Postfach: Verheerend

Willkommen zum Postfach
vom 21. Dezember 2017

Verheerend

Wieder sind Leserbriefe liegen geblieben, für die ich im Print-Leserforum keinen Platz gefunden habe. Also ab mit ihnen ins „Postfach“ hier im FR-Blog. (Mehr über die Hintergründe –> HIER.) Diesmal zum Thema „Schnittstellen“ – im weitesten Sinne. Hier zuerst ein kleiner Überblick.

  • Jürgen Eiselt aus Frankfurt etwa meint: „Diese sich inzwischen glasklar abzeichnende Entwicklung, dass keine fossilen Rohstoffe mehr aus der Erde geholt und verbrannt werden dürfen, nicht einmal wahrnehmen zu wollen, ist verheerend. Mit praktisch jedem Tag Verzögerung nimmt die verbleibende Zeit für Gegenmaßnahmen unbarmherzig ab.“
  • Völlig falsch findet Hans Schinke aus Offenbach die Strategie der Fraport AG rund um Terminal 3: Sollte es „als billiges Fertigteileterminal auf McDonald’s-Niveau für die kostendrückenden Low-Cost-Carrier“ in Betrieb gehen, müsse sich „sich der Fraport-Vorstand warm anziehen“.
  • Verheerend – da darf Donald Trump natürlich nicht fehlen. Wiederum Hans Schinke meint: „Je mehr die Massen in ihrer Projektion glauben, der Führer sei einer von ihnen, desto besinnungsloser rennen sie ihm hinterher.“
  • Otfried Schrot aus Ronnenberg fragt: „Hi Donald, wie weit wollen Sie die amerikanische Staatsverschuldung noch in die Höhe treiben? Ihre Daseinsvorsorge für das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika ist ärmlich und erbärmlich!“
  • Jürgen Malyssek aus Wiesbaden gibt „zu bedenken, dass es auch männliche Opfer von häuslicher Gewalt gibt. Das kommt hier überhaupt nicht zum Vorschein.“ Kommt es nicht? Das darf durchaus gesagt werden.
  • Und Margrit Seelig de Boll aus Kelsterbach beklagt den Wandel in der Trauerkultur: „Den abartigsten Fantasien sind keine Grenzen gesetzt.“

Und was meinen Sie?

Balken 4Kohleausstieg in Frankfurt – irgendwann – irgendwie?

Zu: „Kohlekraftwerk im Gutleut stilllegen „, FR-Regional vom 27. Oktober

„Was sich bei schon den gescheiterten Jamaika-Sondierungen gezeigt hat, scheint auch in Frankfurt erschreckende Wahrheit zu sein. Verantwortlichen Magistratsmitglieder und Stadtverordneten fehlen grundlegende Kenntnisse über die Brisanz der dramatischen Lage und deren Konsequenzen, wenn Frankfurt nicht so schnell wie möglich aus der Kohlekraft aussteigt.
Wie unter anderem das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung eindeutig belegt hat, haben wir je nach Intensivität der Klimaschutzmaßnahmen nur noch zwei bis neun Jahre Zeit, wenigstens das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Sonst wird sich die Erde unumkehrbar aufheizen. Für das Frankfurter Kohlekraftwerk West der Mainova bedeutet dies, dass spätestens 2027 kein CO2 aus der Kohleverbrennung mehr erzeugt werden darf. Das Ausstiegsjahr 2027 setzt aber voraus, dass ein detaillierter Ausstiegsplan vorliegt und bereits erste Maßnahmen für Fernwärme und Stromversorgung umgesetzt sein sollten.
Im Umweltausschuss der Stadt Frankfurt lag hierzu inzwischen zum zweiten Mal ein Antrag der Linken vor, wie der Kohleausstieg der Stadt bis 2030 abgeschlossen sein kann. Dieser Antrag wurde ohne substanziell nachvollziehbare Argumente wieder von der Tagesordnung genommen. Auf besorgte Fragen der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, welche die Schadstoff-Auswirkungen  auf die menschliche Gesundheit beklagen, kündigte niemand der Stadtverordneten Entlastungen an, oder wenigstens, dass es einen Reduzierungsplan gibt.
Auffallend war hierbei die nicht erkennbare Sachkenntnis der Ausschussmitglieder über CO2-Ausstoß, Gesundheitsgefahren, eingesetzte Technik und realistische Ausweichstrategien. Die Ausführungen der Stadtverordneten über den aktuell niedrigen Kohlebezugspreis, den doch so „guten“ Wirkungsgrad und „Erfolge“ im Bereich Fernwärme zeigten deutlich, dass der sich abzeichnende Notstand in den meisten Köpfen der Stadtverwaltung und Politik immer noch nicht angekommen ist. Denn wenn die Kraftwerksbetreiber, aber auch Immobilien- und Hausbesitzer, durch Effizienz-Maßnahmen beispielsweise 20% weniger fossile Brennstoffe = CO2 verbrennen, bedeutet dies im Umkehrschluss 80% weiter CO2-Klimaschadstoffe erzeugen, meist noch für Jahrzehnte. Das Zwei-Grad Ziel in 2027 bedeutet aber, dass danach keine fossilen Rohstoffe aus der Erde geholt und verbrannt werden dürfen. Außerdem kann der Kohlepreis, und damit zwingend die Heiz- und Stromkosten der Mainova-Kunden, sehr schnell in unvertretbare Höhen schießen. Der inzwischen verbesserte EU-Emissionshandel, eine mögliche CO2-Steuer und der globale Ausstieg aus den Aktienanlagen von CO2-produzierenden / verarbeitenden Unternehmen sind nur einige der vielen potentiellen Kohlepreistreiber.
Diese sich inzwischen glasklar abzeichnende Entwicklung nicht einmal wahrnehmen zu wollen, ist verheerend. Entsprechende Auskunftsverlangen der Umweltverbände und Stadtverordneten immer wieder vor sich her zu schieben, sieht hilflos aus und ist kontraproduktiv. Mit praktisch jedem Tag Verzögerung nimmt die verbleibende Zeit für Gegenmaßnahmen unbarmherzig ab. Je später angefangen wird, desto brutaler muss später mehr bezahlt werden für Investitionen in Anlagentechnik und Effizienzmaßnahmen. Auf Kosten der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger.
Angesichts der unverantwortlichen Luftqualität, unsichere Energiepreisentwicklungen, potentiellen Engpässe beim Kohlenachschub und ganz wichtig, der immer kürzer werdenden Zeit alternative Konzepte umzusetzen, MUSS sich der Magistrat und alle demokratischen Stadtverordneten umgehend den unbequemen Realitäten stellen. Zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sollten notwendige Planungsarbeiten und deren Umsetzung am besten heute noch beginnen. Wer zu spät kommt, den bestraft die kompromisslose Natur.

