Mein innerer Reichsparteitag

Explosion in meiner Familie! Eben noch dämmerte meine Gattin auf der Couch seligem Schlaf entgegen. Wer wollte es ihr verdenken, das Spiel Deutschland-Australien war ja früh entschieden, und sie, meine Gattin, ist eh notorisch überarbeitet. Da dreht das ZDF den Sound auf, denn die erste Halbzeit ist beendet, und es gibt Werbung. Das kennt man von den Privatsendern, da ist die Werbung auch immer lauter als der Film, die Sendung, was auch immer. Jedenfalls, meine Gattin ist pünktlich zur Werbung hellwach. Und dann sagt die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein: „Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“ Mann, da geht meine Gattin in die Luft! Schlimme Vergleiche fallen, „rechtslastig“ ist noch einer der harmlosen. Ich bleibe ganz ruhig. „Du sagst das doch auch immer.“ – „Wenn ich das sage, ist das was anderes.“ – „Was ist denn der Unterschied, wenn du das sagst oder die Müller-Hohenstein?“ – „Ich sag das nicht im Fernsehen!“ – „Der Vergleich ist meistens Scheiße, egal ob du das sagst oder eine im Fernsehen.“ Und dann stehen die Zeichen auf Ehekrise.

Inzwischen lache ich darüber. Ich erlebe sozusagen meinen eigenen inneren Reichsparteitag, wenn ich die Leserbriefe lese, die zu diesem Thema hereinkommen. Wie immer, wenn die mediale Aufregung hoch geht, täte ein Moment des Nachdenkens auch im Fall Müller-Hohenstein gut, des Nachdenkens über den Begriff selbst, „innerer Reichsparteitag“. Der ist für sich ja schon so absurd, dass er zum Innehalten geradezu auffordert. Ein Reichsparteitag ist nichts inneres, ganz im Gegenteil. Er kann gar nichts inneres sein, er zielt auf Außenwirkung, er ist reine Propaganda, jedenfalls wenn man die Reichsparteitage der NSdAP damit meint – und welche sonst? Martialische Inszenierung, Aufmärsche, hetzerische Reden, Militarismus. Hat Müller-Hohenstein das gemeint? Etwa in dem Sinn: Miro Klose hat den totalen Krieg ausgerufen, weil er endlich mal wieder ein Tor geschossen hat? Unsinn, das hat sie natürlich nicht gemeint. Aber was dann?

Darüber braucht man nicht lange zu rätseln, es ist ganz profan, und ein anderes Bild hätte viel besser gepasst, nämlich das vom Gordischen Knoten, meinetwegen auch dem inneren, den Klose mit seinem Treffer endlich durchtrennt hat. Das Bild vom inneren Reichsparteitag hinkt. Es meint: Genugtuung, ja Triumph, während sich in der Jacken-, Mantel- oder Hosentasche die Faust im verborgenen Zorn ballt. Es ist kein herausgebrüllter Triumph, wie er typisch war für die NSdAP-Reichstage, sondern es ist ein geheimer Triumph. Ich weiß noch ganz genau, wie mein Vater das Ergebnis der Bundestagswahl von 1972 kommentierte: „Das ist mir ein innerer Reichsparteitag.“ Rainer Barzel war gegen Willy Brandt gescheitert. Barzel, meinte mein Vater, als ich ihn fragte, habe „Dreck am Stecken“. Was das nun wieder bedeute?

Die Redensart vom inneren Reichsparteitag ist parodistisch gemeint – in der Überlieferung und auch in der Weise, in der meine Gattin sie normalerweise gebraucht. Kloses Triumph war allerdings nicht geheim. Er hat seine Genugtuung direkt nach dem Treffer selbst deutlich gezeigt, denn er hat sich selbst, seine Negativserie besiegt. Das sei ihm gegönnt, ebenso noch viele weitere Treffer. Er würde ja so gern den legendären Brasilianer Ronaldo einholen, der bei Weltmeisterschaften insgesamt 15 Tore geschossen hat. Der Treffer im Spiel gegen Australien war Kloses elfter. Er kann das vielleicht schaffen. Müller-Hohensteins Äußerung war nicht nazistisch. Sie war nur dahergeplappert und einfach dumm.

FR-Kommentator Wolfgang Hettfleisch hat sich ziemlich weit von der medialen Aufregung mitreißen lassen, aber in seiner Conclusio hat er wider Willen Recht: „Dummheit ist nicht strafbar.“ Ob das ZDF aber sowas allen Ernstes als „Markenzeichen“ seiner Berichterstattung sehen sollte?

