Die Kirche, ihre Schuld und die Frauen

Ein Riesenthema: die Ordination von Frauen in der katholischen Kirche. Kardinal Walter Kasper hat der FR ein Interview gegeben, in dem es unter anderem um dieses Thema ging. Darauf hat die Stuttgarter Theologin Dr. Ida Raming eine Antwort verfasst und sich in einem offenen Brief mit den konservativen Argumenten des Kardinals auseinandergesetzt. Dieser Brief, der knapp 9000 Zeichen lang ist, erscheint hier ungekürzt, während er für das Print-Leserforum, in dem er am 4.7. erschienen ist, stark gekürzt werden musste. Trotzdem bleibt seine Intention dabei erhalten.

Dieser Thread fasst ausnahmsweise die Print-Leserforen voim 3., 4. und 5. Juli zusammen. Außerdem erschienen an diesen beiden Tagen Leserbriefe zum Thema „Sea-Watch 3“ und die Festnahme der Kapitänin Carola Rackete, die hier im FR-Blog im eigenen Thementhread „Seenotrettung: Alle sollten sich schämen, die keine Flüchtlinge aufnehmen“ diskutiert werden können. unserer Zeit ist der Klimawandel.

Außerdem gibt es hier nochmals Leserstimmen zur Frage, was man von der DDR lernen könnte, zur gescheiterten Pkw-Maut, zum Klimawandel und zur Ungerechtigkeit beim Thema Mehrwertsteuer. Unter folgenden Links sind pdf-Dokumente der Leserforum-Zeitungsseiten vom 3. und 4. Juli zu finden: zu finden: 3. Juli 2019 / 4. Juli 2019 / 5. Juli 2019. Hier nun die vollständigen Zuschriften in ihren ungekürzten Versionen. Alle in diesen Leserbriefen angesprochenen Themen können in diesem Thread diskutiert werden. Bitte nennen Sie zu Beginn Ihres Kommentars das Thema, zu dem Sie sich äußern.

