Wann kommt die sozialökologische Revolution?

Stell Dir vor, es ist Klimawandel, und niemand will davon wissen. Niemand? Tatsächlich bewegt dieses Thema viele Menschen, und zwar täglich. Doch was soll man tun? Bis große Organisationsformen wie Staaten und Gesellschaften so richtig in Bewegung kommen, um etwas in die Hand zu nehmen, muss offenbar eine ganze Menge passieren. Auch wenn allen Betroffenen längst klar sein müsste, dass wir eigentlich keine Zeit mehr haben. Sie läuft ab, die Zeit. So formuliert es auch der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber im FR-Interview.

Früher, in der 70er Jahren und danach, gab es mal unter dem Eindruck von Kaltem Krieg und Nato-Doppelbeschluss eine Stimmung unter uns damals jungen Menschen, die darauf hinauslief, dass es verantwortungslos sei, Kinder in diese kaputte Welt zu setzen. Die meisten meiner Freunde und Bekannten von damals haben dann doch Kinder bekommen. Ich nicht. Aber nicht, weil ich nicht gewollt hätte, sondern weil das mit dem Eisprung bei mir partout nicht funktionieren wollte. Heute höre ich von denselben Leuten, dass sie es zwar nicht persönlich bereuen, Kinder in diese Welt gesetzt zu haben, dass sie aber nicht in deren Haut stecken wollen. Denn diese Kinder werden mit den Folgen der Sünden vorangegangener Generationen, auch meiner, in einem Ausmaß konfrontiert werden, das wir nicht erleben wollen und nicht mehr erleben werden. Die Anfänge davon sind aber auch für uns bereits spürbar. Nehmen wir das Wettergeschehen, was naheliegend ist, wenn man vom Klima spricht. Es galt einmal als gewiss, dass Deutschland in einer Westwindzone liegt. Nicht ausschließlich, aber überwiegend. Unser Wetter – und mit ihm der Regen – kam vom Atlantik. Im Sommer 2022 aber kam es überwiegend – nicht ausschließlich – von Norden und Osten, mit einer auffälligen Begleiterscheinung: weniger bis gar kein Regen. Über Wochen hinweg. Schuld daran scheinen Höhenwinde zu sein, der Jetstream, der sich verschoben und abgeschwächt haben soll. Das birgt viele Gefahren für unsere Klimazone, denn als Folge dieser Verschiebung, aber auch des Abschmelzens von Grönlandeis, scheint der Golfstrom sich abzuschwächen, der bis in den hohen Norden für milde Wetterverhältnisse gesorgt hat.

Fehler im System

Das globale Klima ändert sich bereits spürbar. Verantwortlich dafür: der Mensch. Wir. Mit unserer Lebensweise. Da müsste man eigentlich auf das hoffen, was optimistische Menschen als Schwarmintelligenz bezeichnen: dass wir als Kollektiv irgendwie doch noch begreifen, was wir da anstellen, und dass wir einsichtig und vernünftig sind und umsteuern. Aber was will man machen, wenn Egoisten wie der Porschefahrer Christian Lindner (FDP, Bundesfinanzminister) auf dem Gaspedal stehen? Er ist nicht persönlich verantwortlich für die Malaise, aber er steht symbolisch, metaphorisch für den Fehler im System. Und der steckt in unseren Gehirnen. Der Mensch will nicht bestraft, sondern belohnt werden. Er tut Dinge nur dann, wenn er etwas davon hat, und zwar ganz konkret, nicht irgendwann in der Zukunft, sondern sofort und spürbar. Das ist im Prinzip nichts anderes als wie beim Hund. Da gab es früher rigide Erziehungsmethoden, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass man Hunde am ehesten dazu bringt, Dinge zu tun, wenn man sie über ihren Spieltrieb manipuliert. Und jetzt bitte keine Empörungsrufe, weil Bronski Sie hier mit Tieren vergleicht: Das ist schlicht Biologie. Der Mensch ist Biologie. Wir verhalten uns im Kollektiv nicht vernünftig, obwohl wir  zweifellos vernunftbegabt sind, jede und jeder einzelne von uns.

PhotovoltaikIn den ersten Jahren der Existenz dieses Blogs, den sogenannten Nuller-Jahren, und auch danach noch gab es immer wieder Stimmen auch unter den Userinenn und Usern, die bestritten, dass der Klimawandel – falls er überhaupt kommt – menschengemacht sei. Diese Stimmen sind verstummt, zum Glück. Ich frage mich manchmal, was diese Menschen heute denken. Sie haben immerhin dazu beigetragen, die Debatte zu verschleppen, indem sie beispielsweise die Sonne für die auffällige Häufung warmer Jahre verantwortlich gemacht haben, nicht die Klimagase wie CO2, Methan oder Wasserdampf (der im Grunde kein Gas ist). Damit meine ich gar nicht mal die hartnäckigen Leugner des Klimawandels. Die gibt es heute noch, siehe den Ex-US-Präsidenten Donald Trump.

Wir, die Medien, können über all das nur berichten und versuchen aufzuklären. Für die FR kann ich sagen: Uns ist das ein echtes Anliegen! Ein Teil der FR-DNA ist direkt der Frühzeit der Öko-Bewegung entnommen und hat sich seitdem entwickelt. Nicht zuletzt auch deswegen, weil längst klar ist, dass der Klimawandel gigantische soziale Folgen haben wird. Und im Gefolge dieser Folgen entsteht Ungerechtigkeit. Der Klimawandel löst Fluchtbewegungen und Hungersnöte aus, und selbst wenn man sich nur auf das – global gesehen – relativ kleine Deutschland fokussiert, stellt man auch hier bereits seine Folgen fest: vertrocknende Wälder, Versteppung von Landschaften, Wassermangel, Pegelstände von Flüssen, aber auch Extremwetter und Katastrophen wie im Ahrtal oder im Fall der Waldbrände. Da wirkt es geradezu antiquiert, dass CDU und CSU, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass Deutschland den Strukturwandel verschleppt hat, die Kernkraft als Lösung der Probleme hinzustellen versuchen. Man möchte diesen Politiker:innen zurufen: Leute, schaut mal nach Frankreich! Das Land muss derzeit Strom importieren, trotz seiner 56 Kernreaktoren, weil die Hälfte davon nicht betrieben werden können – Probleme mit dem Kühlwasser, mit Haarrissen, überhaupt mit schlechter Wartung. Frankreich hat ein strukturelles Energieproblem, gerade weil es zu lange mit großer Ausschließlichkeit auf Kernkraft gesetzt hat: Dort heizen 35 Prozent der Haushalte mit Strom. Wenn alle diese Haushalte ihre Zimmertemperatur im Winter nur um ein Grad erhöhen, werden im Schnitt landesweit 2,5 Kernkraftwerke benötigt, um den Mehrbedarf zu decken. Dieses Problem hat Frankreich sich selbst herangezogen.