Gerd Steimer aus Schöneck meint zu dem Kommentar:

„Geht’s noch lächerlicher, Herr Hettfleisch? „Innerer Reichsparteitag“ ist ein Begriff, den ich und sehr viele Menschen dauernd benutzen, es ist einfach eine schöne Metapher. Wenn jetzt wieder die dauerbetroffenen spießigen Wichtigtuer und politisch Superkorrekten sich in Entrüstung und allertiefster Betroffenheit üben, so ist nur das megapeinlich und lächerlich. Da lacht selbst der Zentralrat.
Im Ausland schüttelt man nur den Kopf über dieses Getue.
Ein Glück das Hitler nicht Heinz Meier hieß, ähhh darf man eigentlich noch Josef heißen oder verherrlicht man dadurch Göbbels?
Peinlich sind Sie mit Ihrem Artikel, Herr Hettfleisch, auch manche ihrer Kollegen, dass Sie solch eine Lappalie aufblasen (die noch nicht mal eine ist, ich werde – wie sicherlich alle anderen auch – den netten Begrif weiter benutzen)!
Bleim se mal locker und machen se sich nicht so wichtig. Oberlehrer gibts gerade genug in Deutschland.“

Chin-Whan Choi aus Frankfurt:

„Die Redewendung von Frau Müller-Hohenstein ist selten, aber existent. Das hätten sie dieser Frau wohl nicht zugetraut, dass sie solch ein Bonmot herausholt. Sie – diese Tante – ist Ihnen intellektuell überlegen. Das hat sie duch Verwendung dieser derben Redewendung bewiesen. Nein, dass haben Sie durch Ihren Kommentar bewiesen.
Die Redewendung „innerer Reichsparteitag“ hat absolut gar nichts mit rechter Politik oder anderem braun-nationalen Denken zu tun. Dies wissen die alten Herren und Damen vom Zentralrat der Juden und wissen das auch einzuschätzen.“

Holger App aus Frankfurt:

„Der ‚innere Reichsparteitag‘ ist sicher eine unglückliche Formulierung. Bei aller Kritik daran sollte man aber nicht vergessen, dass diese Redensart von Gegnern der Nazidiktatur in spöttischer Abgrenzung zum pompösen Aufmarsch in Nürnberg erfunden wurde. Auch wenn ich selbst lieber vom „inneren Laubhüttenfest“ spreche – die Wortwahl von KaEmHa in die ‚rechte Ecke‘ zu stellen, ist historisch falsch.“

17 Kommentare

  1. walterbrieke sagt:

    Jetzt ist aber schluss. Was soll die Aufregung. Das ist doch fast jedem mal schon rausgerutscht.Es zeigt doch keine politische Einstellung (OK, Ausnahmen gibt es).

  2. Dominik sagt:

    Schön wäre es, wenn diese Aufregung genutzt würde, um vielleicht mal die Gesamtberichterstattung auf die ständigen kleinen Rassismen zu untersuchen. Deutsches Gegröle ist anständige „Fankultur“, das muss der Afrikaner mit seinen Plastiktuten noch lernen. Aber der Afrikaner tanzt halt gern. Und Özil und Cacau bereichern das Spiel der Deutschen, mit ihnen kommt Spielfreude zur harten Arbeit. ZDF-Themenabend Alltagsrassismus, Fortsetzung folgt sicher. Von der BILD wollen wir gar nicht erst anfangen.

  3. klammerbeutel sagt:

    Ich hab den Beweis in der Schwatzipedia gefunden:
    “Innerer Reichsparteitag”

    Dieser Begriff wurde von KMH (Name unkenntlich gemacht) im Rahmen der Weltmeisterschaft 2010 geprägt. Schon durch ihre Initialen in der Nähe des braunen Sumpfes (K. _M_ag _H_itler), nutzte sie die Gelegenheit, auf subtile Weise ihre Sympathien deutlich und den Nationalsozialismus wieder hoffähig zu machen.

    Gerade in einer Zeit, in der die Deutschen glaubten, dieses dunkle Kapitel wäre überwunden und das einzig dunkle, das den voranstürmenden Deutschen noch schaden könnte, wären die Bewohner eines kleinen Landes am unteren Ende des ehemaligen Kolonialkontinents, geschah diese Ungeheuerlichkeit.

    Bereits früh trat sie dem ZDF bei, und nur wer alle Augen verschließt und keinerlei Geschichtskenntnis besitzt, erkennt darin nicht die subtilen Verweise und die Verherrlichung des zweiten Weltkriegs und des Deutschtums (beim Fernsehen gehen wir davon aus, dass es sich nur um Ablenkung handelt).