fr-debatteDie Kirche, ihre Schuld und die Frauen

Kardinal Kasper: „Schuldzuweisungen helfen nicht weiter“, FR-Magazin vom 4. Juni

Sehr geehrter Herr Kardinal Kasper,
in Sorge um Fehlentwicklungen in der gegenwärtigen römisch-katholischen Kirche, die dem  Geist Jesu Christi fundamental widersprechen, wende ich mich an Sie. Ich beziehe mich dabei u.a. auf ein Interview, das Sie am 04.06.19 der „Frankfurter Rundschau“ gegeben haben. Sie erklären darin, dass Sie die Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche für ausgeschlossen halten. Papst Johannes Paul II habe „endgültig festgehalten“, dass die Kirche keine Vollmacht zur Priesterweihe von Frauen habe. Daran sehe sich auch Papst Franziskus gebunden. Außerdem verweisen Sie auf eine „ununterbrochene Tradition“ auf der Grundlage des Neuen Testaments nicht nur in der katholischen Kirche, sondern in allen Kirchen des ersten Jahrtausends, „wonach die Priesterweihe und entsprechend die Bischofsweihe Männern vorbehalten ist.“
Zu Ihren Ausführungen möchte ich Stellung nehmen, und zwar öffentlich, wie Sie es auch in Ihrem Interview getan haben. Gestatten Sie bitte, dass ich mich zunächst kurz vorstelle: Ich bin katholische Theologin und bin im Fach Theologie an der kath.- theologischen Fakultät der Universität Münster i. J. 1970 promoviert worden. Sie waren mein Lehrer  in Dogmatik; von Ihnen bin ich dann im Rahmen des Promotionsverfahrens auch geprüft worden. In meiner Dissertation (veröffentlicht: 1973; 2. Aufl. 2002; engl. Übers: 1976  und 2004) –   diese lag während des Promotionsverfahrens (1969/1970) für alle Professoren der Fakultät zur Information und Begutachtung aus – befasste ich mich intensiv mit der Stellung und Wertung der Frau in der röm.- katholischen Kirche, im besonderen mit den Gründen für ihren Ausschluss vom diakonalen und priesterlichen Amt. Es war die erste Dissertation in Deutschland, die diese Thematik zum Gegenstand hatte. Mein Lehrer, Prof. D. Dr. P.-J. Kessler (gest. 1988), war ein ausgewiesener Kenner der kirchlichen Rechtsgeschichte und des kirchlichen Rechts.
Bei meinen Forschungen zu dieser Thematik gewann ich einen tiefen Einblick in die lange Geschichte der Frauendiskriminierung in der katholischen Tradition: Es waren nicht nur bestimmte Frauen diskriminierende Bibelstellen, auf die ich stieß, sondern auch Aussagen von Kirchenvätern und Kirchenlehrern (z.B. Augustinus, Thomas v. Aquin u.a.), bei denen die Auffassung herrscht, Frauen seien sowohl seinsmäßig/genetisch als auch moralisch minderwertig. Deshalb seien sie auf den Stand der Unterordnung (status subiectionis) verwiesen. Als Folge wurde auch die Gottebenbildlichkeit der Frau in Frage gestellt oder z.T. völlig negiert und der Frau die Ordinationsfähigkeit zum Priesteramt abgesprochen (vgl. die Argumentation von Th. v. Aquin zum Status subiectionis und zur Ordination von Frauen: Summa Th. I q. 92 a. 1).
Der folgende Text, der Ambrosius zugeschrieben wurde, veranschaulicht diese  Geringschätzung der Frau deutlich:
Die Frau muss ihr Haupt verschleiern, weil sie nicht Gottes Ebenbild ist. Damit sie als (Gewalt-)Unterworfene sichtbar ist und weil die Sünde durch sie ihren Anfang genommen hat, muss sie diese Zeichen tragen und soll in der Kirche aus Ehrerbietung vor dem Bischof das Haupt nicht frei, sondern verschleiert tragen; ebenso soll sie keine Redevollmacht haben, weil der Bischof die Person Christi verkörpert. Wie also vor Christus, dem Richter, so verhalte sie sich vor dem Bischof, weil er der Stellvertreter des Herrn ist: um der Ursünde willen muss sie sich unterwürfig zeigen“ (Corpus Iuris Canonici, ed. Friedberg I 1255f).
Diese und ähnliche Texte gingen als Rechtsquellen in das Corpus Iuris Canonici ein und bildeten die Basis für die angebliche Ordinationsunfähigkeit der Frau, wie sie im CIC/1917 c. 968 § 1 kirchenrechtlich bindend festgestellt wurde: „Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann“. Trotz fundierter Einwände und Resolutionen katholischer Frauenverbände und vorliegender wissenschaftlicher Untersuchungen wurde dieses Gesetz unverändert in den CIC/ 1983 c. 1024 übernommen.
Als Ergebnis stellt sich heraus: Der Ausschluss der Frauen von der Ordination (zum Priesteramt) basiert auf einer schweren, Jahrhunderte währenden Diskriminierung der Frau, was aufgrund zahlreicher Quellenbelege eindeutig belegt werden kann. Diese Diskriminierungsgeschichte ist bis heute von der Kirchenleitung nicht kritisch aufgearbeitet worden und folglich auch nicht überwunden.Die Berufung auf eine „ununterbrochene Tradition auf der Grundlage des NT“, wie Sie es in Ihren Ausführungen tun (vgl. auch OS Nr. 4), ist daher unhaltbar.
Die Leitung der römisch-katholischen Kirche hat sich damit schwer schuldig gemacht an den Frauen – bis heute.  Sie ist zur Wiedergutmachung um Jesu willen dringend aufgerufen!
Das kirchliche Lehramt beruft sich bekanntlich auf den angeblich „freien“ Willen Jesu Christi (und damit Gottes) bei der Auswahl von ausschließlich 12 Männern für das Apostelamt (OS Nr. 2). Bei diesem Argument wird die Situation/Stellung der Frau zur Zeit Jesu (= nicht geschäftsfähig, ausgeschlossen vom Zeugnis vor Gericht und von öffentlicher Lehre) völlig  ausgeklammert. Ich verweise in diesem Zusammenhang u.a. auf  Joh 4 (Gespräch Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen – ein öffentlicher Platz in der damaligen Zeit). Dort heißt es: „Die Jünger wunderten sich, dass Jesus mit einer Frau sprach“  ( Joh 4, 27),  d.h.:  Es war zur Zeit Jesu nicht üblich und auch nicht schicklich, dass Männer/Rabbiner mit Frauen auf einem öffentlichen Platz sprachen.
Es ist evident: eine kirchliche Lehre ohne Einbeziehung sozio-kultureller  und geschichtlicher Entwicklungen kommt notwendigerweise zu Fehlschlüssen und Falschlehren! Entgegen den amtskirchlichen Verlautbarungen (die Kirche habe keine „Vollmacht“ von Jesus/Gott, Frauen zur Ordination zuzulassen) ist zu betonen:  Die Kirche bzw. die leitenden kirchlichen Amtsträger haben durchaus die Vollmacht von Gott, Frauen zur sakramentalen Ordination zuzulassen. Sie können sich mit „Fug und Recht“ auf folgende Bibelstellen berufen:

