Impfstories: Mit Opa kann man das ja machen!

Wundert es irgendwen, dass es Chaos rund ums Impfen in Deutschland gibt? Ich schlage zwei Möglichkeiten zur Erklärung vor. Die erste: Die Behauptung, dass wir Deutschen Meister:innen im Organisieren sind, gehört ins Reich der Märchen und Mythen. Die zweite: Millionen Deutsche setzen sich am ersten Tag, an dem man einen Impftermin bekommen kann, von der ersten Minute an, in der Telefone und Webseiten Anfragen entgegennehmen, an ihre Endgeräte und versuchen, ihr Interesse durhczusetzen – mit dem Ergebnis, dass sich die Infrastruktur dem Ansturm als nicht gewachsen erweist und zusammenbricht. Oder als dritte Möglichkeit: eine Mischung aus beidem. Und wenn man endlich durchgedrungen ist, dann ist der Impfstoff alle. Dabei sollte es eigentlich so wie HIER beschrieben ablaufen. Und hier noch mal ein Pro und Kontra zur Impfung.

SpritzenJa, diese Impfanmeldung ist ein Stresstest. Für uns alle. Ich hatte in der vergangenen Woche viele Kontakte mit Leserinnen und Lesern, die damit überhaupt nicht gut klarkamen und die mir verzweifelt ihr Leid mailten. An dieser Stelle möchte ich mich für Ihr Vertrauen bedanken! Meinem Eindruck nach ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, allgemein wesentlich größer, als man nach diversen Berichten – etwa über die Ablehnung der Impfung durch Pflegepersonal – glauben konnte, aber mein Eindruck ist natürlich alles andere als repräsentativ. Ich habe alle diese Berichte gesammelt und in der Redaktion weitergegeben. Vielleicht wird ja noch Berichterstattung draus. Den Betroffenen selbst konnte ich nicht viel helfen. Ich habe jeweils zur Ruhe geraten und den Menschen gesagt, dass es anscheinend wenig Sinn hat, an diesem ersten Tag so viel Energie in den Versuch der Anmeldung zu stecken, da Millionen anderer Menschen wohl dieselbe Idee hatten. In Summe war der zeitweilige Kollaps der Infrastruktur wohl vorhersehbar. Also habe ich die Leute zu beruhigen versucht: Sie haben es bis heute geschafft, nicht infiziert zu werden; also haben Sie wohl viel richtig gemacht; machen Sie einfach so weiter. Und außerdem habe ich einigen dazu geraten, es nach 22 Uhr noch einmal zu versuchen. Ich dachte mir, dann würde es wohl ruhiger sein. Mit dem Ergebnis, dass zu diesem Zeitpunkt wohl kein Impfstoff mehr verfügbar war. Kein guter Rat. Hat aber wenigstens die Nerven geschont.

Jetzt geht die Panik um, dass sich die Infektionssituation durch eine hyperansteckende Variante von Sars-CoV-2 verschärfen könnte. Die Politik berät über weitere Verschärfungen des Lockdowns. Meiner Meinung nach solten zwar erst einmal die bisher beschlossenen Maßnahmen wirklich konsequent durchgesetzt werden; denn noch immer sieht man in der Offenbacher Innenstadt Menschen in Gruppen zusammenstehen, noch immer wird der empfohlene Abstand von eineinhalb Metern im Supermarkt oft nicht eingehalten, noch immer sieht man Zeitgenossen, die ihren Mund-Nasen-Schutz nicht über die Nase ziehen – und so weiter. Doch wenn man weiterreichende Maßnahmen beschließt, beispielsweise zum Tragen von FFP2-Masken zu verpflichten, dann sollten natürlich auch genug dieser Masken zur Verfügung stehen, und es sollte auch definiert werden, wer das bezahlt, denn diese Masken sind eigentlich für den Einmakgebrauch gemacht. Das wird ein teures „Vergnügen“!

Ob wirklich jeder Mensch in Deutschland bis zum Sommer seine Impfung bekommt, wie Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt hat? (Wenn er/sie das denn will?) Dazu müssten die anderen Impfstoffhersteller neben Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca mal langsam in die Pötte kommen. Meldungen wie die, dass Biontech vorerst die mit der EU verabredeten Liefermengen nicht erfüllen kann, sorgen für Skepsis.

Während die Hoffnung auf einen baldigen Impftermin schwindet, wächst die Sehnsucht nach der Impfung. Die folgenden Erfahrungsberichte – ich nenne sie auf gut Neudeutsch „Impfstories“ – erzählen von beidem, Hoffnung wie Sehnsucht. Haben Sie auch solche Erfahrungen gemacht? Erzählen Sie davon.

Balken 4Abgewiesen, nix online!

