Ihre Fragen zur Klimapolitik

Die FR hatte Sie gebeten, uns Ihre Fragen zur Klimapolitik zu stellen. Wir wollen sie aufgreifen und in unserer Ausgabe vom 29. November thematisieren und nach Möglichkeit beantworten. Ich habe Ihre Postings und Mails nun ausgewertet und eine Liste von 35 Fragen erstellt, die auf den Kommentaren im Thread „Stellen Sie uns Ihre Fragen zur Klimapolitik!“ und auf postalisch und per Mail hereingekommenen Zuschriften beruht. Hier und da habe ich mir erlaubt, Ihre Fragen ein wenig zuzuspitzen und auf den Punkt zu bringen.

Die FR wird daraus eine Auswahl treffen, d.h. es werden nicht alle Fragen aufgegriffen werden. Das würde uns ziemlich überfordern. Es geht schließlich zunächst „nur“ um diese eine Ausgabe. Aber der nächste Klimastreik kommt bestimmt. Und hier kommt die Liste – und hier kann sie auch diskutiert werden. Die Diskussion im oben verlinkten Thread wird beendet und hierher verlegt.

Ihre Fragen zur Klimapolitik

Stichwort Landwirtschaft:

Gülle-Problematik, Lachgas: Was hat die Groko vor? Wann gedenkt sie endlich zu handeln?
(Gestellt von Jürgen H. Winter)

Wie kommt der Ausbau der Biolandwirtschaft voran?
(Gestellt von Renate Hempel)

Stichwort Verkehr:

Wie ist der Widerspruch der Bundesregierung sowie der Bundestagsmehrheit zu verstehen, in ihrer Halbzeitbilanz ihre Haltung zum Klimaschutz zu bejubeln, aber dann ein Tempolimit abzulehnen, durch das drei bis fünf Millionen Tonnen CO² weniger ausgestoßen würde, dazu eine Menge an Verkehrsunfällen vermieden würde?
(Gestellt von Peter Boettel)

Wie ist die Haltung der Deutschen Bahn AG zu erklären, wenn die Mehrwertsteuer für Bahnfahrten ermäßigt wird, um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen, andererseits aber die Bahn plant, die Tarife für RIT-Tickets, deren Vorteile sie auf ihrer Internetseite anpreist, ab nächstem Jahr zu verdoppeln?
(Gestellt von Peter Boettel)

Der Beschluss der Bundesregierung, den Rechtsweg vor den Verwaltungsgerichten bei bestimmten Verkehrsprojekten auszuschließen, stellt einen eklatanten Verstoß gegen Art. 19 Abs. 4 GG sowie Art. 20 Abs. 3 dar. Müsste der Schutz der Grundrechte der Menschen nicht höher bewertet werden?
(Peter Boettel)

Regierung und Journalismus bieten hinsichtlich der Batterie-Autos ein Bild des chaotischen Aktionismus. Warum wird nicht die viel umweltfreundlichere Brennstoffzellentechnologie gepusht?
(Eberhard Just)

Der Energieaufwand zur Herstellung der Akkus wird derzeit, vor allem in China, aus Kohlestrom bestritten. Für diesen CO2-Ausstoß können Benziner/ Diesel bis zu 100.000 km gefahren sein. Wie ist die CO2-Bilanz verschiedener gängiger E-Autos?
(Eberhard Just)

Anders gefragt: Warum wird die Zukunft des E-Autos so toll dargestellt, wenn doch die Klimaeffektivität ohne grünen Strom überhaupt nicht gegeben ist?
(Jürgen H. Winter)

Könnte man nicht Carsharing fördern?
(Wulfhart Bäumlein)

Könnte man nicht den Kauf kleiner Verbrenner (Drei-Liter-Autos) fördern?
(Renate Hempel)

Wäre es nicht sinnvoll, sich auf die eigene Muskelkraft zu besinnen und für Kurzstrecken aufs Fahrrad umzusteigen?
(Wulfhart Bäumlein)

Spricht es langfristig für hingebungsvolle Elternliebe, seine Kinder zur Schule oder anderen Terminen mit dem Auto zu kutschieren, obwohl es auch andere Möglichkeiten gibt?
(Wulfhart Bäumlein)

