Systemfehler!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zieht immer mehr Kritik auf sich. Da wäre die Impfstoffstrategie, da wäre der teure Einkauf geringer Chargen eines Antikörpermedikaments, den er als großes Ding zu verkaufen versucht, und da wäre die Sache mit den Apotheken, die sich an den garantierten Einnahmen des Verkaufs von FFP2-Masken dumm und dusselig zu verdienen scheinen. Da hat offenbar einer keinen Kompass, sondern agiert entlang der Strömungen dessen, was er als öffentliches Wohlbefinden wahrnimmt. So will man uns durch diese Naturkatastrophe namens Sars-CoV-2 steuern? Wie hätte Helmut Schmidt das gemacht, der Held der Sturmflut von 1962, wie hätte Gerhard Schröder das gemacht, der beim Oderhochwasser 2002 alle Hebel in Bewegung gesetzt hat?

ffp2Nicht dass diese Katastrophen direkt mit der Pandemie vergleichbar wären. Aber es gibt Gemeinsamkeiten. Politiker:innen sitzt eine Öffentlichkeit im Nacken, die genau verfolgt, was gemacht wird. Und je länger die Katastrophe dauert, desto ungeduldiger wird diese Öffentlichkeit. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er Schuldige sucht. Im Fall der Hamburger Sturmflut oder des Oderhochwassers war das nicht nötig. Diese Katastrophen hatten gewaltige Ausmaße, aber sie währten nicht lang, und nachdem sie vorbei waren, konnten alle anpacken. Im Fall von Sars-CoV-2 ist das anders. Diese Katastrophe währt nun schon ein Jahr lang, und sie hat der Öffentlichkeit die Augen geöffnet über die Unzulänglichkeiten unserer Politik.

Auch, aber nicht nur auf der persönlichen Ebene. Gewiss haben einzelne Politiker:innen Fehler gemacht, etwa Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die beginnende Pandemie zunächst kleinredete, oder der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), der den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 bekämpfte, oder der Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), in dessen Bundesland Sachsen-Anhalt die Pandemie zunächst gar nicht stattzufinden schien und der daher Maßnahmen nicht umsetzte, die alle beschlossen hatten – der Föderalismus gab ein schlechtes Bild ab. Gibt es noch immer, wenn wir uns die Situation in der Bildung anschauen. Trotz solcher Fehlleistungen von Einzelpersonen sollten wir nicht vergessen, dass diese Fehlleistungen Ausdruck davon sind, dass ein System nicht richtig funktioniert. Unsere Politiker:innen repräsentieren dieses System und scheinen es zu steuern, aber die Pandemie zeigt auf: Sie überblicken selbst nicht richtig, was schiefläuft.

Jetzt hängt sich die Kritik am mangelhaften Impfmanagement auf: Die EU – noch so eine Fehlleistende: Ursula von der Leyen, Kommissionspräsidentin – habe schlecht verhandelt, als es um die Bestellung der Impfdosen ging. Ich frage mich: Warum musste überhaupt verhandelt werden? Warum wurde nicht sofort organisiert? Und zwar zusammen, entschlossen, wie es einer Naturkatastrophe angemessen gewesen wäre? Helmut Schmidt hat 1962 nicht lange gezögert, ehe er die Bundeswehr zur Katastrophenhilfe anforderte. Damit hat er Verfassungsbruch begangen. Das war ihm egal. Gerhard Schröder war medienwirksam mehrfach vor Ort beim Hochwasser im Jahr 2002, was ihm wohl die Wiederwahl gesichert hat, und er hat kurzfristig und unbürokratisch viele hundert Millionen Euro an Hilfsleistungen in Bewegung gesetzt. In der Corona-Pandemie reden wir von Milliarden Euro, aber von denen ist bisher allenthalben ein Bruchteil bei den Opfern angekommen.

Schlecht organisiert, oder? Wir waren nicht vorbereitet. Naturkatastrophen haben es an sich, dass sie mit verheerender Wucht eintreten, auf die man sich nur bedingt vorbereiten kann. Aber man hätte es wissen können. Experten haben seit Jahrzehnten vor einer Pandemie gewarnt und sind auch schon mehrfach in dieser Warnung bestätigt worden: HIV, Sars, Mers, Schweinegrippe, Ebola. Sars-CoV-2 übertrifft diese Erreger alle, weil es so unfassbar infektiös ist. Dennoch: Es gab genug Warnungen. Trotzdem mussten wir jetzt ein Gesundheitssystem erleben, das kurz vor der Überlastung stand. In Deutschland, einem der ökonomisch stärksten Länder der Welt! Wir erleben außerdem – jenseits der Probleme, die der Föderalismus in diesem Zusammenhang bereitet – ein Bildungssystem, das offenkundig hinsichtlich seiner technischen Ausstattung total rückständig ist. Und wir erleben eine Pharmaindustrie – und damit ein Wirtschaftssystem -, die nicht am kollektiven Nutzen interessiert ist, nicht an Zusammenarbeit, um Menschenleben zu retten, obwohl genau das der Grund dafür ist, dass es sie überhaupt gibt. Jetzt wird um Patente und Lizenzen für die Impfstoffherstellung gestritten, als ob das das einzige wäre, worum es gerade geht. Dazu sei festgehalten: Keines dieser Unternehmen, die sich jetzt derart unangemessen breitbeinig hinstellen, wäre in der Lage gewesen, einen mRNA-Impfstoff herzustellen, wenn es nicht auf öffentlich geförderte Ressourcen hätte zurückgreifen können:

  • auf Wissenschaftler:innen, die von Universitäten ausgebildet wurden, die nicht zuletzt mit Steuergeld finanziert werden;
  • auf Erkenntnisse aus Forschungsprojekten, die von der öffentlichen Hand mitfinanziert wurden;
  • überhaupt auf Grundlagenforschung, die sich kein Unternehmen leisten kann, aus der aber alle Nutzen ziehen;
  • und noch grundsätzlicher: auf die gesellschaftliche Stabilität, die eine solche Prosperität erst ermöglicht und die es nur in wenigen Ländern gibt.

Systemfehler! Wie anders soll man es nennen, wenn es einzelnen Unternehmen möglich ist, punktuell eine solche Macht auszuüben wie derzeit Biontech oder Astrazeneca? Der Markt kann die Versorgung der Menschen von allen bekannten Wirtschaftssystemen am besten gewährleisten, heißt es immer. Wie dieses System funktioniert, haben wir schon beim Kohle-„Kompromiss“ oder beim Ausstieg aus der Kernkraft erlebt. Letztere ist ein besonders eklatantes Beispiel für den Systemfehler: Ohne die öffentlich geförderte Grundlagenforschung wäre es keinem jener Unternehmen, die AKWs betreiben, möglich gewesen, diese Energiequelle zu erschließen. Die Kosten für die Erschließung wurden diesen Unternehmen dennoch nicht in Rechnung gestellt, da die Nutzung der Kernkraft für eine Weile politisch gewollt war, ebenso wenig die Kosten für die Entsorgung des radioaktiven Mülls. Und als Schadensersatz – besser: als Entschädigung für entgangene Gewinne, welche die AKW-Betreiber ohne die öffentliche Hand nie gehabt hätten – bekommen die Konzerne weitere Milliarden.