  • Kor 12,11: Es ist Gottes heiliger Geist (heilige Geistkraft), die „jedem, jeder zuteilt, wie Sie will…“:h. Gott lässt sich nicht vorschreiben, nur Männer zum priesterlichen Dienst zu berufen! Frauen stehen gegen diese dem Geist Christi widersprechende Handlungsweise  der Amtskirche auf und geben öffentlich Zeugnis von ihrer priesterlichen Berufung!
  • Gal 3,26-28: „Ihr alle seid ja in Christus Jesus Söhne und Töchter Gottes durch den Glauben. Denn da ihr in Christus hineingetauft seid, habt ihr Christus angezogen. Da gilt nicht mehr Jude oder Grieche, nicht mehr Sklave und Freier, nicht mehr Mann oder Frau ( nicht ‚männlich und weiblich‚); denn ihr alle seid einer in Christus Jesus…“

Diese Texte warten bis heute auf ihre Anerkennung und Verwirklichung in den kirchlichen Strukturen. Es ist die Befangenheit der verantwortlichen Kirchenmänner im patriarchalischen Un-Geist, der ihre Realisierung verhindert – zum Schaden der Kirche!
Als Lösung des Problems (Ausschluss der Frauen von der Ordination) bieten Sie in dem Interview u.a. an: Leitungsaufgaben für Frauen ohne Weihe: „Man braucht nicht für alle Leitungsaufgaben in der Kirche  eine Weihe…“ Das würde aber bedeuten – da die Jurisdiktion nach geltendem Recht an die Ordination gebunden ist (CIC c. 129 § 1) – , dass Frauen um ihres Geschlechtes willen weiterhin unter der Jurisdiktion von ordinierten Männern stehen. In einem ökumenischen Konzil haben bekanntlich nur Bischöfe (= Männer) Stimmrecht  (CIC c. 336 u. c.337)  – d.h. sie bestimmen auch über den Status der Frauen in der Kirche.
Sie sagen zum Schluss des Interviews: „Die Kirche muss den Frauen den Platz geben, der ihnen gebührt.“  Ja, dem kann ich zustimmen,  aber:  nicht „den Platz“, der den Frauen von Männern der Kirche zugeteilt wird, sondern: Den Frauen gebühren aufgrund ihrer Menschenwürde, ihrer Gottebenbildlichkeit und ihres Getauftseins: die uneingeschränkte Anerkennung  ihres Personseins und gleiche Rechte  in der Kirche– wie sie grundsätzlich auch getauften Männern zukommen, – alles andere bedeutet Fortdauer des patriarchalen Ungeistes, der um Jesu Christi willen überwunden werden muss.
Ich  verweise in diesem Zusammenhang auf die Worte Jesu: „Ihr wisst, dass die Herrscher der Völker sie knechten und dass die Großen sie ihre Macht fühlen lassen. Nicht so soll es unter euch sein….“ (Mt 20, 25-29).
Meine Hoffnung und mein Glaube ist – trotz der sehr belastenden Erfahrungen mit dem kirchlichen Lehramt: Gottes lebendiger heiliger Geist wird die Kirche –  trotz widerstrebender Kirchenleitung – „in alle Wahrheit einführen“ (vgl. Joh 16,13), auch in bezug auf die Stellung und Wertung der Frau! Bischöfe und alle Glieder der Kirche sollten aber dazu beitragen! In der Hoffnung auf diesen „Geist der Wahrheit“ grüße ich Sie.