Die Zukunft liegt nicht in großtechnischen Anlagen zur Energieerzeugung, sondern in der dezentralen Energiegewinnung. Was wiederum Probleme erzeugt, weil die Einspeisung aus unzähligen Kleinkraftwerken natürlich irgendwie geregelt werden muss. Diese Energiewende muss endlich konsequent angegangen werden. Und dass dies gemacht wird, ist im deutschen Parteiensystem praktisch nur den Grünen und der SPD zuzutrauen. Wenn die denn endlich mal herauskämen aus dem Jammertal der Krisenbewältigung, in die wir alle nicht zuletzt durch den Ukrainekrieg geraten sind. Der hat Fragen aufgeworfen und Probleme offengelegt, auf die unsere Politik natürlich Antwort finden muss, wenn zahlreiche Haushalte in Deutschland nicht wissen, womit sie im kommenden Winter heizen sollen – ebenfalls ein strukturelles Problem, das aus einer falschen Politik resultiert. Vom tagesaktuellen Geschehen abgesehen muss unsere Politik nun aber einen Fokus haben, der weit darüber hinaus gerichtet ist.

Die FR ist immer dran gewesen am Thema Klima, und das wollen wir auch weiterhin sein. Darum geben wir dem Klima jetzt regelmäßig Platz in der Zeitung und auf FR.de, unter der URL www.fr.de/klima.fr-debatte

Aufgeben ist keine Option

Vor 50 Jahren hat der Club of Rome die Studie „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht und vor dem gewarnt, was heute Realität ist und fortschreitet; die ökologische Katastrophe. Sie wurde nicht ernst genommen, gerade die Industriestaaten plünderten die Welt weiter erbarmungslos aus, die sozialen Ungleichheiten wuchsen. Heute haben wir den Salat. Auszulöffeln haben ihn in erster Linie die sozial Benachteiligten aller Länder dieser Welt, wobei die in den „reichen“ Ländern derzeit noch verhältnismäßig gut dran sind, auch wenn die derzeitigen Entwicklungen sie auch stark treffen.
Nun hat der Club of Rome eine neue Studie veröffentlicht, die, falls keine radikalen Maßnahmen ergriffen werden, ein Endzeit-Szenario beschreiben.
Wird es diesmal ernst genommen? Ich fürchte Nein, denn um diese Entwicklung zu stoppen braucht es nicht weniger als eine sozialökologische Revolution. Und die Realität? Es werden weiter Kriege geführt, Kriege um Ressourcen, imperiale Interessen etc. Es werden hunderte Milliarden in Aufrüstung gesteckt, in „Sicherung“ der Grenzen vor Leuten,  die vor Krieg und Folgen der Klimakatastrophe fliehen. Selbst „Kleinigkeiten“ wie ein Tempolimit scheitern an Klientelinteressen. Der Erhalt von Privilegien (Dienstwagen) scheint wichtiger als ein Umbau der Mobilität zu mehr Klimaneutralität. Die gesamte Wirtschaft und Politik ist auf Besitzstandswahrung und Wachstum ausgerichtet, die Großzahl der Arbeitsplätze und damit die Reproduktion breiter Massen ist davon abhängig.
Und wer soll diese notwendige sozialökologische Revolution entfachen? Die Fakten werden nicht tatsächlich ernst genommen, obwohl die fast täglichen Informationen der weltweiten Katastrophen jedem zugänglich sind. Selbst in sogenannten fortschrittlichen Kreisen scheint eine Debatte, ob weiße Musiker Rasta-Frisuren tragen dürfen, wichtiger zu sein. Radikale Proteste wie die der „Last Generation“ sind den meisten lästig und werden als terroristische Akte verunglimpft.
Ich bin gerade etwas ratlos und pessimistisch, wie man meinen Zeilen vielleicht entnehmen kann. Aber aufgeben ist auch keine Option.

Jochim Maack, Hamburg

fr-debattePanzer werden nicht aus Jute hergestellt

ich finde es sehr gut, dass sich die Frankfurter Rundschau ab jetzt noch intensiver und konsequent dem Thema „Klimawandel“ widmen wird. Das ist extrem wichtig! Ich wünsche mir von der FR, dass hierbei auch der Einfluß des Militärischen auf das Klima thematisiert wird. Diesen Aspekt vermisse ich bisher in allen Diskussionen. Wir machen uns über alle möglichen Probleme Gedanken, übersehen bzw. übergehen jedoch konsequent die Umweltschäden, die durch die Produktion und den Einsatz von Waffen verursacht werden. Zähneknirschend werden momentan die Kohlekraftwerke reaktiviert, man bereitet sich rasant auf die Lieferung von Fracking-Gas vor und ein weiterer Betrieb der letzten Kernkraftwerke wird immer wahrscheinlicher, d.h. die Maßnahmen, die endlich den CO2-Ausstoß mindern sollten, rücken in immer weitere Ferne. Übersehen wird dabei gleichzeitig und konsequent, daß praktisch alle Länder ihre Militärausgaben massiv steigern und damit unsere Umweltprobleme verschärfen. Eigenartigerweise wird dies jedoch ausgeblendet, nirgends thematisiert und als unveränderliche, notwendige Gegebenheit, gleichsam gottgegeben von fast allen akzeptiert.
Es ist sehr befremdlich, dass nahezu alle Parteien und vor allem die grünen Politiker dem sogenannten Sondervermögen von 100 Milliarden Euros zustimmen, dass sich jedoch niemand über die daraus resultierenden Umweltschäden Gedanken macht. Diese Milliardenbeträge für die Rüstung bedeuten eine irrsinnige Verschwendung von Ressourcen und einen weiteren immensen CO2-Ausstoß. Panzer werden nämlich nicht aus Jute hergestellt und sie werden auch nicht mit Solarenergie angetrieben. Letzendlich tötet bereits die Produktion der Waffen!
Nur eine konsequente Friedenspolitik ist eben auch eine gute und konsequente Umweltpolitik!

George Langhans, Frankfurt

fr-debatteWir tun immer noch viel zu wenig

Das Interview mit dem Klimaforscher H. J. Schellenhuber hat mich nachdrücklich berührt. Der Redaktion danke ich, dass sie dem Thema Klima jetzt einen besonderen Stellenwert einräumt. Als vor 50 Jahren der Club of Rome den Bericht “ Grenzen des Wachstum publizierte, sind viele Menschen aufgewacht und habe sich gefragt,“ was können wir tun“. Im Zusammenspiel mit meinem Kollegen habe ich als Pfarrer in der folgenden Zeit in Ansprachen und Vorträgen versucht, die Thematik zu übersetzen und zu konkretisieren. Sicherlich ist von verschiedenen Seiten einiges angestoßen und erreicht worden. Aber der renommierte Klimaforscher zeigt in dem Interview auf, dass zu wenig in diesem Sinne getan wird. Warum? Der Fachmann sagt, dass wir alle zwei Seelen in unserer Brust haben: Das Böse und das Gute ….Wir schwanken zwischen diesen beiden Polen hin und her, wobei der Eigennutz meist überwiegt. Schellenhuber hat diese Erfahrung praktisch weiter aufgezeigt. Aus meiner begrenzten Sicht möchte ich scheu die Gedanken des Autors etwas anders weiter ausführen. Ich sage:„ Wer in seinem Denken und Tun nicht nur den Eigennutz im Sinn hat, sondern in seinem Einsatz über sich selbst hinausgeht, wird gerade dadurch Glück und Beglückung erfahren“. Dem werden sicherlich jene zustimmen, die sich in irgendeiner Weise für die Rettung unserer schönen Erde einsetzen. Und auch alle, die sich von dem Mantra leiten lassen: „Weniger ist mehr!“.