    Exakt nachdem am 13.06.2010 die erste Halbzeit beendet war, schoß KHM zurück und leitete quasi die zweite Halbzeit ein, indem sie den obigen Begriff erfand und ihn brutal gegen einen unschuldigen Jüngling mit polnischen Wurzeln einsetzte, der angeblich zuerst geschossen hatte.

    Hier muss man nun wirklich völlig der Realität entrückt sein, wenn man die Parallelen nicht erkennen will.

    Wir fordern deshalb alle auf: Beteiligen Sie sich an der Aufregung. Schmähen Sie Leute, die solch unverzeihlich Böses tun. Nur so kann der braune Mob zurückgehalten werden. Die Keimzelle eines jeden Nazis liegt genau in solchen subtilen Aufhetzungen begründet.

    Wenn Sie sich an dieser Hetze beteiligen, sind Sie Ihrer Bürgerpflicht nachgekommen. Sollte Ihnen im realen Leben dann doch mal ein Nazi begegnen, können Sie sich ruhigen Gewissens klein machen und ihn gewähren lassen – Sie haben ja bereits Ihren Beitrag gegen den Nationalsozialismus geleistet.

    Armes Deutschland!

    [Randbemerkung des Authors: Sie haben keine Ironie erkannt? Lassen Sie sich untersuchen!]

  4. Lieber Bronski,

    Ihre Gattin hat recht. Natürlich hätte das niemand in einem vorbereiteten Beitrag so gesagt, wenigstens nicht ohne Erklärung. Ich wollte neulich in einem Radiobeitrag mit Carl Schmitt argumentieren, das haben wir gelassen, weil wir ja am Ende keine Carl Schmitt Debatte haben wollten. Begriffe wirken halt wie Schlüsselreize. Nun hat das Frau Müller-Hohenstein spontan in einer Live Situation gesagt – und da passt jetzt Ihre Argumentation nicht wirklich. Der Vorwurf der Dummheit an Frau Müller-Hohenstein geht ins Leere. Klose hat seine Genugtuung zum Ausdruck gebracht? Er hat sich über seinen Treffer gefreut, nicht anderes. Sein Innerer Reichsparteitag fand wohl später statt, als „Genugtuung, ja Triumph, während sich in der Jacken-, Mantel- oder Hosentasche die Faust im verborgenen Zorn ballt. Es ist kein herausgebrüllter Triumph, wie er typisch war für die NSdAP-Reichstage, sondern es ist ein geheimer Triumph.“ Genau, nämlich gegenüber den ganzen Kritikern Kloses, die seit Wochen den Bayern-Reservisten für den falschen Mann im deutschen Sturm gehaltenhaben. Darauf bezog sich Müller-Hohenstein, und da passt der Begriff nun wirklich wie die Faust auf das Auge … . Also wenn man schon den Begriff nicht nur als Schlüsselreiz definiert und entsprechend kritisiert(das macht etwa Müller-Ulrich im Broder Blog), sondern ihn wie Ihre Gattin definiert, sollte man gegenüber Frau Müller-Hohenstein keinen späten Rückzieher machen – und sie dann doch noch in die Pfanne hauen. Das ist nun nicht fair. Da ist Ihre Gattin konsequenter: Ich darf den Blödsinn sagen, aber ich bin auch nicht im Fernsehen. Ich persönlich fand ja, dass man das Thema nur parodistisch betrachten kann: Löw als Schüler von Manstein. Aber das verstehen eh nur die Briten … .

    Mit besten Grüßen

    Frank Lübberding

  5. fox sagt:

    „Es ist doch für ihn ein innerer Reichsparteitag“, ich musste ertsmal überlegen, als ich das in der Zeitung las. Im Biergarten wurde das ZDF-Gequassel zum Glück ausgeblendet. Irgendwann dämmerte mir, dass das mal vor Jahrzehnten eine Metapher war, die bei damals schon alten Leuten ab und zu benutzt wurde. Ich habe sie nie benutzt und habe sie in den letzten 20 Jahren auch nicht mehr gehört. Ein Zeichen dafür, dass sie fast schon ausgestorben ist, ein weiteres für den antiquierten Sprachschatz der Frau Müller-H. Man kann drüber lachen. Der gordische Knoten wäre auf alle Fälle zutreffender gewesen. Vergessen wir´s doch besser.