Ida Raming, Stuttgart

fr-debatteAllgemeiner Mangel, schlechte Qualität, keine Gardinen am Fenster

Kolumne: „Könnte man von der DDR lernen?“, FR-Meinung vom 18. Juni

Schade, dass der vernünftige Ansatz zu von der DDR lernen in Wohnungsfrage von jemandem kommt, der von von der DDR so gar nichts weiß. Natürlich gab es Wohnungsnot in der DDR. Sogar besungen von Reinhold Andert: „… wo sich auf Wohnungsämtern Hoffnungen verlieren …“ Die meinen 20 Jahre lang. Sie hatte nur andere Gründe. Statt hohe Miete war es der allgemeine Mangel verbunden mit der schlechten Qualität. Ich bin 5x von einer ganz schlechten in eine ein ganz klein weniger schlechte gezogen. Erst die 4. nach 10 Jahren hatte ein Bad. Den Spruch “ man kann einen Menschen mit einer Wohnung erschlagen wie mit einer Axt“, kann ich gut nachfühlen. Als mein Kind noch nicht laufen konnte, bin ich jedes Wochenende im Kiez herumgezogen und habe notiert, wo keine Gardinen am Fenster hingen. Es hieß nämlich, wer 10 leerstehende Wohnungen meldet, bekommt die 11. Dies war aber wie vieles in der DDR eine “ kann- Bestimmung“. Also half das auch nicht. Was half, kann man heute noch in meiner Nachbarschaft sehen: die “ goldene Hausnummer “. Öffentlich geförderte Bewegung für Zusammenalt für gemeinschaftiche Pflege von Haus und Umfeld. Um die extem niedrigen Mieten – 5 % vom Einkommen- wurde damals schon viel gestritten. Auch wie man mit Leuten umgeht, die meinten, man brauche gar nicht mehr zu zahlen. Da gab es Forderungen wie : wer monatelang für die modere Wohnung mit Bad und Fernheizung nicht zahlt, der sollte ins Hinterhaus mit Ofenheizung und ohne Bad umziehen müssen. Glücklich, wer bei einer Wohnungsbaugenossenschaft Mitglied werden konnte. Die waren immer an Betriebe gekoppelt, die mit ihren Handwerkern und Transportmitteln helfen konnten. Wie wäre es, wenn heute Unternehmen einfacher mit finanziellen Mitteln helfen würden? Z.b. bei Vorzugsbedingungen für ihre Mitarbeiter.

Rosemarie Gratz, Berlin

fr-debatteEimerweise Häme

Maut-Desaster: „Unglaubliches Fiasko“, FR-Wirtschaft vom 27. Juni

Natürlich bin ich einverstanden, wenn jetzt eimerweise Häme, Hohn und Spott über Dobrindt, Scheuer und den geistigen Vater Seehofer ausgeschüttet werden. Aber ich erinnere daran, dass auch der Koalitionspartner SPD überwiegend zugestimmt hat. Dass dieses wider bessere Einsicht geschehen ist, macht es umso schlimmer und spricht auch nicht von Mitschuld an dem Millionen-Desaster frei.
Tragisch für den Verkehrsministerdarsteller Scheuer: Da macht er endlich mal etwas richtig, nämlich das Maut-Monstrum anzuschieben, und nun fällt es ihm auf die Füße …
Kein Mitleid!

Jörn Pabel, Frankfurt

fr-debatteChance versemmelt

Erwiderung auf „Aussterben von  Arten“, Leserforum vom 12. Juni

Die Menschheit hatte ihre Chance, und sie hat sie grandios versemmelt. Doch die Erde wird nicht untergehen, ohne Mensch wird sie sich weiter drehen. Tier- und Pflanzenwelt atmen auf.

