Neuigkeiten über Leserforum und FR-Blog

Liebe Leserinnen und Leser!

Hin und wieder sollte man sich hinsetzen und überlegen, was man weiterentwickeln und vielleicht sogar verbessern kann. Also habe ich kürzlich mal ein wenig über das FR-Blog nachgedacht.

Wie Sie alle wissen, ist das FR-Blog die Erweiterung des Print-Leserforums der Frankfurter Rundschau ins Netz: Debatten, die durch Leserbriefe angestoßen werden, können im Blog weitergeführt werden. Das sollte natürlich auch Niederschlag auf den Leserforum-Seiten der gedruckten Zeitung finden. Dies ist allerdings zuletzt kaum noch passiert. Der Grund dafür ist, dass die Zahl der Leserbriefe pro Woche im Lauf der Monate und Jahre kontinuierlich angewachsen ist – und mit ihr die Konkurrenz um den Platz in der Zeitung. Das ist natürlich eine erfreuliche Entwicklung, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei allen Leserinnen und Lesern zu bedanken:

Ihre kritischen Beiträge machen das Leserforum der Frankfurter Rundschau erst zu dem, was es ist. Weiter so!

Gedruckte Zeitungsseiten haben eben den Nachteil, dass sich der zur Verfügung stehende Platz nicht beliebig erweitern lässt. Darum blieben viele Leserbriefe leider unveröffentlicht. Bis jetzt. Doch nun starte ich

Projekt Postfach

Wenn Sie sich das Leserforum der FR vom 6. Oktober 2016 ansehen, entdecken Sie die neue Rubrik auf Anhieb. Kurz gesagt: Leserbriefe, für die ich im Print keinen Platz gefunden habe, werden künftig online veröffentlicht, hier im FR-Blog.

Das ist der Auftakt zu einer Reihe von Veränderungen im FR-Blog, die ich vornehmen möchte, um das Blog vielfältiger zu machen. Über die weiteren Veränderungen sei zunächst nur so viel verraten: Am Ende wird auch eine Layout-Reform des FR-Blogs stehen. Aber bis dahin werden noch ein paar Monate ins Land gehen.

Im Postfach werde ich also künftig Leserbriefe veröffentlichen, für die ich im Print keinen Platz gefunden habe. Dafür, dass kein Platz war, kann es verschiedene Gründe geben:

  • Der Leserbrief war zu lang oder
  • zu spezifisch
  • Das Thema lag zu weit zurück
  • Die/der Autor/in hatte erst kürzlich mit einem anderen Leserbrief Erfolg (Faustregel: pro Autor/in nicht mehr als eine Veröffentlichung pro Woche)
  • Die Blattplanung hat mir mal wieder eine Zeitungsseite weggenommen, weil Magazin oder Politik mehr Platz brauchten

Und darum führen wir nun das Postfach ein. Natürlich gelten auch für die Online-Veröffentlichungen Ihrer Zuschriften dieselben Regeln wie für die Print-Veröffentlichungen, wie sie sich auch in den Blog-Regeln niedergeschlagen haben.

bronski-blog-kategorienWas im Print eine Rubrik ist, ist im FR-Blog eine Kategorie. Leider sind die Kategorien derzeit nicht so leicht zu finden, wie ich es mir wünschen würde, aber das werden wir wohl im kommenden Jahr ändern. Wenn Sie in der Navi-Leiste des FR-Blogs auf „Archiv“ klicken, bekommen Sie zurzeit die rechts abgebildete Ansicht. Sie kann nützlich sein, wenn man im Blog Beiträge einer bestimmten Natur sucht. Dort wird mit Veröffentlichung dieses Beitrags eine weitere Kategorie auftauchen: das Postfach.

Screenshot

Und um auch dies gleich noch klarzustellen: Es ist mir nicht möglich, alle Leserbriefe, für die im Print kein Platz war, nun hier zu veröffentlichen. Ich werde eine Auswahl treffen. Dabei werde ich wie gewohnt kritische Stimmen zu Wort kommen lassen, auch solche, die mit der FR ins Gericht gehen. Das Ganze passiert einmal pro Woche, normalerweise mittwochs (diese Woche wegen des Feiertags am Donnerstag). Im Print-Leserforum wird der Link mitgeliefert, unter dem Sie die Leserbriefe finden können. Die Rubrik Postfach im Print-Leserforum will diese Leserbriefe anmoderieren. Sie präsentiert Zitate aus den Leserbriefen, die neugierig machen sollen. Entsprechend gibt es eine Anmoderation im jeweiligen Thread (Diskussionsstrang) hier im Blog. Natürlich kann dann dazu diskutiert werden. Ich möchte darauf hinweisen, dass selbstverständlich die Blog-Regeln gelten: Diskutieren Sie bitte nur die in den Leserbriefen angestoßenen Themen! Wenn Sie eine Anregung für ein anderes Thema einspeisen möchten, schreiben Sie dazu bitte einen Leserbrief, den ich nutzen kann, um diese Diskussion zu eröffnen.

