuttgart 21“ oder „Atomkraft“. 😀 Oder etwa nicht???

  122. KROete sagt:

    Merhaba, Selam, Gude

    Ich persönlich mag wiki nicht immer sooo gerne, zitieren kann ich da aber auch z.B. ein wenig über die Demographie der German Turks aber auf englisch.

    Auf http://en.wikipedia.org/wiki/Turkish_Germans findet Ihr mehr davon.

    „In 2008, there were 1,688,370 Turkish citizens (889,003 males and 799,367 females) in Germany which accounted for 25.1% of Germany’s foreign population and thus the largest ethnic minority.[1] The official number of Turks with Turkish citizenship in Germany is falling, mainly because many are taking on German citizenship, and since the year 2000, children born in Germany are entitled to adopt German citizenship.[36]

    In 2005, there were 840,000 German citizens of Turkish origin.[37] Overall, the number of German residents with origins in Turkey is approximately 2,812,000[2] or approximately 3.4% of Germany’s population.[3] Also, estimates suggest that there are now over 4 million people of Turkish descent living in Germany.[4]“

    Was ich damit sagen möchte ist, diese Menschen leben hier, diese Menschen sind WIR und alles Dummgelabere und Gescheitgelabere drum herum wird nichts daran ändern. Gott Sei Dank!

    Noch ein Zitat und mein Schatz für diesen heutigen Tag:

    The Turkish language is Germany’s second language.

    Mashalla, warum können Menschen auf einer englischsprachigen Website solche abgefahren Sachen so schön einfach und vorbehaltslos sagen und warum können wir das nicht?

    Die Germanische Kultur wird meiner Meinung nach übrigens nicht von ihrer Offenheit bedroht (hihi), sondern von dem, was die Germanen sich gerade so am Fernsehn und in ihren Hochglanzpostillen reintun. Und da wird häufigst über die Bedrohung unserer Kultur von Fremden gewarnt und später ein herzlich hirnloser Brei von absolut kulturfreiem Müll in die Hirne des werten Publikums abgegeben. Also lieber ein Jahr Fernseh- und Internetverbot für die ganze Republik und alles wird gut.

    Liebste Grüße, wegen mir auch Schalom

  123. Jutta Rydzewski sagt:

    @117 Thomas Schuster

    „Ja Sie haben recht. Man muß einfach konstatieren, dass es bei diesem Thema zwei Fronten gibt. Ich hoffe nur, dass sich das Thema nicht irgenwann einmal explosiv entwickelt.“

    Aus gutem Grund, sehr geehrter Herr Schuster, möchte ich es dabei belassen, nur die obige Passage Ihrer Replik zu zitieren, zumal wir uns darin sicher einig sind. Und weil das so ist, wie Sie es schreiben, empfehle ich Ihnen, ganz aufrichtig, etwas mehr „christlich-abendländisches“ Selbstbewusstsein. Lassen Sie sich doch nicht, von den vordergründigen Schlechtmenschenparolen, so aus der Ruhe bringen. Weder das christliche Abendland, noch Deutschland ist in Gefahr. Gerade mal ca. 4 Prozent, gemessen an der Gesamtbevölkerung, werden in diesem Lande dem Islam zugerechnet. Davon sind der überwältigende Teil ganz vernünftige Menschen wie du und ich, also Menschen, die sich in ihren Wünschen gar nicht so groß von „unseren“ Vorstellungen unterscheiden: Ein auskömmliches Leben, Gesundheit, hin und wieder etwas Spaß, und möglichst wenig Ärger oder gar Stress. Doch was machen Sie und andere daraus? Eine kleine Auswahl: Deutschland befindet sich in größter Gefahr, wird zunehmend vom Islam unterwandert, der Islam wird Staatsreligion, Deutschland ist überfremdet, wird islamisiert, die Scharia löst das Grundgesetz und die Rechtsordnung ab, usw. usw.. Und in diesem Zusammenhang werden Typen wie Broder, Kelic, Schwarzer, denen es vorrangig bis ausschließlich um die Pflege ihrer schon krankhaften Eitelkeiten geht, oder aktuell Sarrazin, der mit seinem rassistischen Geschmiere Millionen verdient, auch noch als Kronzeugen aufgeboten. Kurzum, Herr Schuster, bleiben Sie doch auf den Teppich (meinetwegen auch auf den deutschen, obwohl Moslems vom Teppichknüpfen erheblich mehr Ahnung haben);-), und besinnen sich auf Ihr Selbstbewusstsein. Klar, es gibt in ALLEN Kulturen, Religionen und Nationalitäten, Verrückte, total Abgedrehte und auch Verbrecher, die die universellen Menschenrechte mit Füßen treten. Das war (leider) immer schon so, und das wird auch (leider) immer so bleiben. Aber lassen Sie sich, um Gottes oder auch Allahs Willen, doch von dieser (Terror)Hysterie, die teilweise auch ganz bewusst (insbesondere seit dem 11.09.01) erzeugt, geschürt und verbreitet wird, von dieser unsäglichen und unverantwortlichen Panikmache, nicht noch mehr anstecken. Keine Sorge, Deutschland wird auch zukünftig deutsch bleiben, der Islam hat absolut keine Chance Deutschland zu übernehmen. Das garantiere ich Ihnen.;-) „Wir“ werden auch in den nächsten zwei- dreihundert Jahren nicht aussterben, auch wenn es zukünftig weiterhin einen gewissen Bevölkerungsanteil mit dem berühmt/berüchtigten schwarzen Zuwanderungsbrett vor dem Kopf geben wird. Ich möchte es mit einem Satz versuchen zusammenzufassen: Es gibt auf dieser Welt viele Kulturen, Religionen, Nationalitäten, Riten, Gewohnheiten, Fremdheiten, (Ab)Sonderlichkeiten, aber es gibt nur EINE Zivilisation, und die gilt es für ALLE zu verteidigen und zu erhalten. AMEN.