Franz Boegershausen, Oldenburg

fr-debatte

29 Kommentare

  1. hans sagt:

    Ich habe mir das Gespräch mit Herr Schellnhuber nochmal durchgelesen. 100% EE bis 2030 ist reines Wunschdenken. Das hat mit den vorhandenen Fertigungskapazitäten nicht das geringste zu tun. Ich habe mir eine neue Heizung gekauft und will von Gas auf Wärmepumpe wechseln. Lieferzeit für eine Wärmepumpe 50 Wochen. Wärmepumpen werden in D. wenigstens noch hergestellt. Wenn auch in sehr bescheidenen Mengen. Die Firmen wollen auch ihre Fertigung ausbauen
    https://www.top50-solar.de/newsclick.php?id=338869&link=https%3A%2F%2Fwww.photovoltaik.eu%2Fwaerme%2Fmehr-waermepumpen-stiebel-eltron-investiert-600-millionen-euro
    Das wird aber Jahre dauern. Bei Wärmepumpen ist die Situation ja noch relativ gut. Bei einer PV Anlage habe ich es noch nicht geschafft ein vernünftiges Angebot zu bekommen. Ich hoffe das ich in 4 Wochen wenigstens das habe und sie auch 2023 verwirklichen kann. Das dafür nötige Material kommt zu ca 90% aus China oder halt auch nicht. Jetzt will die neue Regierung den PV Ausbau hoch ziehen. Ich wünsche ihnen viel Erfolg. Wenn das mit Anlagen aus D. langfristig geschehen soll dann reden wir in 10 Jahren noch mal drüber. Anlagen aus China will derzeit die ganze Welt. Vor einigen Tagen habe ich einen Bericht gelesen über den Stand der Firmen die man für Offshore Wind braucht. Es wird Jahre dauern bis wir wieder so weit sind wie wir 2018 mal waren. Altmeier hat ganze Arbeit geleistet an der Küste. Das sind so in etwa die derzeitigen Bedingungen unter denen die neue Regierung versucht umzusteuern. Das sie wollen ist eigentlich denke ich klar. Schnell wird es sicher nicht gehen. Wahrscheinlich wird bis Ende der Legislaturperiode nicht wirklich viel zu sehen sein, denn die neuen Gesetze müssen auch noch vor Gerichten ihre Wirkung beweisen.

  2. Demo in Ffm. Es kamen etwa 10000 Leute zusammen, für den Anlass viel zu wenig, aber wie bereits vorher bemerkt, die Menschheit verdrängt das Unabänderliche. Wie häufig habe ich schon den Satz gehört: Lass mich damit bloß zufrieden, da kann man sowieso nichts machen…
    Nun die überwiegend jungen Leute hoffen jedenfalls, dass etwas getan werden muss. Sehen auch durchaus die Probleme. Mir ist unverständlich, wie man die Probleme nicht sehen kann, bzw.sie einfach verdrängen kann. Was anscheinend niemand erkennen will, ist, dass der während der vergangenen 50 Jahre zunehmende Raubbau, die zunehmende Gier in immer schnellerer Folge zu einem Verlust an Natur, Ressourcen, ja allen Werten, die das Leben überhaupt erst lebenswert machen, geführt hat. Die Auswirkungen dieser Lebensweise hat man auf die Natur und Umwelt geschoben, ohne zu bedenken, dass dies Folgen hat. Nach und nach treten diese Folgen zu Tage. Eine dieser Folgen ist das Klimaproblem, bekannt seit mindestens den 70 Jahren. Und hier im blog streiten sich die Menschen über eine Frau Wagenknecht, Egomanin reinsten Wassers, dem Stoff aus dem auch. ein Putin gemacht ist.

  3. Bis jetzt hat mir noch niemand schlüssig erklären können, was wir hier im Land machen werden, wenn die nächsten 4 Jahre genauso trocken werden wie die vergangenen.In diesem Jahr war das bemerkenswerte, dass wir zwar genug Tiefdruckgebiete hatten, also eigentlich einen schlechten Sommer, es kam nur kein Regen heraus, es gab immer nur ein paar Tropfen.Auch von den Experten hörte man nichts dazu. So trocken, wie es derzeit ist wird es Jahre dauern, bis der Boden sich davon erholt hat. Im Garten ist die Feuchtigkeit gerade 10 cm tief eingedrungen. Ich höre schon die Experten : Der Rasen ist schon wieder sattgrün! Dagegen ist man machtlos.
    Das eigentliche Problem ist, dass die Ampelregierung sich zwar hat zum Klimaretten wählen lassen, dies aber jetzt verweigert und lieber Gasanlagen baut um das absolut nutzlose(klimatechnisch)Frackinggas umladen zu können. Das geht auch ganz fix, mit den Windgeneratoren ist das anscheinend viel schwieriger. Man will es wohl auch nicht so recht. Das Geschäft für die fossile Industrie/Kapital lief noch nie so gut wie jetzt. Da reibt man sich wohl die Hände, alles richtig gemacht. Es braucht nur ein wenig Druck, Angst machen vor einem kalten Winter und schon ist das bisschen Klimaproblem vergessen. Wenn man dann noch verkauft, es kann doch jeder was machen zum Klima retten, also auf geht’s Fahrrad fahren und alles ist im Lot. Und niemand merkt, dass das die reine Verarsche
    ist. Wenn jetzt nicht die Politik mit voller Kraft an die Energiewende geht können die Bürger so viel Fahrradfahren wie sie wollen. Die Klimabewegung fordert 100 Milliarden und wenn das nicht reicht muss es eben mehr sein, es geht ums überleben, nichts weniger.Wie sagte Einstein so richtig: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit…

  4. Regine sagt:

    @ Jürgen H. Winter

    Es ist lange her, dass ich hier was geschrieben habe, aber Ihr Kommentar ist so himmelschreiend ungerecht, dass ich jetzt muss. Offenbar widerspricht Ihnen ja sonst niemand. Zitat aus Ihrem Kommentar:
    „Es braucht nur ein wenig Druck, Angst machen vor einem kalten Winter und schon ist das bisschen Klimaproblem vergessen.“
    Das sind drei dicke Klopper, allesamt Falschbehauptungen. Es scheinen Ihnen sämtliche Maßstäbe verloren gegangen zu sein. Was ist denn für Sie „ein wenig Druck“? Eine nie dagewesene Energiekrise, die maßgeblich von den Vorgängerregierungen unter Angela Merkel verschuldet wird, ist für Sie „ein wenig Druck“? Dann möchte ich mal erleben, was Sie machen, wenn Sie in einer kalten Wohnung sitzen und nicht mehr das Geld haben, die horrenden Rechnungen zu bezahlen. Die „Angst vor einem kalten Winter“, die Sie herunterspielen, ist für Millionen Menschen absolut real. Für Sie offenbar nicht. Ein „wenig Druck“, ja? Ich fasse es nicht!
    Ich erwarte von unserer Regierung, dass sie eine vorausschauende Politik betreibt und vorbereitet ist. Oder wenn das so wie jetzt in der Krise nicht geht, dass sie schnell und lösungsorientiert arbeitet. Alles Dinge, die in 16 Jahren Merkel nicht passiert sind. Aber Sie erwarten, dass sich innerhalb eines Jahres, in dem die neue Regierung im Amt ist, alles grundstürzend ändert? Und wie kommen Sie auf dieser Basis auf die Idee, das Klimaproblem sei vergessen? Was wissen Sie denn darüber, woran in den Ministerien neben der Krisenbewältigung noch gearbeitet wird? In dieselbe Kerbe haut auch der ebenso schlimme Satz:
    „Das eigentliche Problem ist, dass die Ampelregierung sich zwar hat zum Klimaretten wählen lassen, dies aber jetzt verweigert …“
    Tut sie das? Nochmal die Frage: Woher wissen Sie, woran in den Ministerien noch gearbeitet wird? Dass Sie nichts darüber hören, verführt Sie zu der Behauptung, die Regierung würde sich verweigern. Das ist grotesk. Gerade erst hat Minister Habeck in der FR von der Arbeitsbelastung in seinem Ministerium berichtet. Aber Sie kommen daher und behaupten einfach, die Regierung verweigert sich. Das ist eine Frechheit und Unmenschlichkeit sondergleichen!
    Wenn die Regierung sich jetzt nicht unter Hochdruck mit den Energieproblemen befassen würde, die sich akut auftun, was glauben Sie, was dann im Winter los ist? Wollen Sie die Republik in eine tiefe soziale Krise stürzen, die das Land instabil machen könnte? Man muss schon ein bisschen Augenmaß bewahren, Herr Winter. Und man muss gerecht bleiben!

