„Das Mittelmeer ist die gefährlichste Grenze der Welt“

Liebe Freundinnen und Freunde dieses Blogs,

heute ist ein freudiger Tag, denn heute erschien im FR-Magazin doppelseitig ein Auszug aus unserem Blogtalk mit Ralf-Michael Lübbers über seine Lebensrettungsmission mit der „Sea-Watch 3“. Ich freue mich sehr über diese in meinen Augen gelungene Veröffentlichung, zumal die Chefredaktion entschieden hat, auch die Titelseite mit diesem Thema aufzumachen. Hier kommt ein Screenshot vom Interview, dem folgt ein Link zum pdf der Doppelseite und ein Screenshot von der Titelseite.

LübbersDiese Doppelseite als pdf-Dokument zum Lesen

TitelBeste Grüße

Lutz „Bronski“ Büge

22 Kommentare

  1. Barbara Krämer- van de Loo sagt:

    Liebe FR-Redaktion,

    vielen Dank für Ihre gute Berichterstattung über Flüchtende und Rettungsaktionen und über skandalöse Abschiebe-Praktiken deutscher Behörden!
    In zahlreichen Medien wird seit geraumer Zeit im Zusammenhang mit Flüchtenden immer nur über „Probleme“ berichtet, in den Koalitionsgesprächen erweckte vor allem die CSU immer wieder den Eindruck als sei das „Flüchtlingsproblem“(sowie der Familiennachzug) das Hauptproblem der aktuellen deutschen Politik!
    Da tut es gut, von einem Darmstädter Arzt zu lesen, der die unerträgliche Abschiebepraxis hessischer Behörden (jüngst der Fall des 12jährigen mazedonischen Jungen) anprangert und die ihm verliehene Ehrung der hessischen Landesregierung zurückschickt. Oder das ausführliche Interview mit dem Arzt, der sich auf der „Sea-Watch 3“ für die Rettung Ertrinkender im Mittelmeer engagiert!

    Der Einsatz ziviler Helferinnen und Helfer für Geflüchtete hat zum Glück trotz häufiger medialer Schwarzmalerei bislang nicht nachgelassen. Aber es ist wichtig, Stimmen wie die FR-Artikel zu verstärken, die das Gebot der Menschlichkeit und Zivilcourage hochhalten. Das eigentlich Selbstverständliche – Menschen in höchster Not zu helfen – muss selbstverständlich bleiben, sonst werden wir alle irgendwann an der Unmenschlichkeit leiden.

  2. Robert Maxeiner sagt:

    Lieber Herr Lübbers,
    Sie geben mit Ihrem Engagement zur Rettung von Flüchtlingen auch ein Beispiel, an dem sich Menschen orientieren können. Es fordert auf, selbst etwas zu tun,um das Leben auf diesem Planeten etwas menschlicher zu machen.Dafür danke ich Ihnen.

  3. Peter Boettel sagt:

    Ich schließe mich Robert Maxeiner an und wünsche ebenfalls, dass mehr Menschen etwas tun, damit das Leben auf dem Planeten menschlicher wird. Es ist allerhöchste Zeit.

    Vielen Dank an Herrn Lübbers für das vorbildliche Engagement.

  4. Jürgen Malyssek sagt:

    Ich finde es ganz klasse, dass das Thema auf die Titelseite kam und dass Sie, Herr Lübbers, den verdienten Berichtsplatz in der FR bekommen haben! Das ist, um es mit Heinrich Bölls Worten zu sagen, die Einmischung, die es ermöglicht, realistisch zu bleiben. Sie bekennen damit auch Farbe.
    Gratulation auch an Bronski und die FR-Redaktion!

    P.S.: Vielleicht interessiert es Sie?
    Letzte Woche war ich auf einer Wanderausstellung in der documenta-Halle in Kassel: „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“. Hervorragend!
    Unter anderem eine Arbeit von Georg Wolf. Der gelernte Metallbauer hat rund 70 Flüchtlingen beigebracht, wie man Nägel schmiedet und mit ihrer Hilfe das Kunstwerk „Odyssee“ geschaffen.
    Er sagt: „Ich wollte ihnen das Gefühl geben, hier gewollt und gebraucht zu sein. Sie über die wichtige Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft aufzuklären und sie in mein Schaffen einzubinden, statt auszugrenzen war das Ziel der Arbeit.“
    Ich habe bei der Betrachtung dieses Werkes an Ihren Einsatz auf dem Wasser denken müssen.