Jürgen Eiselt, Frankfurt

Balken 4Warm anziehen

Zu: „Auch mit Immobilien auf Wachstumskurs „, FR-Regional vom 3. November

„Laut Meldung der FR hat die Fraport AG nach dem 3. Quartal 2017 beeindruckende Zahlen vorgelegt. Die können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die heutigen Flugbewegungen Lichtjahre unter den Prognosen liegen, die einst zur Rechtfertigung der neuen Landebahn und von Terminal 3 herhalten mussten. Weil das eigentliche Kerngeschäft mit den Segmenten Aviation und Ground Handling weiterhin kränkelt, hat der Vorstand das Segment External Activities & Services und Airport City als zukünftige Ergebnisträger identifiziert. Es ist die richtige Unternehmensstrategie, dass die Fraport AG ihr Knowhow im Immobilienbereich sowie ihre exzellente Expertise als langjähriger Flughafenbetreiber gezielt vermarktet, um sich weltweit als erste Adresse für Consulting, Support und Management von Airports zu positionieren. Völlig falsch dagegen ist die Priorisierung des Retailbereichs als Ergebnisträger Nr. 1, weil der nur wachsen kann, wenn mit den kaufkräftigen Passagieren noch mehr Verkehr und damit noch mehr Krach in die Region gebracht wird. Große Investitionen wie die neue Landebahn wären ohne die Einnahmen aus dem Ladengeschäft nicht finanzierbar, gab Fraportchef Schulte am 11. Oktober 2011 zu Protokoll. Der wahnwitzige Ausbau des Flughafens wäre allerdings auch nicht machbar ohne die tägliche und systematische Gesundheitsschädigung der Menschen in Rhein-Main. Sollte Terminal 3 in 2022 nicht als architektonische „Visitenkarte für die Region“ mit edlen Verkaufsflächen von 9.800 Quadratmetern in Betrieb gehen, sondern als billiges Fertigteileterminal auf McDonald’s-Niveau für die kostendrückenden Low-Cost-Carrier mit ihren geizgeilen Low-Cost-Kunden, dann kann sich Fraport das ambitionierte Ziel, für die Refinanzierung von Großinvestitionen die dringend benötigten Netto-Retaileinnahmen von vier Euro pro Passagier zu erlösen, wohl abschminken. Wenn dann noch Lufthansa-Chef Carsten Spohr im Best-practice-Vergleich die Messlatte für das Kostensenkungspotential in Frankfurt schon mal locker auf 20 Prozent legt, dann muss sich der Fraport-Vorstand warm anziehen.“

Hans Schinke, Offenbach

Balken 4Besinnungsloses Hinterhergerenne

Zu: „Trump beschenkt Reiche „, FR.de vom 17. November

„Immer noch lesenswert sind die Ausführungen von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer „Dialektik der Aufklärung“ vom Mai 1944 zum Star- und Führerkult. Geradezu visionär haben die beiden den Aufstieg von Donald Trump und Konsorten kommen sehen. „Die Meinung, dass der Nivellierung und Standardisierung der Menschen auf der anderen Seite eine Steigerung der Individualität in den sogenannten Führerpersönlichkeiten, ihrer Macht entsprechend, gegenüberstehe, ist irrig und selber ein Stück der Ideologie. [..] Wenn in der Psychologie der heutigen Massen der Führer nicht den Vater mehr darstellt als vielmehr die kollektive und ins Unmäßige gesteigerte Projektion des ohnmächtigen Ichs eines jeden Einzelnen, dann entsprechen dem die Führergestalten in der Tat. Sie sehen nicht umsonst wie Friseure, Provinzschauspieler und Revolverjournalisten aus. Ein Teil ihrer moralischen Wirkung besteht gerade darin, das sie als an sich betrachtet Ohnmächtige, die jedem anderen gleichen, stellvertretend für jene die ganze Fülle der Macht verkörpern, ohne darum selber etwas anderes zu sein als die Leerstellen, auf die gerade die Macht gefallen ist.“ Je mehr die Massen in ihrer Projektion glauben, der Führer sei einer von ihnen, desto besinnungsloser rennen sie ihm hinterher und vergessen dabei völlig, dass der Führer mit der ihm zugeschriebenen Kompetenz nur in ihren Wahnvorstellungen Politik fürs Volk macht. Tatsächlich aber besorgt er längst Eigeninteressen und bedient obendrein noch seine Führungsclique, der er sich immer schon mehr verbunden gefühlt hat als den kleinen Leuten, für die er eigentlich nur Verachtung übrig hat.“

Hans Schinke, Offenbach

Balken 4Ärmlich und erbärmlich

Zu: „Trump beschenkt Reiche „, FR.de vom 17. November

„Hi Donald, wie weit wollen Sie die amerikanische Staatsverschuldung von 18 Billionen Dollar mit Ihren Bauvorhaben und Ihren Kriegsplänen noch in die Höhe treiben? Fangen wir doch mal bei Ihrer Mauer an: nehmen wir einmal an, dass ein einsichtiger Herrgott, der Mitleid mit den USA und der Welt hat, Sie vor dem Ende der Fertigstellung der Mauer von dieser Welt abberuft – welcher amerikanische Präsident nach Ihnen wird es wagen, Ihre Mauer zu Ende zu bauen, ohne von empörten Bürgern aus dem Weißen Hause gejagt zu werden? Es wird darauf hinaus laufen, dass der Torso wieder abgerissen wird. Die Kosten dafür werden die Staatsverschuldung der USA weiter in die Höhe treiben. Des Weiteren – geht Ihnen die Fantasie dafür ab, dass die USA einmal von einer so großen Katastrophe betroffen werden könnten, dass Sie die Hilfe der Welt brauchen? 7000 Meter unter dem Yellowstone – Nationalpark liegt ein Supervulkan auf der Lauer, dessen Ausbruch nach Ansicht von Wissenschaftlern zur Folge haben würde, dass ein Drittel der USA mit Asche bedeckt wird. Künftige Wirbelstürme und die von ihnen angerichteten Schäden könnten als Folge der von Ihnen bestrittenen Klimaerwärmung solche Ausmaße annehmen, dass die Schadenbehebung sowohl die personellen als auch die finanziellen Kräfte der USA übersteigen könnten. Der Einschlag eines Asteroiden könnte einen Teil der USA in ein Trümmerfeld mit Millionen Toten verwandeln. Oder der „wildgewordene Handfeger“ in Nordkorea schafft es am Ende doch, Ihnen eine nukleare Interkontinentalrakete nach San Francisco zu schicken, die furchtbare Schäden anrichtet. Es könnte eine Situation eintreten, in der Sie nicht nur die Hilfe Lateinamerikas, sondern der ganzen Welt benötigen. Was machen Sie dann, der Sie vor allem die Fähigkeit haben, sich täglich neue Feinde in aller Welt zu machen? Donald Trump, Ihre Daseinsvorsoge für das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika ist ärmlich und erbärmlich! Passen Sie auf, dass aus Ihrem dummen „Amerika zuerst“ – Gebrüll nicht das kleinlaute Eingeständnis wird „Amerika ist am Ende“! Donald Trump, lassen Sie die Finger von der Mauer! Und noch eines, Sie Steinzeitmensch: man sollte einen Menschen nicht dafür bestrafen, was er ist, wer er ist und wie er ist, sondern höchstens für das, was er getan hat! Guten Appetit! Möge Ihnen das Frühstücksei im Halse stecken bleiben!“

Otfried Schrot, Ronnenberg

Balken 4Mehr Männer erreichen

Häusliche Gewalt: „Die Männer müssen verstehen, was sie ihren Frauen antun „, Thema des Tages vom 20. September

