Die Wut der Bergleute richtet sich gegen die Falschen

Der Zwischenbericht der Kohlekommission zur Frage des Kohleausstiegs liest sich wie ein „Wünsch Dir was!“ für alle. So viele unterschiedliche Interessen, wie da am Verhandlungstisch zusammensaßen, so viele unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche Positionen findet man in dem Papier. Betriebsbedingte Kündigungen sind nun nicht mehr per se ausgeschlossen. Dafür haben die Gewerkschaften ihre Forderung untergebracht, dass wegfallende Arbeitsplätze durch ebenso gut bezahlte neu zu schaffende Jobs ersetzt werden müssen. Wie stellt man sich das vor? Bergleute sind keine Ingenieure, die können nicht so ohne weiteres von ihrem Braunkohlebagger in ein Entwicklungszentrum für Speichertechnologie wechseln oder zu Fachleuten für Energieinfrastruktur werden. Offenbar will die Gewerkschaft mit ihrer Forderung den Kohleausstieg erschweren. Warum sagt sie ihren Mitgliedern nicht, dass der Fortschritt sich vielleicht verlangsamen lässt, dass er aber nicht aufzuhalten sein wird und dass die Folgen dieser Verlangsamung alle Menschen – vorwiegende noch ungeborene – betreffen werden, auch die eigenen Kinder und deren Kinder?

Vor zwei Wochen demonstrierten tausende von Bergleuten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen schnellen Ausstieg aus der Kohle. Jeder von uns wird ihre Sorgen verstehen, sicher auch diejenigen, die sich noch nie um den Verlust ihres Arbeitsplatzes Sorgen machen mussten. Und doch ist dieser Protest rückwärts gewandt und dient allenfalls kurzfristig den Interessen der Demonstrierenden. Mittelfristig, das müsste doch eigentlich allen klar sein, sollten wir unsere kreative Energie in die Entwicklung von Ideen und Konzepten stecken, die in eine emissionsarme Energiewirtschaft führen. Das wäre letztlich im Interesse aller. Umwelttechnologien könnten künftig für Deutschlands Exportwirtschaft denselben Stellenwert haben, den heute die Automobilindustrie hat. Der Protest um den Hambacher Forst sollte eigentlich allen Beteiligten klargemacht haben, dass die deutsche Zivilgesellschaft endlich Lösungen fordert.

fr-debatteWie das Orchester auf der Titanic

„Tatsächlich: Unsere Region ist derzeit ‚in Wallung‘ – der Hambacher Forst wurde in den letzten Jahren immer mehr zum Symbol für den Aufbruch in eine Welt jenseits fossiler oder atomarer Energiegewinnung/-nutzung, welche, rund 200 Jahre nach dem Beginn der Industriealisierung, immer deutlicher unseren Planeten in den Abgrund zu ziehen droht. 50.000 Menschen demonstrierten vor wenigen Wochen für den Erhalt des Forstes bzw. für eine forcierte Energie- und Verkehrswende als wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel. Jetzt gingen 16.000 RWE-Mitarbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße; organisiert von einer Gewerkschaft, die im Verein mit dem RWE-Konzern wirkt wie das Orchester auf der Titanic: Weiterspielen bis zum Untergang. Aber schlimmer noch die Politik. Seit vielen Jahren ist die Notwendigkeit des Wandels offensichtlich. Doch die Politik verschläft, ignoriert und folgt den Einflüsterern der ausschließlich am Profit orientierten Konzernspitze, anstatt den Stukturwandel zu planen und einzuleiten.
Wenn jetzt der Ministerpräsident des Landes, Armin Laschet (CDU), die Wichtigkeit betont, „dass die (Kohle)Kommission zu einem gesellschaftlichen Konsens beiträgt“, dann betont er das, was er selbst, die Regierung und die Politik nicht zu leisten imstande ist. Auf der Kundgebung der RWE`ler ließ sich Herr Laschet nämlich wie folgt verlauten: „Es ist gut, dass Sie da sind; es ist gut, dass so viele Tausend heute hier zeigen: Wir können auch laut werden.
Nicht nur die, die Polizisten angreifen, bestimmen das Klima im Land, sondern auch anständige Leute, die jeden Tag zur Arbeit gehen und unseren Wohlstand erarbeiten“. Konsens, war da was? Was der Ministerpräsident hier betreibt ist Spaltung – und zwar auf einem schäbigen Niveau! Mich würde es nicht wundern, wenn die Wallung weiter Raum greift – die Regierung zündelt jedenfalls kräftig mit.“