Systemfehler! Jetzt auch in der Pharmabranche. Man sollte sich darüber aufregen. Aber es gibt so viel anderes Kleinteiligeres, was mehr mit unserem Alltag zu tun hat und uns entsprechend mehr aufregt. Ja, die Impfungen. Ja, die Virus-Mutanten. Ja, die lästigen FFP2-Masken, das Hassobjekt nicht nur von Bartträgern.

fr-debatteNettes Fördergeld für unsere Apotheken

Einmal mehr hat Herr Spahn seine Unfähigkeit bewiesen, in der COVID19-Pandemie sachgerecht zu agieren. Es ist eben nicht ausreichend, für die Berufung zum Bundesgesundheitsminister eine („Bankster“-) Lehre und eine Tätigkeit als Lobbyist für die Pharma-Branche vorweisen zu können, sondern ein Minimum an Sachkunde sollte schon vorhanden sein.
War bereits die Vereinbarung mit dem Apothekerverband und der darin festgeschriebenen Vergütung von 6,00 € pro ausgegebener Maske der Güteklasse FFP2 eine Verschleuderung von Geld der Steuerzahler, so konnte sich allein mein Apotheker bei 3.000 bestellten Masken und einem – geschätzten – Einkaufspreis von 2,00 €/Stück über eine nettes „Weihnachtsgeld“ von 12.000,00 € freuen.
Wenn dann aber im Bericht vom 30.01.2021 die angegebene Schutzwirkung dieser Masken von 90% gegen die Aerosole, die beim Ausatmen von den Masken eliminiert werden sollen, angezweifelt wird, so ist das ein weiterer Skandal. Dass es darüber hinaus keine einheitlichen Prüfkriterien für solche Masken gibt, zeigt die Hilflosigkeit unserer Politiker im Allgemeinen und bei der vor Jahren bereits prognostizierten Pandemie im Besonderen an.
Es ist wirklich an der Zeit, dass die Bundeskanzlerin ihren Bundesgesundheitsminister aus dem Kabinett entfernt, ehe noch weiterer Schaden für Gesundheit und Leben der Bürger durch ihn angerichtet wird.
Im Übrigen werden mit der aktuellen Maskenverteilung 12 FFP2-Masken angeboten, die in zwei Terminen abzuholen sind. Wenn dann mantraartig vom Gesundheitsminister verkündet wird, die eigenen Kontakte zu minimieren, dann traut man den Bürgern offenbar nicht zu, gleichzeitig 12 Masken nachhause zu tragen. Dazu das (undatierte) Schreiben der BUNDESREGIERUNG als Anhang, das meine Frau bereits von ihrer Krankenkasse erhalten hat.

Günter Steinke, Wiesbaden

fr-debatteMühsam mit Drahtbügel

Und wenn ich alsbald an etwas krepiere, sei es welches Virus auch immer, habe ich wenigstens noch einen wunderbaren Maskenball erlebt. Auf geht’s. Das muss man sich mal vor die Schnauze/Schnute tun, was alles schon dran war.
Mein erstes Stoffexemplar habe ich von Hand selbstgenäht. Mühsam, mit Drahtbügel. Nähmaschinen hatten andere. Dann begann die größere Heimproduktion in Schneidereien, Behindertenwerkstätten etc. Die bekannten Großhandelsketten kriegten schnell die Witterung und konkurrierten mit billiger oder modischer. Ein bekannter TV-Moderator machte für eine Textilmarke in dem neuen Trend-Wettbewerb mit.
Und jetzt: Bätschbäsch. Alles bitte medizinisch und geprüft. Sektkorken bei Apothekern und Drogisten, Mehrkosten anderswo. Filtering Face Piece, FFP 2 oder 3, CE zertifiziert mit vierstelliger Kennzahl. KN 95 ist aus China. Vielleicht fake-gefährdet. N 95 ist aus den USA. Da sah man jetzt zur Inauguration von Präsident Biden ausnahmslos dunkle Masken, sicher des einheitlichen Bildes wegen. Manche trugen drunter auch noch eine andere Maske. Wer hatte da einen Vollbart, wer war Sikh oder nur verunsichert? Fragen über Fragen. Am Ende gab es viel Nähe und viele Umarmungen

Merve Hölter, Frankfurt

fr-debatteLiebe Redaktion

„Prüfchaos“ bei FFP2-Masken und eine hohe Dunkelziffer von Masken mit zum Teil stark verminderter Wirksamkeit führen zu einer Corona-Variante des russischen Roulettes. Die einzig hilfreiche Information dazu steht auf der Homepage der im Text erwähnten Spezialisten für Aerosolmessungen, der Firma Palas: „Bevorzugen Sie bei der Auswahl den Kauf von Schutzmasken deutscher Hersteller. Diese nehmen die Qualitätssicherung sehr ernst und liefern gute Qualität.“ Inzwischen gibt es in vielen Bundesländern seriöse Hersteller: z.B. Sentias (NRW), VOCK Medical (Hessen), Univent Medical (Berlin) oder ZETTL (Lieferkette und Produktion in Bayern, Produkte mit DEKRA-Zertifizierung). Augen auf beim Maskenkauf!

Norbert Pfaff, Kelkheim

fr-debatteSo was regt mich auf!

Zwar nur ein Skandälchen unter so vielen, aufregen tut es mich aber trotzdem. Da wird Geld, welches andernorts fehlt, aus Dummheit, Gedankenlosigkeit, der Angst nur nichts falsch zu machen oder schlimmstenfalls aus Lobbyismus einer Branche zugeführt, die es derzeit am wenigsten nötig hat.
Mein Vorschlag: möglichst viele Menschen mit entsprechenden Berechtigungsscheinen tun sich zusammen und suchen sich eine(n) mutige(n) Apotheker:in, lösen dort die Scheine ein und spenden gemeinsam mit ihnen den (in diesem Fall unmoralischen) Gewinn an eine Geflüchteten- oder Obdachloseninitiative. Solche Aktionen würden sicherlich den Weg in die örtliche Presse finden (und nicht wieder nur in die FR). Ergebnis: der Skandal würde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden und zudem wäre Notleidenden geholfen. Die Frage ist nur: gibt es derartig mutige Apotheker:innen, die dem sicherlich folgenden Mobbing Ihrer Kollegen:innen und ihrer Lobby standhalten?!
Ich mache mich auf die Suche danach und bin für jeden Hinweis dankbar.

Joachim Maack, Hamburg

fr-debatte

42 Kommentare

  1. Hans-Jürgen Gratz sagt:

    In der Pandemie ist das Vertrauen in die Politik ein Thema geworden. Dazu gehört das Vertrauen zu unseren Politikern. Und da gibt es bei der Wahl zum nächsten Bundestag in der CDU einige Anwärter für Führungspositionen. Zu ihnen gehört auch unser derzeitiger Gesundheitsminister Jens Spahn. Ob er sein Amt nun bisher mehr oder weniger gut ausgefüllt hat, ist für mich weniger von Bedeutung als die Frage, ob wir sicher sein zu können, dass er unsere Interessen als Bürger über seine eigenen Interessen stellt. Und da wäre ich mir bei Herrn Spahn angesichts seiner bisherigen Interessen keineswegs sicher. Warum? Ab 2006 war er beispielsweise an der Firma Politas beteiligt, einer Lobbyagentur für Klienten aus der Pharmabranche. Gleichzeitig saß er 2005–2009 als Obmann der CDU im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.
    Dann gab es vor zehn Jahren einen Herrn Sawicki, Leiter des ‚Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen‘. Dessen Arbeit war in der Fachwelt unbestritten, zumal es ihm als er einem der wenigen Führungskräfte im Gesundheitsbereich gelungen war, der Pharmalobby ein wenig entgegenzuhalten. Als Initiator einer Gruppe von CDU-Abgeordneten gelang es Herrn Spahn 2010, diesen Mann aus dem Amt zu drängen.
    Schließlich haben im letzten Jahr mehrere seriöse Zeitungen Recherchen veröffentlicht, die ebenfalls Charakterschwächen aufzeigen. Damit meine ich nicht die für angeblich über € 2 Mio mit seinem Ehepartner gekaufte denkmalgeschützte Villa oder die von seinen Berliner Wohnungen, die er für knapp 1 Mio gekauft und nach wenigen Jahren für € 1,6 weiterverkauft hat. Doch ausgerechnet die Berufung des Verkäufers dieser Wohnung zum Chef eines mehrheitlich dem Gesundheitsministerium unterstehenden Unternehmens und das mit einem gegenüber dem Vorgänger mehr verdoppelten Jahresgehalt (wohl € 300 Ts.), ist rechtlich nicht weit von Korruption weg.
    Wir brauchen seriöse und vertrauensvolle Staatsdiener, wenn unsere Demokratie noch etwas wert ist. Allein die obigen Verhalten zeigen, dass man dem Politiker Spahn nicht vertrauen sollte.