„Ich habe an sich keinen Grund, die Arbeit von Gerhard Hafner (Beratung für Männer – gegen Gewalt) zu kritisieren oder in Zweifel zu ziehen. Aber ich gebe zu bedenken, dass es auch männliche Opfer von häuslicher Gewalt gibt. Und das sind nicht wenige. Das kommt hier überhaupt nicht zum Vorschein. Insofern bleiben die Männer für das öffentliche Bewusstsein die ewigen Gewalttäter. Frauen als Täterinnen, das ist offensichtlich ein Tabuthema. Wenn es schon darum geht, mehr Männer für das Thema zu erreichen, dann ist es auch endlich an der Zeit, die Kehrseite der Medaille anzuschauen. Von einer Objektivierung des Gewaltproblems rücken wir sonst immer weiter weg. Die Krisen und die seelischen Nöte von Männern bleiben als Untersuchungsgegenstand scheinbar nur wenigen fachlichen Außenseitern überlassen.
Solange diese stereotypen Vorstellungen von „Männern = Gewalt“ widerspruchslos bestehen bleiben und solange das Belastungsmaterial nur auf der Seite der Männer liegen bleibt, solange wird es auch keine kritische Genderdebatte und -forschung geben.“

Jürgen Malyssek, Wiesbaden

Balken 4Alte Werte neu entdecken

Trauerkultur: „Trauern per Mausklick „, FR-Feuilleton vom 30. Oktober

„Danke für ihren interessanten, doch enttäuschenden Artikel zum Buß- und Bettag, am 22.11 2017, dem vormaligen Feiertag, den der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl zugunsten der Pflegeversicherung abschaffte. In Ihrem Artikel wird Jesus Christus mit keinem einzigen Wort erwähnt. Er, der als das höchstentwickelte Bewusstsein, welches je auf Erden gelebt hat, unser christliches Land geprägt hat.
Angesichts der deutlichen Zunahme des Islams, welcher „die Weltherrschaft anstrebt“ – so gestand mir 1970 ein türkischer Atom-Wissenschaftler, dessen Vater ein Imam war -, wäre es angemessen zu bedenken und zugleich wünschenswert, eine deutlich christliche Position in unserm Land zu beziehen, auch wenn man Kirche und Staat getrennt hat. Das Gleichgewicht der Religionen darf nicht gestört werden.
Das 500-jährige Reformation-Jubiläum hat man kürzlich für einige Zeit in den vordergründigen Blickpunkt gestellt, doch wäre es aus dem oben genannten Grund nicht angebracht, die von Jesus Christus gelebte Botschaft mehr in den Vordergrund zu rücken? Man begeht zwar gerne alle christlichen Feiertage, doch die Bedeutung dieser Tage ist vielen fremd.
In Ihrem Artikel spricht es der Theologen Reiner Sörries klar aus:„ Die Kirchen selbst haben für viele Menschen das Deutungsmonopol auf die Themen: ‚Sterben, Tod und Trauer‘ verloren, doch die Trauerkultur nicht vernachlässigt“. Ja, die treibt heutzutage ihre Blüten. Den abartigsten Fantasien sind keine Grenzen gesetzt.
Die Sterberate in Deutschland betrug im letzten Jahr 800.000. Einen Trost vonseiten der Kirchen wird den Trauernden und Hinterbliebenen kaum mehr als „Die Seele geht heim zu Gott“ und „Ruhe in Frieden“ gegeben, obwohl Jesus Christus die Auferstehung uns ja vorgelebt hat. Wäre es nicht wünschenswert, wenn man sich seitens der Institutionen die Mühe machen würde, alte Werte zu Sterben und Tod neu zu entdecken und zu lehren?“

Margrit Seelig de Boll, Kelsterbach

23 Kommentare

  1. Georg Kutschke sagt:

    @Herrn Malyssek
    Ihrer Einlassung stimme ich zu, möchte diese aber in einem Punkt ergänzen. Zum Frauentag berichtete FR am 7. März 2015 etwas differenzierter. Das war allerdings eine Eintagsfliege. Frauen liegen danach bei leichterer Gewalt sogar vorn. „Auch neigen Frauen eher zu indirekter Gewalt Sie schließen aus, manipulieren, begehen üble Nachrede.“
    Das Robert –Koch-Institut berichtet im Bundesgesundheitsbericht 5/6 2013. Frauen ist dieser Bericht oft nicht differenziert genug, sehen sie doch ihren alleinigen Opferstatus gefährdet. Seite 759 sind Häufigkeiten zu entnehmen. Kommuniziert werden solche Ergebnisse nicht. Bei Gewalt gegenübrige Familienmitgliedern liegen Frauen sogar vorn.
    http://edoc.rki.de/oa/articles/repfVFL9MKm0A/PDF/24FsYksH0Ap7s.pdf
    Sie beklagen ein Grundübel feministisch orientierter Kommunikation. Benachteiligungen von Männern werden weggelassen, abgestritten und, wenn nicht mehr zu leugnen, marginalisiert.
    http://frblog.de/postfach-02022017/
    Hier finden Sie einen Blogbeitrag von mir mit Beispielen zu Unwahrheiten, die systematisch gestaltet und kommuniziert werden.

  2. Brigitte Ernst sagt:

    Den Teilnehmern dieses Blogs ist bekannt, dass es sowohl Jürgen Malyssek als auch Georg Kutschke ein wichtiges Anliegen zu sein scheint, Männer vom Vorwurf der Gewaltbereitschaft und -ausübung zu entlasten, indem sie die Gewalttätigkeit von Frauen in den Vordergrund stellen. Bei einem der beiden beruht dies auf persönlichen familiären Erfahrungen, woraus sich der Wunsch, die opferrolle von Männern im häuslichen Bereich hervorzuheben, erklären lässt.
    Ich will hier nicht bestreiten, dass Frauen Gewalt ausüben können und dies auch tatsächlich tun. Was die von Georg Kutschke verlinkte Studie anbetrifft, so räumen die Autoren jedoch selbst ein, dass z.B. sexuelle Gewalt nicht untersucht wurde. Zudem ist die Frage nach dem subjektiven Gefühl von Beeinträchtigung durch erfahrene Gewalt sehr problematisch, was die Autoren selbst zugeben. Dass das Belastungserleben bei Männern höher ist als bei Frauen, kann nämlich an der fehlenden sozialen Akzeptanz der Opferrolle von Männern liegen.
    Zudem fehlen in der Studie Fragen nach der Häufigkeit und Stärke der ausgeübten Gewalt durch den Partner/die Partnerin sowie nach den objektiv feststellbaren körperlichen Folgen. Schließlich ist es ein Unterschied, ob jemand seinen Partner/seine Partnerin im nachgefragten Zeitraum einmal ohne Verletzungsfolgen wegschubst oder leicht schlägt oder ob er/sie den/die andere(n) häufig nahezu oder tatsächlich krankenhausreif schlägt.
    Was offenbar auch nicht untersucht wurde, ist die Häufigkeit, mit der Männer oder Frauen ihre Partner*innen und andere Familienmitglieder töten (und aus welchem Grund).
    Dass Frauen im häuslichen Bereich, etwa gegen andere Familienmitglieder, häufiger gewalttätig werden als Männer, kann auch daran liegen, dass sie viel mehr Zeit mit den (potenziellen) Opfern verbringen. Eine überlastete, möglicherweise alleinerziehende Mutter lässt ihren Frust natürlich eher an ihren Kindern aus als ein Vater, der gar nicht oder selten anwesend ist.
    Auch sind es vorwiegend Frauen, die alte Familienmitglieder pflegen, was ebenfalls zu Gewalt aufgrund von Überlastung führen kann.