Bernd Bremen, Aachen

fr-debatteWut der Bergleute richtet sich gegen die Falschen

„Ich habe den Protest der Braunkohle-Beschäftigten mit sehr gemischten Gefühlen verfolgt. Wie fast alle, verstehe ich ihre Sorgen undÄngste, die ja ganz real sind. Nur kämpfen sie, wie so oft in der Geschichte, den falschen Kampf. Sie stellen sich auf die Seite des Groß Konzerns RWE und seiner Handlanger, der Landesregierung, und greifen die Umweltaktivisten an, die einen verzweifelten Kampf gegen eben diesen Konzern führen, um vielleicht doch noch eine Klima Katastrophe abzuwenden, oder, was sehr viel wahrscheinlicher ist, sie wenigstens
abzumildern. Die Wut der Bergleute müsste sich eher gegen RWE und die verantwortlichen Politiker richten, denn diese haben durch ihr Profitstreben, bzw. ihr Nichtstun diese Menschen erst in die jetzige Situation gebracht. Seit Jahren liegen die Umweltfakten auf dem Tisch, und es war allen Experten klar, dass der Braunkohle Bergbau keine Zukunft hat. Verantwortliche Arbeitgeber und Politiker hätten also Zeit gehabt, dessen  Ende in kleinen  Schritten vorzubereiten und so den Ausstieg sozial verträglich zu gestalten. Dieser Vorwurf geht auch an die Gewerkschaften: wahre Interessen Vertreter der Arbeiter hätten genau so, nämlich vorsorglich, handeln müssen. Ich weiß nicht, ob es den wütenden Bergleuten klar ist, aber die sehr real drohende Klima Katasrophe wird uns alle betreffen!“

Gert Immich, Oberhausen

fr-debatteWenn der Bürger stinkig wird

„Dem Herrn Gert Immich gebe ich tausendpromillig recht.Es ist nicht falsch oder verwerflich, dass die Braunkohle-Beschäftigten für Ihre Interessen und Familien kämpfen, nur die Ziele, für die sie auf die Straße gehen, finde ich nicht sehr überzeugend. Wenn man unserer Klimakanzlerin glauben will, sollten bestimmte Ziele bis 2020 erreicht werden.
Es ist deshalb kaum vorstellbar, wenn man es ernst gemeint hat, dass eine Reduzierung des Kohleabbaus und der Verlust der damit verbundenen Arbeitsplätze in der Planung nicht berücksichtigt wurden, geschweige denn was mit den betroffenen Regionen passieren soll.
Nun stellt man fest, die angestrebten Ziele sind nicht mehr zu erreichen und wundert sich, dass der Bürger stinkig ist. Es will net in mein Kopp enei, dass duch Fehlsteuerung der Regierung, 100 000 Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Industrie, ohne großes Aufsehen verloren gingen und 18 000 Braunkohlekumpels nicht zu gleichen oder besseren Bedingungen in Arbeit gebracht werden können. Wenn ich mir, die durch den Kohleabbau verschandelten Landschaften betrachte, bin ich als blutiger Laie überzeugt, dass Einiges zur Renaturierung geschehen muss und stelle mir gleichzeitig die Fragen wer die Kosten dafür trägt, wieviel Personen und Arbeitsstunden erforderlich sind und vor allem ob es dafür Pläne gibt. Fürs Erste schlage ich vor ein nettes Gebäude mit viel Grün drumherum zu errichten und darin das Bundesverkehrsministerium samt Minister unterzubringen. Vielleicht mit etwas „corriger la fortune“ (damit haben unsere Verkehrsminister Erfahrung) kann man, als Dank für das von der Regierung entgegengebrachte Verständnis in der Dieselproblematik, die Lobbyisten dazu bewegen eine hübsche Autofabrik für „Nichtdieselfahrzeuge “ in der Niederlausitz zu bauen.“