Stichwort Energiewende:

Der Bedarf an elektrischem Strom würde bereits drastisch ansteigen, falls „nur“ ein Viertel des heutigen PKW-Bestands elektrifiziert wäre, der öffentliche Bus-Nahverkehr zu hundert Prozent wasserstoffbasiert betrieben und die Deutsche Bahn endlich ein kundenorientierten Angebot realisieren würde. Angesichts des impliziten Baustopps beim Ausbau der Windkraft: Wo soll diese zusätzliche Energie herkommen?
(Klaus Philipp Mertens)

Warum spielt der Verlust von Arbeitsplätzen bei Enercon und vor Jahren in der Solarwirtschaft keine große Rolle für die Politik, wohl aber der Abbau von rund 20.000 Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie?
(Ralf-Michael Lübbers)

Wie kann man die Politik von der Priorität für den Klimaschutz überzeugen?
(Volker Knuth)

Die Fachwelt hält das „Windkraftausbau-Stoppgeset“ von Peter Altmaier für komplett ungenügend. Wird es noch Änderungen geben, und wie kann der Ausbau der Windkraft vorangetrieben werden angesichts des Widerstandes vieler Bürgerinitiativen?
(Jürgen H. Winter)

Gibt es eigentlich Abstandsregeln für Atom-, Kohle-und Gaskraftwerke? Wie sieht es diesbezüglich aus mit Abstandsregeln für Flugzeuge, Dieselmotoren und Benzindirekteinspritzer, Schiffsdiesel? Pelletsheizungen, Kamine? Tabakrauch?
(Ralf-Michael Lübbers)

Warum ist hinsichtlich der Energiewende so wenig von Geothermie die Rede? Wie kommt der Ausbau voran?
(André Wolf)

Dunkelflaute vs. Speichertechnologien – was gibt es da im Angebot?
(André Wolf)

Angesichts der Massen von Wegwerfprodukten (siehe Plastikmüll) – gibt es Konzepte zu einem nachhaltigeren Wirtschaften, die auch zu Energieeinsparungen führen und so vielleicht den Windkraftausbau teilweise erübrigen würden?
(Manfred Bonson)

Die großen Windkraftanlagen machen ziemlich viel Krach und verschandeln außerdem die Landschaft. Wäre eine dezentrale Energiewirtschaft mit kleinen Windrädern, deren Energie lokal verwendet und gespeichert werden würde, nicht viel vorteilhafter?
(Stephan Bröcher)

Stichwort Bevölkerungswachstum:

Wie stellt sich die Politik das vor – bald könnten acht und schließlich sogar elf Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben (oder vegetieren), ohne Mutter Erde Schaden zuzufügen?
(Wolfgang Fladung)

Welche Ansätze (siehe Äthiopien, Tunesien) zur Begrenzung des Wachstums der Weltbevölkerung gibt es?
(Herbert Kaefer)

Stichwort Zukunftstechnologien:

Für einen Durchbruch der Wasserstoffwirtschaft müsste Strom in industriellem Maßstab erzeugt werden. Das ginge gut in Ländern Südeuropas und Nordafrikas. Wie steht es um solche Zukunftsprojekte nach dem vorläufigen Ende von Desertec?
(Klaus Philipp Mertens)

Wie soll angesichts des steigenden Meeresspiegels – also schrumpfender Anbauflächen, die zugleich von Unwettern und Bodenerosion betroffen sein werden – eine wachsende Weltbevölkerung ernährt werden?
(Wolfgang Fladung)

Übergeordnet:

Wer vertritt eigentlich noch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, wenn die Politik recht unverhohlen Interessenpolitik nach Lobby-Einfluss macht?
(Horst Weitzel)

Die Problematik ist seit langem bekannt, die Lösungsansätze auch. Warum passiert trotzdem nichts oder nur so wenig?
(Ralf-Michael Lübbers)

Was können wir, was kann die Frankfurter Rundschau tun, damit nicht mehr die Superreichen und Reichen und ihre Lobbyisten mit ihren undemokratischen Methoden für ihre kurzfristigen egoistischen Gewinninteressen alles zerstören?
(Ralf-Michael Lübbers)

Welches politische System brauchen wir?
(Ralf-Michael Lübbers)

