Klimaleugner sollten bestraft werden

Die öffentliche Meinung ist ständig in Gefahr. Von allen Seiten wird versucht, Einfluss auf sie zu nehmen, um sie zu manipulieren. Es geht ums Image, aber oft genug auch darum, politische Stimmungen so zu beeinflussen, dass daraus gesellschaftliche Strömungen werden. Sogar global. Dieser Einfluss wird über Denkfabriken und Lobbyisten und auch Medien ausgeübt – in unserer Gegenwart bevorzugt von sogenannten „sozialen Medien“. Dem damaligen Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Hiram Johnson, wird das Bonmot aus dem Jahr 1914 zugeschrieben: „Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges“. Gewinner des Krieges, will dies sagen, wird derjenige, der die Wahrheit am geschicktesten für seine Zwecke zurechtbiegt. „Wahrheit“ ist eigentlich ein schwieriger Begriff. Im begrifflichen Zusammenhang mit „Krieg“ versteht ihn aber jeder Mensch, denn da geht es ja um die eigene Sache – oder das, was dafür gehalten wird. Und für die ist jedes Mittel recht. Ich empfehle in diesem Zusammenhang den großartigen Film „The Imitation Game“ mit Benedict Cumberbatch in der Rolle des Alan Turing, der die Enigma der Nazis entschlüsselte.

Die Deutungshoheit über die Begriffe zu haben, ist heutzutage nicht minder wichtig. „War on terror“ beispielsweise ist natürlich Krieg gegen den Terror, aber keinesfalls ist er terrorfördernder Krieg. Soziale Marktwirtschaft, „neue“ zumal, steht heute für Freiheit des Unternehmertums von Regulierung und anderen staatlichen Repressalien, nicht mehr für Interessenausgleich und Umverteilung. Und der Klimawandel ist nicht anthropogen, also nicht vom Menschen verantwortet. Um diesen Zusammenhang von menschlicher Aktivität und Klimaveränderungen zu verschleiern, haben Konzerne der fossilen Energiewirtschaft wie ExxonMobil im Lauf der Jahrzehnte viel Geld ausgegeben und kaum Mühe gescheut, sagt Leserbrief-Autor Wolf von Fabeck vom Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. aus Aachen. Diese Dinosaurier haben die öffentliche Meinung massiv beeinflusst und tun dies noch heute. Und sie haben damit Erfolg. Die „Klimaleugner“ – kurz gefasst für Menschen, die nicht glauben, dass der Klimawandel anthropogen ist – haben Auftrieb. Ein Klimaleugner ist US-Präsident, ein anderer wurde gerade in Brasilien gewählt, und auch in Deutschland scheint diese Fraktion zu erstarken, denn eine Klimaleugner-Partei, die AfD, stellt die drittstärkste Fraktion im deutschen Bundestag. Man sollte, sagt Wolf von Fabeck, Klimaleugnung zum Straftatbestand machen, denn sie gefährde Menschenleben. Hier kommen seine Argumente, für die im Print-Leserforum nicht genug Platz war. Dort gab es eine um 50 Prozent gekürzte Fassung seines Leserbriefs, in der ich mich bemüht habe, das Wichtigste unterzubringen. Hier kommt die ungekürzte Fassung als Gastbeitrag im FR-Blog.

Klimaleugner sollten bestraft werden

Von Wolf von Fabeck

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Einige Energiekonzerne haben im vergangenen Jahrhundert durch den Einsatz von Atom, Braunkohle, Steinkohle, Erdöl, Erdgas ungeheure wirtschaftliche Macht gewonnen. Als 1965 durch eine Warnung an den US-Präsidenten Lyndon B. Johnson öffentlich bekannt wurde, dass die Nutzung der fossilen Energien das Klima schädigt, hat Exxon – einer der größten Ölkonzerne durch eigene Untersuchungen feststellen müssen, dass die wissenschaftlichen Warnungen tatsächlich berechtigt waren. Trotzdem hat der Konzern das Ölgeschäft weiter fortgesetzt. Im Jahr 1997 erschien sogar in der „New York Times“ ein beruhigender Text über die Erderwärmung: „Wissenschaftler können nicht mit Sicherheit vorhersagen, ob Temperaturen steigen, wie stark und wo Veränderungen stattfinden“, hieß es darin. Man wisse immer noch nicht, welche Rolle vom Menschen verursachte Treibhausgase bei der Erwärmung des Planeten spielen könnten. Es handelte sich um eine bezahlte Exxon-Anzeige.

Die FAZ vom 24.10.2018 titelte 20 Jahre später: „Ölriese Exxon wegen Falschangaben zum Klimawandel verklagt“. Inzwischen hatten nämlich Forscher der Harvard University 72 wissenschaftliche Fachartikel analysiert, die bei ExxonMobil angestellte Forscher verfasst hatten. Außerdem werteten sie weitere wissenschaftliche Beiträge und interne Berichte aus und verglichen sie mit den Aussagen aus 36 bezahlten Exxon-Anzeigen aus den Jahren 1977 bis 2014. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in den „Environmental Research Letters“. Ihr Urteil fiel hart aus: „Exxon Mobil führte die Öffentlichkeit über den Zustand der Klimaforschung und ihre Auswirkungen in die Irre“, schrieben die Studienleiter Geoffrey Supran und Naomi Oreskes in einem Beitrag für die „New York Times“.

Doch die üble Saat ging weiter auf. Weltweit erschienen weitere „Studien“, deren Zweck es war, Zweifel an den Forschungsergebnissen zu säen. Im deutschsprachigen Raum tat sich insbesondere EIKE (ein sogenanntes „Europäisches Institut für Klima und Energie“) mit zahlreichen Fehlinformationen zur globalen Erwärmung im Internet hervor.
Hier kann sich unter https://www.eike-klima-energie.eu bis zum heutigen Tage jeder Entscheidungsträger mit gefaketen, wissenschaftlich verbrämten Informationen versorgen, mit denen er seine Untätigkeit gegen die globale Erwärmung verteidigen will.