  3. Ralf Rath sagt:

    Da ich derzeit selbst um den Verlust meines zweitjüngsten Geschwisters und um den Tod meines leiblichen Vaters trauere, kann ich von meiner Seite aus zu dem Leserbrief von Frau Margrit Seelig de Boll zumindest sagen, dass bis zuletzt deren menschliches Wesen stets außerhalb der Reichweite Dritter lag. Zwar gab es zahllose Versuche, selbst noch dann vor allem auf meinen Bruder zuzugreifen, als er bloß noch palliativ versorgt werden konnte. Ökonomisch-gesellschaftliche Mechanismen entzogen ihn angesichts dessen aber umso schneller, so dass er innerhalb von nur wenigen Wochen davon unberührt verstorben ist. Nicht wie auch immer geartete Werte eröffnen somit Auswege aus einer ansonsten völlig haltlosen Situation, sondern allein das Wissen darum, dass gleich welches Handeln von Natur aus keine Unmittelbarkeit kennt und insofern sämtliches kontrafaktische Verhalten einfältiger nicht sein könnte.

  4. Brigitte Ernst sagt:

    Bei nochmaliger Betrachtung häufen sich bei mir die Zweifel an der Validität dieser Studie.
    1,3% der befragten Frauen berichteten, in den letzten 12 Monaten Gewalt durch ihren Partner erlitten zu haben, auf der anderen Seite gaben lediglich 0,3% der befragten Männer an, gegen ihre Partnerin Gewalt ausgeübt zu haben. Wo sind die restlichen 0,9% geblieben? Wer ist hier nicht ehrlich in seinen Aussagen?
    Angesichts dieser riesigen Diskrepanz frage ich mich, welchen Aussagewert diese Studie überhaupt haben kann.

  5. Anna Hartl sagt:

    @Margrit Seelig der Boll
    „Das höchstentwickelte Bewusstsein“ schreiben sie Jesus zu. Für Buddhisten ist das Buddha!
    Ich empfinde es als schön, wenn jemand mit ganzem Herzen glauben kann. Ableiten, dass es das einzig wahre und der einzig Wahre Gott ist, kann man davon nicht.
    Die Probleme mit dem Glauben fingen genau da an, als es plötzlich nur noch einen Gott geben sollte und die unterschiedlichen Glaubensrichtungen jeweils ihren Gott benannten.
    In längst vergangenen Zeiten haben die Menschen die Götter der anderen wenn nicht übernommen, so doch toleriert. Der Absolutismus des einen Gottes hat zu vielen furchtbaren Ereignissen geführt im Namen des Glaubens und tut es heute noch.
    Ich kann nicht verstehen, warum man nicht einfach glauben kann, ohne Anderen seinen Glauben aufzwingen zu wollen. Jeder hat doch das Recht zu glauben an wen er möchte.

    Wenn ich sie richtig verstanden habe, wünschen sie ein christliches Bollwerk gegen den Islam.
    Wie viele Christen gibt es denn noch in der BRD?
    Mindestens die Hälfte bezeichnet sich nicht mehr als solcher und es ist auch gar nicht nötig, denn Werte kann man auch ausserhalb des Glaubens haben. Vielleicht sogar unverfälschter als mit Glauben. Denn jede Glaubensrichtung hat ihre eigene Beschränktheit.
    Zwei Glaubensrichtungen in Konfrontation zu bringen ist eine wirklich schlechte Idee.
    Sie haben Angst, dass sich der Islam hier weiter ausbreitet. Die Bestrebungen der Salafisten und was es sonst noch aus der Ecke gibt sind nicht zu leugnen. Dagegen die Christen zu mobilisieren halte ich für absurd.
    Werte wie Menschlichkeit und Toleranz gab es vor dem „alleinigen Gott“ und existieren auch heute noch ausserhalb des Glaubens.
    Vielleicht wäre es nützlich sich an den Sinn des Wortes Glaube zu erinnern! Sie glauben “ nur“!
    Jesus war für mich ein Mensch, den man vielleicht als Propheten bezeichnen kann. Ob er Gottes Sohn war, oder dieser überhaupt existiert ist offen.
    Liebe, Achtung und Menschlichkeit schreiben sich Gläubige gerne auf die Fahne. Was sie daraus machen ist hin und wieder äußerst zweifelhaft. Der Aufruf zu mehr Präsens des christlichen gehört dazu.

  6. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Georg Kutschke

    Ich antworte gleich, bevor es auf der Strecke bleibt. Und danke für die Linkhinweise, die vieles von dem bestätigen, was ich zum Ausdruck bringen wollte/will.
    Das Thema vertiefen will ich jetzt nicht mehr. Ich hatte diesbezüglich schon eine anstrengende Zeit in der Frühjahrsdebatte. Eine Kunstpause wäre angesagt.
    Was mir wichtig ist – und ich arbeite nicht mit bloßen Zahlen -, den Anspruch von Frauen auf ihren alleinigen Opferstatus ernsthaft(!) in Frage zu stellen. Ganz nebenbei habe ich viele Jahre Erfahrung mit Männerarbeit, Männergruppen und meine familiären und außerfamiliären Erfahrungen sind auch nicht von Pappe.

    Ich spreche auch nicht nur von unmittelbarer sexueller Gewalt von Frauen an Männern, sondern mir geht es einfach darum klarzustellen: Frauen in Familien, Ehen, Partnerschaften haben auch ein bestimmtes und nicht wegzudrängendes Gewaltpotential. Dazu zähle ich neben der körperlichen eben auch die psychische Gewalt: Schikanen, Abwertungen, Bedrohnungen …
    Das zeigt auch die Studie, die Sie mir gelinkt haben, soweit ich diese im Wesentlichen erfassen konnte.
    Insofern haben Sie auch recht in Ihrem Blogbeitrag, dass es ein „System“ der Gestaltung und Kommunikation von Legenden, Unwahrheiten oder sagen wir Halbwahrheiten gibt.
    Das ist auch eine Seite der Genderdebatte (-forschung), die ich immer kritisch gesehen habe. Und so lange das nicht klar auf den Tisch kommt (und da geht mir ganz und gar nicht darum „Männer vom Vorwurf der Gewaltbereitschaft und -ausübung zu entlasten und die Gewalttätigkeit von Frauen in den Vordergrund zu stellen“ [Brigitte Ernst]) bleibt alles beim Alten, wie man’s am liebsten weiter sehen möchte. Es wäre auch ein Gebot der Aufrichtigkeit und Fairness, dem Manne diese Seite der Gewalterfahrung in den Geschlechterbeziehungen abzunehmen.
    Ich mache mir da nichts vor – der Gender-Mainstream, die Urteile und Vorurteile Mann/Frau, Frau/Mann sind ziemlich in Beton gegossen.