Pünktlich am Dienstag 12.1. gegen 8:00h wählte ich im Internet die Impftermin-Seite. Sie ging nicht auf. Ab 8:30 h machte ich bei den zwei überlasteten Telefonkontakten weiter, von denen die überlastete (überregionale) 116117 (wenn ich es endlich schaffte) mich schnellstens nach Feststellung meines Wohnorts auf eine hessische Nr. 0611 .. verwies, die schlicht pausenlos „besetzt“ war. Wie sie selbst.
Also doch online: Nach etwa 20 angezeigten Systemüberlastungen und nicht gezählten weiteren Telefonversuchen kam ich gegen 14:30 h tatsächlich ins Internet und dort auf krummen Wegen bis zur Eingabe der eigenen Personal-Daten „strikt konform mit dem Personalausweis“. Hurra. Dann aber war Ende, weil mich das System mit diesen Angaben leider nicht (NICHT!) identifizieren konnte. Barscher Hinweis: Geben Sie eine korrekte Haus-Nr. ein (170A ist offenbar nur im Grundbuch und im Stadtplan korrekt, nicht online.). Ein Freund sagte mir, als ich ihm das erzählte, er habe daraufhin „sein A“ gestrichen, und schon sei er unkorrekt, aber „identifizierbar“ gewesen. Ich müsse deshalb bitte telefonieren. Abgewiesen, nix online, sic ! !
Also suchte ich nach den gefühlt 25 Versuchen in meinen tel. Bemühungen nach 0611 … weiter und TATSÄCHLICH geschah das Wunder – ich war drin! Gegen 15h. Die telefonische Dateneingabe mit einer wirklich reizenden und geduldigen Assistentin war wegen begrenzter Tonqualität zwar mühsam, aber irgendwie erfolgreich. Allerdings sorgt sich zwar Herr Spahn darum, wie denn seine Hochrisiko-Alten in die Impfzentren kommen können, hat aber nicht eingeplant (oder einplanen lassen), dass Hochbetagte miteinander verheiratet sind und dann auch noch (mobil) zusammen kommen wollen oder dass sich benachbarte Hochbetagte zusammentun oder sogar noch einen mitbringen. Es gibt nur Einzeltermine. Punktum. Die Taxen brauchen Umsatz, stimmt, dringend!
Mit viel Überredungskunst und Programmiergeduld gab das System dem Ehepaar dann zur Erstimpfung in der Festhalle wenigstens Termine am selben Tag mit zwei Stunden Abstand, auch dann drei Wochen später für die Zweitimpfung, da aber mit sechs Stunden Abstand, also mus zweimal angereist werden. Es gibt halt Sachen, die gibt es eigentlich nicht, außer in Ländern, die statt zu telefonieren noch trommeln, um zu kommunizieren. Auch: Versprochen wurden die sofortigen Bestätigungsmails – bisher sind sie aber nicht angekommen. Freunde, die – über all das von mir informiert – gegen 16 Uhr die Telefonbarriere ebenfalls knackten, hatten an dem Tag Pech: es gab keine Termine mehr.
Das Ganze hat mich von 8 Uhr bis praktisch 16 Uhr mehr oder weniger pausenlos beschäftigt. Wenn es nicht so traurig wäre, welche vermeidbaren Primitivfehler passieren in einer vorhersehbar durch Chaos und Systemüberlastung gekennzeichneten Szenerie, nicht nur im Impfserum-Beschaffungsprozess, sondern bei ganz grundlegenden Rahmenbedin-gungen, gehörte das Ganze auf die Bühne des Eschborn K, beim nächsten Kabarett oder Poetry Slam. Das wäre es doch! Ist aber auch eine schöne Bestätigung, dass selbst „Hochbetagte“ nicht so schnell kleinzukriegen sind. Trotz aller Befürchtungen.

Hinrich Eylers, Niederhöchstadt

fr-debatteMit Opa kann man das ja machen!