Durch solche weltweiten Fehlinformationen ist das Klima so weit ruiniert, dass es bereits fraglich ist, ob unsere Kinder oder Enkel die Folgen des Klimawandels überhaupt noch lebend überstehen können. Trotzdem verbreiten die alten und neuen Klimaleugner unter dem Mantel der Meinungsfreiheit ungestraft weiterhin ihre Zweifel. Und so können sich uneinsichtige Politiker weiterhin davor drücken, die notwendigen Änderungen der klimafeindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen vorzunehmen.

Was ist mit „klimafeindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen“ gemeint? Dazu zwei Beispiele: Wenn ein Flug nach Mallorca oder Teneriffa fünfmal billiger ist als eine Bahnfahrt in eines der Ostseebäder, dann wird das Flugzeug-Kerosin offenbar zu wenig besteuert. Wenn der Bau von Stromspeichern so wenig staatlich unterstützt wird, dass es finanziell günstiger ist, weiterhin Kohle- oder Atomstrom einzukaufen, dann werden die fehlenden Stromspeicher auch weiterhin nicht gebaut. Diese Beispiele für Hunderte weiterer klimafeindlicher Regelungen sollten genügen, denn jeder weiß, dass die Bevölkerung im Regelfall die billigere Variante wählt. Diese Entscheidung wird entgegen dem ökologische Gewissen durch den Geldbeutel erzwungen. Insofern sind die klimafeindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen die eigentliche Ursache. Aber die für die Rahmenbedingungen verantwortlichen Politiker verstecken sich hinter den Klimazweifeln.

Seit wenigen Monaten gibt es nun die Demonstrationen unter dem Schlagwort „fridays for future!“ Noch handelt es sich um einen verzweifelten Hilferuf der Jugendlichen, die in wenigen Jahrzehnten wenn wir Alten schon eines natürlichen Todes gestorben sein werden, unter der Hitze und den erstickenden schwarzen Qualmwolken eines unlöschbaren Flächenbrandes oder in den Schlammlawinen eines irrsinnigen Regengusses oder im Chaos eines Supertornados ums Leben kommen werden – wenn jetzt nicht energisch umgesteuert wird. Diese Jugendlichen sind zu Recht verängstigt und empört über die feige Ignoranz der gegenwärtigen Regierungskoalition. Wir Eltern und Großväter werden das Vertrauen der jungen Generation verlieren, wenn wir nicht angemessen reagieren. Eine wehrhafte Demokratie darf diese Entwicklung nicht hinnehmen. Hier fehlt eine gesetzliche Strafandrohung im Strafgesetzbuch – etwa so:

„Wer in einer Weise, die geeignet ist, die Abwehr des Klimawandels nach dem Pariser Klima-Abkommen und seinen Folgevereinbarungen zu stören, verächtlich zu machen oder gänzlich zu verhindern, den Klimawandel bezweifelt oder leugnet, wird mit einer Geldstrafe von bis zu 300 Tagessätzen bestraft. Im Wiederholungsfall ist die Strafe Haft“. Die genaue Formulierung der Strafandrohung können wir getrost den Fachleuten überlassen.

Zwar ist die seriöse Klimawissenschaft auf eine solche Gesetzesänderung nicht angewiesen, denn unter Klimawissenschaftlern besteht kein Zweifel mehr an der Gefahr, in der die Menschheit schwebt. Aber die Wissenschaft der Psychologie lehrt uns, dass notwendige Verhaltensänderungen oft durch gesetzliche Regelungen erzwungen werden müssen. Beispiele dafür gibt es genug. Die Gurtanschnallpflicht, das Rauchverbot, das Tempolimit, das Glühlampenverbot, das Verbot des Hitlergrußes, das Verbot der Holocaust-Leugnung. Jetzt brauchen wir ein Verbot der Klimawandel-Leugnung.

Und noch eines: Die Änderung des Strafgesetzbuchs muss rasch erfolgen. Wenn die staatliche Ordnung erst einmal in der Klimakatastrophe zusammenbricht, ist es zu spät.

53 Kommentare

  1. Man kann nur JA , JA , JA sagen zu einem solchen Handeln. Schon lange frage ich mich ,wieso unsere gewählten Volksvertreter ungestraft Dinge tun oder, häufiger noch, lassen können, die eindeutig gegen die Interessen des Volkes oder besser, der Bewohner dieses Landes, verstoßen . Das betrifft nicht nur die Klimafrage, auch wenn es hier besonders deutlich wird, wie sehr Kapitalinteressen vor Bewohnerinteressen gehen. Das gleiche gilt nämlich auch für die ökologische Frage allgemein. Es wird immer nur thematisiert, ob Glyphosat und ähnliche Stoffe, also Neonikotinoide, Krebserregend sind. Es wird nur am Rande gefragt, ob das Insektensterben / Vogelsterben /Vernichten von Natur allgemein, hinzunehmen ist , dabei scheint mir das ein eher wichtigerer Fakt zu sein, bedeutet es doch, dass die Lebensgrundlage für das Leben schlechthin vernichtet wird. In dem Zusammenhang ist die Krebsfrage eher zweitrangig, betrifft es doch die Spezies, die das Problem erst erzeugt hat. Es ist mir klar, dass dies eine steile These ist, aber die Natur kann sich, zumindest vordergründig, nicht wehren gegen das Ausbringen von Giften, auch wenn sie natürlich am längeren Hebel sitzt, nur dann liegt das Kind im Brunnen.