  7. Anna Hartl sagt:

    @Juergen Malyssek
    Nehme ihnen durchaus ab, dass sie wissen wovon sie sprechen.
    Verstehe aber auch, dass die Häufigkeit der Gewalt von Männer an Frauen verübt im Vordergrund steht und ja, kann mir vorstellen, dass Gewalt von Frauen an Männern evtl. quer im Hals hängt.

    Ich hoffe doch sehr, dass sie Schikanen, Abwertungen, Bedrohungen … nicht als rein weibliche Form von Gewalt ansehen. Ganz zu schweigen davon, dass diese Form von beiden Geschlechtern auch an Kindern verübt wird.

    Vielleicht kann man das Thema aus einer anderen Ecke angehen. Es gibt ja nicht nur Gewalt zwischen den Geschlechtern. Gewalt ist in vielen Bereichen ein Thema. Obwohl, wenn ich sehe, wie sehr sie diese Form von Gewalt beschäftigt ist das wohl ein schlechter Vorschlag.

    Wie sähe für sie ein breiterer Zugang zur Öffentlichkeit aus? Bzw. was erwarten sie, wie sich mit diesem Thema beschäftigt werden soll?

  8. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Anna Hartl

    Mir geht es gar nicht darum, den Spieß herum zu drehen und die Männer als Opfer von Gewalt heraus zu stellen, sondern zur Kenntnis zu nehmen, dass es auch die andere Seite der Medaille gibt und nicht die Frau als Täterin auszublenden. Wir kämen damit den tief individuellen als auch gesellschaftlich bedingten Ursachen viel näher. Ich nenne das Begegnung auf Augenhöhe.
    Dem Blick auf die Gesellschaftsstruktur und den Mechanismen der Macht wird gerne oder unbewusst aus dem Wege gegangen.

    Natürlich sehe ich Schikanen, Abwertungen, Bedrohungen nicht als rein weibliche Form von Gewalt. Ich sage nur, dass sich Frau davon in keinster Weise freisprechen kann. Spielt da auch eine nicht unwesentliche Rolle.
    Das zu leugnen ist höchst unaufrichtig. Ich klage auch nicht einseitig an. Aber ich rücke zurecht.
    Ein Teil des Problems ist die Anerkennung von struktureller Gewalt. Damit käme ich auch Ihrem Ansatz näher, dass es eben nicht nur Gewalt zwischen den Geschlechtern gibt.

    Wenn ich über Gewalt in der Gesellschaft nachdenke und spreche, dann bin ich auch weit davon entfernt, das nur geschlechtsspezifisch zu analysieren.

    Ein breiterer Zugang zur Öffentlichkeit fängt damit an, dass ich viel stärker den Blick auf die gesellschaftlichen Machtverhältnisse werfe. Dazu zählen die ökonomische Praxis und Wirklichkeit, soziale Ungleichheiten (Verwerfungen) oder Untergrabung natürlicher Lebensgrundlagen oder eine Kultur der Verachtung des Andersseins.
    Ganz anspruchslos ist da kein Weiterkommen.

    Mit Ihren Fragen sind Sie aber auf einer richtigen Fährte. So kann man weiterdenken.

  9. Georg Kutschke sagt:

    @Brigitte Ernst sagt:
    21. Dezember 2017 um 11:57
    Sehr geehrte Frau Ernst,
    „Den Teilnehmern dieses Blogs ist bekannt, dass es sowohl Jürgen Malyssek als auch Georg Kutschke ein wichtiges Anliegen zu sein scheint, Männer vom Vorwurf der Gewaltbereitschaft und -ausübung zu entlasten, indem sie die Gewalttätigkeit von Frauen in den Vordergrund stellen.“
    Sie sind der deutschen Sprache mächtig. Was sollen also solche Unterstellungen.
    Was ich und, soweit ich beurteilen kann auch Herr Malyssek schreibt, ist dass in der Berichterstattung Benachteiligungen von Männer grundsätzlich vernachlässigt werden. Das geht so weit, diese zu leugnen. Herr Malyssek sagt es sogar ausdrücklich.
    „Dass Frauen im häuslichen Bereich, etwa gegen andere Familienmitglieder, häufiger gewalttätig werden als Männer, kann auch daran liegen, dass sie viel mehr Zeit mit den (potenziellen) Opfern verbringen.“ Sie marginalisieren. Es geht um Gewalt körperlich schwächeren gegenüber. Also um nichts anderes als das, was Männer tun.

  10. Barbara Eilers sagt:

    Gerhard Amend, Professor an der Uni Bremen – der Bruder von Günter Amend -hat vor Jahren eine Untersuchung gemacht zu műtterlicher gewalt an ihren Kinder. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht dann vor allem an ihren Sőhnen. Ja -das ist nicht zu leugnen: auch Frauen űben Gewalt aus, meist mit anderen Mitteln als Männer. Z.B. mit Sarkasmus, Klagen, Verachtung und Entwertungen.
    Auf beiden Seiten werden Ohnmachtsgefűhle abreagiert. Und das verweist tatsächlich auf gesellschaftliche Strukturen, da gebe ich Ihnen recht.Denn diese Ohnmachtsgefűhle kommen oftmals auch aus anderen, aktuellen aber auch frűheren Lebensbereichen.

  11. Brigitte Ernst sagt:

    @ Georg Kutschke

    Mein Eindruck, dass es sowohl Ihnen als auch Herrn Malyssek ein Anliegen zu sein scheint, den Opferstatus von Männern zu betonen, speist sich aus Ihrer beider Reaktionen auf den Hashtag metoo hier im Blog. Von Ihnen kam kein bisschen Empathie mit dem, was Frauen erleiden müssen, sondern Sie hatten sofort die Retourkutsche parat: „Ich als Mann bin genauso Opfer von Übergriffen“, obwohl das gar nicht das Thema des Thread war.
    Bei Herrn Malyssek war das nicht ganz so ausgeprägt, aber auch er kam früher oder später auf sein Lieblingsthema „Männer als Opfer von struktureller und familiärer Gewalt“ zu sprechen. Wenn mann so schnell vom eigentlichen Thema eines Thread abweicht, weckt das bei mir den Eindruck, dass mann ablenken möchte. Mag völlig aus der Luft gegriffen sein.

    Dass mir sehr wohl klar ist, dass auch Frauen Gewalt ausüben, habe ich am 21. Dezember, 11:52, deutlich gemacht. Mein Hinweis bezüglich der Gewalt an schwächeren Familienmitgliedern sollte auch keine Verharmlosung solcher Taten ausdrücken, sondern die statistische ermittelte Anzahl von Frauen als Täterinnen erklären. Wenn (eine angenommene Zahl) 80% der Frauen sich in den Familien um die Pflege betagter Angehöriger kümmern und nur 20% der Männer, dann ist es doch zu erwarten, dass statistisch auch eine höhere Anzahl von Gewaltdelikten in diesem Bereich auf das Konto von Frauen geht. Logisch, oder?