  2. Jürgen Malyssek sagt:

    Diese chronische Politiker-Schelte in Zeiten dieser vielen Unwägbarkeiten, auch dieser Anspannung, Menschenleben zu retten und auch das Gesundheitssystem am Laufen zu halten, die geht mir unglaublich auf die Nerven!

    Auch diese permanente Besserwisserei oder dieser Hang zu Fangfragen, etwa in den bekannten Talkshows.
    Wer möchte zum Beispiel in der Rolle und der Haut eines Jens Spahn stecken, der Tag für Tag und Woche für Woche seine warnenden Worte in die Welt rufen muss. Bis auch seine Worte und Warnungen sich regelrecht verschleissen.

    Während gleichzeitig aus allen Ecken und Enden nach Öffnungen und Bürgerrechten gerufen wird, ohne dabei selbst eine Idee davon zu haben, was und wie das auszusehen hat.
    Dabei ist doch klar, dass wir eine Ausnahmesituation haben und dass das einfach nicht mit einer wohltuenden Verkündigung einer Perspektive oder einem faulen Kompromiss zu lösen ist. Einzelne Leiden und Überbelastungen sind zu vestehen und darüber muss man auch nicht streiten.
    Aber es gibt eben keinen Königsweg. Und das Lamento über eine sog. Impfpleite, das stimmt soch so nicht. Da ist was in der Gesamtplanung und Ablauf schiefgelaufen. Ja, aber inzwischen sind doch die Gründe dafür schon klarer geworden. Und es gibt es diese Verzögerungen.

    Aber in dieser ganzen Komplexität um den Impfstoff bei Herstellung, Kauf und Verteilung usw., sind Fehler und Konflikte doch menschlich, politisch, logistisch doch kein gänzliches unverzeihliches Versagen.

    Es kommt fast so rüber, als ob hier eine ganze Bevölkerung nach einem fehlerfreien, vorbildlichen, regelhaften Verhalten, jetzt nur noch auf die verdiente Belohnung wartet für ihre großartiges Durchhaltevermögen. So einfach ist die Chose aber nicht.

    Lasst doch mal für paar Tage die Entscheidungsträger mit den Vorwürfen und Nachgrabungen in Ruhe, damit sie auch ihre nächsten Entscheidungen nicht nur unter Druck treffen müssen!

  3. hans sagt:

    Es geht doch nicht um irgendeine Fehleinschätzung von wem auch immer . Das kann in so einem Fall passieren. Wenn FFP2 Masken jetzt zu teuer verteilt werden und die Verteilung nicht klappt. Ich habe das Alter und eine Vorerkrankung aber immer noch nicht den Gutschein für die Masken. Das es da Fehler gibt geschenkt. Wenn es aber Fehler grundsätzlicher Art gibt von denen man sagen muss die sind bewusst gemacht worden dann muss es auch politische Verantwortung geben. Wenn man wahrscheinlich schon seit letzten Sommer weiß das Russland einen relativ einfachen hoch wirksamen Impfstoff hat und man hat aus welchen Gründen auch immer ihn hier nicht voran getrieben dann ist es mit den verzeihlichen Fehlern vorbei.

  4. Gerhard Burmester sagt:

    Der Kommentar von Herrn Bayer hat mir gefallen und mich dazu veranlasst, diesen Leserbrief zu schreiben. Als das Grundgesetz 1949 in Kraft trat, war ich zwölf Jahre alt und wirklich sehr davon angetan, dass diese Verfassung die Menschen- und Grundrechte und die Abschaffung der Todesstrafe enthielt und das ist bis heute unverändert so geblieben und ich habe immer versucht, im persönlichen, beruflichen und politischen Bereich danach zu handeln. Ich kann bis heute nicht sagen, warum diese Teile der Verfassung sich so in mein Gefühl einprägten, aber ich freue mich darüber.
    Deshalb habe ich mich sehr mit den Einschränkungen unserer Grundrechte während der jetzigen Pandemie befasst. Nicht alles hat meine Zustimmung gefunden und die nicht wenigen verfassungsgerichtlichen und verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen beweisen mir und uns, dass Sensibilität im Umgang mit den Grundrechten nicht die starke Seite der Regierungs- und Verwaltungsebenen war. Manche Einschränkung war töricht und nicht durchdacht und dem üblichen Aktionismus geschuldet.
    Und nun haben wir die Diskussion über mögliche Privilegien an Geimpfte. Ich lehne diese ab: Denn in unserem Staat stehen die Grundrechte jedem Menschen zu und sind nicht gebunden an zu erfüllende Voraussetzungen. Und es ist unmöglich, Grundrechte nach Kriterien gnädigst zurückzugeben oder nicht. Auch lasse ich das Argument nicht gelten, man könne über eine Priviligierung nachdenken, wenn feststehe, dass die Impfung immun mache.Das kann Geimpfte scheinbar benachteiligen, aber wir verkünden doch alle in dieser Epedemiezeit: Wir sitzen alle in einem Boot, wir müssen uns gegenseitig Respekt zollen, wir müssen solidarisch sein und wir schaffen das ja alle zusammen und wir müssen an unsere Mitmenschen denken usw. Das sind für einige aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft offensichtlich nur Worthülsen.
    Ich möchte auch im übrigen nicht den Zustand erleben, dass Wirte und Veranstalterinnen und Veranstalter den Impfnachweis verlangen und dazu würde es kommen.

  5. Joachim Reinhardt sagt:

    Es wird verlautbart, dass die wirtschaftlich potentesten Staaten (-gemeinschaften) mit lediglich 15 Prozent Anteil an der Weltbevölkerung sich bisher über 50 Prozent aller Impfdosen unter den Nagel gerissen haben. Das kapitalistische Patentsystem macht zwar zum Beispiel Biontech-Chef Ugur Sahin zum mehrfachen Milliardär, verhindert aber die lebensnotwendige Nutzung aller Produktionskapazitäten und eine bedarfsgerechte Arzneimittelversorgung der Weltbevölkerung.
    Das Gezänk um die Verteilung der Impfstoffe ist groß, die heftigen Anwürfe gegen die nationalen (respektive EU-) Verhandler auch. Die Spielregeln des Kapitalismus sorgen für die Knappheit der lebenswichtigen Medizin und das allgegenwärtige Gebot des Patriotismus für die unethische Verteilung der Mangel“ware“ auf der Welt.
    Das scheinen aber wieder mal nicht die zu lösenden politischen Probleme zu sein, sondern bestenfalls Anlass für die üblichen wohlfeilen Mahnungen zur Fairness – als Begleitmusik.