  2. hans sagt:

    Wir brauchen keine Redeverbote sondern, sicher wohl überlegte, aber klare Elemente von Direkter Demokratie. Wenn das Brexit Chaos eins beweist dann ist es das es dem Volk möglich sein muss wenn die Parlamente es nicht auf die Reihe bringen eine Entscheidung herbei zu führen. Das Klimaversagen der Politiker ist ähnlich offensichtlich wie das Versagen beim Brexit. Wahrscheinlich werden wir im Herbst bei dem Volksbegehren Rettet die Bienen in Bayern sehen was im Bund fehlt.

  3. Deutscher Michel sagt:

    @Jürgen H. Winter:
    genau die Energiewende in Deutschland verursacht Vogelsterben, Insektensterben und Vernichten von Natur allgemein.

  4. Hallo Deutscher Michel, das sind fake News,das muss man nicht kommentieren.

  5. Brigitte Ernst sagt:

    Wenn Leute den (zu wie viel Prozent auch immer) menschengemachten Klimawandel leugnen, ist es die Aufgabe der seriösen Wissenschaftler, ihre Position so deutlich und überzeugend wie möglich dagegenzuhalten. Redeverbote würden das Gegenteil von dem bewirken, was sie erreichen wollen: Der Aufschrei von rechts über Indoktrinierung durch die Regierenden und die Medien würde noch lauter, der Zulauf zu rechten Gruppierungen noch größer.
    Das Wichtigste ist ja nicht, was öffentlich gesagt wird, sondern wie gehandelt wird. Was nützt es, dass sich die Regierenden so vieler Länder über den Klimawandel einig sind und ein Abkommen zu dessen Bekämpfung schließen, wenn dann doch die nötigen Maßnahmen nicht ergriffen werden, z.B. schnellere Umsteuerung bei der Energiegewinnung, höhere Kerosinbesteuerung, mehr öffentliche Verkehrsmittel etc.?
    Leider, so fürchte ich, ist aber auch die Verteuerung von Energiefressern oder Treibstoff nur begrenzt dazu geeignet, ein verändertes Handeln zu bewirken. Riesige, schwere spritfressende Autos und die Geschwindigkeit, die „freiheitsliebende Bürger“ glücklich macht, kosten schon heute mehr als die Fahrt im Kleinwagen mit moderater Geschwindigkeit, und dennoch geht der Trend zunehmend zu ersteren.
    Da könnte man vielleicht wirklich darauf hoffen, dass die junge Generation den Alten mal endlich Beine macht. Schön wär’s!

  6. Vor einigen Tagen, im Bayerischen Rundfunk wurde thematisiert, dass einer der Gründe, weswegen nur noch wenige Windräder gebaut würden die Existenz von Funkanlagen sei. Bis vor kurzem mussten Windräder in mindestens 3 km Entfernung stehen. dann wurde die Minimalentfernung ohne Angabe von Gründen auf 15 km geändert. Der Bürgermeister eines kleinen Ortes, der immerhin das 6-fache an Strom produzierte als er verbraucht, sagte, mit diesem Federstrich brach in Bayern die Errichtung von Windrädern praktisch zusammen. Er meinte , im Nebensatz, dass das wohl die großen Energiekonzerne seien, die da die Fäden ziehen. Als Fazit bleibt einem nur, dass unsere Regierung in Sachen Klimaschutz nicht nur untätig ist, sondern sogar aktiv gegensteuert. Man sollte sie verklagen. Wenn man dann hört, wie unsere Volksvertreter begeistert sind von der Jugend, die endlich aufsteht, dann kann mich das nur wütend machen.

  7. hans sagt:

    Sollte man den Deutschen Michel jetzt wegen dem verbreiten von Halbwahrheiten ins Gefängnis schicken? Es ist doch in der Politik ganz normal Handeln vorzutäuschen. Frau Merkel war nie Klimakanzlerin. Sie tat nur alles um den Anschein zu erwecken. Soll das denn strafbar sein. Kann die Frau was dafür wenn ihre Wähler zu dumm sind das zu durchschauen? Roland Koch hat sinngemäß gesagt das in Hessen die Lichter ausgehen wenn Biblis abgeschaltet und Block 6 in Großkrotzenburg nicht gebaut wird. Hatte er keine Ahnung oder hat er gelogen?

  8. hans sagt:

    Die derzeitige Klimadiskussion läuft doch schon wieder völlig falsch. Das da auch jemand vom SVF mit macht kann ich nicht verstehen. Die Forderung das Klimaleugner bestraft werden sollen und die Diskussionen über die Freitagsdemos lenken schon wieder vom wesentlichen ab. Der Kohle Kompromiss ist auch nichts anderes als Ablenkung. Wobei es schon eigentlich eine Frechheit ist das man die PV Industrie mit 80000 Beschäftigten einfach kaputt gehen hat lassen und jetzt 20000 Beschäftigten 40 Milliarden hinterher wirft. Es geht aber bei all dem darum davon abzulenken das es eine Diskussion gibt was ohne großen Aufwand derzeit technisch möglich ist. Das passiert derzeit weil es wohl starke Lobbygruppen gibt die diese Diskussion nicht wollen und offensichtlich die Regierung komplett im Griff haben. Frau Merkel muss sich da noch nicht einmal die Finger schmutzig machen. Sie versucht die Klimakanzlerin zu geben. Das Ganze ausbremsen tun dann in der letzten Legislaturperiode Leute wie Kohlelohre und Gabriel für die SPD und Fuchs mit Altmeier für die CDU.

  9. Deutscher Michel sagt:

    Monokulturen für Biosprit – gut für Insekten? Windräder – gut für Fledermäuse und Rotmilane?
    Sind Zweifel daran fakenews?

  10. Werner Engelmann sagt:

    Auf den ersten Blick wirken die Ausführungen von Wolf von Fabeck ja recht sympathisch. Und die genannten Beispiele sind durchaus überzeugend. Aber er vermengt doch einiges und schüttet dann das Kind mit dem Bade aus.