Was sagt das Grundgesetz zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz? Da steht der Schutzgedanke doch bereits drin. Eigentlich müssten sich unsere Politiker nur ans Grundgesetz halten – oder reicht das nicht?
(Jürgen H. Winter)

Wie muss sich unser individuelles Leben verändern, damit wir das Ziel einer Zweitonnengesellschaft (zwei Tonnen CO2-Ausstoß pro Kopf und Jahr im Durchschnitt) erreichen?
(Wulfhart Bäumlein)

Wie hält man das Zaudern der Politik als engagierter und besorgter Bürger aus?
(Rafaella Del Rosso)

Wie sollen wir mit unseren Wohn-Nachbarn umgehen, die auf einem anderen Planeten zu leben scheinen und nichts hören oder sehen wollen?
(Rafaella Del Rosso)

Ist der Klimawandel wirklich noch zu stoppen? Denn selbst wenn wir jetzt sofort unseren CO2-Ausstoß auf Null senken würden, würde die Erwärmung weitergehen, weil sie ein Prozess ist, der nun mal in Gang gekommen ist.
(Klaus-Rainer Schulze)

Wer, welche Strategie könnte die Gesellschaft aus den klimaschädlichen, fremdbestimmten Konsumzwängen befreien? Welche Werte, welche Leidenschaften sollten Politik und Umweltverbände den Konsumenten vermitteln?
(Klaus-Rainer Schulze)

17 Kommentare

  1. Wolfgang Fladung sagt:

    zu Stephan Bröcher: Es ist erschreckend, wieviele NYMBY’S (Not In My Back Yard) es hierzulande doch gibt. Da wird der Weltuntergang berbei geredet, weil die umweltschädlichen Kohlekraftwerke dicht gemacht werden sollen. Aber über die Tausende von gefährdeten Arbeitsplätzen bei der umweltfreundlichen Energie-Erzeugung durch Wind scheint alles o.k. zu sein, ganz abgesehen vom Verlust von KNOW-HOW – worauf wir doch die letzten Jahrzehnte, wegen Export, so stolz waren.
    Wir haben jetzt, dank dem Nimby Altmeier, die Energieerzeugung durch Wind zum Erliegen gebracht, aufgrund blöd- und widersinniger Regelungen. In unserem dichtbesiedelten Land wird sich kaum eine Stelle finden, an welcher nicht irgendwo 5 Häuser im Abstand unter 500 m von einer Windkraftanlage stehen. Da beklagen sich Menschen, nicht nur Herr Stephan Bröcher, über den Lärm von WKA’s, wohnen dann aber problemlos neben Autobahnen und Bundesstraßen. Da wird, angeblich, die halbe Tierwelt gefährdet und Vögel zu Tausenden geschreddert, aber die Vernichtung unserer Umwelt und der Biospähre durch unsere Lebensweise, incl. Glyphosat, klaglos hingenommen. Lassen wir mal einen Vogelkundler zu Wort kommen, wodurch unsere gefiederten Erd-Mitbewohner ums Leben kommen, sind es garantiert nicht Windkraftanlagen. Aber mensch braucht eben Haßobjekte, und schaut lieber auf einen Flughafen oder ein AKW.

    Und Vorurteile zu kultivieren war schon immer sehr leicht. Vielleicht bekommen wir daher irgendwann einen AfD-Kanzler, wer weiß?

  2. hans sagt:

    Bronski kann natürlich Fragen stellen wie er will in diesem Bloog. Es gibt aber das Argument das man nichts machen muss weil D. nur 2% Anteil hat am Welt CO 2 Ausstoß. Wenn man das bei den Fragen, man kann schon sagen, völlig ausblendet wird man das Thema verfehlen. Bekämpfung des Klimawandels ist eine internationale Aufgabe die auch so gesehen werden muss. Das fast nur aus deutscher Sicht zu betrachten ist dem Thema nicht gerecht zu werden. Mal sehen was die FR dazu schreibt.

  3. Bronski sagt:

    @ hans

    Das sind nicht meine Fragen, sondern die der Leserinnen und Leser. Formulieren Sie Ihr Anliegen doch einfach ebenfalls als Frage. Dann wäre dieses Thema in den Prozess eingespeist.