Anita und Franz Osterloh, Frankfurt

fr-debatteWir legen noch eine Schippe drauf

„Es ist das erwartbar jämmerliche Ergebnis. Nebulöse Faselei ohne jede Konsequenz. Jeder will möglichst viel vom Kuchen. Das ganze unter der Regie der beiden Volksparteien, unserer von der Industrielobby gesteuerten Regierung. Was konnte man erwarten? Nichts anderes. Die Volksparteien hatten wohl gehofft, über die beiden Landtagswahlen zu kommen, die Bürger jedoch bekommen langsam kalte Füße. Worüber die Politiker sich ob der Wahlverluste wundern, ist mir jedoch ein Rätsel, denn mit einfach Nichtstun sind viele Bürger nicht mehr zufrieden.
Die Katastrophe ist unterwegs. Wie sie dann aussehen wird, wird sich zeigen. In der Arktis steigt die Temperatur seit den 90er Jahren alle 10 Jahre um 3,7 Grad, bis jetzt also um etwa 10 Grad, gemessen in Spitzbergen von einer deutschen Messstation. Auch bei uns ist in diesem Jahr, mit Ausnahme des März, jeder Monat um etwa 3 Grad zu warm. Und nicht nur bei uns. Man muss wohl davon ausgehen, dass die Hoffnung, 1,5 Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts zu erreichen, Fake news sind. 2 Grad in den 40ern scheint mir realistisch, was immer das wettermäßig zu bedeuten hat. Regenfluten wie jetzt in Südeuropa, oder Dürre, wie bei uns, niemand weiß es,die Meteorologen scheinen mir auch ziemlich ratlos.
Was mich wundert, ist, dass Politik und Wirtschaft dem ganzen tatenlos zusehen, seit Jahren schon, ja, mehr noch, die Entwicklung beschleunigen. Immer größere Autos, mehr Luftverkehr, mehr allgemeine Umweltverschmutzung im weitesten Sinne. Natürlich ist das eine evolutionäre Entwicklung, aber es ist doch glasklar, dass dies zu verschiedenen Katastrophen führen wird. Offensichtlich ist dies den Beteiligten egal, nur ,wie geht der Spruch: Geld kann man nicht essen!
Als Jahrgang 38 habe ich Mangelwirtschaft erlebt, aber zu sehen, wie die Weltgemeinschaft in die Katastrophe segelt, die mit Mangelwirtschaft nur unzureichend beschrieben werden kann, und wir, die wir wenigstens die Möglichkeiten haben, gegenzusteuern, mit Bravour noch eine Schippe drauflegen, es ist unbegreiflich.
Übrigens, meine Fake news dazu: Die aliens wollen die Menschheit ausrotten!“

Jürgen H.Winter, Schöneck

20 Kommentare

  1. @Jürgen H. Winter
    „In der Arktis steigt die Temperatur seit den 90er Jahren alle 10 Jahre um 3,7 Grad, bis jetzt also um etwa 10 Grad, gemessen in Spitzbergen von einer deutschen Messstation.“
    Da müssen etwas falsch verstanden haben.
    Auf dem Hamburger Bildungsserver findet man folgendes:
    „Nach Lang et al. (2015) ist in den letzten 35 Jahren die Jahresmitteltemperatur auf Spitzbergen um 2,8 °C angestiegen, die Sommertemperatur dagegen nur um 0,79 °C. Ohne das besonders warme Jahr 2013 wäre der Anstieg der Sommertemperaturen kaum signifikant.“
    (http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Gletscher_auf_Spitzbergen)