Weil die Anmeldung und Terminzuweisung nur über eine einzige zentralistische Anmeldung des Landes Hessen möglich ist, möchte ich mich als betroffener 81-Jähriger heftigst darüber beschweren, wie mit mir umgegangen wird.
– Für die Erledigung der Anmeldung wird u.a. (ich weiß nicht mehr wo, jedenfalls in einer offiziellen Mitteilung) vorgeschlagen, sich helfen zu lassen von Kindern und Enkeln. Die nötige Kommunikationstechnik übersteigt offensichtlich die Kenntnisse und Fähigkeiten vieler 80-Jähriger. Gleichzeitig wird nur dieser eine Weg für eine Anmeldung vorgeschrieben.
– Man geht davon aus, dass die 80-Jährigen alle Kinder und Enkel haben, die tagelang in Reichweite zur Verfügung stehen. Die haben meist selbst genug damit zu tun, Corona und seine Folgen zu bewältigen.
– Wenn man sich online registrieren lässt, wird dieser Vorgang getrennt von der eigentlichen Terminvereinbarung. Wie es bei telefonischer Anmeldung geht, weiß ich nicht. Den Frust, stundenlang auf eine Verbindung zu warten, wollte ich mir nicht antun. Da reicht mir jedes beliebige Kundentelefon.
Also online. Opa kann das! Das heißt mehrmals online kontaktieren, damit die Verbindung klappt, „Links“ folgen, um dann die Nachricht per Email zu erhalten: Anmeldung erfolgreich, aber Terminvergabe woanders. Also erneut „Links“ folgen, Formular mit den Wünschen zum Termin ausfüllen. Ätsch! Reingefallen. Man wird dann vertröstet auf spätere Tage, ohne mitzuteilen, was die Servicestelle damit genauer meint. Also wieder an einem der nächsten Tage die Frustration des Nichtgelingens aushalten. Und immer wieder das Wunschformular ausfüllen. Das ausgefüllte wird ja bei Nichtbeenden nicht automatisch gespeichert, sondern gelöscht. Aber Opa kann das bzw. mit Opa kann man das machen.
Über das dauernde Nichtgelingen wird man als 81-Jähriger so erschöpft, dass man am liebsten das Ganze hinschmeißen will.
Meiner Meinung nach hätten die Verantwortlichen sich Gedanken machen müssen über dezentrale Formen der Anmeldung. Das heißt den alten Herrschaften vorhandene Kommunikationswege anbieten, die sie kennen und auf die sich verlassen: Hausärzte, ambulante Versorgungsstellen, Nachbarschaftshilfen und andere Sozialstellen, die bekannt sind und die einem einen Teil der Bürokratie abnehmen. Z.B. auch die Bürgerbüros der Gemeinden oder das Sozialamt. Oder auch die allgemeinen Krankenkassen. All diese Stellen verfügen sowieso schon über einen Großteil meiner Daten.
Eines der Probleme der vorgeschriebenen und einzig möglichen Anmeldung ist ja, dass man sich ständig mit einer anonymen Macht auseinandersetzen muss, um zu seinem Termin, sprich zu seinem Recht zu kommen. Und diese anonyme Macht ist ein Supercomputer, mit dem man nicht reden kann, sondern den man nur füttern kann. Der Supercomputer kommt dann bei dezentraler Anmeldung immer noch zum Einsatz, aber ich muss ihn nicht als alt-gewordener Mensch dauernd füttern und die Frustration des Nichtgelingens aushalten.

Peter Scheuermann, Hofheim

fr-debatteChaos bei der Corona-Schutzimpfung

Aktuell sind die Mitglieder der ersten Gruppe aufgerufen, sich zur Corona-Schutzimpfung anzumelden bzw. sich einen Impftermin geben zu lassen. Meine Eltern gehören mit ihrem Alter von 84 und 86 Jahren zu dieser Gruppe. Ich habe mich deshalb zusammen mit meinem Bruder um Impftermine bemüht. Seit Dienstag den 12.01.2021 haben wir mit 146 Telefonaten versucht die entsprechenden Rufnummern zu erreichen. Zwischenzeitlich habe ich mein Glück über die Internetseiten versucht und konnte dort zumindest die Registrierung meiner beiden Elternteile erfolgreich durchführen. Ausgerüstet mit den entsprechenden Vorgangsnummern wollte ich über einen mir per Mail zugesandten Link Termine reservieren. Ich musste aber feststellen, dass hier nur Termine für Einzelpersonen eingegeben werden können.
Aktuell müssen wir von Nidderau aus das Impfzentrum in Frankfurt aufsuchen, da Hessen das dezentrale Impfzentrum in der August-Schärttner-Halle in Hanau noch nicht öffnet. Meine Eltern möchten die Impfung gerne zusammen oder zumindest in zeitlicher Nähe haben. Das kommt uns entgegen, da wir bei einer Fahrzeit von ca. einer Stunde nicht jeden Elternteil getrennt hinfahren möchten. Und das zweimal für beide Impfungen.
Wir hofften, dass uns telefonisch besser geholfen werden könne. Wir haben in den folgenden Tagen nach zahlreichen Versuchen auch fünf verschiedene Personen telefonisch erreicht. Sie waren alle freundlich, wirkten aber teilweise hilflos. Alle freuten sich, dass wir bereits Vorgangsnummern hatten. Die ersten teilten uns jedoch mit, dass sie zu diesem Zeitpunkt keine Termine hätten, da ihnen das System keine mehr geben könne. Einer meinte, das ginge nicht, weil das Computersystem abgestürzt sei.
Heute Vormittag erreichte ich jemanden, der mir mitteilte, dass er erst heute Nachmittag wieder Termine vergeben könne und ich es später nochmals versuchen solle. Es sei aber kein Problem für die Eltern Termine in einem 15 Minuten-Abstand zu bekommen.
Heute Nachmittag hatten wir einen Herrn am Telefon, der uns zwar Termine geben könne, aber nicht gemeinsam. Das Computerprogramm sähe nur Einzelvergabe vor. Wir haben es aufgrund der widersprüchlichen Angaben nochmals versucht. Die Frau am Telefon sagte jetzt ebenfalls, dass eine zeitlich nahe Terminvergabe nicht möglich sei. Das sähe das Computerprogramm nicht vor. Hier gäbe es nur Einzeltermine.
Wer hat da bei der Programmierung nicht mitgedacht? Ist es nicht selbstverständlich, das ältere Ehepaare in Corona-Zeiten gemeinsam zur Impfung wollen? Auch für uns als Angehörige erscheint es sinnvoll, nur zwei Impftermine statt vier zu haben, wenn wir schon bis nach Frankfurt fahren müssen, da die Regierung nicht bereit ist, dezentrale Impfzentren zu nutzen.
Wieso geben die Personen in den Callcentern unterschiedliche Auskünfte? Die Verfahrensweise führt zu unnötigem Ärger. Wir haben auch niemanden telefonisch erreichen können, dem wir unser Problem anvertrauen können.
Meine Eltern überlegen, ob sie überhaupt zur Impfung gehen sollen. Aber das bringt uns nicht ans Ziel bei der Bekämpfung des Corona-Virus!