    mfg
    Jutta Rydzewski

    PS: So, und nun werde ich weiter an meinen Märchen und Kindergeschichten schreiben. Das mache ich auch erheblich lieber, als meine Zeit damit zu vergeuden, Broder oder Kelic zu lesen, wie Sie es mir empfohlen haben. Ich hoffe, hinsichtlich meiner Priorität, auf Ihr Verständnis.;-)

  124. Neu-Rose sagt:

    Wenn ich einen großstädtischen Park betrete, was ich selten tue, dann sorge ich vorher für ausreichenden Geleitschutz, denn ich fürchte mich dort. Schon vorher bekomme ich eiskalte, schweißnasse Hände und mein Adrenalinspiegel steigt deutlich an, meine Augen und Ohren sind weit geöffnet, meine Beine sprungbereit – immer in Gedanken an rechtzeitige Flucht.

    Meine Befürchtungen werden nicht getäuscht! SIE sind DA!!! ÜBERALL!!!

    Mein Therapeut behauptet, 80% dieser Angst speist sich aus Quellen ganz anderer Art, nur etwa 2% aus eigener Erfahrung und die restliche Angst wird genährt durch Pressemeldungen und Horrorgeschichten.

    Was kann ich tun? Die Angst ist real. Es gibt Stadtviertel, in denen ich ständig die Straßenseite wechseln muss, weil SIE auch hier dominant sind. Auch in der S-Bahn kommen SIE mir manchmal so nahe, dass ich klitschnass nach Hause komme.

    Oft werde ich gefragt, ob ich denn mal gebissen wurde. Nein, natürlich nicht!

  125. uiui sagt:

    @max, nee das war eindeutig auf Thomas Schuster bezogen, der seine Argumente immer damit unterlegt, dass die Mehrheit der Bevölkerung so denkt 😉 ist schon richtig platziert

  126. fox sagt:

    Vorweg ein interessanter Artikel im Tagesspiegel zu Jugendkriminalität und Deutschfeindlichkeit:

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/werbinich/sprueche-schlaege-und-schikane/1962328.html;jsessionid=25468356AA6ECFD04A9993F35647A519

    Die türkische Regierung scheint in den letzten Tagen die Integrationsdefizite ihrer Landsleute in Deutschland erkannt zu haben. Nachdem Christian Wulff bei seiner Rede vor dem türkischen Parlament bestehende Probleme mit den Worten
    „Verharren in Staatshilfe, Kriminalitätsraten, Machogehabe, Bildungs- und Leistungsverweigerung“ charakterisierte, räumte der türkische Staatschef Gül eine türkische Mitverantwortung ein. Der Tsp schreibt hierzu:
    „Gül sieht Schuld für Integrationsprobleme bei beiden Ländern“, titelte die englischsprachige Zeitung „Today’s Zaman“. In ihrem Aufmacher hob die Zeitung eine Bemerkung von Abdullah Gül bei der Pressekonferenz mit Wulff hervor. Nicht die türkischen Zuwanderer seien schuld an den Integrationsproblemen, hatte der türkische Staatspräsident gesagt. „Manche von ihnen gingen nach Deutschland, bevor sie überhaupt in der Türkei nur eine Stadt gesehen hatten.“ Weder Deutschland noch die Türkei habe ihnen Führung gezeigt, sagte Gül; wohl auch deshalb dauere die Integration so lange.“

    Bestünde auch nur der kleinste Zweifel an den von Bundespräsident Wulff dargestellten Mängel, würden die türkischen Staatsvertreter sich diesen Schuh sicher nicht anziehen. Nun bedenke man, wie verlogen Politik und Medien in den letzten Jahren, sogar noch in den letzten Monaten mit diesen Themen umgegangen sind.

    Ich glaube nicht, dass die Ausländerfeindlichkeit an sich in Deutschland zugenommen hat. Dies geht übrigens auch aus der KfN Studie C.Pfeiffers hervor, wenn man sie sich genau anschaut. Eine gewisse Ablehnung der autochthonen Deutschen ist vielmehr gegen jene Einwanderer gerichtet, die integrationsunwillig sind.

  127. Jutta Rydzewski sagt:

    @Thomas Schuster

    Nun muss ich, sehr geehrter Herr Schuster, doch noch mal auf unseren Disput hinsichtlich so genannter Parallelgesellschaften zurückommen. Ich hatte dazu in @85 einiges ausgeführt, was in Ihrer Replik @94 sozusagen auf „erbitterten Widerstand“ gestoßen ist. Nun lese ich von Herrn Broder, den Sie mir doch wärmstens als höchst integrationskompetent empfohlen haben, einen Artikel bei SpiegelOnline: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,723895,00.html Überschrift und Einleitung (aber erschrecken Sie jetzt nicht über Ihren Broder);-):

    Die Parallelgesellschaft, sie lebe hoch!