  2. Die ganze Diskussion schwebt irgendwie im luftleeren Raum.
    Schauen wir mal zur Abwechslung mal ein paar Daten an. Trotz Energiewende hat die Stromproduktion aus Braunkohle seit dem Jahr 2000 praktisch nicht abgenommen. Der Strom aus den Windturbinen wurde benötigt, um den Strom aus den Kernkraftwerken zu ersetzen. Die Stromproduktion aus Kernkraft wurde aber bisher nur auf 50% reduziert. Auch bei forciertem Ausbau der Windenergie, der überhaupt nicht gesichert ist, wird es noch Jahre dauern, um den Kernkraftstrom durch Windstrom zu ersetzen.
    Auch der Strom aus Biogasanlagen muss wohl zum Teil ersetzt werden, weil inzwischen auch die Grünen eingesehen haben, dass die „Vermaisung“ der Landschaft ein Irrtum war.
    Wenn die E-Autos wirklich kommen sollten, wird der Stromverbrauch noch mal massiv ansteigen.
    Die Energieszenarios unserer Nachbarn Frankreich, Schweiz und Belgien sind darauf aufgebaut, dass sie künftig Strom importieren; vermutlich aus Deutschland.
    Bevor man beginnen kann, die Braunkohle durch Windstrom zu ersetzen, werden also noch viele Jahre ins Land gehen.
    Ich würde die nächste Sitzung der Kohlekommission vertagen und zwar um mindestens 10 Jahre.

  3. hans sagt:

    Ich habe schon öfters geschrieben das es für viele Bereiche richtig wäre eine möglichst dezentrale Energiewende zu fördern. Das sollte auch die Kohlekommission voran treiben um den Menschen eine Zukunft zu geben. Das ist nicht nur gut für die Kohleregionen sondern auch für das Thema der Förderung des ganzen ländlichen Raumes oder der Fluchtursachen Bekämpfung an anderer Stelle. Ich hoffe das die starken Grünen in Hessen da einiges bewegen. Viele wichtige Seiten eines SPD Programms könnte man auch sofort schreiben. Um das noch deutlicher zu machen stelle ich hier einen sehr interessanten Film ein.
    https://www.youtube.com/watch?v=DPTsBEFrTo8

  4. Hallo Herr Flessner,ich hoffe es geht ihnen gut.Die Temperaturangaben stammen aus einem Fernsehprogramm ,ich glaube es war NTV ,ja,ich weiß,aber was soll man machen.Der Eindruck war sehr professionell , die Leute arbeiten dort seit den neunziger Jahren , es gibt keinen Grund, ihnen nicht zu glauben . Es gab auch früher schon einen Bericht von einem Meeresbiologen in der FR, der sich ähnlich äußerte.Als Normalsterblicher habe ich keine andere Möglichkeit, zu halbwegs verlässlichen Daten zu kommen .Ihre Hamburger Daten erscheinen mir jedoch eher unglaubwürdig ,wie kommt es dann zu Temperaturen von Null Grad am Pol zu Weihnachten?? Wie dem auch immer sei es ist offensichtlich schwierig an verlässliche Daten zu kommen , man muss wohl aus dem Fenster schauen und sich selbst ein Bild machen.Fake News wo man hinschaut.Wie dem auch sei, die Erwärmung ist da.So wie die Dinge liegen habe ich meinem Leserbrief nichts hinzuzufügen.Es ist für mich schwer verständlich, dass überall die Meinung vorherrscht,man habe noch alle Zeit der Welt, um umzusteuern.Dem ist nicht so.Wir müsser aufhören, CO2 in die Luft zu blasen,egal was die Konsequenzen sind, Mangelwirtschaft , extrem teurer Strom ,keine Mobilität,etcetera.>Ja ich höre schon den Aufschrei,aber ich möchte daran erinnern, wir haben nur einen Planeten.Ja, nennen sie mich ruhig einen Katastrophenfreak , ich wünschte, ich wäre es, aber ich fürchte, uns bleibt nur,uns darauf einzustellen, wie auch immer mit den Folgen fertig zu werden.Leider.