    Zunächst mal ist zu unterscheiden zwischen bewusster Irreführung und Irrtum. Ersterem ist mit dem Strafrecht vielleicht beizukommen, letzterem wohl kaum.
    Das Verhalten der Führungsetagen von Exxon, seriöse wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt zu unterdrücken und gefakte pseudowissenschaftliche „Erkenntnisse“ verbreiten zu lassen, ist zweifellos kriminell. Was einen Trump aber nicht daran hindert, diese Kriminellen mit Ministerposten zu versorgen und etwa sein Umweltministerium in ein Anti-Umweltministerium zu verwandeln.
    Das ist aber eine Frage der politischen Machtverhältnisse, nicht des Strafrechts: „Die herrschenden Gedanken sind die Gedanken der Herrschenden.“
    Was nützt es, die Gedanken zu bestrafen statt den Herrschenden mit den entsprechenden politischen Mitteln zu Leibe zu rücken?
    Ganz abgesehen davon, dass auf diese Weise die Falschen bestraft werden, dass die Narren in den Fokus kommen, die solchen Unsinn nachbeten, statt derer, die ihn produzieren: Ein solches Vorgehen lenkt von den wirklich Verantwortlichen ab, liegt demnach eher im Interesse der Herrschenden. Und man liefert ihnen zudem noch Argumente, sich als verfolgte Unschuld aufzuspielen.
    In der Hinsicht stimme ich hans völlig zu.

    Und was das Nichtstun von Politikern angeht:
    Wie will man jemanden für Nichtstun juristisch belangen – es sei denn, es handelt sich um unterlassene Hilfeleistung? Man kann ihn nur abwählen und ihn politisch zur Verantwortung ziehen.
    Die genannten Vergleichsbeispiele, etwa Holocaustleugnung, überzeugen da nicht. Holocaust ist eine vielfach erwiesene historische Tatsache, seine Leugnung ist zugleich ein gezielter Angriff auf fundamentale Menschenrechte.
    Das ist im Fall von „Klimaleugnern“ nicht so einfach, schon weil Zukünftiges sich nicht so einfach „beweisen“ lässt wie Vergangenes.

    Fazit:
    An der politischen Auseinandersetzung führt kein Weg vorbei.
    Was natürlich nicht heißt, dass juristische Konsequenzen, wie etwa gegen die Vorstandsetagen von Exxon zu unterlassen wären. Aber dazu bedarf es erst der entsprechenden politischen und juristischen Hebel.
    Und wie Versuche, einem Trump so beizukommen, zeigen, geht das dann bestenfalls aus wie das Hornberger Schießen.

  11. Werner Engelmann sagt:

    @ deutscher Michel

    Was soll das?
    Seit wann gehören „Monokulturen“ zu den Strategien des Umweltschutzes?
    Und was die „Fledermäuse“ angeht:
    Schon interessant, dass sich die erbittertsten Gegner grüner Strategien sich ausgerechnet die „Argumente“ ausgerasteter „Öko-Spinner“ aneignen.

  12. hans sagt:

    zu @ Deutscher Michel
    Sie beten hier die bestenfalls Halbwahrheiten der AKW Lobby runter. So auch beim Vogelsterben durch Windräder.Zum Glück kann man das was sie schreiben gut widerlegen weil die Themen schon lange in der Diskussion stehen. Im Gegensatz zu Bronski bin ich der Meinung das man das auch tun sollte weil das Thema AKW in D. nach meiner Meinung leider noch nicht durch ist. Aber zurück zum Vogelsterben. Im unten stehenden Link hat der BUND dieses Thema wie ich finde sehr gut versachlicht. Wenn man das liest kann man zu ihren Beiträgen eigentlich keine 2 Meinungen haben.

    http://www.bund-rvso.de/windenergie-windraeder-voegel-fledermaeuse.html

  13. Johannes Krämer sagt:

    Das Angsttrompeten, des Deutschen liebster Sport bei Themen, in denen er bestenfalls über unprofundes Halbwissen verfügt, wird hier offensichtlich von einem Solarlobbyisten chinesischer Produkte betrieben.
    Hauptsache, die Welt geht wieder mal unter, weil sie leider Baumsterben, BSE und das allgemeine Giftpandämonium (Heinz Hug) überlebt hat. Wenn dann noch der Ruf nach strafrechtlichen Sanktionen für eine Meinungsäußerung ertönt wie bei Herrn von Fabeck, dann haben wir einen wichtigen Baustein für die zu errichtende Ökodiktatur formuliert – lasst uns also einen Ökogeneral ausrufen, Bundeswehrerfahrung hat unser Demokrat ja doch reichlich!

  14. Deutscher Michel sagt:

    @Werner Engelmann:
    Auch Ihnen dürfte nicht entgangen sein, dass Monokulturen ein der Folgendl der Energiewende sind (z.B. für Biosprit E10, Biogas-Verstromung).

    Dass Windparks außerdem eine riesige Bodenversiegelung darstellen, dürfte auch plausibel sein.

    Und vielleicht haben Sie sogar verstanden, dass ich eben die Energiewende NICHT für Umweltschutz halte.

    Sie sind auch nicht der erste, der meint, meine Argumente immer damit abtun zu können, weil ich sie vortrage.

  15. Deutscher Michel sagt:

    @Werner Engelmann:
    Dann doch Mal konkret:
    Sind aus Ihrer Sicht die „Fledermäuse“ ein Argument, das in die Waagschale gehört oder nicht?

  16. Deutscher Michel sagt:

    @hans:
    Seltene Erden werden ja nicht nur bei der Verstromung der Windenergie sondern auch bei der Photovoltaik eingesetzt.
    Auch deren Abbau gehört nicht gerade zu den umweltschonenden Praktiken:

    https://www.stimmen-aus-china.de/2011/04/26/selten-unnachhaltig-seltene-erden-und-umweltverschmutzung-in-china/

  17. Deutscher Michel sagt:

    @all:
    es vergeht kaum ein Tag, an dem der Wetterbericht nicht darauf hinweist, dass dieser im Schnitt zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken oder anderweitig abnorm ist.
    Dabei wäre nichts unwahrscheinlicher, als ein Monat mit lauter durchschnittlichen Tagen.
    Das verstehe ICH unter fakenews.