    Deutschland debattiert über Integration – aber warum sollen Einwanderer sich überhaupt an die Mehrheitsgesellschaft anpassen? Solange sie Recht und Gesetz achten, ist ihr Leben schlicht Privatsache. Und Parallelwelten können sogar nützlich für uns alle sein. (…)

    Offenbar sieht Broder das ähnlich wie ich es in meiner Zuschrift @85 zum Ausdruck gebracht habe. Das heißt jetzt aber sicher nicht, dass auch ich Broder so verehre wie Sie das tun, sondern es ist eine Bestätigung dessen, was ich Ihnen hinsichtlich der Broders und Co. unter @123 mitgeteilt habe. Wenn es der Eitelkeit, dem Geldbeutel, und/oder dem Zeitgeist dient, wechseln die „Herrschaften“ auch mal „fliegend“ ihre Meinungen. Und weil das so ist wie es ist, und auch so bleiben wird, hatte ich Ihnen ja bereits, ebenfalls unter @85, angeraten: Um eine Lebenssituation beurteilen zu können, sollte man/frau sich nicht auf den Spiegel, sondern auf das eigene Urteil bzw. eigene Erfahrungen verlassen.

    In diesem Sinne.

    mfg
    Jutta Rydzewski

    PS: Wer weiß, wer weiß, wenn das weitergeht, ob die Broders und Co. nicht auch noch über so genannte Ehrenmorde und Zwangsheiraten urplötzlich ganz anders denken werden als bisher. In dieser Republik ist mittlerweile alles möglich. Deshalb will ich mir auch endlich mal die Zeit nehmen für das Buch mit dem Titel: Die verblödete Republik.;-)

  128. uiui sagt:

    Stillstand

  129. uiui sagt:

    @fox „Ich glaube nicht, dass die Ausländerfeindlichkeit an sich in Deutschland zugenommen hat. Dies geht übrigens auch aus der KfN Studie C.Pfeiffers hervor, wenn man sie sich genau anschaut. Eine gewisse Ablehnung der autochthonen Deutschen ist vielmehr gegen jene Einwanderer gerichtet, die integrationsunwillig sind.“

    Pfeiffer ist ein Populist, nichts weiter… ein Mann, der mit seinem Titel als Sozialwissenschaftler jongliert und zudem als Kriminologe arbeitet. In Kriminologenkreisen ist er zu einem großen Teil nicht anerkannt und oft belächelt.

    In den Medien diskutieren immer die gleichen Gesichter, mit den gleichen Argumenten, keine weiteren Perspektiven werden erfragt… da die Unterhaltungsmedien zur Belustigung der Bevölkerung bestimmt sind, so zeigen sie natürlich nur das, was der Bundesbürger sehen will.

    Es ist traurig, aber wahr, die Medien manipulieren uns alle in einem gewissen Maße, der Tagesspiegel ist genauso ein KäseBlatt wie die Bild, nur viel gefährlicher, da er ernster genommen wird.

    „was wir über die Bevölkerung, ja die welt in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.“ (Luhman) sprechen wir von erfahrungen, müssen wir einmal gucken, ob diese wirklich repräsentativ sind. Zahlen in Statistiken sind keine Menschen sondern Zahlen, um das wirklich beurteilen zu können, muss man die Statistik auseinander nehmen und wenn masn dann (im fall der kriminalstatistik) auf einen hohen teil an kriminellen ausländern stößt, sollte man erst mal gucken wo die eingeordnet sind— nämlich bei schweren verbrechen— dann aber definieren, was sind schwere verbrechen… natürlich denkt man hier hauptsächlich an gewalt, aber illegaler Aufenthalt zählt genauso dazu und das ist das fatale. Die PKS kategorisiert in ihrer „87%“plus-minus hohen Kriminalitätsrate, einzig registrierte Fälle, von Nichtdeutschen (also nicht eingebürgerte, eigentlich auch keine Migratnen)… einige dieser Ausländer sind illegal hier und müssen aufgrund ihrer illegalität Urkundenfälschung betreiben… und diese Fälle werden somit verzeichnet. Das kann man durch die Medien natürlich selten zur Kenntnis nehmen, weil die einem das nicht erklären

  130. uiui sagt:

    nur wenn man sich auf Kriminalstatistiken beruft, wie Herr Schuster und Schnitzel… dann sollte man von denen auch verlangen, sich die Kriminalstatistik von der Pfeife genauer zu betrachten. Problematisch ist zudem, dass diese Pfeife sich so toll in den Medien etabliert hat… der ursprüngliche Job eines Kriminologen ist nämlich generell, nach den Ursprüngen von indeliquentem Verhalten zu gucken

  131. Schnippsel sagt:

    uiui alias „PfuiPfui“ behauptet, ein gewisser „Schnitzel“ habe sich auf irgendwelche ominösen „Kriminalstatistiken“ berufen. Kann irgendeine(r) der Poster die dazugehörige, aber von PfuiPfui nicht genannte Quelle nennen? In diesem Thread jedenfalls finde ich sie nicht.

