Fragt sich eigentlich jemand, ob Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, jemals selbst an das Ziel geglaubt hat, das er einst ausgab: unglaubliche 25 Prozent Rendite? Und wenn ja, war er sich dessen bewusst, dass er damit ein Leitmotiv setzte? Wenn nicht, hat er verantwortungslos gehandelt; wenn doch, müsste er
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Ein Polizeichef wird niedergestochen und schwer verletzt. Der oder die Täter kommen mutmaßlich aus der rechtsradikalen Szene: „Viele Grüße vom nationalen Widerstand“, werden sie zitiert. „Du linkes Bullenschwein, du trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer Kameraden herum.“ Der Begriff „nationaler Widerstand“ ist eine Parole in der Neonaziszene. Prompt wird wieder nach
Hermann Roth aus Frankfurt zum Thema „Menschenrechte“: „Vielen Dank, dass Sie dem Thema „Menschenrechte“ so viel Raum gegeben haben und dass Sie mit Beispielen belegen, wie traurig und erschreckend die Bilanz nach 60 Jahren ausfällt. Natürlich könnte man mit diesem Thema viele Bücher füllen und ständig neue Beispiele für Menschenrechtsverletzungen
Vor rund vier Jahren verbrannte der Asylbewerber Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau. An Händen und Füßen gefesselt lag er in der Zelle. Mit einem Feuerzeug, das bei seiner Durchsuchung anscheinend übersehen worden war, zündete er die Matratze an. Der Feuermelder gab Alarm, doch die Polizeibeamten ließen wertvolle Minuten
Die EU hat gesprochen: Die Glühbirne wird abgeschafft. Die Stromfresser sollen schrittweise vom Markt verbannt werden. Birnen mit mehr als 100 Watt sollen von September 2009 an aus dem Handel genommen werden. Anfang 2010 folgen dann Birnen mit mehr als 40 Watt und zwei Jahre später auch schwächere Lampen. Harald
FR-Mann Volker Schmidt möchte einen wichtigen Leitsatz im Grundgesetz verankert wissen: Draußen nur Kännchen. Hintergrund: Die CDU hat auf ihrem Parteitag beschlossen, folgenden Satz ins Grundgesetz aufnehmen zu wollen: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.“ Die FR-Leserinnen und -Leser sind voll des Lobes für diesen Vorschlag. So schreibt Hanne Neufeldt
In Zeiten der Krise sind sie die ersten, die gehen müssen: Leiharbeiterinnnen und -arbeiter. Dabei sind die Bedingungen, unter denen sie eingesetzt werden, häufig sehr schlecht. Sie machen die Dreckarbeit, werden schlecht dafür bezahlt und müssen hochgradig flexibel sein. Sie erfahren mitunter am Nachmittag, dass sie am nächsten Tag zur
Der RAF-Terrorist Christian Klar kommt frei. Nach 26 Jahren in Haft, die er wegen der besonderen Schwere seiner Taten zu verbüßen hatte. Eine Regelung im deutschen Strafrecht besagt, dass Straftäter nach Verbüßen von zwei Dritteln ihrer Haftstrafe vorzeitig aus der Haft entlassen werden können. Allerdings zur Bewährung; Klar bekommt eine
Wolfgang Clement geht, verlässt die SPD. Nachdem sich am Montag die Bundesschiedskommission der SPD noch gegen einen Parteiausschluss des ehemaligen Superministers und Hartz-IV-Vaters ausgesprochen hatte, schmiss Clement der SPD einen Tag später die Brocken vor die Füße: „Hiermit erkläre ich mit Wirkung vom heutigen Tag meinen Austritt aus der Sozialdemokratischen
Es gehe um die Sicherheit in Deutschland. Das zu betonen wird Wolfgang Schäuble nicht müde, zumal wenn es um erweiterte Kompetenzen für die Ermittlungsbehörden geht. Doch das BKA-Gesetz, das unter anderem die Online-Durchsuchung privater Computer ermöglichen bzw. regeln sollte, wird wohl dennoch nicht kommen. Die SPD-Fraktion im Bundestag will es