    Allerdings könnte man sich z.B. einmal folgende Liste von Tornados ansehen, die aus meiner Sicht keine beunruhigende Tendenz aufzeigt:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Tornados

  18. Deutscher Michel sagt:

    @hans:
    Ich kannte den von Ihnen eingestellten Link bereits. Allerdings konnte ich ihm nicht die Schlussfolgerung entnehmen, dass Windkraftanlagen für Fledermäuse ungefährlich seien.

  19. Deutscher Michel sagt:

    @all:
    Generell stellt sich für mich – neben Natur-/Tierschutzgründen – auch die Frage, wie sich Windparks oder auch einzelne Windräder auf den gestressten Menschen auswirken.
    Statt in Mittelgebirgen sanfte, bewaldete Hügel anzusehen und dabei zu entspannen, kommt einem früher oder später eine hochgewachsene Industrieanlage ins Blickfeld. Da ist es mit Ausruhen in Mutter Natur (zumindest bei mir) vorbei.
    Noch schlimmer sind z.B. die Menschen in Sachsen-Anhalt dran, die teilweise gar nichts anderes mehr vor Augen haben.
    Es soll mir keiner erzählen, dass das mit Liebe zur Natur in Einklang zu bringen ist.

  20. hans sagt:

    zu @ Deutscher Michel
    Zuerst einmal finde ich es gut wenn sie versuchen das was sie schreiben auch durch einen Link zu belegen. Was ein so alter Link wie der über seltene Erden uns sagen soll erschließt sich mir nicht wirklich. Besonders weil das ein Thema ist bei dem die technologische Entwicklung voran schreitet und sehr stark im Umbruch ist. Ich sehe darin eigentlich eine Bestätigung der Notwendigkeit der Energiewende. Zum Beispiel bei der Urangewinnung in Bali lassen sich auch üble Zustände verlinken. Wahrscheinlich sogar deutlich großflächiger als in China. Stellen sie sich dagegen Sonne und Wind vor welche Umweltschäden bei deren Erzeugung entstehen.

    https://autophorie.de/2018/02/26/toyota-entwicklung-magnet-emotoren/

  21. Deutscher Michel sagt:

    @hans:
    Liege ich aus Ihrer Sicht falsch damit, dass seltene Erden für Windkraftanlagen und für Photovoltaik verwendet werden?
    der Link sollte Ihnen sagen, dass der Abbau seltener Erden ohne radioaktive Nebenprodukte (insb. Thorium) nicht zu haben ist.

  22. hans sagt:

    zu @ Deutscher Michel
    Ich stelle einen Link ein bei dem es auf Seite 74 um die Rohstoffe geht die für PV gebraucht werden. Auch alles andere ist absolut lesenswert. Damit sollte das Thema Rohstoffe zumindest bei PV erledigt sein. Es gibt in dem Link auch ein Kapitel zum Energierückfluss.

    https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.html

  23. Deutscher Michel sagt:

    @Brigitte Ernst:
    Ich habe ja bekanntlich Zweifel am menschliche Beitrag zum Klimawandel (zumindest in der postulierten Größenordnung). Trotzdem möchte ich in diesem Zusammenhang einmal drauf hinweisen, dass ich meinen mittlerweile 22 Jahre alten Twingo immer noch fahre, ihn nicht der Abwrackprämie habe zum Opfer fallen lassen, der Twingo einen geringen Benzinverbrauch hat und für einen weiteren Neuwagen für mich weder Energie noch Rohstoffe verbraucht werden mussten.
    Hoffentlich können das die meisten „Klimaschützer“ hier auch von sich behaupten oder noch unterbieten.

  24. hans sagt:

    zu @ Deutscher Michel
    Ja sie liegen teilweise falsch. Bei PV habe ich das denke ich oben belegt. Beim Thema Wind ist es sehr unterschiedlich. Es gib Hersteller die ohne seltene Erden auskommen. Es ist auch da kein unlösbares Problem. Ich stelle mal einen Link ein der auch von ihnen kommen könnte, aber es ist interessant was da zu seltenen Erden gesagt wird. Mit anderen Worten das Argument ist Tod.

    http://www.windland.ch/wordpress/?p=5159

  25. hans sagt:

    Es gibt auch immer das Thema der EE Gegner das mit dem PV Ausbau Arbeitsplätze in China geschaffen werden. Oben in dem Link mit Fakten zur Photovoltaik wird darauf ja auch eingegangen, aber das soll jetzt nicht mein Thema sein. Der nächste technologische Durchbruch mit den entsprechenden Kostensenkungen und Arbeitsplätzen steht wohl in D. an und wird die Produktion auch wieder nach D. zurück bringen.

    http://deal-advisors.com/wermuth-asset-management-verdoppelt-investition-in-pv-wafer-technologie-vorreiter-nexwafe

  26. Deutscher Michel sagt:

    @hans:
    dann ist das auch Schnee vor n Vorgestern?

    https://www.iwr.de/news.php?id=28019

    Und hier aus der TAZ:
    http://www.taz.de/!5501860/?goMobile2=1552608000000

  27. Brigitte Ernst sagt:

    @ Johannes Krämer

    Ja, ja, diese hysterischen Deutschen vom Club of Rome und dem Pariser Klimaabkommen rotten sich doch tatsächlich zur Ökodiktatur (Variante der von den Öffentlich Rechtlichen betriebenen Meinungsdiktatur) zusammen.

    Bin ich hier zu Vera Lengsfeld und Henryk M. Broder auf die Achse des Guten geraten?