  5. Friedel Glüder sagt:

    Herr Lindner (FDP) hat gewarnt, durch günstige Tickets würden „CO2-intensive Freizeitfahrten“ „provoziert“. Ein d… Argument! (Wahlweise „durchdachtes“ oder „dämliches“ einsetzen, je nach eigener „Ideologie“!) Von solchen „CO2-intensiven Freizeitfahrten“ können wir hier am Lotter Autobahnkreuz auch ein Lied singen: Am Freitagnachmittag rauf zur Nordsee und am Sonntagnachmittag zurück und bei Staus durch unseren Ort.
    Viele „CO2-intensive Freizeitfahrten“ entstehen, wenn man nicht in seinem Heimatort, sondern in einem schicken Badeort heiratet, weil man sich für etwas Besseres hält. (Achtung! Sozialneidverdacht!) Wo kämen wir hin, wenn dort jeder Hinz und Kunz mit einem Neun-Euro-Ticket aufkreuzen würde!
    Eine Flüchtlingsfrau erzählte mir voller Freude, dass sie mit ihrer Tochter in den Sommerferien erstmals Urlaub gemacht habe: Tagesfahrten mit dem Neun-Euro-Ticket nach Münster und Bremen!
    Liegt die FDP eigentlich immer noch über fünf Prozent? Das muss dann wohl daran liegen, dass sich mehr als fünf Prozent der Bevölkerung für etwas Besseres halten.

  6. Hans-Hermann Büchsel sagt:

    Joachim Willes Leitartikel („Kein Blackout“ zu den AKW-Laufzeiten, FR v. 21.9., Anm. d. Red.) kann ich völlig zustimmen, besonders dem Hinweis, wie seit 2010 der Ausbau der Erneuerbaren von der schwarz-gelben Koalition ohne Not ausgebremst wurde. Es ist nicht nur erstaunlich, wie wenig sich Politiker wie Merz, Söder und Lindner dafür verantwortlich fühlen, sondern auch, wie sie sich an ihre ablehnende Haltung zur Kernenergie nach Fukushima nicht mehr erinnern können. Bei diesem Thema wie auch teilweise beim Thema Ukraine spüre ich immer wieder einen Subtext der rückwärts orientierten Politiker dieses Schlages durch: Nach dem jahrelangen Erleiden der Sozialdemokratisierung der CDU durch Merkel kann Mann jetzt die ungeliebten roten Socken und Grünversifften richtig vorführen. So war Merz‘ „Dank“ für Olaf Scholz‘ Rede von der Zeitenwende bereits vergiftet mit dem Hinweis darauf, wie erfreulich es ist, dass doch selbst die Sozialdemokraten nun lernten, dass man mit Kerzen Anzünden und Händchenhalten keine Außenpolitik machen kann. Jetzt soll der zu Recht so beliebte Grüne Robert Habeck vorgeführt werden und gefälligst seine Wähler:innen verprellen. Da spielen sachliche Argumente keine Rolle, solange die Kernenergie als Keule für diesem Zweck zu gebrauchen ist. Und immer wieder wird deutlich, wie das Denken dieser Herren vom alten Mief der 90er Jahre geprägt ist.

  7. Werner Junghans sagt:

    Heißwasser und Heizung stilllegen oder reduzieren geht nicht ohne schlimme Folgen. Salmonellen im Leitungssystem bei Temperaturen unter 80 Grad sind für Alte, Kranke, Säuglinge lebensgefährlich, Reduzierung ist verboten! Heizungsreduzierung wesentlicher Art führt zur Schimmelbildung. Bei mindergedämmten Gebäuden schon derzeit ständige Last. Dazu kommt, dass nahezu in jeder Wohnung eine Waschmaschine und Trockner laufen. Kleinstwäsche wird auch mal im Bad getrocknet. Wenn dann noch die aufs Rad Gewechselten im Herbst, Winter, Frühjahr mit nassen Klamotten nach Hause kommen, wo trocknen sie das?
    Wir sollten erstmal die Gasspeicher füllen, dazu solange die Rüstung insoweit reduzieren, die Wirtschaft am Laufen halten. Bei drohender Massenarbeitslosigkeit fliegt uns alles um die Ohren. Die Wutbürger beherrschen wir dann nicht mehr.

  8. Jürgen Hempel sagt:

    Eine Umlage beinhaltet immer, das Kosten auf mehrere Beteiligte zu verteilen sind. Doch die Bundesregierung hat keine Kosten, die zu verteilen wären! Mithin kann es auch keine Umlage geben. Wenn dennoch die Bundesregierung den Energieriesen Uniper retten will, geht das nur über Steuern. Steuern zu erheben macht sich nicht gut bei den bevorstehenden Landtagswahlen. Dass nun auf diese Steuer noch die Mehrwertsteuer aufgeschlagen wird ist unlogisch. Doch darum geht es mir als Verbraucher von Erdgas gar nicht. Mit dieser Erdgas–Zwangsabgabe sichern die Verbraucher Deutschlands auch die Dividende der Manager sowohl die Einkommen der Aktionäre. Auch das ist ein Unding. Was gegebenenfalls gerichtlich zu klären wäre. Wenn stattdessen Uniper geordnet in den Konkurs geht und der Bund den Konzern zum symbolischen Preis von einem Euro übernimmt, dann würde Uniper ein Staatsunternehmen. Welcher keine Gewinne macht, sondern immer den Preis für Erdgas kundenfreundlich hält.