    Was psychische Gewalt angeht, so bezweifle ich, dass Männer auf diesem Gebiet weniger aktiv sind als Frauen. Ich selbst habe da andere Erfahrungen gemacht. Aber das ist natürlich immer ein Problem. Menschen neigen dazu, eher das zu glauben, was sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrung für glaubwürdig halten.
    Ob zu recht oder nicht, wird seelische Grausamkeit heute immer noch für harmloser gehalten als körperliche Gewalt. Sie wird strafrechtlich nur als mildernder Umstand relevant, wenn sich jemand körperlich dagegen wehrt und deswegen milder bestraft wird. Ansonsen fällt sie strafrechtlich, vor allem innerhalb der Familie, unter den Tisch.
    Auch ich selbst halte körperliche Gewalt für schwerwiegender, weil sie ein doppeltes Leiden zur Folge hat, sowohl körperliche als auch seelische Schäden, wobei körperliche Misshandlungen in der Partnerschaft ja auch meist mit Beschimpfungen und Drohungen einhergehen. Psychische Gewalt dagegen zieht „nur“ seelische Beeinträchtigungen nach sich.

  12. Georg Kutschke sagt:

    @Brigitte Ernst sagt:
    22. Dezember 2017 um 12:13
    @ Georg Kutschke
    Noch einmal Frau Ernst. Der von Ihnen genannte Beitrag war ein Leserbrief zum Thema Alltagssexismus, der von Herrn Bronski unglücklicherweise unter diesem Blog lief. Der gehörte dort nicht hin.
    Nirgendwo habe ich Benachteiligungen von Frauen oder Gewalt marginalisiert oder abgestritten. Sie aber marginalisieren Gewalt von Frauen, Sie entschuldigen. So etwas haben Sie von mir nicht gesehen. Abgesehen davon, dass diese üblicherweise verschwiegen wird.
    Sie lenken aber nachhaltig von dem eigentlichen Anliegen von Herrn Malyssek und mir ab.
    Benachteiligungen von Männern wird systematisch verschwiegen, unterschlagen, wegmanipuliert oder wenn unübersehbar marginalisiert.
    Soll ich Ihnen vorwerfen, wie Sie es bei mir tun, dass Sie zu dem üblichen klittern, manipulieren und leugnen von Benachteiligung von Jungen und Männern nichts äußern? Hier noch mal der link mit den Beispielen. Es gibt viele Beispiele hierzu. Auch das wird heutzutage unter sexualisierter Gewaltausübung verstanden, zumindest dann, wenn es so etwas Frauen beträfe.
    http://frblog.de/postfach-02022017/
    Hier noch Lesestoff zu verdrängten Themen. Diese sind tabuisiert und werden üblicherweise verschwiegen. Wann werden auch Frauen beginn, überhaupt die Diskussion zuzulassen anstatt diese zu verdrängen. Es ist leichter, alles auf Männer zu schieben. Sie sind nicht die einzige, die diese Diskussion verdrängt.
    http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Muetter_Vaeter/2020_wer-sind_die_taeter_taeterinnen.php (Das sagen Opferverbände, nicht etwas Männerverbände)
    http://www.t-online.de/eltern/familie/id_62177726/missbrauch-ard-doku-mama-hoer-auf-damit-.html Eine seltene Doku zu diesem Thema, ansonsten aber tabuisiert.

  13. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Brigitte Ernst

    Ich werde dann auch langsam müde, mir immer die gleichen Unterstellungen anzuhören. Und so geht es wohl auch Herrn Kuschke. Es geht uns – so verstehe ich Herrn Kuschke auch und umgekehrt – einfach darum ein fast tabuisiertes Thema anzusprechen, ohne irgendeinen Zweifel an den bekannten Gewalttaten von Männern irgendetwas zu beschönigen. Es ist auch kein Thema von „Empathie haben für …“, sondern es geht um das was geschehen ist und geschieht. Es geht auch nicht um „Retourkutschen“. Aber es ist notwendig, auf die andere Seite der Gewaltprobleme zu schauen, die von Ihnen beharrlich abgewehrt werden.

    „Männer als Opfer von struktureller und familiärer Gewalt“ ist auch nicht mein Lieblingsthema. Ich finde diese Ihre Aussage auch despektierlich.
    So weit. so schlecht.

    Ich muss also zum Stand der Diskussion auf die Aussage von Georg Kuschke (22.12., 12:13) zurückgreifen, weil ich das genau so sehe und empfinde: „Sie lenken aber nachhaltig von dem eigentlichen Anliegen von Herrn Malyssek und mir ab. Benachteiligung von Männern wird systematisch verschwiegen, unterschlagen, wegmanipuliert oder unübersehbar marginalisiert.“
    Soweit für den Moment.

  14. Brigitte Ernst sagt:

    @ Georg Kutschke

    1.Wo habe ich in meinem letzten Beitrag die Gewalt von weiblicher Seite marginalisiert?

    2. Wollen Sie mir vorwerfen, dass ich nicht auf einen Leserbrief von Ihnen reagiert habe, der vor fast zwei Jahren im Blog der FR veröffentlicht wurde? Ich nehme nicht alles wahr, was hier geschrieben wird. Ab und zu habe ich auch anderes zu tun.

    3. Zu den Missbrauchsfällen in Familien: Es ist mir bekannt, dass auch Mütter sexuellen Missbrauch begehen. Darüber hat die amerikanische Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrisson bereits in den 90er Jahren einen Roman geschrieben (Very Blue Eyes). Auch die Krimischriftstellerin Elizabeth George hat sich unlängst in einem Roman dieses Problems angenommen. Selbstverständlich sind solche Taten verabscheuenswürdig, und die betroffenen Söhne werden dadurch schwer traumatisiert.
    Das täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass diese Taten zu 80 bis 85% von Männern begangen werden, übrigens auch in hohem Maße an Jungen.

  15. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Barbara Eilers

    Sie weisen auch auf gesellschaftliche Strukturen, die mitentscheidend sind, wie Mann/Frau ihre gesellschaftliche Rolle besetzen.
    Und Sie weisen auf Ohnmachtsgefühle hin, die auch aus anderen Lebensbereichen und -erfahrungen kommen. Vor allem frühe erfahrene Ohnmachtsgefühle können einen regelrecht lange im Leben beherrschen.
    Das wollte ich von Ihnen nochmal aufgreifen.