  6. Thomas Ewald-Wehner sagt:

    Was uns zu den nicht zur Verfügung gestellten „Impf-Dosen“ medial aufgetischt wird, gehört in die Welt der Märchen. – AstraZaneca – Chef Pascal Soriot Pascal Soriot verkündet: „Wir verdienen kein Geld mit dem Mittel!“ – Eine gläubige Öffentlichkeit (das geht bis weit links!) nimmt gerne und ungeprüft auf, dass der Pharmakonzern ein Non-Profitunternehmen ist … Süßer geht es nicht. – BionTec hat seinen Pharma-Sitz in Mainz; ganz zufällig „An der Goldgrube 12“. Über Nacht ist der Vorstandsvorsitzende zum Milliardär geworden… Nein, es geht nicht um Profite! – Die Milliarden-Impf-Dosen führen zu Dutzenden Milliarden € Umsätzen weltweit und zu vielen Milliarden € Profiten. Beim jetzigen „Pharma-Gezocke“ geht es noch um die herauszuschlagenden „Extra-“Profite. – Warum läßt Deutschland nicht Kuba, China, Russland, Indien etc. an dem Anti-Covid-Impfmittel verdienen und befreit sich aus den Kraken-Ärmen der westlichen Pharma-Industrie?

  7. Susanne Stetter sagt:

    Danke für den Beitrag, Herr Meng! Vieles ist in Bewegung: Mutanten, fehlender Impfstoff etc. Kein Ende ist in Sicht. Es ist Zeit endlich zu fragen: Was bringen Lockdowns eigentlich, was sind die Folgen der Maßnahmen? Dürfen wir nur auf Virologen hören oder müssen wir auch Psychologen, Lehrer, Eltern anhören? Warum hört man nichts darüber wie es den in engen Wohnungen weggesperrten Kindern und Jugendlichen geht, den Singles ,die im Homeoffice vegetieren? Laut ORF gibt es jetzt die Triage in der Wiener Kinderpsychiatrie. Wie ist das bei uns? Gibt es Länder die es anders gemacht haben und die als Beispiel dienen könnten? Welche Erklärungen gibt es für den Fakt dass auch mehr Menschen ohne Corona sterben? Es würde Mut und Entscheidungskraft erfordern, die Strategie zu ändern und tatsächlich die Vulnerablen besser zu schützen aber das normale Leben wieder einigermaßen zuzulassen.

  8. Bronski sagt:

    @ hans

    Auch Sie wollen doch bestimmt einen sicheren Impfstoff, oder? Nach den Standards, die bei uns gelten, nicht wahr? Das erfordert zwingend eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde. Das bedeutet, dass der Impfstoff mehrere Testphasen durchlaufen muss. Und bevor das passiert, muss die Zulassung des Medikaments durch den Hersteller beantragt werden. Das braucht alles seine Zeit, auch unter den gegebenen Bedingungen. Zudem gibt es viele Einwände gegen den russischen Impfstoff. Die Datenlage ist intransparent, es hat vier Todesfälle gegeben, die in einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gestellt werden, die Zahlen der klinischen Studie sind unsauber und nicht vollständig. (Zur Kritik hier ein „Spiegel“-Artikel.) Unter solchen Voraussetzungen kann der Impfstoff in der EU nicht zugelassen werden.

  9. hans sagt:

    zu @ Bronski
    Was hat uns nochmal daran gehindert im September mit der Prüfung von uns aus anzufangen und Produktionsmöglichkeiten zu suchen oder aufzubauen?
    Wenn der Impfstoff 90% Wirkung hat dann ist klar was selbst bei einer ersten Ansicht des Produkts raus kommen muss das man sich den Impfstoff ansehen sollte. Ich glaube nicht dass das nicht geschehen ist. So etwas ist die normale Vorgehensweise dass das Produkt vom Wettbewerb genau angesehen wird. Mir ist nicht klar warum da in den vielen Monaten die inzwischen vergangen sind nicht mehr passiert ist.

  10. Peter Boettel sagt:

    Die Sendung „Die Anstalt“ hat es am 02.02.2021 auch wieder auf den Punkt gebracht, wie dilletantisch der Pharmalobbyist Spahn herum eiert.

  11. hans sagt:

    Biontech fängt in Marburg heute an zu produzieren. Anfang April will man beginnen zu liefern und dann auch noch 250 Millionen Dosen im ersten Halbjahr 2021 und weitere 500 Millionen bis Ende des Jahres. Das sind für mich unerwartet gute Zahlen für einen Standort. Unsere Regierung hat ja die exklusive Meinung es wäre eine vertrauensbildende Maßnahme keine solche Zahlen zu veröffentlichen. Diese Zahlen sollten , wenn auch noch eine nennenswert Menge von anderen Lieferanten kommen dazu ausreichen den Impfstoffmangel in der EU ab geschätzt Mai zu beheben. Somit kann man schon hoffen das ab Herbst eine gute Impfquote erreicht ist. Nur warum sagt das die Regierung dann auch nicht?

  12. Detlev Stummeyer sagt:

    Das finanzielle Fiasko – die FR (1.2.21) hat darüber berichtet –, das bei der Beschaffung von FFP2-Masken angerichtet worden ist, interessiert hier nicht weiter. FFP2-Masken gehören in den Bereich des Arbeitsschutzes: Sie sollen Stäube filtern. Sie sind Einmal-Masken, erkennbar am aufgedruckten „NR“ (not reusable). Nur dem Notfall hatte das RKI eine Mehrfachnutzung vorbehalten, Ein Münsteraner Universitätsinstitut hat der FFP2-Maske bescheinigt, dass sie bedenkenlos mehrfach getragen werden kann, wenn sie entsprechend der mE realitätsfremden Vorgaben desinfiziert wird: 7 Masken reichen so bequem für einen Monat. Allerdings wird festgestellt: Die FFP2-Maske ist eigentlich eine Einmal-Maske, wird vermerkt.
    Ein Karlsruher Betrieb – spezialisiert in der Messtechnik von Aerosolen – hat nun zur Wirksamkeit von FFP2-Masken Messungen erhoben, die ein ernüchterndes Ergebnis zeigten: Für mehr als 20% der coronarelevanten Aerosole war die Maske durchlässig (SWR1-bw 2.2.21; http://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ffp2-normstreit-100.html). Die kleineren, gleichwohl das Virus tragenden Aerosole werden bei der Normprüfung der Maske nicht erfasst und bleiben somit unentdeckt.
    Im neuesten Heft des Deutschen Ärzteblatt (4/2021) ist der FFP2-Maske ein 3-seitiger Artikel gewidmet. Im Fazit dieses Artikels schreiben die Autoren: “…Vor allem sollten die Nutzer [der FFP2-Maske, DS] … im korrekten Anlegen und Tragen der Masken geschult werden…“ Dem Leserbrief vom 3.2.21 ist dies bezüglich nichts hinzuzufügen. Doch heißt es im Ärzteblatt: “… Wenn dann bei einer FFP2-Maske eine Leckage vorhanden ist [zB beim fehlerhaften Tragen, DS] wird praktisch ausschließlich über diese – also völlig ungefiltert – geatmet. Hingegen erlaubt der MNS [Mund-Nasen-Schutz, DS] wegen des einfacheren Filters zumindest teilweise, auch über diesen zu atmen. Die mit den Masken nicht vertrauten Personen wären aus diesen Gründen wahrscheinlich besser geschützt, wenn sie einen gut anliegenden MNS [zB eine OP-Maske, DS] tragen würden.. “
    Es bleibt unverständlich, warum das Tragen der FFP2-Masken so gefördert wird – eine hohe Schutzwirkung verspricht die Bundesregierung –, teilweise auch gefordert wird und bei Nichtbefolgung eine Geldbuße nach sich zieht. Selbst das korrekte Tragen gaukelt Sicherheit vor und verleitet zum Missachten der AHA-Regeln.

