Der Klimawandel existiert für Trump nicht

US-Präsident Donald Trump ist der Meinung, dass Treibhausgase die Menschen und das Gemeinwohl nicht gefährden, und kippt eine zentrale Einschätzung der US-Umweltbehörde von 2009, auf der rechtlich gesehen nahezu alle US-Klimaschutzregeln basieren. US-Klimapolitik ade!

Trump macht eine Milchmädchenrechnung auf: Zahlreiche Produkte, etwa Autos, werden günstiger, wenn keine Umwelt- und Klimaschutznormen einzuhalten sind. Das könnten die Menschen tatsächlich am persönlichen Geldbeutel zu spüren bekommen. Doch diese Rechnung lässt alle Kosten außen vor, die durch fehlenden Klimaschutz entstehen, etwa die Kosten von mehr verheerenden Wirbelstürmen, durch mehr Überschwemmungen, Dürren oder heftige Waldbrände. Es ist eine Binsenweisheit: Jeder Dollar, der in den Klimaschutz gesteckt wird, zahlt sich doppelt und dreifach aus.

Links zur FR-Berichterstattung
Angriff auf das Fundament der US-Klimapolitik
Kommentar: Lust an der Klima-Zerstörung

Bei den meisten Regierungen auf diesem Planeten ist diese Botschaft nach langem Bohren dicker Bretter durch Umweltschutzgruppen und -parteien angekommen, auch wenn sich viele immer noch so verhalten, als wäre Klimaschutz etwas, das wir uns leisten, wenn noch Geld dafür übrig ist. Auch die USA waren schon auf diesem Level angekommen, doch ein bekanntlich wissenschaftsfeindlicher Trump kümmert sich nicht um solche Erkenntnisse.

Das sind keine guten Nachrichten für das Klima weltweit und für alle Menschen, die diesen Planeten in naher und ferner Zukunft bevölkern werden. Es ist nicht das erste und auch nicht das einzige Beispiel dafür, dass dieser US-Präsident wohldurchdachte und sinnvolle Regeln und Institutionen missachtet, ignoriert und zerschlägt.


… und die Erde ist eine Scheibe

Der irre Clown hat wieder zugeschlagen: Der Klimawandel existiert nicht, Treibhausgase sind nicht gesundheitsschädlich. Was kommt als Nächstes? Die Erde ist eine Scheibe? Wem’s nicht passt, wird über die Kante geschubst?

Satan existiert wirklich, ist allerdings eine Frau, klein, blond und hört auf den Namen Ursula. Die darwinsche Evolutionstheorie ist ein Irrtum, der US-Amerikaner stammt nicht vom Affen ab, alle anderen schon. Viren sind eine Erfindung des Demokratischen Establishments, Krankheiten entstehen durch schlechte Gedanken und verbreiten sich durch die sogenannte Meinungsfreiheit, deswegen helfen auch Impfungen nicht, diese werden verboten,

Die Dinosaurier sind gar nicht ausgestorben, sie bevölkern ein verwunschenes Reservat in den Rocky Mountains, ihr Fleisch wird unter der Bezeichnung „Soja“ vermarktet und dient den US Nahrungsmittelriesen als Grundlage für ihre Veggieburger

Es gibt nur ein Geschlecht, nämlich das Männliche, alles andere ist ein Zeichen von Degeneration und muss sich der Männlichkeit unterwerfen.

Bitte betrachten Sie diese Agenda nur als den Beginn eines Goldenen Zeitalters, gerne lade ich das interessierte Publikum zu weiteren Vorschlägen ein.

Christoph Preu, Georgsmarienhütte


Wie kann so jemand Präsident werden?

Wer die Umweltthematik weder versteht noch etwas für den Klimaschutz tun will, der ist absolute Fehlbesetzung für ein Präsidentenamt. Eine konsequente Klimapolitik ist notwendig, um die Existenzgrundlagen zu sichern, da der Klimawandel das Artensterben beschleunigt und natürliche Ökosysteme bedroht. Das wird von seriösen Politikern mittlerweile anerkannt.

Trump geht es nur noch darum, die eigenen Interessen zu befriedigen. Wenn am nächsten Tag eine andere gefühlte Wahrheit besser den eigenen Zielen entspricht als am Tag zuvor, dann nimmt man eben die. Der amerikanische Philosoph Harry G. Frankfurt nennt das „Bullshit“. Bullshit hat ein Verhältnis zur Wahrheit, das im Grunde gar kein Verhältnis mehr ist.