  16. Georg Kutschke sagt:

    @Brigitte Ernst sagt:
    22. Dezember 2017 um 20:36
    Zu Ihren Punkten:
    1. Sie suchen in Ihrem Beitrag Gründe, weshalb Frauen in bestimmten Punkten höhere Gewalthäufigkeiten zeigen. Dies ist ein Versuch, diese Gewalttaten zu marginalisieren.
    2. Der Leserbrief ist nicht 2 Jahre sondern etwa 2 Monate her, 26.10.. Ihre mehr als lächerliche „Argumentation“ fand ich doch bemerkenswert, da diese ihre schon klischeehaft von Unterstellungen lebende Argumentation hervorhebt. „Oh weh, da hat die Übermacht von Mutter und vier Schwestern ordentlich Wut produziert.“ http://frblog.de/weinstein/ Ihre „Argumentationskultur“ hat noch Potenzial nach oben, Frau Ernst. Genau so ernst nehmen Sie Anliegen von Männern und Jungens. Ihren Beiträgen entnehme ich, dass Sie Lehrerin sein könnten? Dann auch die von männlichen Schülern.
    3. Selbstverständlich wissen Sie das, wie viele anderen. Trotzdem vertreten Sie weiterhin das Klischee „Täter: Mann, Opfer: Frau“. Nichts anderes beklagen Herr Malyssek und ich. Männer sind häufiger bei körperlicher Gewalt Täter das bestreiten wir nicht (Sie wollten noch zeigen, wo). Der Umfang weiblicher Gewaltausübung, körperlich und psychisch ist aber nicht irrelevant, sondern übersteigt, wie der von mir oben verlinkte Bericht des Robert-Koch-Institutes aufzeigt, teils die von Männern. Dieser Umfang ist relevant. Auch erfüllt dieser Bericht nicht Ihre Ansprüche, wie Sie oben erläutern, denn Ihnen fehlen detailliertere Opferaspekte von Frauen. Mir fehlen in Berichten fast immer, nicht nur ein Mal, alle Opferaspekte von Männern und Jungen, die von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast grundsätzlich verdrängt werden, um das Klischee zu pflegen. Diese passen nicht in das einfache feministische Weltbild „Mann: Täter, Frau: Opfer“.
    Zusammenfassend: Herr Malyssek wollte mit seinem Beitrag das Klischee in Frage stellen, ausdrücklich ohne anderes zu verharmlosen, lesen Sie einfach noch einmal. Sie haften lieber Ihrem Klischee an, dass Frauen, insbesondere Feministinnen seit langem pflegen: Der Mann ist Täter, die Frau Opfer. Daran darf nicht gekratzt werden. Frei nach dem Motto „drum nicht sein kann, was nicht sein darf“. So einfach ist die Welt nicht, wie Sie sie sich zu Ihrem Vorteil gerne basteln. Auf Basis von Klischees lassen sich nämlich trefflich Forderungen stellen. Das ist mein Anliegen und, soweit ich das beurteilen kann, auch das von Herrn Malyssek.

    In diesem Sinne: frohe Weihnachten

  17. Brigitte Ernst sagt:

    @ Jürgen Malyssek

    „Benachteiligung von Männern wird systematisch verschwiegen, unterschlagen, wegmanipuliert oder unübersehbar marginalisiert.“ (Von Ihnen verwendetes Zitat Kutschke)
    Ich erinnere mich an die laute und lang anhaltende öffentliche Empörung über die vielen in Heimen und Internaten stattgefundenen sexuellen Missbrauchsfälle und körperlichen Züchtigungen, von denen vorwiegend Jungen betroffen waren (Canisius, Odenwaldschule, Regensburger Domspatzen etc.). Da wurde nichts marginalisiert, da wurden die Traumata dieser (heutigen) Männer auführlich thematisiert, und diese Fälle passen genau zu Ihrem Fazit von heute Morgen, 0.48: „Vor allem frühe erfahrene Ohnmachtsgefühle können einen regelrecht lange im Leben beherrschen“.
    Daran anknüpfend wiederhole ich noch einmal meine (sicher nicht neue) Beobachtung, dass wir Menschen nun einmal dazu neigen, eher an den Themen interessiert zu sein, die uns persönlich in unserem Leben Probleme bereitet haben. Sie arbeiten sich Ihr Leben lang an Ihrer Gewalterfahrung durch eine Frau ab, ich dagegen komme nicht los von der strukturellen und psychischen Gewalt, die ich durch Männer erfahren habe. Da von „Lieblingsthema“ zu sprechen, war zynisch von mir, dafür bitte ich um Entschuldigung. Es ist eher ein Thema, das Sie nicht loslässt.
    Vielleicht reagiere ich zur Zeit besonders empfindlich auf dieses Thema, weil ich beim Schreiben meiner Autobiografie gerade bei einer Phase meines Lebens angekommen bin, in der ich besonders unter männlichem Psychoterror zu leiden hatte.

    Wenn Sie und Herr Kutschke den Eindruck haben, dass die Benachteiligung von Männern in der öffentlichen Diskussion zu kurz kommt, sollten wir Bronski tatsächlich bitten, solche konkreten Fälle hier zur Diskussion zu stellen. Dann würde ich mir allerdings wünschen, dass etwas überzeugendere Statistiken zugrunde gelegt werden als die von Herrn Kutschke verlinkte zur Gewalt in Partnerschaft und Familie (ich bin am 21. Dezember, 13:18, darauf eingegangen, aber eine Reaktion ist bisher ausgeblieben).

  18. Brigitte Ernst sagt:

    @ Georg Kutschke

    Es ist schwer, mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie Beiträge anderer nicht verstehen wollen.
    Noch einmal zum genaueren Verständnis:
    Gewalt, in welcher Form auch immer, ist grundsätzlich abzulehnen. Ein gewisser Prozentsatz von Menschen, Männern wie Frauen, übt Gewalt aus, das ist doch unbestritten. Da dieser Prozentsatz nach bisherigen Erkenntnissen bei Männern höher ist als bei Frauen und auch in auffälligerer Form auftritt (v.a. in der Öffentlichkeit), wurde dieser Aspekt bisher medial stärker thematisiert. Auf der anderen Seite stürzen sich die Medien geradezu begeistert auf Fälle, in denen – was nicht so häufig vorkommt – Frauen wegen Gewaltverbrechen angeklagt werden.

    Nun habe ich bei Ihnen den Eindruck, dass es Ihnen gar nicht vorwiegend um die Gewalterfahrung von Männern geht, denn die wird ja durchaus thematisiert (Beispiel Missbrauch, s. mein vorheriger Beitrag), sondern darum, zu zeigen: „Seht her, Frauen sind genauso gewalttätig wie Männer.“ Allein die Logik dieser Statistik bezuglich der innerfamiliären Gewalt habe ich hinterfragt, sonst nichts. Aber auf diese Argumentationsschiene wollen Sie sich offenbar nicht einlassen.

    Sie haben recht, ich war 40 Jahre lang als Lehrerin tätig und habe zudem zwei erwachsene Söhne. Wenn diese Jungen ihre Probleme an mich herangetragen haben, waren es selten von Frauen oder Mädchen verursachte. Nur einmal hat mir ein Schüler tatsächlich vorgeworfen, ich bevorzugte Mädchen.

    Die Fälle von körperlicher Gewalt, die ich erlebt habe, gingen vorwiegend auf das Konto von Jungen, ebenfalls die Fälle von rassistischen und frauenfeindlichen Bemerkungen (du Jude, alle Polen klauen etc. oder fiese Bemerkungen über körperliche Merkmale von Mädchen).
    Dass Jungen mittlerweile zumindest bei sprachlichen Leistungen von Mädchen überholt werden, ist ein Problem, dem die Schule sicher eine größere Aufmerksamkeit widmen müsste, da haben Sie recht.

    Meine Söhne haben immer einen guten Kontakt zu Mädchen gehabt. Benachteiligt haben sie sich nicht gefühlt, höchstens hatten sie Probleme mit gewissen Machobuben, die andere Jungen herabgesetzt und gemobbt haben. Und mein älterer Sohn hat darunter gelitten, dass er seinem Vater nicht „jungenhaft“ genug war, was dieser öfter mit kränkenden Bemerkungen zum Ausdruck brachte.