Manfred Langlitz, Nidderau

fr-debatte

 

28 Kommentare

  1. hans sagt:

    https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfung-daten-100.html
    Ich erlaube mir mal den Link hierher mit zu nehmen. Unsere Politiker sagen ja GB und die USA wären deshalb weiter weil sie ein paar Tage früher angefangen haben mit dem Impfen. Die Aussage wird jeden Tag lächerlicher wenn man sich die Zahlen in dem Link ansieht.

  2. Jürgen H.Winter sagt:

    Hallo Hans,
    vielen Dank für den link. Die Kanzlerin heute in den Nachrichten : Bis Ende des Sommers sollten wohl alle geimpft sein. Es werden noch Wetten angenommen !

  3. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Nein das hat die Kanzlerin nicht gesagt. Sie hat gesagt das jeder ein Impfangebot bis 21.09. bekommen soll. Da muss man genau zu hören und das wird wohl, wie man in dem Link den ich eingestellt habe sehen kann, Monate später als in den USA oder GB sein. Von Israel gar nicht zu reden. Die werden die Herdenimmunität Ende Februar haben wie es aussieht

  4. Joachim Kietzmann sagt:

    Ich habe als Betroffener (85 Jahre alt) nach einigen Telefonaten – Main-Kinzig-Kreis- die Nachricht erhalten, dass Impftermine erst ab Mitte Februar ( immerhin 2021) zur Verfügung stehen, weil bis dahin kein Impfstoff vorhanden ist. Die Politiker, gleich welcher Couleur, sollten bedenken, dass wir Alten überwiegend bis zu den nächsten Wahlterminen leben. Ich hoffe, dass sich die Versäumnisse der letzten Monate bei den Wahlen bemerkbar machen werden. Von welchen Flaschen werden wir regiert!

  5. hans sagt:

    Ich bin mir sehr sicher mir die üblichen Verdächtigen das was ich jetzt schreibe wieder als Besserwisserei auslegen, aber das Handeln unserer Regierung ist mit traurig gut beschrieben. Das Kanzleramt sagt das der Mutant mit 100% Sicherheit in ca 8-10 Wochen in D. seine Wirkung voll entfalten wird. Da nicht genug Impfstoff da ist kann man nur versuchen das ein bisschen hinauszuzögern. Frau Schwesig sagt das sie 5 Monate für die Impfung bis zur Herdenimmunität geplant hat. Sorry angesichts des Mutanten ist das offensichtlich zu lang. Man hätte besser vor 2 Wochen aber morgen wäre auch schon ganz nett die Planung von 5 Monaten ab Impfstoff auf die Hälfte ändern sollen. Darauf muss man jetzt die Impfstoffversorgung und die Anzahl Impfzenten abstimmen. Wir werden erleben das die dritte Welle den Höhepunkt der Pandemie darstellen wird und wir nur wirklich mit möglichst hohem Tempo dagegen animpfen können und bisher scheint die Regierung wieder voll zu versagen weil es dafür im Sommer zu wenig Impfzentren gibt.