  28. Natürlich ist es schwierig, Politiker wegen der Dinge, die sie tun oder vor allem nicht tun , zu belangen . Es jedoch gleich in Bausch und Bogen in den Papierkorb zu werfen, halte ich auch nicht für richtig. Wir haben zur Zeit eine Situation, in der die Politik überwiegend nicht dem Rat der Wissenschaft folgt, sondern neoliberalen Wirtschaftsinteressen. Das äußert sich dahingehend, dass Klimatechnisch nicht nur nichts passiert, sondern aktiv gegengesteuert wird. Politiker im Amt leisten einen Eid und wenn sie nicht das tun, was dem Volk gut tut, sollte man diese Leute doch zur Rechenschaft ziehen. Zumindest sollte darüber diskutiert werden. So, wie die Dinge liegen, braucht es einige handfeste Katastrophen um die Menschheit aufzurütteln. Kommen werden sie, auch in diesem Land, dann ist das Geschrei groß. Wenn ich mir die Maßnahmen der Politik anschaue, Kohlekommission, Verkehrskommission, klimaverein ,alles nutzloses gebrabbel, es müssen Taten her, da haben die jungen Leute doch recht, und ihnen dann Schulschwänzen vorzuwerfen ist ja wohl das letzte. Ein Herr Haseloff bei Frau Will heute Abend war ein gutes Beispiel . Diese Leute haben einfach die Problematik nicht verstanden.

  29. Hallo Herr Krämer . Zum Waldsterben ist zu sagen, dass er im vollen Gange ist, fragen sie mal die Förster. Das Giftpandemonium, wie sie es nennen, läuft gerade zur vollen Form auf. Insekten, Vögel, Kleintiere , Bodenlebewesen haben wir fast geschafft, wachen sie doch mal auf, so profund scheinen mir ihre Kenntnisse nicht zu sein.

  30. Deutscher Michel sagt:

    Zum Eingangstext:
    Mein erster Gedanke war: es lebe die heilige Inquisition.
    Und dann zum Inhalt:
    Durch weltweite Fehlinformation ist das Klima ruiniert…
    So,so!
    Ich kenne wenige politisch Verantwortlichen, die nicht den menschengemachten Klimawandel postulieren. Vorneweg unsere Kanzlerin.

  31. Johannes Krämer sagt:

    Lieber Herr Winter, lassen Sie mal einen grösseren Vulkan ausbrechen, einen anständigen Asteroiden bei uns einschlagen oder eine Eiszeit kommen (dies kann bezüglich geologischer Zeiträume übrigens auch erstaunlicher Weise ganz plötzlich passieren, z.B. Dryas oder Dansgard-Oeschger etc. durch Wechsel der marinen Zirkulation innerhalb von bloss 1o Jahren) und wo war denn da der böse Mensch?

    Offensichtlich muss die Erde sich in bestimmten zeitlichen Abständen gewissermaßen reinigen, indem sie sich teilweise von ihren Parasiten, den auf ihr hausenden und sie ausbeutenden Lebewesen befreit. Und gegenwärtig hat sie als massgeblichen Säuberungsvektor anstatt eines Asteroiden sich eben das Lebewesen Mensch ausgewählt, nur will der das einfach nicht begreifen und zermartert sich sein begrenztes Hirn über aussichtslose Gegenmaßnahmen.

    In der ganzen Ökodebatte geht es ja eigentlich nur um das gemütliche Überleben der menschlichen Art – Wer liebt schon wirklich z.B. Insekten ausser den immer wieder zitierten Bienen und die arbeiten ja schließlich (freiwillig?) im Dienste des Menschen und die können einen aber auch schon mal schmerzhaft stechen.

    In jedem von uns steckt auch ein wenig Donald Trump, denn wir sind ja die Krone der Schöpfung, geben wir es doch einfach mal zu. Und wer will schon seinen Thron verlieren…

    „Läuse, Flöhe, Wanzen gehören auch zum Ganzen!“

    Hiermit rufe ich zur Gründung eines eingetragenen Vereins zur Rettung dieser bedrohten Insektenarten auf – Wer macht mit?

  32. Werner Engelmann sagt:

    @ Johannes Krämer, 31. März 2019 um 8:14

    Verehrter Herr Krämer,

    nun kann man ja einiges gegen die Thesen Wolf von Fabecks einwenden, und das habe ich u.a. auch getan.
    Ich habe auch überhaupt nichts gegen Satire einzuwenden – vorausgesetzt, man weiß, wann und gegenüber wem diese angebracht ist und was eine Satire ausmacht. Bloße Unterstellungen („von einem Solarlobbyisten“, „Bundeswehrerfahrung“) und Verhöhnung anderer Foristen gehören nicht dazu.
    Und offenbar merken Sie nicht einmal, wie Sie in Ihrem Hochmut Ihr eigenes, reichlich plumpes Weltbild („Ökodiktatur“, „Ökogeneral“) entlarven und dabei deutlich machen, dass Sie nicht einmal in Ansätzen das hier diskutierte Problem begriffen haben.
    Ich wüsste nicht, wie man unter diesen Voraussetzungen in nur einigermaßen seriöser Weise mit Ihnen diskutieren könnte und sehe Ihren Beitrag als höchst ärgerlich an.
    Der Zynismus, den Sie in dem darauf folgenden Beitrag offenbaren, macht das alles übrigens nicht besser.

  33. Frank van der Hoek sagt:

    Erneuerbare Energien unter dem Vorwand des Artenschutzes abzulehnen,das meinen Sie doch nicht ernst…Bei allem,was der Mensch macht,ist irgendetwas gefährdet,aber wenn wir nichts tun,werden Ihre Bienen,Vögel etc. erst recht nicht überleben…Traurig wie hier argumentiert wird.