    „der ursprüngliche Job eines Kriminologen ist nämlich generell, nach den Ursprüngen von indeliquentem Verhalten zu gucken“

    Wie die Bundesagentur für Arbeit das Berufsbild von Kriminologen [1] beschreibt, geht weit über das hinaus, was uns PfuiPfui weismachen will. Die Ursachenforschung (nicht Ursprungsforschung) ist nur ein Teil der Tätigkeit. Erforscht wird dabei übrigens nicht, wie indelinquentes Verhalten entsteht, sondern genau anders herum – wie delinquentes Verhalten entsteht.

    [1] http://www.jumpforward.de/berufe/9794/Kriminologe-Kriminologin.html

  132. uiui sagt:

    beides wird erforscht liebes schnitzel… indeliquentes und deliquentes…. und natürlich noch viel mehr… ich kenne Kriminologen aus der Praxis, also ist mir das schon klar senior

  133. uiui sagt:

    junge junge, kannst du jetzt nicht mal erklären was du persönlich für erfahrungen mit Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund gemacht hast, ohne das mit wikipedia zu begründen? Erzähl doch einfach mal was die schlimmes passiert ist, damit man versteht, warum du dich so aufregst…

    ich bin auch atheistin, lasse aber jedem seinen glauben. Raffst du nicht, dass Menschen zum beispiel aus der türkei, die religion viel mehr in ihren kulturkreis aufnehmen, als deutsche? man kann das bei ihnen doch gar nicht mehr wirklich trennen.

    was haben sie dir getan? was tun sie dir?

    ich war gestern bei einer politischen debatte über integation… dabei ist nochmal klar geworden das Frankfurt eine vorbildliche stadt ist… aber die menschen mit migrationshintergrund, sich plötzlich wieder befremdet fühlen und das aufgrund dieser stumpfsinnigen debatte, die die medien führen— sie fühlten sich vor ein paar monaten noch einigermaßen akzeptiert und jetzt fühlen sie sich angegriffen, selbst politikerinnen mit migrationshintergrund fühlen sich angegriffen…

  134. Schnippsel sagt:

    @ uiui #132 und #133

    Was bitte schön, uiui, soll denn „deliquent“, das Sie mehrfach benutzen, bedeuten? Meinen Sie vielleicht delinquent?

    Würden Sie mir bitte noch die Fundstelle nennen, an der sich „Schnitzel“ auf „Kriminalstatistik“ berufen haben soll?

    Könnten Sie bitte auch erklären, warum Verstöße gegen das Ausländerrecht (z.B. illegale Einreise) von Ihnen als nichtkriminell bewertet werden? Da Ihnen eine differenzierte Betrachtungsweise offensichtlich schwer fällt, sei darauf hingewiesen, dass es auch eine Reihe von Straftaten gibt, die nur von Deutschen begangen werden können (z.B. im Beamtenrecht) und dementsprechend ebenfalls aus entsprechenden Statistiken rausgerechnet werden müssten.

    Dass Personen, die sich illegal in der BRD aufhalten, „aufgrund ihrer illegalität Urkundenfälschung betreiben müssen, meinen Sie doch nicht wirklich ernst, oder etwa doch? Genauso gut könnten Sie behaupten, dass ein Vergewaltiger oder ein Taschendieb sein Opfer töten müsse, um die vorausgehende Straftat zu verdecken.

    Die werte Märchenschreiberin J.R. aus Bochum meint dazu: „sondern JEDER, auch die richtigen, echten Deutschen, MÜSSEN sich an das Grundgesetz und die bestehende Rechtsordnung halten, sonst MÜSSEN sie gar nix MÜSSEN.“

    Raffst du nicht, dass Menschen zum beispiel aus der türkei, die religion viel mehr in ihren kulturkreis aufnehmen, als deutsche? man kann das bei ihnen doch gar nicht mehr wirklich trennen.

    siehe auch Tijen Harun #81:

    „Kaum ein Türke wächst ohne seinen Glauben auf, da das so fest in unserer Kultur verankert ist.

    Danke sehr für Ihre Steilvorlage, dass „Kultur“ und Religion (in 99,999% der Islam) bei türkischen und arabischen Migranten aufs Engste, ja praktisch untrennbar, miteinander verwoben sind! Es ist also völlig richtig, genau die Religion als das Verbindende zwischen diesen beiden Migrantengruppen und als mögliches Integrationshemmnis anzusehen.

    Dass ich, ebenso wie Sie, jedem seinen Glauben lasse, geht doch auch gar nicht anders. Meine Weltanschauung, „Glauben“ würde ich das nicht nennen, kann mir doch auch niemand nehmen oder verbieten. „Die Gedanken sind frei“ (altes deutsches Volkslied).

    Ich kann mich aber sehr wohl dagegen verwahren, dass irgendwelche religiösen Gruppen (seien sie majoritär christlich oder minoritär moslemisch) sich demonstrativ in die Öffentlichkeit drängen oder gegenüber allen anderen ihre partikularen – also egoistischen – Interessen durchzusetzen versuchen. Zumal dann, wenn sie sich dazu des Staates und seiner Institutionen bedienen.

    Statt den bekenntnisorientierten Religionsunterricht gänzlich abzuschaffen und damit endlich die Trennung von Kirche und Staat zu vollziehen, soll nun neben christlicher auch noch moslemische Religionspropaganda an den Schulen eingeführt werden. Die Ausbildung der Propagandisten für religiöse Indoktrinierung übernimmt der Steuerzahler!