Fritz Brehm, Frankfurt

fr-debatteZutiefst ungerechte Mehrwertsteuer

Zu: „Weniger Steuern auf Tampons“, FR-Wirtschaft vom 29. Juni

Es ist zu begrüßen, dass im Deutschen Bundestag die Chancen für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Binden und Tampons steigen, weil sich viele Parlamentarier aus allen Fraktionen für eine Ermäßigung von 19 auf sieben Prozent ausgesprochen haben.
Darüber hinaus sollte man aber nicht vergessen, endlich die Mehrwertsteuer für alle Kinderprodukte des Grundbedarfs zu reduzieren, weil diese besonders die Familien mit Kindern belasten, deren Ausgabenanteil an Waren des täglichen Bedarfs überdurchschnittlich hoch ist.
Es ist auch steuersystematisch nicht zu begründen und zutiefst ungerecht, dass zum Beispiel bei Schnittblumen, Brennholz, Pralinen und Rennpferden der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent zur Anwendung kommt, aber Babyartikel wie Windeln und Babysitze mit 19 Prozent belegt sind.

Ingrid Broich, Rhauderfehn-Burlage

fr-debatteElitäres Komplettversagen

Zu: „Treffen der G20“ und „EU einig mit Mercosur“, FR-Wirtschaft vom 29.6.

Zwei Nachrichten kommen heute, bei denen klar denkende Menschen jeweils in blanke Wut geraten müssten.
1. Der G20-Gipfel kommt in Sachen Klimaschutz keinen Millimeter voran.
2. Die EU feiert ein so genanntes Freihandelsabkommen, mit dem die Klimakatastrophe sogar noch massiv befeuert wird.
Die Politiker sind offenbar von allen guten Geister verlassen. Frankreich wird bei 45 Grad gegrillt, der Permafrost taut 70 Jahre früher als im Worst-Case-Szenario bisher berechnet und die Klimakatastrophe nimmt mit Vollgas ungebremst ihren Lauf.
Wenn dann als Erfolg gefeiert wird, dass nun einige Wenige noch mehr Profit aus dem Handel zwischen Südamerika und Europa ziehen werden, während dafür einige indigene Völker ermordet werden, andere zumindest ihrer Lebensweise beraubt werden, zudem noch die wohl wichtigste „Klimaanlage“ des Weltklimas, der Regenwald des Amazonas noch dramatischer gerodet wird, kann man nur noch zwei Dinge annehmen: entweder sind die Politiker der EU krank im Kopf – oder aber korrupt. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht!
Wenn die derzeit führenden Köpfe „Eliten“ genannt werden, kann dies nur noch elitäres Komplettversagen meinen.
Die Bürger müssen es offenbar selbst in die Hand nehmen, um ihre Zukunft zu retten.
Auf die Straßen! Auf die Barrikaden! Fegt die so genannten Eliten weg, damit es ein Überleben geben kann.
Mit diesen so genannten Eliten werden noch einige Jahre die Reichen ein paar Milliarden zusätzlich anhäufen, während ganz viele Bürger in ganz vielen Ländern jetzt schon leiden. Aber unter den Kriegen, die bald ausbrechen werden, weil die heutigen „Eliten“ so vollumfänglich versagen, werden alle leiden. Sogar die Kinder und Enkel der heutigen Versager, die sich Elite nennen.

Stefan Bluemer, Essen

fr-debatteDie Bürger fordern lückenlose Aufklärung

Lüge: „Missbrauch mit System“, FR-Politik vom 27. Juni

Das Verhalten von Jugendamt und Polizei ist durch Nachlässigkeit und Naivität über all die Jahre und angesichts der schweren Versäumnisse und Fehler „systemisch“ nicht hinreichend zu erklären!  Wir Bürgerinnen und Bürger erwarten auch eine lückenlose Aufklärung und Verurteilung der dortigen Mitwisser, Dulder und Korrumpierten bei Jugendamt und Polizei! Ansonsten wird diese Republik einen enormen Vertrauensverlust in diese ihre wichtigen Institutionen erfahren, wenn „Systemversagen“ zum Schluss zur Erklärung dienen soll für die völlig unverständlichen Unterlassungen und schwerwiegenden Fehlentscheidungen, die die langjährigen Straftaten und somit das langjährige Leid der Kinder erst ermöglicht haben!