    @Deutscher Michel:Warum sind so viele Experten vom Menschengemachten KW überzeugt,wenn alles Fake News sind

    Und nur mal so,im Zweifel für die Meinungsfreiheit,allein diese Diskussion zeigt schon,wie ein solches Gesetz dann von Klimagegnern wieder instrumentalisiert werden wird.
    Wie darüber gerader wird,ist doch letztendlich egal,es muss was getan werden!Die toxische „Ja zum Klimawandel,aber kein Windrad/Stromtrasse/etc. vor meiner Haustür“-Mentalität muss überdacht werden.

  34. Deutscher Michel sagt:

    @Frank van der Hoek:
    Weil entgegengesetzte Argumente (insbesondere hier) oftmals durch die Quelle und nicht durch den Inhalt diskreditiert werden.
    Das heißt, eine inhaltliche Auseinandersetzung findet oft nicht statt.
    Aber ich gehe eigentlich davon aus, dass Ihre Frage rein rhetorischer Art war.

  35. Frank van der Hoek sagt:

    Eine inhaltliche Diskussion,ob der Klinawandel menschengemacht iat,hat bereits stattgefunden und ist zu einem deutlichen Ergebnis gelangt.Und die Quellen werden ja gerade deshalb kritisiert,weil sie eben keinen wissenschaftlichen Inhalt haben.

  36. Deutscher Michel sagt:

    @Frank Van der Hoek:
    Beide Sätze sind falsche Pauschalbehauptungen.

  37. Deutscher Michel sagt:

    Beispiel: Hurrikans
    Die atlantischen Hurrikane mit den meisten Todesopfern gab es vor 1975:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hurrikan
    Behauptet wird etwas ganz anderes.

    Beispiel: es gibt auch wieder Gletscherwachstum:
    https://www.wetteronline.de/klimawandel/kurze-atempause-bei-eisschmelze-groenlandgletscher-legt-wieder-zu-2019-03-29-ge

    Auch die NASA widerlegt einen IPCC-Bericht und bestätigte 2015:das Wachstum der Antarktischen Polkappe:
    https://climate.nasa.gov/news/2361/study-mass-gains-of-antarctic-ice-sheet-greater-than-losses/

    Das sollte erst einmal genügen, um zu zeigen, dass es die deutlichen Ergebnisse so nicht unwidersprochen gibt

  38. Johannes Krämer sagt:

    Lieber verehrter Herr Engelmann,

    ich habe Goethe in einer ein wenig erweiterten Form (+ Läuse) zitiert – unseren großen Frankfurter Säulenheiligen werden Sie doch nicht etwa des Zynismus beschuldigen wollen?

    Denken Sie lieber mal darüber nach, was ich schrieb: Der vermeintlich intelligible Mensch ist doch nur ein bescheidener Egoist und Narzisst und reiht sich somit bestens in die gesamte Geschichte der Evolution ein. Denn alle Kreaturen inklusive Pflanzen, Bakterien, Viren etc. sind nunmal so, das hat der liebe Gott in seiner Verblendung leider so gebaut. Weil er selbst ja auch mindestens zu einem Drittel, genannt Jesus, eben ein Mensch ist mit all dessen irdischen Fehlern.

    Und daher werden wir Menschen eine vorübergende und nach geologischen Zeiträumen sehr kurze Erscheinung auf diesem Planeten sein und sowieso alsbald von KI-Geschöpfen abgelöst werden, die wir gerade derzeit in tausenden von Entwicklungslaboren zu bauen versuchen.
    Die essen keine Schweinswurst in Plastikfolie, verbrauchen nur ein wenig solar generierte Energie, wenn sie gut konstruiert wurden und roden keine Wälder, weil sie nicht frieren und mit Holz sowieso nichts anfangen können, weil es Elektrizität nur sehr schlecht leitet.

    Bevor dies eintrifft, daher :Carpe Diem und alles Gute!

  39. hans sagt:

    zu @ Deutscher Michel
    Ich denke das die Bedingungen um die seltenen Erden den EE nur dann vorzuwerfen sind wenn sie eine große Rolle bei ihnen spielen. Das ist wohl offensichtlich nicht der Fall. Wahrscheinlich gibt es kein einziges Kraftwerk bei dem nicht irgendwo auch seltene Erden verbaut werden. Unmenschliche Arbeitsbedingungen sind immer zu verurteilen.

    Zu ihrer in Fragestellung des Klimawandels. Selbst wenn sie 100% recht hätten würde das an dem was gemacht werden muss nichts ändern. Kohlenstoff ist zu schade um ihn zu verbrennen und AKW sind die mit Abstand teuerste Form der Stromerzeugung.

  40. hans sagt:

    zu @ Johannes Krämer
    Ich empfehle ihnen das Buch von Franz Alt“ Lust auf Zukunft“ da geht es wie der Titel schon sagt um eine positive Sichtweise der Energiewende. Die EE haben mit Sicherheit das Potential den Lebensstandart der meisten Menschen auf diesem Planeten zu erhöhen. Vor unbegrenzten Mengen von günstigem Solarstrom muss niemand Angst haben und ihre Angst vor einer Ökodiktatur können sie begegnen wenn sie mal in Bücher von Hermann Scheer reinlesen. Er war der Meinung die Sonne ist Sozialdemokratisch denn sie schickt keine Rechnung. Das könnte wohl ihr Problem sein.

  41. Deutscher Michel sagt:

    @hans:
    was die unmenschlichen Arbeitsbedingungen angeht sind wir bestimmt einig (Arbeitsschutz sollte immer hohe Priorität haben). Tatsache ist aber, dass beim Abbau Seltener Erden immer auch radioaktive Nebenprodukte anfallen. Somit spielt die Anzahl der benötigten Kraftwerke dann doch eine Rolle, wenn einem diese Nebenprodukte nicht egal sind.

    Dass fossile Rohstoffe aufgrund ihrer absehbaren Endlichkeit sparsam verwendet werden und auch weiteren Generationen zur Verfügung stehen sollen, auch in diesem Punkt sind wir uns einig.