  6. Jutta Rydzewski sagt:

    Der mit Abstand dämlichste Kommentar, den ich je in der FR gelesen habe. Dieser Herr Hettfleisch sollte sich einmal fragen, durch wen seine gewählte Begrifflichkeit des „allesfressenden Zuschauervieh“ (auf die er offenkundig auch noch stolz zu sein scheint) überhaupt erst möglich geworden ist. Das Veröden und Verblöden der „Generation Doof“ ist auch das Ergebnis eines Journalismus, wie ihn Herr Hettfleisch versteht. Dieser Mann ist ja gar nicht zu bremsen, Kahn, Gloria von Thurn und Taxis, Broder, ja sogar Monica Lierhaus sind vor ihm und seiner Form der „allesfressenden (Mit)Verwurstung“ nicht sicher.

    Es ist einfach nur lächerlich, was um diesen „inneren Reichsparteitag“ herum geschieht und dem „allesfressenden Leser“ zugemutet wird. Hier soll eine SportreporterIN mal wieder „sturmreif geschossen“ werden, weil sie es gewagt hat, in eine männliche Domäne einzubrechen. Anstatt sich mit diesem Blödsinn an Frau Müller-Hohenstein abzuarbeiten, sollte man(n), z.B. Herr Hettfleisch, sich die diesbezüglichen Sprüche der Barings, Sinns, Henkels, Sarrazins, Heinsohns und Konsorten reinziehen, dann kommen garantiert (alte) Erinnerungen hoch, die hinsichtlich ihrer widerlichen rassistischen Intentionen, weit über jeden „inneren Reichsparteitag“ hinausgehen.

  7. maderholz sagt:

    # 6, Jutta,

    na ja, das ist ja nun sicher auch etwas übertrieben, was Sie da schreiben.
    Oder lesen Sie tatsächlich so wenig ?
    Dass eine Sportreporterin „sturmreif geschossen“ werden soll, konnte ich dem Artikel von Hettfleisch nicht entnehmen, auch nicht als Grund, dass sie in eine Männerdomäne eingedrungen ist.

    Mir ist der Ausdruck „innerer Reichsparteitag“ seit einem halben Jahrhundert nicht mehr zu Ohren gekommen.
    Das mag auch an meinem Bekanntenkreis liegen.

    Ich mag das auch nicht überbewerten. Aber verwundert war ich schon, als ich diesen Ausspruch im Gespräch dieser Dame mit Kahn hören musste. Sie ist zu jung, um ihn von damals her zu kennen…

    Ihrem letzten Satz kann ich voll zustimmen.

  8. maat sagt:

    Also, Eure Kommentare finde ich verwirrend. Diesen Satz vom „inneren Reichsparteitag“ habe ich noch nie gehört. Ich kann gar nicht glauben, dass es solch ein bescheuertes Sprichwort geben soll. Stimmt das wirklich? Und den Zusammenhang zum Fußball verstehe ich auch nicht.

  9. Anna sagt:

    Ich kannte die Redewendung auch nicht. Nun habe ich mal gegoogelt und herausgefunden, dass es zwei dafür Bedeutungen gibt:

    1.Gefühl tiefster Befriedigung / Genugtuung
    Beispiel: „Es war wie ein innerer Reichsparteitag für mich, diesen wichtigen Sieg, also den Aufstieg, in Oberhausen feiern zu dürfen!“
    2.private Zelebration rechtsradikalen Gedankengutes
    Beispiel:“Fehlgeleitete können an einem germanischen Runenstein ihren inneren Reichsparteitag feiern“

    Daraus lässt sich eigentlich gut ablesen wie Frau Müller-Hohenstein es gemeint hat. Ein selten „bescheuertes“ Zitat – das finde ich auch. Ein bisschen bescheuert ist es auch, so ein doppeldeutiges „Malmot“ zu verwenden, aber der Fussballjargon klingt ja oft etwas kriegerisch. Der Wirbel, der darum gemacht wird, ist vielleicht insofern ganz heilsam, als dass wir künftig etwas schlauere Sprüche zu hören bekommen.
    Ansonsten stimme ich Jutta R.’s letztem Satz auch voll zu.

  10. cwc sagt:

    Der innere Reichsparteitag sollte im Zusammenhang Klose eine tiefe Genugtuung und heimliche Feier aussagen.
    Er hatte ja monatelang eine schlechte Leistungsphase und wurde von den Sportreportern schlecht geredet. Durch sein Tor am Sonntag kann er sich nun bestätigt fühlen, lange an sich geglaubt zu haben und dass der Trainer immer an ihn geglaubt hat.
    Die Sportreporter hatten alle unrecht. Darüber kann er sich nun freuen. Da er kein allzu großer Jubler auf dem Platz ist, macht er dies innerlich. Bzw. er wird sich im Innern seiner Seele wohl mehr gefreut habel, als dass er es gezeigt hat. Sicherlich auch Freude über die Sportjournalisten, die falsch lagen.