  6. Werner Dörr sagt:

    Nachdem ich die Ministerpräsidentin von RLP heute im ZDF zur Impfkapazität von RLP gehört habe, frage ich mich, ob ich jetzt an Wunder glauben muss: Frau Dreyer hat heute gesagt, man habe in RLP die Kapazität um 20.000 Impfungen AM TAG vorzunehmen! Bisher betrug die Kapazität der eingerichteten „Impfstrassen“ täglich 7.200 zuzüglich der „mobilen Teams“ für Heime.
    Aber, so sagte Frau Dreyer weiter, es gebe so wenig Impfstoff, dass man derzeit nur noch Zweitimpfungen machen könne.
    Ich frage mich, wie es gelungen ist, in 3 Wochen die Impfkapazität in RLP zu verdreifachen, zumal bislang überhaupt nur 34.000 Impfdosen WÖCHENTLICH für Januar vom Bund für RLP avisiert worden waren. Mein Wunderglaube in diese Vermehrung der Impfkapazität ist begrenzt!
    Im übrigen sind gestrige Nachrichten zur Impfpraxis noch nicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden: Die geniale Idee, aus den Impfgläschen von Biontech 6 statt 5 „Dosen“ zu entnehmen, hat nicht nur dazu geführt, dass die Firma nun weniger Gläschen liefert (vertraglich zugesichert waren „Dosen“ nicht „Impfgläschen mit … Dosen“. Außerdem muss die Entnahme aber nun höchst diffizil vorgenommen werden, um die Menge zu erreichen. Das geht nur mit speziellen Spritzen, die auch wieder von Pfizer („zum Selbstkostenpreis“) eingekauft werden müssen – aber noch nicht überall vorhanden sind bzw. in der Menge fehlen. Folge ist, dass oft keine 6 „Dosen“ aufgezogen werden können, aber jetzt jedes Gläschen als „6 Dosen“ zählt und kostet. => die tatsächlich gelieferte Impfstoffmenge reduziert sich zusätzlich! Eine geniale Idee ging voll in die Binsen. Aber das konnte keiner ahnen, schon gar kein Politiker! Deshalb wird auch niemand dafür Verantwortung übernehmen. Nun warten wir mal, wie Frau von der Leyen Astra Zeneca in die Knie zwingt. Die Firma wird noch darum bitten müssen, der EU überhaupt Impfstoff liefern zu dürfen! Oder schätze ich das falsch ein?

  7. Bertram Münzer sagt:

    Veröffentlicht den Vertrag! Ja, sicher! Nur eine Offenlegung des Vertrages schafft den angerichteten Schaden aus der Welt? Denn das Vertrauen in die EU-Einkaufskompetenz ist nachhaltig gestört. Mit Offenlegung wären zumindest die Fakten klar. Ob sie das Vertrauen in die EU-Einkaufskompetenz stärken werden, sehen wir ja dann. Der jetzige Zustand jedenfalls ist unerträglich.

  8. Hans-Karl Ortmann sagt:

    Warum Impfstreit? Das Einfachste, das Richtigste ist das Wirksamste Wer nicht fristgerecht liefert, – Geld zurück und zwar sofort, bis geliefert wurde, mit Verzugsstrafe.
    AstraZeneca hat von der EU im Sommer 202ß0 nach Vertragsunterzeichnung, soweitbekannt, ca. 500 Mio € erhalten, als Vorauszahlung, als Vorschuss auf fristgerechte Lieferung. Nunmehr könnte sie zwar, will jedoch nur 1/3 an die EU termingerecht liefern; also stehen 2/3 der Lieferung „in den Sternen“. Folglich müssen auch 2/3 des Vorschusses vorerst zurückgezahlt werden, danach die weitere Freigabe der Mittel je nach Lieferstand. So zumindest regelt sich das am Bau. Die EU sollte nicht lange fackeln, verhandeln, streiten, sondern fordern, durchsetzen ggf, vor Gericht. Geld-Rückforderung oder fristgemäße Lieferung, – das bringt widerspenstige Firmen schnell wieder in die Spur.
    Bitte nicht noch einen Scheuer, wegen zu früher oder schlechter Aufträge.

  9. Peter Boettel sagt:

    Was bringt uns die Veröffentlichung des Vertrages mit AstraZeneca, wenn die maßgeblichen Passagen, insbesondere über die Lieferpflichten, geschwärzt sind?

    Ich vermute, dass bei der Vertragsgestaltung schwer geschlampt wurde, wahrscheinlich wieder ein externer Berater von Flintenuschi, der möglicherweise gleichzeitig für AstraZeneca tätig ist.

    Der zweite Scheuer ist in Gestalt von Flintenuschi längst vorhanden; leider gibt es keine Konsequenzen.

    Früher mussten Poltiker bei Lügen gegenüber dem Parlament zurücktreten (s. F.J. Strauß), heute wird ihnen vorzügliche Arbeit beschinigt ( Merkel zu Scheuer) oder sie werden zu EU-Kommissionspräsidenten befördert (Flintenuschi).

    Nur wenn ein Ramelow als Linker während einer sechs- bis achtstündigen Videokonferenz gelangweilt (weil Kretschmann mit Laschet oder Söder diskutiert) mit dem Handy spielt, gibt es Schlagzeilen. als ob Söder, Laschet u.a. nie mit dem Handy spielen würden, aber die gehören nun mal zu einer pseudochristlichen Partei.

    Dazu seit Monaten die täglichen gebetsmühlenartigen Aufforderungen von dem Pharmalobbyisten Spahn, der sich besser um die korrekte Lieferung der Impfstoffe und eindeutige Beschaffung und Regelung von Masken gekümmert hätte statt sich in die Berliner Immobilienhaie einzureihen.

  10. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Peter Boettel

    Hallo! Ich halte mich ja während dieser schwierigen Phase des Impfstoffstreits und über haupt der vielen Fehlerquellen mit der Politikerschelte zurück und bleibe weiterhin zurückhaltend.
    Man muss ja sehen, dass diese Jagd nach dem Impfstoff schon recht früh angefangen hat und dass diese beiden politischen Koryphäen Trump und Johnson als Dealer und Schnellläufer bei den Einkäufen wohl die Nase früh 2020 vorne hatten. Das ist aber kein Qualitätsmerkmal. Auch keine Heldentat.