  5. hans sagt:

    Das geht zwar am Thema vorbei aber mich hat interessiert wieviel % die AFD in solch einem Energiewende Kreis bekommen hat. Das ist ja ein Landkreis der von seiner Grundstruktur schon mit Sachsen vergleichbar ist. Hier hat die AFD 9% bei der letzten Bundestagswahl bekommen. Ich denke bei einer ähnlichen Politik wäre das in Sachsen auch nicht mehr. Also die dezentrale Energiewende ist die Lösung egal ob für die Lausitz oder Sachsen um wieder zum Thema zurück zu kommen.

  6. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Schauen sie sich den Film an den ich zwei Beiträge weiter oben eingestellt habe. Die von ihnen befürchtete Katastrophe kann problemlos ausfallen. Wir müssen nur Anfangen damit und den Lobbygruppen die im Moment dagegen arbeiten die Macht nehmen. Übrigens das neuste Buch von Franz Alt heißt “ Lust auf Zukunft“

  7. Hallo Hans,ich habe mir ihren Video Clip angesehen, sehr beindruckend, sicher ist das der richtige Weg,auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet.Es fehlt eben an Nachdruck von Seiten der Regierung,solange man dort glaubt,dass eine Kommission es schon richten wird,wird das Ganze nur zerredet.

  8. hans sagt:

    Was die 100000 Leute die in der PV Industrie ihren Job verloren haben denken wenn sie jetzt die Kohlekommission bei ihrer Arbeit sehen? Ich kann natürlich verstehen das jeder Mensch sich für den Erhalt seines Arbeitsplatzes einsetzt, aber der Staat muss die Betroffenen alle gleich behandeln.

  9. Die Dekarbonisierung der Welt würde Veränderungen mit sich bringen, die jenseits aller Vorstellungskraft liegen. Dagegen ist der Strukturwandel in den Braunkohleregionen ein Klacks. Hier stimme ich ausnahmsweise mal mit Frau Dr. Kemfert überein.
    Die Kosten der Dekarbonisierung wurden mal mit 68’000 Milliarden abgeschätzt (wenn ich mich richtig erinnere). Mit wie viel soll der Strukturwandel in der Braunkohle unterstützt werden? 1,5 Mrd. Euro? Peanuts!

  10. Es ist wie immer bei diesem Thema, still ruht der See, nichts rührt sich. Man sollte doch meinen, dass bei diesem wie ich meine existenziell wichtigen Thema mehr Reaktion käme, aber nein,Hilflosigkeit, wo man hinschaut.Natürlich hat Hans recht mit seinem Beispiel, nur deckt das fast nichts ab.Was ist mit Fliegerei, Schifffahrt ,Verkehr ? Wie das mit Elektrizität gehen soll ist mir ein Rätsel. Da scheint mir die Wasserstoff Variante, die Toyota gewählt hat, aussichtsreicher. Aber wie gesagt, ich bin Laie, und still ruht der See….Allem Anschein nach tut die Welt so, als wäre nichts. Business as usual .Bis jetzt können wir hier ja auch an der Heizung sparen, das ist doch ein Anfang (das ist ein Scherz, ein böser )Bin mal gespannt, wann es beginnt ,zu regnen , bis jetzt waren es immer nur drei Tropfen. Wenn man sich den Winterweizen und Raps ansieht, so ist das ganz schön löcherig,die Landwirtschaft hat jetzt schon große Sorgen hinsichtlich 1919 .

  11. hans sagt:

    Das die Energiewende im vorbei gehen zu machen ist hat soweit ich weiß noch niemand gesagt. Das sie auch ökonomisch sinnvoll ist und zu einem Wohlstandsgewinn für alle führt habe ich mit dem oben eingestelltem Beispiel denke ich belegt.