  5. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Auch ich bin sehr froh, daß die Frankfurter Rundschau wieder einmal dem Thema Flüchtlinge an so prominenter Stelle so breiten Raum eingeräumt hat. Denn es ist eine für alle sehr gefährliche Entwicklung, wenn -wie Frau Barbara Krämer- van de Loo es ausdrückt- „Das eigentlich Selbstverständliche – Menschen in höchster Not zu helfen – muss selbstverständlich bleiben, sonst werden wir alle irgendwann an der Unmenschlichkeit leiden.“ nicht mehr selbstverständlich ist.

    Es gefährdet Flüchtlinge an Leib und Leben. Und es verroht die übrigen Menschen, die Nicht-Flüchtlinge, uns, die wir Glück haben (mehr ist es nicht), zur rechten Zeit am rechten Ort von den „richtigen“ Eltern geboren worden zu sein.

    Es passiert so viel vermeidbar Schlimmes auf der Welt. Menschen sterben oder vegetieren dahin, weil Spitzenpolitiker international seit vielen Jahren die ganz falschen Anreize setzen: Kein Klimaschutz. Keine fairen Prodkuktions- und Handelsbeziehungen. Waffenexporte aus reiner Profitgier. Flüchtlinge läßt man in der Sahara verdursten oder im Mittelmeer ertrinken.

    Und es gibt andererseits so viel Gutes. Jeder kann versuchen, seinen Teil dazu beizutragen, die Welt so wenig schlimm oder so gut wie möglich zu machen. Von nicht unnötig Auto fahren über Spenden bis hin zur Mitarbeit in humanitären Organisationen, Kunst zum Beispiel auch… Und natürlich eine gute -sich humanitären Zielen verpflichtet fühlende- Zeitung lesen und den Entscheidungsträgern auf die Finger schauen und ggf. klopfen…

  6. Ralf Rath sagt:

    Es mag ja sein, dass viel vermeidbar Schlimmes auf der Welt passiert, wie Herr Lübbers reklamiert. Allein, ich wüsste nicht, woher ich die Zeit nehmen soll, mich einer etwaigen Beantwortung der dadurch offenen Fragen zu widmen. Gehe ich weiter von meiner eigenen Lebenslage aus, sehe ich mich mit einem Alltag konfrontiert, der mich jetzt schon über die Maße beansprucht und der mir kaum ermöglicht, beispielsweise hier im FR-Blog ein paar Zeilen zu schreiben. So liegt mein letzter Urlaub (3 Tage Gardasee) auch schon über ein Jahrzehnt zurück. Nachmittags eine halbe Stunde spazieren zu gehen und anschließend eine Tasse Kaffee zu trinken, ist das einzige Vergnügen, dass ich mir seit längerem gönnen kann. Solange sich die hiesig vorherrschenden Verhältnisse nicht grundlegend ändern und kein Bruch mit solch einer nahezu vollständigen Eingespanntheit erfolgt, bleibt mir letztlich keine andere Wahl, als etwa die in Rede stehenden Schiffbrüchigen auf dem Mittelmeer ihrem Schicksal eines insofern überaus rasch näher rückenden Todes zu überlassen. Dass die dortige Grenze die gefährlichste der Welt ist, ist somit keinem Zufall geschuldet.

  7. Ralf Rath sagt:

    Offenbar war heute Mittag um 12:04 Uhr die Kommentarfunktion erheblich gestört. Anstatt unter meinem von mir angegebenen Klarnamen erscheint mein Text fälschlich unter dem Pseudonym „Anonymous“, das von mir nicht verwendet wird.

  8. Bronski sagt:

    @ Ralf Rath

    Das ist richtig: Es gab eine Softwarestörung des FR-Blogs. Auch Robert Maxeiner war davon betroffen sowie ich selbst. Jetzt ist aber alles wieder in Ordnung.

  9. Ralf Rath sagt:

    Übrigens: Wenn heute der Bundespräsident an der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) davor warnt, sich gleichsam vor den falschen Karren spannen zu lassen, ist die Kritik von Herrn Steinmeier alltagspraktisch kaum zu verwirklichen. Anschaulicher formuliert: Als mein zweitjüngstes Geschwister Aufnahme in einer Palliativstation fand, die auch Herr Lübbers im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau erwähnt, riefen mich in seinen letzten Wochen mehrfach wiederholt wechselnde Personen an, die mir schwarz Staubsaugerbeutel verkaufen wollten. Mit der Konzentration auf meinen im Sterben liegenden Bruder war es danach naturgemäß Essig, weil nach wie vor nicht geklärt ist, wodurch sich ökonomisch-gesellschaftliche Mechanismen konterkarieren lassen (Schumann, M.: Schwacher Handwerker, in: Personalführung 6/2008, S. 100). Wenn selbst Kriminelle bar jeder Vernunft sind und eine Anklage in Kauf nehmen, deren Sühne sie niemals erleben werden, hat man bereits ungefähre Anhaltspunkte dafür, welch immense Anstrengungen nicht zuletzt für eine Seenotrettung auf dem Mittelmeer vonnöten sind. Es nimmt dann nicht wunder, dass angesichts dessen die Risiken in Höhen schnellen, die kein Arzt mehr einholen kann.