  9. Ulf Döbert sagt:

    Schon eine Weile frage ich mich was an der von der Regierungskoalition beschlossenen Gasumlage sinnvoll und gerecht sein soll. Die Entwicklung der Energiekosten ist eine direkte Folge von politischen Entscheidungen, und zahlen sollen dafür ausschließlich die Gaskunden. Entspannt zurücklehnen können sich Besitzer von teuren Eigentumswohnungen und neu gebauten Einfamilienhäusern mit Wärmepumpen zu Kaufpreisen ab 1 Millionen Euro in den Speckgürteln der Großstädte.
    Selbstverständlich sind eine Umstellung auf erneuerbare Energien, Maßnahmen zur Gebäudedämmung und die Nutzung moderner Heizungssysteme wegen der Klimakrise notwendig. Dies ist jedoch kurzfristig nicht möglich und zudem mit hohen Kosten verbunden.
    Die gestiegenen Gaspreise treiben nicht nur die Mieter in die Zahlungsunfähigkeit sondern werden auch zu zahlreichen Insolvenzen von Unternehmen mit Verlust von Arbeitsplätzen führen. Sozial gerecht wäre ein Gaspreisdeckel für Privathaushalte zumindest bis zu einem bestimmten Grundverbrauch pro Person. Wer mehr verbraucht, zahlt danach den marktgerechten Preis. Auch für Unternehmen muss es dringend Unterstützung geben.
    Finanziert werden kann das eigentlich nur aus Steuermitteln und damit von allen Teilen der Gesellschaft. Bei der Bankenrettung war das anscheinend kein Problem. Was wir sofort bräuchten, wäre eine deutliche Erhöhung des Spitzensteuersatzes, damit auch diejenigen an der Bewältigung der Krise beteiligt werden, die es sich leisten können.

  10. Hallo Regine,
    vielen Dank für ihre Bemerkungen in Sachen Klima und Regierungsarbeit.Einig sind wir uns offensichtlich in Sachen Merkel Regierungen und einer damals völlig verfehlten Klimapolitik. Auch damals sprach man davon, das Klima zu retten obgleich das Gegenteil geschah.
    Nun muss ich sie aber fragen, woher nehmen sie den Glauben, dass die jetzige Regierung mit Nachdruck an der Energiewende arbeitet ? Immerhin sind, soweit ich weiß, die in der Merkelzeit erfundenen bürokratischen Hürden immer noch in Kraft und ich vermisse auch Hinweise in den Medien dass daran gearbeitet wird. Ich vermisse überhaupt Aktion in Sachen Klimaschutz, den Vorrang von Sonne und Windkraft. Sie nehmen an, dass die Regierung hier Tolles leistet, aber wenn sie dies tut, tut sie dies im Verborgenen. Es ist ja schön, dass sie die Energiekrise ernst nehmen, aber meinen sie nicht, dass die Klimaveränderungen noch ernster zu nehmen sind ? Wenn sie die heutige FR lesen so ist dort ein Bericht über den Thwaites Gletscher in der Antarktis, der jeden Moment abzurutschen droht wobei dies eine Ozeanerhöhung von 65cm bedeutet.
    Wenn dann noch weitere Eisfelder ins Meer gleiten kann es auch 200cm bedeuten. Von der derzeitigen Dürre hier im Land ganz zu schweigen. Unsere Regierung jedoch ist emsig bemüht, die Energiekrise in den Griff zu bekommen, die Energiewende jedoch, so weit für mich erkennbar, ruht still vor sich hin. Es ist ja eigentlich auch kein Wunder, der Herr Scholz war direkt an den großen Koalitionen bei Frau Merkel beteiligt, hätte alle Möglichkeit gehabt etwas fürs Klima zu tun. Hat er damals nicht und ob er das heute tut ist für mich nicht erkennbar.
    Sie scheinen mir das eigentliche Problem nicht wahr zu nehmen. Lt. Herrn Schellnhuber, ehemaliger Leiter des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, sind etwa 50% des Weges in die Katastrophe schon da, die weiteren 50% sind uns so gut wie sicher. Erkennbar gegengesteuert wird bis heute nicht. Die soziale Krise, von der sie sprechen ist schon unterwegs und mit jedem Tag der vergeht ohne dass strikte Gegenmaßnahmen ergriffen werden kommen wir der sozialen und konkreten Katastrophe auf vielen Gebieten näher. Da ist der Winter, von dem noch nicht einmal sicher ist ob er besonders kalt wird( kalt war es im Winter 46/47) noch das kleinste Problem. Es scheint ihnen nicht klar zu sein dass wir seit über 50 Jahren weit über unsere Verhältnisse leben und diesen Raubbau auf die Natur und Umwelt schieben. Von da kommt jetzt das eine oder andre zurück. Die zunehmende Zahl von Flüchtlingen, Hungernden, Kriegen, ist nicht aufzuhalten, wie eine Lawine wird es auf die Menschheit herabstürzen, vermutlich wird das Ganze in Anarchie
    ausarten. Schon heute leben Millionen von Menschen unter Umständen die einfach unzumutbar sind, ein Opfer der Industrialisierung, die scheinen sie einfach zu vergessen, denn es ist unsere Art zu leben, die in vielen Fällen ursächlich ist für den Zustand der Welt. Und was tut unsere Regierung ? Erfüllt mit Hochdruck das Geschäft der fossilen Industrie/ Kapital. Denen ging es noch nie so gut wie heute. Merken sie das nicht ?

  11. Regine sagt:

    Sie sind ja ein ganz Feiner, Herr Winter. Sie beantworten meine Fragen nicht, stellen mir aber Fragen in die entgegengesetzte Richtung, und das nennen Sie Austausch oder Diskussion? Nun, dann behalte ich mir vor, Ihre Fragen ebenfalls nicht zu beantworten. Was interessiert es Sie auch, warum ich annehme, dass in den Ministerien wesentlich mehr passiert, als sich in den Nachrichten niederschlägt? Denn was in den Nachrichten nicht vorkommt, das existiert natürlich nicht, gell, Herr Winter? Wir haben die erste Regierung, die in der Lage sein kann, substanziell etwas zu verändern, aber für Sie sind diese Leute trotzdem nichts anderes als Verhinderer und Verweigerer. Glauben Sie wirklich, dass Sie mit einer solchen Haltung Aufbruchstimmung verbreiten?
    Ich hab mal nachgesehen, was den Bundesrat betrifft. Die Grünen sitzen in elf Landesregierungen mit zusammen 47 von 69 Ratsstimmen. Gegen diese Stimmen kann das Land nicht regiert werden. Die FDP ist nur in zwei Landesregierungen: außer in Rh-P. noch in Sachsen-Anhalt. Nur in einem einzigen Bundesland regieren die Konservativen ohne eine der Berliner Regierungsparteien, nämlich in Bayern. Sollten alle Bundesländer, in denen die CDU mitregiert, sich in Abstimmungen über Gesetzvorlagen enthalten, wie das ja in strittigen Fragen normalerweise passiert, würden solche Abstimmungen mit 24 Ja-Stimmen gegen 45 Enthaltungen positiv entschieden. Vermutlich wären die vier Stimmen aus Schleswig-Holstein trotz CDU in der Regierung noch zum Pro zu rechnen. Das heißt, dass jetzt das Fenster offen ist, um die Energiewende voranzubringen.
    Was Sie, Herr Winter, dabei übrigens völlig übersehen, ist die Tatsache, dass der Gasnotstand selbst eigentlich das stärkste Signal dafür ist, dass wir uns von den Fossilen befreien müssen. Wir werden sehen, welche Folgen das hat, wenn wir die Krise bewältigt haben. Nach Ihnen zu sprechen, Herr Winter, wird dann gar nichts passieren, denn unsere Regierung besteht ja nur aus Verhinderern und Verweigerern.
    Vielleicht sprechen wir uns ja in zwei bis drei Jahren wieder. Ich habe aber wenig Lust, mich mit Leuten zu beschäftigen, die so negativ drauf sind wie Sie. Also lassen Sie uns das hier nun beenden.