    Wenn irgend jemand glaubt, nach der Ausbildung an den theologischen Fakultäten im Studiengang „Islamische Religionspädagogik“ könne jedermann (sofern er natürlich die allgemeine Lehrbefähigung erworben hat) als islamischer Religionslehrer tätig werden – Fehlanzeige! „Eine Lehrerlaubnis für den islamischen Religionsunterricht setzt die Zugehörigkeit zum Islam voraus.“ [1], vermutlich unter Berufung auf Art. 7(3) GG. [2]

    Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) [3] erlaubt für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften (in § 9 AGG / „Kirchenklausel“) sogar eine Abweichung vom Gleichbehandlungsgrundsatz und dem Diskriminierungsverbot nach Art. 3(3) GG. [2]

    Ach übrigens: ich wüsste nicht, dass wir beide uns auf ein „du“ geeinigt hätten. Ich fühle mich dadurch „plötzlich … befremdet“. Sie müssen meine Meinung nicht respektieren, aber als Person darf ich schon Respekt erwarten. Dass ich mich kurzfristig auf Ihre Ebene habe herunterziehen lassen („PfuiPfui“ statt „uiui“), bedaure ich.

    [1] http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/
    [2] http://www.artikel5.de/gesetze/gg.html
    [3] http://www.zuv.uni-heidelberg.de/imperia/md/content/einrichtungen/zuv/personal/aktuelles/gesetzestext_agg_bmj.pdf

  135. Tijen Harun sagt:

    @schnippsel

    sie drehen sich im kreis… man sollte also menschen die mit ihrem glauben groß geworden sind abgrenzen?
    na aber das mit der trennung von staat und kirche klappt hier nicht: cdu-chritlich, navid kermani wurde der kulturpreis kurzzeitig aberkannt, weil er das kreuz kritisiert hat….

  136. Schnippsel sagt:

    @ Tijen Harun #135

    sie drehen sich im kreis Gegen ein kleines Tänzchen werden Sie ja wohl nichts einzuwenden haben! Und der Govend [1] geht nun mal im Kreis. 🙂

    Aber ernsthaft: Sie interpretieren in meine Beiträge Aussagen hinein, die nicht drinstehen. In #89 versteigen Sie sich sogar zu der Formulierung „Ich glaube Sie tragen Sehr viel Hass in sich … ich sehe schon wie ihre Birne rot wird vor Wut weil sie kein passendes ARgument finden.“, immerhin mit einem Lachemännchen garniert. Ich darf Ihnen versichern, dass ich weder Hass noch Wut in mir trage. Und anders als diejenigen, die meinen, aufgrund irgendeines Heiligen Buches die Wahrheit gepachtet zu haben, bin ich mir der Beschränkung und Vorläufigkeit meines Wissens bewusst. Deswegen kann ich jeden Tag etwas Neues dazulernen.

    Ich stimme Ihnen andererseits zu, dass die Rede von „Flüchtlingsfluten“ oder „unkontrollierter Masseneinwanderung“ – von denen ich selbst nie gesprochen habe – propagandistischer Quatsch ist.

    „man sollte also menschen die mit ihrem glauben groß geworden sind abgrenzen?

    Schwieriger wird die Thematik der Abgrenzung, die ich gerne von der Thematik der Ausgrenzung trennen würde. Mir scheinen bei Ihnen diese beiden Sachverhalte durcheinander zu gehen. Vielleicht halten meine Definitionen „wissenschaftlichen“ Kriterien nicht stand, aber sie sind halt Teil meiner Weltsicht.

    1. Abgrenzung bedeutet, dass sich eine Gruppe oder ein Individuum von anderen abgrenzt. So grenzen sich Punks von Hip-Hopern ab, Mädchen von Jungs, Rheinländer von Brandenburgern, Junge von Alten, Autofahrer von Radfahrern, Schickimickis von Prolls, Gothics von was-weiss-ich-was, Kinder von ihren Eltern, Beschäftigte von Chefs, „Gläubige“ von „Ungläubigen“. Das ist ein alltäglicher und massenhafter Vorgang, der leider meist damit einhergeht, dass man sich selbst als besser, klüger, schöner oder sonstwie überlegen hält.

    Abgrenzung erfolgt allerdings meist freiwillig. Sofern ein solches Individuum oder eine solche Gruppe aufgrund der selbstgewählten Abgrenzung keine partikularen Forderungen (zumal zu Lasten der anderen) durchzusetzen versucht, halte ich das auch nicht für ein erhebliches Problem.

    Wenn der Punk meint, er habe ein Anrecht darauf, morgens um halb drei seine Anlage voll aufdrehen zu dürfen, liegt er falsch und kriegt eins auf die Mütze. Wenn Autofahrer meinen, sie hätten ein Anrecht auf Landverbrauch für Straßen und ein Recht auf Lustverpestung, liegen sie falsch. Wenn Radfahrer meinen, sie müssten auf dem Gehweg fahren, haben sie kein Recht darauf, dies durchzusetzen. Natürlich haben Kinder ein Anrecht auf eine kindgerechte Erziehung und ein kindgerechtes Umfeld, aber deswegen muss man nicht jeder ihrer Forderungen nachgeben. Ältere Menschen haben ein Recht darauf, dass man ihr Ruhebedürfnis respektiert, aber sie müssen trotzdem Kindergärten in ihrer Nähe dulden.