  12. hans sagt:

    Der Weltölverbrauch liegt bei ca 100 Millionen Barrel Öl/Tag. Das sind 15,9 Milliarden Liter. Derzeit zahlt man in D. fast einen Euro pro Liter. Das bedeutet das man durch das ersetzen von Öl ca 15 Milliarden /Tag einsparen kann. Dabei ist Kohle und Gas gar nicht mit betrachtet aber auch nicht das Öl auch noch für andere Sachen gebraucht wird.
    Die Zahlen zeigen nur überschlägig auf warum das von mir gezeigte Beispiel vom Rhein Hundsrückkreis über 20 Jahre zu solch einem wirtschaftlichen Erfolg geführt hat. Die Weltenergiewende wird diese mit Wahrscheinlichkeit sehr positiv verändern.

  13. hans sagt:

    zu @ Jürgen H.Winter
    Wir haben das Thema hier schon öfters gehabt . Das mit dem Strom ist überhaupt kein Rätsel. Sonne und Wind haben das Potential mehrere 1000 mal mehr Energie bereit zu stellen als die Menschen brauchen. Lesen sie mal in einer ruhigen Stunde ein bisschen in dem Link den ich jetzt einstelle. Das sollten einige Politiker speziell die auch in der Kohlekommission sitzen auch tun.
    https://www.ise.fraunhofer.de/

  14. Fast alle, die etwas von der technischen Seite der Energiewende etwas verstehen und die vier Grundrechenarten beherrschen und auch viele Politiker wissen doch schon lange, dass mit der deutschen Energiewende sich am Klimawandel nichts ändert. Nur hat man den Leuten 20 Jahre das Gegenteil erzählt und die Menschen einige hundert Milliarden Euro zahlen lassen. Wenn sich jetzt ein Politiker hinstellt und sagt: «Sorry, war alles ein Irrtum und das Geld ist leider weg.», der begeht politischen Selbstmord. Es wissen selbst die Grünen, dass die «Vermaisung» der Landschaft für die Biogasanlagen ein Irrtum war und wahrscheinlich mit am Insektensterben schuld ist, aber den Mut das zuzugeben hat keiner.
    Also geht die Farce noch etwas weiter und die Kohlekommission ist nur ein kleiner Teil davon.

  15. hans sagt:

    zu @ Henning Flessner
    Das ihnen das was ich jetzt verlinke nicht gefällt wird niemanden wundern der hier schon länger mit liest. Natürlich hat es Fehlentwicklungen gegeben. Das ist bei einem solchem Prozess wie die Energiewende darstellt wahrscheinlich nicht zu verhindern. Zu dem was ich oben zum Rhein Hundsrückkreis verlinkt habe schreiben sie gar nichts. Wahrscheinlich weil sie das nicht für möglich gehalten haben. Das geht mir aber genau so . Unter den technischen Bedingungen die man da die letzten 20 Jahre hatte hätte ich so was auch nicht als wirtschaftlich darstellbar erachtet und schon gar nicht mit solchem Ergebnis. Mit den heutigen Preisen für EE ist das noch um Längen rentabler. D.hat mit der Entwicklung der EE historisches geleistet. Das hat dazu geführt das die Grüne Welle angefangen hat zu rollen. Auf dem ganzen Planeten. Obama hatte in seiner ersten Amtszeit auch nichts mit Klimaschutz am Hut gehabt. Das bedeutet nichts anderes als das die grüne Welle ökonomisch getrieben ist und nicht wegen des Klimas. Das ist Fluch und Segen zu gleich. Fluch weil es aus Klimagründen schneller gehen sollte und Segen weil es aus ökonomischen Gründen unaufhaltbar ist. Die grüne Welle ist im Link besonders gut auf Seite 3 zu sehen wie sie in den USA von West nach Ost rollt.https://www.photovoltaikforum.com/around-the-world-energiewende-weltweit-t124173.html