    Sicher kann man bei Vertrags- und Einkaufspolitik der EU und Deutschland Vorwürfe machen. Aber es ist auch so, dass der Impfstoff, der eigentlich allen Menschen gehören sollte und nicht denjenigen, die am schnellsten zur Waffe greifen (können).
    Diese Solidarität oder dieser Gedanke dass die EU eine einheitliche Linie bei der Impfstoff-Versorgung fährt, ist m.E. richtig. Nur regiert halt heute – auch im Hinblick auf diesen weltweit benötigte Stoffes – leider der Markt, und der gnadenlose Wettbewerb behält dann die Oberhand. Und: Das ist leider unser hochwirksames kapitalistisches Wirtschaftssystem. Das macht jetzt auch nicht vor Corona Halt, leider. Aber das ist zumindest vordergründig nicht nur das Versagen der Politik im status quo.

    Zu Ramelow und „Flintenuschi“ sage ich später noch was.

  11. Stefan Briem sagt:

    @ Peter Boettel

    Ich kann es nicht mehr hören. Diese Menschenverachtung aus Ihren Worten, Herr Boettel – und Sie wollen ein aufgeklärter Zeitgenosse sein, der möglicherweise sogar für Gerechtigkeit eintritt?

    „Ich vermute, dass bei der Vertragsgestaltung schwer geschlampt wurde, wahrscheinlich wieder ein externer Berater von Flintenuschi, der möglicherweise gleichzeitig für AstraZeneca tätig ist.“

    Sie dürfen vermuten, was Sie wollen, auch wenn Sie sich lächerlich machen. Ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie hier den Ansatz einer Verschwörungstheorie verbreiten? Sie haben eben Ihre Feindbilder, nicht wahr? Und davon werden Sie auch niemals abrücken. Ein A… Loch wie Ramelow wird immer Ihre Sympathie haben, weil er in der richtigen Partei ist, oder? Warum sind Sie eigentlich nicht Politiker geworden? Dann hätten Sie allen zeigen können, wie man es richtig macht. Aber schimpfen, schimpfen, schimpfen, und nix Konstruktives!

  12. Jürgen Malyssek sagt:

    Peter Boettel

    Zunächst zu Ramelow: Eigentlich müsste ich ja „Genosse“ Ramelow in Schutz nehmen. Aber das kann ich jetzt nicht. Ich weiß nicht, was in diesen Spielkameraden und Beispiel Clubhouse, mit dem Ramelow so Reklame macht, vor sich geht. Ist naiv.
    Jeder blamiert sich, so gut wie er kann!

  13. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Peter Boettel

    Noch zu „Flintenuschi“:
    Ich halte das Zotische ganz gut aus und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Kabarettist Urban Priol „Flintenuschi“ fest in seinem Programm hatte.
    Aber bei Ursula von der Leyen sollte man jetzt diese Schimpfe ruhen lassen. Es hat sich verbraucht.

  14. Helmut Lindner sagt:

    Am 2. Februar ist „Maria Lichtmess“ („Murmeltiertag“). Wenn Frau Merkel an diesem Tag ihren Schatten sieht, bleibt der Lockdown noch vier Wochrn bestehen.

  15. Volker Harms-Ziegler sagt:

    Die vom Präsidenten des Tischtennisweltverbands Thomas Weickert geforderte Impfung von Olympiateilnehmern bis Ende Mai ist trotz des auf Spiegel online angegebenen Zusatzes „nach den Risikogruppen“ eine klare Aufforderung zur Bevorzugung einer Personengruppe ohne medizinische Begründung. Die Forderung von Herrn Weickert passt genau zu den Forderungen der großen Akteure im Sport – DFB, DFL und Olympisches Komitee – nach bevorzugter Behandlung der Sportler unter Vernachlässigung der Pandemie. Krönung dieser Haltung sind die Handball-WM in Ägypten, die gegen Bedenken von Aktiven durchgedrückt wurde, und der bereits vor ein oder zwei Wochen von Thomas Bach von IOC gestartete Versuch, vorgezogene Impfungen von Olympiateilnehmern zugesichert zu bekommen.
    Vor dem Hintergrund dieser Bestrebungen hat sich Frau Freitag vom Sportausschuss des Bundestags mit dem Zitat „Wunsch trifft auf Wirklichkeit“ noch viel zu höflich ausgedrückt. Das mindeste zu solchen Vorstößen wäre seitens der Politik eine klare Ansage an die Sportverbände, dass die Sonderwünsche von Sportverbänden in Zeiten der Pandemie für alle Bundesbürger eine Zumutung sind und die Verbandsvertreter sich mit ihren Wünschen am Ende der Schlange anstellen dürfen. An der Stelle ist sicherlich nicht nur nach meiner Meinung der bezahlte Sport in Zeiten der Pandemie einzusortieren.