Einen Punkt will ich nicht unterschlagen: Für mich bedeutet diese Neuerung zusätzliche Arbeit, denn der gewohnte Blog-„Betrieb“ soll davon nicht berührt werden. Weiterhin soll es wöchentlich im Schnitt drei neue Threads geben, in denen schwerpunktmäßig zu wichtigen tagespolitischen Themen diskutiert werden kann. Das Postfach kommt hinzu. Ich mag das und ich mache das, um Ihren Meinungsbeiträgen Gewicht zu geben — von nun an auch denen, die sonst wohl einfach übergangen und vergessen worden wären. Das hat mich in der Vergangenheit oft gedauert. Das muss nun nicht mehr sein.

Wenn Sie nicht lange suchen wollen: Die URL (Internetadresse) des Postfachs ist immer gleich aufgebaut.

frblog.de/postfach-datumdesmittwochsderveröffentlichung

Der 6. Oktober 2016 entspricht in dieser Schreibweise 06102016, so dass die URL des ersten Postfachs

frblog.de/postfach-06102016

ist. Auch wenn die Premiere nicht an einem Mittwoch stattfindet, sondern an einem Donnerstag.

Ich hoffe, Ihnen allen damit einen Gefallen zu tun. Auf viele Diskussionen im Geiste freundlichen Austausches!

Und nun hinterlassen Sie bitte Ihre Meinung und Denkanstöße.

Ihr Lutz „Bronski“ Büge

2 Kommentare

  1. Klaus Philipp Mertens sagt:

    Lieber Bronski,

    habe ich das korrekt kapiert: Leserzuschriften für die Print-Ausgabe, die aus Platzgründen (zu lang geraten oder mangels verfügbaren Raums ) oder weil das Thema zwar interessant, aber nicht mehr ganz aktuell ist, werden nach Möglichkeit (weil Journalismus auch Auswählen bedeutet) im Rahmen des Blogs veröffentlicht und dann innerhalb einer gesonderten Kategorie, dem Postfach?

    Wenn ein FR-Leser sich jedoch weniger an Kategorien (Leserforum, Postfach, Blog) orientiert, sondern anhand von Themen, wie findet er seinen Stoff? Die Print-Ausgabe kann er rasch überfliegen, für den Blog wird er mehr Suchzeit aufwenden müssen; denn neben den Threads gibt’s jetzt das Postfach. Dort könnten Themen, die im normalen Blog bereits diskutiert werden, ebenfalls zu finden sein, vielleicht mit anderer Akzentuierung.
    Hilfreich wäre ein Verweis vom Postfach auf den Blog und umgekehrt.
    Denn grundsätzlich finde ich es richtig, den Meinungen der Leser zusätzlichen Platz (und damit einen entsprechenden Stellenwert) einzuräumen.

    Oder existieren diese Pfade/Wegbeschreibungen bereits und ich habe mich lediglich verlaufen?

    Ihr Klaus Philipp Mertens

  2. Bronski sagt:

    Lieber Herr Mertens,

    Ihre Fragen scheinen mir darauf hinzudeuten, dass die Neuerung vielleicht zu kompliziert gedacht ist. Ich muss vielleicht noch mal drüber nachdenken, ob sich das Verfahren vereinfachen lässt.

    Generell ist das jeweils aktuelle Postfach leicht zu finden, weil es immer auf der Startseite des Blogs steht. Um es noch etwas leichter zu machen, habe ich den Rubrikennamen jetzt in die Überschrift übernommen.

    Die Postfach-Threads sind zwangsläufig multi-thematisch. Ich bemühe mich, einen Überblick über die besprochenen Themen zu schaffen, indem ich im Print-Leserforum in der Rubrik „Postfach“ darüber informiere (so wie heute) und im Blog zu Beginn des Postfach-Threads eine kurze Anmoderation anbiete, in der ich die Themen aufzähle. Auf diese Weise kann sich jede/-r schnell informieren, was Sache ist, und muss dann nur ein wenig scrollen, um den Leserbrief zu dem Thema zu finden, das ihn/sie interessiert.

    Das Ganze muss sich noch einspielen, da steckt noch keine Routine drin. Auch meinerseits nicht. Ich überlege zum Beispiel, ob ich das „Postfach“ in die Navi-Leiste aufnehme. Dasselbe ist für das Projekt „Ankunft nach Flucht“ geplant. Ich hatte ja angekündigt, dass sich einiges hier ändern wird.

    Natürlich liefere ich die URL mit. Im heutigen „Postfach“ in der Zeitung steht sie am Schluss des Textes. An dieser Stelle gebe ich für alle Fälle den Direktlink zum heutigen Postfach.