  10. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    @ralf Rath:

    „Solange sich die hiesig vorherrschenden Verhältnisse nicht grundlegend ändern und kein Bruch mit solch einer nahezu vollständigen Eingespanntheit erfolgt, bleibt mir letztlich keine andere Wahl, als etwa die in Rede stehenden Schiffbrüchigen auf dem Mittelmeer ihrem Schicksal eines insofern überaus rasch näher rückenden Todes zu überlassen.“

    Was würden Sie machen, wenn das Haus Ihres Nachbarn brennt? Fänden Sie Zeit, die Feuerwehr zu rufen und die Bewohner zu retten, oder würden Sie warten, bis sich die hiesig vorherrschenden Verhältnisse grundlegend ändern?

    Menschen ihres Schicksals eines insofern überaus rasch näher rückenden Todes zu überlassen wirkt mindestens herzlos, ich würde sogar sagen kriminell inhuman. Juristen sprechen dann wohl von „unterlassener Hilfeleistung“. (Dieser Paragraph stammt meines Wissens von den Nazis.)

    Wer, wenn nicht du? Wann, wenn nicht jetzt?

    Den 19.18 Uhr-Absatz habe ich nicht verstanden. Sie konnten sich nicht auf Ihren im Sterben liegenden Bruder konzentrieren („war danach naturgemäß Essig“), weil Ihnen schwarz Staubsaugerbeutel verkauft werden sollten? Wenn ich Ihnen ausnahmsweise einen persönlichen Rat geben darf: Denken Sie darüber nach, was Ihnen wirklich wichtig ist, setzen Sie Prioritäten und handeln Sie danach. Was Moral betrifft, empfehle ich den Kant`schen Kategorischen Imperativ (stark verkürzt: Was du nicht willst, daß man dir tu, daß füg auch keinem anderen zu).

  11. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    Lieber Herr Büge/“Bronski“,

    in eigener Sache: Wir sind morgen unterwegs zum Ski-Urlaub nach Österreich. Bin dann sicher häufiger offline.

  12. @Ralf-Michael Lübbers
    Sie haben den kategorischen Imperativ nicht stark verkürzt, sondern durch die Goldene Regel ersetzt.
    Kants kategorischer Imperativ als Grundlage der Ethik ist doch sehr diskussionsbedürftig. Unsere Lehrer in der Schule vergaßen in der Regel, darauf hinzuweisen.
    Aber ich glaube, dass Herr Rath ganz andere Probleme hat.

  13. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    „Verhalte dich so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ sinngemäß.

  14. Ralf-Michael Lübbers sagt:

    …“ich glaube, dass Herr Rath ganz andere Probleme hat.“

    Stimmt. Tut mir leid, daß es Ihrem Bruder so schlecht geht, Herr Rath.

  15. Brigitte Ernst sagt:

    Maxime deines Handelns.

  16. Ralf Rath sagt:

    Wie Herr Flessner richtig vermutet, habe ich in der Tat das ganz andere Problem, dass zwar Wissenschaft das weltweit einzig verfügbare Heilmittel ist (Durkheim), ich aber bis zuletzt abseits der Erwartungen der Allgemeinheit außerstande war, meinem Bruder einen dementsprechenden Ausweg zu eröffnen, was aufgrund zunehmend pervertierter Verhältnisse unausweichlich seinen frühen Tod nach sich zog.

  17. Ralf Rath sagt:

    Korrektur zum kategorischen Imperativ, den Herr Lübbers anführt. Im Original lautet § 7 des Grundgesetzes der reinen praktischen Vernunft: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“. Insofern die an sich ihm unveräußerlich gegebene Arbeitskraft meines Bruders unabhängig von meinem Willen entzogen wurde, bleibt nach wie vor die zentrale Frage zu beantworten, wodurch sich die dadurch manifest werdende Wirkmächtigkeit ökonomisch-gesellschaftlicher Mechanismen konterkarieren lässt, wenn man sich nicht heillos in der Irre verlieren möchte.