  16. Peter Boettel sagt:

    @ Stefan Briem:

    Nur ein Satz: Das, was Sie mir vorwerfen, praktizieren Sie selbst.

  17. Peter Boettel sagt:

    @ Jürgen Malyssek.

    Danke für Ihre Hinweise. Es wurmt einen halt gewaltig, wenn man erfährt, wie Poltiker, die in ihrem Amt versagt haben, auf höhere Posten weggelobt werden. Normale Arbeitnehmer werden abgestuft oder sogar gekündigt.

  18. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Peter Boettel

    Alles klar!

  19. Jürgen H.Winter sagt:

    Gestern abend im ZDF. Interview mit Herrn Spahn in Sachen Impfung. Der Mann kann 10 Minuten reden ohne etwas zu sagen oder eine Frage zu beantworten, man ist anschließend so schlau wie vorher. Er hätte auch den Wetterbericht vorlesen können. Und dann fragen sich diese Leute, warum die Bürger politikmüde sind !

  20. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Jürgen H. Winter

    Jens Spahn stammt aus Ahaus-Ottenstein/Westf. und dort ist schon ein spezieller Menschenschlag mit der so gewachsenen „Ottensteiner Sturheit“.
    Für Politiker ist das keine schlechte Eigenschaft, um wehrhaft zu sein. Denn als Gesundheitsminister ist das seit Corona wirklich kein leichter Job. Ohne dickes Fell überlebt man das politisch glaube ich schwerlich.
    Ich stamme nicht aus O., aber ich verhehle nicht, dass Spahn mir nicht ganz unsympatisch ist.

  21. Jürgen H.Winter sagt:

    Hallo Herr Malyssek,
    jetzt erstaunen sie mich aber. Dieses dümmliche Verhalten eines Politikers mit einem speziellen Menschenschlag zu kommentieren ? Und damit zu sympathisieren ? Warum sagt der nicht einfach, was Sache ist ? Es gab früher einen Politiker namens Bahr, SPD, der sagte auf eine Frage einfach Ja oder nein ja nach Lage, aber nicht dieses hohle Politikergewäsch.

  22. Jürgen Malyssek sagt:

    Hallo Herr Winter,

    ich habe das Interview nicht gesehen. Ich habe nur den Menschentypen kurz beschrieben. Mir ist diese deutliche Stabilität des Jens Spahn wirklich nicht unsympathisch. Es hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich einen alten Freund habe, der eben auch aus Ottenstein stammt und ich mag dessen Standhaftigkeit. Wir haben wohl beide sowas, das sich gut ergänzt. Das macht bestimmt diese (ferne) Sympathie wohl aus. Egon Bahr ist natürlich eine ganz andere Kategorie. Kann man schwerlich vergleichen.

    Sorry nochmal, dass ich Sie irritiert habe!
    Und seien sie mir trotzdem gesonnen.

  23. Jürgen H.Winter sagt:

    Hallo Herr Malyssek
    ,man hat so seine Befindlichkeiten, aber nichts passiert. Ich war vorgeschädigt, ich hatte mir Plasbergs Sendung angesehen. Übrigens heute Abend in der „Anstalt“ im ZDF kam Spahn auch nicht sehr gut weg, aber auch das wird ihn nicht anfechten. Masken haben wir jetzt genug, Impfstoff leider nicht.

  24. Jürgen Malyssek sagt:

    Späten guten N*abend Herr Winter,

    das ist wohl so, dass man diese Befindlichkeiten hat. Die halten auch nicht immer allen Geschehen stand. Aber sie helfen auch etwas, in der Zeit der Corona-Krise auch andere Facetten, etwa menschliche oder weniger messbare, wahrzunehmen.
    Vielleicht ist es auch der Satz: „Wir werden uns noch viel verzeihen müssen“, die auch diese Befindlichkeit (Sympathie) ausgelöst hat. Das ist ein Satz, den man auch nicht ao oft aus dem Politikraum hört.
    Die letzte Plasberg-Sendung (Der Impfstoff!)ist ein passendes Beispiel für diese Befindlichkeit(en). Da war denn der alte Müntefering auch da, mit dem ich seit der Schröder-Ära noch „ein Hühnchen zu rupfen habe“, was er nämlich damals zu Arbeitslosen, Hartzbeziehern vom Stapel gelassen hatte usw., das war schlimm und schlecht.
    Dann habe ich mich wieder gefasst und es ist mir gelungen, Franz Müntefering zuzuhören. Denn was er zur Impfproblematik und den Senioren sagte, das war in Ordnung.

    Ja,in der „Anstalt“ kam Spahn nicht so gut weg. Aber diese Satire- und Aufklärungssendung war insgesamt voller Stolpersteine, wie es Uthoffs und von Wagners mühsame Spiel-Versuche zeigten, nämlich die Sündenböcke und Bösewichte der Impfstoff“pleite“ an den Pranger zu stellen.
    Das klappte nämlich nicht nach Plan! Tafel!