  4. hans sagt:

    Die Frage ist ganz einfach. Wie sieht die Welt das Thema Klimawandel und was wird derzeit in den einzelnen Ländern getan auch im Vergleich zu D.? Der Vergleich ist aber eigentlich zweitrangig

  5. Wolfgang Fladung sagt:

    (nicht nur Hans:) Ich mag dieses abgedroschene 2% Argument nicht mehr hören. Wenn Sie auf dem Sterbebett liegen, und haben noch eine Überlebenschance von 2% – würden Sie diese nicht ergreifen wollen? Wie sieht es denn mit der Vorbild-Funktion aus? Andere Lämder sagen dann: die Deutschen machen ja auch nix, warum dann wir? Und am Ende wird dann wohl darüber gestritten, wessen 2% den Ausschlag gegeben haben, das Buch zuzuklappen.

    Das ist ja gerade das Hauptproblem, das hier auf unserer Erde es zuviele „Ohnemichels“ gibt und zu wenige Anpacker und Ärme-Aufkrempler. Natürlich ist Nichts-Tun und Abwarten einfacher; schließlich sprudeln dann auch die Erträge weiter und die Heizung braucht nicht herunter gedreht zu werden. Ich werde wahrscheinlich mit meinen inzwischen 74 Jährchen es nicht mehr erleben, wenn das große Beschimpfen und Messerstechen los geht: der oder Du hätte was machen können – er lag ja schließlich 0,5% über dem Verschmutzungs- und Vernichtungs-Durchschnitt.

    Ich frage mich oft, warum ich manchmal noch hoffe und woher ich meine schwache Zuversicht noch nehme, weil wir Menschen sind wie wir sind und unsere Programmierung auf RAGNARÖK hinaus läuft.

  6. Peter Boettel sagt:

    Gut so, Wolfgang Fladung,

    denn diese 2 Prozent werden von vielen nur als Rechtfertigung dazu benutzt, selbst das Klimaproblem zu ignorieren, über die Freitagsdemos der Schüler*innen zu schimpfen und/oder immer meinen, die anderen müssten erst anfangen, etwas gegen diese Probleme zu unternehmen.

    Dabei wird gerade das Zeigen auf die anderen als Alibi dazu verwendet, weder abzurüsten, noch Waffenexporte einzustellen, noch überhaupt gegen Probleme in der Welt etwas zu unternehmen.

    Auf diese Weise werden auch Diktaturen und andere Probleme durch Nichtstun akzeptiert. Ich erinnere hier an den bekannten Spruch von Martin Niemöller.

  7. hans sagt:

    zu @ Wolfgang Fladung
    Grundsätzlich zuerst einmal Zustimmung. Ich habe die Frage gestellt weil ich davon ausgehe das ein Bericht zu dem Thema: Wie ist eigentlich die Welt unterwegs, das 2% Argument endgültig widerlegt.

  8. Mosch, Heinrich sagt:

    Warum wohl wird von den Medien — aber auch von Schulen — die IR-Spektroskopie von CO2 so gut wie ignoriert? Einzelne YouTube-Filme aus Deutschland und USA sind da eine Ausnahme. Das Allgemeinwissen darüber scheint aber minimal zu sein. Es handelt sich immerhin um die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffektes.

  9. Rainer Heinrich sagt:

    Zur 2% CO2 Anteil Deutschlands Diskussion brauch man nur mal nachrechnen – Deutschlands 80 Millionen Menschen sind gerade einmal ca 1% aller Menschen weltweit. Demzufolge produziert jeder von uns etwa doppelt so viel CO2 wie jeder einzelne Mensch außerhalb Deutschlands.
    Mehr möchte ich dazu erst einmal nicht sagen.

  10. Klaus-Rainer Schulze sagt:

    Mein erster kurzer Blogbeitrag, herausgezogen aus einem längeren Leserbrief (Null CO2 sofort weltweit) ist nicht rhetorisch gemeint, sondern eine Frage an kompetente Wissenschaftler. Ich hoffe, daß er so ankommt.

    Der zweite Blogbeitrag mit meinem Namen (Konsumverhalten) stammt nicht von mir.

