Hinweis in eigener Sache

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

40 Teasereine kleine Vorwarnung: Vom 24. August bis 17. September wird dieses Blog ruhen, weil ich mal wieder mit meinem Wohnmobil in Frankreich unterwegs sein werde. Über Reiseziele und -routen kann ich Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts verraten, weil nichts feststeht. Alles wird spontan entschieden, nach Wetterlage. Angesichts der anhaltenden Trockenheit würden wir gern Frische am Meer erleben. Starkes Argument für die Bretagne. Dort ist das Wetter derzeit aber offenbar so durchwachsen, dass wir vermutlich recht bald wieder Lust auf Trockenheit und Wärme bekommen werden – auch wenn diesem Gedanken angesichts der herrschenden klimatischen Verhältnisse bei uns etwas leicht Perverses anhaftet. Also vielleicht doch Südfrankreich? Radfahren in den Alpen? Ein lang gehegtes Projekt. Es ist 13 Jahre her, dass wir ein ernsthaftes Alpenprojekt hatten. Der Col des Champs ist mit seinen 2087 Metern über NN der bisher höchste Punkt der Erdoberfläche, den wir mit Körperkraft erfahren haben. Ich hätte Lust auf weitere solcher Erfahrungen, aber dazu soll es nicht zu heiß sein.

Mit Wohnmobil im Jahr 2014
im westfranzösischen Saintes.
Bild: Bronski

Reisen mit dem Wohnmobil, Camping insgesamt, gilt als spießig. Gewiss sind auch Thomas und ich – also wir, ein Männerpaar -, nicht davor gefeit, spießig zu sein. Aber ich mag diese Art zu reisen. Man hat quasi ein kleines Ferienhaus auf Rädern und entscheidet spontan, wohin es gehen soll. Dass es zwischendurch auch ein paar Punkte gibt, die man wiederholt anläuft, weil man sich da früher wohlgefühlt hat, widerspricht dieser Regel nicht. Für uns ist Marseillan-Plage ein solcher Ort.

Und ich hoffe, neben neuen Touren und neuen Erfahrungen auch Zeit zu finden, am Schluss meines Roman-Zyklus‘ weiter zu arbeiten. Der „Virenkrieg“-Zyklus besteht aus fünf Romanen. Die ersten beiden sind bereits als Buch und eBook erschienen, Teil 3 muss noch durch die Überarbeitung, Teil 4 habe ich gerade fertiggestellt. Das war überhaupt das härteste Stück Arbeit, das ich an diesem Zyklus hatte. Ich werde darüber berichten. Nun steht das Finale in Gestalt von „McWeir – Virenkrieg V“ auf dem Arbeitsplan. Ich habe etwa ein Jahr Zeit für diesen Roman. Der Ybersinn-Verlag möchte 2019 mit der Veröffentlichung dieser drei Romane beginnnen. Ich muss also mal langsam fertig werden.

011 BourneVielleicht ahnen Sie, dass dies neben einem Vollzeitjob wie dem als Leserforum-Redakteur der FR eine gewisse Herausforderung bedeutet. Aber ich will mich nicht beklagen. Dies ist ein toller Job, der neben täglicher Routine ständig Kreativität fordert. Trotzdem brauche ich, das wird jede/-r verstehen, Auszeiten von diesem Job.

Die Schlucht der Bourne im Vercors,
einer Hochburg der Resistance. Keine leichte,
aber eine wundervolle Radlerstrecke.

Bild: Bronski 2017

Ich will auch mal wieder über das FR-Blog nachdenken. Die Entwicklung der letzten Zeit wirft Fragen auf. Es gab zum Beispiel einen Fall, der mich erschüttert hat. Ausgangslage: Ich hatte ein Thema in einem Thread klar eingegrenzt zur Diskussion gestellt. Die Blog-Regeln, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lassen, sagen dazu alles. Eigentlich profitieren alle TeilnehmerInnen an diesem Blog von diesen klaren Regeln, die eine geschützte Sphäre garantieren. Hetze und Hass finden im FR-Blog nicht statt. Aber in diesem Fall gab es einen User, der sich aus Protest gegen die Eingrenzung des Themas verabschiedete. Das ist sein Recht. Im Lauf der Jahre habe ich viele User von der Teilnahme am FR-Blog ausgeschlossen, die andere UserInnen in unmäßiger Weise angegriffen, sich hetzerisch und rassistisch geäußert haben oder sich einfach nicht ans Thema halten konnten oder wollten. Das ist wohl normal für ein solches Blog, auch wenn das immer Stress für mich bedeutet. Denn eigentlich will ich nichts anderes, als Ihnen allen hier im Namen der FR eine Plattform zur Verfügung zu stellen, auf denen Sie auf einem gewissen Niveau zu aktuellen Themen diskutieren können. Das ist aber offenbar nicht das, was alle UserInnen hier wollen.

Am 5. September 2005 erschien der erste Artikel im FR-Blog. Seitdem gab es immer wieder Phasen der Neuorientierung im FR-Blog. Auch jetzt möchte ich wieder über das FR-Blog nachdenken. Nicht gerade im Urlaub, der ja schließlich eine Zeit der privaten Erholung sein soll, aber danach. Vielleicht möchten Sie mir Überlegungen und Anregungen durchgeben? Das können Sie per Mail tun, aber auch per Kommentar. Ich werde diesen Thread während meines Urlaubs offenhalten, so dass Sie Kommentare schreiben können. Möglicherweise gibt es Verzögerungen bei der Freischaltung, denn im Urlaub schaue ich sicher nicht mehr als zwei Mal rein, um Ihre Kommentare zu sichten, aber eine gewisse Diskussion sollte so vielleicht doch möglich sein.