    Für mich bleibt es, trotz des vielen Ärgers, eben auch eine Gesamtsituation, die in dieser einmaligen Gemengelage, weltweit, nämlich Forschung, Wissenschaft,Industrie, Politik, Menschheit, Handel, Wettbewerb, Logistik, Praxis, das innerhalb eines so kurzen Zeitablaufs auf die Reihe zu kriegen – eine Riesenaufgabe, die ohne Konflikte und Fehler überhaupt nicht zu meistern ist.

    Deshalb urteile ich seit dem weitestgehend Verstandenhaben dieser Pandemie, mit den damit verbundenen vielen komplexen Herausforderungen, nicht mehr so hart über unsere politischen Entscheidungsträger.
    Im Falle dieser Naturkatastrophe! Das ist keine Alltagspolitik mehr, die wir erleben müssen und wo wir ALLE etwas Neues daraus lernen müssen.

  25. Werner Dörr sagt:

    Jetzt soll die Impfverordnung geändert werden, und die ersten Hinweise zum neuen Text deuten darauf hin, dass die „Ib-Impfung“ von Astra Zeneca (also die mit der geringeren Wirksamkeit und den höheren Risiken bezügl. DNA- Eintrag in den Zellkern mit theoretisch möglichen Krebsfolgen) dem medizinischen Personal unter 65 und sonstigen „besonders gefährdeten Personen“ verabreicht werden. Wen wird es wundern, wenn das med. Personal sagt, „nein Danke“!? Und man darf schon fragen, warum die besonders Gefährdeten bzw. diejenigen, die mit besonders Gefährdeten täglich umgehen müssen, mit einem „rechnerisch“ zu 60-70% EDrfolg versprechenden Impfstoff vorlieb nehmen sollen?
    Weil die EU ihn halt bestellt hat und er „ja besser ist, in den Wirkungsprozenten, als viele Grippeimpfstoffe üblicherweise? Diese Logik leuchtet mir nun gar nicht ein! Und warum bleibt Astra Zeneca eigentlich bei der Vorschrift „2 gleiche Impfdosen“, wenn sie doch nachgewiesen haben, dass eine halbe Dosis + später eine „volle“ Dosis eine 90 prozentige Wirkung zeigt??! Ich bin wirklich gespannt, wann die Qualitäts- und Folgendiskussion beim Astra Zeneca Impfstoff endlich einsetzt!

  26. hans sagt:

    Na ja ich weiß nicht beim Thema Impfen hat die Regierung schon ganz schöne Fehler gemacht. Die Firma in Marburg hätte man schon den einen oder anderen Monat früher an den Start bringen können wenn man anders bestellt hätte z. B. Wenn jetzt im Februar 21 raus kommt das Sputnik , den es, ich glaube seit Juli gibt, doch ein guter Impfstoff ist stellt sich natürlich auch die Frage hätte man das nicht 4-6 Monate früher klären können. Fehler werden bei dem Thema sicher passieren aber beim Thema Impfen sind es schon ganz schön heftige.

  27. hans sagt:

    Eigentlich glaube ich nicht das Sputnik in keinem Labor getestet worden ist im Sommer. Wenn es ein guter Impfstoff ist hätte dabei raus kommen müssen das man sich den Impfstoff näher ansehen muss. Das Produkte vom Wettbewerb , wenn möglich, nicht analysiert werden ist nicht wirklich zu erwarten. Jetzt steht der Mutant vor der Tür und es ist nicht genug Impfstoff da. Auf einmal stellt man fest das Impfstoff den man eigentlich nicht will gut ist. Es drängt sich der Verdacht auf das es bei einem Einsatz von Sputnik im Herbst zu Geldströmen gekommen wäre die nicht erwünscht waren.

  28. Werner Dörr sagt:

    @hans
    es wird ja noch „spannender“: Sputnik V hat das gleiche Bauprinzip wie Astra-Zeneca, d.h. ein Vektorvirus transportiert Covid-DNA in den menschlichen Zellkern. Nur haben die Russen aus den bisherigen Experimenten mit Vektorviren (Dengue und Ebola) gelernt und benutzen 2 unterschiedliche Viren als „Vektoren“ für die erste und die zweite Impfung. Ergebnis: 90% Wirksamkeit. Astra benutzt den gleichen Schimpansenvirus für beide Impfungen. Ist natürlich billiger! Und statt aus ihrem „Versehen“ mit der halben Erstdosis (und den besseren Ergebnissen, nämlich 90% Wirksamkeit) Konsequenzen zu ziehen, bleibt man bei gleicher Dosis für Erst- und Zweitimpfung. Ist natürlich billiger, man braucht nur eine Packungsgröße! Und JETZT kommt Astra Zeneca auf die Idee, mit den Russen zusammenzuarbeiten und eine Kombination aus beiden für Erst-und Zweitimpfung auszuprobieren. Wäre gut fürs Geschäft, wenn Astra Zeneca dann auch auf die Märkte Zugang bekommt, die die Russen erschließen können. Ich frage mioch: Was steht hier wohl im Vordergrund – Arzneimittelsicherheit oder Umsatzsteigerung?