  11. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Es geht schlicht darum, warum Politiker nicht das Nötige tun für einen ausreichenden Klimaschutz. Und wie wir als Zeitungsleser und Leserbriefschreiber und Redakteure Pokitiker dazu bringen können, es doch zu tun. Und uns selbst dazu bringen können, daß zu tun, was wir einzelne tun können.

    Wir brauchen mehr Windenergie und Photovoltaik. Energieeffizientere Geräte. Es sollte nur hergestellt werden, was wirklich für ein gutes Leben gebraucht wird. Energetische Gebäudesanierung. Attraktivsten öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

    Sind wir Deutschen an 2 % der weltweiten Treibhausgasemissionen beteiligt? Und wenn?

  12. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Jetzt handeln! Gegen die Heisszeit streiken (ich halte zum Beispiel meine Praxis heute geschlossen) und zu den Demonstrationen gehen (hier in meiner Heimatstadt Aurich wird hoffentlich maximal viel los sein, weil durch die „Klimaschutz“-Entscheidungen der nicht von mir gewählten Bundesregierung ausgerechnet die Windenergie-Branche mit dem Auricher Windenergieanlagen-Hersteller Enercon kaputt gemacht wird; ist das nicht gaga?)

    Auf in die Städte, auf die Marktplätze!

  13. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Riesenerfolg bei Klimaschutz-Demo in Aurich/nicht nur 1500 von Enercon gekündigte protestieren/ alle Mitarbeiter nehmen teil von allen Standorten/Magdeburger Mitarbeiter mit Zug angereist/Aurich braucht Bahnanschluss für Personenzüge „Aurich ran an die Bahn“/alle 40.000 Einwohner solidarisieren sich/Kaiserschnitt vor der Sparkassenarena-Hochschwangere wollte mitdemonstrieren/und wenn sie nicht gestorben sind, dann demonstrieren sie noch heut!

    Aurich hat ca. 40.000 Einwohner. Darunter Kleinkinder, Rentner, Schüler. Von der arbeitenden Bevölkerung werden in Kürze 1.500 vom Windenergieanlagen-Hersteller Enercon auf die Straße gesetzt. Wir sind von der zukünftigen Heisszeit betroffen, wenn die Nordsee über unsere Deiche schwappt, und jetzt bereits, weil sinnvolle Arbeitsplätze in der regenerative Energien-Branche vernichtet werden. Wenn bei uns nur so ein Häuflein gegen die tödlichen Regierungsentscheidungen protestiert, Schüler des Gymnasiums Ulricianum in Sichtweite auf dem Pausehof spielend, möchte ich nicht wissen, wie die Demos in anderen Städten verlaufen sind.

    Meine Hoffnung: Die Auricher sind alle benebelt von der Kunsstoffproduktion der Enercon Windmühlenflügel. Ansonsten kann ich nur sagen: Klei di ant Mors (übersetze ich jetzt nicht auf hochdeutsch).

  14. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Hätte die 15Uhr Nachrichten abwarten sollen. Scheint woanders mehr los gewesen zu sein.

    🙂

  15. Wilhelm Pabst sagt:

    Den Aussagen von Herrn Salgado und Frau Marschall stimme in fast vollem Umfang zu. Wenn aber Herr Salgado meint:„Lieber Planet, du bist in Gefahr“ und Frau Marschall meint: „ … damit wir noch eine Chance haben, die Vernichtung des Planeten aufzuhalten“, dann kann ich nur sagen: Das schaffen Menschen nicht, den Planeten in Gefahr zu bringen oder gar zu vernichten. Das nimmt dieser ständig um die Sonne kreisende Planet, sich selbst 24 Stunden unermüdlich um sich selbst drehend, lächelnd hin. Denn das ist nicht unser Planet, sondern Lebensraum, der uns zur kostenlosen und freien Verfügunggestellt wurde. Auf dem Menschen machen dürfen, was sie für richtig halten. Diesen Planet höre ich seit geraumer Zeit sagen: „Wenn ihr denn nicht wollt und weiter so dem ungebremsten Wirtschaftswachstum huldigt, immer schneller, höher, weiter strebt, dann wird es leider bald ohne euch weiter gehen müssen.“