  13. Bronski sagt:

    @ hans, 9. Februar

    „Was hat uns nochmal daran gehindert im September mit der Prüfung von uns aus anzufangen …?“

    Das ist nicht die Art, wie die Dinge ablaufen. Wer ein Medikament zulassen will, muss die Abläufe berücksichtigen, die zur Zulassung führen. Also: Der Hersteller in Russland hätte an die EMA herantreten und die Zulassung beantragen müssen. Dass die EU selbst Hersteller innerhalb der eigenen Grenzen wie Biontech und Curevac gefördert hat, ist wohl kaum ehrenrührig, zumal diese Hersteller aussichtsreiche Konzepte vorweisen konnten. Dass man all die erprobten medizinischen, pharmazeutischen und rechtlichen Standards fahren lässt, nur weil ein schwer einschätzbarer Hersteller in Russland, wo andere Standards (?) gelten, einen hohen Wirkungsgrad seines Impfstoffs behauptet, das können Sie wohl nicht im Ernst fordern.

    „Wenn der Impfstoff 90 Prozent Wirkung hat dann ist klar was selbst bei einer ersten Ansicht des Produkts raus kommen muss …“

    Überhaupt nicht. Auch dann schauen verantwortungsbewusste Prüfer genau hin, sehen sich die Zahlen an, prüfen sie auf Transparenz und saubere Dokumentation und vergessen auch nicht den politischen Aspekt: Wer schnell ist mit der Präsentation eines wirkungsvollen Impfstoffs oder wer dies zumindest behauptet, kann in Pandemie-Zeiten sein Image verbessern. Das heißt nicht, dass man bei Sputnik V übertrieben vorsichtig sein sollte, auch wenn allein der Name schon nach Propaganda klingt. Aber für diesen Impfstoff sollten innerhalb der EU dieselben Regeln gelten wie für alle anderen auch. Es besteht kein Grund zur Panik.

  14. hans sagt:

    Im Grunde sagt das was gestern über Astrazeneca veröffentlicht worden ist alles. Gestern wurde ein Vertrag unterschrieben das dieser Impfstoff in Dessau gefertigt werden soll und im 2. Quartal zur Auslieferung kommen soll. Das bedeutet das so eine Fertigung in 3-4 Monaten hingestellt werden kann. Daraus schließe ich das man nicht wirklich sagen kann dass die letzten Monate alles gut gelaufen ist bei der Produktion.
    Es besteht kein Grund zur Panik
    Da bin ich bei ca 800 Toten täglich definitiv anderer Meinung Eigentlich völlig davon abgesehen was jede Woche die früher geöffnet werden kann kostet in allen möglichen Bereichen nicht nur in Euro. Es muss möglich sein in 5 Monaten zu klären ob ein Impfstoff der vorhanden ist gut oder schlecht ist. Bei Sputnik weiß man das ja immer noch nicht

  15. Bronski sagt:

    Diese Produktionsbedingungen gelten für den geprüften und zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca.
    Nein, es ist wirklich nicht alles gut gelaufen bei der Produktion der Impfstoffe. Das hat hier niemand behauptet. Das Problem ist aber ein anderes, und genau das sprechen Sie mit den Hunderten von Todesopfern auch an: Der Lockdown hätte unabhängig von jeglichem Impfgeschehen schon im Oktober 2020 beginnen müssen. Dann hätten wir diese hohen Opferzahlen heute nicht. Eben dies habe ich auch kritisiert: Das hat die Politik verbockt. Die Kanzlerin hat genau das auch gerade in ihrer Regierungserklärung gesagt.
    Sie sind Ingenieur? Sie wissen also, wie Prüfverfahren ablaufen. In Katastrophenzeiten kann man erwarten, dass sie beschleunigt werden, aber sie dürfen deswegen nicht weniger gründlich werden, da auch dann Menschenleben auf dem Spiel stehen können. Es bleibt dabei: Panik ist ein schlechter Ratgeber.

  16. hans sagt:

    Nein Ingenieur bin ich nicht sondern Techniker. Ich habe halt so Projektplanung jahrelang vor meiner Rente beruflich gemacht. Diese Impfplanung halte ich noch nicht mal für besonders schwierig und das Ergebnis für eine Katastrophe. Das hat ja Frau von der Leyen wohl auch weitgehend zu gegeben. Den Sputnik habe ich aufgegriffen weil es der erste Impfstoff war und ich der Meinung bin das wir in unserer derzeitigen Situation uns nicht erlauben können das es einen Impfstoff gibt von dem wir auch nach 7 Monaten noch nicht wissen ob er gut oder schlecht ist. Es könnte ja auch der Einzige sein. Das hat doch im Sommer keiner gewusst. Da muss es doch jemand geben der sagt ich will wissen ob ja oder nein. Das passt nicht in unsere Abläufe? Sorry können wir uns solch ein denken wirklich leisten?

  17. Bronski sagt:

    @ hans

    Wir können uns diese Abläufe nicht nur leisten, wir MÜSSEN sie uns leisten. Die Sicherheit von Medikamenten ist ein hohes Gut, und gerade wenn ich mir die Argumente der Impfskeptiker bzw. -kritiker ansehe, komme ich unweigerlich zu dem Schluss, dass bei Impfstoffen die höchstmögliche Sicherheit gewährleistet werden muss.
    Darüber hinaus verfängt Ihre gesamte Argumentation nicht, denn Russland will den Sputnik-V-Impfstoff ja gar nicht liefern. Die Rede ist laut einem Bericht der Ärzte-Zeitung davon, dass die Russen sich das vielleicht für Mai vorstellen könnten. Aber erst soll die russische Bevölkerung durchgeimpft werden. Russia first. Dasselbe Leitmotiv wie überall.

  18. hans sagt:

    zu @ Bronski
    Ich habe nie in einem Beitrag Abstriche an der Sicherheit gefordert. Bin aber der Meinung das es wie im richtigen leben ist und viele Wege nach Rom führen. Das Russland nicht liefern will könnte natürlich auch daran liegen das wir nicht bestellen ähnlich wie bei Astrazeneca. Hätten wir früher und mehr bestellt wäre Dessau im November los gegangen.
    Mir wäre es egal wo ein sicherer Impfstoff her kommt.

  19. Stefan Briem sagt:

    Oh, dieser Jammer! Oh, diese Besserwisser! Oh, diese Neunmalklugen!

    Es ist wie im richtigen Leben?

    Was ist denn das richtige Leben, Herr hans? Da wo man unter der Hand mal ein bisschen kungelt, um was auf den Weg zu bringen? Und wo Sie sich dann hinterher darüber beschweren, dass Transparency irgendwas nicht aufgelistet hat in Sachen Vetternwirtschaft? Lobbyregister funktioniert nicht? Vielleicht könnte sich Gerhard Schröder für Sputnik V starkmachen? Bei Nord Stream 2 hat das ja auch gut funktioniert, oder? Korruption pur – wollen Sie das?

    @ Bronski

    Ein bisschen Kritik: Wir sind alle nur Menschen, auch die Politiker und sogar hans, obwohl der sicher alles absolut richtig gemacht hätte, wenn er gerade Kanzler wäre. Aber Ihre Herangehensweise in Ihren Kommentaren hier ist mir zu freundlich. Es gibt ein Politikversagen, und das muss benannt werden.

  20. Bronski sagt:

    @ Stefan Briem

    „… ein Politikversagen, und das muss benannt werden.“

    Ich denke, das hab ich schon gemacht. Mein Text zur Einleitung dieser Diskussion trägt die Überschrift „Systemfehler!“ Reicht das nicht?

  21. Jürgen Malyssek sagt:

    Zum Politikversagen:

    An anderer Stelle habe ich meine Ansicht zur ständigen Politikerschelt in einer extrem schwierigen Lage dieser Pandemie geäußert.

    Allerdings, da würde ich schon von Politikversagen im letzten Sommer sprechen. Das ging daneben.