Ansonsten gilt, was auch sonst gilt: Wenden Sie sich bitte mit allen Belangen, was Leserbriefe und Kritik an der FR betrifft, so vertrauensvoll an Karsten Essen, meinen Vertreter, wie Sie sich an mich wenden würden. Er verantwortet in meiner Abwesenheit das FR-Leserforum und leitet Ihre Mails weiter.

Bis auf diesen Thread ruht das FR-Blog während meiner Abwesenheit. Mitte September geht es dann mit neuem Schwung weiter, unter anderem mit neuen Blogtalks. Bis dahin verabschiede ich mich und wünsche Ihnen allen eine gute Zeit.

Ihr  Lutz „Bronski“ Büge

 

9 Kommentare

  1. Peter Boettel sagt:

    Hallo Bronski,
    ich wünsche Ihnen viel Freude und Erholung bei der Fahrt am schönen Main mit alten Städten und Burgen, was ich vor zwei Jahren vom Schiff aus mit interessanten Landgängen erleben durfte. Viel Spaß und guten Heimweg.
    Peter Boettel

  2. Anna Hartl sagt:

    Lieber Bronski,
    Wie sieht denn ein nichtspießiger Urlaub aus? Für mich sind Hotels gruselig und doch tummeln sich dort die Massen. Gut, den ein oder anderen Campingplatz den ich gesehen habe, da hat es mich auch gegruselt, aber mit dem Wohnmobil hat man ja viele Möglichkeiten sein Häuschen abzustellen und zu verweilen.
    Wünsche Ihnen und Ihrem Liebsten eine wunderbare Zeit.

  3. Werner Engelmann sagt:

    Auch von mir die besten Wünsche und gute Erholung!
    By the way: Falls Ihr auf der Rückfahrt von Dijon nach Langres unterwegs seid, dürft Ihr euch ruhig melden. Platz ist genug da, auch außerhalb des Wohnmobils. Mail genügt. (Bis 29. 8. bin ich noch in Berlin.)
    Noch drei Tips:
    Ein Besuch in der sehr umfassenden historischen Ausstellung in Colombey-les-deux-Eglises lohnt durchaus. Ich habe in fast 3 Stunden (bei genauerer Lektüre) gerade mal die Hälfte geschafft.
    Mich persönlich haben die Katharer-Burgen südlich von Carcassonne immer fasziniert (besonders Peyrepertuse).
    Ebenso die Auvergne mit den kleinen romanischen Kirchen, teils in Vulkangestein (Clermont-Ferrand, Issoire, St.Saturnin, St.Nectaire).

    Noch eine Anmerkung zum Blog: Ich finde die thematische Einschränkung absolut o.k. und auch notwendig. Sonst könnte ja jeder jeden Thread in seinem Sinn umfunktionieren. (Beispiel: Die nicht endenden Islam-Debatten früherer Zeiten.) Zudem kann man ja auch sein Interesse an anderen Themen anmelden.

    Alles Gute!

  4. Jürgen Malyssek sagt:

    Lieber Bronski,

    eine schöne Auszeit wünsche ich Ihnen und Ihrem Lebenspartner!

    Überlegungen zum Blog folgen demnächst.

    Jürgen Malyssek

  5. Peter Boettel sagt:

    Lieber Lutz „bronski“ Büge,

    auch ich wünsche Ihnen eine erholsame Urlaubszeit, eine schöne Reise, gesunde Rückkehr, und Grüße an die Resistance.

    Peter Boettel

  6. Matthias Aupperle sagt:

    @ Lutz „bronski“ Büge
    @ Werner Engelmann

    Und wieder darf ich Werner Engelmann zustimmen: Langres ist ein reizvolles, altes Städtchen, dessen Besuch für angenehme, französische Momente lohnenswert ist. Wir sind oft dort auf unserer Fahrt in den Süden. Der Campingplatz befindet sich direkt im Ort, an der alten Stadtmauer und wird ordentlich gepflegt. Man sollte nur nicht zu spät anreisen (bis 16:00 Uhr), da dieser Haltepunkt beim niederländischen Ferienwandervolk sehr beliebt ist.

  7. Werner Engelmann sagt:

    @ Matthias Aupperle, 21. August 2018 um 18:13

    Völlige Zustimmung, bis auf einen Punkt:
    12 km entfernt (bei uns) gibt es keine zeitliche Begrenzung für die Aufnahme.

  8. Frerk Meyer sagt:

    Hallo Bronski,
    schöne Tage da unten – es gibt so viel zu erlebeen, genießen und zu sehen!

    Herzliche Grüße
    Frerk Meyer
    Bad Soden

  9. Frank van der Hoek sagt:

    Zum Blog: Vielleicht sollten doch mal aktuellere Themen aufgegriffen werden.Im Moment würde sich da die Beobachtung der AFD oder der Hambacher Forst eignen. Solche Themen neigen ja dazu,recht schnell vollendete Tatsachen zu schaffen und ein schönes Diskussionsthema geht verloren.(natürlich sollte immer ein wenig gewartet werden,aber Aktualität tut einer Diskussion immer gut).