  19. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Brigitte Ernst

    Sie machen’s einem aber auch wirklich nicht leicht.
    Das ist jetzt nicht als ein Schulterschluss der Männern zu verstehen, aber das, was Georg Kutschke Ihnen oben geantwortet hat, ist auch wirklich mein Ansinnen (Infragestellung des Klischees: „Mann: Täter, Frau: Opfer“).

    Dazu muss ich noch folgende Punkte zurechtrücken, weil Ihre Annahmen nicht meine Ausgangspunkte für die Debatte und meine Feststellungen sind:

    Ich versuche vorsichtig mit Interpretationen der Motive des anderen umzugehen, will aber darauf hinweisen, dass Sie Ihre sehr persönliche Ausgangssituation (Erfahrungen) stark auf mich zu projizieren). Sie sagen selbst, dass Sie vielleicht zur Zeit besonders empfindlich auf dieses Thema reagieren, weil „ich beim Schreiben meiner Autobiografie gerade bei einer Phase meines Lebens angekommen bon, in der ich besonders unter männlichem Psychoterror zu leiden hatte.“
    Das ist ehrlich gesagt, aber das hat nichts mit mir und meiner Motivlage zu tun, weshalb ich sage, was ich sagen möchte. (Ich bin ein anderer!). Mein Impulse zum hier Gesagten sind andere.
    Ich arbeite mich auch nicht mein Leben lang an meiner Gewalterfahrung durch eine Frau ab. Ich habe meine Stellungnahme abgegeben, weil das Thema seinerzeit anzusprechen war (FR-Thema oder Leserbrief-Erwiderung), weil es dazu was zu sagen gab(gibt).
    Das mit dem „Lieblingsthema“ haben Sie ja zurückgenommen. OK.
    Aber es stimmt nicht, dass mich das Thema nicht losläßt. Mir geht es nur wie Herrn Kutschke (Legenden, Klischees zurechtrücken). Natürlich hat das auch was mit Erfahrungen zu tun. Aber sie sind nicnt DER Impuls.
    Meine Lebens- und Interessenthemen sind auch ganz andere.
    Sie sehen ja auch, dass ich hier nicht mit einer Reihe von Zahlen und Daten aufwarte, um alles bis auf die letzte Kommastelle zu belegen, wiewohl die verlinkten Studien, die Herr Kutschke uns hat zukommen lassen, schon eine deutliche Sprache sprechen: Es sind dann eben die 15 bis 20 Prozent der Taten von Frauen ebenso wichtig ins Licht zu stellen und nicht zu marginalisieren, wie’s es für uns den Anschein hat.

    Dann erwähnen Sie die Mißbrauchsfälle in den Heimen und Internaten, die in den letzten Jahren aufgedeckt worden sind.
    Alles richtig und erschreckend, aber jetzt ist der Sprung zu weit von den Beziehungs- und häuslichen Taten zu den institutionellen Skandalen. Damit man hier jetzt nicht ganz durcheinander kommt.
    Bei „Vor allem früh erfahrenen Ohnmachtsgefühlen können einen regelrecht lange im Leben beherrschen“, da habe ich Sabine Eilers Aussage einfach nochmal aufgegriffen.
    DAS war kein persönliches Bekenntnis!

    Schlußendlich: Bitte jetzt nicht noch die nächste öffentliche Diskussion (die Bitte an Bronski)zur Benachteiligung von Männern im Blog! Bitte jetzt nicht zur Wahrheitsfindung und letztem Beweisstück schon wieder alle Statistiken auspacken!!!
    Es liegt uns vorstehend doch einiges Konkrete vor.

    Und jetzt schließe ich mit den Worten Georg Kutschkes an: Frohe Weihnachten!

    Ebenso natürlich an Bronski!

  20. Brigitte Ernst sagt:

    @ Jürgen Malyssek

    OK, dann bin ich hier die Einzige, die Zusammenhänge zwischen den eigenen Erfahrungen und der persönlichen Sicht auf die Welt anerkennt. Auch recht.
    Und ganz nebenbei, es war Herr Kutschke, der Statistiken zum Thema häusliche Gewalt verlinkt hat, nicht ich.
    Und eines verstehe ich jetzt gar nicht mehr: Warum haben Sie den Leserbrief mit der Infragestellung der Zuweisung Mann= Täter, Frau= Opfer denn geschrieben wenn Sie das Thema nicht diskutiert haben Wollen?

  21. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Brigitte Ernst

    Habe doch geschrieben, dass Herr Kutschke die verlinkten Studien uns hat zukommen lassen – ???

    Ihren ersten Satz: „OK, dann …“, den verstehe ich nicht. Klar gibt es einen Zusammenhang zwischen eigener Erfahrungen und der persönlichen Sicht auf die Welt! Nur ist das nicht die einzig mögliche Welterklärung. ???

    Und: Sicher habe ich den Leserbrief (stammt noch aus dem September)geschrieben, damit das Thema auch diskutiert werden kann. Wo habe ich das negiert? Wir haben doch diskutiert und das nicht zu wenig. Verstehe ich also auch nicht.

    Kann sein, dass zwischendurch mein Signal kam von Ermüdungserscheinung (wenn Sie das meinen?). Aber das war, weil meine Aussagen oft Deutungen von Ihnen ausgesetzt waren, die einfach nicht stimmten. Aber nicht deshalb, weil es keine Debatte geben sollte.

    Von männlicher Seite gab es von Georg Kutschke auch ganz sachliche plausible Kommentare.
    Von Anna Hartl und Barbara Eilers hatte ich den Eindruck, dass sie das Zweifelhafte des Klischees Mann = Täter, Frau = Opfer gesehen haben.
    Insofern bleiben mir Ihre Statements von gestern rätselhaft.

  22. Brigitte Ernst sagt:

    @ Jürgen Malyssek

    Zu 1: Also, genauer: Ich erkenne an mir, dass mir dieses Thema besonders am Herzen liegt, weil es mit meinem Leben zu tun hat. Sie und Herr Kutschke haben zwar ebenfalls aus Ihrem Leben Dinge erzählt, die es erklärlich machen, dass das Thema Sie beschäftigt. Nun leugnen Sie aber, dass dieser Leserbrief damit zu tun habe. Das muss ich akzeptieren.

    Zu 2: Sie haben gesagt, Sie wollten keine Diskussion und keine Statistik mehr, und ich habe darauf hingewiesen, dass das mit der Statistik nicht meine Idee war.
    Als ich diese Statistik dann zerpflückt habe, hat keiner sich auf meine (doch so stichhaltigen) Argumente eingelassen. Das finde ich frustrierend.

    Ansonsten habe ich auch keine Lust mehr auf das Thema und wünsche Ihnen deshalb schöne Weihnachten und viel Ablenkung von ärgerlichen Disputen.

  23. Jürgen Malyssek sagt:

    @ Brigitte Ernst

    In Ordnung: Lassen wir’s einfach mal so stehen und machen eine Pause. Und: Frohe Weihnachten, auch mit bisschen Ablenkung von den schweren Themen!