  16. Jürgen H. Winter sagt:

    Selten wurde in nur einer Ausgabe die Problematik der Zeit so deutlich gemacht. Die Bauern demonstrieren, Forderungen haben sie nicht, sie möchten wertgeschätzt werden für das, was sie tun, und das Gülle- und Pestizidspiel möchte bitte so weiter gehen wie bisher, keine neuen Vorschriften. Frau Kombaki sagt, die Bürger sollen weniger Fleisch essen. Das hilft der Umwelt, aber nicht dem Bauern (konventionell), wohl aber dem Bauern (öko). Frau Schulze stellt fest, dass es in den letzten 5 Jahren um 0,3 Grad wärmer geworden ist (hier) und ist total schockiert, wenn das so weitergeht! Auf welchem Stern lebt diese Ministerin ? Zum einen ist dies seit Jahren bekannt, zum anderen geht das natürlich so weiter, das ist Physik, aber es geht noch schneller, da der CO2 Gehalt weiter steigt. Und wir helfen tüchtig mit.
    Nirgendwo ist ein Silberstreif zu sehen, das merkwürdige ist nur, niemand will es wissen. Die Bürger nicht, die Politik nicht, und die Wirtschaft schon gar nicht. Es herrscht ein totaler Verdrängungsprozess, alle Welt tut so, als wäre nichts. Als könnte man die brennenden Probleme durch Ignorieren lösen. Nur- kann man NICHT. Das beste Beispiel sind die Stromautos. Solange kein grüner Strom da ist sind sie doppelt schlecht. Eigentlich weiß das jeder, aber alle tun so als seien sie die Lösung des Individualverkehrs. Neue Windstrommasten will aber keiner haben, so heißt es jedenfalls aus der Politikerecke, aber ist ihnen zu glauben? Wo doch mit aller Macht grüner Strom verhindert wird ?
    So, wie die Dinge liegen, wird Homo sapiens mit der Situation nicht fertig. Die Weltpopulation nimmt weiter zu. Klimarelevante Gase nehmen weiter zu. Flüchtlingszahlen auch. brennende Wälder auch. Dürren und Überschwemmungen auch, etc. Ein echtes Umsteuern müsste mit dem Ende der neoliberalen (kapitalistischen) Wirtschaft einhergehen. Es muss ein Plan her, wie es gehen soll, auf wissenschaftlicher Basis, rein nach Faktenlage, ohne Politik und alternativlosem Geschwafel. Die führenden Personen der Welt sind offensichtlich unfähig, zu erkennen, dass verhandeln mit der Natur/Physik nicht geht. Also wird es diesen Plan nie geben, obgleich, es wäre der einzig mögliche Weg, steinig und voller Härten und Ungerechtigkeiten. Die Menschen werden ihn nicht gehen, sie hangeln sich lieber von einem Wolkenkuckucksheim zum nächsten. Wie sagt Frau Schulz so schön : Es ist nicht auszudenken, wenn sich das in dieser Geschwindigkeit fortsetzt. Ja, stimmt. Es wird ein Schrecken ohne Ende.
    Die FR 29.11. schreibt alles auf, was irgendwie Hoffnung macht. Ich glaube nicht, dass dies der richtig Weg ist. Was sagt Greta ? Panik ist angesagt, ihr sollt in Panik geraten, damit etwas geschieht. Auf das blaue Blümchen der Hoffnung haben wir lange genug gewartet, das wird nicht kommen, statt dessen, hilfloses Geschwafel allenthalben seitens der Politik.

  17. Albert Henkel sagt:

    Es ist mehr als nur erbärmlich, wenn sich gestandene Männer wie Friedrich Merz oder Nuhr oder Trump an Greta abarbeiten! Was soll das? Das gilt auch für die Parteien FDP und AfD. Aber verstanden haben alle „die“ anscheinend nichts. Denn dem Klima war das alles egal! Die Gletscher und Eisberge schmelzen weiter! Und die CO2-Anreicherung nimmt weiter zu!
    Wer hat sich denn mal an den für die miserable Klimapolitik der Regierung verantwortlichen Politikern abgearbeitet? Merz sagt: Groko = grottenschlechte Politik. Damit meint er sicherlich die CDU-Verantwortlichen, z.B. die „Klimakanzlerin“.

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