Ansonsten hat er jede Menge anderer unqualifizierter Bemerkungen von sich gegeben, z.B.: „Waterboarding ist noch zu harmlos. Ich wäre so was von brutal“. „Ich könnte jemanden mitten auf der 5th Avenue in New York erschießen und die Leute würden mich trotzdem wählen“. „Die Globale Erwärmung wurde von und für die Chinesen erfunden, um die US-Produktion wettbewerbsunfähig zu machen.“ „Ich weiß mehr über den IS als die Generäle. Glaubt mir. Ich würde die Scheiße aus ihnen herausbomben. Ich würde diese Kerle einfach zusammenbomben.“ „Das Schöne an mir ist, dass ich sehr reich bin.“ „Wir haben eine ganze Menge sehr böser Typen in diesem Land.“ „Es spielt wirklich keine Rolle, was die Medien schreiben, solange du einen jungen und schönen Hintern hast.“

Wie kann ein solcher Mann Präsident werden?

Christian Schauer, Alzenau


Ein Klimaexperte hat was rausgefunden

Der Klimaexperte Trump erklärt CO2 für unbedenklich. Und hat zudem herausgefunden, dass die Erde doch eine Scheibe ist.

Fritz Brehm, Frankfurt


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7 Kommentare zu “Der Klimawandel existiert für Trump nicht

  1. Wer im Glashaus sitzt …
    Es ist wohlfeil, über POTUS Trump zu schimpfen. Und seine KlimaPolitik stinkt wahrhaftig zum Himmel. Nur – wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Fassen wir uns an die eigene Nase. So wirklich engagiert sind weder Bürger noch Regierung dieses Landes in Sachen „Klima“.
    Es wird geflogen, wie schon lange nicht mehr. Weltweit zählte man in 2024 rund 9.5 Mrd. Passagiere (Quelle: Chat GPT). Der Trend ist steigend. Kreuzfahrten sind der Renner. Der Trend ist steigend. Fernreisen boomen. Die E-Mobiltät macht zwar Fortschritte, aber noch sind es Trippelschritte. Regierungsseitig hat Klimaschutz nicht die oberste Priorität. Wachstum ist das Mantra. Stärke, Aufrüstung, Größe sind weitere Schlagworte. Klima? – nun ja! Es stimmt ja: POTUS Trump ist in Sachen Klima ein verstörender Zerstörer (das st diesmal nicht militärisch gemeint). Nur – wirkliche Vorbilder sind D und die EU nun auch nicht. It’s the economy, stupid. Zumindest diesen Wert teilt die Welt noch mit den USA.

  2. zu @ Bertram Münzer
    Ihre Einschätzung teile ich weitgehend aber um so mehr wundere ich mich das man tatsächlich so etwas wie die Kommunale Wärmeplanung durchführt. Das ist wohl das größte Projekt seit 1945. Man will die Wärmewende in D. durchführen. Am 10.02. war in der ARD bei Fakt ein größerer Beitrag zu dem Thema. Es wird die Immobilienwelt in D. zerreißen wenn es wirklich gemacht wird. In dem Beitrag wurde das am Beispiel Leipzig aufgezeigt. Es wird Immobilien geben bei denen das einfach umzusetzen ist und welche bei denen es eigentlich gar nicht umzusetzen ist. Die kann man dann eigentlich nur abreißen. Ich habe den Eindruck das es viele Menschen gibt denen das noch gar nicht klar ist und bin sehr gespannt wie das weiter gehen wird. Das es für den Klimaschutz notwendig ist sollte klar sein aber das in der derzeitigen Stimmung?