    Ansonsten sieht man doch, wie schwierig die Einigung auf ein gemeinsames Ergebnis von Bundes- und Länderregierungen geworden ist. Auch weil der Druck aus der Wirtschaft und auch aus den Bereichen der Bevölkerung auch keine Grenzen kennt. Das ist die Stelle, wo ich sehe, dass die Politikentscheidung, egal wie, immer wieder die nächsten Unzufriedenen und Öffnungsgierigen auf den Plan ruft.

    Die Debatte im Parlament ist zwar richtig, aber sie bringt, ausser kleinkrämerische Kritik oder halt den Schwachsinn aus den Reihen der AfD, schrecklich wenig erhellendes. Von dieser Freiheitsstatue Lindner ganz zu schweigen …

    Es ist und bleibt dieser große Schwachpunkt: Das fehlende Denken im Kollektiv: Alle!

    Dann: „Es ist wie im richtigen Leben!“

    Das ist eine schöne Anekdote.

    „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Das passt eigentlich noch immer, was Adorno so sagte.

  22. Jürgen Malyssek sagt:

    Was ist das für eine Welt in Corona-Zeiten?

    Da fahren (junge) Leute aus anderen Ländern nach SCHWEDEN, um ihre Freiheit zu genießen!

    Was ist das bloß für eine Freiheit?

    Bei diesen und anderen Beispielen, zeigt sich doch diese ganze Absurdität des modernen Lebens und ein Gefahrenbewusstsein, das wahrscheinlich von einem Kleinkind um Längen besser programmiert sein dürfte.

  23. hans sagt:

    zu @ Stefan Briem
    https://www.sueddeutsche.de/politik/sputnik-v-budapester-alleingang-1.5202211
    Ob Ungarn jetzt diesen Impfstoff verimpft weil sie ihn bestellt haben oder weil sie Gerhard Schröder eingeschaltet haben?
    Für ihren sicher extrem lesenswerten Beitrag möchte ich mich bedanken. Es steht zwar kaum was inhaltlich drin aber sie haben das Wort Besserwisserei ins Gespräch gebracht und das sollte man in der Gesamtbetrachtung dessen was bei dem Thema Impfstoffbeschaffung zu sagen ist durchaus tun. Jens Spahn hat als Blaupause was er in so einem Fall tun soll ja das gehabt was ein paar Jahre vorher Ulla Schmidt in einem ähnlichem Fall der sich dann nicht so zugespitzt hat gemacht hat. Es war schon ein Stück Besserwisserei das er nicht einfach das selbe gemacht hat und hat genug Impfstoff bei allen möglichen Kandidaten bestellt. Das hätte er durchaus tun können natürlich unter Einbeziehung der EU und nicht hinter deren Rücken.
    Das Ganze ist doch eigentlich so als ob jemand ein Haus bauen will und bestellt keine Baustoffe. Das jemand der das kritisiert sich Kanzlerfähigkeiten unterstellt ist ihre Einschätzung nicht meine. Der Fehler von Frau Merkel ist das sie das erst im Januar gemerkt hat.

  24. Wolfgang Schneider sagt:

    Unsere Regierung verlangt von uns das Tragen von FFP2-Masken, um uns und andere zu schützen. Was sie uns aber nicht, sagt sind die Vorbehalte gegen diese Masken. Die FFP2-Maske soll nur maximal 75 Minuten am Stück getragen werden, danach wird eine maskenfreie Pause von 30 Minuten von den Berufsgenossenschaften empfohlen. Auch sollen Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege sich vorher vom Arzt untersuchen und sich da das OK geben lassen.
    Wer schon einmal mit diesen Masken arbeiten musste, hat auch den unangenehmen Geruch beim Auspacken mitbekommen. Ich persönlich ziehe die Maske erst an, wenn sie mindestens 1 Stunde entlüftet wurde. Dies auch mit Recht, wie Untersuchungen des Hamburger Umweltinstitutes gezeigt haben. Es wurden erhebliche Mengen von Schadstoffen entdeckt und es entsteht Mikroplastik, wenn die Maske längere Zeit oder auch mehrfach getragen wird. Die Mikroplastikteile atmen wir ein und wundern uns später über Lungenerkrankungen.
    In dieser Zeit ist es wohl ein normales Vorgehen. Herr Drosten und die Politiker verbieten und ordnen an ohne sich vorher genau zu informieren, wie etwas genau ablaufen soll, was sie damit anrichten und welche Schäden es mit sich bringt. Der einmal eingeschlagen Weg wird beibehalten, weil Politiker keine Fehler machen. Ein gutes Beispiel ist die Äußerung von Herrn Spahn, der noch letztes Jahr sagte, dass das Sachließen von bestimmten Geschäften, zum Beispiel die Frisiersalons, ein Fehler war und doch werden genau diese Fehler beim zweiten Lockdown wiederholt.

  25. Charlotte Medenbach sagt:

    im Dezember 2020 besorgte ich mir in der Apotheke die FFP2 der Firma BSWAY , Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2, Model 906 EN 149:2001+A 1:2009 ( PSA- Verordnung (EU)2016/425, CE 2797, Herstellerinformation : ANQING RIXIN Modul B und C2, Adresse ShiPai Road Industrial Park Huaining Country, Anqing City, Anhui Province, P.R. China.
    Im der beiliegenden Gebrauchsanweisung heißt es unter Warnhinweise Punkt 3 Diese Maske schützt gegen bestimmte partikelförmige Schadstoffe, sie kann jedoch das Risiko von Erkrankungen oder Infektionen nicht vollständig ausschließen.
    Die FFP2-Masken, die vom RMV, Frankfurt ab ende Januar 2021 kostenlos verteilt wurden von der Firma KiNGfA , ebenfalls aus China, riechen extrem nach Chemie, wahrscheinlich Klebstoff. Der Geruch erinnert mich an den Geruch von Klebstoffen von Fusselrollen. Den gleichen Geruch nimmt man wahr bei Einmalmasken, sogenannten OP Masken, Verkauf über die Drogeriekette Müller-online. Produkt nicht näher bezeichnet!
    Demnach liegt bei allen vorgennnaten Produkten keine Qualitätsprüfung vor! Es wäre von Vorteil wenn der mündige Bürger darüber infomiert würde, ob der Geruch keine katogenen Stoffe enthält oder ähnliches! Entsprechend den aktuell gültigen Verordnungen sollen diese Masken auch von Kindern ab sechs Jahren getragen werden. Außerdem sind diese Masken für diese Kliente viel zu groß! Sicherlich auch sehr beängstigend für Kinder!
    Ich würde mir mehr Aufklärung und Weitsicht der Verantwortlichen Politiker:innen wünschen!

  26. hans sagt:

    Politikversagen
    Ich möchte nicht widersprechen aber ich finde es schon ein großes Wort. Da wollte ein Gesundheitsminister mit Kanzlerambitionen etwas besonders gut machen. Auf jeden Fall besser als seine Vorgängerin wie oben beschrieben und hat vollkommen daneben gegriffen um es vorsichtig auszudrücken. Zusätzlich gab es noch eine Kanzlerin die das nicht sofort gemerkt hat. Ich denke sie hätte das nie zugelassen wenn sie es früher gemerkt hätte. Mehr war da nicht denke ich. Ob man das dann der ganzen Politik anlasten soll? Frau Schwesig hat ja mehrfach gesagt wie die Aufgabenverteilung war und das sie fest davon ausgegangen ist das von allen Impfstoffkandidaten genug bestellt wird. Im Sommer war Sputnik V übrigens ein Impfstoffkandidat wie jeder andere und hätte deshalb auch bestellt werden müssen.