Sabine Reif, Mülheim

3 Kommentare

  1. hans sagt:

    Elitäres Komplettversagen

    Es ist schon erstaunlich warum mache Erkenntnisse einige Leute so absolut nicht erreichen. Ich habe immer gedacht das die Politiker von Lobbyisten so falsch vor informiert werden das sie keine eigene Recherche anstellen um sich daraus eine eigene Meinung zu bilden. Da wird schon auch was dran sein, aber die letzten Wochen sind mir zwei Beispiele aufgefallen dass das auch auf Reporter zutrifft. Vor einigen Wochen sagte eine Frau deren Namen ich nicht mehr weiß zu Maybrit Illner sinngemäß, sie soll doch mit der Verzichtsgerede aufhören. Es ginge bei den Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht um Verzicht sondern um Umbau. Die Frau war als Vertreterin der Wissenschaft vorgestellt worden. Nachfragen dazu gab es keine. Das wollte wohl niemand hören.
    Ein paar Tage später fand ein Presseclub zu dem Thema statt. Ins Gästebuch vom PC habe ich geschrieben da reden Blinde vom sehen. Es ging darum ob Menschen die auf dem Land leben gegenüber Leuten in der Stadt benachteiligt sind bei der Energiewende. Es viel keinem der anwesenden Personen ein Argument ein warum das nicht der Fall sein sollte. Was soll man dazu sagen, da sollten doch Leute sitzen die sich in dem Thema auskennen. D. gibt 800-900 Milliarden Euro im Jahr für Energierohstoffimport aus. Eine abgeschlossene Energiewende spart das Geld jedes Jahr ein. Oder anders gesagt jedes Windrad das sich im Vogelsberg dreht z.B. nimmt Putin einige 1000 Euro im Jahr aus der Tasche und gibt sie dort hin. Wer soll denn davon profitieren? Solche Argumente hört man eigentlich gar nicht. Es wird nur über Probleme gesprochen und nicht einmal über Chancen. Warum das so ist verstehe wer will.

  2. hans sagt:

    Heute in der FR geht es im Magazin auch um das Thema Klima. Als Unterüberschrift taucht die Frage aus was es bringt wenn die EU voran geht. Sorry um auf diese Frage zu kommen muss man auch über einiges an Verdrängungskapazität verfügen. Europa sollte zuerst mal machen was in der Welt schon passiert. Dann kann man darüber nachdenken ob man voran gehen sollte. Unten stelle ich 2 Link ein über Solarkraftwerke in der Welt. So etwas gibt es in Europa nicht. Nach dem Regierungswechsel scheint in Spanien Bewegung in die Sache zu kommen. Wenn man sieht wie schnell das da jetzt los geht kann man erkennen wie sehr Europa auf der Bremse die ganze Zeit steht. China baut mit dem Seidenstraßenprojekt auch Ost-West Stromnetze auf. Eine ähnliche EU Energieunion sollte man zumindest mal andenken. Von wegen voran gehen. Ich würde das hinterherhinken nennen.

    https://pv-magazine-usa.com/2019/06/28/los-angeles-seeks-record-setting-solar-power-price-under-2%C2%A2-kwh/
    https://www.mobilegeeks.de/news/die-vae-weihen-das-groesste-einzelne-solarstromprojekt-der-welt-ein/

    100 solche Teile rund ums Mittelmeer und es sieht mit der Energiewende gleich ganz anders aus. Wenn man sich die KWh Preise ansieht weiß man das es wirtschaftlich machbar wäre. Man muss das nur wollen. So etwas wie Fluchtursachenbekämpfung hätte man dann noch nebenbei.

  3. hans sagt:

    Ich sollte noch dazu sagen das ich der Meinung bin das die letzte Zeit die Berichterstattung in der FR zum Thema Klima und Energie ok ist. Nur zu sehr aus D. und Europa bezogen.

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