  42. Hallo Herr Krämer Hoffentlich bleibt ihnen ihr fröhlicher Zynismus / Sarkasmus erhalten wenn uns das ganze um die Ohren fliegt , denn das wird es über kurz oder lang , egal was wir hier diskutieren . Für einen kurzen Moment dachte ich, sie wären ein fröhlicher Geselle bis die Sache mit der Reinigung der Erde kam , das müssen sie mit sich ausmachen, da sind sie hier wohl nicht ganz richtig, nichts für ungut.

  43. Brigitte Ernst sagt:

    @ Jürgen H. Winter

    Die mehr oder weniger ernst gemeinte pessimistische Auffassung vom Menschen als Sackgasse der Evolution, der sich selbst erst zum Aussterben gebracht haben muss, damit die Erde sich wieder erholen kann, kenne ich schon aus Diskussionen mit Biologen in den 80er und 90er Jahren.

  44. Es gehört nicht hierher ,aber ich habe eben in einer Verlautbarung von Bayer (Glyphosat) gelesen, dass die Vermutung dass die Insekten durch Pestizide zurückgegangen seien ja schon deshalb nicht stimmen könne, weil die Messungen ja in Naturschutzgebieten durchgeführt wurden. Da seien aber keine Pestizide gesprüht worden. In landwirtschaftlich genutzten Gebieten gibt es eben nichts mehr zu messen und wiegen, da ist nichts mehr. Diese Art Argumentation ist schlicht zum ….

  45. hans sagt:

    Mir ist die ganze Diskussion viel zu sehr auf D. bezogen und auch viel zu negativ. Wenn D.so sehr in der Hand von Lobbygruppen ist das es seine Zukunft in Frage stellt stört das die Welt nicht wirklich. Es läuft eine weltweite ökonomisch getriebene Energiewende die 2018 nicht überall zweistellige Zuwachsraten hat aber inzwischen die Fläche erreicht. Das wird die Zuwachszahlen in % auch wieder zweistellig werden lassen. Massen von billiger Energie aus EE werden den Lebensstandart steigen lassen und das ist die beste Lösung das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Dem Klimawandel ist es auch egal warum die Energiewende am laufen ist. Das sind nicht auf einmal alles Umweltschützer. Klimawandelleugnen unter Strafe zu stellen ist wieder eine typisch deutsche völlig überflüssige Idee.

    https://www.top50-solar.de/newsclick.php?id=309111&link=https%3A%2F%2Fwww.iwr.de%2Fnews.php%3Fid%3D35938

  46. hans sagt:

    Der Link zeigt möglicherweise noch ein bisschen besser wo die Reise hin geht.

    https://www.iwr.de/news.php?id=35858

  47. Das ganze hin und her geht am Thema vorbei. Fakt ist doch , dass unsere Politiker zumindest auf dem Umweltsektor Dinge tun, die den Interessen der Bewohner zuwider laufen, in Sachen Glyphosat sogar Hohnlachend (Herr Schmidt).Dies gilt es zu unterbinden. Dass das ein leichtes sein würde hat keiner gesagt, aber es ist an der Zeit diese, unsere für die Umwelt zuständigen Politiker für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr für ihr Handeln verantwortlich zu machen. Für ihr Nichthandeln natürlich auch. Darum geht es !

  48. Ralf Hartwig sagt:

    Satirische Beiträge wie dieser müssen ab sofort gut kenntlich gemacht werden. Die Empörungbereiten überbeissen sonst noch.

  49. Andere Sichtweise sagt:

    Also alle Andersdenkenden bestrafen und damit Meinungsfreiheit einschränken?
    Warum nicht gleich Kommunismus?
    Staatskapitalismus unterscheidet sich im Übrigen vom Kommunismus durch 1.Kapitalismus und 2.faktenbasierte Entscheidungen.
    Von Fakten bezüglich Schäden (Spektrum der Kipppunkte und verbundene Auswirkungen im wiss. Dikurs)
    werden jedoch nicht genannt.
    Fakten bezüglich Technologien werden nicht gesammelt.

    Dir sollte klar sein, dass du gerade Teil der großen Umverteilung an Reiche bist, wenn das nicht passiert.
    (…)

    (…): Passage gelöscht, Anm. Bronski

  50. Deutscher Michel sagt:

    @andere Sichtweise:
    geht es auch weniger kryptisch?

  51. hans sagt:

    zu @ Andere Sichtweise
    Wenn sie die Gefahr meinen das die Energiewende wieder zur Umverteilung von Unten nach Oben genutzt wird haben sie recht. Die heutige Kanzlerin hat ihre Schwarz/ Gelbe Regierungszeit genutzt um aus der EEG Umlage einen Umverteilungsmechanismus zu machen. Es ist dieser Kanzlerin sicher zuzutrauen das sich das wiederholt b.z.w. noch deutlich ausgebaut wird. Da kann aber die Energiewende nichts dafür. Das sind Entscheidungen einer demokratisch gewählten Regierung die man dann auch akzeptieren muss. Es hat Frau Merkel auch das letzte mal nicht geschadet das sie das gemacht hat. Sie konnte es den EE in die Schuhe schieben und ihr Volk hat ihr geglaubt. Wobei man da Glauben wörtlich nehmen kann.

  52. Deutscher Michel sagt:

    @hans:
    Vielleicht ist es aber auch so, dass die Energiewende nur deshalb zustande kam. Ich gehe schon davon aus, dass die schlauen „Bäuerlein“ ihr Geld deshalb in PV-Anlagen (zu sehen neben vielen Autobahnen) und viele Kommunen Windparks aus Geldnot gebaut haben (z. B. als Auflage, um dem Schutzschild zu entgehen), ohne sich einen ökologischen Segen zu versprechen (ein stellvertretender Bürgermeister aus dem Main-Kinzig-Kreis hatte mir das während einer Diskussion erzählt).

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