  12. Hallo Regine,
    zuerst, Regine,bin ich nicht negativ drauf, sondern Realist. Wenn sie sagen, „wenn wir die Krise bewältigt haben“ meinen sie die Gas Krise, dass also genug Gas da ist, um verbrannt zu werden. Da haben sie vermutlich recht, aber das ist nicht das Problem, wie in meinem letzten Beitrag beschrieben.
    Um meine „Denke“ zu untermauern, lesen sie doch mal S.9 „Klima“ der FR“Die Regierung muss den Strassenbau stoppen“. Da schreibt ein Fachmann über die Regierung, das dürfte ihnen auch nicht gefallen. Also FR von heute 27.9. Auch auf S 10 der Beitrag von Herrn Herl ist sehr lesenswert, erklärt jedenfalls, weswegen ich so. „negativ“ drauf bin.
    Im übrigen stimme ich ihnen zu, die Diskussion ist nutzlos. Leider gibt es zuviel Menschen die nicht weit genug denken, es ist nicht das teure Gas, es ist das Gas überhaupt, was den Ärger macht. Und die Regierung reagiert nicht mit dem Nachdruck, der erforderlich wäre.

  13. hans sagt:

    Die FR hat hat Herr Schellnhuber gefragt, keine Chance? Er hat geantwortet doch, aber und dann Bedingungen formuliert die alle nicht so kommen werden. Er hätte die Frage auch gleich mit Ja beantworten können. Weiter oben hat er angekündigt das schon mehrere 100 Millionen Flüchtlinge ein Erfolg wären. Es können auch mehrere Milliarden werden. Wenn seine Einschätzungen richtig sind sollten wir beginnen uns damit zu beschäftigen wie das Leben in Zeiten des Klimawandels aussehen könnte. Zu verhindern ist es eh nicht mehr.

  14. Hallo Hans,
    das predige ich seit Jahr und Tag, nur etwas positiver. Die Milliarden werden ja auch nicht alle auf einmal kommen, die Wanderung hat ja schon lange begonnen, das Verhungern auch. Aber so genau will es niemand wissen. Auch die meteorologischen Entwicklungen sind schon seit Jahren festzustellen, weltweit. Bei uns überwiegend als Dürre, aber das sollte schon reichen. Man muss kein Prophet sein um zu sehen, dass die nächsten Jahre wohl auch zu trocken sein werden. Die daraus entstehenden Probleme lassen die Gasgeschichte dann klein aussehen. Das glaubt heute natürlich auch keiner. Die in Angriff zu nehmenden Dinge hat Schellnhuber ja aufgezählt, sie sagen , wie ich meine mit Recht, das wird nicht geschehen. Das fällt für di e Menschheit unter „das geht doch nicht“. Es wird alles mögliche gehen. Ich bin langsam so weit zu sagen, kommt Leute lasst uns den Rest noch genießen, aber ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht, habe ich doch 4 Enkel, denen das auf die Füße fällt. Es ist ein unlösbares Problem.
    Übrigens, die frohe Botschaft ist: Es regnet wieder, nicht die Masse aber immerhin. Meine neue Wetterbeschreibung lautet:
    Wenn die Sonne scheint ist schönes Wetter.
    Wenn es regnet ist gutes Wetter.
    Also nächstes Wochenende ist gutes Wetter !

  15. Edeltraud Schnegelsberg sagt:

    Wie kann es sein, dass bei diesen Erdgaspreisen ausgerechnet Biogas abgefackelt wird? Durch Redispatsch ging laut Ihrem Artikel die Erzeugung von fünf Prozent Strom verloren, 27400 Millionen KWh, 2021. Die Kraftwerksbetreiber erhielten 2.3 Milliarden Entschädigung. Wir Verbraucher zahlen die Zeche.Edeltraud Schnegelsberg

  16. hans sagt:

    zu @ Edeltraud Schnegelsberg
    Ja warum ist das so mit dem Biogas. Darüber könnte man viel schreiben. Das war vor 10 Jahren schon so falsch wie heute. Ich denke die Regeln der letzten 10-20 Jahre waren mit Absicht so gemacht das die Energiewende nicht funktioniert. Biogas ist grundsätzlich speicherbar und könnte deshalb gute Dienste für Regelenergie leisten. Dazu müsste man bei den Orten an denen Biogas produziert wird Gasspeicher hinstellen und leistungsstärkere Generatoren um dann das gespeicherte Gas auch so schnell wie nötig verstromen zu können. Das ist jetzt keine Erkenntnis die man nicht vor 20 Jahren schon hätte haben können aber es war offensichtlich nicht gewollt. Außerdem gibt es noch Regeln die Biogas derzeit vor der Entstehung abregeln. Die derzeitigen Biogasanlagen sind so aufgebaut das sie nicht speichern können sondern immer nur in der Grundlast laufen. Wenn keine Grundlast benötigt wird muss das Gas abgefackelt werden. So unnötig wie einfach ist das. Wenn man Biogas im Rahmen seiner Möglichkeiten einsetzen würde wäre das Abschalten der 3 AKW kein Problem. Derzeit brennen die Fackeln auch deshalb weil z. B. das AKW Emsland die Netzte verstopft.

  17. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Ja das mit den Enkeln ist schon traurig wenn man darüber nachdenkt. In einigen Monaten werde ich auch 2 davon haben. Sie werden aber im Normalfall auch das beginnende Ende der Klimakatastrophe erleben. Der Umstieg auf klimagerechtes wirtschaften wird erfolgen, aber nicht bis 2040 oder 2045 sondern ich schätze 2060. Da sind sowohl meine Kinder noch dabei wie meine Enkel. Ab dann wird es laut Schellnhuber zehntel für zehntel Grad wieder besser. In Europa werden wir hoffentlich keine Zustände bekommen die ein Überleben in Frage stellen auch wenn es noch öfter eine Trockenheit geben wird wie sie jetzt bestimmt entgegnen. Man muss sich halt darauf einrichten Wasser wenn es da ist zu halten. Das scheint mir möglich und das viele Millionen von Menschen in Europa zuwandern dürfen halte ich auch für völlig unrealistisch. Was das für andere Regionen der Welt bedeutet möchte ich mir lieber nicht vorstellen, kann es aber auch nicht ändern.