    Mit Fußball hat der innere Reichsparteitag nichts zu tun. Es ist einfach der Ausdruck einer wohl heimlichen Freude bzw. Feierlaune.
    Es hat wohl auch etwas damit zu tun, dass man sich damals so heimlich über Niederlagen der NSDAP gefreut hatte. Man feierte dann seinen eigenen Reichsparteitag.

    Der Spruch ist gefährlich, wenn die Hörer dessen Ursprung nicht kennen.

  11. BvG sagt:

    Und in der FR gab es eine schöne Satire, genannt Reis‘ Parteitag.

  12. Karin Hoffmann sagt:

    Ich finde den Begriff „innerer Reichsparteitag“ auch nicht so gelungen. Aber diese dumme hirnlose Kritik von Herrn Hettfleisch ist von einem so hirnlosen Niveau, dass ich denke, da ist einer wohl einfach nur eifersüchtig auf die Position einer Kollegin.

  13. Paul Ney sagt:

    [memento] Erinnern möchte ich den Fall der Moderatorin Juliane Ziegler: In der Sendung “Nightloft” auf ProSieben ist ihr — m.E. ungewollt — „Arbeit macht ????“ ausgerutscht; dafür wurde sie gleich gekündigt. Hier ist die Meldung vom 30.01.2008 (der Link funktioniert, mit „.“ 😉 ):
    [ www tv-tipps.net/2516/juliane-ziegler-sorgt-bei-call-in-nightloft-fuer-skandal/ ]

  14. maderholz sagt:

    # 10, cwc :

    Was gemeint war, ist somit hinlänglich geklärt. Nicht aber, warum dieser Begriff anscheinend immer noch in vielen Köpfen festsitzt. Ist er wirklich so genial ?

    Als zweites : Wer bläst ihn auf ? Oder noch besser, warum wird da ein Ballon zum Aufblasen hingehalten ?
    Von wem, zu welchem Zweck ?

    Als Hauptgrund möchte ich mal annehmen, dass es zur Auflockerung diente, sozusagen als Eingangspforte zum beginnenden Sommerloch.

    Wir hatten ja alle etwas Spaß an den Beiträgen.

  15. joffe sagt:

    weniger dramatisch ist es, was eine deutsche sportreporterin (ich will carmen thomas zurück haben) gedankenlos in die welt posaunte, als vielmehr das outing etwa der hälfte der deutschen, die dies in ordnung fanden und sich alles mögliche einfallen lassen , dies auch noch positiv zu begründen–und was den zentralrat der juden anbelangt, der hier irgendwann herhalten musste — für ihn war eine einzelne äusserung entschuldbar, erschrocken war er über die Anzahl derer, die im Nachhinein sich mit dem spruch solidarisierten — neben einem ziemlich dürftigen wortschatz – das wird doch wohl sarrazin mit seiner „geistigen verdummung“ nicht gemeint haben – oder doch?

  16. Jutta Rydzewski sagt:

    @joffe

    Vielleicht können Sie zu Ihrem Beitrag sozusagen noch eine „Übersetzung“ nachschieben, so dass auch ich in der Lage bin, Ihren Gedankengängen zu folgen. Um es ganz konkret zu machen: Was finden denn nun die Hälfte der Deutschen in Ordnung, und wofür muss der Zentralrat herhalten? Welche einzelne Äußerung war für den Zentralrat entschuldbar, worüber war er erschrocken, und woher wollen Sie überhaupt wissen, dass er (der Zentralrat) erschrocken war? Von welcher solidarisierenden Anzahl reden Sie, von welchem Spruch, und von wessen dürftigen Wortschatz? Sie sehen, Fragen über Fragen.;-)

    Was nun Sarrazin und seinen widerlichen Kultur- und Sozialrassismus anbelangt, so schreitet seine geistige Verdummung, in der Tat, mit Riesenschritten voran. Haben Sie das so gemeint, oder habe ich Sie auch in diesem Punkt nicht richtig verstanden? Übrigens, genau so schlimm wie die rassistischen Äußerungen Sarrazins, ist die Tatsache, dass sich immer noch Zeitungen finden (nicht nur die BILD), die diesen erbärmlichen und hetzerischen Schmutz drucken.

    mfg
    Jutta Rydzewski

  17. Max Wedell sagt:

    Puh, und jetzt auch noch das gestrige Spiel, daß gefühlt mindestens der Hälfte der Deutschen irgendwie ein „inneres Stalingrad“ war… die Vergangenheit will einfach nicht aufhören! 😀