  18. Ralf Rath sagt:

    Das Problem, für das ich inzwischen geradezu fieberhaft nach einer Lösung suche, lässt sich auf den Punkt gebracht auch folgendermaßen beschreiben: Selbst beim besten Willen kann ich Menschen, die in äußerste Lebensnot (Freud) geraten sind, nicht helfen, weil die dafür zu erbringende Arbeitsleistung mir schon seit längerem unmöglich geworden ist. Dem tausendfachen Tod auf dem Mittelmeer kann ich deswegen nur genauso ohnmächtig zusehen wie dem nicht weniger qualvollen Sterben meines eigenen Geschwisters.

  19. Michael Lübbers sagt:

    Zu Herrn Rath:

    Ich habe ein bißchen Schwierigkeiten zu verstehen, was Sie eigentlich sagen wollen. Es geht wahrscheinlich um die Frage, ob und wann man in Notlagen helfen muß.

    Es gibt Dinge, auf die Menschen keinen Einfluss haben. Alle Lebensweisen sterben beispielsweise. Manche leiden und erkranken unheilbar, weil die Natur das so eingerichtet hat. Viel Leiden ist aber menschengemacht. Und viel Leiden könnte durch die richtige Politik gelindert oder verhindert werden. Und darum geht es: Was können wir, jeder einzelne und die Gemeinschaft tun, um dafür zu sorgen, daß jeder gut leben kann?

    Ein totalitärer Diktator und eine Bundeskanzler und ein Konzernchef haben da mehr Möglichkeiten als ein Bandarbeiter. Aber in einer Demokratie haben viele die Möglichkeit, gut zu handeln.

    Goethe hat mal sinngemäß (!) gesagt, man solle Dinge hinnehmen, die man nicht ändern kann und Schlechtes bessern, wenn man das kann, und weise sei es, wenn man zwischen beidem unterscheiden könne. Ich laß das jetzt mal so fälerhaft, damit Herr Flessner und Frau Ernst was zu verbessern haben:-)

  20. Ralf Rath sagt:

    @Herr Lübbers
    Es ist im Grunde nicht besonders „verklausuliert“, wie Frau Ernst sagen würde, was mich umtreibt: Der Mensch als soziales Wesen ist unauflöslich an die Bewegungsgesetze einer modernen Gesellschaft gebunden. Gutes zu tun, eröffnet dabei nicht nur Chancen, sondern birgt auch zugleich immense Risiken in sich. So sind angesichts der gegenwärtig immer aggressiver um sich greifenden Rückwärtsgewandtheit vor allem diejenigen Bürger an Leib und Leben bedroht, die ihr Handeln an der fortgeschrittensten Erkenntnis orientieren. Selbst die gediegenste Sprache, das stichhaltigste Argument oder die eleganteste Formulierung können nicht das Geringste an der dadurch vorherrschenden Machtstruktur ändern. Ohne eine vorausgehende Suche nach Ansatzpunkten für den Bruch mit solch einem überaus barbarischen Regime geht es also nicht.

  21. Ralf Rath sagt:

    Anmerkung zu meinem um 15:31 geposteten Kommentar an die Adresse von Herrn Lübbers: Laut einer älteren Meldung auf der letzten Seite der Frankfurter Rundschau machte sich sogar Sir Mick Jagger als der Sänger der Combo namens „Rolling Stones“ schon vor Jahrzehnten auf, rückwärts zu joggen, um sich dadurch angeblich fit zu halten. Die von ihm damals stillschweigend geübte Kritik rezipierten hingegen bis heute kaum welche. Ich für meinen Teil lernte bereits in jungen Jahren, rückwärts auf dem Lenker sitzend mit dem Fahrrad zu fahren, ohne dass Dritte daraus jemals die richtigen Schlüsse gezogen hätten.

  22. Michael Lübbers sagt:

    Zu Herrn Rath:

    Was meinen Sie mit dem „barbarischen Regime“?

    Wir FR-Leser leben in einer einigermaßen funktionierenden Demokratie. Wir können Mißstände anprangern und müssen nicht zwangsläufig irrational handeln, anders als das in totalitären und diktatorischen Staaten der Fall ist. Dieses Privileg sollten wir nutzen!

    Niemand ist hier gezwungen, die Bildzeitung zu lesen, Fleisch zu essen und Glühlampen zu verwenden. Wir können auf den Putz hauen, wenn Politiker ausschließlich für Lobbyisten und gegen die Menschen entscheiden. Und natürlich haben einige Menschen mehr Macht, Gutes oder Schlechtes zu tun, als wir „Normalos“.

    Das sollte uns aber nicht davon abhalten, immer wieder für das Richtige zu kämpfen: Für das, was den Menschen nützt. Allen Menschen. Wahre Demokratie ohne Lobby-Einfluß.

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