  16. @hans
    Sie verlinken immer Werbung und Werbung kommentiere ich normalerweise nicht.
    Warum Sie das photovoltaikforum verlinkt haben, ist mir unklar.
    Der Hunsrück-Kreis ist ein strukturschwaches Gebiet ohne jegliche Industrie, der von anderen Landkreisen finanziell (u. a. durch die EEG-Zulage oder Zuschüsse des Landes) unterstützt wird.
    Soll das ein Vorbild für ganz Deutschland sein? Zurück zur Natur in die romantische, vorindustrielle Zeit?

  17. hans sagt:

    Ich weiß nicht ob Werbung der richtige Begriff ist wenn eine Kreisverwaltung einen Film über ein 20 jähriges Projekt veröffentlicht das jetzt erfolgreich abgeschlossen ist. Das große Teile dessen was da gemacht worden ist nicht über das EEG gelaufen ist sollte ihnen doch auch klar sein. Ich meine damit das was da bei der Wärmeversorgung gemacht worden ist. Fakt ist das sie offensichtlich nicht mehr bestreiten , das isst ja auch jetzt kaum noch möglich, das solche Projekte im ländlichen Raum darstellbar sind und dem ländlichen Raum eine Perspektive geben können Das man vor 20 Jahren das EEG dazu benötigt hat will ich gar nicht in Abrede stellen. Das ist kein Schritt in die Vergangenheit sondern in die Zukunft. Derzeit ist das leider auf dem Land nicht wirklich so das es eine bessere Perspektive gibt. Wie die Energiewende in Ballungszentren oder in der Industrie funktionieren soll ist ein anderes Thema. Mir geht es jetzt darum auf zu zeigen das die Energiewende auf dem Land wichtig und richtig ist.

  18. hans sagt:

    zu @ Henning Flessner
    Das PV Forum habe ich verlinkt um auf die Grafik auf Seite 3 hinzuweisen. Auf der kann man sehen wie die Energiewende in den USA voran schreitet.

  19. hans sagt:

    Um mit dem Unsinn aufzuräumen das heute so etwas wie im Rhein Hundsrückkreis auch nur mit Förderung möglich wäre stelle ich wieder einen Link ein der aufzeigt das es nicht mehr so ist.
    https://www.pv-magazine.de/2018/11/02/energiekontor-plant-solarpark-ohne-foerderung-in-mecklenburg-vorpommern/

  20. hans sagt:

    Das Thema hier ist aber eigentlich die Wut der Bergleute. Wie es ist wenn man eigentlich ohne jedes eigene Verschulden seinen Arbeitsplatz verliert haben z. B. auch vor einigen Jahren die Menschen erfahren die das bei der manroland Insolvenz im Rhein Main Gebiet erlebt haben. Dazu habe ich auch gehört und die letzten Jahre erlebt und gesehen wir schwer es anschließend besonders für Leute geworden ist die so Mitte Ende 50 in der Zeit waren. Deshalb auch meine Aussage weiter oben man sollte alle gleich behandeln aus staatlicher Sicht oder auch vor 2 Jahren meine frühe Kritik an Schulz. Inzwischen denke ich dass das erste was der Staat leisten müsste das Thema Qualifikation ist. Ich habe damals gelernt das es für Leute die durch eine Insolvenz arbeitslos werden die Möglichkeit gibt in eine Förderung des Europäischen Globalisierungsfonds zu kommen. Diese Förderung habe ich als sehr gut war genommen. Es gab und gibt aber auch frühere Kollegen die trotz der Förderung nicht mehr wirklich den Sprung in den Arbeitsmarkt geschafft haben. Für solche Leute sollte man wenigstens das Schonvermögen deutlich anheben. Das wären die wichtigsten beiden Punkte die ich sagen würde die nicht nur für die Bergleute sondern für alle Arbeitslose geändert gehören.

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