    Schwierig wird die Situation dann, wenn die eine Seite keinerlei Kompromissbereitschaft zeigt, sondern auf ihrem tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Recht besteht. Dies tritt regelmäßig dann ein, wenn sich Beteiligte auf Art. 4 GG berufen.

    Exkurs:
    Die meisten Artikel des Grundgesetzes stehen unter einem sog. „Gesetzesvorbehalt“, d.h. sie gelten nicht absolut, sondern können durch Gesetze eingeschränkt werden. Aufgrund der besonderen historischen Situation nach Drittem Reich und 2.Weltkrieg, aufgrund des Drucks der Amtskirchen und der Unmöglichkeit, sich ein „Übergreifen“ des Islam auf Europa vorstellen zu können, konnte sich der Parlamentarische Rat (also die Väter und Mütter des Grundgesetzes) nicht dazu durchringen, auch Art. 4(1) und 4(2) GG unter Gesetzesvorbehalt zu stellen. (Exkurs Ende)

    Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Bevölkerung ist sich prinzipiell darüber einig, dass niemand seine Religion demonstrativ und offensiv in der Öffentlichkeit propagieren sollte – die sog. „negative Religionsfreiheit“. Wer auf dem Tragen „des Kopftuchs“ (unabhängig davon, ob man es als religiöses oder religiös-politisches Symbol ansieht) in der Öffentlichkeit besteht, grenzt sich ab. Wer so handelt, stellt für alle sichtbar die Regeln seines eigenen religiösen Bekenntnisses über die Regeln des Zusammenlebens, die sich in Deutschland in blutigen Auseinandersetzungen gegen die Amtskirchen herausgebildet haben.

    Ich „verteidige“ nicht das „christliche Erbe“ oder die „christlichen Wurzeln“, sondern das Erbe der Säkularisierung und der Aufklärung.

    2. Ausgrenzung hingegen bedeutet, dass Einzelne oder ganze Gruppen nachhaltig von der Gemeinschaft benachteiligt oder herabgewürdigt, ja sogar ausgeschlossen werden, indem ihnen Rechte und Chancen verweigert werden, die allen anderen zugestanden werden.

    Wenn ein Vorbestrafter keine Wohnung oder keine Arbeit findet, weil er vorbestraft ist, ist das Ausgrenzung. Wenn eine Gesellschaft Migrantenkindern den Zugang zu Bildung verwehren würde, wäre das Ausgrenzung. Wenn ein Disco-Türsteher vor einer schicken Disco einzig einem ordentlich gekleideten, nüchternen Dunkelhäutigen den Zugang verwehrt, einem lallenden Blondschopf aber nicht, würde ich auf Ausgrenzung tippen.

    Aus meiner eigenen Auslandserfahrung muss ich aber sagen, dass ich manche Verhaltensweisen als deutschenfeindlich interpretiert habe, weil mir dies das einfachste Erklärungsmuster lieferte. Manchmal war es schlichte – beiderseitige – Unkenntnis oder einfach nur schlechte Laune meines Gegenübers, manchmal stimmte die Chemie zwischen uns nicht, manchmal gab es simple Missverständnisse, manchmal lag das Problem an mir, weil ich unberechtigte Forderungen stellte. Manchmal übertrug ich deutsche Selbstverständlichkeiten oder Verhaltenweisen auf das Gastland und wunderte mich dann, warum ich aneckte oder schief angeguckt wurde.

    3. Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu, dass die Trennung von Kirche und Staat in der BRD nicht wirklich vollzogen ist. Ich stimme an diesem Punkt auch Frau Aygül Özkan zu, dass die Kreuze aus deutschen Schulen und Amtsstuben verschwinden müssen, aber auch die Kopftücher. Dafür streite ich – eine Ausgrenzung von Muslimen kann ich darin allerdings nicht erkennen.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass es für die Muslime in der BRD viel einfacher wäre, wenn sie sich nicht auf die Eroberung staatlicher Bastionen kaprizieren würden (Anerkennung als Körperschaft öffentlichen Rechts, islamischer Religionsunterricht usw.). Das ist rückwärts gewandt. Fortschrittlich wäre es, sich auf den Weg zu einem säkularen Staat zu begeben, in dem Religion Privatsache ist. Die Forderung, „der Islam“ müsse dem deutschen Staat einen – einzigen – Ansprechpartner bieten, ist doch genau der Stolperstein, der den Muslimen von Staat und christlichen Amtskirchen in den Weg gelegt wird. Einerseits sichern sie dadurch weiterhin ihre Vormachtstellung, andererseits folgen sie der Maxime „If you can’t beat them, buy them!“

    Welch ein fürchterliches Hickhack und erbärmliches Bild die Vertreter der Muslime (Koordinationsrat der Muslime in Deutschland) u.a. in der Deutschen Islam Konferenz abgeben!
    * Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V.
    * Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.
    * Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.
    * Verband der Islamischen Kulturzentren e. V.

    Dass viele Muslime der Meinung sind „Die meisten Islamverbände vertreten einen fundamentalistischen, strengen Islam.“ und sich durch diese Verbände in keinster Weise repräsentiert sehen, führt dennoch nicht zu einer Desolidarisierung mit diesen Verbänden. Warum eigentlich?