  18. Hallo Hans,
    ja die Enkel… es ist eben die Frage, wie alles ablaufen wird. Gegenwärtig geht es einfach weiter wie gehabt. Wie lange noch, das wissen die Götter.Dasselbe gilt für die Folgen hier auf dem Planeten. Was die Gletscher in der Antarktis machen. Wie die Katastrophen sich entwickeln.Je mehr und je heftiger wäre für das Umdenken auf breiter Basis, das heißt weltweit, wichtig, so inhuman sich das anhört. Der Mensch lernt nur durch Erfahrung, nicht durch Reden, das ist wie in der Kindererziehung. Was die Eltern vormachen wird kopiert, wie bei den Tieren auch. Es ist aber schwer Katastrophen zu erkennen und zu nutzen. Nehmen sie das Gasproblem. Es ist nicht genug vorhanden und es ist teuer. Diese Lage zwingt die Menschheit sorgsam und sparsam mit Gas umzugehen, ja möglichst wenig zu verbrennen. Das ist gut fürs Klima, auch wenn es unseren Lebensstil beeinflusst. Wir sollten unser Verhalten anpassen – tun wir das ? Ich habe da meine Zweifel.Wenn ich mir ihren Zeitrahmen anschaue — bis 2060 bei Zunahme von 2 ppm CO2 pro Jahr also plus 4o ppm dann wären wir bei 46o ppm, was immer das bedeuten mag. Wenn dann also nichts mehr dazu kommt wird die Erwärmung noch eine Weile anhalten, die Gletscher tauen, das Wasser steigen, bis es sich eingependelt hat. Erst danach wird ein über Jahrhunderte dauernder Prozess der Abkühlung einsetzen. Auf der anderen Seite ist zu bedenken, dass zur Zeit der Saurier die Erde 8 Grad wärmer war als heute und eisfrei der Meeresspiegel entsprechend höher , die Zahlen variieren, 60 meter oder so. Was das Ganze mit dem Leben der Menschen anstellt, da kann man nur spekulieren. Gegenwärtig jedenfalls ist nicht zu sehen, dass der Mensch sich besonders vernünftig verhält. Ihr Fazit ist wohl zutreffend. Man kann unmöglich alle retten. Was soll man also tun ?

  19. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Sie haben einen Denkfehler. Die Ampel macht nicht weiter wie gehabt. Sie steuern schon um. Das dauert aber. Weiter oben am Thema Biogas kann man es gut aufzeigen. Da hat eine Branche 20 Jahre die falschen Anlagen produziert. Die Regeln werden jetzt von der Ampel geändert. Wir haben sogar in D. eine Industrie die das machen kann aber sie ist so klein das sie für den Istzustand 20 Jahre gebraucht hat. Sie wird für den Umbau dessen was sie in der Zeit aufgebaut hat auch sehr viele Jahre brauchen. Das lässt sich nicht ändern so einfach. Sie meinen es kommt eine neue Regierung und ein Jahr später ist alles anders. Dem ist auch beim besten Willen nicht so.

  20. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Noch eine Bemerkung. Gas ist nicht wirklich knapp. Es wird in vielen Ölförderländern abgefackelt weil es sich nicht gelohnt hat es zu sammeln. Es fehlt an der nötigen Infrastruktur. Diese aufzubauen dauert bis 2024 sagt die Regierung. Wir haben mit Russland halt die billigste Gasquelle genommen und brauchen sehr viel. Außerdem wollen wir keine langfristigen Verträge. Das bedeutet das wir ab 2024 neue und auch höhere Gaspreise als früher haben werden. Wieviel genau wird man sehen. Ich habe schon gelesen das LNG ca das Dreifache kostet. Wenn das stimmt werden wir vielleicht auch schon in einem Jahr genug Gas haben. Was diese Preise für die Energiewende bedeuten wird man sehen . Ich befürchte nichts gutes. Das wird uns 10 Jahre kosten weil wir auf Wasserstoff warten müssen.

  21. Hallo Hans,
    ist mir schon klar, dass das alles dauert. Was wir aber nicht haben ist Zeit.Wir können nicht, wie sie schreiben, bis 2060 warten, dann ist es für alles zu spät. Warum ändert man nicht schon einmal die bürokratischen Hürden, so das jeder problemlos die Solaranlage aufs Dach bekommen kann ? D<s muss doch machbar sein. Warum gibt ein Cem Özdemir die letzten 4% Ackerflächen für Getreideanbau frei statt das bisschen für die Umwelt zu lassen. Es entsteht der Eindruck, dass man mit Nachdruck alles tut, um die Gasbeschaffung in Gang zu bringen, warum baut man immer noch Autobahnen, wo doch abzusehen ist, dass der Individualverkehr keine Zukunft hat. Für den Straßenbau aber immer noch mehr Geld da ist als für die Schiene, vom ÖPNV ganz zu schweigen. Und so. weiter. Es ist ja nicht so, dass Herr Habek alles selbst machen muss. Und von Herrn Scholz kommt auch nichts zum Thema Klima, ist natürlich auch nicht zu erwarten. Was ist das überhaupt für eine Regierung, wo ein Herr Lindner. unbedingt das Atomkraftwerk im Emsland weiter laufen lassen will, wenn doch wie sie sagen, das dazu führt, dass das Biogas abgefackelt werden muss, weil das Atomkraftwerk nicht beliebig an- und abgeschaltet werden kann. Ich finde, das ganze ist sehr unbefriedigend und ein echter Einsatz für Klima und Umwelt für mich nicht zu erkennen. Industrie und Kapital geht vor. Das beste Beispiel ist doch die Porsche Aktie, die wurde gezeichnet als gäbe es keine Klimakrise, dabei sollte doch die Autoindustrie eigentlich keine rosige Zukunft haben ? Jeder auf dem Kapitalsektor sieht das jedenfalls anders. In der Gas und Ölindustrie dito. Es passt alles nicht zusammen. Für die Zukunft nichts gutes – leider.

  22. Am vergangenen Montag Abend auf pro 7 eine Sendung zum Klimathema,sehr aufwendig gemacht, insgesamt sehr lobenswert. Teilnehmer am Panel waren Prof Kempfert, Frau K.Dunz , Ex Minister Spahn und Frau Göring-Eckart.,u.a.Dazu wurden diverse Leute aus dem Publikum beteiligt, kurze Beiträge eingeblendet usw. Und das im privaten Fernehen, da kann sich unser Staatsfernsehen eine Scheibe abschneiden. Das Programm lief über 2 Stunden und brachte so einiges zu Tage. Vor allem wurde deutlich, dass sich noch nicht viel geändert hat, seit die Ampel existiert. Göring-Eckart war wie immer sehr schwach.Warum sagt diese Frau nicht einfach mal was Sache ist, immer so lahmes Argumentieren, dabei gibt es doch genügend gute Argumente, muss sie immer alle schonen, Spahns Argumente hätte man komplett zerfetzen können, vor allem die Rumreiterei auf dem 3. Atomkraftwerk im Emsland, das nun unbedingt laufen soll. Aber trotz allem eine gute Sendung, die sicher vielen Leuten, die sich für das Thema nur am Rande interessieren doch etwas gebracht hat.

  23. hans sagt:

    zu Jürgen H.Winter
    Der eigentliche Elefant im Raum ist die Sanierung des Gebäudealtbestandes durch Umstellung auf Wärmepumpe. Das zu realisieren wäre auch zu alten Bedingungen schwer geworden. Jetzt kostet Strom fast 50 Cent die KWh damit hat sich das Thema erledigt. Es stellt sich die Frage warum ist das so. Uns erzählt man es läge hauptsächlich an Putin? Jetzt sind die Börsengaspreise deutlich gefallen die Strompreise aber nicht. Also muss man den Grund dafür wo anders suchen. Der Grund ist Frankreich und seine AltAKW. Damit haben wir einen Grund der in Jahrzehnten noch nicht behoben ist denn das Land hat nicht vor sie außer Betrieb zu nehmen. Selbst dann würde es sehr viele Jahre dauern. Derzeit kauft Frankreich einfach zu jedem Preis. So können Preise nicht fallen. Die Preise werden auf Dauer hoch bleiben je nach dem wie störanfällig die nicht jünger werdenden AKW gerade sind. Habeck kann einem eigentlich Leid tun. Er versucht umzusteuern und scheitert ohne wirklich daran Schuld zu sein. Das zum Osterpacket gehörende Wind an Land Gesetz und die neuen Biogasregeln haben gerade in den ersten Ausschreibungen ein Debakel erlebt.