  3. Donald Trump sowie die amerikanische Fossilwirtschaft haben mit seiner Hypothese zur Klimapolitik nicht nur wissenschaftliche Fakten infrage gestellt und regelrecht zum „Teufelswerk“ erklärt. Der US-Präsident hat Amerika mit seiner „größten Deregulierungsmaßnahme aller Zeiten“ die amerikanische Kultur und das dortige Bildungswesen in die Zeit vor Galileo Galilei zurückkatapultiert. Der italienische Wissenschaftler revidierte nicht nur die von der katholischen Kirche dominierte Theorie, die Erde sei eine Scheibe, er widerlegte auch die Hypothese der Stellung der Erde im Weltall. Dafür wurde er von der katholischen Kirche wegen Ketzerei angeklagt. Trump sei hier gewarnt; bei der Rückbildung der Erde zu einer Scheibe kann man schnell vom Rand herunterfallen.
    Den gleichen Weg geht die amerikanische Regierung und macht sich zum Handlanger der amerikanischen Wirtschaft. Dieser Weg zur Zerstörung der Umwelt stellt nach dem Zollkrieg sowie der Reglementierung bezüglich der internationalen Wirtschafts- und Rüstungspolitik eine weitere Eskalationsstufe auf dem Karriereweg der Machtgier Trumps dar. Nur seien Amerika, Trump und die Fossilwirtschaft darauf hingewiesen, dass die Gefahr der immensen Naturkatastrophen nicht an Grenzen Halt macht, sondern dass sich die Gefahr von Unwettern auf die USA und die internationale Welt ausdehnen wird. Somit muß sich die amerikanische Regierung mit deren extremen Form des National-Egoismus vorwerfen lassen, einen neuen Krieg ausgerufen zu haben. An dieser Stelle sei hervorgehoben, dass Donald Trump nicht durch einen Putsch oder eine andere Gewaltmaßnahme an die Macht gekommen ist sondern ganz legal durch eine demokratische Wahl mit mindestens 50 % eines Wähleranteils gewählt wurde. Seine erste Amtszeit, seine Wahlkämpfe sowie sein Putschversuch nach seiner verlorenen Wahl waren genügend Hinweise darauf, was nicht nur Amerika sondern die internationale Welt bei einem neuen Amtsantritt erwartet. Von daher ist es explizit in Amerika erstaunlich, dass sich ein solch erheblicher Teil einer mündigen und auch gebildeten Bevölkerung in eine solche Unmündigkeit begeben kann, auch die Tatsache des geringen Widerstandes von der Straße ist für das einstige Musterland einer Demokratie bedauerlich. Die gezeigte Machtgier und seine Narzismus lassen durchaus Spekulationen zu, dass Trump während der noch kommenden Rest-Amtszeit versuchen wird, das bestehende Wahlrecht außer Kraft zu setzen und dass er, hoffentlich gegen den Widerstand der Gerichte, versuchen wird ohne eine weitere Wahl, seine Amtszeit um eine Legislaturperiode zu verlängern.

  4. Der Weg zu Nettonull wird der Effizienz folgen. Am Anfang stand die Idee, elektrische Primärenergie mit Fotovoltaik und Windstrom kostengünstig zu erzeugen. Dieses Ziel wurde erreicht. Die Gestehungskosten von Strom aus Solar- und Windparks sind auf vier Cent pro Kilowattstunde gefallen.
    Was folgt ist der zweite Schritt. Speicher sind unabdingbar für eine Energieversorgung, die auf fossile Energie verzichtet. Speicher werden der Schlüssel sein, für eine zuverlässige und sichere Versorgung mit volatiler Primärenergie.
    Tagesspeicher gleichen die täglichen Schwankungen der Stromerzeugung aus. Saisonale Speicher übernehmen die Versorgung, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.
    Die Tagesspeicher werden als elektrische Lithium- oder Natriumionen-Speicher an den Netzeingängen Schwankungen der Stromerzeugung ausgleichen und die Leistung der Stromerzeugung an das Netz anpassen. Zusätzlich werden sie an den Netzausgängen parallel zu den Ortsnetztransformatoren die Schwankungen des Bedarfs ausregeln. Die Effizienzgewinne bestehen darin, den Netzausbau einzusparen und die doppelte Menge an Strom zu übertragen. Das ist auch notwendig, weil der Strombedarf sich verdoppelt. Entscheiden ist, dass die Tagesspeicher an der Peripherie des Netzes angeordnet werden. Im Netz würden sie eine effiziente Netzauslastung behindern. In Summe speichern sie mit 1,5 TWh den halben Tagesbedarf.
    Die saisonalen Langzeitspeicher arbeiten mit Brennstoffzellen und Wasserstoff. Sie übernehmen mit einer Kapazität von 50 TWh und 30 Großkraftwerken für mehr als zwei Wochen die gesamte elektrische Versorgung. Vorteilhaft ist es, sie an den Orten der heutigen Kraftwerke zu stellen. Überschüssigen Strom nehmen sie aus dem Netz, erzeugen mithilfe von Brennstoffzellen Wasserstoff, der in Gaskavernen gespeichert wird. Bei Bedarf wandeln sie den Wasserstoff ebenfalls mit ihren Brennstoffzellen wieder zurück in Strom.
    Beide Speichersysteme arbeiten so zusammen, dass ständig ausreichend elektrische Energie vorhanden ist. Das verstetigt den Strom im Netz und den Strompreis an der Strombörse. Es macht die Merit-Order-Regel und ein Tariflastmanagement überflüssig.
    Beide Speichersysteme lassen sich kurzfristig realisieren, weil sie aus modularen Einheiten bestehen, die sich vor Ort flexibel zusammensetzen lassen.
    Betrachtet man den Weg vom Ende her, so zeigt sich, dass der Strombedarf von 500 auf 1000 TWh steigen wird. Kohle, Erdöl und Erdgas werden als gespeicherte fossile Energien in der Höhe von 3000 TWh durch Strom ersetzt. Das spart 2000 TWh an Wärmeverlusten. Eine Herausforderung besteht darin, die Stromerzeugung von Fotovoltaik und Windstrom zu verdreifachen. Das ist nicht einfach, aber machbar und bereits auf einem guten Weg.
    Transport und Verteilung des Stroms wird mithilfe von Speichern einfacher. Der Lastbedarf wird durch Speicher am Ende der Kaskade geregelt. Das befreit Erzeugung und Transport von der residualen Spitzenleistung. Saisonale Speicher halten ausreichend Energie vor und sorgen für eine garantiert zuverlässige Versorgung. Die modulare Speicherstruktur Struktur verbessert die räumliche und zeitliche Stromverteilung. Blackouts können nicht mehr vorkommen. Die geringen Gestehungskosten elektrischer Primärenergie aus Fotovoltaik und Windstrom kommen ohne hohe Zusatzkosten bei Industrie, Gewerbe und Nutzern an.
    Der Weg gepflastert mit Effizienzgewinnen führt zu einer garantiert sicheren und ökonomischen Versorgung. Das ursprüngliche Ziel eines ökologischen Wandels wird selbstverständlich auch erreicht. Es tritt allerdings in seiner Bedeutung für uns in Deutschland etwas in den Hintergrund. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass Ökonomie und Ökologie den Weg gemeinsam Hand in Hand gehen.