    Also ich persönlich fühle mich weder durch die Vertreter der Amtskirchen noch durch die Mehrheit der politischen Parteien repräsentiert. Ich habe daher auch keine Veranlassung, mich mit ihnen zu solidarisieren, wenn sie angegriffen werden.

    [1] http://www.kurdica.com/News-sid-Der-traditionelle-kurdische-Tanz-170.html

  137. Katja Wolf sagt:

    Ich möchte mich einmal nicht auf die Diskussion in diesem Blog sondern auf den Titel „Denk ich an Deutschland in der Nacht …“ beziehen:
    Dazu passend lese ich gerade das Buch „Die Psychologie der Niederlage“ von Thorsten Hinz und habe gerade das vierte Kapitel beendet.
    Ich fange an zu verstehen, warum DIE Deutschen so ticken, wie sie ticken.
    Um das Buch gleich vor dem „rechts-außen“-Vorwurf zu schützen (klassischer Reflex bei Deition JF), sei darauf hingewies, dass es auch in der Süddeutschen Zeitung und unter
    http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=5391
    beworben wird.

  138. Schnippsel sagt:

    Die Identity Foundation [1] hat in den Jahren 2007-2009 ein Forschungsprojekt zur Identität der Deutschen durchgeführt.

    Deutsch-Sein – Ein neuer Stolz auf die Nation im Einklang mit dem Herzen

    Im Jahr des 60. Geburtstages der Bundesrepublik Deutschland haben die Deutschen zurück zu einem Stolz auf die Nation gefunden. Knapp 60 Prozent der BürgerInnen sagen heute wieder von sich: „Ich bin stolz, Deutsche/r zu sein.“ Sogar 80 Prozent aller Deutschen sehen in der Bevölkerung eine ausgeprägte Liebe zum Vaterland.

    Das sind die Ergebnisse eines einzigartigen multidimensionalen Forschungsprojekts, das im Auftrag der renommierten Wissenschaftsstiftung Identity Foundation, Düsseldorf, anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wurde. Auf eine tiefenpsychologische Untersuchung des rheingold-Instituts, Köln, im Jahr 2007 folgten Ende 2008 und im März 2009 zwei Repräsentativstudien mit 2.000 Teilnehmern durch die GfK Marktforschung, Nürnberg. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte durch die Universität Hohenheim.

    Details:
    * Dokumentation zur Studie (64 Seiten)
    * „Deutschland, wir haben dich gern und wir sind stolz auf dich.“ (Pressemitteilung – Kurzfassung, 2 Seiten)
    * Wieder eins mit der Nation, sogar im Herzen (Pressemitteilung – Langfassung, 5 Seiten)
    * Deutsch-Sein – Eine Frage von Herz, Kultur und Geist
    Vier Prototypen gelebter deutscher Identität (Pressemitteilung – Langfassung, 4 Seiten)

    Deutsch-Sein im Alltag

    Das Nationale ist den Deutschen fremd, so dass „Deutsch-Sein“ zu einem rein pragmatischen Lebensgefühl wird. Das hat eine aktuelle Studie der Düsseldorfer Identity Foundation ergeben. Die heimliche Sehnsucht nach einer starken nationalen Identität keimt oft nur als Resultat eines Rechtfertigungsdrucks im Vergleich mit anderen Nationen auf, aber auch infolge einer Angst vor Überfremdung und unter dem Druck der Globalisierung. Ihre Bezüge zu Heimat, Nachbarschaft und Familie sind den Deutschen jedoch viel wichtiger.

    Dieser Pragmatismus ist Resultat einer archetypisch erlebten Vielfalt der stets eigenständigen deutschen Stämme und macht den Föderalismus zum Grundmuster deutscher Identität. Daraus haben die Deutschen auch ihre einzigartige Fähigkeit zum „Werkeln“ entwickelt, das besondere Talent, „aus allem etwas zu machen“. Im Werkeln und Tüfteln fühlen sich die Deutschen wohl und in technischen Innovationen von Weltrang wird deutsche Identität lebendig. Auf diesem „neutralen Territorium“ können die Deutschen auf ihre Leistungen stolz sein und ihre individuelle Identität in einem größeren Ganzen verorten.

    Als geradezu dramatisch bezeichnen die Wissenschaftler die Geschichtslosigkeit der Deutschen. Historisch bedeutsame Entwicklungen und Ereignisse sind weitgehend unbekannt und können deshalb auch nicht zu einer positiven Identifikation mit dem „Deutsch-Sein“ beitragen. Stattdessen haben sich vier alltagstaugliche Muster entwickelt, die Gemeinsamkeit schaffen: Erfindergeist, Sicherheit, Tradition und Sentimentalität. In diesen Werten finden die Deutschen das, worauf sie wirklich stolz sind.