  24. Hallo Hans,
    man fragt sich doch, wie das in Frankreich dann laufen soll, der Strom muss schon irgendwo herkommen, denn wenn das mit der Trockenheit so weiter geht im Sommer, dann kann ja Atomkraft nichtdie Antwort sein. Was sich Lindner und seine FDP da vorstellt macht ja auch keinen Sinn. Die Grünen sind jetzt festgelegt auf Habecks Linie, nur 2 AKWs. Mal sehen, wie das ausgeht. Zu glauben, dass Atomkraft die Zukunft ist, da muss man schon sehr gläubig sein und reich. Und das angesichts der relativ preiswerten Sonne und Wind Energie. Vorausgesetzt, man lässt das zu und baut die Beschränkungen und Hürden ab. Es läuft alles so zäh, so langsam, wissen die Leute denn nicht, was auf sie zukommt ?
    Wenn ich mir den Rest der Welt ansehe, die Menschheit hat keine Chance aus dieser Nummer rauszukommen, mit den ganzen Idioten, die da die Strippen ziehen. Wenn mir heute noch einer sagt : Jeder kann was tun… dann zeigt das doch nur, dass man den Leuten ein schlechtes Gewissen machen will, denn wenn hier nicht mit Elan und Wucht von oben richtig was gemacht wird dann kann man es auch lassen. Mit Radfahren und kein Fleisch, es ist einfach nur lächerlich. Ohne Fliegerei wäre schon besser, denn wenn das nicht in absehbarer Zeit aufhört ist es eh zu spät. Ach, was soll`s.

  25. hans sagt:

    Hallo Herr Winter
    Wir verballern Gas um Frankreich am laufen zu halten. Das könnte gut ein Rekordjahr werden bei der Stromerzeugung mit Gas. Sollte es im Winter eng werden wird das wohl noch ein Thema. Aber daran sieht man das wir das Problem mit den 56 Schrotthaufen in unserem Nachbarland nicht los werden. Schon alleine das wird die Energiewende um viele Jahre zurück werfen. Auch deshalb sage ich 2040-2045 wird nichts werden. Die Grünen haben sich am Wochenende auch gegenseitig erzählt das der Kohleausstieg bis 2030 bleiben soll. Sie haben nur vergessen zu erwähnen wie das gehen soll. Ich stelle mal einen Link ein wie viel letzte Woche an Gas für Strom verbraucht und wie wenig die drei AKW im Vergleich dazu erzeugen.
    https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&stacking=stacked_absolute_area&week=41

  26. hans sagt:

    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/verband-atomstrom-k%C3%B6nnte-erneuerbaren-weiter-verdr%C3%A4ngen/ar-AA135mnY?ocid=msedgntp&cvid=872fec91502f487cb266d744d0581f10
    Was soll man sagen. Es ist absolut klar dass das AKW Emsland abgeschaltet gehört. Im Grunde sofort. Wir haben einfach nicht genug Leitungen von Nord nach Süd. Wenn es mal ein Kraftwerk gibt das nicht mehr benötigt wird dann ist es das. Dieses Jahr gehen noch 2 Offshore Windparks ans Netz. Nächstes Jahr beklagen wir das ein neuer Rekord beim Abregeln erreicht worden ist. Das treibt die Strompreise. Eine völlig sinnfreie Maßnahme.
    https://www.offshore-windindustrie.de/windparks/deutschland

  27. Hallo Hans,
    sie sagen, das nicht abschalten von Emsland Kraftwerk sei sinnlos.Das ist es nicht, für RWE bringt es sicher trotz allem Schwachsinn doch noch Profit und nur darum geht es. Haben sie die vollmundigen Kommentare der FDP gehört ? Man glaubt es nicht. Es wird aber auch in der Öffentlichkeit völlig verzerrt dargestellt. Die ganze Situation wird dem Bürger, der nicht auf dem Laufenden ist als ideologisches Teufelswerk der Grünen gezeigt, die eigentlichen Hintergründe sowohl hinsichtlich Frankreich wie auch der fehlenden Stromtrassen ist den Leuten einfach nicht bewusst. Was ich nicht verstehe ist, dass in öffentlichen Foren die Grünen so merkwürdig verdruckst rüberkommen, selbst eine Frau Neubauer gestern Abend bei Lanz, ich habe nur kurz reingeschaut, es ist einfach zu nervtötend. Wenn man dann noch mit einer Corona Infektion laboriert schmeißt man den TV aus dem Fenster. Wussten sie, dass Corona auf den Kopf geht ? Selbst die neue Impfung, die 4. mit dem neuen Serum hat so ihre Tücken. Na ja, was uns nicht umbringt….

  28. hans sagt:

    Hallo Herr Winter
    Wenn Herr Nouripour oder Herr Tritin sich zu dem Thema äußert ist das schon meist ganz klar. Bei manch anderen leider nicht. Frau Neubauer ist bei Lanz nicht als Grünenmitglied. Ich habe die Sendung nicht gesehen aber die jungen Leute von der Klimabewegung haben ein nicht ganz klares Verhältnis zu AKW. Ich sage immer zu meinen Kindern das sie wenn sie den einen oder anderen GAU noch miterlebt haben auch anders darüber denken. Zumal Frankreich der nach meiner Meinung der Hauptkandidat dafür ist. Die müssen die nächsten Wochen ihre AKW ans Netz bekommen egal wie weil das ganze Land mit Strom heizt. Über den Winter können wir das nicht ausgleichen. Es wäre irgendwo sogar menschlich wenn das im Zweifel auch zu Lasten der Sicherheit ginge.
    Die FDP denkt doch tatsächlich das sie mit ihrem Drängen auf längere Laufzeiten Stimmen bei Wahlen gewinnen können. Ich würde denen raten sich mal mit ihren Positionen was das Thema Corona betrifft zu beschäftigen. Wenn es stimmt das diese Partei von Freiberuflern wie Apothekern, Rechtsanwälten und Architekten gewählt wird wundert mich das nicht was da passiert. Ich habe die letzten Monate mehr als mir lieb ist mit solchen Leuten zu tun gehabt und festgestellt das sie in ihren Büros immer strenger waren als die Vorgaben. Denen stehen wahrscheinlich wenn Kubicki sich zu Corona äußert jedes mal die Haare zu berge. Wenn das die Wähler sind die die FDP derzeit vermisst werden AKW ihnen nicht viel helfen.
    Ihnen wünsche ich dann erst mal gute Besserung

  29. hans sagt:

    Hallo H. Winter
    https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvMjk3MjIyMw
    Diese Sendung fand ich gut und es wurden auch die richtigen Fragen gestellt. Mit den Antworten war ich nicht in jedem Fall einverstanden.