  27. Jürgen Malyssek sagt:

    Dann hätten wir jetzt noch den „mündigen Bürger“

    und der Wunsch nach „mehr Aufklärung und Weitsicht der Politiker“

    Über den mündigen Bürger denke ich in dieser Zeit öfters drüber nach und komme zu keinem klaren Ergebnis.

    Es wimmelt von Aufklärung in der Druck-Presse, den Medien und Sondersenungen.

    Wie weit ist des mit der Weitsicht der Menschen jetzt, wenn sie an den Regeln vorbei das machen, was sie nicht machen sollten?
    Reisen, Fliegen, Schlupflöcher, Tirol, wieder in die Kneipe wollen (am liebsten morgen schon), maskenfrei in Kohorten in den Parks rumlaufen usw. usw.

  28. hans sagt:

    Ja der “ mündige Bürger“. Ich bin ja der schon öfters geschriebenen Meinung das ich in meinem Urlaub im September an der Algave eine viel diszipliniertere Bevölkerung gesehen zu haben als hier. Was der Mutant mit ihnen gemacht hat haben wir die letzten Wochen gesehen. Allerdings sind in GB und auch in Portugal die Zahlen jetzt so das es so aussieht als ob man auch den Mutanten in den Griff bekommen kann. In GB stellt sich halt die Frage wie groß der Anteil der Impfungen an dem Erfolg ist. Was man aber überall lesen konnte ist das viel Aufwand und auch höhere Strafen eingeführt und betrieben wurde um die AHA Regel durchzusetzen. Ich vermute das wir die Zahl 35 nie sehen werden die nächsten Monate und hoffe das es gelingt mit den gerade beschlossenen Freiheiten bei irgendwo unter 100 sich zu stabilisieren bis der Impfstoff Ende des Sommers beginnt zu helfen. Das wäre schon ein großer Erfolg. Wie die Bevölkerung darauf reagiert wird entscheiden ob es gelingt

  29. Jürgen Malyssek sagt:

    @ hans

    Der Blick auf die Zahlen ist ja nur ein Hinweis, eine Orientierung. Das ganze Geschehen ist zu komplex, um daraus – sagen wir mal – mit einer Inzidenz von 35 eine wirkliche Schlussfolgerung für längeren Erfolg zu schließen.

    Zur Zeit gibt es keinerlei Prognosen für wie lange wir mit dem Virus & Co. noch zu leben haben.
    Es wäre bestimmt hilfreich, wenn Bevölkerung und die Wirtschaft mal mit dem Drängeln aufhören würden, damit die politischen Entscheidungen nicht nur unter diesem Dauerdruck stehen. Aber das bleibt wohl ein ganz frommer Wunsch.

  30. hans sagt:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-impfungen-in-israel-hoffnung-fuer-die-ganze-welt-a-9b510076-759f-4f1e-9c64-099da3d68fec
    Es ist schon spannend was da passiert und gibt auch Hoffnung. Das was in Israel im März ist, ist bei uns im August/ September zu erwarten.

  31. Jürgen Malyssek sagt:

    @ hans

    Wir werden sehen.

  32. hans sagt:

    Ja wir werden sehen. Ich habe gerade den Internationalen Frühschoppen mir angesehen. Da ist niemand so optimistisch wie ich es hier geschrieben habe. Außerdem habe ich private Kontakte nach Ungarn. Deshalb habe ich auch gewusst das es Sputnik V in der EU gibt. Heute habe ich nochmal nachgefragt. Derzeit wird in Ungarn eine Impfung mit 4 Impfstoffen zur Wahl angeboten. Zweie die in Deutschland auch verimpft werden , Sputnik V und den chinesischen Impfstoff. Ich habe geraten sich mit Biontech impfen zu lassen wenn das nicht wochenlange Wartezeit bedeutet. Was man zahlen muss habe ich nicht gefragt. Werde ich aber die nächste Zeit machen.

  33. Jürgen Malyssek sagt:

    Es gibt auch keinen Grund optimistisch zu sein. Aber es gibt genügend Zeit, sich auf eine neue Epoche einzustellen, die eben nicht mehr die alte Normalität sein kann. Vielleicht sehen das ein Karl-Heinz Rummenige in seinem Fußballimperium anders – oder die fröhliche Touristenschar in Tirol?
    Noch immer gilt: Es ist eine weltweite Katastrophe.

  34. Werner Engelmann sagt:

    A propos „mündige Bürger“:
    Ich kann hans bei seinem Eindruck über mehr Disziplin an der Algarve bestätigen: Meine Tochter, die letzten Sommer dort war, hatte einen ähnlichen Eindruck.

    Aber darüber zu diskutieren, habe ich nun wirklich keine Lust mehr. Dass ist auch der Grund, warum ich nicht versuche, mich hier näher einzubringen.

    Nur ein Hinweis: Als Alt-68er ist es schon ein komisches Gefühl, plötzlich zu den „Stützen der Regierung“ gezählt zu werden, nur weil man insbesondere in Notzeiten Solidarität vor allem mit Schwächeren als dringend geboten ansieht.
    Ich vermute mal, dass Jürgen Malyssek mir hier beipflichten kann.

  35. Werner Engelmann sagt:

    A propos „mündige Bürger“:
    Ich kann hans bei seinem Eindruck über mehr Disziplin an der Algarve bestätigen: Meine Tochter, die letzten Sommer dort war, hatte einen ähnlichen Eindruck.

    Aber darüber zu diskutieren, habe ich nun wirklich keine Lust mehr. Das ist auch der Grund, warum ich nicht versuche, mich hier näher einzubringen.

    Nur ein Hinweis: Als Alt-68er ist es schon ein komisches Gefühl, plötzlich zu den „Stützen der Regierung“ gezählt zu werden, nur weil man insbesondere in Notzeiten Solidarität vor allem mit Schwächeren als dringend geboten ansieht.
    Ich vermute mal, dass Jürgen Malyssek mir hier beipflichten kann.

  36. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Werner Engelmann

    Ein komisches Gefühl, ja, ist es schon.
    Aber in diesen Notzeiten blieb mir nichts anderes übrig. Von der Opposition kam außerdem wenig Überzeugendes.

  37. Jörg Harraschain sagt:

    Deutschland ist schon ein merkwürdiges Land. Die Hilfsbereitschaft ist groß – noch größer ist die Bürokratie. Allenthalben hört man den von den Schwierigkeiten der Ü-80-Jährigen, einen Termin zur Impfung zu erhalten. Mit einem Computer können die Alten meistens nicht umgehen und über das Telefon einen Impftermin zu bekommen, dauert oft stundenlang. Viele geben dann resigniert auf. Die Lösung wäre meiner Meinung nach einfach: Freiwillige bieten sich zur Hilfestellung an. Sie übertragen via Computer die notwendigen Daten an das Impfzentrum im Auftrag der Ü-80-Jährigen und übermitteln den Termin der impfsuchenden Person. Ich kenne jemanden, der das so für eine fremde Person mit Erfolg gemacht hat. Also habe ich zu einer Privatinitiative aufgerufen, solche Vermittlerdienste zu leisten. In meinem Bekanntenkreis haben sich sieben Helfer*innen dazu bereit gefunden. Beim Bürgerinstitut für ehrenamtliches Engagement sollen sich 27 Leute gemeldet haben. Dort habe ich erfahren, dass die an sich sinnvolle Aktion nicht weiter verfolgt wird. Ein kleiner Vermittlungsfehler könnte eventuell auftreten, was möglicherweise zu größeren bürokratischen Schwierigkeiten führt. Also hat man die angedachte Aktion gestoppt.
    Auch die Anregung, dass eine mobile Impftruppe zu Alten-Wohnanlagen fahren könnte, (z,B, in die Falltorstraße 86 ) wurde mit dem Argument abgeschmettert, eine Geschäftsleitung dürfe keine Daten an andere weitergeben. So bekommen alle Ü80 Jährigen vom Staat einen Taxi-Schein und fahren einzeln zu Impfung, anstatt in ihrer vertrauten Umgebung geimpft zu werden. Bei einem Heim wäre das etwas anderes.
    Es will mer net in de Kopp enei: Wie kann man in einer so ungewöhnlichen, lebensbedrohlichen Situation – Pandemie!! – auf an sich sinnvolle bürokratische Hürden bestehen? Warum kann man nicht seiner praktischen Vernunft folgen und so so viel Leid ersparen.
    Als 78Jähriger habe ich noch gut die Hamburger Sturm-Springflut 1962 in Erinnerung, als Helmut Schmidt ganz an der Bürokratie vorbei viele Menschenleben gerettet hatte.
    Ich selbst habe nunmehr auch resigniert und habe das Projekt: „Jünger hilft Alt“ aufgegeben. Eigentlich schade – aber irgendwie musste ich meinen Frust loswerden. Wenn auch nur in Form eines Leserbriefes.