Hier eine Auswahl von Leserbriefen vom 24. November Sigurd Schmidt aus Bad Homburg: „In Leitartikeln, Wirtschaftsseiten und Feuilletons vermisst man eine Auseinandersetzung über die völlig unterschiedlichen semantischen Inhalte des Begriffs ‚Neo-Liberalismus‘, wie er im amerikanischen und deutschen Sprachraum gebraucht wird. Im deutschen Verständnis von Neoliberalismus schwingt – entsprechend der Doktrin der
„Es ist etwas faul im Sozialstaat Deutschland“, schreibt Katharina Sperber im FR-Leitartikel, „wenn Sozialgerichte heute 25 Prozent mehr Klagen gegen Hartz IV auf den Tischen haben als noch vor Jahresfrist.“ Und: „Die rot-grüne Bundesregierung hat 2005 ganz großen Murks gebaut, als sie festlegte, den Regelsatz der Kinder nicht nach ihrem wirklichen
Irgenwie ist es ja schon aufregend. Wir erleben derzeit Tage und Wochen, über die es schon bald heißen wird, dass sie historisch seien. Kaum 20 Jahre nach seinem vermeintlichen Sieg über den real existierenden Sozialismus bricht derzeit der real existierende Kapitalismus zusammen. In einem Tempo, dass man das Gefühl bekommt, einem Zeitrafferfilm
Der Publizist und Politologe Martin Hecht hat einen Gastbeitrag in der FR veröffentlicht, in der er die Gewissensentscheidung von Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts auseinandernimmt: „Von Müntefering über Vogel bis in die führenden Blätter der Republik herrscht Verständnis, wenn nicht Respekt für Abgeordnete, die so mutig ihrem Gewissen folgten.
von Herbert Kugelmann aus Friedrichsdorf: „Es gibt Gesetze, die der Gerechtigkeit ins Gesicht schlagen, die wir als Bürger, die noch an einen Zusammenhang zwichen Gerechtigkeit und Recht glauben, nicht ändern können. Gewiss, wir können wählen. Wenn aber alle Parteien, die maßgebenden Einfluss auf die Gesetzgebung haben, hinter diesen Gesetzen stehen?
Andrea Ypsilantis Versuch, die hessische Politik personell und inhaltlich zu erneuern, ist gescheitert. Vier abtrünnige Abegordnete haben ihr, die bis heute morgen noch als designierte Ministerpräsidentin galt, die Gefolgschaft aufgekündigt. Dabei kann man Dagmar Metzger noch am wenigsten vorwerfen; sie hat aus ihrer Haltung keinen Hehl gemacht. Dass nun aber
Gastbeitrag von Gerd Zeitter aus Frasdorf: „Oberleitungsstörung. Heute fährt mein Zug auf einem anderen Gleis – kleiner zusätzlicher Fußmarsch mit Gepäck. In umgekehrter Wagenreihung – klar, am Ende des Bahnsteigs. Glück gehabt, gerade noch rechtzeitig am Eingang der zweiten Klasse. Hätte mich gar nicht so zu beeilen brauchen, offensichtlich möchte
Jetzt ist es raus: Auch Andrea Ypsilanti kann nur mit Wasser kochen. Rot-grün hat einen Koalitionsvertrag ausgehandelt, der von den politischen Realitäten geprägt ist. Große Sprünge sind nicht möglich. Streitpunkt Frankfurter Flughafen: An den Betreiber ergeht die Aufforderung, mit den Bauarbeiten für die neue Startbahn noch ein Jahr zu warten; Rot-Grün
Wenn es nach Bundesfinanzminister Peer Steinbrück geht, dann geht es der Schweiz an den Kragen. Seit Jahren schon verschlechtern sich die Beziehungen zu unserem südlichen Nachbarn kontinuierlich, zuletzt vor allem wegen des Gezerres um Überflugrechte: Beim Anflug auf den Zürcher Flughafen war im süddeutschen Luftraum eine Menge los – mehr als
Heute ein Gast-Beitrag von Heinz Rogel aus Offenbach: „Er braucht einen Coach, der neue Kanzlerkandidat, oder einen besseren Ghostwriter, ein paar Nachhilfestunden bei seinem früheren Chef vielleicht. Denn er kann es nicht. Er kann nicht phrasieren und artikulieren, nicht vom Piano zum Fortissimo sich aufschwingen, er hat kein Gespür für