  5. zu @ Reinhard Seyer
    Die spannende Frage die sich bei ihrem Beitrag aufträgt ist: Von welchem Land sprechen sie? D. können sie ja genau so wenig meinen wie die USA. Da sind in beiden Fällen Lobbyorganisationen am Werk die das verhindern werden.

  6. Gas Kathi will wohl ihren Vorgänger Altmeier schlagen und beweisen das sie die bessere Lobbyistin ist. Bekannt sind ja die angedachten Maßnahmen zur Drosselung des EE Ausbaus wie Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine PV Anlagen, Veränderungen der zu zahlenden Netzentgelte oder der Grüngasquote als neuen Höhepunkt des Unsinns. Da will man erst Strom erzeugen diesen dann in Gas umwandeln und dann in den Heizungskellern verbrennen. Sorry da muss man erst mal drauf kommen. Außerdem bekommt man derzeit wohl Anregungen von RWE wie die Ausschreibungen der neuen Gaskraftwerke zu formulieren sind. Ich denke da kommt noch einiges auf uns zu.
    https://www.pv-magazine.de/2026/02/26/geheimpapier-zur-kraftwerksstrategie-rwe-draengt-auf-huerden-fuer-batteriespeicher-und-privilegien-fuer-gas/

  7. Heute ist in der FR auf der Klimaseite ein Bericht wie die Streichung der Einspeisevergütung für PV Kleinanlagen sich auf den Ausbau in Zukunft auswirken wird. Das was da steht ist zwar richtig aber nur ein Teil der Wahrheit. Im Grunde hängt die Rentabilität einer PV – Hausanlage davon ab was man mit dem Strom macht den man erzeugt. Das sollte auch genau so aufgezeigt werden in so einem Bericht. Im genannten Beispiel wurde der Strom nur für den Haushalt und die Einspeisung verwendet. Wenn man dann die Einspeisung weg nimmt amortisiert sich die Anlage in 20 Jahren nicht. Das ist richtig und die verwendeten Zahlen sind auch ok, aber warum sollte man so vorgehen? Wobei mir klar ist das die meisten so einsteigen. Wenn man aber den Strom für den Haushalt, die Einspeisung, die Wärmepumpe, das E- Auto und die Klimaanlage verwendet im Regelfall wenn eine Ersatzbeschaffung ansteht wird aus der Investition eine hochrentable Geldanlage. Dabei ist die Einspeisevergütung noch der kleinste Punkt. Das ist halt auch ein Teil der Wahrheit und ich würde jedem raten der diesen Weg gehen will das auch zu machen wenn die Einspeisevergütung gestrichen wird. Wobei natürlich sie ein wichtiges Argument ist weil der Aufbau der genannten Punkte wahrscheinlich Jahre dauert und die Einspeisevergütung sofort gezahlt wird. Deshalb glaube ich auch das der Ausbau zum erliegen kommen wird wenn sie gestrichen wird obwohl das ein Fehler ist. Eine Pv Kleinanlage ist auch ohne Einspeisevergütung langfristig rentabel wenn man den Strom richtig verwendet. Wenn jetzt eine Ministerin den Bau von solchen Anlagen abwürgt ist das purer Lobbyismus

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