    Details:
    * Dokumentation zur Studie PDF[223KB]
    * Folien zur Studie PDF[1,8MB]
    * Pressemitteilung Kurzfassung PDF[142KB]
    * Pressemitteilung Langfassung PDF[336KB]
    * Grafik Koordinatensystem Deutscher Identität TIFF[2,5MB]
    * Grafik Koordinatensystem Deutscher Identität EPS[742KB]

    [1] http://identity-foundation.de/was-wir-tun/identitaet-und-gesellschaft.html

  139. KROete sagt:

    Textarbeit!
    Zitat aus http://identity-foundation.de/images/stories/downloads/Studie_Deutsch-Sein_IF_Band_9.pdf; Seite 14:

    „Den Weg zu einer tragfähigen Identität finden die Deutschen über das Werkeln und Tüfteln: Im Nehmen und Verknüpfen dessen, was ist, wird deutsche Identität
    lebendig. Damit wird die geschickte Tüftelei zu einer Reorganisation der zur Verfügung stehenden Muster und Ereignisse zu neuen Strukturen. Das Neuorganisieren
    führt aus der Unruhe und lässt die Rastlosigkeit schöpferisch werden.
    Hier gewinnen die diffusen Abstraktionen und geistigen Entwürfe Kontur und finden so ihren Ausdruck im konkreten Alltag. Die auf diese Weise entstehenden
    Muster schaffen Ankerpunkte für die individuelle Identität. Hauptbezugspunkt ist dabei nicht eine gemeinsame Vorstellung von Deutsch-Sein, sondern der
    private Lebensentwurf. Im Werkeln manifestiert sich zudem die pragmatische Identitätshaltung der Deutschen, nämlich die versuchte und permanent dynamische
    Synthese verschiedener, teils disparater Bezüge.“

    Ersetze deutsch durch Mensch und staune!

    „Den Weg zu einer tragfähigen Identität finden die Menschen über das Werkeln und Tüfteln: Im Nehmen und Verknüpfen dessen, was ist, wird Identität lebendig. Damit wird die geschickte Tüftelei zu einer Reorganisation der zur Verfügung stehenden Muster und Ereignisse zu neuen Strukturen. Das Neuorganisieren
    führt aus der Unruhe und lässt die Rastlosigkeit schöpferisch werden. Hier gewinnen die diffusen Abstraktionen und geistigen Entwürfe Kontur und
    finden so ihren Ausdruck im konkreten Alltag. Die auf diese Weise entstehenden Muster schaffen Ankerpunkte für die individuelle Identität. Hauptbezugspunkt
    ist dabei nicht eine gemeinsame Vorstellung von Mensch-Sein, sondern der private Lebensentwurf. Im Werkeln manifestiert sich zudem die pragmatische
    Identitätshaltung der Menschen, nämlich die versuchte und permanent dynamische Synthese verschiedener, teils disparater Bezüge.“

    disparat nach wiktionary (http://de.wiktionary.org/wiki/disparat)
    (1)ungleichartig
    (2)unvereinbar
    (3)widerspruchsvoll

    Kulturen entwickeln sich im Zusammenfluß, in der Integration besagter disparater Bezüge. Die im Zeitbereich um Christi-Geburt verstärkt nach Mitteleuropa einfallenden sog. germanischen Stämme, trafen dabei auf ein zivilatorisch hoch entwickelte Bevölkerung, diese wurde sowohl vertrieben, assimiliert und umgebracht, das waren zum Großteil keltische Stämme aber auch andere.

    Zitat 138: „Dieser Pragmatismus ist Resultat einer archetypisch erlebten Vielfalt der stets eigenständigen deutschen Stämme und macht den Föderalismus zum Grundmuster deutscher Identität. “

    Leider gibt es und gab es keine deutschen Stämme, es gab viel mehr germanische und keltische deren Siedlungsgebiet innerhalb der geographischen Grenzen der heutigen Bundesrepublik lagen und aus deren Bevölkerung sich ein mehr oder weniger einheitlicher Sprach- und Kulturraum entwickelte. Ich beziehe mich auf die ersten Jahrhunderte nach Christi. Die heutige Gesellschaft enstand durch die Integration weiterer dispararter Bezüge. Die Germanischen Stämme der Zeit ums Jahr null sind absolut nicht weder gesellschafts- noch genotypisch mit der derzeitigen Bevölkerung im Bundesgebiet zu vergleichen. Damit könnten wir jetzt noch weiter machen, müssen wir das. NEIN

    Kulturen sind nicht statisch sondern dynamisch. Nationale Staatsgrenzen sind kultur-permeabel.
    Kulturelle Weiterentwicklung vollzieht sich nicht in der Konfrontation (deswegen ist diese sog. Integrationsdebatte ABSOLUT kontraproduktiv), sondern im Zusammenfluss, der Integration scheinbar disparater Bezüge.
    Der Mensch ist ein soziales Tier, deswegen würde ich das Zitat aus der Identitätsstudie zum Teil umdrehen
    vom Original:
    „Hauptbezugspunkt ist dabei nicht eine gemeinsame Vorstellung von Mensch-Sein, sondern der private Lebensentwurf.“
    hin zu:
    „Hauptbezugspunkt ist dabei nicht der private Lebensentwurf, sondern eine gemeinsame Vorstellung von Mensch-Sein.“
    DAS SIND DIE SELBEN WORTE

    and never forget:

    The Turkish language is Germany’s second language.

    Ich glaube wir bekommen leider keinen Konsens in diese Geschichte, deswegen möchte ich mich bei allen Beteiligten für die teils wunderschönen Beiträge bedanken, aber zumindest für mich ist mit diesem Blog jetzt leider Schluß. Tschüss, die Kroete

  140. I. Werner sagt:

    Ja, vielleicht war das ein gutes Schlusswort, @ KROete.