  38. Rita Weigl sagt:

    Die vorgestrige Frage lautet Soll der Lockdown verlängert werden? Das interessiert so niemanden mehr. – Sondern: Wie?
    Bitte mehr Logik, eine realitätsnähere Ethik, Mediation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Natürlich sind Schulen ein Ansteckungsherd; mussten das wirklich erst demonstrierende Schüler erklären? Wie peinlich. Natürlich sind Arbeitsplätze ein Ansteckungsherd – also hier bitte genauer hinschauen, statt Kultur, Gastro, Friseure mit besten Hygienekonzepten pauschal abzustrafen. Einfach nur, weil’s einfach ist. Was für ein Schildbürgertum.

  39. Hadi Geiser sagt:

    Die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Patronat unserer famosen Kanzlerin (Verlängerung des Lockdowns bis 7. März) ist skandalös und empörend. Da sich die Inzidenzen gefährlich verringerten und mittlerweile nahe am monatelangen Mantra „50“ liegen, zauberte man flugs einen neuen Wert (35) aus dem Hut, um eine weitere Kollektiv-Quarantäne zu rechtfertigen. Während die Regierenden kostenlose Krokodilstränen produzieren („wir wissen, es ist hart für die Menschen“), dürfen Gastronomie, Kultur und Klein-Selbständige weiter im Regen stehen …
    Das strukturelle Problem besteht darin, daß die politischen Verantwortungsträger allesamt ihre Schäfchen im Trockenen haben. Das dicke Ende aber kommt noch – in Form massiver sozialer und wirtschaftlicher Verwerfungen. Dann allerdings wird Frau Merkel bereits das Kanzleramt geräumt und einen Scherbenhaufen hinterlassen haben, den andere kitten müssen.

  40. Reinhard Matthies sagt:

    Bereits vor rd. 2 Monaten habe ich die Salamitaktik der Politik hinsichtlich des Lockdowns scharf kritisiert und erneure diese Kritik nachdrücklich.Nach derzeitigem Stand werden wir, sollte es im März relevante Lockerungen geben, fast drei Monate das öffentliche Leben mehr oder minder brachgelegt.
    Der wirtschaftliche Schaden insbesondere beim Einzelhandel , kleine Betrieben und der soziale Schaden bei Kindern und in Familien ist nicht zu bemessen. Ich bin mir sicher- kann es aber nicht beweisen- und befinde mich aber in guter Gesellschaft mit diversen Fachleuten, dass ein relativ kurzer ( drei- vier Wochen) kompletter Lockdown die Situation derart entschärft hätte, dass Kitas, Schulen und auch Geschäfte wieder im Normalbetrieb unter Beibehaltung der AHA- Regeln wären. Die Anzahl der Nutzer des ÖPNV wäre sehr verringert worden, Begegnungen am Arbeitsplatz ausgeschlossen. Die Arbeitnehmer hätten Kurzarbeitergeld erhalten oder es hätte auch Betriebsurlaub geben können.
    Nun sind sehr viele Menschen nach wie vor in Kurzarbeit oder haben nun doch ihren Job verloren.
    Impfchaos und Lockdown- Chaos prägen unser Leben, nehmen uns Lebensfreude und kennzeichnen die Unfähigkeit der meisten Politiker. Das wird nachhaltig in Erinnerung bleiben, wenn sie sich wieder um ein politisches Mandat bewerben. Ich habe gar keine Zweifel, dass die derzeitigen Maßnahmen sinnvoll sind ( das zeigen ja die nackten Zahlen), aber das zögerliche Handeln zieht die nun doch schon fast unerträgliche Situation erneut unnötig in die Länge.

  41. Jürgen H.Winter sagt:

    @ Herr Malyssek,
    schon vor einigen Tagen hatten wir Herrn Spahn als Thema. Dieser Mann ist nicht lernfähig. Jetzt macht er mit den Schnelltesten den gleichen Unsinn wie vorher mit den Masken, man glaubt es nicht. Die von ihnen so gelobte Sturheit kann auch ein Nachteil sein. Wenn die mündigen Bürger in diesem Land nicht wären hätten wir wirklich eine Katastrophe, Deppen gibt es immer wieder, aber die Politik war bis jetzt nicht sehr hilfreich. Haben sie die Alten in den Heimen geschützt ? Nirgendwo war man schlechter aufgehoben als da.Die Alten unter Eigenregie waren da viel besser dran, ohne Hilfe. Wenn die Politik heute noch so tut als ginge es ihnen ums Wohlergehen der Alten, nach meinem Dafürhalten geht es um den Medizinbetrieb, der in Betrieb gehalten werden muss, wenn zu viele Alte die Krankenhäuser verstopfen ist niemand geholfen. Warum sagt man das nicht ? So zu tun als wolle man sich um die Alten kümmern scheint mir nicht die Wahrheit zu sein, denn dann wäre man wohl beim Schutz der Heime bemühter gewesen. Dazu kommt, dass die ganzen Zahlenspiele nur Luftnummern sind, da man nicht testet und Herr Spahn das auch nicht will, hat man gar keine belastbaren Zahlen. Ich möchte mal wissen, wo die, die man hat herkommen. Die Unwahrheit in der Politik ist so verbreitet, dass manchmal ein Kabarettist wie Herr Puffpaff zuverlässiger ist als ein Minister, ziemlich egal, wen man nimmt.Ich halte das für schlimm.

    Übrigens, das Virus ist ein Corona Virus, wie unser Schnupfen auch, der ganz normale Schnupfen, der mal mehr mal weniger schlimm ist und auch durchaus zur Lungenentzündung führen kann. Dieses Virus gibt es schon ewig und das Immunsystem wird einigermaßen damit fertig. Es kommt aber immer wieder, man wird nicht immun dagegen. Es spricht nichts dagegen, dass diese Corona Virus sich genauso verhält und deshalb bis auf weiteres, bis wir uns daran gewöhnt haben, eine echte Gefahr bleiben wird. Vielleicht muss man die Impfung immer wiederholen. Ich bin kein Mediziner, aber gegen Schnupfen gibt es keine Medizin, kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage, geht drei Tage, das alte Hausmittel. Von den Virologen kommt da auch nicht viel, wie auch.

  42. hans sagt:

    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/corona-pandemie-bundesregierung-beruft-christoph-krupp-zum-sonderbeauftragten-f%C3%BCr-impfstoffe/ar-BB1dOGuI?ocid=msedgntp
    Das zu machen ist sicher eine Möglichkeit. Aber warum erst im März. Ich weiß jetzt kommen wieder einige mit Besserwisserei aber das Impfstoff gebraucht wird zum impfen konnte man wirklich im November nocht nicht wissen?